Einzelbild herunterladen

ktt. 2<0 Vietter Bl^n Eietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Tderyeffen) Samstag, j8. Gttover 192^

1924

1874

, JJ LBiW

Bratuns^L* Farbei

Würfel

?n Simonen Prozent

Tnhtmt

fficfh | Brie'

Tur 4 Pfennig kostet MAGGI8 Fleischhrüh-Wiirfel

l.lIUIII MIM IM8EWI lllllIMCMI I HU Wf MIIMBIH ! »WW BT'1 WH II IHM 11 W.i. _ I II III II ,f r*

3 ..MAGGIs gute, sparsame Küche"

Börsenkurse.

(Ob ne ®euxifrr.)

Einfach mit kochendem Wasser übergossen, ergibt der Würfel kräftige Fleischbrühe zum Trinken und Kochen, zum Ver­bessern oder Verlängern von Suppen und Soßen aller Art.

Banknoten.

(Ohne Gewähr.)

20,15

72,27

13,795 :2,04

163,69

18,31

59,1 j

5,92

2,31

111,32

80,33

12,46

5,42

20,25 72,-3

18.895

2.1

1'4,51 18,41

59.45

1.94

2 33 '.11,83 60,13

12,52

LonntaaSdien tzd.Aerzte u.Avotbcken am 19.10.21' Saw-R. vr. Schliephake. Or.Sletnreich. Peltkanavoth'

schäft oufKrortxmtltcf) ruhig Die Nachricht von ber Erweiterung der amerrkcmischen Krediic für die Ruhrindustrie machte chxir einen günstigen Eindruck, wie man überhaupt glaubt daß die Qlnfmrft des deutschen Zeppelin-Luftschiffes in Amerika die Geneigthe l für Kredit für die deutsche Wirtschaft verstärkt Hobe Es spielen aber auch hier die rnnerpol.triche.i ?efo gafsle eine grobe Rolle für die Entwich? ung eine regeren Llnternehmungslust. (Zn der Ge chäflsvxi t '.a m man mit Befriedigung davon Kenntui loj die Reichs bank bei Kreditgewährung fünft g von der Forderung der EntwerkungSNauiel ob ehe i wird. Derartige Anzeichen der begntnertcen Ee undu g unseres Kreditverkehrs wirk.en doch eine ' starten Abschwächung am Effektenmarkt entgegen. Am inländischen Geldmarkt waren kurzfrist g - Börsen - kredite zu y< leicht zu haben. Der Devisen­markt zeigte feine nennenswerten Verände­rungen.

'Itepart.

roll roll roll roll voll voll

rc.l voll voll voll voll voll roll voll

6®A, DentTdje Reichs anleld, 4°/c Deutsche NeichSan leihe .

8*/s°/o Deutsche Reichsan leihe 3®/ Deutsche ReichSanleibe .

Deutsche rvvnrprannenan leihe 4*/o Preußische KonsolS . . . 4® o veflen...........

»'/.'/» Hessen..........

3% Hessen...........

Deutsche Wertb. Dollar-Anl. bto. Doll Schatz-Amreäng.'l

</ BontürTut.........

6®/» Äoldmerifaner

Berliner Handelsgesellschaft Commerz, und Privat-Bank Darmsi. und Na-ionaldauk - Deutsche Bank........

Deutsche Berein-bank ....

DiSconto Commandli ...

Metallbank...........

Mitteldeutsche Crcdstbank . . Ocsterrrtchiiche Creditanstall Westbank............

Bochumer Saß ......

BuderuS........

Coro

Deutsch Luxemburg Gelsenkirchener Bergwerke. . Harpencr Bergbau......

Kaliwerke Aschersleben. . . . fialttofi-r Westeregeln.....

Laurahntte......... .

Lberbedars

Pyöuix Bergbau.......

Nheinitabl......

Riebest Montan TelluS Bergbau

Hamburg.Amerika Paket. . . Norddeutscher Lloyd

Cheramischc Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . Philips) Holimann......

Anglo-Cont -Guano . ... Badische Anilin........

Chemische Mayer Alapdt . . Goldschmidt........ .

GrieS l eimer Electron .... Höchster Rarbtütrte......

Holzverkohlung ...... RütgerSwerke ......... Scheideanstalt.........

«llg- ElektrizitStS-Gesellschaft Beramann...........

Mainkrastwerke........

Schustert . . .

Siemen» A Hatte» ......

Adlerwerke «lcye» .....

Daimler Motor«. ......

Hevlioenstaedt ........

Meguln.........

ffranksurter Armaturen . . . Konservenfabrik Braun . . . Metallgescll'chaft Frankfurt. Ttt. Union A.-G Schuhiabrik Herz Sichel Zellstosf Waidhof Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . . .

Frankfurter Abendbörse.

Frankfurt a. M 17 Oft. Die Börse ton heute abend entschieden freundlich, r ce immt, auch das Geschäft n h.n einen etwas lebbi teilen Ver­lauf. Das Hauptinteresse wandt ficy wieder dem Anleihemarkt zu, der b.-sonde s veie Umsätze aufzuweisen hatte Berliner Käufe für englische Rechnung lieben dir 3* p.vz. Preus) sche Kvnsvls bis auf 1400 anschwellen; di offizielle Rotiz lautete auf 1387. also g g: t M tag ein Plus von über ICO Mtlliar en Prozent 3pr z Preuh« Konsols 1225 unverändert. 4prvz 1914er Prrnß Schätze not teilen 780 äproz. Kriegsanleihen w ren dagegen wenig verändert, 570 pl s 5 Milliarden. Preuhcnkali n'-fiert. 3.6 Aut) für d.e Aktien­märkte machte s ch eine etw Ä freundlichere Stim­mung bemcLfb .r. dach l e di Uage vißheit über die weitere Crn axdlung ic innert» litischen Krise nennensweile Einsätze n chi zu st nde ontmen. Dan Monlanweilen wur en umgesetzt: .'IlanaeSmann 39 minus 1, Rheinische Dreunfobl^n 271 2 minus 1, Tellus 2,55. D.s ere Me nun,4 bestund für Anilinwerte, von denen uingc e.)t irurbe.i: Ba­dische Anilin 18?/n minus 1 ., Ehnnische ® ies- heim 171 s plus ' ., Elbe s.ld.r S rben 16 87, Th. Goldschm dt 12' . Höchster F rben 16 /H. Holzverkohlung 6> Rutgersw.rk 1 plus/8 Am Dankemnarki gingen Reichsbankanteile um weitere 3/s ai?f 53 zurück Berline H ndels- gesellfchaft 24 . plus 0,8. Kommerzbank 41 >, Darrnstädler Dank 87/r, Dresdne ü'anf 6> . Rhei­nische Kreditbank 2,3. Wesfbanf 0.175, Oejicr- reichische Kreditaktien 0.3221 con t w .rdvn noch not.ert: Rortd. Lloyd 4,55 Daimler 3 3, Waggon Fuchs 1,05, Gemärt Heidelberg 18,9 bis 19, Holz- mann 5,2. Deulsche5 Er.öl 35' Sp nner i Hirn» merfen 21 plus 1, Rh? nisches Diel ll 7'/., Che­mische Mainz 9,6, Badischer Z acker 2 51. Jucker Offstein 2,75. AEG. 8,4, Licht und Kraft 7'78. Lahmaycr 12 D ll. Proz. 3m freien Verkehr kamen Umsätze nicht zustande. Die Bärs« schloß die Woche für Anleihen in fester Haltung, während Aktien ihren Stand behaupteten.

Märkte.

Frankfurter Getreidebörse.

(Eigener Drahtbericht des(Siebener Anzeiger" )

Frankfurt a. M., 17. Ott. GS wurden notiert: Weizen, Wetterauer 24,25 bis 25.25, Roggen, inländ. 24 bis 25, Sommergerste für Drauzwecke 25 bis 28,75. Hafer inländ. 20 bis 23, Mais (gelb' 20,50 bis 20,75, Weizenmehl, inländ. Spezial 0 36,50 bis 39, Roggenmehl 35,50 bis 37,50 Weizenkleie 12,50 bis 12.75, Roggenklete 12,25'bis 12.50 Tendenz: Geschäftslos. Es fanden je nach Feuchtigkeitsgehalt Abschlüsse zu ent­sprechend niedrigeren Preisen statt, da sich dtc genannten Rotierungen auf gute handelsübliche Qualitäten beziehen.

Berliner Produktenbörse,

Berlin, 17. Ott. Am Prvduktemnarkt tixn Weizen bisher behauptet, Roggen schwächer. Das Geschäft ist ganz erheblich zurückgegangen. Der Konsum sei anscheinend überall reichlich mit Ware eingedeckt und zeige kaum noch Interesse. Auch mehrt sich das Angebot der Landwirtschaft von Tag zu Tag. Getreide im Verlaufe schwan­kend, Kartoffeln schwach, weihe 2,10, rote 2,15, gelbe 3,50. Gerste geschäftslos. ES notierten pro Tonne: Weizen (märt) 223228. Roggen (märt) 222228, Gerste (märt) 240270, Gerste (neue) 215230. Hafer (märt.) 189193, Hafer (pomm.) 176184, Raps 390400, Leinsaat 390400; pro Doppelzentner: Weizenmehl 3235,25, Roggenmehl 31,5035,25, Weizenkleie 13,70 bis 13,80, Roggenkleie 13, Viktoriaerbsen 3438, kl. Erbsen 2527, Futtererbsen 1920, Peluschken 1719, Ackerbohnen 20 22, Lupinen (blau) 14 bis 15, Lupinen (gelb) 16 bis 19. Serradelle (alt) 15, Serradelle (neu) 2024, Rapskuchen 16 bis 16,30, Leinkuchen 2626,50, Trvckenschnitzel 11, Torfmelasse 9,25, Kartoffelflocken 20.

1932 Mitglieder der Genossenschaft bleiben. Der Vorstand wurde ermächtigt, fremde Kredite bis zu 1 Million Goldmark in Anspruch zu nehmen. Der den einzelnen Genossenschaften zu gewährende Kredit wurde aus 20030 Goldmark und der den einzelnen Genossenschaftsmitgliedern zu gewäh­rende Kredit auf 3003 Goldmans festgesetzt. Der einzelne Genossenschaftsanteil beträgt 100 Gold° marf. Die Haftsumme der Genossen wurde von 1000 Goldmark auf 500 Goldmark herabgesetzt.

' Die Llmstellung der Reichsbank auf Reichsmark. DerDeutsche Handels­dienst" erfährt über die ihnftellung der Reichs­bank auf die seit kurzem gesetzlich in Kraft ge­tretene Reichsmark folgendes:Im Kassen- verkehr der Reichsbank werden fortan die auf Reic^mark (Abkürzung: RM ), auf Billionen Mark und auf Rentenmark (Abkürzung: Rent.M.) lautenden Zahlungsmittel sowohl bei Einzahlun­gen wie bei Auszahlungen gleichwertig be­handelt. Die Umstellung der Rechnungsführung der Reichsbank, insbesondere auch bei den bei ihr bisher in Rentenmark geführten Girokonten auf Reichsmark ist in die Wege geleitet worden. Auf Rentemnark lautende Wechsel und Schecks wird die Reichsbank einstweilen noch ankaufen und den Erlös auf Reichsmark-Girokonto gut­schreiben. Für neu auszustellende Wechsel emp­fiehlt sich, soweit nicht Sonderfälle vorliegen, die Ausstellung in Reichsmark. In Zukunft wird die Reichsbank im Kreditverkehr von der Forde­rung der Entwertungsklausel absehen."

* Ab stoppen der Silberkäufe der Reichsregierung. Angesichts der fort­gesetzten Siwerpreissteigerungen der letzten Zeit hat das Reichsfinanzministerium die Käufe bis auf weiteres eingestellt. Wie bekannt, obliegt diesem Ministerium die Sorge für die Beschaf­fung des Silbers für die Münzen-Emissionen des Reiches. Bei den zukünftigen Käufen wird es sich voraussichtlich nur um die Auffüllung der an den zweiten 750 000 Kilogramm noch fehlen­den Quantitäten handeln können.

* Zur Verordnung über die Aus­fuhrdevisen. Der Reichsminister der Fi­nanzen hat im Einvernehmen 'mit dem Reichs- wirtschaflsminister bestimmt, daß die in § 5 der Durchführungsbestimmungen zur Verordnung über die Ausfuhrdevisen vom 2. Äovember 1923 vor­geschriebene Ausfuhrerklärung nicht mehr zu ver­langen ist. Die Zollabfertigung der Ausfuhr­güter findet demnach zukünftig nur an Hand der statistischen Ausfuhrmelüescheine statt. Hinsicht­lich der Vor- und ilntertoegdabfertigung ver­bleibt es vorläufig bei der bisherigen Regelung.

* Der deutsche Besitz an portugie­sischen An l e i h e n. Von unterrichteter Seite wird dem Frankfurter Börsenvorstand mitgeteilt, daß nach einer Besprechung mit der Delegation des portugiesischen Schatzamtes in London die Hinterlegung und Abstempelung von Stücken, die während des Krieges im Verhältnis zu Portugal feindliches Eigentum waren, ausgeschlossen ist. Der Chef der Delegation ist, lautFranks. Zlg.". der Ansicht, das) der deutsche Besitz an diesen Anleihen gemäß § 10 des Anhanges zu Ar­tikel 297 des Friedensvertrages an die alliierten und assoziierten Regierungen hätte ausgeliefert werden müssen. Deutsche Eigentümer haben des­halb nachzuweisen, daß die Stücke von der Zeit vom 1. August 1914 bis 10. Januar 1920 nicht deutsches bzw. österreichisches Eigentum gewesen sind. Für Personen, die auf Grund des Friedens- Vertrages eo tpfo alliierte oder assoziierte Staats­angehörigkeit erworben haben, wie z. D. El­sässer, Polen, Tsechoslowaken ufw., werden Aus­nahmen zugelassen.

* Gesteigertes Friedenskapital einer Provinzbank. Der Aufsichtsrat der Dresdner Handelsbank A.-G. in Dresden bean­tragt die Umstellung des beseitigen Aktien­kapitals von nominell 3 Millionen Mark auf 1 Million Goldmark, also im Verhältnis von 3:1. Da das Friedenskapital der Gesellschaft 600 000 Mark betrug, hat diese nunmehr im Gegensatz zu vielen anderen Danken ein höheres Gold­mark-Aktienkapital als vor dem Kriege.

* Reu er Wechs elkredit des Kali­syndikats. Mit Rücksicht auf die schweren Emteschäden hat sich das Deutsche Kalisyndikat entschlossen, bei allen Aufträgen, die ihm ab 16. Oktober 1924 zur prompten Lieferung zugehen, einen dreimonatigen WechselkrcLit bis auf wei­teres zu gewähren. Die Diskontspesen (Reichs­banksatz) hat der Besteller zu tragen; den Wechsel­stempel übern mmt das Syndikat. Bei Barzahlung bleibt der übliche Kassaskonto van IV2 Proz. be­stehen; außerdem gewährt das Syndikat eine Zins­vergütung von U/zPrvz., d. h. je Monat 1. Proz.

'DieZusammenlegungbeiRhein- m c t a l L Der Aussichtsrat beschloß, der zum 31. Oktober einberufenen Hauptversammlung die Umstellung des Artienkopitals von 120 Millionen Mark auf 18 Millionen Mark und damit die Herabsetzung der Aktien von 1000 auf 150 Mark vorzuschlagen.

Berliner Börse.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeiger".)

Berlin, 17. Oft. Die Dorfe zeigte bei Wochenschluh eher ein schwächeres Gepräge. Verstimmend wirken vor allem die Schwie i'leiten, denen die ßö'ung der inneroolitischea Äcife be­gegnet. An der Dörse Der lautet, daß die Ver­handlungen ter Fraktionen auf einem toten Punkt angekommen feien und daß infolgedessen die für heute in Aussicht genommene Kabinetts itzung n ch nicht stattfiaden könne. Da die Sp ku.rtion ihr Verhalten sehr stark von der Entscheidung der Frage abhängig macht, ob die Deutschnationalen, die als Freunde einer allgemeine 1 Auswertung gelten, in die Regierung ein treten, sieh sie sich unter den obwalteirden Lim änlen rera laßt, tre t= geh.'ndste Zurückhaltung zu üben, zumal immer wieder erklärt wird, daß das Reia>sf.nc>nzm ni- fterium von feinem bekannten S andpu ktr in der Aufwertungssrage nicht abgrhcm werde. Am Markt der Industriepapiere war das Ee°

(In einem Teil der Auflage wiederholt.)

Die Ränmunq.

Hagen i. W., 17. Oft. (WTB. Funkspruch.) Don zuständiger Seite erfahren wir von der Räu- mung der besetzten Zone, daß diese sich bis zum Schnittpunkt der nördlichen Grenze des Land­kreises Hagen, deser folgend bis zur Ruhr er­streckt. Später dürfte Lütgendortmund ge­räumt werden, dagegen bleiben die zum Land­kreis Hagen gehörenden Städte Herdecke und Wetter weiterhin besetzt.

Wirtschaft.

Börse und Gclvmarkt.

Es fehlt der Dürfe vorläufig noch die red)te Llnternehmungslust. Die R parations-Anleil-e, auf deren Unterbringung man so große Hoff­nungen gefetzt hatte, ist in Amerika und England bereits gezeichnet und sogar stark über;e>chnet worden, ohne daß d.e d?uts>Hea Darien auf dieses Ereignis besonders reagier hätten Auch der glücklich ausgefüh.-te F.ug des Z. R. Ili nach Am ° rifa, der die ganze Welt tagelang in Spannung hielt und der das Vertrauen de? Auslandes in die Leistungen der deutschen Technik und Wirt­schaft außerordentlich gestarrt hat, vermochte nicht die Unternehmungslust der D-rse an^ur.gen Die Dank- und Borsenkre.se wurden durch die Zu­spitzung der innerpolitischen Lag - zu einer Regie- rungskri,e verstimmt und mußten sich im Hinblick auf die Möglichkeit einer Reia-stagsauflösung stärkere Zurückhalmng auferlegea. Bersl mmend wirkte auch die Tatsache, daß trotz günstigen Ver­laufs der Verhandlungen übar d e Reparations- Anleihe, die D.muhungen an private Auslands kredite für die deutsche Industrie größtenteils nicht den erhofften Erfolg hatten. Dte noch vor wenigen Wochen sehr hochge pannten Erwartu.i^ gen sind durch diese Vorgänge stark gedämpft worden. Solange aber d.e Industrie- und Dank- Welt nicht über größere Auslandskredite verfügen kann, kommen diese Kreise auch als Käufer am heimischen Aktiemnaickte nicht in Betracht. Man muh sogar mit Abgaben von dieser Sette rechnen, da natürlich die großen Unternehmungen alles aufbieten, um flüssig zu bleiben Das Ausland mteressiert sich nur sehr zögernd für den deutschen Efsektemnarkt, so daß es eigentlich an Großkäufern völlig fehlt. An sich wäre die wirtschaftliche Gesamtlage einer Del'.bung des Effektengeschäftes in gewissem Umfange insofern günstig, als die Rachrichten über den Deschäftigungsgrad der In­dustrie sich von Woche ,zu Woche günstiger aus- lassen. Aber in der Wirtschaft, wie an der Börse fehlt noch der große Zug und d e wirklich nach­haltige Unternehmungslust. Hier tonn eine Besse­rung nur mit dem Eintritt leichterer Geldmarkt- verhältniife erwartet werden.

Scharfer Protest gegen die Tarifpolitik der Neichsbahn.

Die in Frankfurt a. M. statt gefundene Tagung des Präsidittms des Hansa-Dundes hat nach einem eingehenden Referat des Vor­sitzenden seines Derlehrsausschusses, Reichsminister a. D. Di . G 0 t h e i n, die nachstehende an den Derwaltungsrat und an die Generaldirektion der Deutschen Reichsbah nAktiengesellschaft gerichtete Entschließung gefaßt:

Die ungesunde Höhe der deutschen Güter­tarife, die selbst nach der lOproz. Frachtermäßi­gung und trotz der gegen früher größeren Trans­portlängen auf das Tonnenkilometer berechnet durchschnittlich 53 Prozent über den Dorkriegs- tarifen stehen, für eine Reihe der wichtigsten Er­zeugnisse aber deren Vielfaches erreichen, ver­teuert die Produktionskosten wie die Preise der Waren am Verbrauchs ort so ungeheuer, daß der Absatz dadurch aufs Empfindlichste eingeschränkt, die Lebenshaltung bedenklich herabgedrüctt und die Arbeitslosigkeit gewaltig gesteigert wird.

Der Umstand, daß die Gütersrachten des be­nachbarten Auslandes sehr viel niedriger sind als die deutschen, selbst die der crusgesprochenen Ge­birgsländer Tschechoslowakei und Deutsch-Oester­reich nur 66 Proz., die Frankreichs 49 Prvz., die Italiens 45 Proz. und die Belgiens gar nur 38 Proz. der deutschen betragen, macht es Deutsch lands Industrie in den meisten Erzeugnissen nahe­zu unmöglich, auf ausländischen Märkten mit denen anderer Staaten den Wettbewerb aufzu­nehmen. Damit entschwindet aber die Möglich­keit, die im Londoner Abkommen übernommenen Reparationsverpflichtungen zu erfüllen.

Die hohen Güterfrachten erweisen sich immer mehr als eine schwere Gefahr für die Einnahmen der Reichsbahn. Betrug die Monatseirrnahme dar­aus noch im März und April d. Is. über 203 Mill. Goldmark, so im Juli nur noch 159 Mill. Gold­mart Roch den früheren Erfahrungen der deut­schen Staalsbahnen hat jede Tarifermähigung eine solche Verkehrssteigerung zur Folge gehabt, daß nach kurzer Zeit dadurch nicht nur die Brutto«, sondern auch die Reltoeinnahmen eine wesentliche Steigerung erfuhren. Im übrigen haben die Reichsbahnen im letzten Jahr ein so günstiges finanzielles Ergebnis gehabt, und ist nach Wieder­eingliederung der Dahnen des besetzten Gebietes für sie eine so beträchtliche weitere Eiimahme- bermefmmg zu erwarten, daß sie ohne jedes Risiko zu einer starken Herabsetzung der Güter­frachten schreiten können.

Eine solche von nur 10 v. H. ist völlig außer­stande, die deutsche Wirtschaft wieder zu beleben. Dazu ist vielmehr die Rückkehr zu der Frachthöhe der Vorkriegszeit eine unbedingte Notwendigkeit. Ohne sie muß das deutsche Wirtschaftsleben weiter dahinsiechen."

* Die General Versammlung der Hau p t gen 0 s sen schaft der hessischen Dauernvereine fand dieser Tage in Heppen­heim statt. Der Revisionsbericht sowohl wie die Bilanzen vom 23. Juni 1923, 31. Dezember 1923 und 30. Jun". 1924 wurden genehmigt. Bei einem Gesamtumsatz von über 3 Millionen Goldmark konnte ein Reingewinn von 8469 Mk. erzielt werden. Mit Rücksicht auf den verhältnismäßig günstigen geldlichen Stand der Hauptgenossen­schaft schlug der Aufsichtsrat eine 20prozen- tige Aufwertung der Geschäftsan­teile und der von den Genossen der Genossen­schaft gewährten Anleihen vor. Die auf« gewerteten Beträge werden hn ersten Jahr nut 1 Proz. und in den folgenden Jahren zu je 1 Proz. erhöhtem Zinsfuß verzinst. Dedinzung für die Aufwertung ist, daß die Genossen bis 1. Januar

) Dom RückzahlungSwert.

Dedisenmartt BerlinFrankfurt a. M.

(9n Billionen Mark auSgedrückt. VuenoS-Nire«, London. Neu« York, Japan, Rio de Janeiro für eine Cinbeit, Wien und Vudavell für 100000 Ein betten, alle« übrige für 100 Linbeitrn.)

Telegraphische Auszahlung

(Ohne Gewähr.)

Achtung auf den Namen MAGGI und die rot-gelbe Packung. 6088c __

Ttr". 17. Oktbr.

Amerikanische Noten . . . . . belgische Noten .. Dänische Noten Englische Noten

Französische Noten .....

holländische Noten ..... fttilienische Noten Norwegische Noten Deutsch Qesterr-, ä 100 .Rronea Rumänische Noten Schwedische Noten ..... Schweizer Noten Spanische Noten Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten . . . .

U fürdenNouJhaltl g

W Neuheiten rum Farben ohne Kochen: H

~ die Stof färbe m Tablette*form

= 6l_ E tum Auf und Um färbe* von SS

= ,v»d **>* dfoUe - dcrummoAe -Seide tte. == Wilbrafix^^'Ä^^ I 1=3 MW* ajbA /ÖM, cruf ttoumwede^eided*».

= Xjfifk m " Lederfarbe meefit Schuhe u.

== HUlCI Lederwaren aller Prf wie neu! W H Ertdltilch In allen einschlägigen öescha|feo| W H Wilhelm Brauns (xm b H.QuedliHburg W

Frankfurt a M.

Bersin

Schlub- Itur»

Sd 'itfjh. Olhenb- börie

Schluh- Kurs

Sctilufih. SOiUtog» börie

16. in. | 17 0

16.10.

17.10.

0,530

0,570

0,C8)

0,569

_

0,99 i

99i

0,97 >

0 975

:,50j

1. 81

0,45

6,43

0,780

1.055

1

1.2

1,15

1,233

1,85

1,125

1,02

4,2

4 2

88,5

89

9,75

9,625

9.C25

-

40

24,40

24,5

24,375

4,65

4,6

4,6'3

4,5

9

8 9

9

9

10,125

19,13

12,26

12,2

12,13

1,625

1,60

C.315

0,3225

0,3

0,326

0,176

0,4

0,45

49,50

10

n

10,60

10,10

51,60

51,5

5,62

k4 30

81.93

82

13,20

13

16,13

16,25

5.40

4,9

9.6

9,5

39,75

39

4,75

34,70

35,25

35

2,65

2,56

*>6

c5,6

4,55

4,625

4,70

»

18,50

18,9

5,2

5,2

5,20

5,90

9,50

10

18,9

19,57

19,25

12,50

12,5

12,6

12,23

17,13

16,80

16,5

16,s,

16,75

16,75

6,13

6,25

17

17

17,13

17,13

14

8,5

8,40

8,5

8,40

11,75

12,1

8,6

38,9

39

45,5

45,40

22

2,10

SM

3,2

3,80

-

9

_

_

1,1

1

_

1,4

1,4

2,7

2,9

3,25

3,40

8,70

8,65

_

2,51

16. Oktbr.

17. Oft r.

Repart.

Amtliche weid 1

iotiernng Briet

Amtlich: Wörter 11 -

(Seid

«e.-s

.

17.

rimst.-Noti

164,03

164,91

163,84

164.66

volllvoll

Drll. ?lntw

20,15

23,26

20,22

20,32

volllvoll

Cbristiania.

58,60

68,90

59,25

59, 5

voll

voll

KoyenKagen

71,72

72,C8

72,42

12,78

voll

voll

Stoekbolm -

111,37

111,93

,11,42

112,98

von

voll

HelsingiorS

10,52

10,53

10, 2

10, 8

voll

voll

Italien. . .

18,32

18,42

18.31

18.41

voll

voll

London. . .

18,82

18L1

18,815

18,90

voll voll

Neuyork . .

4.1 J

4,21

4,1 J

4,21

voll

voll

Paris. . . .

«1,84

11,94

12,00

£2,12

ool!

voll

Kchweß . .

80,40

80,80

80,40

80,80

vo>:

voll

Evanien .

65,95

16,24

66,24

16,62

voll

voll

Wien in D-- Ctft. abgest

5,92

8^5

6,915

6,945

voll

voll

Prag . . .

12,49

12,-5

12,48

12,55

voll

voll

Budapest. Bucn.-AtreS

5,475

6,495

5,47

6,49

voll

voll

1,54

1,55

1,54

1,55

voll

voll

Bulcarien

8,06

3,08

8,06

8/8

voll

voll

ftavan . .

1,525

1,635

1,605

1,615

voll

voll

9iio de Ian

C.465

l^7S

1,465

0,47

voll

voll

Belgrad .

5,915

5,945

5,915

5,945

voll

voll

Lissabon .

13,72

13,78

13,72

13,78

voll

voll