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Mittwoch, 17. September 192$

17$. Jahrgang

Blatt

die die

Hüttenkolonie der Gute Hosfnuagshütte jnZ> Baracken der Schutzpolizei frei.

Tschechische Bormettheil.

Der Ausschluß deutscher Wissenschaft

Prag, 16. Sept. (WTB) Zu dem in Prag vom Pariser Internationale^ Institut für Anthro­pologie veranstalteten Anthropoligisipen Kongreß wurden Gelehrte aus Deutsch­land, Oesterreich, Ungarn und der Türkei sowie Mitglieder der P r a g e r D e u t- scheu Universität nichte inge lade n Bei der Generalversammlung wies ber holtano Prof, van Vuurn darauf hin daß gerade die Deutschen auf anthropologrschem Gebiet Wertvolles vollbracht hätten und ihre Av- wesenheit der Arbeit des Kongreßes nicht for­derlich sei. Er ersuchte von den rn dieser Frage bisher eingenommenen Standpunkt abzugehen. Dieser Auffassung schlossen sich alle neutra-

Svgen. e

DieAgcnce economique et finance" verbreitet die Rachricht, die meisten vom Finanzminister E l e m e n t e l befragten Direktoren der Privat­banken hätten hinsichtlich der f r a n z ö s i s ch e n Beteiligung an der aufzulcgenden Anleihe von 800 Millionen Goldmark erklärt, daß sie ihre Unterstützung geben wollten zu den von den ame­rikanischen Bankiers aufzustellenden Bedingun­gen. Aach der Agentur haben die bedeutendsten Kreditanstalten ihre Beteiligung zugesagt.

Befreiung Oberhausens.

Oberhausen, 17. Sept. Gestern begann in den frühen Morgenstunden der Abmarsch der französischen Besatzung. Um 1 Uhr nachmittags waren die letzten französischen Trup­pen aus der Stadt abgerückt. Durch den Aus­marsch dec Franzosen sind das Schloß Oberhausen.

schlüsse sichcrgestellt ist. Das Finanzkomitce hat sich gerne diesen Anträgen angcschlossen. must obcr daran erinnern, dah die Kontrolle nicht früher ausgehoben werden kann, als bis der Völkerbunds- rat die finanzielle Stabilität Oester- reichs fest gestellt hat. Das Komitee hofft, dah es der Regierung im Verein mit den maß­gebenden Stellen in Oesterreich gelingen wird, die Durchführung aller Acforinmahnahmen zu sichern, so dah das neue Kontrollsystem an einem nicht allzusernen Zeitpunkt in Krast treten wird. In der heutigen Sitzung gab Bundeskanzler Seipel in deutscher Sprache einen ilebcr- blick über die Vorgeschichte der heutigen Vereinbarungen. Er erinnerte daran, da st die österreichischen Forderungen daraus er­wachsen wären, daß die Gesamtanleihe nicht für die Deckung des Defizits verbraucht wurde, an­dererseits aber die Staatsausgaben das vom Völ­kerbund vorgesehene Aiveau iiberschritten hät­ten. Er sehe in dem Beschluß des Rates der Er­höhung des Budgets, die eine weitere Derwen- düng der Anleihe ermögliche, einen Beweis für das Vertrauen und die Sympathie, die man Oesterreich entgegenbringe, wenn er auch aller­dings sich Rechenschaft darüber ablegen müsse, daß einige Punkte in Oesterreich enttäuschen würden, so vor allem die Zeitdauer für Auf­hebung der Kontrolle.

Die Mossulfrage in Genf.

Einigung im Reichskabinett.

Der Konflikt innerhalb

werden könne. ,

Die Sanierung Oesterreichs.

Der Bericht

des VölkerbundSkommissars.

Genf, 16. Sept. (WTB.) Der Völker- bundsrat hat heute in öffentlicher Sitzung in Gegenwart des österreichischen Bundeskanzlers Dr. Seipel, des Außenministers Gründer - ger und des Völkerbundskommissars Zimmer­mann nach einem Referat des italienischen Rats- Mitgliedes Salandra den gemeinsamen Bericht des Finanzkomitees des Völkerbundes und des Generalkommissars über die Aeuregelung des Völkerbundsprogramms für Oesterreich beraten. Dieser Bericht enthält die Ergebnisse der Völkerbundsuntersuchung über die Wirtschaftslage und die Haushaltslage Oester- reicks Der Haushaltsvoranschlag für 1925 wird von" 350 auf 495 Millionen Goldkronen erhöht. Für Investierungszwecke werden 50 Millionen Goldkronen aus dem Anleiherest bewilligt, beide als für die Regierung verbindliche Maximal- ziffern Zweitens wird eine Milderung des Kontco-llsYstems, das später auch abge- schafst werden kann, in Aussicht gestellt.

Hierüber heiht es im Beacht u. a.: In An­betracht der auf dem Wege des Wiederaufbaus schon erreichten Fortschritte glaubt der Ge­neralkommissar. dah eine Reche von Erl eich - terungen in der Art der Kontrolle m Aus­sicht genommen werden könnte, sobald die neuen Ziffern endgültig vom Parlament angenommen sind und sobald die Durchführung der Reformen durch administrative oder parlamentarische De-

Fortsetzung des Kampfes um den Vürgerblock .

der Deutschnationalen. Der Parteivorstand für Eintritt in die Regierung

Der Fall Leinert.

Hannover, 16. Sept. (WTB.) Wie hie­sige Blätter melden, hat Oberbürgermeister Lei­ne rt seine Unterschrift von dem Abfin- dungsvertrage zurückgezogen den er mit dem Dürgervorsteherkollegium abgeschlossen hatte und der vom Magistrat gutgeheißen wurde. Cet- nert begründet diese Zurücknahme seiner Unter­schrift damit, daß er in letzter Zeit wiederholt an­gegriffen wurde, und zwar wurde ihm vor- gc-worfen, daß er den Vertrag nur unterschrieben habe, um sich das hohe Gehalt zu verschaffen.

Die Abrüstungsfrage.

Die Eiuigung über das Projekt Beuesch.

Partei hat es eine ziemliche Verstimmung er­regt, daß der Anregung, dem V i z e k a n z l e r Jarres während der Abwesenheit des Reichs­kanzlers weitgehende Vollmachten zu er­teilen, nicht stattgegeben wurde. Es war beab­sichtigt worden, mit dieser Anregung zu verhüten, daß von der Wilhelmstraße, wie. in der ver­gangenen Woche Aeuherungen erfolgten, die in­folge der mangelnden Zusammenarbeit der ver­schiedenen Stellen einigermaßen wider­spruchsvoll und mißverständlich wa­ren. Im übrigen ist in der Leitung der Deutschen Volkspartei beschlossen worden, dis zu dem ent­scheidenden Kabinettsrat, der Anfang nächster Woche stattfindet, die größte Zurück hal­tung inbezug auf die schwebenden hochpolitischen Fragen zu üben. Man möchte Dr. Stresemann seine schwierige Position nicht durch einen Ein­

halb Rußlands selbst Konzessionen zu erwirken und die russischen Bodenschätze auszubeuten, vor allem also die Gesellschaften, die an der Erschließung der russischen Oelfelder interessiert sind. Eine le-haste Ent­täuschung hat dagegen die wirtschaftlich' Ent­wicklung Rußlands der deutschen Exportin- dustrie breitet. Es wird in diesen Kreisen lebhaft darüber geklagt, daß die beginnende Hungersnot und die zunehmende Verarmung in Rußland es dahin gebracht haben, daß von mrer Ausfuhr insbesondere landwirtschaftlicher Maschinen und anderer Bedarisart!et der Landwirtschaft zur Zeit kaum noch dieRede sein kann. Von russischer Seite toira ijnmcr tote- pcr darauf hingewiesen, daß man er t groß "g ger Kredite bedürfe, die vor allem von England angestrebt. werden, bevor an eine OleuBelebung ber Einfuhr gedacht werden könne Jedoch er­scheinen diese Aussichten dem deutschen Außen­handel als sehr schwankend und unsicher und man muß deshalb damit-rechnen, daß das Wi:derauf- blühen der deutschen Maschinen Industrie von russi­scher Seite in absehbarer Zeit eine ins Gewicht fallende Förderung nicht erlabten kann. Die te stressenden Industriezweige sind deshalb !cho i im Begriss. sich umzustellen und sich nach neuen Absatzgebieten umzufthen.

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griff in die schwebenden Streitfragen noch mehr erschweren. Richtsdestoweniger wird jedoch in volksparteilichen Kreisen betont, dah man in der Fraktion an dem Versprechen, die Deutsch- nationalen an der R e ichsr egi er u n g zu beteiligen , unbedingt festhalte. Die Parteileitung wird kurz vor dem nächsten Kabi­nettsrat eine Besprechung abhalten, zu der wahr­scheinlich der Fraktionsvorstand und Mitglieder des erweiterten Vorstandes gebeten werden, und worin noch einmal die Haltung der Deutschem Volkspartei gegenüber den hochpolitischen Fragen formuliert werden soll. Die Deutsche Volks­partei will in ihrer überwiegenden Mehrheit den Plan nicht aufgeben, durch eine Erweite - rung der Re i ch s r eg i er u n g die Kräfte des Bürgertums für eine nationale Politik zusammenzufassen. Es wird be­tont. dah sie sich in diesen Gedanken nach wir vor I in voller Uebereinftünmung mit Dr. Stresemann befinde und dah auch die lebhafte Agitation der Linkskreise sie nicht in ihrem Vorhaben beirren | würde. Sollten sich aus dieser Haltung Konflikte ergeben, so würde die Partei nicht davor zurück­scheuen, sie mit der Front gegen links durchzu kämpfen.

Kriegsschuldige und Völkerbund.

Berlin, 16. Sept. (Priv.-Tel.) Zu der gestrigen offiziösen Mitteilung, dah in der Kriegsschuldfrage und,in der Frage des Völker­bundes eine entscheidende Kabinettssihung am 23. September stattfinden werde, bemerkt die dem Außenminister nahestehendeZeit": Schon jetzt dürfen wir als feststehend betrachten, daß das Kabinett in der Frage der Stellung Deutschlands zum Völkerbünde den Standpunkt eingenommen hat, der bisher stets von der Regierung ein­genommen wurde. Danach ist die Regierung sich bei der großen Wichtigkeit der von den: Völker­bünde zu erörternden Fragen wohl bewuht, daß die Mitwirkung im Völkerbunde für die deutschen Interessen von großer Bedeutung sein kann. Sie hält aber daran fest, dah der Eintritt Deutsch­lands von der Erfüllung von Dor aus­sehungenabhängig ist, nämlich davon, dah man Deutschland die Stellung als gleichbe­rechtigte Grohmacht sichert, und dah man unter keinen Umständen an Deutschland die For­derung stellt, eine erneute Anerkennung des Versailler Vertrages und der Kriegsschuldlüge zu übernehmen. Zur Frage der Ratifizierung der Kriegsschuld- I crHärung sagt das Blatt: Nachdem die Rott- fizierung nicht im Zusammenhänge mit den Lon­doner Abmachungen erfolgt ist, muh sie i n Der - binbung mit einem anderen tatsäch­lichen Anlaß geschehen, wobei es sich nur um eine absehbare Frist handeln kann.

In den privaten Besprechungen, die am Mon- I tag zwischen Reichskanzler Marx und Reichs- aufjenminifter Dr. Stresemann stattgefunden ha­ben, ist die Grundlage einer vorläufigen Einigung gelegt worden, und zwar haben beide Minister auf einen Teil ihres Programms verzichtet, um in diesem Augenblick eine ernste Regierungs­krise zu vermeiden. Während sich Dr. Strese­mann damit einverstanden erklärt, daß die Ro- tifizierung der Kriegsschulderklärung bis auf weiteres hinausgeschoben wird und wahrscheinlich erst toieber zur Erörterung kommt, wenn der Eintritt in den Dölkerbund bevorsteht, verzichtet Dr. Marx darauf, die Frage des Eintritts in den Dölkerbund sofort aufzurollen und sttmmt den Dorbedingungen zu, die Dr. Stresemann als für die Anmeldung zum Eintritt in den Dölkerbund als unerläßlich be­zeichnet. Beide Minister werden dieses Cini- gungsprogramm in dem neuen Kabinettsrat am I 23 September vertreten und hoffen, daß es dann zum Kabinettsbeschluh erhoben wird. Don einer Beseitigung der innerpolitischen Krise kann jedoch nach Ansicht masrgebender politischer Kreise trotzdem noch nicht gesprochen werden. Die Links­parteien werden ihren Feldzug gegen D r. Stresemann nach Erklärungen_ihrer Führer mit unverminderter Schärfe fort- sehen, da sie ihn nach wie vor für den Der- trauensmann der Deutschnationalen im Reichs- kabinett halten. Die innerpolitische Entscheidung wird daher erst zum Zeitpunkt fallen, wo die Frage ! der Beteiligung der Deutschnationa­le n an der Reichsregierung erledigt werden muh.

In der Leitung der Deutschnationaleu Dolk^- Partei ist man darüber verstimmt, daß der Kabi- nettscat die Frage der Regierungsumbildung und der damit zusammenhängenden hochpolitischen Probleme ihrer Lösung keinen Schritt näher ge­bracht hat. Man hat den Dertretertag in der Er­wartung zum 30. September einberufen, daß zu diesen. Zeitpunkte der Eintritt der Deutschnatio- nalcrr in die Reichsregierung und damit die Er­ledigung der außenpolitischen Fragen in deutsch- nationalem Sinne bereits sicher gestellt sei und dah die Parteileitung dann mit einem sicheren Erfolg in der Hand vor die Dertretuna ihrer Wähler hintreten könne. Da die Ausfichte» für einen so schnellen Erfolg nunmehr sehr gering geworden sind, wachsen die Schwierig­keiten der Parteileitung von Tag.zu Tag. Die schroffe Absage der Thüringer Organisation wird als ein ernst zu nehmen­des Symptom der Stimmung großer Wählerschich­ten betrachtet. Man ist in den oppositionellen Kreisen bereits eifrig aus der Suche nach einem Führer an Stelle Dr. Hergts, wobei in erster Linie der R rne des Freiherrn v. G ay l genannt wird. Es sind daher in der nächsten Woche erneut dringliche Schritte der Parteileitung bei der Reichsregierung und insbesondere bei Dr. Strese­mann zu erwarten, um im Hinblick auf die gege­benen -Versprechungen und mit der Drohung schärfster Opposition eine beschleunigte Erledigung der Regierungsumbildung herbeizuführen.

Don den wachseirden Kämvfen innerhalb der

Er. 21) Erstes

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Fortsetzung des Ministernrlaubs.

Berlin. 17. Sept. (Priv.-Tel.) Reichskanzler Dr. Mar x, der gestern Berlin verlassen hat, ist in Sigmaringen eingetroffen, um dort den «Partei, fr, '»<>:, dn 5HM ta I

Deutschnationalen Korresponhen; em Bild, w dem I ucy wiro oe^ ^ab Bildungen I

die nächste Ausgabe der Partei mit Recht folgen- a61.e:ren 5>-te QKinifter werden sämtlich vor dem »»ÄÄ fein.

ÄÄZ * Der Generalagent vor der Repko

teil an der Derantwortung für die Paris, 16. Sept. (WB.) In der heutigen Durchführung des Londoner Paktes Bachmittaassihung der Repara'ionskommission hat erhalten würden. Sollten wir Deutschnationale 21gent für Reparationszahlungen, Owen- uns nun nicht scheuen, diesen Londoner Pakt, -m x, u n g über die von ihm während seinesSer- feine Unmöglichkeiten, seine unerträglichen De° (^er Aufenthaltes getroffenen Maßnahmen Be­stimmungen abändern, verbessern und ebenso erstattet Der Sitzung wohnten die Mitglie- revidieren zu können, wie wir das Verfall! ?r Sachverständigenkomitces. Mac Kenna,

Diktat revidieren müssen? Sollten wir nun vor Bobinsohn sowie der Kommissar für die zu einer uns g worbe ne n Aufgabe zuruckschrek- Reparationszahlungen vorbehaltenen Einnahmen, ken? Rein! Hinein in die Reichsregie- ^Nac Fadyean. bei. Die Ausführungen Owen rung! heißt deshalb unsere erste und nächste Phungs bildeten den Gegenstand eüies Meinungs- Parole. Hinein in die Derantwor ung i t de h 15 austausches aus dem hervorging, daß die Repko vaterländische Pflicht!" Der Arike be- unfc bie neügeschafsenen Organismen zur Durch- tvnt dann weiter, wenn allerdings der Versuch führnng des Sachverständigenplanes eng z u s a m- gcmacht werden sollte, di? schwierigen strats- und men ar beiten. Einige Delegierte haben Owen wirtschaftspolitischen Aufgaben der nahei un> ^oung §,.ngen unterbreitet, auf die er in einer weiteren Zukunft gegen die Deutschnativnalen bDn Bepko einzuberufenden neuen Sitzung ant- zu lösen, für sie die nächste Parole nur lauten toortcn teiri> Die Repko hat im Laufe der Sitzung könne, schärfste Opposition. Der 2lru?el E r n e n n u n g e i n i g e r De a m te n für die schließt mit den Worten: Wir haben die uns ÜDm Dawcsplan vorgesehenen Organismen voll- gereichte Hand ergriffen. Sie tarnt uai> darf nicht zurückgezogen werden, um Deutschlands willet.

In Kreisen der Deutschen Volks-

Genf 16. Sept. (WTB.) lieber das fran- ©enf 16 Sept. (WB.) Die türkische Dele- zöfisch-engl'ische Einigungsprojett in der Sicher- gation hat'den Mitgliedern des Dölkerbiindsrats

Heils- und Schiedsgerichtsfrage, das man all- Gfne Denkschrift überreicht, die im wesentlichen so!

gemein als ein Projekt Benesch bezeichnet, g^be Gesichtspunkte enthält: Alle wirllchaft-

kursiert in den Kreisen des Dölkerbundes fol- uch^n, politischen, historischen, geographischen,

gende Dersion: Das Projett besteht aus der ethischen und strategischen Erwägung.-n erfordern

Präambel den Artikeln und zwei ZusahartitÄn. bie Beibehaltung der türkischen öoi

In der Präambel wird zum Ausdr ick gc- veränitä t über das Dilajet von Mossul En'

bracht daß die unterzeichneten Staaten ihre ge- gcgcn englischen Beweisführung wünscht samten Land-, See- und Luftstteitträfte dem ungeheure Mehrheit der Devölkerung Vieles DölkerbundzurDerfüg ing stell n. Dann Gebietes keinen Anschluß an das Irat-Gebiet. folgen einige Artikel über die Organisation k^s Da die englische Regierung ihren Anspruch mit Schieds- und Derrnittlungsversah- angeblichem Willen der Bevölkerung, sich von '-ens das für alle beitretenden Mitglieder Türkei zp trennen, begründet, sei eine Klärmng obligatorisch ist. Bei internationalen Kon- Streitfalls nur durch Dolksbefragung flcften müssen sich die betreffenbeir Staaten dem möglich. Die Frage der Grenzziehung zwi-

Schiedsspriich unterwerfen. Der Angreifer- f^en der Türkei und dem Irak, die vor demDolker-

st a a t wird vorn Internationalen Ständigen Ge- h^^d anhängig sei, erfordere daher ein v o r h e °

richtshos festgestellt. Die Beschlüsse des Dolker- x i g e s P1 e b i s z i t rntt allen Garantten.für eine

bundsrates, soweit sie die Beilegung von Streit- f^e Willensäußerung. Die iürkiiche Delegation fällen betreffen sind nicht einitimmig, sondern^ überzeugt, daß der Dölkerbundsrat von dem mit einfacher Mehrheit zu fassen. So- Willen zur Gerechtigkeit beseelt, diese Erwägungen

bald Konslikt ausgebrvchen ist, haben die Der- fn Betracht ziehen werde. In hiesigen türkischen

tragsstaaten Sorge zu tragen daß eine ent- Kreisen wird erklärt, daß ein evtl, späterer Bei- militarisierte Zone geschaffen wird und tritt der Türkei zum Dölkerbund da­durch militärische Sachverständige eine Kon- von abhängen müsse, welche Gerech t ig kei t die trolle darüber auszuüben, daß in den an dem Türkei bei dem Dölkerbund finde.

Konflikt beteiligten Staaten keine Kriegs----- _

rüftungen vorgenommen werden.

Alle Staaten, die der Vereinbarung beitreten, müssen dem Völkerbund vollständige Statistiken über ihre Land-, See- und Luftrüstungen zur »

Verfügung stellen und sich verpflichten, an einer Enttäufchnng der deutschen Export Abrüstungskonferenz teilzunehmen. industrie. Völlige Verarmung der

Diese und andere Der ivnen sind je) nichts russischen Adsatzkreise.

anderes als vorläufige Texte, über die iai Dol° ' pr ->s^mationsdienst)

kerbundskomitee berät und die von Stunde (Eigener I:nformationsd^

zu Stunde geändert werden und noch aller- Berlin, 17. Sept. IDrah Meldung ) S i IXi lei Lücken enthalten. 3m Zwölferausschiß stehen Beilegung des deutsch-ru sisäen divlomattschen vorläufig nur zwei Artikel über die Sanktionen Konflikts sind auch die wirftchaMichen Vezie- fest darunter Artikel 7. der die Um ne'zung der Hungen mit Rußland Wied?r aufgenvmme i wo - militärischen und wirtschaftlichen Sanktionsver- den. Jedoch haben nur dieienigea deullche . Wfr - pslichtungen enthält und über den bereits Bereich schaftskreise eine gewisse Desriediqung darin ge- | urS bie französischen und englischen Delegierten funben, die es vor allein barauf ab ef>e.i, i n n e r= | einig waren und bet heute auch die Zustim- ' n 1 ' n°

mung der anderen 9 Delegierten des Zwölfer­komitees erhalten hat. Zu den Jndiskre.ionen über die verschiedenen vorbereiteten Texce hat der Präsident des Zwölferausschusses in einer Dom Dölkerbundssekretar.at verbreiteten c» ntlichen Mitteilung erklärt, dah die Deröfsentlichungen über den gegenwärtig zur Beratung stehenden Text keinerlei authentischen E har al­ter tragen und keine nichtoffizielle Mitteilung vor Abschluß der Arbeiten als exakt betrachtet