Ausgabe 
23.2.1924
 
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frl^drt tiqP*, ffw^T 5onn, erb feiertags, ili tz. Samttaqsbeilaqc. eittcfierSewihrrbibtlrt

Heeeti-tf)wcfrreti 2» (Bolbmark ein- schließlich Iräqerbt)*, ONch b«t Hid)Udd)fin« tinjfl«fr Hummern in« leige höherer Gewalt. - htrelpred).Hn|d)läne: für die Sd»n|Heitune 112; flr Herlag ®d*äft*hrae 51. e*t4n<t für Drobtna*» richten Waielgerchietze».

pelfchrckfenl«: freetfan e. v. likST.

Erstes Visa

<74. Jahrgang

Samstag, 23. Zebruar 1924

SietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

trwd pti6 üerfo): vriidl'fch« Unlüerftäts-Bttd'» unb Steinönidertl R. £anu In Gießen. Sdfriftleining un) 6efdpff$fre1e: §chn"traße 7.

Zeeebei« lajelgea ftt bie laaewr.ummer bi» |um Va* mittag vorher Lae jebcTetbinblid beit p'e » iur I rrn, bebt für«njtioen von 27 mm Bre i» ötlheb.autw&rt» 10 (Bc't Pfennig, |ur He« Nlamt-tn eigen r 70 m Diene : 5 V olbplennig, D>- tz vor sch ritt 20' Huf* th au - T eraniwvrilich u< Toi Uh u »uiCetor.

>r Jtiebr Dilh Lange ür ben üb iqen le I

<rr|l Hlum|(t>ein Jür ? en Knie oenteil j a » i eA

jämllid) in Gietzen.

DasPfälzerDefreiungswerK

JranfreuM ®e»a(fberTl(fraft In der Pfalz tfl tm 'Xrvfrrftaa zu Beginn der neuen eihuna«- pertohe mit Recht ®eqcnftanb einer etngefrenben l^bnite ortrxlen 'Br.neqt doch da« Schicksal der ÖfaU In den letzten Wochen mehr denn je jede« TeutMen Herz Die grauligen «reignilk. die - ein merkwürdiger Zufall M am gleichen Tage In Ptrmalen« und jt aller« lautern oblplellen, an dem die führenden Verbände Deutschland« da« brüt 14t Volk zu einem Dpk-rtaq für den bedrohten Cdftein un der hart umtämyften Hkfrmarf de« Reiche« aufnefen. haben ein belle« Schlaglicht auf die furchtbar* Rot de« plälzilchen *2k4M, die skrupellose 2nnerion«politik der Franzoien und die oerbrocherilche Dewall Herrschaft der Sepa- tötiflen gttpoden Rur ein Volk, da« lo bi« auf« tNut gepeinigt wurde wie die Pfälzer, konnte einen |o elementaren Ausbruch der BvlkSrache erleben, wie die Vorgänge der letzten Wochen In der Pfalz ibn zeitigten. Tic Omeralliiertr Rheinlandkommilfion die lich bi«ber allen Ritten iinb Vvistellungen der Pfalzer Devölkeiung auf beiden Obren taub fleilte, bat fich beeilt, eine eu« je einem französischen belgischen und briti­schen Offizier belieben'« HntersuchungSvommisfion In die Pfalz zu endenden. Aber den Schuldigen hat ihre Tätigkeit nicht an« Taqe«licht befördert Ta« lag auch gar nicht in ihrer Adllcht Term ter wahre Schuldige für die unerträglichen Der- haltnifle hi der Pfalz, die zu den Verzweiflung«, »kten von Pirmafen« und Äalfcr«lautcrn führten, jfl kein anderer al« General de Rleh. da« ge- iährfichste Werkzeug de« französischen 3mperiall«- yu« In der 5*>anb Prstncarr« Gr und kein anderer 5> der moderne Ul Wae. dessen Weg nun gleich Mde« Tlorbbtenner« de« Sonnenkönigs mit Lei­ten und Ruinen bedeut ifl. Seit dem Sommer |919 nun bald fünfeinhalb Sabre. bat der ®cne- ral in feiner Eigenschaft al« Krei« delegierter der Dfalz nicht« unversucht gefallen, da« Pfälzer Voll einer französischen Rnnerion gefügig zu machen. Rach^em Sllast- Lot bringen der französt- schen Republik einverleibt, der Saarsiaat al« fine To inane französischer Willkürherrschaft kon- litulert war, muhe fich zwangsläufig der nächste Stob dc« fianzöfischen 3mpcrtali«mu« gegen die friDelikt« Pfalz richten, die. von zwei Seiten bereit« von französischen ®inf:urUpfrärcn eingefdlt, her Offensive den geringsten Widerstand entgegen- ufleilen versprach Herr de Rietz versuchte die rtvbevung anfang« nach den Weisungen seine« Pari ter Herrn und Rieisler« auf dem Wege einer friedlichen Durchdringung Gr verfocht«, auf die groben politischen Parteien ®inlluh zu gewinnen, tat alle«, um sich mit Hille feiner ihm eben» t-artigen Gattin vor allem in konservativen und tlcriialen Ä reden al« ftivng gläubiger Katholik (ich Kind zu machen Ausstellungen. DoNräge. Sprachkurse sollten da« übrige tun. um da« neue Regime bei der Vevölkerung in« rechte Licht zu fetzen. Mit einem raffiniert au «geflügelten Retz Son Spionen überzog er da« ganze Land. Von den geilngfüglgften Vorkommnissen, von den per» fehl ebenen Stimmungen, von politischen Dewegun» jen in jedem Teile de« Lande« war der General luf« schnellste unterrichtet. Auch wirtschaftlichen Unfluh luchte man fich durch Anerbieten von Kapitalbeteiligungen an industriellen Hnterncb- Btn und durch Gründung franzöfifcher Gesell- ttaften zu ve.schaffen.

Aber die Benützungen. auf friedlichem Wege arm Ziele zu kommen, scheiterten an der Hinsicht X?r pfäliifchen Führer, die sehr bald dem De- teral dinier dte Kulissen schauten. Al« auch ein Versuch, die Kommunisten vor den Triumpf- Mflen de« französischen 3mpe.talismuS zu span­ten. kläglich fd> iterte, rief General de Metz He Separatisten in! Land Sonderbündler rib c« bUtana noch nicht in der Pfal^ Rian i portierte daher allerlei la id rem Seo Gesindel tu5 aller Herren L inker a ü> brach e mit ih er Hi'.fe nach dem rheinischen Vorbild eine fo- «c rannte .separatistische Vewegung" auf die Deine die in dem Landwirt Heinz au« OrbU tf-ren bod nstä digen Führer erhielt. Run begann die eigentliche Leiden szeit der P alz. Sie hier noch einmal zu schildern bicbe Gu'en nach Athen tragen. Wer kennt nicht diese Ke te von erpreßten ?ot>alltät«erflärung n der Vürgermeister. Der- ^iflu"g-.m und Au-Weisungen mlhliel4ger Veam- lc i, die endlose Folge von Raub und Mord, von plünberunj u id Vrandfchatzung die die Sevara* liftenberrschaft unter wohlwollender Duldan; der französischen Ve'ayurg betörben ü er die Pfäl er T-evölkerung brachte? Herr de Me t tini^te. worum <4 ging. Sn weder er gewann Frank eich eir« reue Provinz oder seine polttifche Reputatim B>?.r für immer dahin. Zum Vri^tdekommandeur In Frankreich fühlte er keine Retgung mehr. So sente er mit beisvtelloler Lkrupe'loligkeit alle Riachtmittel der (B?kinu-g 5be*'örben der .ertcl len Hüter de« Verfailler Ve-t-age« ein. um unter täglicher Verletzung deöse ben Vertrage« die Autonomie, d. h. die verschleierte An enon tu erzwing n. Al« form die furch baren Leiden de« gequälten Volke« sich in der Ermordung de« Verräter« Heinz Lust machten, merf e man in Sn g la ab auf. dem die französische Rheim- poii'ik von Anbegrrn auf bk Rerven ging d.) tbor fich nicht stark g mag dürfte, dem Macht- Greben des Dundesgenossen in den 3rm »u allen. Run gab es ervten Zwist. Der britische Generalkonsul in München. Sl ine, wu de mit der Unter'u^an, der Vorgänge in der P'alz de- raut, gereizte 2lo:ei wurden zwrfchen L mden und va-is gewechselt. Poi carS enrkchlost sih schfieh- Hch. den Separatismus fallen zu taffen. Lliae Du.de ii der Pfalz als Befreier begrüf)1. Stü^- ni'che Ovationen machten feine Reise durch die ptal_z zu einem Trtumphzug. Sem Bestcht an ztc britische Regierung legte einbeutig bar, bah

Um die Einheit des Reichs.

Eine Nede Dr. Strcfcmanns: Ohne deutsche Volkseinheit keine Wendung unseres Schicksals.

Dresden. 22 Fbr (WTD f Gelegentlich der 50)äbrtaen G.ün.ungsseicr bc« Rational- liberalen Reichsv«"ein« hatte die Ortsgruppe brr Deutschen Dvlk«parlei zu einem Festabend ein- gelaben. bei dem auch Reich-minister de« Aeuchern Dr. Strefemann sprach Ter Minister war nach Schluh der heutigen Reichstagssitzung im Flugzeug nqch Dresden gekommen und wurde vom sächsischen Kultusminister Dr Kaiser be- grüstl Der Reichsminister Dr. Stre'emann ging in seiner Rede aus von der groben 3bee des ehemaligen Rativnalliberalen Reichsverelas. Der Weg zur Reichseinheit habe geführt von der ®iünbunq der deutschen Burschenschaften über die Rationalveisammlung von 1848 bi« zur Aus­rufung des Reiche« in Versailles Auch heute stehe im Vordergrund der 3nncnr»olilit her Kamps des Reiche« um feine Ginheit. Ruhr, Rhein und Pfalz wolle man vom Reiche trennen, und auch die Hanno verfche Frage fei in­zwischen eine Reichs! rage geworden. Die großen DvlkSentscheidungen seien stet« noch auf ibeel» l e m Boden auSgef achten worden.

G« sei die Tragik der deutschen Politik nach dem Ätizge gewesen, daß man grotze Worte gebraucht frabe, ohne daß dahinter «ine Macht gestanden habe.

Die Xorfrlt nach der Revolution habe darin be­standen, kost man all s gleich machen wollte. Man müsse von der Gleichheit wieder zur Differen­zierung kommen. Rach 1918 hnbe es in Deutsch­land so ou«gesehen, als ib alle Mens hen fertig gto.fcn seien. Unf te De reger Haden dem deut­schen Volke die allgemeine Wehrpflicht ge­nommen au« dem febr bestimmten Grunde, dem deutlchm Dclke damit ein Stück seiner stärksten Grzlehung zu n hmen. Ohme etne deutsche Volks­einheit forme man nicht an eine Wendung unser.« Schicksals benrtn. 3n diesem Zustrnnmen- bang kam der Minister auf die Verhängung bc« Ausnahmezustände« zu sprachen Als man aus dem Eh.ro« über die ötabilii erung «um Wiederaufb.ru habe ge'anren wollen. fei Daycrn dem Reich tn die Flanke gefallen. Sr habe <iu« den Veröffentlich in>-.i des .Vorwärts seinerv'U mit Bestimmtheit ge^vuht. bat) von Sachsen au« eine neue Weltrevolutrin geplant gewesen sei. <33 sei auch voraus zu sehen aewesen. das), wenn von Bayern auS der Marsch nach Berlin angetreten worden wäre, Deutschland gleich, von einer fremden Macht v)N drei S tten aus bedroht werden wirr. Den vielen Vorwürfen gegenüber, die man feinem Kabi.irtt gemach', habe, könne man nur antworten, dah im Schützengraben der Verantwortlichkeit die Verluste "stets stärker srien, al« in der Etappe der Revolution.

ör sehe in unterer augenblicklichen Poli i! keine Epoche, foübnm nur eine Episode und rergleiche unsere Zeit mit der französischen Revolution bi« «um Wiener Kongreh. Man stehe mitten im Kampf u m neue Weltorientierungen. Hm ben Sieg zu retten, müsse vor allen Dirnen der deutsche M i 11 e l st a n d wieder in seine Rechte eingesetzt weiden. Die R-ichsregierung denke nicht biran, in besonder- g sährde en Ge­bieten den Ausnahmezustand völlig auf uheben. Es sei zum Besten Deutschland« auch notwendig, dah e« seine eigenen Kolonien wieder -

erhalte. Der Dbg Dr Helfferich habe ge­stern im Reichs ag den Abg Stre'emann an seinen AuSfpruch erinnert, den er seinerzeit getan habe, bah die Welt wieder gut machen muffe an Deutsch­land. wa« sie ihm angetan bade Or könne blcr nur versichern, dah der al e Standpunkt be« 2 b- ge ordneten Dr Strefemann auch der be« Auhenministers Dr Strefemann fei 0« fei berat:« eine moralische 3svlierung Frankreich« tm Werden und man werde viel­leicht sehr bald mit etaer vöiligm Hmgcrtalt-.ing der W l Politik g*gcnüber der Frage be« Ver­sailler Vertrage« rechnen können.

Französische Rache.

München, 22 Fbr (WTB) Heber dir Lage tn bt Pfalz schv'ldt die _D lyrische Staats­zeitung-, bah die Devöf'eTung unter dem l ä fr- rn e n ben Druck drakonis che r Straf- mahnahmen strhe. bie die Franzo'en zum Schutze a'l*t sechrratistischer E emmte aus Rache für bie 2kberla?e der Gekvralisten träfen. So werben in Pirmasens die Bestimmungen be« ver- schär'ten D iag'runnSzustankes auk'E-0''dentfich flrr g gehandh bt. 3nb'lg fer Verhaftung der slä>ii ch.-ii B amten in Pirma'ers durch die Iran, 'ifche ÄrimtnaLpoli^d i t es noch nicht möglich, tte V rwaiiuni in ®ani zu fetzen.

Lei den Repr-ssalien wirken auch noch Sepa­ratisten mit, die den französischen Gendarmen und Jttnn'nalhearrt n di« ,u verhastrnden Persinlichkeitru bezeichnen.

Bei der Devöl'erung greift immer mehr bie Be­fürcht ng um sich, bah durch bie Repressalien der französischen D s rtzung die lotzale Durchführung der D reinbaruirri mit dem Sonderau «schuf) der Rh inlandlvmmis ion unmöglich gmnacht wirb. Ts ist baher bet dringendste Wunsch der Be­völkerung, dah der Sonderausschuh bald wieder In die Pfalz zurück- kehren soll, um die btja'e Durch- füfrrang der V reinbarun e.i zu übectoachen. Der DezirkSdelegierte von Pirmasens lieh den Bürgermeister von Pirmasen« zu sich kommen und beauftragte ihn, bie bei dem Sturm auf da- BczirkSamtSgebäudr verwandten Feuer­waffen einfammeln zu lassen. Der Bür­germeister lehnte die« aber mit der Bemerkung ab. bah er keine Schutzleute zur Verfügung habe, worauf der Delegierte von ihm eine nament­liche Liste der Beteiligten verlangte. Auch dies lehnte der Bürgermeister ab Darauf­hin erklärte der Bezirksdelegierte, er wt'fe, bah auch recht-rheinische Rationalisten beteiligt ge­wesen seien A is die Erklärung £e« Bürger­meister«. ihm sei hierüber nicht« bekannt, ent­gegnete der Delegierte.

er brauche Beweise dafür, dah die Grmordung der Separatisten auf Dcfrh'e von Münchener und Heidelberg-?r Rational sten au«qeführt worden sei.Verschaffen Sie mir diese Te* weise!" sagte er zu dem Tutgermeifler.

An Hand von photographischen Ausnahmen be­tonte der Delegierte, bah bie .Boche«" immer noch solche Verbrecher seien, wie sie währenb be« Kriege« waren Er werde auf Grund dieser In Hunderten von Eremplaren vorliegenden Photo­graphien der Welt den Bewei« dafür lie'e. n

Die Ziele der französischen Pro­paganda sind durch die Aeutzerungen des französischen Dezirksbelegierten in Pirmasens nargclegt:

1 der Welt weiter vorzutäuschen, dah rechtsrheinischeRationalisten die Hr- beber be« Pirmasenser Dluttrade« actw'en seien, wos i jedoch nicht der geringste Beweis vorliegt.

2 gleichzeitig etne neue Propaganda gegen Deutschland im Auslände zu eröffnen, beides, um bie Verantwor ung her fran­zösischen Behörden für bie öreignlfle abzuwälzen und tn gewissen Pariser Kreisen unerwünscht Beruhigung der Pfalz und Wiederkehr geord­neter Zusianbe hinianzuhalten

Die tn Reu stadt noch verbliebenen S e parat ifl en haben erklärt:

Wir sammeln un« und kommen in 14 Tagen toiebet.

Der DezirkSdeleaierra von Reustabt frit einer Ab­ordnung die mit der Ditte vorstellig geworden trrar. dafür zu sorgen, das) bet Rest der Separa­tisten möglichst bald verschwinde damit Tube, Ordnung unb ©idyeifr ll wieder ein'ehran in ent­rüstetem Tone erwidert, man solle ifri mit solchen unverschämten Forderungen in T.u >c lassen. Es sind auch sonst au« and ran Gegenden der Ps tlz und d-m übrigen Rfrei ttand An Zeichen poifraubm, bie sich bara if beziehm. dah bie se­paratistisch? D?trvg^lng von den Mill ärbcsehl«- frafrern. inSbesond're von Draeral be Metz noch nicht gan# au,gegeben worden sind Tat­sache ist auf jeden Fall, bah in ber Pfalz heute noch bewaffnete Separatisten unter dem Schuh ber französischen Behör­den Herumlaufen können unb bie Bevölke­rung weiterhin belästigen.

Strefemann zur Pfalzfraye.

Berlin. 22 Febr (WoNs ) 3m Reichs­tage führte beute Reich«minister des Anstvär- tiacn Dr Strefemann bei Delvrachung der Psasz-3nterpellativn u a au«: Die Räumung ber besetzten Gebiete, zu denen auch da« Saargebiel gehört, gehört zu dem Gesamtkomvler her deutsch- franzöfischen Dezielningen der in her nächsten Woche ei örtert werden f oll Die 5'ättnff'it be« Au^wLtlinen Amte« in der Psn'zfrane kann man nickt al« inaktiv bezeichnen (Sehr dfrig!) Wir werden demnächst ein Weitzbuch berausgeben. fr dem untere Schritte in dieser F age dargest.'llt treiben. G« ist auch nicht richtig, dah n>ir die letzte französische Rote schweigend bIngenommen hätten.

Ruf tmfere e-ste Beschwerde hat die fran­zösische Regierung e« abgelehnt, die einzel­nen Punkte auch nur zu prüfen.

Sie bat auch von vornherein unsere künftigen Beschnrarden verdächtigt. CTn unferar Rote vom 20 5 bruar haben wir da« französische Zusam- menir-irfen mit den Separatisten rxufvieioielen Der deutsch? Botschafter In Pari« melb.t heute, das) ihm diese Rote zurückgesandt tnorben fei (Hört. hört, erregte Ttuel) Frankreich lehne e« ab. sich In innerbeu'sche Verhältnisse elnzumif<ch-n. Wenn sich doch Frankreich nicht an diesen Din­gen beteiligen wollte: der ganze Separatismus

bi? fepara i'iilfte Bewegung ein? künstliche cürfr- tuig sei. bi? tem:rlct Hrlt an fr.w ansässigen Te- 'k.rung ber P alz ftnbi. sondern nur mit Hilfe französischer Daicnrtte eriitl.Tvn kön e. Fa.'le diese, werbe auch die se>ara i tische DeweJung in sich iufammcnbr.xbcn Sine fo-or i^e De seru i, der Lage Li d.r Paiz halte Llioes Deluch nicht zur Folge. Wildeste Araichie bersche bi d ingan en Lande. j,d? gcrcgcl e Arbeit wurde un nöglich gemacht, alle« staib tm barten Abwehrk impf gegen tte separatistischen H iterb üler A n Mor­gen doS 12. Februar leuch ete über dem g-mar­tert en aus taufen) Wu iden frlutenbei Lande die Morgenröte brr Freiheit. Die Dürger von Pirmasens und Kalscrrtau em sch itten -u Selbst­hilfe. Sin fu xbibare« Strafgericht brach über die Separatistenhorden herein. 3n bei Bezirks- ämten mur) n bie Separatisten ein geschlafen, da« Regie: ungsgebäube von Pirmaien« i.i Q^ranb gesteckt unb bi? den Flammen entwichenenepi- ratiften wi? räudige Hunde erschlagen. Wer dem Blutbad entkomm?n war. wurb? unter französi­schem Schutz ab'mn«oortiert Zetzt erft. als die Alliierten Beweise hatten, bih bie Geduld auch bei beu'schrn Volkes eine Grenze Hot. die man nicht unbestraft üb-rschrerten bjrf, würbe man in Kobstnz energisch.

Die bereits oben erwähnte Interalliierte Hntersuchungökommission foNte ge­meinsam mit bem KreisauS schuh d rPra^z geeignete Mahnahmen tre fen für W.edr'.e fte.- lung ber Ruh? und Ordn^nz im Lande. Der kb? burch'ich ig-e Dorichlag Fri -krcichs. der P äl er Kreistag mög? bie Regierung brr P alz ü*vr- nehmen, wurde von ixefem auf da« schönste zurückgewicsen. Gr wörc der erste Schra t vom Wege des Ttech es gewele^ und hätte zweifellos den franzö'i^ch n Annexionsab ich ei neue Dahnei eröffnet Die von dec Pialzregierung noch in S >ey?r befiib:it«n Beam ei wurden also von der Hnter'uchuniölvmmi'sivn als red? mähigo Rrgie- rung ane-tannt. ebenso ber staatsrechtliche Status quo zwischen Pfalz, Bayern unb Reich. Dem

KreiSausfchuh fällt nach brr Verelndarung mit ber Koblen'er Kommiffton l'big'ich dte Ver­mittlung zwischen der 3.iteral itericn Rl-eintarb- kommissivn eln r'di« und der ausgewie enen Psalzrrgi rung un-) dm Regirrungen In Berlin und München anbeitrieit« zu. und die« auch nur fotang?. bi4 bi* orbmtliJbe deutsche Ver­waltung nich Rüäkrhr brr von d n ©epara- listen vertrieben?n Beimten wieder konsti­tuiert ist. Svwrit kamt nun einen groben deutschm Er olq buchen. Aber die Sache Hal ein rat ekluen H tk rn, ber alles Erreichte von neuem in Frage stellt. Die Kommission hat mit btefei Ver i frar :ng ihre Aufg rbe für e le tat geglaubt, ist selbstzuf ieden nach Koblenz zurück- gedamp'st tmb Hit bie A tSführung. allo in erster Linie die Rücksth bei AnSgrwiesenen neuen Der- binblungen zwischm dem Kieiöau« chuh und Ge­neral be Metz über lallen. Aich bie Suche nach ben Schuldig m hat mm ihm anvertraut: ber Herr General ist also Schäbiger. SraatSanwall unb Rich str in einer Perlon Eine neue Episode ber Verfolgung, der unerhörteslen Repressalien bricht für bis schwer g?prüf e Land an. Aus allen Orten der Pfalz mehret sich die Rachrich en von Derhaf- tu-g m führender Per^önlichkei en au« dem Ab- wrh ckampf g'gen die Srpara i ten. Die deutsche G^^barwrrie unb Poli»ei werden entwaffnet. Ge­schäfte werden ge^chtofsrn um ihre 3nfriSer zu zwi g m. si5: d m f an-ö i chen Be ir?«b:(e ?ler e.i z t hellen. AaS einer Rride von Or en wird die Festnahme von Dcis In g meldet. Alle« im 3d- chrn ber wiederfrrtzastellendei Ruhe u b Orbnu-g Aich die Vereinbarung über bie Rücklehr bet AuSgewiesenen such! man von Paris aus Li einer Weste ar«y-1 ge .. bie bie schweiften D-ckürch uncen rech fertig'. Geterai b? Metz will a"ch bie von ten 6ep-ira isten mit Gewalt an ber Ausübung iores D enste« verhinder cn aber n i ch t a tÄgeranelcnen Beamten goradr wie die 3j«ge'axefenen er^t tara wieder zum Dienst zutasten. wmn bie Rhe':ntanr>- kommissivn hierzu ihre 2en-hmtaung gegeben hat. Di- von der Rdeinlanbko-nmtsss'wa ausgewiese»«

Bramten dagegen sollen au«getrHen bleiben. Rimmt man hinzu dah eine gerichtliche Ver­folgung der Separatisten unterlagt ist. und bah General de Metz nicht etwa ableraicn, sondern Vollzugsorgan dieseJln-rbnungcn b ei'ot so trtrb e« ganz in da« Belieben de« Herrn de Metz gestellt, ob und in welchem Maste er die Rückkehr der auSgewiesenen Deimten zu'aslen unb barnil eine geordnete gesetzmäßige deutsch? Detnrallung ermöglichen will ober ob n ei vorzieht, die Regelung der Psalzfrage im Sinne des Speyerer Abkommen« zu sabotieren und ba« Land In neue, schrecklichere Anarchie zu stürz-n DaS Psälzer DesleiungSwerk ist mit ber De eitigung der Se­parat isten Herrschaft keineswegs am Ziel. Gibt die Rheinlandkommissivn in ber Auslegung bc« Ab­kommen« dem General de Metz bie oben um- eigenen Möglichkeiten, so wird er mit der gleichen 6frupcllofiafeit wie bisher an der LoSlösung der Pfalz von Bayern und dem Reich ax'iteiarbeiten. Hnd wo wär? die Macht, ihm Ginhalt zu tun? Sollten ihm nicht die lodernden Finale von Pir- malen« und Kaiser«lautern zu denken gegeben haben wozu ein zur Verzweiflung getriebene« Volk fähig ist?

Die Pfalz geht neuen Gefahren entgegen, schlimmeren vielleicht, als die waren, die Pfälzer Treue und Tapferkeit fachen abwenden konnte. DaS wollen anr unS vor Augen halten, wenn wir morgen auch frier in Gieren den Pfalz- und Rheintag begehen. Wir Helsen lind in erster Linie be-ra'cn daS L edeSwerk für bie Pfalz mit all unfein finanziellen und moralilchrn Kräften zu unterstützen. Wir. die wir eben unsere rheinische Provinz von ben Separatistenhorden säubern konnten, sind die nächsten, dem kämpfen­de .i D irder in vorderster F oit die helfende Hand xu reichen. Fällt er. wird sich der nächste Stvh gegen und richten und wir werlen ihn in bedenk­lich geschwächter Verteidigungsstellung auszufan­gen haben. Darum ist das Ptäl^er BefreiungS- trerf Alldeutsch land« Sache l Lahl e« uns meroen bewerfen I