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tilgtt** gehören. (M gilt eben auch bri den iflettungen der ©rurtMatj: Wer eine Sache nicht bezahlt, hat kein Recht zu ihrer Denutzung: wenn er sie aber trotzdem ver­wenden will, dann sollte er wenigstens seinen jbinben, hier also seinen Lesern sagen, wo­her er diese Sache genommen hat. Hoffentlich verstanden?

Dein 3eitung6onfel.

Die Raumnot in unseren Volksschule».

3n Rr 265 des »Giestener Anzeigers" ist über trie gesundheitlichen Verhältnisse in den hiesigen Volksschulen berichtet worden Was dort bezüglich der für Unterrichtszwecke teilweise völlig ungeeigneten Schulräume gesagt wurde, muhte auch dem Richtschulmann zu Bedenken Anlach geben. Sine am Donnerstag stattgesundene De- sichtigui^ der Stadcknabmschulc, der alten Alice- schule und der vor 40 Jahren bereits veralteten Schulräume am Oswaldsgarten, zeigte, dah die Verhältnisse weit ungünstiger sind, wie in dem vorerwähnten Artikel zum Ausdruck gekommen

Den Besuchern entrollte sich hier ein trauriges Bild sozialen Glends unserer Stadt. Ueberall Spuren der ungenügenden Ernährung während des Krieges uird besonders in der Rachkriegs zeit, überall Zeichen der durch die furchtbare Woh­nungsnot heroorgeruseneci ungunfligen Lust- und Lichtverhältnisse in vielen Dehausungm. Blassr, teilweise zum Skelett abgemagerte Gestalten, denen Rot und Elend auS den Argen schaute, und tiixir nicht nur vereinzelt, sondern in grober Zahl. Wan sucht dtesem Äend durch Quäkerspeisung usw. entgegenzuwirkeTr, ohne aber überall durch­greifenden Erfolg zu erzielen. Was den Kleinen febü. ist Licht und Luft, einfache aber dringend notwendige Wittel zur Förderung der Entwick­lung. Diese Kinder Hausen meist in Wohnungen, wo Licht und Lust nicht allzu reichlich vorhan- den sind.

Wie sind die Verhältnisse aber in der Schule, wo doch eigentlich den Kindern daS au Hause an Licht und Lust Entehrte in einwandfreier Weise geboten werden must? Die Schulräume in der Stadtkmrbenschule in der Rordanlage ftnd meist überfüllt. Räume, die ursprünglich nicht für Urrtcr- richtSzweckc vorgesehen und dazu auch ungeeignet, sind jetzt mit Schulern dicht beseht: so sitzen bei­spielsweise in einem früher als Wartezimmer beimbten kleinen Raum mehr als 20 Schüler. Die Verhältnisse in der von der Stadtknabrnschule be­nutzten alten Aliceschule spotten jeder Deschrei- bung. Die Licht Verhältnisse sind derartig un­günstig. dah sich die Schüler unbedingt die Augen verderben müssen, die Heizmrgsv.rhältnisse sind noch viel schlechter. Schüler, welche in der Rähe deS Ofens sitzen, leiden unter der ausströmenden Hitze, während die in der Rähe der Fenster unter- gebrachten Kinder buchstäblich frieren. 3n einem Raurne, in welchem schwachbozabte Kinder unter­richtet werden, waren trotz der Heizung nur 10 Grad Wärme. Auch in diesem Gebäude werden Räume zu ülnterrichtszwecken verwendet, die ur­sprünglich hierfür nicht vorgesehen waren und auch für diesen Zweck völlig ungeeignet sind. Durch die HeberhUlurra der Räume sind die Luftverhält­nisse die denkbar unaünfligften, und trotzdem müssen Lehrer und Schüler in diesen allen hygie­nischen Grundsätzen widersprechenden Räumen stundenlang verweilen. Auch die im Hofe der Stadtknabmschule und an anderen Stellär unter­gebrachten Barxxken können keinesfalls als ein- wandstei angesehen werden. Sie waren s. Z. als Rotbehelf für 56 Jahre vorgesehen, stehen aber jetzt schon über 30 Jahre. Die Heizungs-, Licht- und Lüstungsverchältnisse sind die denkbar ungünstigsten, das System ist in hygienischer Hin­sicht längst veraltet. Die Schulvaume in der Reu­stadl (am Osw^dsgarten) galten schon vor Jahr­zehnten als Rotbehelf, sie werden heute zu Unter* richlszwecken für die Heranwachsende weibliche Jugend oertoenbet. Die nach der Straste ge­logenen Räume sind durch den Strastenlärm für Unterrichtszwecke aust-rrordentlich sch echt geeignet. Die Aussicht nach hinten ist nicht besonders ein­ladend. Winkel und Ecken, in denen die Rachbar­schast anscheinend ihren ganzen Unrat zusammen­getragen hat. aus dem unerträgliche Gerüche emporsteigen. Die Klosettverhälrnisse sind sehr schlecht, eine Speisekammer ist iHolge Feuchtigkeit und Modergeruch als solche nicht zu verwenden, alles ein furchtbarer Rotbehelf, der dringend der baldigen Abhilfe b.'Mrf.

Es ist selbstverständlich, dast die Stadt in den letzten Jahren infolge des Krieges und seiner Folgen, die auch den Städten austerordentlich schwierige Finanz Verhältnisse gebracht habm, nicht daran denken konnte, hier durchgreifend Abhilfe zu schaffen. Rachdem die Verhältnisse jetzt aber stabiler geworden sind, must auch einmal wieder daran gebaut werden derartigen Zuständen ein Ende zu machen. Die Schaffung hygienisch ein­wandfreier Räume in genügender Zahl muh im .Interesse der Volk g.'sund.eit, deren Förderung 'auch im eigensten Interesse der Stadt liegt, eine

Der wtchngsten und dringendsten .auigaDcn Der Kommunen sein

Die amtliche

Indexziffer am 12. November.

Die auf den Stichtag des 12. Rvvember berech­nete Grosthandelsindexziffer des Sta­tistischen Reichsamtes ist gegenüber dem Stande vvm 5. Rovember (126.6) um 2.4 vom Hundert auf 129,7 geftiegen. Die ReichSinderzrffer für die Lebenshaltungskosten «Er­nährung. Wohnung, Heilung. Beleuchtung und Belleidung) für den 12. Rovember ist gegenüber der Vorwoche (123,0) um 0,5 vorn Hundert auf 122.4 zurückgegangen.

Vornotizen.

Tageskalender für SamStag: Dürgergefellschaft: 8 Uhr Kath. VereinshauS Festabend. Artillerie-Verein: 81/» Uhr Mo- natsversamrnlung und Gründungsfeier. Licht­spielhaus. Bahnhofstraste:Sie Liebe der Sul­tanin Hessische Dilderbühne: ,,Gösta Der- ling. Astocia-Lichtspiele: ..Auf gefährlichen Spuren".

Tages kalender für Sonntag: Konzert verein. 5 Uhr, Univ -Aula: Konzert. Stadttheater, 3>/r Uhr: »Der Fremde" und .Der zerbrochene Krug": 7V? Uhr: .Kolportage". Fechtriege des T.-V. 1816. 8 30 Uhr norm. Turn­halle: Jungmann-Wettsechten. Lichtspielhäuser wie Samstag.

Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieb-n: Wegm plötzliche'? Ertrin­kung des Herrn Rorsolk musen de b.ben Vorstellungen deS morg gen Sonntags geändert werden. Am Rachmcklag wird derFremde" und »Der zerbrochene Krug" g.gden wer­den. am Abend Georg Kaise.s lustig S neues WerkKolportage^. De 2lnfangs^etten der Vorstellungen bl -iben unverändert.

Wartburgverein. Morgen Sonntag abend 8 Uhr hält der Wartburg-Verein einen Familienabend in SauerS Saal ab, wozu im heutigen Anzeigenteil eingeladen wird.

Siadtmislion G>esten. Morgen Sonntag 26. JahreSfest. (Si f?c Arrzeige.)

Sozialdemokratische Partei. Montag abend Wählerversammlung. (Siehe An­zeige.)

** Die Auslegung der Wähler­listen betrifft eine Bekanntmachung der Stadt­verwaltung in unserem gestrigen 2Inv?iientetL Die Wahlberechtigten seien auf die Veröffent­lichung besonders aufmerksam gemacht.

Automobildroschkentarif. DaS Polizei amt hat in Mebereinfltmmung mit der Stadtverordve enversammlung für die Bcmuhung der Automobildroschken einen neuen Tarif fest­gesetzt. der im neuesten Amtsverkündigungsblatt veröffentlicht ist.

"" Zeitungsenten, mit denen die Oef- fentsichkeit bösher keilt" würbe, machten in diesen Sagen die Runde durch hessische und Frankfurter Blätter. Ein mehr betriebsamer, alS journalist.sch zuverlässiger Berichterstatter teilte da einmalgutem Vernehmen nach" mit, die Stadt (Sieben platte die Errichtung einer ständi­gen Fe st Hal le auf dem Trieb. Diese Rach- richt wurde nicht nur von den kleineren Lokcrl- blättem, sondern auch von gröberen Zeitungen (Deutsche Allgemeine Zeitung",Darmstädter Tageblatt".W h arer Anzeiger") gebrach«. Wei­tzer ber.ch'ete dllser findige Reporter imDarm­städter Tageblatt", dast m ® efjendie Erbau­ung eines neuen Stadthauses den früher bel ebten Steins Garten wieder zum Gast- hausbetrub frei machen soll". Wir haben beim Lesen dieser groben .journalistischen" Keilerei nur nachs.chtig gelächelt. Denn wir wüstten auf Grund s orgfä ltiger Beobachtung der kom­munalen Vorgänge, dast alle biefe Reuigkeiten aus der Lust gegriffen waren. Um aber ganz sicher zu gehen, haben wir extra noch die Stadt­verwaltung befragt und dort die Auskunft erhalten dah der Verwaltung von beiden Dingen nicht das geringste bekannt ist. Man weih nicht, woher dertüchtige" Reporter sein gutes Vernehmen" bezogen hat. Ossens chtlich gründen sich beide Berichte nur auf Phantasie, die unter Linden, sogar schon unter kleinen Linden besonders üppige Blüten treibt.

Wichtig für Dersorgungs- antoärtev. R-ch einer le or nung ber Reichsregiemmg vom 30. Ott ber 1923 und den dazu erlassenen Best.mmur gen kann den Versorgrr.gs mwurt rn be Rückgabe ihres Versorg-ng.sch i.e; eine einmllige Ent- schädiguvg von 2000 Goldmark gewährt werden. Diese Verordnung gilt auch ffir diejenigen Der- sorgungsanwärler, die auf Grund von Personal­abbauverordnungen der Länder und Gemeinden entLfien toer.cn, f rner für die Versorg ^ngs- antoärler, die b:i den Dehoroen der Länder und Gemrin'ea b im 3n!rcft» treten der Personalabbauverordnung des

Reimes am 31. Dnober 1923 für den äw«- dienst vorgemerkt waren Dena solche Der- sorgungSanwärter die vorgcschriebenen Anmelde­fristen für die Gewährung der Enllchädigung. den 31. August 1924. bjto. drei Monate nach ihrer erfolgten Entlassung, auf Grund der Personal­abbauverordnung deshalb verfäumt haben, weil sie die Sachlage nicht erkannt haben, so können sie die Gewährung einer einmaligen Entschädi­gung spätestens noch biS zum 31. Dezember 1924 bei dem für ihren Wohnort zuständigen Dersor- gungeamt beantragen, hinsichtliä, der Fristver­säumnis müssen die Anträge glaubhaft begründet werden.

C Zum Schuhe der DerufSmusiker. lieber die entgeltliche Ausübung der Musik durch Beamte deS S:ac»:eS oder der Gemeinden find besondere Richtlinien durch das Geiamtministerium erlassen worden. Hiernach bedarf die Mitwirkung von Beamten bei musikalisLen Veranstaltungen gegen Bezahlung der Erlaubnis der zuständigen Dienstbehötde. Diese Erlaubnis darf u. a. nur dann erteilt werden, wenn durch die gewerbs- mästiae Musikausübung seitens des Beamten nicht den Berufsmufikern eine unbiLije Benachteiligung In ihrem Erwerb, namentlich durch eine etwaige Unterbietung der Vergütuna. zugefügt wird.

,e Stadttheater-Avonnement. Die Einlösung des zweiten Abschnitts betrifft eine Be­kanntmachung in unserem heutigen Anzeigenteil, auf den wir hiermit besonders Hinweisen.

Das 7 Sjährtge Geschästsjubi- um begeht heute, Sams:ag, die LactfabrikWrlh. Z u r b u ch, G m. b H._ Giesten.

Grober Unfug wurde in zwei Räch­ten an einem Haufe der Gartenstraste verübt, wo beidemal die 6 teinpf ei le r ©i n i a ff an g b^ Grundstücks stark bcschad gt wurde. Im An cigen- te l unseres he tigm DtUtler wir) eine Delohnu! g für die Ermittlung ber Rohling? ausgesetzt, d mit diese der verdienten Strafe zuge.ührt narben können.

Der Hessische Landgemeinde- t a g tritt am Donnerstag, 20. Rovember, vor­mittags 10 Uhr. in Frankfurt a M- im Rathaus (Bürgersaal) zusammen, lieber die Steuer Vertei­lung in Hessen wird Bürgermeister Dr. Rie- p o t h - Schlitz sprechen, über den Stand ber Für­sorgegesetzgebung Bürgermeister a D. Kuth - Berlin. Rachmittags 1 Ubr hält im gleichen Saale der Landesverband Hess.scher Bürgermeister seine 18. Hauptversammlung ab. Aus der Tagesordnung stehen u. a folgende Punkte: .Der Bürgermeister und das Derjicherungsgesey für gemeindliche Be­amte" ; Berichterstatter ist Gemeinderechner Schä» f e r aus Mühlheim a. Rh ,5k>j Dejoldungssperr- gesetz": Berichterstatter ist Bürger-meister a. D. Kuth-Berlin.

f Der Oberhessische Verein für Innere Mission hielt am Dienstag im Kon­firmandensaal der Johanniskirche dahier ftine Hauptverlammlung ab. Rach einer von Pfarrer Waldeck- Lang-Göns gehaltenen kurzen An­dacht begrüßte ber stellvertretende Vorsitzende Prof. Dr. Weimar- hier die Anwesenden und gedachte des seitherigen Vorsitzenden Professor D. Dr. Schian Sodann verlas er den von Prof. D. Dr. 6 chian verfastten Jahresbericht, der trotz der Rot der Zeit von Gottes Hilfe be­richten konnte. Zum Vorsitzenden des Vereins ist von der Ausschustsitzung Universitätsprofessor D. Meyer- hier gewählt worden. Sodann trug Kirchenrat 6 t r a (t hier die Jahres Rechnung vor, die nut einem kl'inen Ueberschust abschltestt. Seit Herbst vorigen Jahres hat der Lairdesveretn in Pfai raffistent E l o tz - Darmstadt einen zweiten Vereinsgeistlichen, der das aanAC Gebiet der kiichlichen Wohlfahrtspflege karbeitri. Er hielt darauf einen eingehenden Vortrag überEvang. Kirche und Wohlfahrtspflege". Unter Wohlfahrts­pflege, von der heute so viel geredet wird, ist die schon seit Jahrzehnten geübte Fürsorge für Rot­leidende, Bedürftige aller Art zu bevftetjen, die jetzt von Staatstoegen betrieben wird. Die Wohl- fabrtspflcae Ul nur auf christlicher Kulturstufe denkbar: Voraussetzung dafür ist, dast man in jeMn R-üleidenden den christlichen Bruder sieht, dessen Lebensverhältnisse au verbessern sind. Das 19 Jahrhundert mar das Jahrhundert der auf- blühenden Dalml>erzigkeit. Der soziale Gedanke Wiche r ns ist erst in den letzten Jahrzehntrn von bei evang Kirche verstanden (Bodelschwingh) und vom modernen Staat ohne es zu wollen, aufgenommen worden. Die Innere Mi'sion stellt ihre Kräfte in den Dienst biefer staatlichen Wohl­fahrtspflege, die ohne ihre Hilfe nicht auskommen kann. Dazu bedarf sie der Unterstützung aller barmherzigen Glaubensbrüder und Gemeinden. Zu dem Vortrag sprach noch Prof. D. Meyer, der Hervorbob. dast der Staat die Dorbedinaungen fchaHc'i müsse, unter denen die Innere Million im Geist der Liebe arbeiten könne (jus circa facra und jus in facta). Dekan Röschen - Freienseen erinnerte an das R^tchsfürsorgevflichtae'etz und

Rmch^mnendw^hlfahrtsge^etz, be-en er wirk­liche Durchführung wünscht, da sie nichts anderes

wollen, di was Vte xjteee wr xymeree* uninu* längst getan hat. Pfarrer Ausseld- Greven wies darauf hin. dast d-r Staat Persönlich^it« xu seiner Wohlfahrtbedarf, die er nur In den Kreisen ber Inneren Missio» ftnbet. bie darum intensiv arbeiten must Pfarrer Waldeck- Lan^GönS betonte, dast ber Staat sich um bie .Lauten", bie Innere Mission um die .Stillen" kümmere Der Inneren Mission komme eS vor allem auf die Liebe zum Rachsten an. Der Staat lästt sich drängen, die Innere Million sucht mit dem Auge ber Liebe Zum Schluh wurde der Vor­stand durch Reuwahl einiger Herren neu ergänzt.

* I n der DortraaSverein i g ung hielt am Freitagabend Dr. Alfred Koepp en, Pnvatdozent in Berlin, einen sehr gut besuchten Lichtb.ldervorwag über Wilhelm Dusch, den Meister des deutschen Humor« Er schilderte mtt Wärme das Leben Busch«, in dem sich schon früh der Sinn für da« Leben de« DvlkeS und seiner einzelnen Typen In ber Vor­liebe für Homer, den Don Quichotte, bie alten Volkslieder, d e holländischen Klrinmoister offen­bart, feinen Werdegang, bespickter« in der Mün­chener Zeit. qm> bie Bilderbogen, die Beiträge au den Fliegenden Blättern, bie Karikaturen auf die Fivunde u. a. als der Auft.rkt zu den grofien Schöpfungen der Folgezeit civfleben. Darauf ging der Redner auf das Werk s.lbst ein, da« Werk de« Künstler«, der den Dichter und Zeichner in sich vereinigte, das Werk des Menschen mit dem lach erden und dem weinenden Auge, den man zu kennen glaubt und den doch so wenige in seinem Menschentum und in seiner Künstlerschaft wirklich kennen die Kunstgeschichte und ihre Vertretung auf den Universitäten toürbiaen ihn kaum, wiewohl er als Könner wie alS Künstler neben Dürer und Holbein genannt w rden darf, so wie er auch in der Schau und Schilderung de« Lebens auf dem Gebiete der Wortkunst an Homer, Cervantes und ©bafefpeare angereiht werden must. Dr. Koeppen führte zunächst Art und Be­deutung de« Dichters den Hörern vor: er zeigte, wie ber Dichter die Welt sah, wie er aus ber Kenntnis der Seele be» Kindes heraus in dessen Geist bie Welt für bie Erwachsenen darstellt, wie er die Typen des KleinlebenS herxiuSarbeitet. mit emfachsten Worten ihr Wesen trifft, das er schon in den Hamen anbeulet: wie seine Gle chnisse. seine Lautmalereien, seine Wort- zi!sammensctzu> gen, seine neuen Wortschöpfungen ebenso verblüffen müssen, wie die Einfachheit feiner Lebensweisheitm Darnach liest ber Vor­tragende durch die Blldvorführunq ausgewählter Zcichmmgen aus den Werken Buschs, von deuten­dem und hervorhebendem Wort begleitet, den Zeichner W lhelm Dusch vor den Augen der Zuhöher erstehen. Er wies daraus hin, wie der Meister e« verschmäht, blohe Bildnisse herzu­stellen, wie er vielmehr durch starke Uebertvei- bung von Einzclzügen bad Wesentliche ber Per­sonen hervo-kch'-t, toic er den bildnerischen Stoss an die Fläche bannt, dem Sehen deS Kinde- an- gepaht, wie er für dieses denn auch moralisiert, ja, wie er dies selbst noch für die Erwachsenen tut, wie er schliehlich die komischen Situationen ebenso meistert wie bie Darstellung ganzer Lebensläufe Klar aibeitetc der Redner das Wesen der Kunst BuschS, das Wesen seiner Zeich­nung heraus: indem Busch unter Verzicht auf aroste D ldbühnen. auf getreu.S Abzeichnen aller Einzelheiten ber Ratur, durch Linien lediglich daS Rotwendigste gab. schuf er fich seinen ihm ganz eigenen zeichnerischen Stil. Mit der Vorführung der Fiornrnen Helene, die in besonderem Maste eine Fülle feinster Komik birgt und in ber aus­gezeichneten Charakteristik die überlegene Kunst deS Meisters zeigt, beschlost Dr. Koeppen den Vortrag, der. wie der Beifall bewies, stärfften Widerhall gesunden hatte. o

* Hess ische Dilderbühne.Gösta Derling" der grohe Seelenfilm nach dem be­kannten Roman von Sslma Lagerlöf, dessen erster Teil zur Zeit in der Hessischen Dilderbühne zur Vorführung gelangt, bedeutet zweifelsohne ein Ereignis. Der hervorragendste Regisseur Schwe­dens, Maurih Stiller, hat hier ein Werk geschaffen, das einen Höhepunkt darstellt. Die bedeutendsten schw.d.schen Schauspi^er - Garda Gunbequift, Schwedens gröstte Tragödin, alle überragent> und wohl auch kaum zu übertreffen bieten darstellerische Höchstleistungen. Die Dilder sind von eindringlicher Wucht, hervorraaend ab- geftimmt unb von Leben burchglühl. Dielen Film sieht man nicht man erlebt ihn! Er ist ein Kunstwerk aUcrerften Ranges, dabei bedeutet er aber auch ein gutes Stuck Kulturarbeit auf filmtechnischem Gebiet. 3n leh:erem Sinne ist- dem Fllm noch ein besonderer Erfolg zu wünschen: möge er dazu beitragen, dah die, zum Teil aller­dings amerikanischen, Sensat ons-, deullicher ge­sagt Kitschfilme in Deutschland verschwinden. Rach dem Gesagten dürfte es sich erübrigen, den Besuch nochmals besonders zu empfehlen.

LonntanSdienst d.Aerzte «.Avotbeken nm I6.ll.21: T.-R. l)r. Play. Dr. Älemii) Dr. Vlvch. Htrschaooth.

2 Teller

Feines

ist eine Suppe aus Maggi's Suppen.Würfeln (zu 12 Pfennig für 2 Teller). Diese sind kochfertig,- bes« halb einfachste Zubereitung. Nur noch Wasser erforder­lich. 25 Sorten wie Grünkern, Königin, Pilz, Neis, (Erbs, Tapioka echt, Eier-Nudeln usw. Kennzeichen: der Name Maggi und die gelb-rote Packung.

ppei von Rauch, (jepuch und Ruß Ohne Schlacke, ohne 6pu^.<

Hohe Helzkpofi. all bewährt ßaubep,billig, allbeßehpbr^