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geb. Schön

Familie Dr. Dietz.

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Lollar, den 16. Juli 1924.

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ist heute abend im Alter von 81 Jahren sanft ent­schlafen.

Die trauernden Hinterbliebenen:

Heinrich Deibel und Frau Katharina

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Die Beerdigung findet statt Samstag, den 19. Juli, nachmittags 4 Uhr.

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Blumenkohl Stück 1050Pfennig Lalatgurken Stück 1050Pfennig Oberkohlrabi 3 Stück 20 Pfennig Salat Stück 5 Pfennig Wirsing Pfund 20 Pfennig

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Gtegener

Hochschulgesellschast.

Die Gesellschaft von Freunden und För­derern derüluiversität 'Gießen (Gießener Hoch- schulgesellschaft) hielt ihre diesjährige Hauptver- sammlung am Sonntag im großen Hörsaal der Universität ab, zu der sich zahlreiche Mitglieder und Gäste eingefunden hatten. Der Besitzende, Justizrctt Dr. jur. h. c. Grünewald, er­öffnete die Festsitzung, begrüßte die Er­schienenen und erteilte sodann Professor Dr. Decher zu einem Vortrag überEntwick - lungsgeschichte und Entwicklnngs- Mechanik" das Wort, in dem dieser etwa fol­gendes ausführte:

Schon an der Wiege der Entwicklungsge­schichte hat die Hypothese gestanden. Beim Man­gel breiterer entwicklungsgeschichtlrcher Beobach­tungen wurden damals, am Ende des 17. Jahr­hunderts, die Entfaltung einer Knospe und das Schlüpfen der Schmetterlinge aus der Puppe zu Paradigmen, die gleicherweise zu lehren schienen, daß alle Entwicklung auf Präformation, auf der Auscinanderwicklung oder Entfaltung schon vor­her im Kleinen vorhandener Anlagen beruhte. Liese auch mit den damaligen Vorstellungen über das Verhältnis von Ursache und Wirkung zu­sammenhängende Lehre gehörte dann im 18. Jahr­hundert za den allgemein verbreiteten Anschau­ungen der -Zeit, trotz der paradoxen Konsequenz einer Einschachtelung aller Generationen in den Keimen der ersten Geschöpfe, und trotz denkwür­diger Deobachtungstäuschungen, die sie hervor­rief.

Als gegenüber der Präformationslehre die Erkenntnis vom Auftreten wirklicher Reubildnng, vom Uebergang des Keimes aus einfachen zu immer komplizierteren Stadien sich Dahn ge­brochen hatte (epigenetische Theorie von C. Fr. Wolfs, K. E. v. Daer u. a.) trat alsbald eine weitere Hypothese hinzu: die Vergleichbarkeit des Aufstieges in der Entwicklung der Embryonen mit dem Aufstieg in derStufenleiter" der Tiere, die Lehre, daß die Entwicklung des Keimes Züge aus der Organisation niederer Tiere rekapituliert, eine Anschauung, die bereits vor Tarwin vor­handen war (z. D. bei Meckel) nach Herrschend­werden der Deszendenztheorie aber in dem Ver­gleich von Krimes- und Stammesentwicklung bes­ser verständlich (Fritz Müller) und von Haeckel schlagwortartig formuliert wurde. Dei aller Vor­sicht und Einschränkung, die in dieser Sache ange­bracht ist, läßt sich doch sagen, daß in derEnt­wicklung zweifellos Züge auftreten, die zu einer historischen Deutung der Organismen Veranlas­sung geben, Züge, die nur als Hinweise auf Dorfahrenformen verständlich werden. So das Auftreten von Kiemenspalten beim Embryo des Hühnchens oder des Menschen, die dieser Organe als Luftatmer doch nicht bedürfen. Die wichtigsten Entwicklungsstadien des Keimes, di» Eiteilung, die einschichtige Dtasen- und dir zweischichtige Urdarmlarve, die Anlage der Keimblätter und die wichtigsten Stadien aus der Hühnchenentwicklung wurden durch Mikroprojektion demonstriert. Des­gleichen einige besonders einleuchtende Beispiele von Rekapitulation.

Wenn die Entwicklungsgeschichte auf einen Embryo schaut wie der Kunsthistoriker auf ein in Entstehung begriffenes Bauwerk, bei dem er allerhand architektonische Züge auf ver­gangene Stilperioden bezieht, so fragt die G n t° wicktungsmechanit nach dem während des Aufbaues des Keims selbst hervortretenden Lei­stungen. So hatte schon Pflüger den Einfluß der Schwerkraft auf die meist senkrechte Lage der ersten Teilungsebene beim Froschei studiert. Ein großes Interesse zogen solche Untersuchungen auf sich, als Roux an die experimentelle Prü­fung der Frage herantrat, ob aus den ersten Forschungszellen dos die Entwicklung beginnenden Eies, der rechten und der linken, immer nur eine rechte oder linke Körperhälfte entstehen könnte. Halbembrhonen, die nach Ausschaltung des einen Paaclinges durch Anbrennen mit der Hoisten Madel entstanden, schienen dafür zu sprechen, sie machten den Eindruck, als ob bei den Zellteilungen bei der Entwicklung die Determinanten für die verschievenen Zelleistungen verteilt würden, womit

Todesanzeige.

Unser lieber, guter Vater, Schwiegervater, Groß­vater, Urgroßvater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Heinrich Schön III

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Durch Beschluß der außerordentlichen Generalversammlung vom 26. Mai 1924 hat sich die unterzeichnete Genossenschaft in eine solche mit beschränkter Haftpflicht umgewandelt. Gläubiger, welche diesem Beschluß widersprechen, wollen sich bei der Genoflenschaft melden.

Beuern, 26. Mai 1924.

Mm. Momoettln II. eingetr. Genoflenschaft m. unbeschr. Haftpflicht L. Stein II., Direktor.

K. Haberkorn. Konrad Stein IV. Karl Walther. Konr. Wilh. Wißner.

Heinrich Koch II. 6MeD

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dann jeder Teil nach Maßgabe seiner Mitgift an Erbanlagen durch Selbstdifferenzierung sich wei­ter bildete. Die ganze Entwicklung wäre danach eine starreMosaitarbeit", eine uhrwerkartig ab­laufende Verteilungsmaschinerie.

Demgegenüber zeigte Driesch, dast die isolier­ten ersten Zellen des Seeigelkeims, die im nor­malen Verband nur einen Teil des Or­ganismus bilden, imstande sind, eine zwar kleinere, aber komplette Ganzlarve zu ent­wickeln. Sie sind noch totipotent und un­tereinander äquipotent, arbeiten normaler­weise unter harmonischer Einordnung in ein Ganzes. Der Keim ist einharmonisch-äquipoten­tielles System", in dem das wirkliche Schick­sal (dieprospektive Bedeutung") der einzelnen Zellen viel enger ist als ihr mögliches Schicksal (dieprospektive Potenz"). Cs findet im Keim bei seinen Teilarbeitern, den Zellen, eine Potenzein- fchränkung statt, aber nicht durch Anlagenver­teilung, sondern durch Einschränkungen ähnlicher Art, wie wir sie im Leben des Menschen bei der Berufswahl sich vollziehen sehen. Der Abi­turient kann noch alles werden, der Referendar noch vieles usw. Genaueres Studium der Ur­sachen, die trotz der Totipotenz den ersten Teile ihre Festlegung auf bestimmte Spezialausgaben bewirken, ist eine der Hauptaufgaben der Gnt- wicklungsmechanik, die, solange das Experiment weiterführt, hier noch nicht an ein letztes Un­auflösbares (Entelechie Drieschs) glauben möchte. Die Entwicktungsmechanik prüft die Leistungs­fähigkeit der einzelnen Keimbezirke durch das analysierende Experiment, in dem sie dieselben wie einen Prüfling isoliert (Explantatkultur) oder in neue Umgebung bringt. Dort kann der verpflanzte Teil entwederorisgemäß" und abhängig von den Einflüssen der neuen Umgebung sich ent­wickeln, oder aber wenn schon vorher irre­versible Determinierung erfolgt war sichher- kunflsgemäst" undselbstdisseren zierend" behaup­ten. Oder er wird sogar, alsOrganisator", die neue Umgebung in seinen Dann zwingen und diese von sich aus zu Reubildungen veranlas­sen. So kann ein Stück vom oberen Urmundrand, wenn es in indifferente Stellen des Keims trans­plantiert wird, dort Bildung eines zweiten Rückenmarkes und zugehöriger Organe anregen. Reuerdings haben diese Experimente über das Angestostenwerden und Weiteranstotzen zu noch überraschenderen Ergebnissen geführt. Die experi­mentell begründeten Vorstellungen über die Ar­beit bei der Formbildung des Keimes erinnern vielfach an menschliche Verhältnisse, sind somit zwar recht plausibel, aber von einer physika­lischen Erklärung, wie sie das Wort Entwick­lungsmechanik verspricht, noch weit entfernt. So erleben wir auch bei dieser Arbeitsrichtung wie bei jeder Wissenschaft nach den Erfolgen am Ende das Münden vor neuen Problemen, als eindrucks­volle Mahnung zur Bescheidenheit, als stetigen Antrieb zu neuem Forschen.

Die glänzenden Ausführungen des Vor­tragenden, die durch zahlreiche hochinteressant« Lichtbilder unterstützt wurden, fanden bei den Zuhörern lebhaften Beifall und wärmsten Dank.

In der sich anschließenden Geschäfts- sih ung erstattete Justizrat Grünewald den Jahresbericht, während Dankdirektor Griest- bau er Abrechnung über die Vermögenslage der Gesellschaft ablegte. Dem Vorstand und Verwaltungsrat wurde Entlastung erteilt. Sodann wurden die nach Ablauf ihrer Amtszeit aus- scheidenden Vorstandsmitglieder Justrzvat Dr. h. c. Grün ewa l d, Dankdirektor Griestbauer, Generaldirektor Dergrat Dr.-Jng. h. c. Groeb - ler, Geh. Kommerzienrat E m m e l i u s, Kom­merzienrat Klingspor, sämtlich in Gießen, ' und Fabrikant Dr. E. L e i tz in Wetzlar auf drei Jahre wiedergewählt: für den durch Tod ausgeschiedenen Provinzialdirektor Matthias wurde Landgerichtspräsident Reuenhagen neu in den Vorstand berufen. Der Verwaltungs­rat wurde durch Zuwahl der Herren Direktor Dr. h. c. Möhring in Butzbach und Fabri­kant Arthur Pfeiffer in Wetzlar ergänzt. Seine Magnifizenz der Rektor der Landes Uni­versität, Professor Dr. Laquer, schlost di« Sitzung mit den Worten wärmsten Dankes, die er der Hochschulgesellschaft für ihre Arbeit zur För­derung der Universität widmete.

Turnen, Sport und Spiel. Zu den IV.Nationalen leichtathletischen Wett­kämpfen des Gießener Sportclubs von 1900 wird uns geschrieben: Auch di« diesjährigen 4. Rationalen" des Gießener Sportcl lbs von 1900 brachten ein glänzendes Mrldeergebnis. Aus allen Teilen des Reichs, besonders aber aus West- und Süddeutschland, liegen insgr- amt über 200 Meldungen vor. r

Für die Jugend ist der Samstagnachmittaa bestimmt. Um 4 Uhr wird der erste Startschuß zu den Dor- und Endkämpfen fallen. Der Haupt- anteit an den Erfolgen wird wohl aus die Frunk- urierEintracht" entfallen, die ihr gesamtes Jugendmaterial in Stärke von etwa 25 Mann zur Stelle hat. Den stärksten Gegner für die Frankfurter dürfte der mit der gleichen An­zahl Jugendlicher vertretene V. f. L. Hessen- Preußen Kassel stellen. Die guten Jugendkräfte der Sportfreunde Siegen, der Borussia Fulda, des V. f. D. Leipzig und schließlich die 1900- Jugend selbst werden natürlich auch ein ernstes Wort mitreden.

Run zum Sonntagsprogramm. Das meiste Interesse wird wohl das Abschneiden des erst­malig hier startenden Kölner Ballspielclubs, eines der größten und leistungsfähigsten Sportvereine Westdeutschlands, beanspruchen. Die Hauptver­treter desK. D.-C." sind der westdeutsche 400- Meter-Meister 1924, Steves, der diese Strecke in nahezu 50 S. läuft, die bekannte 4xl00-Meter- und Olympia-Staffel mit Lütt gen und einig« Mittel- und Langstrecker von guter Klasse. Als zweiter großer Verein des Rheinlandes ist der auf leichtathletischem Gebiet wohlbekannte Ko­blenzer F. C. 1900 der Einladung gefolgt. Ein Rame wie I ö n s (800 Meter) hat auch jetzt noch einen guten Klang. In den beiden offenen Staf­feln werden die 1900er aus Koblenz den Mannen des Kölner Dallspielclubs nicht viel nachstehen. Der Sp. V. Rieder-Oahnstein wird wohl in den Mittelstrecken einige Plätze belegen. Der dem südd. Verband angehörige Bingener Fuhballver- ein ist auch in diesem Jahre nicht ferngeblieben. Leute wie der früh. Kugelrekordmann Wasser- f u t e r und der ausgezeichnete Mehrkämpfer Christmann werden schon dafür sorgen, dah man nicht leer nach Bingen zurückfährt. Uebrigens hat man in der 4xl00-Meter-Staffel auch noch eine ganz brauchbare Waffe. Wie jedes Jahr, so lassen sich auch diesmal die Leute um H o 11 e n- st e i n (Mannheimer Sport-Club) nicht vermissen. Von den tadellos in Form befindlichen Leuten des Sp. V. Offenbach muh man zunächst einmal das Hauptaugenmerk auf den am letzten S>nnlag in Rürnberg ermittelten süddeutsch. Meister im Weitsprung, den jungen talentierter Schneider, richten. Bei all dieser starken und zahlreichen Konkurrenz must man nun die Frage aufwerfen: Wie werden sich die Vertreter unseres Gaues und unserer Vaterstadt behaupten? Man kann ruhigen Herzens sagen, dah sie getrost in die Schranken treten können. Denn Leute wie Junghenn, Paulus, Dr. Hundhausen, Freund, Fischer, Becker usw. wissen auch zu kämpfen und zu siegen. 3m übrigen beachte man die heutige Anzeige.

Kirchliche Nachrichten.

2sr. Religivnsgemeinde. Gottesd.i. d. Synagoge (Süd-Anl.). Samstag, den 19. Juli. Vorabd. 7.45, morg. 8.30, abds. 8.45 u. 9.25.

Jsr. Religionsgesellschaft. Sabbatfeier, 19. Juli. Freitag abd. 7.50. Samstag vorm. 8.00, nachm. 4.30. Sabbatausgang 9.25. Wochengottesdienst: Morg. 6.15, abds. 7.15.

stellung kommen. Cm Anschluß, an diese Vor­führung findet Preisverteilung tm Schühenhaus statt.

Landkreis Gicszcn.

h. Ruttershausen, 16. Juli. Von einem Schicksalsschlage wurde heute die Familie des For­mers Friedrich Zecher dahier betroffen. Der 13jährige Sohn Ernst, der wohl des Schwim­mens einigermaßen kundig war, wurde beim Durchschwimmen der Lahn plötzlich von den Kräften verlassen und ertrankehe Hilfe ge­leistet werden konnte. Alle Wiederbelebungs­versuche, die sofort angestellt wurden, blieben er­folglos.

* Hungen, 17. Juli. Der Ausschuh des Kreisziegenzuchtvereins Giehen hat beschlossen, am H u n g e n e r Z i e g e n - u n d B o ck m a r 11, der Anfang August stattfiridet, auch eine Prä­miierung zu veranstalten. Jungtiere sind da­von jedoch ausgeschlossen. Die Preise werden in Geld ausbezahlt und schwanken zwischen 2 und 8 Mk. Für Tiere, welche prämuert und verkauft werden, wird der Preis mcht ausbezahlt.

Kreis Friedberg.

* Bad-Rauhe im, 17. Juli. In den, letzten Lagen wurden hier auf offener Straße zwei Damen angefallen und ihnen die Handtaschen entrissen. Die eine der Laschen hat man, des Inhalts beraubt, wie­dergefunden, die andere fehlt noch. In beiden Fällen konnte der Räuber unerkannt entkommen.

Kreis Wetzlar.

* Wetzlar, 17. Juli. Die Stadtverord- veten-Versammlung hat in ihrer jüngsten Sitzung beschlossen, die städtische Bahnbergungs- steuer aufzuheben, weil sie der Entfaltung Les Fremdenverkehrs hinderlich ist.

Starkenburg und Rheinhessen.

* Darm st ad t, 17. Juli. Gestern abend wurde der Handelsgärtner Hermann H e n k l e r in seinem Garten vomDlitzge- troffen und derart verletzt, dah er im Städtischen Krankenhaus, wohin er gebracht wurde, seinen Verletzungen erlegen ist.

Hesscn-Rassau.

fpd. Frankfurt a. M., 17. Juli. In der grvhen Unterschlagungsaffäre bei der hiesigen Reichsbankhauptstelle wurde heute nachmittag der unvereidigte 26jährige Bör­senmakler MaxKauffmannverhaftet und dem Untersuchungsgefängnis ziugeführi. Kausf- mann stand schon während der Inflationszeit, wie jetzt festgestellt wurde, mit dem beschuldigten, inzwischen wohl auch verhafteten Dankrat Carl Leonhardt in engsten Geschäftsverbindungen und erhielt für seine gewagten Spekulattonen im freien Börsenverkehr von dem Bankrat die dazu erforderlichen Mittel, die sich nach den bisherigen Feststellungen auf etwas mehr als 430000 G o l d m a r k belaufen. Heute traf aus Berlin eine Kontrollkommission ein, die den Umfang der Unterschlagungen und die Art und Weise, wie sie durchgeführt wurden, feststellen soll. Kauff­mann lebte auf großem Fuße, hielt sich mehrere Autos und veranstaltete öfter recht kostspielige Herrenabende. Eine weitere Unt er schla- gung in Höhe von rund 1 00000 Gvld- mark wurde bei einer der hiesigen D.° Banken festgestellt. Die Defraudanten sind in diesem FUle zwei junge Bankbeamte. Ihre Verfehlungen wurden jetzt bei den Revi­sionen der einzelnen Bank- und Depotkonten er« mittett. Die ungetreuen Beamten sind geflohen. Am Merianplatz stürzte heute mittag eine 36jährige Frau beim Fensterpuhen aaseinem Fenster des dritten Stockes auf die Straße und war auf der Stelle tot. Drei Einbrecher drangen in der vergangenen Rächt in ein Haus des Oederwegs ein, wurden aber auf dem Rückweg, als sie schon ihre Deute auf dem Rücken hatten, überrascht und verfolgt. Einer der Täter, ein gewisser Friedrich Scheer, konnte gefaßt werden, die beiden anderen Täter ent» kirnen.

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