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Nr. 89 Swettes Blatt Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesfen) üloniag, April (924

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Wirtschaft.

Dauxitwerke A. G. Gießen. Auf die Anfechtungsklage eines Aktionärs sind, wie uns geschrieben wird, die in der General­versammlung vom 28. November 1923 ge­schaffenen 1200 neuen Stamm- und 1000 Vor- ÄugSaklien durch Urteil der Kammer für Han­delssachen des Landgerichts zu Gießen vom v. 2lpril 1924 für nichtig erklärt worden.

* Interessengemeinschaft Da i m - ker-Denz. Die Verhandlungen über den Ab­schluß einer Interessenge.neinschaft zwischen der Dairnler-Motorengesellscha t und den Be izwerken Roheit jetzt durch Beratungen der beiderseitigen Aussichlsräte, in denen die De^inbaruntzen zwi­schen den Vorständen und den Ge^ellscha'ten nahe- si.chenden Danlengruppen cerehrnigt wurden, ihren vorläufigen 2lbschlulß gefunden. Den Geneval- r>-rsammlungen soll vorgeschlagen werden, daß Ine Iahresgewinne zusammengevorfen und unter beiden Cescllschasten, nach Maßgabe des jeweili­gen Akticnlapilals, zur Zeit also iin Verhältnis tert 600:348, verteilt werden. Die Erträgnisse and Dezngsrechte auf ine bisher nicht verwerte-- ten Aktien beider Gesellschaften verbleiben den eiwelnen Firmen. Die sämtlichen Auisichtsrats- glleder der einen Gesellschaft sollen bei der nächsten Generalversammlung in den Aufsrchts-- rat der anderen zugewählt werden, gleichzeitig sollen sämtliche Vorstandsmitglieder der einen in den Vorstand der anderen eintreten. An der Spitze der Interessengemeinschaft soll ein Arbeits- ousschutz stehen, dem je drei Aufsichtsrats- und drei Vorstandsmitglieder von jeder Gruppe an» gehören. Der Hauptzweck der In'eressengemein» fthast, deren Dauer bis zum 31. Dezember 2000 Lufen soll, liegt darin, daß der Wettbewerb zwischen beiden Gesellschaften ausgeschaltet und **bt gemcinscha tlich aufzustellendes FabrUations- v--ngramm erhebliche Ersparnisse in der Pro» tniflion ergeben soll. In gleicher Weise sollen d-e Dispositionen für den Einkauf der Roh- zrxitcriaüen und den Verkauf der Fabrikate Der» ^nheitlicht werden.

* Siemens & Halske A.-G. Der Auf- slchtsrat hat den Geschäftsabschluß über das am 80. September 1923 beendigte 28. Geschäftsjahr genehmigt, der unter Hinzurechnung des Vortrags «nid dem Vorjahr einen Geschäfts gewinn von KX) 151 316 165 349 Mk. (i. D. 212 141011 Mk.) oufweist. Es ergibt sich ein Reingewinn von Papier mark 95 123 700 581 815 (i. D. 108 215 306), wobei in di: Handelsunkosten des Gewinn- und Verlustkontos ein Betrag von 100 000 Goldmark far eine Entschädigung des Aufsichtsrats vor­gesehen ist. Es wird beantragt, den Reingewinn uf neue Rechnung vorzutragen. Die General­versammlung ist auf den 30. April einberufen worden. I

Siemens-Schuckert-Werke G. m. b. H. In der am Freitag abgehaltenen Sitzung des Aufsichtsrats wurde der noch in Papiermark aufgestellte Geschäftsabschluß der Gesellschaft über das am 30. September 1923 zu Ende gegangene 22. Geschäftsjahr vorgelegt und genehmigt. Der Geschäftsgewinn beträgt einschließlich des Dor- rags aus dem Vorjahre 86 167 238 120 649 Mk. ü. D. 220 938 270 Mk ). Rach Abzug der Hand- cungsunkosten bei der Zentralverwaltung, der An­leihezinsen und Abschreibungen ergibt sich ein Reingewinn von 80 892 604 628 165 Mk. (L D. 180 303 712 Mk.), der auf neue Rechnung borge- trclgen werden soll.

i Generalversammlung der Bayerischen Großkraftwerke. Die ßur Nutzbarmachung der bayerischen Groh- wasserkraft gegründete Gesellschaft Walchen­see-Werke, Mittlere Isar- und Dayernwerke hielt am 11. April ihre Generalversammlung ab. Trotz der äußerst schwierigen Zeitver- haltniise konnte im letzten Geschäftsjahr bei allen drei Werken die Fertigstellung der Bau­ten und Vorbereitung der Betriebsausnahme im wesentlichen erreicht werden. Walchensee- Werke und Bahernwerke konnten vor, mehreren Monaten bereits teilweise in Betrieb genom­men werden. Die Generalversammlung der drei Werke genehmigte einstimmig die Anträge der Verwaltung, von der nur eine Bilanz, aber nicht eine Gewinn- und Derlustrechnung vorgelegt wurde. In den Aufsichtsrat der Mittleren 3Jar A.G. wurde der frühere Reichspostminister S t i n g 1 hinzugewählt.

* Zu den Zahlungsschwierigkeiten verschiedener Hamburger Banken werden demBerliner -sen-Eourirr" folgende Einzelheiten mitgeteilt: Die Firmen haben zu­nächst verlacht, sich durch Nehmer von täglichem Geld auch zu dem höchsten Zinssatz (der Satz betrug in den letzten Tagen vis zu/2 Prozent pro Tag) zu halten, bis die Zinscniast ni-ht mehr tragbar war unb die täglichen Gelder nicht mehr zur Verfügung stairdcm. Dazu kommt v.el- fach das (Beilagen der Kundschaft, die ihre ver­sprochenen Zahlungstermine nicht cinlxilten kann. Auch der erwartete älmschwung auf dem Franken- markt bleibt aus. worauf immer noch die i solchen Engagements verpflicht, ten Firmen hoffen und sich deswegen bis zum letzten Augenblick auf

jede mögliche Weise zu behaupten suchen. Da die noch laufenden Franle.lverpflichtungen an­dauernd den gesamten Warrn- und Gelornartt beunruhigen, zumal über die Höhe dieser Ver­pflichtungen sehr verschiedene Meinungen bestehen, wird jetzt eine provisorische Skontierung dec be­stehenden Verpflichtungen für Mitte Aprrl in Aussicht genommen.

Die Berliner Bankfirma Sachs, Warschauer & C0. teilt mit: D.e Schwierig­keiten unserer Gesellschaft, die sich von De-i en- Spokulativnen stets ßwng<Hutten Hut. s.nd da u.ch entstanden, daß ausländische Dankfirmen infolge der durch die Fvanken-Auswuilsbewegung bei ihnen eingettetmen Zahlui gsui.fahigkei. rn er­hebliche Guthaben voee.t^alten und laufende fällige Verpflichtungen uns gcg nillec bishe. n cht erfüllt Huben, leren Gegenwert sie vrdnui g.mw; g von uns empfangen hatten, und wir unsererseits dadurch zur bereits durchge üh.ten Erfüllung un­serer eigenen Lieferungs-Verpflichtungen die in Frage kommenden Beträge ein zweites Mal auf­wenden mutzten. Diese 'Anspannung hat unsere Bewegungsfreiheit derart gehemmt, da,> tot ©> schäftsaufiicht beantragen mutz len, die uns be­willigt worden ist. Wir sind nunmehr bemüht, unsere Forderungen und unece Vecmögensw r e flüssig zu machen, um unseren weiteren V«Lp|l.ch- tungen gerecht werden zu können.

Berliner Börse.

^Berlin, 12. April In Börsenkreisen macht sich heute eine etwas freundlichere Beurteilung der Lage bemerkbar. Man glaubt, daß das Reichskrbinett in feiner Sitzung am kommenden Montag der Aufforderung der Rcpcrrationskom- mission, in Besprechungen über die Vorschläge der Sachverständigen einzutreten, Rechnung tragen wird. Es fehlt allerdings nicht an (Stimmen, die vor allzu großem Optimismus warne.r. Man verweist vor allem daraus, daß in den bisher in Deutschland bekanntgewordenen Auszügen aus dem Sachverständigenbericht sehr schwerwiegende Bestimmungen nicht enthalten sind, Die nach An­gabe französischer Blätter im Bericht stehen. Im heutigen Freiverkehr an der Börse bestand be­sonders starkes Interesse für Dcmlaktten, unter denen wieder die Anteile der Berliner Groß­banken besonders gesucht waren. Man sprcht hier und am In du st r ieaktienmarlle von auslän­dischen, vor allem englischen Käufen. Offenbar gibt das niedrige Kursniveau und die Stab lität des französischen Franc der internationalen Spe­kulation Veranlassung, den deutschen Effekten wieder größere Aufmerksamkeit zu schenken. Auch Kriegsanleihen lagen sehr fest. Die Geldmarkt­verhältnisse zeigen keine wesentliche Veränderung. Im Devisenverkehr bleiten sich Kurse und Re­partierungen im bisherigen Rahmen. Im Tausch­verkehr wurde das englische Pfund mit 721/» französischen Francs gehandelt.

Devisenmarkt BerlinFrankfurt a. M.

(In Billionen Mark auSgedrückt. BuenoS-AireS, London. Neu- horL Japan, Rio de Janeiro für eine Einheit, Wien und Budapest für 100000 Einheiten, alles übrige für 100 Einheiten.)

Telegraphische Auszahlung.

(Ohne Gewähr.)

Banknoten.

(Ohne Gewähr.)

11. April

12 April

Repart.

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Amtliche («flb

Noneruna Brie^

Amtlich: Jiotleruri i

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11.

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166,61

167,39

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1

1

PrfT.-Tlntro.

20,95

21,05

21,25

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1

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57,85

58,15

57,61

57,69

1

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69,82

70,18

69,58

69,92

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1

etoifbolm .

110,92

111,49

110,72

111,29

1

1

HklsingsorS

10,57

10,63

10,47

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1

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London.. .

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18,295

1

1

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4,19

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1

1

Part» . .. .

24,74

24,86

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1

schwel» .

72,72

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1

1

Cpanterr . . Wien in D--

66,15

56,44

65,96

66,24

1

1

etft.abat't

6,08

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6,08

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1

1

Prag. .

12,56

12,64

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12,54 'M K

1

1

Budapest. .

6,03

1,375

6,12

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Buen^Aire»

1,885

3,31

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1

1

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Japan .. .

1,775

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1

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thio oe Jan-

0,475

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10

10

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5,63

12,96

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5,61 '2.96

6,6/

1

10

Ltüävou .

13.04

12,04

1

1

FrrH«. 12. April

voll

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Märkte.

2 voll

2

firr Wotrn......... .

anjiniichk Roten ........ int'che Noten..........

chwedilchr Noten ...... olländische Noten........

uisch-Oksterreich, 1 100 Ärotwn merikantiche Noten.......

nglilche Noten..........

taNenische Noten ....... velgistde Noten..........

Ungari1d)f Noten.........

Kcbcchoilowaktsche Note».....

Nornregtiche Noten ....* Rumänisch« Noten. ........ Gpaatlch« Roten- ....... .

Bries

73,88

>7,07

69,92

111,28

157,39

6,22

4,21

18,30 20,6

21, b

5,81

12,61

57,89

2.41

56,24

Keld

73,42 i 26,93

89, 8 110,72 166,01

6,18

4,19

18,20

20, 5

2 >,25

5,7, 1?,5S 67,61

2,-9 d'.

Nevarr. °/.

2

1

2

2

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5

1

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 12. April. Bei dauernd Heinern Angebot vorn Inlande bleibt auch heute das Ge­treidegeschäft sehr günstig. Weizen wird von Pro- vinzrnühlen einzeln etwas gefragt. Roggen ist hier außerordentlich schwer und nur zu Preisen zu ver­kaufen, die merklich hinter den Forderungen zu-

Der intime Stinnes.

Mit Hugo Stinnes war eS ähnlich tote z D mit August Scherl. Ein berühmter Monn, ein vielgenannter Name, aber N^e- Tannic ihn, wer sah ihn Von Angesicht zu Ansicht außer feiner Familie und außer den intim!Ien Mitarbei ern? Im Speisesaal oder in der Halle des Hotels Asplanade zu Berlin (onntv man ihn du.ch Zufall treffen. ®t bcwohntr ständig einige Zim ner im erfkn Stock dieser Riesen-Kar-awanserei. Gr war ja Besitzer dieses HauscS, das frühe: dem Hohcn- Ivhekonzern gehörte. Wer ihn spachen durste, mubte hinüber kommen in sein sehr bescheidenes Privcckbureau, gleich um die Ecke, Po sdamer Strus-e. So einfach die Räume, so eins.ich der Mann. Aus gedrungenem Körper ein ma figer Kopf mit schwarzen kurzen Haaren und Spitz­bart.Nedrckadnezar" der erste Eindruck. Die Gesichtsfarbe g lblich. Die Augei e was geschlitzt, verschmitzt, schlau, beinahe stechend, nie lächelnd. Die Kleidung schlimm. Ein Rock von mangel­haftem Schnitt, mit zu weiten und zu (an en Aermeln. Tie Hosen saßen schleht. Man sah, daß Stinnes auf derlei Dinge nicht das geringste Gewicht legte. Alles Nebensächliche behandclle

er mit einer an Perachlung grenzenden Gleich- gültlgfeiL Aeußcrlich, in seine, e irren Haltu g, blieb <r zeitlebens der Obersteig r der <_ed>e Wiethe, der er als junger Mann zu n Zuecke d r praktischen Ausbildung eine Zeit lang ge .e en.

Uni) doch, beim ersten Wort der Wel.mann, der die anderen Menschei zu durchschauen and zu benutzen entschlossen ist. Kein Redner. Eher Beobachter. Sein Sprechen war ein scheinbar müdes Flüstern und Murmeln Auch in der Oeffentlichkeil. Nie ein Wort zuoe. Alles aufs Sachliche eingestellt. Eine Rechenmaschine, ste.s, beim Speisen und nachher, umgebe i von Leuten, die geschäftlich mit ihm zu tun hatten. Und jeden wußte er mit seine: ruhigen, kalten, üb.r- leg.ne.i Sachlichkeit zu gewinnen Die Geschä ts- briefe, die er diktier e waren oft allgern Innen Inhalts, gefrorene Dorfe ungen über wirtschaft­liche Fragen. Vervielfältigt gingen die.e Dttefe an sämtliche Filialen.

Hugc Stinnes war ein Arb lltsFanatiker. Er arbeit te ununterbrochen jahraus jahrein täglich achtzehn S-unbm. Scknen e gettlichen Wohnlltz, die Villa in Mülheim a d. Rutzr, sah er nur gelegentlich Denn zumeist befand er sich auf Reisen. Ruhelos trieb es ihn von Ort zu Ort.

rückbleiben. Den Anlaß hierzu gibt weiter die an­haltende Konkurrenz der R. G., Tendenz eher schwächer. 3n den Cispreisen für Abladung von Ostpreußen und Pommern nach den Nordste-Häfen überwiegt das Angebot und ist billiger anzukom­men. Die gleiche und zwar nahe Abladung für Hafer ist einzeln mehr gefragt, Das Konsum-Ge­schäft ist hier sehr schleppend. Gerste sehr lustlos, Mehl ruh g, Kleie wenig verändert. Man notierte für Getreide und Oelfaaten per 1003 Kg., sonst Per 100 Kg., ab Station: Weizen, märt, 170 bis 177, Weizen, pomm. 165 bis 63, Roggen, märt 133 bis 140, Roggen, pomm. 128 bis 134, Roggen, wcstpr., 128 bis 130, Sommergerste, märt, 170 bis 190, Futtergerste 150 bis 165, Hafer, märt, 127 bis 132, Hafer, pomm. 120 bis 128, Weizenmehl 25 bis 27, Roggenmehl 20.75 bis 23, Weizenkleie 10.70 bis 10.80, Roggenkleie 8.60 bis 8.70, Raps 310, Leinsaat 410, Viktoria-Erbsen 27 bis 29 Kl. Speiseerbsen 16 bis 17, Futtererbsen 13.50 bis 14, Peluschken 12.50 bis 14, Ackerbohnen 16 bis 18, Wicken 12 bis 14, Lupinen, blaue 12.50 bis 13, Lupinen, gelbe, 16 bis 17, Seradella 12 bis 14, Rapskuchen 11.50 bis 11.60, Leinkuchen 22 bis 23, Trockenschnitzel 9.60 bis 9.70, Torfmelassr 8.40 bis 8.60, Kartoffelflocken 20.30 bis 20.50.

öiidicrtiirh.

Renner für den Steuerabzug, nennt sich eine von Steuerinspektor Lohr zu­sammengestellte und im Verlag Pössenbacher München erschienene, äußerst praktische und zur Anschaffung bestens zu empfehlende, dreiseitige Tabelle, aus welcher jeder in Frage kommende Steuerabzug für Lohn- und Gehaltsempfänger sofort ohne langes Nachschlagen abzulesen ist. Der Renner ist auf besten dauerhaften Karton gedruckt. Vom gleichen Verlag sind auch die für die Lohnsteuer vorgeschriebenen Buchungs­formulare zu beziehen.

Die Sonn e, Volksdeutsche Wochen­schrift. (Volksdeutsche Verlag 7an stakt, Köslin.) Einzelpreis 50 Pf., Monatsbezug bei der Post 1,70 Mk. Der Inhalt dieser, keiner Partei, keiner völkischen Organisation, keinem wirtschaft­lichen Verbände verps.ichteten oder dienenden Wochenschrift soll alle Gebiete des deutschen Le­bens unter dem Gesichtspunkt der völkischen Welt­anschauung behandeln und beleuchten. Führende Männer der Wissenschaft und des praktischen Lebens haben ihre Mitarbeit zugesagi.Die Sonne" will das Archiv nicht der polittsch völkischen, sondern der geistig völkischen Bewegung sein, die immer größere Kreise des Volkes ergreift und die die einzige Hoffnung auf eine wiÄiche Gesundung des deutschen Lebens bietet.

Ernst Klein, DergestohlenePro- f e s s o r. Roman. Verlag Dr. Eysler & Co. A.-G. in Derlm SW 68. Geh. 3 Mk., geb. 4,20 Mk. Bis­her haben nur die angelsächsischen Schriftsteller das Privileg gehabt, spannende Abenteurer­geschichten zu schreiben. Geschichten, die man in einem Zuge von der ersten bis zur letzten Zeile lieft. Nun kommt endlich einmal ein Deutscher und macht es ihnen nach. Ernst Klein hat in dem vorliegenden Buche die Geschichte von der Ent­führung eines deutschen (Aelehrten erzählt, die Saft und Kraft hat. Sein Vitus Thavon ist ein verwegener Journalist, wie er in den Zeiten des alten, heute leibei ausgestorbenen Kriegskorre­spondenten nicht selten war, ein übermütiger Ge­selle, der bei all feiner Tollkühnheit mit beiden Füßen fest auf dem Boden der Realitäten steht. Dazu sein getreuer Begleiter, der Spaniole Salo­mon, eine Figur, wie sie in der deutschen Lite­ratur bisher nicht geschaffen wurde, ein Räuber, Mörder und doch ein Kerl, den man gern hat.. Unten auf dem Balkan spielt diese Entführungs­geschichte auf dem guten, alten Dallan, bellen Land und Leute Klein als ein Männ schildert, der selber ein halber Ballanier ist.

Ernst Klein, Der Mann ohne Herz. Roman. Verlag Dr. Eysler & Co. A.-G. in Berlin SW 68. Geheftet 3 Mk., gebunden 4.20 Mk. Roger Lynne ist ein Verbrecher, ein gewalttätiger und brutaler Kerl, der sich sein Leben so angenehm wie möglich macht und durch keinerlei Skrupeln erschwert. Er hat eine eigene Methode bei feinen Einbrüchen und hat mit ihr einen Weltruf erlangt, der um so größer ist, als man nur seine Taten und nicht ihn selbst kennt. Da kreuzt eines Tages in Genf seinen Weg ein blondes Mädel und nun beginnt in > diesem Ge­waltmenschen der Kampf mit sich selbst. Er hat zu entscheiden, ob er denPascha von Aegypten", den berühmten Diamanten, stehlen oder ob er sich die Liebe der Henny Schmidt erringen soll. Das Mädchen siegt über den Stein und macht aus dem brutal zuschlagenden Roger Lynne einen braven, fürsorglichen Ehegatten.

Hans W. Fischer, Das Tanzbuch. Als Anhang drei Tanzspiele. Umschlag- und Ein­bandzeichnung von Prof. Walter Tiemann. Preis geheftet 2 Goldmark, in Leinen gebunden 4 Gold- marf. Verlag von Albert Langen in München. Dieses ausgezeichnete Buch betrachtet den Tanz aus großen Zusammenhängen des Lebens und der Kunst heraus und zeichnet zugleich die Linie der Entwicklung mit klarster Sachlichkeit. Der Verfasser hat den modernen Tanz vom Iahr- hund.'rtbeginn bis za seinen letzten entscheidenden Neubildungen miterlebt; er hat die neue Kunst fast zwei Hahrzehnte hindurch als Vorkämpfer und fördernder Kritiker begleitet. In knapper und farbiger Darstellung wird ein lückenloser und Sein Ausenlhalt war der Schlafwagen. Stinnes reiste wie jeder andere Sterblich:. Gr benutzte weder Sonderzüge noch GLtraabteile Er f uhr ganz allein, ohne B:gleitung, auch ohne Sekretär. Bequ^ mlichb'it gab es für ihn nicht. Gr trug meist seine kleine Handtasche fe.bt, die nebst zwei Ko fern von gering ?m Um ang das ganze Gepäck bildete. Auch im strengsten Winter lelaß er kein n Pelz, sondern nur einer äu)erst ei.ifachin Paletot. Gr hatte dafür Selb st Ironie. Als zum ersten Male die Rede davon war, daß bi? Fran­zi sen ins Ruhrgebiet ein .urüden brol ea and daß es ihnen besonderes Qkrgnügen machen werde, basPalais Stinnes" zu be e en, sagte Hugo Stlnn.s achselzuckend:Sie wer e i sagen: so miserabel, wie sich der Mensch anz eht, so wohnt er auch."

Hrrgo Stinnes war ein glücklicher und bub i dennoch unglücklicher Familieniater. Er lieb e feine sieben Kinder, die in allen möglichen Städten Deutschlands zerilv.ut leben, auf das zärtlichste. Aber et bekam sie fast nie zu sehen. Seine unausgesetzte Tätigkeit verbot ihm das. Nur wenn Geburtstage gefeiert wurden ließ er es sich nicht nehmen, einen hast! en Besuch zu machen. Das war alles. Dabei beberrschte ihn

folgerichtiger Werdeprozeß bargefrellt. Theoretisch wohl fundiert und durch die Erfahrung tzestätigi, ist dies Buch zugleich Bekenntni? eines leiden­schaftlichen und produktiven Mi'erlebens, von dein auch die beigegebenen Tanzspiele zeugen.

Tie D i ä t b e Handlung b er Zuckerkrankheit mit einigen D.merlr.ng-n über das Wesen der Zuckeekrankheit. Gemein» verständlich dargestellt von Tr. meb. Artur Do- finger. Als Anhang Kochbuch für Zucker- kranke, zusamm.ngestelst von Frau Else Do- finger. Preis geb. 1,50 Goldmart. Der.ag von Hans Kling. Bad Merg'Nlheim. Dr. A. Da­singer, der Besitzer und Leiter decDiätku. anstatt am Frauenberg" in Mergentheim behandelt hier u .tei Be.üa|i^).igung de. neue .ei Anschauungen aus diesem Gebiete die einzelnen Nahrungsmitlel nach Nährwert und Inhalt und bringt für die einzelnen, nach der Schwere des Falles sich rich­te en Kostsotmcn heevorragend b.auchba'e Ta­bellen und Einteilungen. Frau Else Bosinger, welche seit 18 Jahren der Küche des Sanatoriums selber vorsteht, hat ihre bewährle.i Rezepte im zweiten Teil des Büchleins zusammengestelll.

lIn . '"irr )X 'ilhrre n-,

Drr Ech e s pruch im Buchdrucker ewcrbe.

Berlin, 11. April. (Wolff.) Zur Lohn- disferenz im Duchdruckergewerbe wird mitgetellr, daß der Schiedsspruch vom 2. April, der die Löhne bis zum 31. Mai regelt, heute vom Reichsarbeitsministerium fürverbindlicher- klärt worden ist. Damit ist dieser Schiedsspruch T a r i s g e s e tz für beide Parteien geworden Der Deutsche Duchdrackerverein e Härte sich be­reit, unabhängig davon ben Spihenlohn ber mit dem 3. Mai beginnenden Lvhnwoche um 1 50 Mk. zu erhöhen. Der Vorstand des Verbände- der Deut'chen Buchdrucker erklärt daß die Organi­sation durch die Dcrbindllchckettserklärung des Spruches sich nunmehr, gezwungen sieht, an bi- Cehilicn chuft die Au foroerung zu richten, sich a uch ihrerseits dem Schiedsspruch zu unter­stellen. Die Funktionäre ber Berliner Buch­drucker werben morgen zu ber Be bindlichkeits ertläiung des Schiedsspruchs Stellung nehmen.

Die dänischen Reichslagswahlen.

Kopenhagen, 12. April. (WB) Bei den gestrigen Wahlen zum Fvllething erlangter die gemäßigte Linke 45, die Konservativen 28. die Sozialdemokraten 55, die Radikalen 20, die Deutschen 1 Sih. Die gemäßigte Linke verlor 7 Sitze, die Konservativen gewannen 1 Mandat, die Radikalen 2, die Sozialdemokraten 7 Man­date, die Erwerbspartei verlor 3 Sitze. Es ist damit zu rechnen, daß die bisherige Koalition (gemäßigte Linke und Konservativen) im neuer Folkething über 74 Sitze verfügen wirb gegen 75 der Opposition (radikale Linke unb Sozial­demokraten).

Die finnischen Reichstaaswahlen.

Helsingfors, 12. April. (WTD.) An den Reichstagswahlen haben 10 000 Wähler mehr als tm Jahre 1922 tei(genommen. Das ®nb- ergebms ist folgendes: Die finnische Rechte ober Koalrtionsvartei gewann 3, die fo'.-tschi.'itllichit Partei 2, Die sozialdemokratische Arbcilerpartei 7 neue Mandate. Es verloren die schwedische Dolls­partei 2, ine Agrarier 1, die Kommunisten 9 Man­date. Die Zusammensetzung des neuen Reichs­tages ist demnach folgende: Schwedisch« DollS- partei 23, Koalition 38, fortschrittliche Partei 17 Agrarier 44, Sozialisten 60, Kommunisten 18 Vertreter.

Lösung ber serbischen Krise.

Belgrad, 12. April. (Havas.) Minister­präsident P a s ch i t s ä> soll das Mandat erhalten haben, das Parlament aufzulösen unb Neuwahlen vvrzunehmen. In ber nächsten Sitzung des Parlaments, die gegen ben 15. Mai stattfinden soll, würde das Auflösungsbekret ver­lesen unb die Neuwahlen für ben August an be­raumt werden.

ist.

Schuhmacher

Bei

Continental-Reifen!

ContinentabAbsätze sind durch Continental» Sparkeil D. R. P. doppelt haltbare

im tiefsten Innern ber Gedanke an seine Frille. Fragte man ihn, welches Ziel er vor Au en h^he, was ihn bewege, wozu er seine ungeheure Arbeit leiste, so antwortete er:Fir meine Kinder 1" Irrte er pich-? War es nicht die Arbeit selbst, von der " beses en war. der gekchäst- liche Erfolg, die wirtschuflliche Mäht? Wovor er Respekt hatte, toa.e.i starle Persönlichkeiten. Seine Schicke benannte e. zuerst nach bedeu'e.chen F.ckdherrn. Dann kam dieMännerklafse" an die Reihe. Jedes Fihrzeug wurde nach einer hervoriagenden Persönlichkeit r e'au 't. Man de cke an .Emil Kirdorfs', anDallin'. anAdolf von Bayer". And sogar fein m politischen Antago­nisten, den versto denen Ce erk,cha töf h-er Ea>l Legten ehrte er in einen Schi f In sein er Tauf- rede nannte er ßejieieinen der Lebenörcktev Deutschlands". Denner war in A dereinstim- mung mit Dr. Rathenau und mir der Ansi ht, daß Arbeitgeber unb Acdeitnehn e: b e Demobll- rnachung selbst und ge.neinscha t ich in die Hand nehmen müssen." War auch Stinte Z einer Xr Lebensretter Deutschi mds? Aus die e F age w.rl» wohl erst die nächste Entwicklung des deutsch«« Schicksals Antwort geb' n