Eine deutschvölkische Reichstags Wahlliste in Hessen.
Jiuj Dte bevorsteheaden Wahlen Sachverständlgen-Gutachten, zwei agen, von denen unsere Zukunft ab- ,für brauchen wir ober das Dewuht- o— ' gemeinsamen Zieles, und dieses Ziel Einigkeit und Recht und Freiheit!
brauchen die Blicke nur nach Westen * c S »n. Dort schmachtet deutsches Land un- D,Erblicher Besetzung. Hunderttausende sind « ^Zaus und Hos vertrieben und harren der ^K.ckehr; das Herz der deutschen Wirtschaft SjOjort kraftvoll schlagen und der deutschen ^tschaftskonstitution wieder Gesundheit ver- ^Zen, unser« Währung soll wieder gesunden &£> vor dem Wahnsinnötaumel der Inflation Äoahrt Kleiden, der Reichsgedanke darf nicht iehr unter Erschütterungen leiden, wie wir ie in diesem Winter erlebt haben, und der deutsche Fleiß, der unerreicht ist in der Welt, muß neue Betätigung in fruchtbarer Arbeit finden, die und vor den Gefahren des Hungers und dem Elend der Arbeitslosigkeit schützt und den deutschen Ramen in der Welt wieder hoch- bringt. Der deutsche Landwirt, der mit sorgen- gebeugtem Racken hinter dem Pfluge schreitet, hat ebenso Anspruch auf den Lohn seiner Arbeit wie der Beamte, dessen Schicksal eS allerdings schon öfters in der deutschen Geschichte war, das Staatsschiff durch seine hingebende Pflichttreue vor dem Scheitern zu bewahren. Handel. Gewerbe und Industrie dürfen keine Scheinexistenz führen; zu diesem Zweck darf ihnen aber auch die Substanz, mit der sie ihre Aotore speisen, nicht weggesteuert werden, und schließlich mag unter dem Druck unbarmherziger Zeiten das Existenzminimum des DolkeS noch so eingeschränkt sein, soviel muß bleiben, daß leben nicht bloß ein dumpfes vegetieren wird, unter dem alle geistigen Regungen verkümmern, Kunst und Wissenschaften zugrunde gehen und das höchste Kulturvolk der Erde ein Hekotenvolk wird.
Am diese Rotwendigkeiten zu erreichen, was ist nötig- Der Wille zur Einigkeit, die Aeberwindung der Parteigegensätze, die Zusammenfassung aller Volkskräfte für das hohe Ziel des Aufstiegs und der Befreiung aus drückendem Joch der Knechtschaft. Aus dem sittlichen Bewußtsein kommt die Defteiung! Hinter dem Kreuz von Golgatha kommt das Ostern der Auferstehung! Roch liegt unjcr Weg im Schatten deS Kreuzes, aber in unserer Brust müssen wir etwas empfinden, was sich nicht in Worte fassen läßt, in unseren Seelen müssen wir eS fühlen und unser Berstand muß es uns immer wieder mit unausgesprochenen Worten sagen: eS gibt eine Osterhvffnung. erst aber müssen wir den Leib begraben; die Glocken klingen und singen wieder, aber erst laßt sie ein wundervoller Bolksglaube nach Rom fliegen, damit sie das jubelnde Auf- erstehungSgelaut zu vollbringen vermögen; und was der Große von Weimar in die eyer- ncn Worte kleidete: „und solang du das nicht hast, dieses Stirb und Werde, bist du nur ein trüber Gast auf der dunklen Erde"; das ist Menschen- und VolkeSschicksal, dunkle Abhängigkeit vom Sein und Emporsteigen zur Freiheit, Karfreitag und österlicher Aufersteh u ngSglaube.
Empor die Herzen aus der Enge des Tags! Wir haben eins, das unsere Wege aufwärts leitet — dte Kraft unseres Willens, mit der wir an Deutschlands Aufstieg arbeiten, und bas sittliche Gefühl unseres Rechts, das Dir nicht beugen lassen. DuS beiden erwächst unserer Arbeit der Segen, den wir brauchen und den uns ein selbstgeschaffenes Schicksal so wenig verweigert wie die Natur dem Leben die Auferstehung, die den Tod überwindet.
H.TH.W.
Darmstadt, 18. April (Eigene Meldung.) Die DsutschviMilchen gchm bet der Reichstag?- j wählen ntd>t mit lea D«ltschnat vnalen zusammen, sondern hrben eine eigene Liste ausgestellt. d e ■ wie folgt Liutet: 1. Dr Arthur Dinter. Schrllt- sie'l.r. Mitglied des Thüringer Landtages; 2. Al- sued Langula, R g ernn Ssrk etär. granlfurt; 3. Heinrich Lind V,l„ TH t^er, G ebenhain, Oberh s en: 4. Dr. Werner, Gericht Zasses or Darmstadt: 5. Ioh. Graf. Mechaniker, Offen dach: 6. August Weller. Arbeiter. Gießen 7. Karl Räuber. Postinfp: kwr, Frankfurt; 8. Reil, Lehrer, Angersbach, Vogelsberg
Ein Aufruf
der hessischen Regimeutsvereinc.
Darmstadt, 18. April. (Digene MeDuna.) Der Verband hessischer Regimentsvereine erläßt ben Reichstagswahlen einen Aufruf, in ?em es hrnfll: ,Unsere RcgimentZvereine treiben k ine Politik. Wir treten bewußt ein für deutschen Glauben, deutsche Treue, deutsche Crtn-ing im Volksleben: wir ersehnen eine Regierung, die, frei von einseitigen Parteizielen, unseren Regimentsvereinen die Freiheit reS Handelns zurückgibt, unsere Versammlungen nicht verbietet. Das Wvhl und Weh? unseres Vaterlandes steht unä turmhoch über allen Portrirn und ihrem Parlamentarismus." Die Mitglieder der He-b mentsvereine werde-n zum Schluß ausgesordert, am 4. Mai für eine nationale Mehrheit im kommenden Reichstag einzutreten.
Kleine politische Nachrichten.
Der Reichspräsident ist zum Kurgebrauch in Bad Mergentheim eingetroffen.
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Der Reichspräsident ernannte den bisherigen Gesandten in Kowno, Dr. v. Ols Hausen, zum Gesandten in Belgrad.
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Der Llutersuchungsrichter des Staatgerichts- hvses zum Schutze der Republik hat gegen, eine Reih^ von MitgNedern der ReichSzentrake der KommunistischenPartriHastbefehle und Steckbriefe erlassen, ünr den vierzehn Gesuchten befinden sich auch die t>Ler Reichstags" abgeordneten Koenen, Remmele, Stöcker
unß Frvy 1 ich: Tamer per aus Boymen geour- tige eHemalige sächsische Minister Brandlec.
Der Staatsgerichtshof zum Schuhe der Republik verurteiUe den Bergarbeiter Max Birke aus Senftenberg wegen Beihilfe zum Hochverrat zu einem Jahre Festungshaft und 50 Mark Geldstrafe. Dirke berief als Funktionär der Ortsgruppe Senftenberg der Kommunistischen Partei am 30. Rvvember eine Versammlung ein, in der er Maßnahmen empfahl, um das illegale Weiterbestehen der Kommunistischen Partei zu ermöglichen. Dabei legte er auch Flugblät.er aus, die auf den gewaltsamen Sturz der Regierung und eine gewaltsame Aenderung der Verfassung hinzielten.
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Der VerkckhrSbund teilte der Direktion der Hochbahn-Gesellschaft mit, daß auf Grund eines Beschlusses der Funktionäre ein Streik der Berliner Hochbahner nicht stattfinden wird.
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Das Blatt „Rowosti" bestätigt die Rachricht deS „Matin", daß bei dem Besuch deS serbischen Königspaares in Parrs Ende Mai ein Bündnisvertrag zwischen Frankreich, und Südslawien abgeschlossen werden fall
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Die österreichische Regierung erklärte die Tätigkeit ' deS Sparkommissars Dr. H a r n i ck als beendet, da nach dessen Bericht die allgemeine Abbauaktion als im wesentlichen erledigt anzusshen ift,_ und hat in jedem Ressort einen mit der Geschäftsführung im einzelnen vertrauten und mit entsprechenden Vollmachten auSgestatteten Beamten mit der Leitung der weiteren (Sc- fparungsarbeiten betraut
Aus Stadt und Land.
Gießern, den 19. April 1924.
Ostern.
Och kenne einen Friedhof, der in der Ebene, an einer belebten Sttaße liegt und von sanft aufsteigenden Höhen überragt wird. Oft bin ich dort, wenn der Wind in den Launen und Zypressen rauschte, auf den schmalen Wegen gegangen, mit einer vergangenen Generation Zwiesprache haltend. Sie reden, die Toten, sie reden durch die Grabsteine, die man ihnen gesetzt, und dte Inschriften, die man darauf geschrieben hat. Ein Obelisk, der vor achtzig Jahren seinen Standort gefunden hat, enthält die Ramen der Männer aus der Stadt, die einst Napoleon I. Heeres'folge leisten muhten. Seltsam muten die Bezeichnungen „houssard“ und „mar6chal des logis“ hinter den deutschen Familiennamen an. Nicht weit davon steht die Figur der Germania, sie erhebt sich über den Gräbern der 1870/71 dort in den Lazaretten verstorbenen deutschen Krieger und hält die Palme in der Hand^ Wieder einige Schritte weiter, und es dehnt sich ein weites Feld aus, lauter frisch aufgeworfene Grabhügel, hier schlafen die Opfer deS Weltkrieges. Deutsche Geschichte wird auf diese Weise ohne Bücher, aber in sehr eindringlicher Form gelehrt. Man sollte dte Heranwachsende Jugend recht oft an diese Gräber führen, damit sie einen Eindruck davon bekommt was es die, die vor ihr gewesen sind, gekostet hat, um unsere nationale Ehre und den Bestand unseres DolkStumS zu retten. Auch sonst ist dieser Friedhof durch künstlerisch vollendete Denksteine und charakteristische Inschriften bemerkenswert. Auf dem Leichensteine eines im Jahre 1828 dahingeschiedenen 30- jährigen Mannes steht das Wort aus dem 103. Psalm: „Lobe den Herren, meine Seele, und vergiß nicht was er dir Gutes getan hat." Mit dieser Inschrift die fernab von unchristlicher Klage und schwächlicher Senttmentali- tät ist, steht ganz im Einklang, was auf dem Grab eines im Jahre 1917 gefallenen Studenten zu lesen ist, das Wort aus cer Bergpredigt: „Trachtet am ersten nach dem Reiche Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen." Don starker Lebenshoffnung und entschiedenem Gottverttuuen redet auf einem anderen Grabe der Gesangbuchhers: „Sing, bet und geh auf Gottes Wegen, verricht das Deine nur getreu und trau des Himmels reichem Degen, so wird er werden bei dir neu; denn welcher seine Zuversicht auf Dott setzt, den verläßt er nicht." Ein Relief stellt einen Jüngling mit Wanderstab und Reisetasche dar, er reicht einem anderen, sich traurig von ihm abwendenden Iünaling die Hand. Die Inschrift besagt, daß Geschwister dieses Denkmal zur Erinnerung an ihren in St. Louis verstorbenen Bruder gesetzt haben. Ein anderes Relief bildet den aus dem Grabe sich erhebenden Jesus nach, vor ihm stehen die drei Frauen, die gekommen waren, um ihn zu salben. Endlich der weiße, vierkantige Stein, über dem eine Schale ruht. Zwei Kinder, ein Knabe und ein Mädchen, sind an drei Flächen des Steins zu sehen. Auf dem ersten reicht das Mädchen dem Knaben Blumen, auf der zweiten flechten die beiden einen Kranz, auf der dritten spielt der Knabe die Flöte und das Mädchen hört zu. Die kindliche Unschuld und Innigkeit sind hier gut getroffen, im Gemüts des 'Beschauers bleibt etwas zurück von der Krone des ewigen Lebens und dem Lobgesang, den die Seligen im Himmel anstimmen.
Wer dies alles hat auf sich wirken lassen, geht erbaut und erhoben wieder hinaus auf Die Straßen, auf denen das Leben hin- und herflutet. Diese Gräber reden von der Ansterblichkeit der Seele. Wir können ohne den Glauben an ein Weiterleben in einer Welt, die jenseits des Grabes liegt, nicht einen Tag leben, arbeiten und in den Mühs.alen des Erdenlebens ausharren. Idealismus, Hingabe an große Ziele, Aufopferung, Verachtung der Gefahr, Liebe. Treue, alle diese Seelenregungen, die die Menschheit weiterbringen, wären nicht verständllch, wenn mit dem Tode alles aus wäre. Paulas, der ein Dichter, aber auch ein scharfsinniger Denker war, hat über diese Frage
in seinem ersten Briefe an dte Christen zu Korinch geredet. Wenn die Toten nicht auferstehen, so meint er, dann gibt es für uns keine andere Losung als die: Lasset uns essen und trink n denn morgen sind wir tot. Dann sind die Menschin aber auch die elendesten Geschöpf c aus Oer Erde. In der Tat. der Gedanke, daß wir unsere Lieben einmal verlieren müssen, wurde uns in diesem Falle ganz fassungS- los machen. Seinen AnsterbttchkeitSglauben knüpft der Apostel an die Tatsache der Auferstehung Jesu von den Toten an. Paulus sah es, und wir sehen es in der Gegenwart daß Jesus tatsächlich lebt und daß fort und fort erstaunliche Wirkungen von ihm ausgehen. Immanuel Kant dessen zweihundertsten Geburtstag die Kulturwelt in diesen Tagen feiert, sieht die Ansterblichkeit als ein Postulat der praktischen Vernunft an. Damit will der deutsche Denker sagen, daß der, der seine Aufgaben in der Welt erfüllen will, dies ohne den Glauben an ein Weiterleben in einer anderen Welt nicht vermag. So unbegreiflich eine solche Welt unserem Erkennen zunächst auch sein mag. in Jesu Auferstehung ist das Anbegreifliche Wirklichkeit geworden. H. D.
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NeueRichtlinienderGeldmarkt Politik.
Die Inflation hatte der Reichsbcmk daS Steuer der Geldmarkt-Politik aus der Hand gerissen. Auch mit der Einführung der Rentenmark in den Verkehr war nicht ohne weiteres die Möglichkeit gegeben, die Verhältnisse am Geldmärkte nach bestimmten Richtlinien von einer Zentralstelle aus zu regeln. ES mußte erst daS auf Papiermark oder auf Dollar lautende Notgeld aus dem Verkehr gezogen und ein übersichtlicher Geldmarkt geschaffen werden. Außerdem verlangte am Ende des Vorjahres die katastrophale Lage der Wirtschaft rasch: und schnelle Hilfe, vor allem Kredite, so daß die Durchführung einer bestimmten Politik zunächst nur in bescheidenem Umfange möglich, war.
Jetzt stehen die maßgebenden Stellen deS Geldmarktes vor der Notwendigkeit, in den Lauf der Dinge einzugreifen. Die Reichsbank ist von allen Seiten so stark tn Anspruch genommen worden, daß ihr kaum noch d,e erforderliche Bewegungsfreiheit b'e'.bt. Auch in der Leitung der Rentenbank scheint man daS Empfinden zu haben, daß jetzt der Moment gekommen ist, wo durch geschickte Verteilung der Kredite ein nachhaltiger Einfluß auf baS Wirtschaftsleben und vor allem auf die Preduktron ausgeübt werden kann. Im Vorder- arunde der Erwägungen, dte zur Zett zwischen der Retchsbank und der Rentenbank gepflogen werden, steht dte Fcage, wie die noch zur Krrdit- gcwährung vorhandenen Mittel am besten der eigentlichen Produktion, d. h. der Landwirtschaft und der Industrie, au- geführt werden können. Außerdem ist man bestrebt, die auS der Wirtschaft an die Retchsbank resp. Rentenbank zurückfließenden Gelder zusammenzufafsen und für besonders notwendige Kredithilfe bereit zu halten. So hat die Rentenbank neuerdings angeordnet, daß die Anfang Aprll und Anfang Oktober seitens der Garantieträger zu zahlenden Rentenbank- , Sinsen, die hauptsächlich auf Postscheckkonto eingehen, dem bei der Reichsbank bereits bestehenden ,Derwahrungs?onto" zugeführt werden. Es handelt sich halbjährlich um 70 bis 80 Millionen Rentenmark. Diese Beträge werden für besonders wichtige und dringliche Verwendung reserviert. Auch S scheint man tn den beteiligten Kreisen n übereingetommen zu fein, daß die in der nächsten Z?it fälligen Rentenmarkwechsel nach Möglichkeit zur Barzahlung zu bringen sind, so daß nicht einfach alte Wechsel mit neuen Akzepten bezahlt werden können.
Reichsbank und Rentenbank sind vor allem bemüht, ihre Kredite in Zukunft noch mehr als bisher auf diejenigen Gebiete der Wirtschaft zu lenken, wo man erwarten kann, daß sie die Produktion anregen und die Wirtschaftskrise über- winden helfen.
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DaS kostet baS Reis ege.päck? Aach dem neuesten Tarif vom 1. Aprll beträgt die OHm» destftacht 20 Pf., baä Mindestgewicht 10 Kg. Bei einem Gewicht von 10 Kg. kostet das Gepäck bei 100 Kilometer Fahrstrecke 60 Pf., bei 200 Km. 110, bei 300 Km. 1.50, bei 400 Km. 1.80, bei 500 Km. 2.10 Mk. ufw., bei 1000 Km. 2.90 Mk. Diese Preise verdoppeln sich, wenn daS Gepäck 20 Kg. wiegt, verdreifachen sich bei 30 Kg. usw. Denn man das übliche Reisegepäck mit 100 Kg annimmt, so kosten diese bei einer Entfernung bis zu 200 Km. 11 Mk., bis 300 Km. 15 Mk., bei 400 Km. 18 Mk., bei 500 Km. 21 Mk.
Vornottzen.
_ T; TageSkalender für Samstag Rundfunkhaus: 8V2 Ahr Opem-Abend: ©armen. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: .Tradogi« einer Liebesnacht". - Palast-Lichtspiele: .Men- schen und Masken".
— TageSkalender für Ostersvnn- t a 6 Stadttheater: Z Ahr ,Elga". — Oberhest. Kunstverein: 11-1 Hbt Barthel-GedSchtmsaa^ steilung. — Lichtspielhäuser dasselbe Programm wie Samstag.
. — Tageskalender für Ostermon
tag Stadttheater: 7 Ahr .Der Verschwender". — OberhZs. Kunstverein: 11—1 lltyr Barthel- Gedächtnisausstellung. — Lichtspielhaus Dahn. Mflrat’e: .Dec Absturz". — Palast-Lichtspiele. -2oulse de Lavalliere" und .Der Mettenfrester".
~ Ober hef si scheS Museum. Am «V. Osterlag AltertumSmuseum (im alten wnb Völkerkundemuseam (bn neuen Schloß) 11~1 .geöffnet. Am zweiten Offerten: AltertumSmuseum 11—1 ilfrr geöffnet
, — Tie Sozialdemokratische Parte i G i e ß e n lädt in unserem heutigen Anzeigen, teil zu einer Wählerversammlung auf nächsten Dienstag abend in das Restaurant Philvsophen- waD- ein. AIS Redner wird u. a. der Staatspräsident Alrich genannt Näheres tn bei Anzeige.
Kreis Schotten.
Oberseibertenrod, 18 Aprll. An- cmeinde wird nun auch ein Ehr ende nk- mai Zur Erinnerung an unsere im Weltkrieg gefallenen Helden erhallen. Dieses Denkmal wird durch das KreiSbauamt in Schotten entworfen und vorgeschlagen werden tn der Form einer Säule. Mit der Ausführung wird der bekannte Bildhauer Leonhard in Grünberg betraut werden, der schon eine ganze Reihe von Ghrendenkmälern in unserer Provinz ge.lefert hat
Turnen, Sport und Spiel.
•• Fußball. Dach längerer Zett tritt an den Osterseiertagen der Gießener Sportklub von 1900 zu Gesellschaftsspielen auf seinem Sportplatz an der Hardt an die Oeffentlichkeit Als Gegner werden ihm zwei besonders starke Liga- vcre.ne aus Süddcutschland g-genüberstehen, die eine gute und oft bewährte Mannschaft ins Feld stellen. Beide Vereine genießen in ihren Sportkreisen hohes Ansehen. (Siehe Anzeige.)
* Radsport Am Sonntag fand das erste Rennen des SüdbezirkeS Gau Lahn B. d. R. über 30 Km. statt,"das leider durch die Angunst der Witterung stark beeinttächtigt wurde, denn nur 17 von 35 gemeldeten Fahrern stellten sich zum Start. Fahrwart Heinrich R e in - Wißmar schickte die Fahrer um 8,50 Ufyr vorm. aus die Reise, die von Gießen nach Wetzlar und zurück ging. DaS Ergebnis war folgendes: Junioren: 1. Wilhelm Wagner- Krofdorf, R. D. «Teutonia 1 St. 6 Min. 30 Sek., 2. Heinrich G 0 r r - Butzbach 1:6:31, 3. Willi Schadt-R D. 85Gießen 1:6:32, 4. Eduard Rösch - R. V. Wander- freunde Wetzlar 1:6 33, 5. Albert Mensi nger° Weilburg 1 6 34. 6. Paul U nge toetter» Butzdach 1:6:35, 7. Fratz Dorn- »Wanderer" Gieße,' 1:6:36, 8. Wilh. Kraft-Weilburg 1:8:30, 9. Aug Gor r°Buhbach 10. Emil H e ß-Gießen R. V. 85. 11. Otto Scheid- Butzbach, 12. Gustav Trepp- man n-Weilburg Senior!.: 1. Otto Komps- R. D. 85 Gießen 1:16:30. Senior tt.: 1. Ern8 Anverzag t-R. V. 85 Gießen 1:16.
Kirche und Schule.
•• Der 1. M a i in Hessen. Rach einem Beschluß des Hess. Gesamtministeriums vom 15. Avril ist „auen Lehrerinnen und Lehrern im Volksstaate Hessen, die den 1. Mai feiern wollen, aus Ersuch n Urlaub zu erteilen. Das gleiche gilt für alle Schüler und Schülerinnen. Wo die Durchführung di ser Anordnung technische Schwierigkeiten Hervorrufen sollte, sind die Schulleiter ermächtigt, die Schule für den Tag zu schließen. Für Dmmte, Angestellte und Arbeiter des Staat"S gilt dasselbe, soweit es die geordnete Fortführung der Staatsbetriebe gestattet."
** Zum Po st Paketverkehr nach dem besetzten Gebiet. Für Postpakete nach dem besetzten Gebiet wird Im allgemeinen von den fremden Zollstellen ein nach dem Gewicht abgestufter Pauschzoll erhoben. Ausnahmen bestehen für Lebensmittel, die zollfrei in das besetzte Gebiet eingeführt werden können, und für eine Reihe von Warengattungen, u. a. Seldenwaren, Tabak, Zigaretten, Kürschnerwaren, Ähren, Schuhwaren, Kunst- gegenstände, die den vollen Zollsätzen des interalliierten Zolltarifs unterliegen: Die Einfuhr dieser Waren in das besetzte Gebiet ist nur auf Grund einer Zulaufsgenehmigung gestattet, die der Absender von den zuständigen fremden Zollstellen zu beschaffen hat. Pakete mit derartigen Waren, die bisher von der Postbesörderung ausgeschlossen waren, können jetzt bei allen Postanstalten eingeliefert ' werden.
** Zurückgezogene Zulassung eines Azetylenentwicklers. Das ( Kreisamt Gießen gibt im neuesten Amtsver- kündigungSblatt bekannt: Da wiederholt vor- ; gekommene Explosionen des Hochdruck- azethlenentwicklers „Praktikus" der Siegener Gasappartebau G. m. b.H. in Hiegen i. W., die zum Teil den Tod von Menschen herbei- , geführt haben, erkennen lassen, daß die jetzige - Bauart dieser Entwickler und insbesondere ihre Ausführung durch die genannte Firma nicht die erforderliche Sicherheit für gefahrlosen 'Betrieb bieten, hat das M. A. W. die in der Bekanntmachung vom 19. September v. IS. ausgesprochene Zulassung des Hochdruckent- Wicklers „Praktikus" zurückgezogen.
* Kirchliche D i e n st n a ch r i ch t e n. 3r den Ruhestand versetzt wurden auf ihr Rachsucht . unter Anerkennung ihrer langjährigen treuer Dienste die evangelischen Pfarrer Ldw. Haine- b a ch zu Leihgestern, Gotthilf K leberger zu Friedberg, Heinrich M u h l zu Schotten, Dr Wilh. V 0 lp zu Rieder-Erlenvach und Herrn Wörißhofferzu Rieder-Eschbach, sämtlich m\‘ Wirkung vom 1. Juni.
'Aus dem Schuldienst. In den Ruhe» stand versetzt wurden der Lehrer Herrn. S t r a d an der Volksschule zu Ruppertenrod, Kreis Alsfeld, und bet' Lehrer Ioh. Wasseran der Volksschule zu Stockhausen, Kreis Lauterbach, beide mit Wirkung vom 16. April ab.
Vermischtes.
Schwere Verfehlungen eines Sparkaffen. direktorS.
München-Gladbach, 18 April. (WB) Die hief ge städtische Sparkasse ist durch eigenmächtige Kreditgebung seitens ihres Direktors schwer geschädigt worden. Wie mtt- geteilt wird, hat der Direktor der Kaste der jetzt in Zahlungsschwier gkeiten geratenen Firma L 0 ebu. C 0. in Trier über zwei Millioner Goldmark Kredit gewahrt und dieses, sowie ähnliche Geschähe, abgeschlossen, ohne die Genehmigung des Verwaltungsrats einzuhvlen. F:rner hat er sich einer Reihe von Verun - tr^uunacn dadurch schuldig gemacht, daß er wäh n') der Inflationszeit mit den ihm anv. rtrauten Geldern spekuliert hat. Er wurde deshalb sofort seines Amtes enthoben und es ist ein Straf- und Disziplinarverfahren gegen ihn eingeleitet worden. Sein eigenmächtiges Vorgehen wurde dadurch erleichtert. daß es zu einer Zeit erfolgte, als der Oberbürgermeister und mehrere Beigeordnete, dar- unt:r der Sparkasscndezernent, ausgewiesen waren.
Ein verwegener EktbruchSdiebstahl.
Berlin, 19. April. In der Rach zum Karfreitag wurde bei einem Kaufmann in de? Bleib- treuftraße mit seltener Ve:w?g?nh:it ein Einbruch verübt. Die Einbrecher schlossen alleDewohner inden einzelnenZim- m e r n e 1 n und stahlen eine schwe r Panzerlass e t t e, tn der sich tn- und ausländisches Geld und Juwelen tm Werte von etwa 10 0 000 Mark befanbe n.


