Khan.
Ctn Roman au- bem 21. Jahrhundert von Han- Dominik.
21. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.)
Ein junge- Mädel, das er um den Weg fragte, hatte ihn dorthin geführt. Als ec ihr. hingerissen ovn ihrer jugenL-l.chTN Schönheit und ihrem natürlichen Plaudern, allzu [eb^Mfi feinen Dank ausdrücken wollte, da h^tte das Mädel überraschend plötzlich di? Allüren einer grotzen Dame angenommen, die ihn mit gespielter Hoheit darauf aufmerksam machte, dah er sich im Parke ihre- Raters befände . . Lind sie würde gleich die Diener rufen und ihn hirrausspedieren lassen.
Der Schalk, der dabei aus ihren Augen blitzte, verriet ihm -war, daß das nicht bitterer Ernst war. aber . .
Seitdem kannte er Helen Darvtn.
Allein war er damals in das Labyrinth gegangen. Durch Kreuz- und Quergänze, bis ec den Mittelbau ecr.ichte. Ein mächtiges, elliptisches Gewölbe. Sine reiche Sammlung aztekischer Altertümer war hier ausgestellt. Interessiert hatte -rr die Sachen betrachtet, ohne auf andere Besucher zu achten.
Da hatten aus einer Dank zwei Männer gesessen und Izife miteinander gesprochen. Als er weit fron ihnen entfernt vor einer Maske des Mexikl stand und vergnügt die scheußlichen Züge des alten Gatzen musterte, waren plötzlich gut verständliche Worte an sein Ohr gedrungen. Worte, die ihn lange und gespannt lauschen liehen.
»Das Ohr des Dionysos!" ... Eine halbvergessene SchulTrininerung kam ihm wieder. Das
eMptische Gewölbe, daS dis Laune deS Milliardärs hier in den Fels getrieben hatte, lieh ihn in einem Brennpunkte verblüffend deutlich hören, was in der Dähe des anderen viele Mcter von ihm geflühert wurde. So hatte er hier d.i-ch den Zufall mit Leichtigkeit alles das gehört, um deisentwillen er sa-on seit Wochen in o.usts suchte.
Dort stand er. Mit dem Fleih eines For- schungsr?ifenden z.ichntte er die greuliche Maske des M^-iki in sein Rotizbuch und hörte . . . von Plänen . . . Verschwörungen. . . Organisationen . . .
Hörte, bis das Flüstern erstarb... sah dann . . . und sah zwei Gesichter.
Seitdem kannte er Sol in Cameron.
Das ferne Donnern einer zu Tal gehenden Lawine rih ihn aus seinen Träumen.
Mit einem Sah stand er auf beiden Deinen.
.Verdammt! Sagt ich'S nicht? . . . Lawinenwetter . . .“
Er schickte sich an, die Veranda zu verlassen. An der groben Flügeltür stieb er auf Wilhelm Knöpft?, den Leiter des Kozarthauses. Der hatte die Schneeberge vor Davos mit denen von Fer- ghana vertauscht, c4s der Wintersport hier oben in Mittelasien Mode wurde. Die Begegnung gab Wcllingtm Fox Veranlassung, seinem Herzen Luft hi machen.
.Schlechtes Wetter, Herr! Die Luft gefällt mir nicht. Ich fürchte, es w rd nach Sonnenuntergang noch mehr Lawinenschlage geben. Einig« Leute hier hätten iho? Lintsrnehmungslust zügeln und besser Haus? blttbrn sollen."
Der Direktor zuckte kaum merklich mit den Achseln.
.Drinnen ist die Luft auch nicht besonders. Dewitlerspannung. Eine Atmosphäre, gelten mit allerlei Mißtrauen und fr.rborge.iec Feindschaft."
W.-lttngton Fox warf ihm euren fragenden Blick zu.
»Sind neue Nachrichten aus Peking da?"
»Immer noch das alte Lird. Di? verhüllte Weisheit befindet sich auf dem Wege zur vollen Genesung . .
Jetzt war es an Wellington Fox, mit den Achscl i zu zacken.
.Ter Weg scheint sich in di? Länge zu ziehen. Ich mache mir meinen V.-rs auf d'e Sach? . . ."
„Gehen Sie tn d-n G? ellschoftssaal, Mr. Fox. Sie trer.'en .i en nt re santen ^ünführte? iite.i!"
Wellington Fox betrat den groben, prunkvoll ausgestatteten <3jo', in dem eil? kaukasische Kapcll? ihr? W.i en ertönen l eb- Man war hier im asiatischen Davos. In zweitausend Meter Höhe an den Hängen der Kogartbsrge gelegen, bot das Haus seinen Gästen bi3 tief in den Frühling hinein Gele; nh.ttt zu allem alpinen Sport. Während unten b i Ani-i chrn schon di? Wiesen geschnitten wurden uni) ti? Obstbäume abgeblüht hatten, lug hier oben noch di? dicht? weihe Decke über den Hängen und bot den Skiläufern gute Wege.
Aus allen Enden der Welt kamen die Gäste hier zusammen. Aus Europa und Amerika waren sie da. Reben Mongolen und Tataren, Turkmenen und Persern sahen Inder und Japaner. Die Tage waren dem S?ort grwidm t, d'e Abende dem gesellschaftlichen D.rgnü^en. Längst war der Schneesport interna'io. xil im wtt.estgehenden Sinne des Wortes. Di) Angrhör'gen der gelben und braunen Rasse pflegten ihn ebenso leiden
schaftlich TZftb mit gleicher Vollkommenheit S* die Weihen.
Alle Farben waren hier oertreten, aber auf den cr'ien Blick war es kaum au bemerken. Der Cl?tfch:rbrand hatte all? di s? Ge'ich.er noch em- mal gefärbt, hatte ihnen bi? besondere rötlich» bräunliche Tönung g?gcb.~n, unter der die ur- sprün Leb? Ha ul färb? fast verfchrond.
An il.'inen Ti chm sahm di? Gäste tn dem groben Saal. Erfrischungen aller Act wurden gereicht, und die Kapelle übertönte die Unter- paliung der einz ln.n Gruppen.
Wcl ingtvn Fox fand ci »en leeren Tisch in einer Ecke. Er b.-gann s in? Musterunz und sank die Dunerkung des Ho..l>irektorZ bc'tät.gt. Sie Sonderung der Farben war heute stärker ausgeprägt als an anderen Togen. Es fehlten die G m.'pTN. in denen w i")e, gcfäc und 6 tune Mit- gli der d r groh.n Sport^emciode früher Wehl zusammenfahen.
W lärtüton Fox tr-itterte h er. tote er drauben auf der Dallustrade gefrittert hatte. Von Tisch zu Tisch wanderten bi? scharf bl ckenden Augen, und mit der chnrakt?ilstische.i Bewegung sog er die Luit ein. Er hätte darauf wetten mögen, daß die G lben hier allerlei mehr wuhten als er.
Die Instinkte des IägerS und deS Bericht« erstatters wurden in ihm wach Zum Teufel . . . weg mit diesen Gedanken . . . "Dte Sorge um Helen Garvin nahm ihn wieder gefangen.
Wellington Fox erh)b sich und schritt durch den Seal. Irgendwie muhte er sich Gewihhett verschefien. Tel^phanieren . . . Rundfragen . . . Er trat in die Kanzlei und starrte auf die stummen Apparate ... Da .. ein Ruf eines dec I xit- sprechenden Telephone. (Forts, folgt.)
Bekanntmachung über monatliche Einkommensteuer- und KörperschastSsteuer • Vorauszahlungen für 1924.
Rach Artikel 1 8 5 der zweiten Steuer- Notverordnung vom 19. Dezember 1923 haben alle Gewerbetreibende (natürliche Personen und körperschastssteuerpsiichtige Erwerbsgesellschaften). die zu monatlichen Vorauszahlungen aus die Umsatzsteuer verpflichtet sind, auch monatliche Vorauszahlungen auf die Einkommensteuer und KörperschaflSsteuer für 1924 zu leisten und zwar binnen 10 Tagen nach Ablauf des für die Umsahsteuervoraus- zahlungen mahgebenden Abschnitts. Es sind dies insbesondere diejenigen Steuerpflichtigen, die im Kalenderjahr 1922 einen Umsatz von mehr wie 1,5 Millionen Mark hatten, wobei auch die umsatzsteuer- freien Geschäfte mitzuberücksichtigen sind.
Die hiernach erstmals am 10. Februar 1924 fälligen monatlichen Vorauszahlungen auf Einkommen- und Körperfchaf ts- ftcuer sind ohne Rechtsnachteile und Kosten bis spätestens 18. Februar 1924 bei den zuständigen Fina-zkasien einzuzahlen. Gleichzeitig mit der Zahlung sind Voranmeldungen auf vorgefchriebenen Vordrucken bei den zuständigen Finanzämtern einzureichen. Die Vordrucke werden von den Finanzämtern kostenlos aufAnsordern abgegeben.
Wegen der Berechnung der Vorauszahlungen im einzelnen wird auf die im redaktionellen Teil der Tageszeitungen erschienene Presienotiz verwiesen.
Gewerbetreibende und körperschaftssteuerpflichtige Erwerbsgesellschaften, die nicht zu monatlichen Umsahsteuervoraus- zahlungen verpflichtet sind, haben viertel- ^jährliche Vorauszahlungen auf die Einkommen- bzw. Körperschastssteuer zu entrichten, die erstmals am 10. 4. 1924 fällig .sind. Hierüber wird noch besondere QHlt- stetlung ergehen.
Jede weitere Auskunft erteilt daS zuständige Finanzamt. 1007O
Die Finanzämter:
Gieben, Butzbach, Gcünderg, Hungen.
Holzversteigerung des (9räflid)cu ss-orstauttS zu Ländlich Dienstag, den 19. ds. Mts., vormittags 10*/4 Uhr, im „Solmjcr Hof- zu Laubach aus den Distrikten Lenzesberq u. Hubberg des Reviers Ruppertsburg: Scheiter Nm.: 614 Buche, 22 Eiche; Knüppel Nm.: 515 Buche, 136 Eiche, 20 Nadel- u. We chholz; Stöcke Nm.: 85 Buche, 16 Eiche, 4 Fichte; 820 Nm. Duchenzopfreifer. Blau unterstrichene Nummern weiden nicht ausgeboten. Auskunft erteilen Förster K o ch zu Nupperts- burg und Forstgehilfe Becker zu Laubach.
Bekanntmachung.
Beim Stadtbauamt liegen Verdingungsunterlagen für Anstreicherarbeiten offen. Räheres siehe Aushängekästen.
Derdingungstermin: Montag, den 18. Februar, vorm. 9 Uhr. 999B
Gießen, den 11. Februar 1924.
Stadtbauamt Giehen. Braubach.
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