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Montag, 24. März 1924

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberyessen)

|tr. 71 Zweites Blall

Trrrfr. 22. Mär,

KKusfen

Der- fiter kann den kleinen Sänwern in feinem Garten und es nicht davor zu bewah^n, daß es darauf - ' . !'( , ? . , <XX »»Äzr '.^1 1 TT?,-3 C TT ZT lYTTT £> OJ PTT t TT1 IlBf

Banknoten.

(Uhne -ahr.)

kann den kleinen Säng-ern m seinem warten eine Ristgelegeaheit leicht bieten, wenn er z. B. wieder natürliche Hecken schaffen möchte an Stelle der heute so beliebten und doch s) unschönen D.a h te i nzäurm ngen. Weisern Hecken werd<n hier am liebsten von den Vögeln angenommen, aber auch die amerikanische hvchwachsende Stachelbeere, die Zwergjohannisbeere, der schwarze Hollunder sind hierfür sehr geeignet. Hollunder, Eberesche, Heckenkirsche (Coniceixi-Qlvten) stellen überd.es noch sehr beliebte Futtenbäume dar, deren Beeren- frächte von den Vögeln während des Winters

Berliner Vroduktenbörse.

Berlin 22. März. Das gestern nachmittag noch reichlichere Angebot in Getreide war heute wieder spärlicher, doch fehlte es auch so sehr an Käufern, das» die Tendenz sich wieder matter gestaltete. Mitteldeutschland ist noch nicht wieder

(Sn einem Teil der Auslage wiederholt.) Derlobung des belgischen Kronprinzen.

Paris, 22. März. lW. D.) Das3otn> nal" meldet aus San Remo, daß die offizielle Derlobung der Prinzessin Mafalda von Italisr mit dem belgischen Kronprinzen unmittelbar be* vvrstehe. Kronprinz Leopold ist 1901 geboren, feine Verlobte, die zweite Tochter des König- vcn Italien, ist 23 Jahre alt.

Derkehrsstreik in London.

London, 22. März. (WB.) Alle Straßen- bahner- und Autvbusangestellten sind um Mister- nacht in den Streik getreten. Infolgedessen ent­stand kurz vor der Einstellung des Verkehrs ein starker Andrang der Theaterbesucher und der übrigen Spätheimtehrenden auf diese Verkehrs­mittel. Bisher machte sich der Streik nur für die Aachtarbeiter bemerkbar. Seine volle Wirk­samkeit wird er erst heute vormittag für di« Geschäftswelt entfalten und heute nachmittag für die Tausende, welche zur Teilnahme an den Tub­ballwettkämpfen fahren wollen.

schneit oder regnet, diese Maßnahme dient nicht dazu, unsere Vogelwelt zu schuhen, sie stellt im Gegenteil eine Gefahr für sie dar. Geschützte Wintersutierplütze, wie das von Berlepsch abge­bildete Hessische Futterhaus, bieten den Vögeln nebenher auch noch einen geeigneten Unterschlupf und wirken auch auf diese Weise segensvoll. Auch die Futterglocke und die Vruhnsche Meisendose

Spannung vom Tempo rasender Automobile und der fieberhaften Leidenschaft großer Wettrennen ersül.t, tst dieser krastvuste Sport- uird Automobtt- rtmon die erste starte Probe eines noch un­bekannten Autors. Aber nrcht nur ein sensatio­nelles Buch liegt hier vor, belebt von aufregenden Gefchehnissen und einer bis zum Schlug. feHcln- den Handlung, nicht nur ein seiner, fesselnder Boman der uns nach Amerika führt an die Zentraipunkte der Technik und Industrie, in die amerikanischen Aiefenbet i.be der <>Mlrietonlg^ oder nach Paris und nach den großen Städten des europäischen Kontinents, sondern auch ein Buch das reich ist an innerem seelischen Gr° leben'. Der sympathische Typ des d m.scheu Iw gcniciirä mit seiner schaffensfrohen Gründlichkeit und seinem lebensfreudigen Herzen ist der an- ziehende Pol einer Reihe bunter wechselnder Ge­stalten die hier im Wirbeltanz des Lebens rasch

Aeslektant, da dort die Reichsgetreidestelle die Mühlen mit Ware belegt hat, die neuerdings auch nach Süddeutschland Ware abgab. Wie für Brotgetreide, so war auch für Gerste und Hafer die Tendenz 'schwächer. Ebenso lag das Geschäft in Mehl und Kleie wieder lustlos. Man notierte Getreide und Oelsaaten per 1000 Kilogramm (sonst per 100 Kilogramm) ab Station: W.izen, Mark. 168- 174 Acggen Märk.l3ö140, Pomm. 130 bis 135 Westpr. 129132. Gerste. Sommer, Mark. 166-183 Sutter 150-160. Hafer. Mark. 116 biS 124. Weizenmehl 24*/227, Rog.;enmehl 22'/, bis 23l/o Weizenlleie 1111,20, Aoggenkl re 8,60 bis 8.70, Raps 310. Leinsaat 410415, Erbsen. Drsto- tia 2829 Kl. Speiseerbsen 17^/z18, Futter- erbsen 14-14', z, Prluschlen 12-13, Qlderbubnen 16-17 Wicken 14-14'/,., Lupinen, blaw: 1314, Lupinen gelbe 1617. Ser i.ella 14 15 Aaps- lalei 1'16011,£0, Leinkuchen 22 423 Stockn = sch'i'.el 9 20 Dvllw. ousterschnihel 1722, Torf- melasse 8 208,40, Kartoff-elflocken 20.

Wie sollen wir Vogelschutz treiben?

Don Dr. H. W. F r i ck h i n g e r ° München.

Daß in unserem materialistischen Zeitalter jede Gelegenheit begrüßt und gefördert werden muß, die den Menschen zurückzuführen vermag zur Freude und Liebe zur Ratur, welcher Ein. sichtige hätte den Mut, dies heute noch zu be­streiten? Die Beobachtung keines Wesens aber wird unA mehr Freude lehren an ber Tlatur, als die Betrachtung der lieblicken gefiederten Sänger, die Wald und Feld erfüllen mit ihrem anheimelnden Wesen und ihren stimmungsvollen Strophen. .

Der Schritt von der Beobachtung der -öagd- welt zu ihrem Schuhe ist kein großer. Aber nicht allein aus solchen ethischen Gründen muffen wir dem Vogelschutz das Wort reden, auch sehr prak­tische Erwägungen führen uns, ich möchte sagen, zwangsläufig, zur Llnterstützung der Bestrebungen des Vogelschutzes: gehören doch die Vogel zu den eifrigsten Feinden der zahlreichen Schädlinge aus dem Insektenreiche, die in Garten, F ld und Wald unsere Erträgnisse jahraus jahrein in nicht geringem Grade schmälern. Vogelschutz zu treiben, ist deshalb eine Maßnahme, dessen Erfolg frei­lich nicht von heute auf morgen in die Erschei- nung tritt, deren vorbeugende Bedeutung für den Pflanzenschutz aber mehr und mehr unbe­stritten ist. , .

Vogelschutz zu treiben, sind wir alle in der Lage, das lehrt die Lektüre eines vor wenigen Wochen erschienenen Bandes, der den weit über

Berliner Dorfe.

Berlin, 22. März. (Wolff.) Börsen­bericht. Wie gewöhnlich an Samstagen waren auch heute die Anforderungen am Devisenmarkt etwas geringer, so daß fast leine Veränderungen in den Kursen und Zuteilungen einzusteten brauch^ ten, mit Ausnahme von Wien, Dudapeft und Jugoslawien. für die letztere etwas eingeschränkt wurden. In der bisherigen Erholung des Fran­kenkurses ist ein Stillstand und ein leichter Ruck- schlag eingetreten. . Für Effekten waren für die wenigen genannten Papiere durchweg niedriger Kui-s zu hören, was in Börsenkreisen als Zeichen dafür aufgefatzt wird, daß das Angebot noch nicht erschöpft ist.

DevifrnmarU BerlinFrankfurt a. M.

(In Billionen Mart auSgedrüctt. BuenoS-AlreS. London, Reu- bort. Japan, Rio de ttenefro für Hne Embettz Men und Budapest für 100000 Einheiten, alles übrige für 100 Einheiten.)

Telegraphische Auszahlung.

(Ohne Gewähr.)______________

Die Plaidoyers im Hitlerprozetz.

München. 22. März. (WTB) Am zweiten Tage der Plaidoyers ergriff der Verteidiger Dr. ^D^erS. Reichsanwalt Dr. Holl das Wort. Der Hauptgrund zu den Ereignissen am 8. Aovemb^ steht Holl in dem Schanddokument von Versailles. >Mit Aachdruck bestreitet ter .Berteid ger. daß der >wahre Grund für die E.nchtung des Staats- kommissaiiats ein angeblicher Putsch der Rastv° nalsoziali'len g-wesen fei. Bei ^Errichtung des Generalstaatskommifsari^ts haadcle es sch um d e Abrechnung mit den Aovemberverbuchen, um die -Aufnahme des Kampfes gegen Berlin, m dessen Verlauf General Los o w zum Meuterer wurde Mit der Durchführung des Kampfes grmrde auch die Reichsvorfassung in Bayern von Bayern zerschlagen und damit sei überhaupt ein Hochverrat gegen diese ReichZverfassung begriff­lich in Bayern gar nicht mehr denkbar. Der Ver­teidiger legt dann dar, daß tatsächlich Kahr, Lossow und Seißer dcn Maisch nach Berlin wollten. Zur Tat des Angeklagten Dr. Weber übergehend, bemerkt der 'Derteidi er zusammen- fassend, Weber habe rücksichtslos bekannt, daß er bei der Besprechung am 7. Aovember mitgewirkt. Was später geschehen sei, habe Dr. Weber nicht gewußt.

Dr. Weber war bereit zu handeln im Sinne Des Losfowschen Staatsstreiches, des Ce'rßer- fchen Direttoriums und des Kahrschen Druckes. LI irrichtig aber sei, daß er den m litärischen Appa­rat des Kainpfbundes auf das Unternehmen «n- oestellt und die Besetzung der wichtigsten Ge­bäude durch den Kampfbund angeordnet habe. Ferner sei unwahr, daß Dr. Weber ein gegeben^ Wort nicht gehalten habe. Das ganze Gefühl des Volkes sträub.e sich dagegen, daß die Tat der Angeklagten als Hochverrat verurteilt werden solle Weiter behauptet der Verteidiger, daß eine Verfassungsänderung überhaupt nicht vor- genommen wurde, es wurde lediglich versucht, gegenüber dem Reich eine P e r s o n a la nd e - rung herbeizuführen. Es fehlte den Angellag- tat auch der Vorsatz und die Einsicht der Rechts- totbrigfeil Millionen und Abermstlivnen von Deutschen erwarteten den Freispi-uch. Dr. Hott schloß: Geben Sie durch Ihr Urteil unserer natio­nalen Jugend den Glauben an ihr Vaterland wieder zurück Geben Sie die Fähiger ihnen zu­rück, die berufen sind, zu kämpfen für die Große des deutschen Vaterlandes. Die Sitzung wurde darauf auf Montag vormittag verschoben.

Deutschlands Grenzen hinaus bekannten Der tretet der Dogelschutzbestre'oungen Dr. h. c. Hans Frei Herrn von Berlepsch-Burg Seebach (Kieis Langensalza) zum Verfasser hat. Sn diesem Buch legt Freiherr von Berlepsch seine, wenn ich so sagen darf, ornithologische Ledens» beichte nieder. Auf zalreichen Reisen, die ihn in die tropischen Urwälder Südamerikas ckbonfo wie in die Arktis, nach Spitztergen und der Bäre.^ infel nach Süditalien und Rordafrika, wie nach Ungarn und an die deutschen Meeresküsten führ­ten, hat der Forscher immer mit eifriger Liebe die Dogelwelt studiert und die natürlichen Vogel- schutzmaßnahmen sich in mühsamer Arbeit heraus-

gerne abgelesen werden.

Für die Höhlenbrüter eignet sich nicht, wie viele bisher anuahmen, jete ausgediente kleine Zigarrenkiste, in die man ein rundes Loch schnitzt, zum Ein- und Ausfliegen, und die man dann auf irgend einer Stange oder am Hause auf- hängt. Stare freilich nehmen diese Risthöhle an, aber ihre Brut geht häufig ob der unnatürlichen Verhältnisse, die in jhnen herrschen, elendiglich Kugrunite. Freiherr voii Berlepsch (at selbst Rist- höhlen ausgeprobt, die heute seinen Rainen tragen und die, wie all-: Maßnahmen seines Togelschutz'ts, der Ratur al-gelauscht sind: die Specht höhle hat den Dorwurf gebildet für die natürlichen Der- lepschen Risthöhlen, tne von der Firma Hermann Scheid, Düren i. Wests, hergestellt werden.

Auch in ter Anlage von Winter-Futte. Plätzen wird nicht weniger gesündigt, als beim Aus- Hängen von Ristkasten. Eine G.undoedin jung muß tete Winterlütterungerfüllen: das Futter muß unbedingt bewahrt werden vor Rässe. Irgendwelches Futter auszustrsaen

sind zu empfehlen.

Der dritte Punkt eines wirksamen Vogel­schutzes ist der Schutz der Vögel vor ihren Fein­den. Als deren gefährlichste sind die streunenden Katzen zu werten, ihr Abfangen geschieht am besten durch die Katzenfalle. Gefährlich für den Dogeischuh ist auch der Spatz, auch dellen Qlb- fang, der freilich nicht so ganz einfach ist, emp­fiehlt von Berlepsch Dagegen sind die Raub­vögel mit einziger Ausnahme des Hühnerhabichts und des Sperbers, keine Feinde der Vogelwelt, im Gegenteil, sie sind nützlich und deshalb zu schonen. Hühnerhabicht und Sperber dagegen kann man durch vernünftigen Abschuß kurz halten, am die Vogelwelt vor größerem Schaden durch sie zu bewahren.

Im Rahmen eines kurzen Aullahes ist die FrageWie sotten wir Vogelschutz treiben?" na­türlich unmöglich erschöpfend zu behandeln. Zweck dieser Zeilen sollte auch nur fein, dahin anau- regen, durch dieses prächtige. Har und über­zeugend geschriebene Handbuch des Vogelschutzes unseren verehrten deutschen^Altmeister Freiherri« von Derlepsch uns Führer sein zu lassen in allen Bestrebungen des CöoaeUdMituxt

Mrorttn Waten......

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Daui'Lr Noten ....... «Lwedtzchr Noten ....... Halländllcyt Roten ......

Deuilch-Lesterrelch. I 100 Urem Bmcrlfanildie sJleicn......

Gngltschr Raten (ilnlleuHthe Raten ...... Betatsche Raten Nnaartsche Raten ....... Ltch-choslowaktsche Waten. . . Roriveattchc Roten RuuiäntsL« Rote». ..... HvautlLe Waten ....

jüngsten Sitzung des Roheisenverbandes wurde seitens des Geschäftsführers mitgeteilt, daß die Rachfragen nach Roh ei en in den letzten Wochen wesentlich zugenommen haben. Der Druck der aus­ländische Konlurrenz habe infolge des Steigens des Frankenkurses nachgelassen. Die Preise des ausländischm Roheisens seien daher heute wesent­lich höher. Mit Rücksicht drvautz daß die heutige Aohcisenfabrilation für alle Werke verlustbrin­gend ist, wurde beschlossen, die Preise der Roh^ cis en werke für Hämatit. Gießereiroheisen 1 und 3, Spiegel- und Ried.-rländer Zusaheisen für alle Derkaufsgcbiete um 3 Mark pro Tonne mit so- for iger Wirkung zu erhöhen. Andere.seits wurde beschlossen, den Abnehmern mit Dezug auf das Zahlungsziel weiter entgegenzukommen.

- Bildung desGotha-Konzerns l m D e r s i ch e r u n g s we s e n. Die beuen gru- ten Gothaer Dersicherungsunternehmangen, bu Gvthaer F uerversicherungsbank A. G. and dir Reue Gothaer Lebensversicherungsbank A G b - absichtigen, unter völliger Wahrung ihrer Se.b- tändigkeit, insbesondere zur produktiveren Ge- ialtung ihrer beiderseitigen writverzwrigt.m Außenorganisationen, eine Arbeits- und Inter­essengemeinschaft einzugehen. In diese soll auch die Gothaer Transportversiche-.ungsbank A G., die Tochtcrgcsellschcist der erstgenannten Unter­nehmung, eingeschlosfen werden. Der weitere Aus­bau des Konzerns ist bereits angebahnt. Del der Weltgeltung, deren sich die Gothaer Dersiche­rungsunternehmangen zu erfreuen haben, stellt tiefer Dorgang ein b^reutendes Errignis im deut­schen Versicherungswesen dar.

* Der französische und der belgi­sche Franken. Havas berichtet aus Brüssel: D.e©ajette veröffentlicht ein Telegramm aus Paris, wonach geblaut s i, die Kurse des franzö­sischen und des belgischen Franken miteinander in Emllang zu bringen Drr Zweck solle der sein, die b.iden Währui^m gegen Angriffe zu sichern und den Kurs allmählich zu heben, und zwar ohne älnkerstühung durch das Ausland.

Wirtschaft.

Die Arbeitsmarktlage im besetzten Gebiet.

Die Arbeitsmarttlage im besetzten Gebiet hat -sich in den letzten Wochen weiter gebessert. De- londers im Düsseldorfer Bezirk hat die Wieder­eröffnung der Betriebe gute Fortschritte gemacht. Sehr ungünstig ist die Arbeitsmarltlage noch im Bezirk München-Gladbach-Rheydt. Im östlichen Teil des besetzten Gebietes sind die Erwerbslosen­ziffern nicht unbeträchtlich zurückgegangen. In Wanne ist im Zeitraum der letzten Wochen eine Verminderung der Erwerbslosenziffer um 10 Proz. erfolgt. In Witten, wo allerdings die dort ver­tretene Glasindustrie noch vollkommen still liegt, ist ein Rückgang um 20 Proz. zu verzeichnen: in Bochum, Gelsenkirchen und Dortmund hat die Erwerbslosigkeit um rund 15 Proz. abgenommen usw. In Oberhausen-Hamborn sind die Rück­gänge teilweise noch erheblicher. Sehr trübe sieht es allerdings noch im Siegerland aus, das be­sonders unter seiner ungünstigen frachtlichen Lage S leiden hat. Das größte Siegerländer Werk, e Geisweider Eisenwerke, liegt nach wie vor vollkommen stlll. Ob die Besserung der Arbeits­marktlage in dem Tempo der letzten Wochen anhalten wird, ist zu bezweifeln, da der höchst­mögliche Produktionsgrad der Werke jetzt erreicht zu sein schemt. #

Der Rentenmünzenumlauf. Der Rentenpfennigumlauf beläuft sich wie verlautet, zur Zeit auf 40 Millionen Rentenmark.

* Einführung der Haftpflicht bei der Regiebahn. Wie von der Düsseldorfer Handelskammer mitgeteilt wird, hat die Regie mit Wirkung vom 16. März ab die Haktpflicht für Verspätungen, Verlust, Verminderung oder Beschädigung des Gutes eingeführt. Die Regie haftet nicht für Schäden, die aus Störungen der öffenllichen Ordnung zurückzus ühren sind. Der zu erstattende 'Höchstbetrag wird für Frachtgüter auf 10 Fr., für Eilgüter auf 20 Fr. und für Reisegepäck auf 50 Fr. je Kg. festgesetzt. Er- ftattung&anträge sind grundsätzlich bei den zu­ständigen Dezirksdirektionen zu stellen.

* Don der westdeutschen Eisen­industrie. Aus Essen wird berichtet: In der

Amsturzbestrebimgen in Persien.

Pans, 22. März. (W.D.) Rach ein« Havasmeldung aus Teheran wird aus allen Teilen Persiens eine Der-sassungsänderung ver­langt. Werde sie nicht vollzogen, so drohen ernst« ülnruhen auszubr-echen. Die Absetzung de« Schahs und die Ausrufung der Republik sei in der Kammer bereits diskutiert worden.

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14,89

9eW(Sin praktischer, wirklich wirksamer Dvgel- schub besteht in der Schaffung geeigneter Lebensbedingungen für die Vogel, und zwar erreichte dies Freihwr v. Berlepsch durch Die Schaffung von Ristgelegenheiten, sowohl für Frei- wie für Höhenbrüter, durch Maßnahmen einer zweckdienlichen Winterfütterung und durch wirksamen Schutz der Vögel gegen ihre Feinde.

Ristgelegenhnt für Freibrüter, das sind Vögel, die nicht in Höhlen, wie z. B. unsere Stare, sondern in offenen Restern brüten, schallen wir uns durch eine richtige Auswahl der Pflanzen bei Reupslanzungen und darüber hinaus durch entsprechenden sachgemäßen Schnitt.

Am zweckmäßigsten wird hier die Anlage eines regelrechten Vvgelschutzgchölzes, eine Auf- gebe, die manche Stadtverwaltung in ihren Park­anlagen ohne besondere Schwierigkeiten durchzu- fübren vermöchte. Aber auch jeder Gartenbe-

72 2 23,94 65,39 110,72 165,61

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17,50

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2,49 £4,61

Jetzt, wo die Zeit des Reichtums an frischen Eiern gckommen, drängt sich die Frage aus, ob man nicht hier, wie das bereits seit Jahren m Württemberg geschieht, die Eier nach dem Gewicht verkaufen soll. In Stuttgart in den Kcmsumvcreinm, in anderen Geschäften der , Lebensmittelbranche und in großen Geslugelhal-

Bttchertlsch. tungen kaust man Eier schm längstPfund-

Die am 4 Ma i stattfindenden weise", d. h. nach dem Gewbcht. Das isl.sehr

-3eitfd>rift für Musil". Machest, mach-n. Au, zur Tal! Sr-m«.

Mit der Stellungnahme gegen denInternatio­nalismus" in der Kunst hat die Zeitschrift für > Bkusik weit über die musikalischen Fachkreise I hinaus ein außerordentlich starkes, zustimmendes Echo gefunden. Auch in vorliegender Rümmer fin­den die älntersuchangen überDas Wesen der neuen Musik" ihre Fortsetzung und gipfeln in | einer höchst bemerkenswerten Abhandlung Dr. | Alfred Heuh' über den Komponisten Arnold Schönberg. Mit dem ArtikelReform-Musik­schulen. ein Vorschlag zu deren Verwirllichung". von Richard Paul, wird dem musikalischen Volls- brldungswesen in Deutschland besondere Aufmerk­samkeit zugewendet. Unter den zeitgenössischen Komponisten wird Walter Riemann als deutscher Klavierkompvnist von Rudolf Dirgfeld gewürdigt, wahrend E. Ha-netschek des gvosten tschechischen Toten, Friedrich Smetanas, gedenkt.

Die Toten von Spoon River'. Einzig autorisierte Liebertragung der berühmten Spoon River Anthologie" des Amerikaners Edgar Lee Masters in deutscher Sprache von Rudolf Rieder, mit 7 Radier tagen und Einband­zeichnung von Ferdinand Staeger. Deutschland- Verlag A. G., München. Spoon River ist eine kl ine amerikanische Stadt. DieAnthologie''ver- mittelt durch jedes Gedicht das Bild eines Men­schen. der dort lebte und starb. Der Tote spricht, er gibt dasGrundrrgebnis seines Lebenserfahrens. In der Derwi^lung der einzelnen Schicksale wird das Buch zum Epos alles Lebens überhaupt. Das Werk ist in seiner menschlichen Tiefe und Fülle, seiner knappen, drangvollen Wiedergabe ein Wunder an wahrheitslebendiger Darstellung.

ilm den großen Preis. Roman von Hans Wüst. Verlag Ernst Keil's Rachf. (August Scherl) G. m. b. H, Leipzig. Drosch. 2, halb­leinen 2.50 Don amerikanischer Hast und

Äc»art °/,

5

21

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vorüber gleiten.

- Heinz Tovote. der am 12. April seinen 60 Geburtstag begeht, hat soeben einen I neuen Roman beendet, der unter bem Xitel. (Berta)tsvaal- nilm ©ueline, Die Geschichte einer Liebes-

rm. D a r m st a d t, 22. März. Dor dem Der»! demnächst tm Verlag von Dr. Eysler & Eo., waltungsgerichtshof kam halte folgende [ Berlin SW 63 erscheinen wird.

Sache vor: Die Eheleute Rosenbaum in Christian Morgensterns 10. Tobe^ag Friedberg machen dem Vorsitzenden des dvr- (31. März) ist Anlaß zum neuesten Sonderheft tigen Mieteinigungsamtes g ger.über berSchönen Literatu r", Verlag Eduard Ersatzansprüche g:l end, daß sie durch die Avenaiius, Leipzig). Das Heft enthalt einen 2lr- Deschk-igrahme der für den Detrkd eines Dentisten tlEel über Morgenstern von Walther Widliy, eirg-iich ete Wohnung in der Rheinstraße außer- ferner eine sehr geschickte Auswahl:Gedanken ordentlich geschädigt seien. Zwecks Anhängig- über Literatur" aus Morgensterns kurzen 2luf- machui g der Schidenersahklage ist die Vorentschei- zeichnungen und einen hier zum crftenmal t>er- dung des D räval vngsgerich ishrfs notwe dig. F-st i öffentlichten Brief Rainer Mana Rilkes au Den sieht daß R. für die Wohnung wie für die Sm- Dichter. Gin weiterer Beitrag tst eine vollstan- richtüng selbst gröb.re Abfindung Summen bezahlt I big 2 Bibliographie der Werke Morgensterns^sowte hat Er ist aber wegen Zwistigtesten mit seiner c|a alles Wesentliche erfassender Rachweis dessen, Eltes rau schon vor längerer Zeit wieder zu seinen was über Morgenstern veröffentlicht wurde.

Estern in die Fahr gaste nach Frankfurt verzogen, -----

so daß das Wohnungsamt die Wohnung beschlag- (EtlTgcfCltlote

(Für S-munb3n5att alter unterwerf« auna^mtes verwahrt sich mit aller G. ckschied-nh.it stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem bagegen diß er irgmdwcIckten Einflüsfen zugangig Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) sei. Die Gesuchsteller aerMg en nur den Zweck, | Der Eier-Derkauf.

die Entscheidungen des MieteiNigungsamtes rn ein schlechtes Licht zu setzen. Der Dertre er desStaats- Interesses vertrat die Ansicht, daß die Deschwerre unbegründet und abzuweisen sei, was durch den Gerichtshof unter Verurteilung des Be­schwerdeführers in die Kosten geschah.

21. März

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