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LIr. 59 Swettes Blatt

Montag, 10. Istarz 192^

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefsen)

KaweU wurde

Danknoten.

(Ohne Gewähr.)

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Vermischtes.

Ein AuSwanderungs-Echwindek.

Berlin, 9 März (WTB.) Tin (Ftoiffer Adolf Kalweit hatte o; e g vhe Reihe von Landarbeiterfamilien aus ter ildcv- mark und Ostpreus) n zu verlocken ei Ang>?bolen DTanLar;t. ll h ihm als aigi.6 i 'y?:i Do slicenden cii-8 Dertente; teuthhe.' Aus'wan'e e. zur

Auswanderung nach Südam tka an- guücrtnau<m und Hab unö Gut zu vrrt'au.e i. Gr nahm t n a Do s tzu fumm n a\ lief) fid) steb^ns- miitel senden und l:e) die D rt/aue rZseligen in Drrän, wo er sie zur Weite.'bef.'r erung emp­fangen wollte, im Elend s st-er. --V.

verhaftet, muhte abe: wieder e taffen wer­den, da er In der Hast e. krankt ist ua) ein ärzt­liches Gutachten f ine Haft in ä /izkeit bescheinigt.

dische Firma verpachten. Aus dem Spiritus« Monopol hofft inan sar die Stae.tslasse 36 Mil­lionen Kronen herauszudekommen. Trotzdem be­stehen gegen die E.ltwicklwl, der litauischen Slrbatsmonepole starke Bedenken, ten i der Kauf­mann erb lieft darin zumeist e.ne erheotiche Er- se!)werung der Annäherung an t'e.llano und Est- la i-> er jo eher je Iv-bei err-'i bt sehen mW". B i l eicht diesen Drä ge ; au'o l< i t te3 Mo- ulVjL iai ne Fla<.>>..^-.iuhr i.zwischen a. , ,c- h >nen worden. Aaturlich hat Litauen auch mit starken Schwierigkeiten zu rech.xm Der Holz­markt ist bedeatlich still geworden, und in Memel beunruhigt man sich sehr über die Flaute in der Veck.h.s- und Transit-Politik. Die G.ldtnapp- hrit ist vielleicht teS Infamste von allem. Bei ihrem Bestreben, G.ld zu schaffen, hat sich die "Regierung nicht daraus beschränkt, amerikan.sche Finanziers zu inteceffieix-n sondern sie hat sich auch an Frankreich gewandt.

Gerade wo vo i dieser Mihnchrne viel, wenn nicht alles, abhänzt, soiltr der Litauer h'.-e Ge­fahr bedenken, d.e ein Berühren nut der fran­zösischen Politik stets mit sich gebracht hat. Diese Gefahr wird dadurch erhöht, das) bekanntlich auch gerade in Lettland starke französische An iahe- ru^gsver.uche bemerkoar wurden. U;l> es möchte immerhin interessant fein, fe tzufteilen, in welchem Mafie Frankreich in den Dan j der Warschauer De.Handlungen eingegriffen l>rt. Gerade sür die Randstaaten wäre es zu b.-gralben. wen i fich eine äh liche Anklage gegen die sran wfische Politik erheben wür.e, wie dies vor wenigen Tn'en von einigen tausend mutigen Schweden fertig gebracht worden ist. Her>weder Kau,maim. Lee <n "Randstaaten handelt, sollte bedenken, daf) die französische Politik ihm das Wort unterschieben müßte: Tua res agitar.

Bei lästigem husten s tuen wir Il'nen. ^Siniiin'^ onbone" xit nehmen. Vöfcn ben (Sdileim. hnbcin dir ^cbinerzen. In allen fNvotbcten crbnltl. 2ict< uorräiur hnnei i'lvoideke, Gieinn. iifiu. fiaaltta erk C.m.b.H., B.ttnohea SW 1,

Wirtschaft.

Der^rbrnar-A ttsweicrd» rNentenbank.

Aus dem neuesten Rentcnbankausweis vom 2 9. Februar 1 92 4 gehen folgende Derän.e- iu. gen hervor: Die Darlehen für die Wirtschaft haben sich an tie Reichs rank von 200 000 000 am 31. Januar 1924 aus 400 000 000 am 29. Februar 1924 vermehrt Die Darlehen an die Aot.nbanb n sind von 61970 000 aus 61970 000 anjetoa-1». n. Die Post hat die für Ingangbringung res Giro- und Postscheckverkehrs gewahrten Darlehen in der Höhr von 10 Aiillionen zurückgezahlt. Kasse, Bankguthaben ujw. stellen sich per 29. Februar 1924 auf 4 176 489,20 gc^cn 4 083 719 61. Aus den Passive i sind umlaufende Rentenbankfch.-ine mit 1 579 371 745 gegen 1 374 084 482 und um­laufende Rentenbriefe mit 178 500 per 29. Febr. gegen 128 000 am 31. Han. 1924 zu erwähnen.

17OOOO Mcfsrbcsnchcr i»

* Das Leipziger Messeamt teilt mit: Die Fahl der geschäfllichea Besucher hat am Freitag der Mrhwoche rund 1700)0 c leldjt. Das ist eine blil> r von keiner Messe erreichte F r e- q u en z. Roch am vor! tzl-on Tage der Messe toar der Derkehr in ten Mest Häusern äußerst leb bist. G.-sck-ä f t sa bs chll s se tarnen w>ch in einem Umfange zustande, wie man es sonst niemals unmittelbar vor Schluß der Messe wahrrehmen konnte. Rück­blickend tann man sagen, teh in allen Branchen das Geschäft ein befriedigendes, sogar teiltoeise rocht gut.-s war. 3m Vordergrund stand das reguläre Dedarfsgeschäft, das auch für die nächste Zeit eine gule De.chäftbpvng und einen flotten Auftragseingang bei den ausstellenden Indu­strien erwarten Iaht, so daf) auch die Arbeits­marktlage dadurch günstig teeinfluht beerben dürfte. Die Technische Messe war noch am Frei­tag eben,o besucht, wie an allen vorangegangenen Sagen. Zalstr ich? Abs.hl isse irc tei auf Grund der auf t>.T Messe ge > loz^.i-.n Derhandlungen in der Z il »ich der Messe ertoartet. Das Aus­land Hal sich stärker am G schäft bc e:list, da man b t d r vurzügliche.i Te chaf e i ei: keut,ch.n- Ma­schinen tr t) g Irr.C Ttlid/e; äl b.-rsch ei.ung ix-r W.'ltmarltpr.l e d en Ge 4 rn- aus der Anwen- tm::g li.srr Maschinen mit Bestimmtheit erwar­ten kann.

Regel würden.

Das alles sind keine Tatsachen, die den dritten Staat Litauen veranlassen sollten, zu diesen Staaten hlnzunrigen. iln> doch wird man es verstehen können, teh dieses Land trotz des Streites, den sein südlicher Rachbar um seinet­willen gegen den nördlichen Rachbarn führt, kein Interesse haben will, sich mit Polen zu kvili-- fleren. Monl.rte alt ist dieser Kamps, die War­schauer Konferenz, von der man nichts ante »es hört, als teh der estnische Auhenminlster wieder abgereist sei. wird sich mit ihm beschäftigen, oder beschästigt haben, aber man wird schon h nte sagen können, teh in diesem Wettlauf die estnisch- lettischen Gemelninteress.n den Vorrang erwor» Len haben. Litauen, wirtschaftlich betrachtet, stellt sich verhältnismäßig am günstigsten dar. Richt, well es militärisch bis an die Zahle bewaffnet ist, und auch nicht, weil es die Aussicht auf einen englisch:« Kredit in Höhe von 1 Million Pfund Sterling auftocifen tont, sondern well m bei Tat praktische Mahnah nen c griffen sn>, die latenten Agrar- und S.euer-Kcihn E'ch zu beseitigen. Gs liegt dem Staat tatsächlich sehr am Herren, die Landwirtschaft zu eine

gute Absicht, ter riuch die kür stich m S ockholm abgeschlossene Anleih.' dienen foll.die als fui3- befristeter Warenkreit haup.fach.ich d.e Elnsuhr von landwirtschaftlichen Mafch nm und Zucht­tieren vorsieht. Die erste Partie schwacher Pferde und Rinder ist sch>n V Litauen ein e- troffen, die zweite erscheint im März, die dritte und letzte im Juli. Bis dahin werden im gen.en Lande Gestüte und Di haucht--S'.atio :en einge­richtet: auch werden nicht tvr.riger al3 sage unÄ schreibe 60 landwirtschaftliche Schulen eingerichte.. Man möchte glauben, tast i^r beitlnrmt erwar.ete englische Kredit ebenfalls der Landwirtschaft nutz­bar gemacht werden soll: aber das wäre eine irrige Annahme, d . n man will rr ,eZ Geld gum Ausbau des litauischer Ved.brswe e.rs und zur Legung neuer Dachst.nicn verwenden, Rstastnach- men, bei denen man auch a i bi« Gesichtspunkte gedacht haben mochte. Em be­sonderes Kapitel ist ter Ausbau des L^nopob wesens, das sich jdt schon auf Spldus, Tee und Tabak erstreckt. Man will das Dee-Monopol wahrscheinlich an eine gut r.n .mimierte auslan-

Aushebung der Strafmahnah- men der Reichsbank gegen verschie­dene Danken. Ostiziell wi.d ml gelei t: Aus A las) der jüngst b-kunn gew^rd.nen Liebe sch ei- tu gn dr rf mil3 eing Hälften Vor chrift, das) A f iög- zu D vst.m ä.ifen nur bei voller Deckn. g anfg geben werd n dürsen, Hit der Zen:raloerband ds du schen Dun en- und Bin ie gürer e3 e. D. und die Vereinig mg der Berliner Ban e i und Bankiers erneu mit der ReichSbank vereinbart, das) ihre Mi g i.der die genaueste Innehaltung dieser Vrr'chrif e' Ihren söm lichen Sellen zur stre.igm Pflich mach n. Sie haben sich a ich weg n der urg beuten G sahr, welch« die Mistich uag dieser Dorsch.if ei für die Astg meinh ir: chift he - aufbeschwört, v r st.ich e , je>e i Angestell en, mel­d'er dm Vorschr f en zawideihind It, fristlos au« ih en Di msten z > c.i l lss.m Mit k ll>t auf den vorsteh i d n CDeiditah des Zen:rast erlandes und oer D rli e S.empel c c nig ng hat das Reichs- bankdir.k.oiium beschlossen, die zur Zeit noch laufendm. gegen eine Reih: von Banken und Dantfirmen verhäng en Mafrnahmen zu suspen­dieren. Bei e.wn neu zur Kenn.niz gelangenden Zuwider Handlung m wird aber mii schärfsten Mah­rn g. st i nerg gingen werden.

* Amerikanische Anleihe für Deutschland. In Rewtzo ter B nrfire sen glaubt man, last auf dem internationaler Geld- maekt eine Anleihe für Deutsch-and in ixir Höhe von 250 Millionen Dollar noch vor de.n Sep- temter notiert werden wird. Mau schätzt Len. Anteil Amerikas an dieser Anleihe auf 50 Mil­lionen Dvllai-s. Amerika tefurwortet, last die Anleihe nach Art des österrelchlfchea K^edltplanes arrangiert werde.

.Zeitschrift für Musi kKampf- bla 11 für ixulfdx Musik und Mujstpstege. Haupt- schiistst'ilei: Dr. A. Heuh. Februaw-eft. Die Stürme Der Gegenwart sind auch an dem ali- eh.würdigen fühlenden Mufikblatt, das einst Robert Schumann gründete, n.cht spurlos vorüber- gegangen. Dr. A Heust, Der un^n wegte Käms>e für deutsche Musik im besten und weitesten Sinne Des Wortes, hat das Blatt in systematischer Ar­beit zu einem Kampforgan gestaltet, reifen sich jeder deutsche Künstler und Kuirstsreuno freuen sollte.

(Sin verlorenes Paradies. ©In Samoa-Roman van Frieda Zieschank. Ver­lag <L. Haberland in Leipzig.) Das Buch einer echt deutscl)en Frau. Das Pstan^erleten in Samoa wird so warm und anschaulich geschildert, das) i-ie Gestalten Leben getoi..men un> wir es ver- steh.m, toenn die Versasfer.n von den Schönheiten ter Insel hingerissen ist un> sie ein Paradies nennt. Dvibei h.ngt sie aber treu an ib.ee alten Heimat. Der Sst>:ncrz, das) alles, w-as deutsche Drtkraft und teutsck-er Ziels) da drauhen gekältet hat. für uns verloren ist. wirb neu a tfgerüttclt, neben ihm steigt aber auch ter feste Glaube auf, das) ein Volk von ter Tüchtigkeit u i> Reinheit des teutfdjen nicht untergelen tann, sondern wie- ter zu feinem Platz an ter Su.m> gelangen wird. Besonters unterer reiferen Frauenw-lt sei dies Buch warm empsohlen.

Leopold 5lieb.Weis) (Selbstverlag, Berlin W 50): Eng11sche Zauber-Fibest Die Methode deZ Lernen) tft gut durchdacht und oereinsacht, übcrilülfigcr Lernballast vermieden.

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Märkte.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 8. März. Dte Ruh- im Prvdukten- grschäft hält an. Im allgemeinen fehlt es an ilntcmebmungSluft, doch ist auch das Angebot aus dem Inland sehr mästig. Für Roggen Ist ist dte R. G. tolltet bei Mühlen als Abgeber im Markt, oht- das) von gröberen ilmfät)cn ge­sprochen werten könnte. Rach Mittel- und West­deutschland besteht für Heinere Mühlen einige D-terfsfrage. Weizen dauernd ruhig. Das Mehlgefchäft zeigt fteinentere Tentenz, aber bei noch ausgeprägter Stille. Gerste wenig tegehrt. Hafer für die Küste weiter gefragt bei schwäche­rem Angebot. Futtermittel ruhig. Man notierte für Getreide und Oelfaaten per 1030 Kg. (sonst per 103 Kg.) ab S rlion: Weizen, märt. 160 bis 165, Roggen, mirL 128 dis 133, Braugerste 170 bis 182, Futtergerste 150 bis 155, Hafer, märt. 112 bis 120, Pommer-sch-r 111 bis 120, Weizenmehl 21,5 bis 26,5, Roggenmehl 20 50 bi» 22,25, W.stzenkkir 9,50 bis 9,75, Roggenkleie 7,20, RapZ 295. Qrlifaat 410 bl? 415, (Stofen, Viktoria 27 bis 23, ll.ine Speifeernfm 17 bi? 18, Futtef erbfen 11 bis 12, Peluschken ll'ch btS 12'/-. Ackerbohnen 14 bis 15, Wicken 14,50 bis 15,50, Lupinen, blaue 13 bis 14,50, gelbe 16 bis 16,50. Seradella 14 bis 15, Rapskuchen 11, Leinkuchen 22 bis 23, Ttockmschnitzel 8,30 bis 8 40, voll­wertige Zuckersch ii )el bis 22, Torsmelasse 30/70 8 bis 8,30, Kattosf-lslocken 16,53 bis 17,10.

Aus den baltischen Randstaaten.

Das politische Mosaik, das die Randstaaten feit einigen Jahren dar stellen, hat auch in den ersten Wochen des Ictftbvgm.itemn Zahrcs mietet die Blicke auf sich gelenkt. Gs war austässt g, in welchem Maste die wlttschaftliche und die poli­tische Entwicklung neb n -inan.er b.rgelaujen find. Estland sowohl ivie Le.tland machten auf diesem Gebiet von sich reden. Estland führte den neuen Zolltarif in Goldwährung ein, es brachte ein Handels- und In. ustriekammerg^seh zuwege, und hatte die Gtündung'.n einiger neuer Danten, ft> z. V. der Hausbescherbank, zu verzeichnen. DaS alles waren Anzeichen einer nicht cten schlechten wirtschaftlichen Lage. Estland hat wohl h.iuptsächlich als Durchgang-istation für den russi­schen Etport von CM reite, Holz, Fellen, Leder usw. Geschäfte gemacht. - Eben deswegen hatte es aber auch unter den immer stärker heroo t^elenden russischen Transportschwierigleiten zu lei.cn Der nach Ruflland gehmde Import vcn Fert.gtoaren jeder Art bewegte sich mehr auf ter direkten Linie Kopenhag.-n-Petersburg. Ein besoni.eres Bild bot ter schwedisch-estnische Handel: der schlechte Stand Der estnischen Dalum mach le ten A.nkaus schwedischen Saatgutes unmöglich, wah­rend andererseits der estnische Butierexporl in Schweden die billigsten Preise weit unter not. Zur Erleichterung ter gegenseitigen Geschaftsbezieh- ungen diente ein von schwedischen Firmen auf­gebrachter Warenkredit für Estland. Aus poli­tischem Gebiet hatte Estland wenig Reaes zu erleben. Das einzige, wovon man raten könnte, wäre das lettisch-estnische Bündnis, das aber inzwischen auch mehr dem Gestern angehvrt.

Dem gegenüber liegen die lettischen Ver­hältnisse gänzlich antei's da. Lettlanvs Wirt­schaft hat schwer g-. litten. Ein bezeichn ir.es Schlaglicht auf die Verhältnisse dieses doch haupt­sächlich agrarpolilisch eingestellten Landes wirft ein Ausspruch in einer von lettischen Landwir en jüngst versas)ten Entschliestung.Die Landwirt- schast", Heistt es da,müsse sich in tem kommen­den Jahr mehr als bisher auf ihre Rebe.ig-.b.ete werfen, wie z. B. Gartenbau und Gestäg^.'lzucht!" Diesem Wort wird ein anderes zur Seite ge- fticllt, das letzthin in der lettischen Piaffe erschien: ,Eine latente Regiermrgskrise', sagt ter Schrei­ber dieses Berichtes,hat uns Letten mürbe gemacht. Unerfüllte Erntcerwartungen und eine kommerzielle Hypertrophie sind die übrigen An­zeichen unserer Erkrankung.Es wurde bereits gefaßt, dab das lettische Holzgeschäft nur ein Scheingefchäst sei, da man weit über den Etat geschlagen hat. Es muh hinzugefügt werten, dah auch ter lettische Flachsexport, ter sich diesmal vor allem auch nach Frankreich und Belgien bin- zog, nicht besonters günstig bageflauten hat. Auf politischem Gebiet bietet das Land sehr viele Schwierigkeiten. Der seinerzeit Ausseh n erreg' u e Sntwui'f zu einer kulturellen Gleichbeiechlig.rng des Deutschtums hat nicht wieder von sich reden gemacht. Desto häufiger waren die Auseinanter- fet* ungen über die Ar bei ter f ragen, Auseinander­setzungen, die in ihrer LZebhaftigkert an Schwe­den, Rorwegen ober gar Dänemark erinnern mochten. Man spricht von ten Schöten, die das Menschenreservoir Riga für das Land h-rvor- bringt, und von mehr als einer Stelle wird bestätigt, dah die Interessen von Arbeitgeber and Arbeitnehmer mehr und mehr ausenanter- klappten, und test partielle Arteiteraufstäirde zur

Das Flugzeug als Sämafchlnr.

Die Erschli-.stung der Gebirgsgegenden des pazifischen Rordamerikas durch Cis^nbcch-- nen und Strasten hat es mit sich gebracht, dah durch leichtsinniges Gebaren kampierender Ge­sellschaften öfters Waldbrande entstehen, bei denen die an steilen Hängen emporzüngelnden Flammen Wälder an Stellen vernichten, zu denen der Mensch nur mit äusterster Schwierig­keit, oder überhaupt nicht gelangen kann. Es ist aber auch von Wichtigkeit, dah gerade die Steilhänge der Berge des BaumschutzeS nicht entbehren, da sonst das angesammelte, lockere Erdreich durch Regengüsse leicht abgespült und damit die Verkarstung der Gebirge be­gonnen wird, aus der dann wieder ilcbcr- schwemmungen und Versandung der Flüsse und Täler resultieren. Die Forstrerwaltungen der von diesem Problem berührten Staaten haben nun beschlossen, an den Brandstätten nicht auf spontanen Nachwuchs des Waldes zu warten, sondern unzugängliche Stellen von Flugzeugen aus mit geeigneten Sämereien be­streuen zu lassen, um auf diese Art die schützen­den Wclldbestände schnell wieder zu erstellen.

Ein menschlichr.'r Seismograph.

Ein Phänomen von ganz besonderer Art beschreibt Prof. H.H. Turner in der Quarterly Review.Ich habe eine Engländerin von ganz besonderer Empfindlichkeit viele Jahre hindurch beobachtet," berichtet er,die im­stande ist, fast jedes Erdbeben in allen Teilen der Welt anzugeben, bevor noch irgendeine Nachricht angekommen ist. Sie leidet unter einer merkwürdigen nervösen Erschütterung, wie wenn sie unter dem Einfluh von Elektri­zität stände. Sie hat bereits viele Aerzte um Rat gefragt, aber k-.iner war bisher imstande, sie von diesen schmerzhaften Erschütterungen beim Auftreten von Erdbeben zu befreien." Diesermenschliche Seismograph" ha te beson­ders schwere Erscheinungen am 9. September des vergangenen Jahres, und tatsächlich kamen am 11. September Nachrichten von einem schweren Erdbeben, das sich zwei Tage vor­her in Indien ereignet hatte.Diese Erschei­nung ist völlig einwandfr-.i beobachtet," sagt der Gelehrte,und bietet einen Einblick in ein Gebiet, das bisher noch kaum je erforscht wor­den ist. Man kann daraus vielleicht unerwar­tete Aufschlüsse sowohl auf dem Gebiet der Seismologie wie der Phhiclogie erlangen."

WiidKrti'df.

Zeitschrift f ü r Handelswissen­schaft und Handelspraxis. Don der be­kannten Wirtschaftszeitschrist ist das Februarhest als Hrchfchulnurnrner erschienen.

* Reue Ermästigung der Lahn- ini Dill-Erzp reise Iric . eDxut d,e HantelS- diensr" erfährt, ku tie 'V xi.iommi|,;oii tes Be.g- unv Hüitemnäi.n sche < .icinS mit Wirkung vorn 1. Marz üie Elfeasteiarichtp.eise in ten einzelnen Positionen weiter crmü. igi. Gleist».estig ist eine bvfuntere Pofiiion für lieiclige.i Ruieiienitein in Furt,all gcLnnnum. Die lu-.ien Pre.se für Rot- ei|.i|tein betragen 10 Gollmark, statt bisher 11,50 cl'cldmaik, Sch'-uststein S,50. statt 9 Mark, Bcg:lsb.tger 03.au. c.lc ificm c,50 Gvl mark, statt 11,50 Mark, für so '.st.gen Bratmeistnstein 10.50, statt 11,50. Die Preise für manganhaltigen Qu.aunci.e.iftein 1. dis 3. Sone touiten nicht oeräntert.

* Süddeutsche Z e m e n t p r e i s e. Die Süddeutsche Zementverkaufsste.le in Heidelberg tat mit Rücksicht auf die am 1. März cingc- tictei.e Frach.ermästigung die Stations- Franco- Preise vom genannt.n i?age ab im unbefeoteix Geb.et um 20 Mark für 10 Tonnen Portlante dcmcnt hcral-g.-setzt. In tiefem Preise ist auch eie Durchfchuittssrächt von 80 Mk. enthallen.

* Bildung eines norddeutschen Z u ck e r k o n z e r n s. Die Commerz- und Privat- Bank hat eine Finanztransaktion zum Abschlust gebmcht, der die grösste Bedeutung für die deut­sche Zucker Industrie innewohnt. Die 'Bank bat nämlich die Majoritäten des Aktienkapitals ter 3udcriabiiien F.öteln und Fraustadt erworbe-r. Da fie berx-itd mabgebenten Einflust auf öia 3udcifabiit Genthin besitzt, so ist auf diese 'Weife unter Fühtmng der Commerzbank eine Kombination! entstanden, die drei ter ersten Rordteutsch.m Zuckerfabriken umfafji Jede von ten Gesellschaf­ten betreibt mehrere Fabriken; alles in allem darf man ihre Rohzuckerproduktion auf fast V« der ge­samten WZtzzuckererzcugung Deuckchtands veran­schlagen.

Devisenmarkt BerlinFrankfurt a. M.

Billtoiicil Mark auSncbrü-tt. Buenos Aires, London. Nen­nort. stnpan, Nio de stoi eiro für eine Einlicil, Wien u-d -L'udapcu mr lOUOOO Giiibciteit, alles übrige für 100 (ELibdttn.)

Telegraphische Auszahlung.

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