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Ein praktisches Weihnachtsgeschenk ist einB aroOe Original-Flasche W!AGG|S Würze zu RM s.-. Achtu-e art maraehrt,,

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Tagung der Hess. Oberförster.

** ® er Hessische Oberförster-Ver- band hi^lt am 3. Dezember in Frankfurt seine Hauptversammlung unter dem Vorsitz von Ober­forstmeister Hetzer- Jugenheim ab. Die hessische Regierung war durch Ministerialdirektor Schä­fer und durch Landfvrstmeister Joseph ver­treten. Oberforstrat Hesse hielt einen Vortrag überDie Destandserziehung der Fichte" und Lehramtsassessor Monje sprach überDie hessi­sche Deamtenkrankenkosse". An der Tagung nah­men über 90 Personen teil, eine Zahl, die bisher noch niemals erreicht wurde.

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Kirchliche Nachrichten.

Isr. Religionsgemeinde. Gottesd.L d. Synago-^ (Südanl.). Samstag, den 13. Dezember. Vorabd. 4.30, niorg. 9.00, abds. 4.35 u. 5.15.

Ofr. O-.eligionSgesellschaft. Sabbatfeier, 13. Dez Freitag abd. 4.00, Samstag vorm. 8.30, nachm. 3.30, Sabbatausgang5.15, Wochengottesdienst morg 7.00, abends 4.00.

^crtnch.

Deutsche Sprachgeschichte. Don Geheimrat Professor Dr. F. Kluge. 2. durchge­sehene Auflage. (Quelle & Metzer in Leipzig) Ein bahnbrechendes Werk, die Lebensarbeit eines unserer hervorragendsten Sdrachforscher, der durch Jahrzehnte auf allen Gebieten der Mut­terskrache in die Forschung eingegriffen hat und hier die Ergebnisse seiner Arbeit niedergelegt. Was dem Buche gegenüber anderen Sprachge­schichten einen besonderen Wert verleiht, ist die kulturhistorische Betrachtungsweise. Richt auf die landläufige Laut- und Formenlehre beschränkt es sich, sondern stets wird der Zusammenhang von Sprache und Volkstum für unser Deutsch sein Werden und Wachsen geschichtlich geschildert.'

1379

~ Statistik. Von Regierungsrat Dr. W Winkler. (Wissenschaft und Bildung Rr. 201.)

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wird stets Jung und Alt erfreuen.

Sie können sich dieses Vergnügen mit

Dr. Oetkers Schokoladenspeise mit gehackten Mandeln

häufiger leisten, weil die Zubereitung billig ist ung wenig Umstände erfordert. Dabei aber ist die Speise außerordentlich nahrhaft und wohl bekömmlich.

Für 4 Personen genügt t

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l. Deutschnationale Fraktion (5 Mitglieder): 1 Prälat, 1 Cchr ftstetl.r, 1 Studien- rat. 1 Rechts anwalt, 1 HauSfrau.

3. Zentrumsfraktion (11 M tglieder)- 1 Domkapitular, 1 Minister, 2 Landwirte, ein Fabrikant, 1 R?gierungsrat, 1 Prof ssorswitwe 1 Rechts nwalt, 1 Oberfchulrat, 1 Am sg r ch s- rat, 1 Studienrat.

4. Kommunistische Fraktion (4M t- glicder): 1 Hausfrau. 1 B tdhauer, 1 Gewerk- schastsangestellter, 1 Larrdwirt.

5. Fraktion der Deutschen Volks- p a r t e i (9 Mitglieder): 1 R chtßanw llt, 1 Land­wirt, 1 Kaufmann, 1 Handwetksme.stcr, 1 Bür­germeister, 1 Fabrikant, 1 Oberstudiendireitor, 1 Arbeitersckretär, 1 Lehrerin.

6. Demokratische Fraktion (6 Mit­glieder) 1 Minister, 1 Lehrer, 1 Oberbürger­meister. 1 Landwirt, 1 Oberamtsricht.r, 1 Mi­nisterialdirektor.

7. Fraktion des Bauernbundes (9 Mitglieder): 6 Landwirte, 1 Seminarlehrer, 1 Bürgermeister, 1 R chtsanwalt.

Dem Landtag werden also angehören u. a.: 11 Landwirte (im Hauptberuf), 10 Vertreter des Lehrfachs (Studienräte,Volk fchullehrer usw), 9 Partei- oder Gewerkschaftsbeamte, 9 Bürger­meister oder Beigeordnete, 5 Rechtsanwälte, 3 Handwerksmeister und 2 Geistliche.

Ter neue Landtag wird 5 weibliche Abgeord­nete zählen.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit bet Schristleitung.)

E. M. 100. Rebenverdienst ist so lange steuer­frei, als der von diesem Einkommen zu entrich­tende Steuerbetrag monatlich unter 5 Mt. bleibt. Dieser Fall liegt bei dem von Ihnen ge­nannten Verdienst vor.

W. M. In Ihrem Orte käme angesichts der ganzen Sachlag: nur Spiritus- oder Petroleum- Glühlicht in Betracht. Wegen der Anschaffung wenden Sie sich an ein Installationsgeschäft.

A. K. Da Ihre Anfrage präzise Angaben über das Haus, in dem Ihre Wohnung sich be­findet (d. h. Staats- oder Privathaus), nicht ent­hält, außerdem auch noch andere wichtige An­haltspunkte fehlen, war es uns nicht möglich, dir Angelegenheit zu Ihrer Befriedigung zu klären Wir raten Ihnen, sich doch einmal bei dem hie­sigen Wohnungsamt zu erkundigen, wo man Ihnen bei mündlicher Anfrage Bescheid geben kann.

Adam R. Ihre Frage läßt sich im Rahmen einer Briefkasten-Antwort nicht erledigen. Sic müssen sich von Ihrem zuständigen Finanzamt (Hungen) vor allem eine Berechnung anstellen unk aus Grund dieser Berechnung von dort beraten lassen.

Aus der Provinz.

Landkreis Gietzerr.

o Großen-Linden, 10. Dez. Die Viehzählung vom 1. l. Mts. ergab 76 Pferde, 563 Stück Rindvieh, 223 Schafe, 809 Schweine und 421 Ziegen. Vergleicht man damit die Zählung vom 1. Oktober 1923, so ergibt sich eine Steigerung beim Rindviehbestand (527) und bei den Ziegen *348). Bei den Schweinen (969) zeigt die ge­ringere Zahl nur scheinbar einen Rückgang an; denn bis zu dem jetzigen, zwei Monate später liegenden Zählungstage haben die Hausschlach­tungen in den Schweinebestand schon erheblich einbegriffen, zumal das Geld knapp ist und die Fleisch- und Wurstpreise auf bemerkenswerter Höhe stehen. Die Schafherden beginnen wieder etwas Heiner zu werden als in der Kriegszeit, in der Fleisch und Wolle stark im Preise waren. Kurz vor dem Kriege beherbergten unsere Vieh­ställe rund 550 Stück Rindvieh, über 1000 Schweine, 475 Ziegen und 190 Schafe. Erfreu­licherweise haben unsere Landwirte ihre Vieh­bestände bis zur Höhe bei Kriegsausbruch wieder aufgefüllt und tragen damit ihr Teil zur volks­wirtschaftlich so wichtigen Fleischproduktion bei, während die Arbeiter- und Handwerker amilien, soweit es ihnen ein kleiner Ackerbesitz ermöglicht, als Selbstversorger den Fleischmarkt entlasten. 'Die Aufwärtsbewegung in der Viehhaltung kommt aber auch unserer Getreideernte zugute, well der reichlichere Anfall von Stallmist wie­der die ausgiebigere Düngung der Aecker er­möglicht.

- e ,10. Dez. Angeregt durch die

Bezirkssparkasse Laubach und in Verbindung mit tßr wird demnächst auch hier eine Schulspar­lasse eingerichtet. Es soll auf diese Weise teder, selbst der geringste erübrigte Betrag, der von anderen Sparkassen nicht erfaßt werden kann, - ®apitölneubilöung herangezogen werden. Ganz besonders will man aber auch dem

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Achtung, Strafporto!

Strafporto? Rein, Rachgebühr! Das ist die richtige Bezeichnung. Denn die Postverwaltung straft niemanden, wenn er seine Sendungen nicht ausreichend freimacht, sondern sie erhebt für die Arbeit, die ihr aus der besonderen Behandlung solcher Sendungen erwächst, lediglich ein Entgelt. Wenn eingangsStrafporto" gesagt ist, so des­halb, um durch diesen noch überall eingebür­gerten Ausdruck die Aufmerksamkeit unserer Leser auf die Aenderung einer Bestimmung der Post­ordnung zu lenken, deren Beachtung in der Weihnachts- und Reujahrszeit die unangenehme Zahlung von Rachgebühren aus­schalten wird.

Roch im Vorjahre konnten gedruckte Weih- nachls- und Reujahrskarten, sowie gedruckte Be­suchskarten (Visitenkarten), auf denen mit höch­stens 5 Worten Grüße, Glückwünsche usw. hand­schriftlich hinzugefügt waren, im inneren deutschen Verkehr (Orts- und Fernverkehr) gegen die niedrigste Drucksachengebühr von 3 Pf. versandt werden. Es war dabei gleichgültig, ob diese Sendungen, je nach ihrer Beschaffenheit, als Karte (Postkartenform) oder unter offenem Um­schlag aufgegeben wurden. Dach den inzwischen in Kraft getretenen neuen Bestimmungen genügt für die gedachten Sendungen die Freigebühr von 3 Pf. nur noch im Ortsverkehr, wenn sie Postkartenform haben. Unter offenem Um­schlag aufgegebene Weihnachts-, Reujahrs- und Besuchskarten mit handschriftlich hinzugefügten 5 Gruß- usw. Worten müssen im Ortsverkehr mit 5 Ps. freigemacht werden. Im Fernverkehr beträgt für die Sendung in Postkartenform und auch für die offene llmschlagsendung die Frei- gebuhr ebenfalls 5 Pf. Wenn die llmschlagsen- . düng nicht mehr als 20 Gramm wieyt, kann sie im Ortsverkehr verschlossen werden, toetl der einfache l Ortsbrief auch nur 5 Pf. kostet. Bei unzureichen­der Freimachung hätte der Empfänger bei y Annahmeverweigerung der Absender für jede einzelne Sendung eine Rachgebühr von 10 Pf. 'r zu entrichten.

Bemerkt sei noch, daß außer der zulässigen Höchstzahl von 5 Gruß- usw. Worten noch der Absendungstag, der Wohnort nebst Wohnung und, ausgenommen bei Visitenkarten, auch der Rame des Absenders handschriftlich angegeben werden dürfen.

Quelle & Metzer in Leipzig. Statistik ist etne t» modernen Leben unentbehrliche Wissenschaft, berat sowohl die private wie die öftentliche Wirtschaft kann ohne sie nicht bestehen. Wer aber die häufigen Fehlerquellen vermeiden will, die bei statistischen Aufnahmen sich nur zu leicht ein- schleichen, muß die richtigen Methoden anwenden. Sie will das vorliegende kleine Lehrbuch ver­mitteln. Hier wird gezeigt, wie man Statistts treiben muß. Die Darstellung umfaßt die Grund» regeln, die allen Gebieten der Statistik gemetnfa» sind, sowie ihre praktische Handhabung, femet gibt sie einen lleberblick über die angewandte Statistik, von der Indbefortbere die Bevölkerung-», Wirtschafts- und Svzialstatisttk breiter beßan- beit werden. jzM

M ünchener Jahrbuch der b i [« denden Kunst. Reue Folge, Band 1 1924 Heft 1. Offizielles Organ der Münchener Kunst, wissenschaftlichen Gesellschaft (Verlag Georg D. W. Callwey in München). Das reich mit Abbildungen versehene Heft enthält u. a. zwei sehr interessante Abhandlungen:Französische Muschelfchn tte undBemerkungen zu einiger Riederländischen Wirltcppichen des bayrischer Rationalmuseums". 128?

Konewka-MappeZu Goethes Faust". (Kunstwartverlag Georg D. W. Call- wetz in München.) Herausgegeben zur Wieder­kehr seines 50. Todestages. Die in der Mappe enthaltenen 24 Cchatt.nrißb lder Figuren zu Frust" sind ein Iugendwerk Konewkas, das ihm starken Erfolg einbrachte und durch die Der geniale Schattenkünstl.r bekannt wurde. 1281

Die zweite Winterdienst-Ausgabe von Quentin-Mahlaus Taschenfahrplai für 1924/1625 enthält die nach Au!Hebung der Regie ab 30. Rovember in Kraft getretenen Ab­änderungen. In der bekannten geschickten Wese sind die amtlichen Fahrzeiten der Bahnen, Kraft ' Postverbindungen und elettrischen B ihnen in Hessen, Hessen-Rass au, Rhenprovinz, Pfalz und Saargebiet, Rord-Daden und Bayern wieder- gegeben. 1452

Das Fräulein von Scuderie.

Bon E. Th. A. Hoffmann. (Geb. 2 Mk.) Verlag von Quelle & Metzer in Leipzig. 1924. Gin köstliches Buch, in dem der bekannte Dichter seinen Lesern selten genußvolle Stunden beveitet.

1187

Heranwachsenden Geschlecht wieder Den Spar- sinn anerziehen. Zugrundegelegt wird ein ver­einfaches System des Klebens von Sparmarken, wodurch man den natürlichen Sammeleifer des Kindes und seinem Anschauungsver­mögen entgcgenkommt. Kürzlich feierten bei voller Rüstigkeit die Eheleute Konr. Belher ihre goldene Hochzeit.

Kreis Friedberg.

*'D»d-Rauheim, 10. Dez. Hier treibt ein Hundemörder wieder sein schändliches llnwesen. Er wirft mit Strychnin vergiftete Brocken Rahrungsmittel auf die Straßen, um dadurch die Hunde zu beseitigen. Der Vorsitzende des Hessischen Iagdklubs, Ortsgruppe Bad-Rau- heim, macht die Hundebesiher und die Allgemein­heit öffentlich auf das Treiben dieses üblen Zeitgenossen aufmerksam.

Kreis Büdingen.

ri- Ridda, 10. Dez. Rachdem Reichstags­und Landtpgswahl vorüber, wendet sich das Interesse der Bürgerschaft in hervorragender Weise der am nächsten Sonntag stattfinoenden Bürgermei st erwähl zu. Cs sind drei Kan­didaten nominiert. Beigeordneter und Deztrks- sparkassenrechner Ringshausen, der leitende Beamte der Riddaer Bank Hermann S e u m und das Gemeinderalsmitglied Karl Spengler. Die Ortsgruppe der Demokratischen Par- t e i beschloß in einer Versammlung, sich auf keine Kandidatur festzulegen, sondern Ujren Mitgliedern freie Hand zu laßen, dem Manne ihres Ver­trauens ihre Stimme zu geben. Am Sonntag wurde unter starker Beteiligung seitens der Ge­meinde der Kaufmann Wilhelm Moll zu Grabe getragen. Mit ihm ist eine Persönlich­keit aus Dem Leben geschieden, die sich größter Sympathie erfreuen Durfte. In Al lendorf a. d. L. geboren, übernahm ec das früher Stork- sche Geschäft auf dem Marktplatz im Jahre 1833 und betätigte sich als eifriger Jäger nebenbei mit dem Verkauf von Iagdwaffen und -munition, bis ihm vor einem Jahr das Alter Die Kauf- rnannsfeDer aus Der Hand schlug. Lange Jahre war er Der Vertreter RidDas bei Der Handels­kammer und Vorsitzender Der hiesigen Orts­gruppe Der Deutschen Volkspartei, in deren Auf­trag Amtsgerichtsrat Muhl als letzten Gruß einen Kranz an Dem Grabe des Parteifreundes niederlegte.

)( Ort en berg, 10. Dez. Das hohe und seltene Alter von 90 Jahren erreichte am vorigen Sarnst g 6. Dez mber, unser Mitbürger Karl Pfeiffer 1. Zu E ren des G burtstags- lindes fanden sich am Vormittag im Hcusr seines Sohnes. Bürgermeisters Fr. Pfeiffer, bei dem der ehrwürd ge Dat r, Großvater und 11 - aroßvater seinen Leb.ms.b and v riebt, Der Vor­stand des Gesangvereins Fr hinn und der Kirchenvorstand ein, um im Runen des Vereins und der Kircheng meinde herzliche Glück- und Segenswiinch- zu übe bring n. Eine große Meng» Geburtstgsgaben u d eingel-ufcner Glückwu, sche zeugte von der allgemeinen Beliebtheit, d ren s ch der alte Herr erfreut. Eine g mz besondere Freude war es für ihn, an diesem Ehrentage eine Enkelin zum Traualtar schreiten zu sehen.

)( D e r g h e i m , 10. Dez. Rach über fünf­zehnjähriger Tätigkeit sch ed Lehrer Krau sch von unserer Gemeinde, um die ihm schvn vor einiger Zeit übertragene Stelle an Der Volksschule in Gießen zu übernehmen. Die GemeinDe veraastallet: zu Eh en des Sch inenden, Der sich In allen Kreisen Der größten Beliebtheit erfreute unD sich als IugenDerzieher große Tkr- Dienste um das Gemeindeleben erworben hat, eine wohlgelungene Absch edsfeier, bei der der Gesangverein, Dessen Le lang in den Händen von Herrn Lehrer Krau sch lag, mitwirkte und und Bürgermeister Weitzel Der großen Ver­dienste Des Scheidenden gedachte. Die besten Wünsche unserer Gemeinde begleiten Lehrer Krau sch nach seiner neuen Wirkungsstätte. Für feinen Rachfolger hat die Gemeinde vor allem Den Wunsch, Daß der neue Lehrer neben seinem Hauptamt auch Den Organisten- und nö­tigenfalls gelegentlich auch Den Lektordienst Der K rchengemeinDe übernimmt und auch, tote sein Vorgänger, sich Dem Ge a gverein gern zur Ver­fügung stellt. Am Sonntagabend veranstal­tet? Porr er Werner in unserer Ki ch- einm wo'lgel^nge e i Lutherabend. Wudertol. farbige Lichtbilder führten Die zahlreich erschie­nene Gemeinde in das Leben und Wirken des großen Reformators ein und erhöhten Die tiefe Wirkung Des Vo trags. VerschieDene Lieder um­rahmten Den schönen GemeinDeabend.

Kreis Schotten.

Schotten, 10. Dez. Wegen der Reu- besehung einer Lehr er st eile an der hie­sigen Volksschule macht sich in Der Bürger­schaft eine starke Erregung bemerkbar, Die für den einen ober anderen Bewerber Partei ergreift. Stadt- und Schulvorstand haben gleich­falls sich mit der Angelegenheit befaßt, ohne eine klare Stellungnahme erkennen zu lassen. Man hofft, Daß das Landesamt für Bildungs­wesen eine rasche Entscheidung herbeiführt, bevor der Kampf Der Meinungen weitere Verschärfung und Zuspitzung erfährt.

-i- Cichelsdor f, 10. Dez. Die große Wahlmudigkeit in unserer Gemeinde, die sich bereits in Den Maiwahlen bemerkbar machte, zeigte sich auch wieder bei Den letzten Wahlen.' Rur ettoa 55 Prozent der W h'b recht.gten machten von ihrem Wahlrecht Gebrauch.

B. Burkhards, 9. D-z. D.c Meliora­tionsarbeiten imBuch wald", Die in diesem Herbste aufs neue in Angriff gmommen wurden, schrecken bei der m.lDen W tt rung rüstig vorwärts. Man w.ll bis zum F ühjahr toeitere 18' Morgen in Wiesengelände ver­wandelt hben. Die Rachbarg meinde K a u l st o s ist dem Vorbild von Burckhards gefolgt und hat mit der Ruhbarmachung des unmittelbar an Die Burkhards und Kaulstoy verbindend? Landstraße

grenzenden Brachlandes begonnen. Aus viele Weise werden vorerst 16 Morgen Land g Wonnen, die jahrhundertelang leb.glich als Hutweiden Dienten. Gewaltige Dasaltblöcke müssen auch hier entfernt werden. Dürften aber zu Bauzwecken praktische Verwendung ftnbcn. Das Werk, das unter Mich l'e des Staates im großen durch­geführt toirb, ist eine soziale Tat, da es manchem durch die geringe Ernte hart betroffenen Vogelsberger Kleinbauern eine Verdienstmöglich­keit für die Wintermonate schafft.

Starkenburg und Rheinhessen.

' Darmstadt, 10. Dez. (Eigener Bericht.) Die städt. Bücher- und Lesehalle hat ein neues Heim erhalten. Es ist dies der Frankenfteiner Hof, ein historisches Gebäude, das zweckentsprechend umgebaut worden ist. Die Bib­liothek umfaßt rund 35 000 Bände: täglich wer­den ettoa 300 Bände ausgeliehen. Die neuen Lese­säle bieten Raum für 60 Personen. Außerdem ist noch ein Raum geschaffen worden, um Dort lite­rarische Leseabende abzuhalten,

Hessen-Nassau.

K. Frankfurt a. M., 10. Dezbr. Die Frankfurter cklniversitätsbiblio- t h e k hat sich für die wachsend m Forderungen der Wissenschaft als zu klein ertoufen und soll aus- gebaut werden. In to.ssenschaftlichen Kreisen glaubt man nicht, daß ein Anbau genügen wird, und fordert einen Reubau. Ausschlaggebend w rb die Auslösung des Staatsarchivs in Weh- l a r fein, durch das Die alten Staatsakten frei würden. Hm dies Archiv bemüht sich bereits die Stadt Potsdam, doch ist man hier der An­sicht, daß die Akten des alten Reichs'ammer- gerichts nach Frankfurt gehören, wo schon Die schriftlichen Riederschläge Der alten Rat onal- versammlung und Des alten Dmffchm Bundes­tages ruhen. In Diesem Sinne hat sich auch vor kurzem Der vierz h cke deutsch Hickor kertag aus­gesprochen, und wenn die Heberfüßiung Tatsache wird, soll Der Reubau Der Universitätsbibliothek in Angriff genommen werden. In der S t adt- verorDnetensihung wurde zunächst Das geringe Entgegenkommen bemängelt, Das Der Ma­gistrat D?n durch Hochwasser Geschäbig -> t e n gegenüber zeige. Es wurde ein zweiter Ausschuß zur Rachprüfung d r Schäden ein­gesetzt. In Der Gallusanlage soll ein großes Volkshaus errichtet werden, das 450 020 Mk. kosten wird und Dem Wohnungen ungegliedert toetDen sollen. Die Hauptdebatte entspann sch um die Regulativverträge Der Stra­ßenbahnen und um Die alte Frage, ob d e Straßenbahner als Angestellte oder als Arbeiter b soldet werden sollen. Es waren zu diesem Punkt eine 11 azahl von Anträgen ge­stellt worden und die Rck>ner sämtlicher F ak- t-onen sprachen sich für die Straßenbahner aus. Man hatte in der stundenlang m Debatte Den Eindruck, als ob ßrr Wahlversprechen eingelöst w rdcn sollten. Der M gi.trit ver­teidigte seinen Standpunkt m t einem aus Dem Reichsgericht in Leipzig emg halten Gutachten. Alle Anträge wurden dem Organ ffattonsaus-- 'chuß überwiesen. Die Preise für Elek­trizität und Gas gaben den zw it n An zu einer Generaldebatte, Da man m t b?r Herab­setzung des Gaspreises auf 18 Pfentnig nicht zufrieden ist. Man wies b.-sonders D irauf h n, Daß Die Kohlen billiger geworden sind, und er» Härte sich überhaupt mit Der Verwaltung des Gaswerkes n cht e'nverstanDen. In Der Frage des Strompre ses tourDe ein Antrag angenommen, Der Den Lichtpreis ab 1. November auf 43 Pf. und Den Strompreis auf 25 Ps. festfttzt. Zum Schluß gab es noch Den Üblichen Krach, als Der Wirtsch ftkpart Irr Wagner d n Soz aldemo- kraten Sch.ebung vorwarf. Der Vorsttzende hob Die Sitzung auf und vertagte sie auf Donnerstag abend.

Frankfurt a. M. 10. Dez. Im Walde zwischen Darmstadt und Frankfurt wurde eine u n- bekannte männliche Leiche erhängt auf» gefunden. Die Persönlichkeit des Toten konnte noch nicht festgestellt werden. Rach den cklntersuchungen Dürfte Der ettoa 30 Jahre alte Mann Selbst- m o r D begangen haben. Als Kennzeichen werben u. a. ein blau und rot tätowierter Anker am Unterarm und eine längere Operationsnarbe an Der rechten Bauchseite.

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