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Samstag, n. ©ttober {92$

viertes Blatt

Nr. 210

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberhesten)

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wir noch: die QlLileot=®e[cnf[ofomDtit>c de.- 3. 2L Maffei, München: die Zweizylinic

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dampf güterzuglokomotive der 2L E. G., D v i Vierzylinder-Heißdamp:schn ftz glokrmottv.

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Die eisenbahntechnische Ausstellung in Seddin.

Don Karl Eckert.

Osts Jbesie MitieS das Haar gesund zu erhalten, die lästige Schuppen­bildung zu verhüten und dadurch das Wachstum der Haare zu fördern, sind regelmäßige Kopf­waschungen mit dem weltbekanntenSchaumpon mit dem schwarzen Kopf. Dieses altbe- währte Fabrikat ist unter Verwendung bester Rohstoffe sorgfältigst zusammen- ; <*" y gesetzt und gibt dem Haar Glanz und Fülle. Man verlange ausdrücklich wHfieK Schaumpon Marke Schwarzkopf mit der weltbekannten Schutzmarke Schwarzer Kopf und weise Nachahmungen zurück.

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sind für iie sofoH, en ,=igl06

gegenwärtige Vildungsfrage.

Don Dr. Friedrich Feld, Gießen.

Der Artikel des preußischen Staatssekretärs Becker überDildungsfvagen der Gegenwart" in Dr 231 des Gießener Anzeigers veoanlaht mich, die Frage der Errichtung von Wirt­schaftsoberschulen als einer noch kaum berührten wichtigen Bildungsnotwer :gleit der Gegenwart vor die Oeffentlichkeit zu bringen.

Becker stellt fest, daß die neue Zeit infolge ihrer Harken Betonung technischer und wirtschaft­licher Fragen neue Ziele und Wege der Bildung neben den alten fordert. Er bringt damit dje Bildungsreform der höheren Schulen in Zusam­menhang und zeigt die neuen Schultypen, mit deren Berücksichtigung man den Erfordernissen der Zeit entgegen kommen will. Doch ist meines Er­achtens ein Organisationsfaktvr nicht beachtet, auch in sonstigen wertvollen pädagogischen Re­formschristen unserer Tage, nämlich die prak­tisch-wirtschaftliche Znteressenrich- tung eines Teiles unserer höheren Schuljugend. Wir können an dieser Tatsache heute nicht mehr ohne Schaden für die Volksbildung vorübergehen, zumal die Bedeutung dieser auf innerer Veran­lagung beruhenden spezifischen Znteressenrrchtung für den Bildungserfolg von Autoritäten wie Ker- schensteiner, Spranger, Aatorp, Alohs Fischer u a. wissenschaftlich einwandfrei erwiesen ist. Re­ben das allgemeine Dildungsziel ist d.e D e r u f s- bildungsidee getreten und verlangt Gleich­berechtigung. .

Niemand wird behaupten wollen, daß ine Zusammenfassung des gesamten Kulturinhalts in einem Bewußtsein freute noch so möglich sei wie zur Zeit der Philosophenepoche Anfang des 19. Jahrhunderts. Was damals zur Rechtferti­gung der Allgemeinbildung gelten konnte zu einer Zeit, wo das humanistische Gymnasium noch

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Vasch- und igenstände

Waggon- und Maschinenfabrik A. ®., Bautzen; die G-Tender-Lokomotive mit Kaprotti-Steuerunq der Hannoverschen Maschinenfabrik A. G.: die ORaß- dampf-Tender-Lokomotive ter Henschel & Sohn G. m. b. H., Kassel: die Hcißdampfgüterzug- Tender-Lokomotive der Union-Gie' crei, Königs­berg i. Pr.; die zwei G-Heitzdampspersmtenzug- lotomotive der Lincke-Hofmann-Lauchhamm r AG., Breslau: und den Clou der ganzen Aus­stellung, die Turbo-Lokomotiv? d r Friedrich Krupp Akt.-Ges., Eisen. Endlich erwähnen

boten werden tann.

Es ist naturgemäß unmöglich, im Rahmen des hier zur Verfügung stehenden Raum>^ tech­nische Einzelheiten klarzulegen, deshalb wollen onr uns auf die Bemerkung beschränken, daß die einzelnen Erfindungen und Patent? ein über- arältigendes Zeugnis von dem genialen Gehle ter deutschen Technik ablegen. Gewinnt der 'Be­schauer schon diesen Eindruck tei einem flüchtigen Besuch der Ausstellung in der Halle, so steigert (ich dieser Eindruck zu offenbarer Bewunderung, sobald er die genial konstruierten Lokomotiven, und Wagen sicht, die auf dem Ausstellungs­gelände im Freien ausgestellt sind. Auch hier müssen wir uns auf die Rcnnung nur weniger neuer Konstruktionen beschränle.i, wir fuhren an: Die Gleisverlegemaschin? der Firma Mohr & Fedcrhaff, Mannheim, die Lichtsignale der AEG Berlin: die Willison-Kuppelung der Knorrbremse A. G., Berlin-Lichtenberg: die Gleis- .ückmachmaschine der Robert Jakobi G m. b.H, Berlin-Dahlem: die ^okomotwschiebebuhne der Rheincr Maschinenfabrik, Windho.f A^G.. Rh^rn, n Westfalen: die Deuckliiftgestcuerte Glersbrem^e per Jordan Bremsengesellscyaft, Reukol n: die verschiedenartigen Systeme von Grubenlokomo­tiven der Firmen 21. Borsig G. m b. |H., Derlin- Teael' der A E G., Berlin: der Henschel & Sohn G m b H., Kassel: der Hannoverschen Ma­schinenbau A ©., Hannover-Linden: der Berliner Maschinenbau AG. Schwachlopff, Berlin: die verschiedenen vierachsigen Durchgangstersonen- wagen 2. Klasse der Lincke-Hoffmann-Lauchham- mer A G 'Breslau der Waggonfabrik Wismar, der Eisenbahnvcrkehrsmittel A. G-. D^lrn-W^- mar' die verschiedenen Straßenbahnwagen der Rorddeutschen Waggonfabrik A G Bremen: ter Waggonfabrik Gebrüder Gastell G. m. vH. Mainz-Mombach: die veiffchi^m^fen ^lbst entladewagen der Fredrich Krupp .

her A G für Eisenbahnbeöarf, Weimar, der Christoph & Unmack A. G

Waggonfabrik 21. G., Rastatt: der Gothaer Wag gonstchrrk 2t. ©., Gotha: ^Daggon- ui^ Ma

schinenbau A. G., Görlitz: d^ Bochumer Vereins für Bergbau und Guststahlfabrrkitro^ Bochum den vierachsigen Vollwagen für die Befo^erung von Vollspurwagen arst schmalspurigen ft l . der Bvth & Tillmann G. m. b. H-, Dortmunds ^er

die Drilling-Heißdampf -Personenzuglotomotive der A Borsig G. m b. H, die Vierzylinder-Der- bnnd-Heiß!.ampf°Lorcm: tive der Ma ch nenfabrik Eßlingen: die Heißdampf-Tender-Lokomotiv. für Portugal: der Henschel & Sohn G. m b H., Kassel: die Einphasen-Wechselstrom-Lchnellzug- lokomotive der Berliner Maschinenbau A. G. Schwarhkopff: die Gebirgs-Güter g s komotive de A E.G., Berlin; und die verschiedenen Schlaf­wagen der Firma Wegmann & Co., Kassel: der ßtirde - Hofmann - Lauchhammer 21. G . Breslau: und der Waggon- und Maschinenbau 21. ©., Görlitz.

Der Gesamteindruck der Ausstellung muß bei jedem objektiven Beurteiler tiefste Bewunderung der deutschen Technik auslösen. Das Deutsche Reich ist im Auslande tributpflichtig und soll einen Teil dieses Tributes in Sachlieferungen leisten. Es ist verständlich, daß unter die'sm Gciichtswinlel die Eisenbahnausstellung in Sed in das besondere Interesse der ehemals feindlichen Staaten findet, und darin liegt auch die Erklä­rung für den Besuch der Ausstellung du.ch a.';L» reiche ausländische Gäste. 21ilc diese Wunder deutscher Technik, die auf dem Ansst ?llu.ngsgestinde bei Seddin aneinanderger.iht sind, werden in absehbarer Zeit an das Ausland abgeliefert wer-» den, denn mit wenigen Ausnahmen sind diese großartigen Lokomotiven, Güterwagen, Schlaf­wagen, Transportwagen usw. bereits vom Aus­lande auf Reparationskonto angesordert. Die'r Tatsache sollte dem Beschauer zu besonderem Rachdenken ein ernster Anlaß sein; die zahlreichen auf dem 2lusstelliungsgelände herumwimmelnden fremdländischen Gestalten, die mit einem leichten Lächeln des Triumphes von Wagen zu Wagen gehen und sich mit dem Bleistift tn der Hand Rotizen machen, haben ihre tiefere Bedeutung und zeigen des Deutschen Reiches Ohnmacht in schreiendem Gegensatz zu der gewaltigen Größe deutscher Technik, bereu Spiegelbild diese Aus­stellung in reinster ZinSarnation ist. Wenn wir unS darüber klar werden, welcher wirtschaftliche Aufschwung sich unter regulären Verhältnissen mit den hier gezeigten neuen technischen Errungen­schaften für die einzelnen Maschinenbauanstalten ergeben müßte, begreifen wir erst die ganze Schwere des verlorenen Weltkrieges, der uns heute in den Frondienst anderer Staaten zwingt.

als einziger höherer Schultypus bestand, das ist heute längst überholt. Deshalb muß die auch jetzt in -.elen Kreisen bestehende ^leberschähung der theoretischen Allgemeinbildung einer Rachprüfung unterzogen werden. Bei der Einrichtung der vier auch von Decker angegebenen höheren Schultypen ist man aber auf halbem Wege stehen geblieben; denn wo bleibt die höhere Schuliorm für den wirtschaftlich gerichteten Menschen, denöko­nomischen Typus" (Spranger), der in seiner prak­tisch gerichteten Veranlagung weder in der an­tiken tGymnasium), noch in der westeuropäischen Kultur (Realgymnasium), noch in der Betonung der mathematisch-naturwissenschaftlichen Bildung (Oberrcalschule), oder vornehmlich dentschkund- lichen Erziehung (Deutsche Oberschule) die Wur­zeln für feine Bildung finden kann? Hier muß die Bildung an Kulturgütern vorgenommen wer den, deren Wesenheit und Inhalt der inneren Beschaffenheit der jugendlichen Seele entspricht, um Kerschensteiners ..Grundaxiom des Bildungs p.r-:sts" volkstümlich auszudrücken. Das sind aber hier die kaufmännisch-wirtschaftlichen Leh'.- gebiete. Wirtschaftlich veranlagte junge Menschen müssen bei hauptsächlich theoretisch-abstrakter Gei­stesschulung notwendig verkümmern, genau so. wie ds mit künstlerischen Ratucen geht. Dies ha: Karl Reinhardt, der aneilanntc frühere gue, uw,in im preußischen Kultusministerium schon vor Jahren ausgesprochen und in seinerReugesta- tung des höheren Schulwesens" für solche Ver­anlagungen die höhere Fachschule verlangt, die zur Hochschule führt. Auch Boelitz, der jetzig? preußische Kultusminister, schreibt, ohne aber bi: Konsequenzen daraus zu ziehen:Die Durchdrin - oung der Fach- und Berufsschulen mit wissen - sel-aitiich?n Bildungstendenzen, der Ausstieg von der Berufsarbeit zur theoretischen Erfassung der Probleme fordert immer mehr eine organische V rbindung mit den Hochschulen."Daß es oft di- stärksten und eigenartigsten Begabungen sind, Menschen, die neue Ideen und schöpferische Kräfte in d.e höheren Deruse tragen und zugleich Drücken über die unser Volk zerklüftenden Risse schlagen", stützt weiter unsere Forderung, solchen Men­schen einen anderen als den bisher möglichen Weg zur Hochschule zu weisen. Wir fordern für sie die Wirtschaftsoberschule als 5.TY- pus der höheren Schulen.

Mit dieser Forderung betreten wir Wege, die ter Sächsische Philologenverein bereits gegangen ist, gemeinsam mit den Diplomfrandelsleheern. Er hat der Errichtung sechsjähriger Oberschulen (ab Untertertia) auf der Grundlage w i r t s ch a f t s - w slenschaftlicher Bildung Anfang dieses Jahres zugestimmt. Statt dieser sechsjährigen Aufbau­schule könnte der Aufbau auch auf der Ober- sekundareife geschehen, zu einer Zeit, wo man s hon besser die individuelle Befähigung des Zög­lings beurteilen kann, die nach der pvaktifch-wirt- schaftlichen Seite hin veranlagten Absolventen der Untersekunda der verschiedenen höheren Lehr­anstalten bzw. die Mädchen der 1. Klasse der Lyzeen würden sich in dieser neuen Schulform zusammenfinden. Dieser älebergang besteht ja freute schon bei den höheren Handelsschulen. Als neue Forderung käme für sie nur noch eine drei­jährige Durchführung bis zum Wirtschafts- ' matur in Betracht, das die volle Berechtigung zum wirtschaftswissenschaftlichen Hochschulstudium einschließt. In dieser Wirtschaftsoberschule kann die Ausgabe ohne Hemmung in den Vordergrund treten, durch geistig« Schulung an lebensnahen, den Wirtschaftsverhättnisfen früherer und jetziger Zeit entnommenen Stoffen die Jugend zu be- fäiyigen, ihre dahin gerichteten Interessen und Ver­anlagungen weitestgehend durchzubilden, um spä­ter als tätiges Glied in schöpferischer Gemein­schaft mitzuwirken. Diese Aufgabe ist durch ge­meinsame Arbeit der wirtschaftsakademisch und philologisch vorgebildeten Lehrer durchzusühren.

Wir weisen von vornherein den Einwand zu­rück, daß sich die neue Schule nur in den Dienst, einseitiger Fachbildung stelle, die die allgemeinen Kulturwerte vernachlässige und banausige Berufs­menschen erziehe. Vielmehr sollen die hauptsäch­lichen, an den höheren Schulen bewährten, be­sonders kulturkundlichen Bildungsstoffe im Dienst der Menschenbildung gepflegt werden, aber in einem Umfange und mit einer Zielstellung, dies die Wirtschaftsoberschule erfordert. Rich­tunggebend für uns bleibt die Erkenntnis, daß man'auch durch die Berufsbildung hindurch zur Menschenbildung kommen kann, wenn man nicht gar bebrupten will, daß dies nur der einzig rich­tige Weg ist, angesichts der durchweg fehlenden rem menschlichenGebildetheit" unserer Ab- iturienten den einfachsten Aufgaben des mensch­lich-gesellschaftlichen Daseins gegenüber. Ueber die innere lehrplanmähige Organisation der Schule soll an dieser Stelle nicht gesprochen werden. Die Oeffentlichkeit interessiert vorerst die Art. wie die Rotwendigkeit der Schule begründet wird.

Ein Vorteil der Wirtschaftsoberschule, den auch die Universitätslehrer der Wirtschaftswissen­schaften begrüßen werden, besteht dann, daß die Hochschullehrer davon befreit werden, in aller Breite die Elemente des wirtschastswissenschaft- lichen Studiums vorzutvagen. Sie werden vielmehr in die Lage versetzt, ihre Lehrgebiete für eine schon qualifizierte Hörerschaft auszuwählen und ihre eigentlichen akademischen Bil- dungsziele besser zu erreichen. Damit wird auch den Studierenden der Weg zu intensiverer wissenschaftlicher Forschung freigelegt. Gerade von akademischer Seite aus muh die Wirtschaftsober­schule gestützt werden. In einer Zeit, wo das aka­demische Studium sich immer mehr spezialiftert, muh auch das v o r akademische Studium ent­sprechend differenziert werden, damit die Stu- I dierenden die notwendigen begrifflichen Grund­lagen für ihr Studium mitbringen können. Es | handelt sich hier nicht um die rein kaufmännisch-

Die eisenbahntechnische Ausstellung in Seddin, die vom 21. September vis zum 5. Oktober 1924 anläßlich der eisenbahntechnischen Tagung vom Verein Teutscher Ingenieure in enger Verbin­dung mit der Deutschen Reichsbahn veranstaltet wurde, ist auf Grand ihres großen Erfolges bis zum 19. Oktober verlängert worden. Es ist von Interesse, festzastellen, daß aus allen Seilen des Deutschen Reiches und aas dem europäischen und asiatischen Auslande diese Ausstellang die größte Beachtung findet. Man trifft dort Franzosen, Engländer, Spanier und Japaner, die von Wagen zu Wagen gehen und von Lokomotiv' zu Loko­motive und sich temühm, das G .he'mnis, das die deutsche Eisenbahntechnik umgibt, zu entschleiern.

An einem wundervollen Oktvberlage fuhren wir, einer Einladung der Firma Friedrich Krupp A. G., Essen Folge leistend^ von De lin nach dem in der idyllischen Einsamlert der Mark liegenden Seddin. Die Äsenbahnfahrt, die etwa eine Stunde dauert, führte uns über Wannsee, Drewitz, Pots­dam blieb rechter Hand liegen, an Rehbrücke vorüber über Michendorf nach dem Ziele. Rech.s und links flogen die alten märkischen Wälder vorüber, in Rehbrücke sahen wir zahlreiche Billen- bauten, die neuen Siedelungen des KyfsHäuser- Bundes, weite Felder wechselten, und über allem lag der goldene Herbstsonnenschein. In Seddill lag rechts von der Bahnlinie die Ausstellung. Tausende von Menschen ftrömten durch den Ein­gang, und immer erneut spieen ankommende Züge noch mehr Menschmmassen aus

Beim Eintritt in die Ausstellung betraten wir zunächst die links am Eingang flehende Aus­stellungshalle, in der eisenbahntechnische Reue- Tungcn und Erfindungen aller Art zu bestchtigea sind. Schon hier zeigte sich das tiefe Interesse der Besucher, die ftch von Stand zu Stand rand ton Wagen zu Wagen schoben und die einzelnen Doi-führungen mit Ausdrücken des Staunens und der Bewunderung begleite'en. De'onrere Aufmerk­samkeit erregte u. a. das Kraftstellwerk der Firma Orenstein & Koppel 21.®., B?rlin; das Der- führungsstellweiTk der AG.®., Berlin; der elek­trische Zugfolgoanzeig?r der Siemens & Halske A ®., Berlin; der Hebckschienenstromschließer der C Lorenz A ® , Berlin; die Apparate zur mecha­nischen Reinigung von Dampftesseln der Firma Heinrich Baschy, Hamburg: die ®leisstopfmasck>rne der Firma Friedrich Krupp A G., Essen (Ruhr); die PveßluftentstLubungsanl>age der Firma 21. Dcnsig ®. m. b. H.; der vierachsige Schlafwagen der Lincke-Hofmann Lauchhammer A G.; das Doppelabteil für einen vierachsigen Schlafwagen (Modell) der Waggon- und Maschinenbau A. G.; die Scharfenberg-Plniversaltuppelung der Scharsen- berg Kuppelung A. G., Derlin; die Schraaben- tkuppelungen der Friedrich Kvapp 2k®., Essen; -und nicht zuletzt die großen Wagen mit den zahl­reichen und kompliziertesten Meßgeräten, die in der Mitte der Ausstellungshalle ausgestellt sind. Besonders auf diese Wagen konzentriert? sich das Interesse, bergen sie doch in den im^Wagen- iimern angebrachten zahlreichen und verschieden­artigen Meßgeräten eine solche Fülle von groß­artigen Erfindungen und Sicheroeitsmaßnahmen für den Eisenbahnbetrieb, die nicht mehr über-

die ftigoslawischen Staatsbahnen der Berliner Maschinenbau 21. ®.; die Heißdampf-SchnAl-ug- lokomotive der Sächsischen 2Aaschinen- und Loko- motivfabrik Hartmann, Chemnitz

Weiler sollen noch genannt werden: Die zwei O-Heißdampf-Personen'uiglrk: motiv ? des Ei en- bahnzentralam!-es, Berlin: die gleich L fsmotibe der Hohenzollern '21.®., Düsseldorf-Grafenbeig,

technischen Fertigkeiten, die man in jedem Kursus bequem erlernen kann, sondern um das ganze kaufmännisch-wirtschaft'.iäx Denken und Füh­len des jungen Menschen gemäß seiner inneren Veranlagung, um die Bereitstellung feiner pro­duktiven Kräfte zur bestmöglichen 2lusübung seines wirtschalilich geeichte.en LebenLberuses.

Die diesen Sommer in Marourg abgehaltene Tagung der Staats- und Wirtschaitswissenschaft- l-chen Fachg'.-uppe der Deutschen Studentenschaft (Stawifag) hat mir als älterem Teilnehmer (Ver- tvcter der deutschen D omhandelslehier) gezeigt, txi ; man die Rotwerdigkeit der vorakademischeii Bildungsresorrn in obigem Ginne auch in st ur dentischen Kreisen durchweg anerkannt. Cjiicinem Antrag, betr. di? Errick» ung von Wirt- s uftsoberschnlen als neuer höherer Schulform ub Obersekunda haben die Studentenveili,:er einstimmig zugestimmt.

Rückblickend darf zum Schluß bei. argefroben werden, daß die Wir.schaftsobersch..i - eine segens- reche, alle selbständigen Kräfte und Veranlagung gen der wirtschaftlich gerichteten jungen M?n- i fron beanspruchende Differenz: erung der B i l d u n g s w e g e zur Hochschule berb<isührt und so durch Belebung des inneren Geistes bei Jugend den Worten der Erziehungsdenkschrift i.esVerbandes der Deutschen Hochschulen" ent­gegenkommt:

2licht durch die Form, sondern durch den Geist der Bildung wird die innere Einheit des Volks verbürgt."

Kleine Strafkammer.

* Gießen, 10. Okt. Ein Gewohnheitsbettler sucht auf dem Wege der Berufung die vom Go ffengei-icht gegen ihn ausgesprochene lieber- Weisung an die Landespolizeibehörde d. h. Un­terbringung im Arbeitshaus zu be­leck igen: sein Rechtsmittel ivar erfolglos, da er über 30mal wegen Bettelns vorbestraft ist.

Wegen schwerer Hehlerei war der Valentin V. aus Bergen bei Frankfurt vom Schöffengericht zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt worden: er hatte bei dem Verbergen bzw. Verkauf von etwa 52 Paar Schuhen, die im Januar l 3. einem Vildeler Schuhmacher mittels Einbruchs gestohlen trvrden waren, mitgewirkt. Gegen die Höhe der Strafe richtete sich seine Berufung. Mit Rücksicht auf den günstigen Leumund, der ihm erteilt wurde, setzte die Strafkammer die Sttafe auf vier Mo­nate herab.

Am 16. März 1924 über fuhr auf der .Straße Rieder-Eschbach nach Ober-Eschbach ein Auto­mobil die 14jährige Juliane S. aus Rieder- Eschbach, so daß sie schwere ^nterschenkelbrüche da Pont rüg. Der Lenker des Autos, ein Robert Heinrich B. aus Frankfurt a. OH., war deshalb wogen fahrlässiger Körperverletzung angeklagt, aber vom Schöffengericht freigesprochen worden. Das Gericht hielt für nach gewiesen, daß der Angeklagte vorschriftsmäßig Signal gegeben habe und auf der richtigen Straßenseite gefafrrenf sei. Zu gleicher Feststellung gelangte freute di« Strafkammer nach umfangreicher Beweisaufnahme und verwarf die Berufung der Staatsanwaltschaft.

Kirchliche Nachrichten.

Gvangelische (gemeinten.

Gießen. Sonntag, 12. Oftbr. 17. Sonntag n. Trin. Stadtktrche. 9l/t: Pft. Becker. Feierl. Eröffnung d. Konfirmandenunterrichts für die Warkusgem. 11: Kinderkirche für die Markusgem. Pft. Becker. 6: PfarraffHertel. IvhanneSNrche. SV,: Zugl. Militär- gottesd. Pft. Ausfeld. Feierl. Eröffnung des Kon- sirmandenunterrichts f. d. Johannes- u. Militärgem. 11: Kinderkirche für die Iohannesgem. Pft. Ausfeld. 6: Pft.Bechtolsheimer. Feierl. Eröffnung des Kon- sirmandennnterrichts f. d. Lukasgem. - Kirchberg. 10; 11: Heilg. Abendmahl für die jung. Männer u. Frauen von Lollar. 1'/,: Mainzlar (Heil. Abendm. f. d. Alten). - Wieseck. 9: Beichte. 9'/,: Gottes­dienst im Anschluß daran heil. Abendmahl (Pfarraff Hertel).

Katholische Gemeinven.

Gießen. Samstag, 11. Oktbr. 4'/, und 7 Beichte Sonntag, den 12. Oktbr. 18. Sonntag nach Pfingsten. 6", Beichte. 7Meffe, 8 Kom., 9 Hochamt m. Pr., 11 Messe m. Pr.» 5'/, Christen!, u. Rosenkranzandachl m. Segen. An den Werktagen ist täglich abds. 8 Rosenftanzand. m. Segen. - Grünberg, Sonntag 9l/2 Meffe m. Predigt.

Isr.Religionsgemeinte. Gottesd. i.d. Synagoge (Süd-Anl.). Montag, den 13. Ott. u. Dienstag, den 14. Oktbr. Laubhüttenfest. 1. Tag. Borabd. 5.50, morg. 8.30, Predigt. 2. Tag. Dorabd. 5.30, morg. 8.30, abds. 5.45 u. 6.20.

Niemand ist vor seinem Tode glücklich zu vretsen, har Solon gesaat. - Wer, aber das echte Domburger Salz nimmt, ist glücklich, denn seine Vcrdauunasbeichwerden sind behoben. Natürlich muh er die Originalsirma:Bad Soin- burner Heilquellen", G. m. b. H. beachten. '"b«.

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