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Erscheint tLgstch, a>b«e feen*, enb ^iertaqi, V I. Samttaqtbetlaqe: G.«^e»eeZu»'l"ndlLiler <5«<<nei«

2_feT (Bolbmerh ehe- fchließNch IrigerlobN, e*f) bei Hi*lerid>einen fieylner Huewern tN- felge b»betet flk»alt. - 31 r n|pte<h-llnl<b,^ne: für btr Slbfiflleilun« 112; fit Verlag um ®#|d>AflsfteOe 51.

gnld>ri't fit Drahtnach- nch"n ImdjerEitleu.

P^tfdfrtffontJ: fraitfnrt a. Bl. iiStt.

174. Jahrgang

z Donnerstag, 14. Sebrnar 1924

vietzenerAnjeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

tmfl wnb De riet: vrLHI'fche Unlbtrf;tälSBed>- v«d Slcinbniderei R. Ctnje in Gieren. S^riftlelhin) un) 5chi1Rraße Z.

laaabae Injelgr« (fit bt< lüQteniiRWfr b<» pur Ta^mitiay vorher lee)eteTetbinbfidh«tL

>u( I mm !^b< ftr Hr)t«<-rn re* 27 mm Pre:1< 0ilt,S8.au»wLrtH 11' Poltpfcnrig, für Ne» Atome Nn eigen r 7V m Preile T5 V clbpfennio, TLbDoikbdlrM- 7t «s. fiblaa. - PrlanrwmiUch jur ToMib «. 7> euiDrton: l>r 3rtrbr IPilb Van«ie; für .en tbtqen 3 ed: ttrflPluirtorfn dftr brn Injeiqenfeil f anete*, fimihd) in Sieben.

Die bürgerlichen Siege.

Die oorläufigen Ergebnisse der Wahlen ta ß übe d und Thüringen lassen keinen Zweifel darüber, daß sowohl in Lübeck wie in Küi Ingen die sozialdemokratische Dorherr- khaft endlich gebrochen ist. 3n Thüringen hauen sich die bürgerlichen Parteien der Mitte einschliebllch der Deutschnationalen zu einem VrdnungSbund zusamnengesch'ossen,von dem sich nur die Völkischen fernhicl.en. Et­was anders lagen die Verhältnisse in Lübeck, wo nicht nur die Völkischen. sondern auch die Demokraten gesondert vorgingen. Betrachtet man nun die be'onderS lehrreichen Wahlen in Thüringen näher, so ergibt sich folgendes: Die Parteien des Ordnungsbundes: Deutsche VolkSpar.ei, Deutschnarionale Volkspartei, Wirt cha'tZgruppe, Landbund. ZenrtumSpar- tei und Demokratische Partei erzielten nach den bis jetzt vorliegenden Ergebnissen 333 937 Stimmen gegen 337 134 Stimmen bei den letz­ten thüringischen Landtagswahlen im Jahre 1921.Der Gewinn des Ordnungsbundes be­trägt also rund 47 000 Stimmen gegen damals. Dazu kommen 76000 Stimmen der Völkischen, so baß der bürgerliche Gesamtgewinn auf rund 127 000 Stimmen steigt. Die Vereinigte So­zialdemokratische Partei erreichte eine Stirn» menzahl von 183243, wozu noch 6196 geson­dert für die 11. S. P D. abgegebene Stimmen kommen, so daß die Gesamtzahl der abgegebe­nen sozialdemokratischen Stimmen 189 439 be­trägt. Die S. P. D. und M. S. P. D. hatten 1921 bei den thüringischen Landtagswahlen 265 566 Stimmen auf sich vereinigt. GS ist also ein Rückgang von rund 76 000 sozialdemokratischen Stimmen sc st zu stellen. Wohin sind diese ge­fallen? Die kommunistischen Stimmen sind ge­nau um 76 746 Stimmen gewachsen. Sie sind von 73 709 im Jahre 1921 auf 149 255 gestie­gen. Oft das nur ein Zahlenspiel? Oder ist es ein Ausdruck der oft behaupteten und oft be­stätigten Radikalisierung der sozial­demokratischen Wählerschaft?

Die thüringische Sozialdemokratie glaubte sich vor dem erwachenden Bürgertum dadurch schützen zu können, daß sie mit den Äommu» Bl Ren en Bündnis eing.ng. Von den Kom­munisten Immer weiter nach links gedrängt, trieb die sozialistische Regierung Thüringens eine Politik, die das Glend des Landes wurde und zum Zusammenbruch der sozialistischen Partei- und Vorherrschaft führte. Richt ihren, sondern nur den kommunistischen Zielen und Zwecken hat die radikale Politik der so- nialdcmokratischen Partei Thüringens ge­bient. Das Ergebnis sehen die thüringischen Sozialisten vor sich in dem Verlust von 76 000 Stimmen, der anscheinend fast restlos der kom­munistischen Partei zugutegekommen ist. Ob die Sozialdemokratie daraus die erforderlichen Konsequenzen ziehen und zu der Erkenntnis kommen wird, dah d e Bejahung von Staats­notwendigkeiten auf die Dauer keiner Par­tei schaden kann?

Woher aber kommt der bürgerliche Zuwachs, wenn er nicht von den Sozial­demokraten stammt? Ganz zweifellos aus eigener Kraft! Es dürfte auch zutreffen, daß die weitaus überwiegende Mehrzahl der völkischen Stimmen aus bürgerlichen Kreisen kommt. Genaueren Ausschluß darüber könnte allerdings erst eine Betrachtung der Stimmenabgaben in den einzelnen kleinen Dahlbe-irken ergeben. Eine solche Beobach­tung hat z.B. in Bremen bestätigt, daß die bei den lltz en Wahlen in Bremen ab­gegebenen S.immen aus bürgerlichen und gut- bürgerlichen Wahlbezirken kommen. Da aber die Völkischen nur eineBewegung" sein wollen, bleibt abzuwarten, wie sich die völ­kische Politik im thüringischen Landtag auS- wirken wird.

lieber die mögliche Zusammense t - tung der kommenden Regierung in Thüringen lassen sich überhaupt nur Vermu­tungen anstellen; der Ordnungsbund der bür­gerlichen Parteien ist ja auf ausdrückliches Verlangen der Demokraten zunächst nur für die Wahlen abgeschlossen worden. D e aber auch immer die kommende thüringische Regierung auSsehen mag, die sozialdemokra­tische Vorherrschaft ist gebrochen. DaS Bür­gertum darf an seine Kraft glauben! D e So­zialdemokratie muh zu der Erkenntnis kommen, daß sie sich durch eine radikale Politik nur selbst schädigt und lediglich den Kommunisten HUft.

Das Ende

der Steuerverhandlungen.

Berlin, 14. frebr. (Priv.-Tel.) 'Lieber die gtfl rigen abschli.henben Besprechungen »wichen oct ReichSr^ erung und dem ^ln erauSsch^ß des Fünftednerausschuise« über die b i :e Steuernot­verordnung ei fährt der .Lokal-3ir>cifler auS par­lamentarische Ärci en. dah wenigsten» zwilchen den bürgerlichen Mittelparteien

Das Pfälzer Strafgericht.

Der Befreiungskampf in Pirmasens und Kaiserslautern. Die Rolle der Franzosen.

K a l s< r« k a u te rn. 14. Sehr lWo'fs.f Der furchtbare Äamv# vor dem Bezirksamt, über den wir in einem Teil bei geflrtjei Auflage bereit« bericht-ten, entstand dadurch, bah zwei Separa- Hfkn einen TL ni verprügeln ipofltex D e S pavatislen 1 chc> ssen auf die Odr-iH*ute. bie diesem Mann -u Hille kamen unb verleiten brei von ihnen durch Schülle I.i'.wschm sammel!? sich unter dem Sturmgeiäut der Glocken eine immer grSH/re TTeng? an, de tmberholt von den Geba rat Kien beschossen und sch! ehlich

von französischem Militär auiemanber- re trieben

fr-urbe. 3n ©oltcnfiiafe i lammdte sie sich wieder und zog v>r da« EvIdilU eine« S?paiatisten namS Rinsche, w> all 'S kurz und klein O-f/il-oen tturbe Rach den bereit« geschilderten Vorgängen tr-urbe über die Stadt b'.e DerkehrS- IpTrr? von 7 Uhr abmb« bi« 5 Uhr morgen« ver­hängt Ztrischenfälle babm sich un Lau'r he« Rackimittag» nicht mehr ereignet. Die Zahl der txertnjnbrt-m Schutzle-N^ de rigt 5; ein Separatist und yw.-i R'.chtkcheratisten wurden gelötet SS steht auch fest, dah

Schüsse au« französischen Infantorirgcwehrcn abgegeben

trorben sind Wäre bie Besatzung wirklich neutral gewesen, so wären die Separatisten auch au« Kaiserslautern vertrieben troriei. Run aber stden sie noch in ihren DureauS. Marokko ne r b ten die Slralren im 3nroern der Stadt besetzt Auch die Rächt ist ruhig trrlTufen. Die fran­zösisch? Garn bn fleht aeiter U De v tlchaft Dah Die S'varatttten w-iter ten franzö isch p Schutz gm'ehe^. b w stcHgenbcr Vorsatt: Der fera a- 'i t sch Dürz^rmck e Kvenlger von Kaiscr^- but rn fuhr getern in einem Auto nach dem Markt'latz, um den dort befindlichen Separatisten Rinlche ab'^rhclen und n da« BezirkSamt«- g biudr zu bringen. Auf dem H u- und Rückweg war da« Auto

mit sranzesischeu bewaffneten Soldaten beseht. 3n den pefirlym Rachen ttao«slund«n wurden von einem Tal jv g^r Leu e ki W hnung-n der fetxv ratistilchm Anhänger aufgeiucht, um dieselben au« diesen zu vertreiben. Die Gesuchten waren aber bereit« getttchcn Der verprügelte Separa­tist Lutz ist seinen Verletzungen erlegen.

lieber die Stadt Pirmasen« ist der Be­lagerungszustand verhängt worden. Der Dele- glertc der Rhetnlandkommission bat da« schei­nen der .Pirmasenser Zntung" bi« auf weiteres verboten. Die Zahl der Toten In der Stadt Pirmasens beträgt 17 oder 18 Personen, dar­unter di-ei Pirmasenser Bürger. Von den im Krankenhaus liegenden Schwe.re-, letzten sind zwi Separatisten und ein deutscher Bürger noch gestorben, drei schweben noch in LebmS- gefahr Sin angeschlagener Ausrus sagt, dah e« sich bei dem Putsch um .rechtsrheinische« Gesindel" banNlte. Dagenoi spracht aber bk Tatsache, dah sich unter den Vmivundeten nicht ein einziger Rechtsrheinischer befindet. 3n den übrigen Gebieten der Pfalz herrscht gegen­wärtig Ruhe. Rach einer chavaS-Meldunq au« Koblenz bat der KretSdelegie-ne der interalliierten Rheinlandkommiffion. da Pirmasens nur über einige Gendarmen verfügte,

zwei Kompagnien Infanterie dorthin entsandt. Dre Interalliierte Rbeinlandkommlssion bat unter dem Vorsitz von Tlrard einstimmig beschlosten, den Belagerungszustand über den Kreis PirmasenS zu verhängen und die Turnvereine der Stadt auf zu lösen Die Militärbehörde wird der Rbeinlandkvmmisslon über die getroffenen Anordnungen Bericht erstatten. Außerdem wird der Oberdelegierte der Rbeinlandkommlssion Spezialmahnabmen bezüglich te« Verkehr« an-

cine E int g u n g ins^w.-s e -fit werden konnte, al« nunmehr von die'en Par eien ei i Wi erstand ccxn bie Siegel mg der SLf rer ungef üge i-ncr- kOb der D7r)rdnung n icht mehr zu erwrrten Ist. Der den gestrigen Besprechungen zugrunde Ite- aenb ön tpuif regelt sowohl die 3 frertung«- frva' al« auch die Srage der Mie-'i '-«steuer. Wie .Dorwär.S" unb .Dosfisch- 3d;ung wlsten wol­len, soll

bie AufwertmngSgmote für Hhpctxke, doa 10 auf 15 Pro^ert eihoht

worden fein. Die Frage der Auswertung der Reich«- Saat»- unb Gemeinde a n l e i he n sei dahin geregelt worden, dah eine 2_fvertuna aTUndsäflich nicht verboten wird, ohne dah posistve Argrben über die Höhe ter 2 f Ortung g'macht werden. Rach dem Ergebnis ber geTtri- gen D sprech inzen w.rd ang-en>mmer. dah. falls im RrtLS:ag«parlament der W mich nach Auf- bebu ng ber Verordnung geäuhr.t werden loOte. eine Mebcheit dafür nicht zustande kommen würde. Die Dererdiung werde beu e der Doll- nnura des Für.f»<hneraus'chusleS UN erbrri ct trer- ben leine Drratung dürfte )tDod) im todcmTubcn nur formaler Ratur fein, so dah mit ber Der- öfsentlich 'ng und dem 3nftafttre en der Derord- mmg noch für den heutigen Donnerstag zu rech­nen ift

Die Btamkenqcbäller.

Berlin. 13. F^>r lDZslff ) Der SparaaS- schuh de« Reich« ags ertuchee bie ReichSregi^ru-g. bie Gehälter ber Beamten unb bie Löhne bet

ordnen, wobei er ben Bedürfnissen ber Be­völkerung und den wirtschaftlichen Inteoesten Rechnung tragen soll Insbesondere sollen bie Interessen der Arbeiterschaft berücksichtigt werben.

(Pine interalliierte Londermission für die Pfalz.

Koblenz, 13. Sehr. (Agence Belqe.) Mit Rücksicht auf bie Unruhen h bet Pfalz bat bie Rbeinlanbkommiss-on eiten an« einem französischen, belgischen tmb englischen Osfiz'er bestehenden Sonbrran-'chriß beauf­tragt, sich nach bet Pfalz zu begehen, um die zur Wiederherst-Nung ber Orbn mg zu ergrei­fen ben Mahnabmen zu erwägen und zu treffen. Dieser AuSschuh soll gleichzeitig zur Erfüllung feiner Aufgabe m t dem pfälzischen Kreistag unb der militärischen Oberbehörde in Verbindung bleiben.

An die Bevölkerung des besetzten hessischen Gebiets

Die fep ar at ist ifche Bewegung, bie im Oktober vorigen Zähre« Mbradx bat nun­mehr ihr Enbc gefunben; b'e rrchtmäh g^m De- hotben f'mb triebet in sämtlich? h.ssischrn AmtSgeb rüde ei tgezogen. Tatsächlich? Etfclqc waren dieser Bewegung nicht beschieden. Mit stärkster Kraft trat Ihr die Bevölkerung ent­gegen. Die Tatsache, dah nach Zabten schwer­sten Dulden« unb Ringen-, nach den Mona­ten de« passiven Wibrrstanbes mit seinen fast übermenschlichen Anforderungen an j b n Ein­zelnen, biefe Widerstanbskraft noch vorhanden war, zeigt, wie im innersten deutsch die Bevölkerung de« besetzten Gebiete« ist und wie fest ber Gedanke der Zugehörigkeit zu Hessen in jedem Einzelnen wurzelt. B e t h a h t ist die separatistische Idee, die von auhrn in die Be­völkerung thteingetragen wurde; deutsch will da- Land se'm und bleiben.

Die Hessische Regierung unb mit ihr ba­nn besetzte Gebiet haben mit Stolz und Dewunberung gesehen, wir die DcvcOe- rung be« besetzten Gebiete« unter der Füh­rung pflichttreuer und verantwortungsfreu­diger Männer den schweren Kampf gekämpft und bestanden hat. Dank und Anerken­nung hierfür Allen! Die Bevölkerung de- ke'ehten Gebiet« soll die Mebcr cugnng haben, beb die Hessische Regierung auch weiterhin alle-, waS in ihren Kräften strht, tun wird, um die Leiden de- besetzt.'n Gebiete« zu lin- bern, wie sie e- nach bester liebet engung seit­her getan Hit. Sie ist sich aber ber zur Zeit unabänderlichen Tatsacke bewußt, baß ihre Kraft beschränkt ist durch Umstände, die In ben bekannten außenpolitischen unb finan­ziellen Verhältnissen de- Reiche« wurzeln. Aber wenn wir einig sind kn Äam bf e um die deutsche Sacht, einig in der Abwehr ver­haßter ober niefct ze tgemäßer Bestrebungen, einig in der L i e b e zur Heimat, zum engeren unb weiteren deutschen Vaterland-, für die schwerste Opfer ?u bringen der Stolz jede- Deuts^en sein muß, bann werben Hessen unb ba« Reich einer guten Zukunft entgegengehen!

Darmstadt, den 12. Sebruar 1924.

Hessisches Wefamtmiinfteriuni.

Ulrich, vonBrentano, Henrich, Raab.

ReichLarbei er sobald wie möglich zu erhöhen. Ebenso ersuch e der Au-schuh bi? RTichS-^gierung, d.e Anstellung«» und Dcf S'btrunjt» sperre für Dram er mindesten« l ifoieli aus» jubeben, dah wahrend der Dauer de« Personal­abbau- jede zwel.e freiwerdende Stelle wieder be­setzt wird.

Ter Hitlerprozeft.

München. 13 Fedr lWTB) GegSTrüber dcn wiB-r^olt in der Ort'irrtli *>!nl geäußerten Be orgnillea, dah in dem H ichvrr-atSverfah en a gen Hille- und Geno's'"« öte unbefangene Wahrb^ltS'orschung ka^u-ch brernträch» ti't f t dah derGeneralftaalSkommrssar fili Inhab^ b't vvllzlch-nden Ge valt auch D ) r » gesetzter bet Zustizbehörden fn, wird brr Kor elpmdraz Sy^Ymann von dem Justiz- ndrtrt-tium mtx'tfft, dah dick? Be'orqrri« un­begründet sck Erne Etrw'rkunr de) General- staatSkomml'sar) fn »w wnbe- ii auS^echlo'- stm. da durch die vom Ge7vral'la^«kommcksartar c-lrllm» Vcrrrdiun^ die U«lecktcklsoq der Ge­rt /'l'b b't'en ucker dm Ebenercl'laat-kommi'sm ausdrücklich ausgenommen wurde Don der v-ck.lichen Mögli-ch'ckt. der Staa-sanw-ülfchafi W i'unaen zu ert -il-n, haste der GeneralstaeUS- fomnti'far nur einmal Gebrauch gemocht, unb yDar b i drr Haflerrtlallung Ladendorff- gcgen Ehrenwort.

Das Ende der Berliner Konferenz.

Berlin. 13. Sehr. lWTB ) Die BeraNingen ber Sach?estüud«enau-schü!fr gehen heute mittag zu Ende Die Ausgabe der Auefchüsse wir 11 Verfolg ihre« Aus raae« von der TteMratlon«* komir.i ftvn dieMöi.it)k llen be^ deullchenBu^aet- auSgleichz und der deutschen Wädrunazstadili'ie» rung an Ort und Stelle zu brü en. Der zweitH AuSschuh unter Mac Kmna sollte untersuchen, abzuschätzen und zu untersuchen, welche Wege zu ihrer Rücksübrung offen ständen.

Die Regierung hat getreu ihrem Versprechen ihre Bücher effengelcgt, unb in zahl reichen münblid en Besprechuna n, elrem umsang­reichen scheistlichen Verkehr unb In Beant­wortung von Fragebogen ber Gegenseite da- Materlal nach allen Richtungen zur Ver­fügung gestellt.

Ein Teil ber schriftlich gestellten Fragen ber letzten Tage wird erft von Berlin nach PackS l>eanttDOrtet werden Am 18. Februar werdm, die Kommisstonen da» Material vollständig in Händen bab.n. Wichtig war der Geist, la dem die Arbeiten von der Gegenteile geführt wurden. Sämtliche Mitglieder der Kommissionen Haden h 14 Tagen angestrengter Arbeit aus-jede mögliche Weise ihren ernstesten Willen bekund'!, ctncrfell» ihre Aufgabe w lösen. anberersck'Z auch den deutschen Sch viertgkeilen in jeder Weite gerech' zu werden. Di kgat des ganzen Takte« ter Gegen'eite beburft, um ohae SchDierig- keiten durch ukommen.

Da« posit'vste örgebnl« Ift be Klärung der Frage ber Golbnotenbank.

Jede« Orakel aber über weitere Ergebnisse, al­ber RelchSpläsident sie geschildert bat. Ist gänzlich übertlüssig Endgültige Ergebnisse werden hier kaum vor Mitte März erwartet. Die TUnlerung ist im Inland und Ausland in dieser Zeit an- gegrtssen worben, weil man glaubte, bah hinter Den Kulissen Heimlick keilen vor sich gingen. Wi« rrenig die Regierung wirklich zu verheimlichen bat, ergibt süch banau«, dah man ba« gesamte Unterlagenmatterial benmächst In einem um­fangreichen Weißbuch veröffentlichen wird Die Mannte Denkschrift virb In diesen Tagen im Zentralvertag herauSkommen

Der Vorfttzenbe be- Ersten Sachverstänbigen- auSsckntsfe-, General Dawe-, hat heute mittag anläßlich ber Abre'se be- Au schusseS ben Reich-kanzler besucht, um auf Wunsch feiner Mitarbeiter ben Dank auS uspreck-mr für die wirksame Unterstützung, welche bie beutschc Regierung ben hiesig?n Arbeiten be-Aus-

I schusse- habe zuteil werben lassen.

Der General führte au«, bie deutsche Regierung habe alle Auskünfte erteilt, nelche ba« Stomliec erbeten habe. Er wünsche hierfür m bauten, sowie für bie aufmerksame und freundliche Ausnahme, welche der Ausschuh erfahren habe Der Reichs­kanzler dankte »em General für den Besuch und bat ihn. auch ben Übrigen Mitgliedern be« Ausschüsse« seine Genugtuung darüber wm Au«, druck zu bringen, dah die Mitarbeit ber deut­schen Regierung in dieser Weile gewürdigt wor­ben sei Er danke ihnen ferner namen« der deut­schen Regierung für da« eingehende Interesse, da« sie der ihnen übertragenen, überau- schwie­rigen Ausgabe gemibmet hätten.

Arn Mittwoch fand in der B e r l l n e r H a n- delSkammer unter starker Beteilig «ng bet 5>anbel«kammervertreter au- allen Teilen M Reiche« die erste

Hauptau-schitßsitzung be- Devtschcu Oubufhie- unb HanbelStag«

in diesem Jahre statt. Der Dorfitzende. Franr von Meldelfohn, forber e in feiner Be- giühungSansprache u. a. völlige Wiedeiherstel- Hng ber Souveränität der ReichSregrerung über bie Wirtschaf«kräste de« be'etz ei Gebiet«. Fort- srhung unterer Retrara'lon-lckstungen auf ein an» gmcfeie« Mah. Brtvsllig- ng dre« Moia o tum« und einer ä. Irren Ans ihe. ferner f-sor sge Bl- landerung be« staa litzen Budne « aVal he Gründ-mg rtner Srldno enbank und schliehl ch freie Dreirblldirg für Waren unb Arhei Ceiflung. Reick^mirister Hamm fetz e flch in einer Reo- gteief^n« für bie Freiheit der Wirtschaft ein. 3m Rnfchl' h daran mach e R^chSst^n'v ä ident Dr. Schacht Ausführungen üb~r f 4 e Verhandlun- gm mit dem SachveckländiaenauStch h i r«beian­dere über bie Frage ber Schaffung einer Gold­währung. Zu den l tz en bedauerllchen Dorgängen am Devisenmarkt erllärte Dr Schacht, rt müsse von Zeit zu Zeit ein Signal gegeben werden, durch welche« ba« Derantwortung«- betou b t f e in In jedem einzelnen gestärkt werde.

Xie saarländischen Landesrat5wichlen.

Saarbrücken. 13. Febr. iWTB) Da- Ergebni« der LandeSratSwahlen liegt nunmehr in einer amtlichen MitteUung te« Wahlau«. schuf »e« vor. Demnach haben er haften: Zentrum 14 Sitz? bei 3 491 170 Stimmen. Sozia ldem o- kratilck-k Parte» 6 Sitze bei 1 398935 Stim­men, Kommunisten 5 Sitze brt 1 270 405 Stirn» men^ Deutsch-Saarländische Doll«» Partei. Vereinigte Demokraten und Li­berale 4 Sitze bei 1 126 452 Stimmen. .Saar- Hund" 210 168 Stimmen, teilen Sil, Deutsch- nationale 90975 Stimmen, feinen Sitz Dio alten Führer, bie bisher im LanoeSrat latzen, darunter ÄDrmner#,icniat Röchling, sind durch­weg wieder gewählt.