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Schaut mxh etftntal Tang durch das PerspeMv. Zum Korps Finck hinüber, hinunter in den liefen Kuhgrund, in dem die Grenadiere sich auf8 neue zum Angriff formieren: Iung-Schenckcndorfs und Lindstedt. Schaut auf die feindlichen Redou- ten, die langen feuerspeienden Linien. <5ic schossen, schossen wie Besessene. Aber dem spähenden Blick scheint's, als risse drüben Unruhe ein. Morbleu — kein Wunder! Die gewichenen dezimierten Re- gimenter drängen sich über die Retranchements, tragen den Schrecken der Flucht hinein.
Auf Augenblicke kam es wie eine Vision über den kühl Wägenden —
Wenn er die Bataille gewann . . . und er würde, er muhte sie gewinnen . . . dann zogen diese russischen Scharen, die in seinem Lande barbarengleich gehaust, in Trümmern bis über die Weichsel zurück. Dann mochte der Zar im Anterrock, die Elisabeth, schäumen, wie sie trollte, ein zweites Heer brachte sie nicht auf. ilnb wenn Laudon geschlagen wurde, der dort drüben Schul ter an Schulter mit Saltykow focht, dann veckblicb der Daun erst recht in seiner Antätigkeit. Leicht war's dann, Arm in Arm mit Bruder Heinrich, mit dem Zauderer abzurechnen! Revanche für Kolin! Die Reichsarmee und die windigen Franzosen — pah! Dentre saint gris! Was die große Königshure in Versailles jammern würde, und die stolze Maria Theresia dazu! And deS Krieges Ende kam — der Friede — der Friede, der langersehnte, mit allen seinen Segnungen. Schaffen, ordnen, aufbauen, Wüsten befruchten, Zwrf um Dors äus Ruinen neu erstehen lassen. And am Abend ein Flötenkonzert in Sanssouci —
(Fortsetzung folgt.)
Oer Alte auf Topper.
Roman von HannS von Zvbeltih.
(Aachdruck verboten.)
Glühend heiß brennt die Svmmersvnne ob den Sandbergen zwischen Kunersdorf und der Oderniederung. Aus den feuchten Gründen aber kriechen einzelne Dunstschwadm empor, und der Rebel liegt über dem Forst, so sich Meilen-, meilenweit nach rückwärts streckt. Das Dorf haben die Moskowiter bis auf den nackten Stein ausgebrannt; es schwelt allerecken mit scharfem Rauch, der weithin zieht und die Augen beizt, daß sie schmerzen.
Wie Festungsbastivnen starren drüben, jenseits der großen Verhaue, die Schanzen, mit denen Saltykow, der Russe, und ßauiton, der Oesterreicher, sich umgürteten in tagelanger Erwartung. Wo die Svldatenkräfte nicht langten, haben die zusammengetriebenen Dauern unter dem Kantscha schuften müssen. Tag und Rocht, mit Hacke und Spaten. Ist eine formidable Position geworden, bekrönt von den mächtigen Aedouten auf dem Spihberg und den Filkensteinhöhen, dicht bespickt mit Geschützen. Dazwischen lange, lange Gräben, in denen Mann neben Mann steht, mit den Regimentskarronen in den Intervallen: ein einziger Feuerstrom jetzt, über dem sich der dicke Pulverdampf ballt.
Am die Mittagsstunde deS 12. August 1759.
In der Karriere kam der König vom Gros, vom linken Flügel der Armee, zurückgejagt auf seinem hochbeinigen Engländer, dem zweiten Gaul, den er heut ritt, denn der erste, der Brillant, den er sshr geliebt, ist ihm schon am frühen
Dr Oetlrerrv' SandfnZutaten: 250 g ungesalzene Butter VVeiKCE 5 oanuione. ocier Margarine. 250 g Zucker. 125 g ^Weizenmehl, 125 g Dr. Oetker*» Gustin, 4 Eier, I Teelöffel voll von Dr. Oetker’» jVaniliin • Zucker, 1 Messerspitze voll von Dr. Oetker'» Backpulver „Back-'n". tsag Gufiin s«dm xut ccroiacht. Dio ßutttr «tat
etwas erwärmt und schaumig gerührt. Daun gibt man Zucker und VsnUhn.Zu hinzu. Hierauf ein Ei und etwas von der Mehlmlschung. Ist diese» gut verrf wieder ein Ei und etwa» von der Mehlmischung, bl» die Eier und da» Mehl braucht sind. Die Masse wird in eine mit Butter ausgestrichene Form gegeben W wittlw Hütt ruod 4 Staude gjtbatkeo. SaWtorte hjüi «Uh Lieg« iai tfl
Morgen unter dem Leib erschossen worden. — Hatte seine Grenadiere begrüßt, die Datail- fonc von Kanih, von Bevern, von Knobloch, von Hülfen. Sahen ander- aus als bei der Revue in Potsdam. Dreckig und verschwitzt nach dem langen Marsch durch den schier weglosen Forst, durch Anterholz und Gestrüpp. Auch die Offiziere vor der Front. War keiner verschont geblieben seit nachts Glocker zwei. Anter den schimmernden hohen Dlechmützen zwischen den gewickelten, gepuderten Locken glühten purpurrot die Gesichter vor Anstrengung.
„Gutten Morgen, Kircher!' hat er ihnen zugerufen. »Wollt ihr balde wieder grotte Dohnen freiten?" . r
Die Bursche darauf: „Ja! Ja, Majestät!
„Habt noch ein wenig Geduld, so sollt ihr's wieder gutt haben!"
Jetzt zügelte er auf der Mühlbergkuppe den schnaubenden Engelländer.
„Cveceji, daS Perspektiv!"
Ja so — der Kapitän war ja dicht an feiner Seite am Morgen schwer verwundet worden. Aber da war der Götzen, zwang den widerspenstigen Gaul über ein paar Russenkadawer hinweg, reichte dem König das Glas. And einer der Pagen sprang vom Pferde, trat breitbeinig vor den Engelländer, faßte in die Kandare, daß er stille stehen mußte und Friedrich auS dem Sattel observieren konnte.
Alles ging gut Aeber Erwarten gut sogar — War ja fast wie ein Wunder gewesen, als vorhin die Grenadiere von Iung-Schenckendorff durch die dichten Derhecke im Kartätschenhagel den Mühlberg gewonnen hatten. Brave Bursche das — man wird's nicht vergessen! An sechzig Ge
schütze im Handumdrehen genommen — die Russen hinweggesegt wie Spreu. Run donnerten hier schon die preußischen Kanonen, die trefflichen neuen Zwölfpfünder, und halfen den feindlichen Gegenstoß brechen, daß die Russen im wilden KnÜuel liefen gleich gehetztem Wild auf dec^rcib- jagd. Durch all das Gedröhne und Geknatter, Trommelwirbeln und Querpfeifen drang ihr wu° steS Geschrei herauf. t _
And jetzt begann auch, ganz auf dem rechten Flügel, der brave Finck in Aktton zu treten. Sollte ja morgens nur demonstrieren, hatte vielleicht ein wenig zu lang dabei verzögert. Doch jetzt bullerten seine Kanons, jetzt schob er sein Dorps d'Armöe vorwärts, auf den Feind zu. Ganz deutlich sieht man's durch das Perspektiv, wie er avanciert, immer mehr Terrain gewinnt, langsam, aber stetig.
Ist freilich noch schwere Arbeit zu tun. Haben sich verdeubelt gut etabliert in ihrer Position, die Russen, und ihre Batterien sprühen wie feuerspeiende Berge. Wird noch viel gut Blut kosten — peste! Teures, gutes Blut, schwer zu ersetzen. Aber kaum ein Drittel der Armeen ist bis jetzt im Kampf, und wir haben noch den langen Rach- mittag vor uns.
Alles geht gut! Aeber Erwarten gut — „Kapitän von Wendesen!" „Euer Majestät!"
Amgewandt hat sich der König, will dem Flügcladjutanten den Befehl zurufen. Da reißt den eine Bvllkugel aus dem Sattel, er wirft die Arme in die Luft, stürzt nieder, indessen der Gaul hoch aufbäumt. Schon ist der Feldscher bei ihm.
„Götzen, reit' Er zu Generalleutnant Kanih.
Das Gros soll antreten!"
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