Die rote Kafchgar.
Roman von Fe vor von Zvbeltih.
13 Fortsetzung. l Nachdruck verboten.)
Sie Mutter zeichnete den Weg vor, den Ire schritt Sr war mit Dornen beftrcut. Sic nxir immer eine krankst veranlagte h >st r'chr Jan gewesen 3hr Qlkjnn stand als Geheimer Dver- postrat in Diensten des Land s. Sc war ein braver Beamter und vcr rüg sich mit all r Welt, nut nicht mit seinem Becker Auon Hora auf Srob-Pomir Wo und toann die beiden s ch sahen, efc tarn stetig zu kleinen Reibereien und u »erquicklichen Szenen. Sie toclltei sich auS d.m Wege gehen und trafen sich doch immer wieder. S.e zankten sich schon mit den Augen. Sie gi gen in allen Anschauungen g.u ch ckgli.l) cuöe.Tran^er, und sprach das Prinzip nicht mit. so raen fL es, um sich gegenseitig zu ärgern. Qhir auf Cie Kinder übertrugen sie ihre K.aybürstig eit nicht. Gerl war für Elstern ein Prachtjun- , im) Freix war im Sommer ost wvch.mlaig in G.tob-Pvr»rr ($3 war eine merkwürdige Ee chichte^ die beiden al en Herren waren im C runde gen mmen h-ch.t gu - mutige Menschen, aber sie d.rs en nicht ei - Bier- telstündchen zusammen sein, so ging der K aLHI los. Hn£> einmal wurde er ernsthaft u'ib bä e es nicht werCen brauch n rr'd d.irsei. 3m Landtag beschwerte sich Graf Hora über Dinge der Postverwolt.ing, die das Reib ang ng*n. Da ab Herr von Elstern eine mit Pse ser bvOmfe A t- toort. Am Abend fand ein Essen d.r A «Isge- nossenichast sta t, und bei dies r Gele .enh i g - treten die beiden sich abrrmals in die Haare. Man siel im Streit aus der gepflegten Sonart und Blaffte homerisch sich an. Raturiich g.if en andere beschwichtigend ein, aber es kam zu keiner versöhnlichen H.-»n -reich.rng. cs kam zu blutigem Austrag. De nüns. g- rauben bi • en Zw ikampf dec Alten höchst lüch.r-^ch, rmd an ein-.' Kom bi , über die mar noch lange lächeln konnte, glaubte man auch. ßurtlg genug hnb es an. Der ilit- parte.ische mahn.e aus d.m .'<amp p'atz zum letzten Male zur Derrräglichk-.it. ilnb :8 war tast schm so weit, da'! den b?i)en die Hande zuck.en. doch da buben sie unglücklichem) i e auch zu sprechen an, und nun verfingen sie sich in den Worten,
ralch spitzten sich die Leutzerungen und wurden beleidigend, und wenige Titanen fva.er hatten sie den Zeigefinger am Drücker ihrer Waste. Keiner trachtete dem anberen nach dem Geben, es war nur der undewuhle Drang in ihner, dm alten Streit auf übliche Wei e auszu echten. Die Kugel des Oberpost cats pfiff üoer de rechne Schulter des Grafen, und da g.-dachre Hora, l nk s- leckig vorbeizuschicfjen und Dtiier c auch so Doch tn diesem Augenblick machte Herr von Elstern eine unwillkürliche Bewegung und ver'choo ein wenig den Oberkörper zur Seite. Die Kugel Horos ging auch zu lief — s.e vorletzte die Lunge des Gegners, und als der Arzt das Geschah er, r- Vieren wellte, staro chm der Pat ent unt.r den Händen. D.ie tlntcrsuchung ergab stark vorgeschrittene Altersv iä' d rimgen in ben O ga en, die daS Leben Elfterns auch ohne die tö ende Kugel bedroht hält.n 3edensalls lieh di- Ta- fache des Zweikampfs sich nicht verheimlich n. Glvrf Hora wurde zu einem 3ahr F.stu g > e:• urteilt, doch schon nach vier Monatr.i b g md g'. Es war eine erträgliche Strafe. Lasten.er sür ihn war das Ge'ühl, die schon übermühig nervöse Frau von Elstern in schwere Kra f x it gestürzt zu haben Sie verlor den letz en <u amm n- Hang mit ter Wirklichkeit der Dinge, er ? 41 _• s ch tö.perlich zwar wieder ein wenig und batte ih r lichten Sage, aber im allg-meinen bjcb es ein langsames Dahinsiechen unter dem Bann ei er schwarzen Melanch I c Der Arzt hatte ihr Rn c und Landust verordnet, auch einen Weche des Ausenthal.s und der Ledenssühi-ung, u rd la F etze als Urenkelin des Bcg ünders der B >de gemeinde g wisse Tergünft gingm bei Ank ufs e > ten im Dorfe gugcjcji c 1 warrn, so zog s.e m t der Mutier nach Kappiellch. Die Ehordiakvnie forderte allerdmgs d n Beitritt beider zur Gemeinde. und Frau von Elstern sagte die her.e Frömmigkeit der Herrnhuter $u, so dach auch Fretze willig nachgab. Sie sah (in. dach ihre arme Mutter unter dem schweren Druck der Berhält- nis'e kaum eine geeignetere Zufluchtsstätte ftibcn konnte. —
Die alte Frau sah, in Decken gehüllt in einem bequemen Lehnstuhl am Fe chter iyrer behagli. en Wohnstube und 'nickte der emtretenbei Freys freundlich zu, während die sonst eige.ckümlich aus
druckSteeren Augen in ihrem hageren, blutlosen Gesicht sich mit einem Blick voller Zärtlichkeit füllten.
.Wer war der Mann brauchen im Garten, lieb Kind?" fragte sie mit ihrer sehr fan ten, aber immer eintönig, wie aus Ha.b.chlas klingenden Stimme.
„$»in Bruder. Mama, der uns im Detsaal von seinen Abenteuern im toilbcn Afrika erzählt hat und uch nun von mir verabschied, te."
.Denke dir," fuhr die Mutter lebhafter fort, »als er da drüben in dm Pavillon trat, — ich konnte ihn ja nur von rückwärts seh n —, da fiel mir in seiner Erscheinung eine A hn.ichleit auf. Es bäte auch Gert Hora f.i.i können."
Betroffen schaute Fretze die Muter an. ,Aber. Machen," sagte sic wehrend, „toic käme Gert hierher und noch dazu zu uns!"
„3d) weis,, ich weich." entgegnete b’C alte Dame hartnäck g. „ich selbst liech ihn ,a daS Haus verbieten — und er war auch zartfühlend g^nig. den Derk hr mit dir auf tugeben. Ich we n das alles — ich hätte ihn nicht scheu können, weil..." Sie schluckte an dem Rachlah. e8 war nur ein leises Gurg ln der Worte, während die F uger an der Decke zupften, die über ihre Kni? gebreitet war. 11 nD dann Hub sie von neuem an: „Lieb Kindchen, hol' dir die Kissen vom ßo,a und setz' dich neb.u mich. Setz dich ei mal toi ber zu meinen Füh^n wie früher — ich m )d)t 2 etwas mit dir besprechen, was — was mir das Herz bedrückt " . . .
Freye wurde unruhig. Selten hatte die Mutter sich so klar ausgedrückt. Roch am Mocg.n hatte sie g klagt, sie habe wieder eine schlechte Rächt gebubt und Wunderliches geträumt, für bad sie in der Bibel und in dem sogenannten Losungsbüchlein für alle Lege des christlichen 3ahres Aufklärung suchen wolle. War es das, was ihr das Herz bedruckte? — F.eye verstand sie zu behandeln. Sie zwang ein Läch ln um ihren Mund, holte willig die Kissen herbei und lauerte sich vor ihr nieder.
„So, Machen.' sagte sie, „jetzt sitz' ich. Run erzähle, was du wieder geträumt baff. Beulich war cs von einem brüllenden Low n. den hie test du für das wilde Lier der Apokalypse. Doch
ich glaube, dies Geschöpf batte Flügel und Schärpen am Leibe."
„Lieb Kindchen, es ist fo hübsch, wenn du scherzt, ich höre daS g.-rn. Aber dieser letzte Traum war doch ernsthaft. er ist durch mehrere Aachte gegrng.n. er bat sich wiedcrchrlt Fretze, und immer in derselben Weise. 34) habe deinen Bat er gesehen, einmal tn der Uniform, tote er sie bei den Schloffest en trug, und bann wieder in f.incm HauSrock. dem mit den dunkel- grünen Schnüren, und geftem nacht in dem An zug. m dem ihn ui dein ihn d r Schuh traf Und immer sprach er die «gleichen Worte zu mir. und so fing er an: Matbilde, ich will nicht, bah du Anion meinen Mörder nennst . . .**
Frene halte den ObeMrper vorg'icigt und die Hände um die Ä-.xc verschlungen. Sa lauert» sic zulammeng bogen und reg.ingSlcL zu der Mutter Süßen und lauschte ihr Es war ein anderer Ton als sonst, den die alte grau heute anschlug - zum ersten Male klang grd): an et.llc b S lranihasl genährten, tn den S regui'gö zuständen sich wild bäumend.n Has es e.n B kennlniS zur Bersöhnlichk.it entgogm Un> k m es auch noch auS einer bunllen Dorsis lungsw lt. die schon au» der Grenze des lleb.rli inlich. n lag. es beutete dock) auf eine Klärung im S.cicrv lebcn der Mutter hin: es war wie ein Hauch kommender Genesung.
„So fing der .Baler an" fuhr grau von Elstern fort, mit der linken Hand zart übet beit Kopf Freyes streichelnd. ..ob. er bat lange mit mir g sprachen -- und sprach auch von dir, lieb Kindchen, und von Gert.
Da zuckte cs unt r ihrer Hand, gewaltsam spannten sich des Mäbch ns Reeven. lauter lochte der Herzschl g goh und starr wurde das Arge
„Bon Gert", bauchte sie, unter betäubend a Einflüsse, als umspinne auch sie das Lr umbilb.
„Liebst du ihn noch?" fragte bl: Matter.
Fr.he antwort te nicht. Em Schauer durch riefelte sie. Es war die Frage, auf die nur ein Schrei ober eine Tränenflut hätte Antwort geben können.
Aber das Stummbleiben genügte der Mutter Sie deutete tote ihr Traum die Deutung wollte und ihr Schwärmen die Losung sich dachte.
i Fortsetzung folgt)
Lichtspielhaus
Bnhnhofetratie
Heute bla einschließlich Hlitwoch Vranfführnng für Süddeutsch land Gib mich frei 6 Akte nach dem viel Releseuen Roman von H. Courths-Mar.ler.
Hauptrolle: Grete lieln wald.
Dazu:
Gefangene der Liebe
Sittendrama in 6 Akten.
!! Großes berühmtes Orchester !!
9671c
1:
U
M
UM"
-Wh II. ■
Zr . t. ..
Für Ihre Kinder haben Sie bestimmt alles übrig, denn sie bilden das kommende Geschlecht, auf das sich Ihre Hoffnung richtet.
Die hygienische Herstellung and unser Kimverfahren sind die Ursache, dass „Schwan im Bianband•* von Kindern mit Vorliebe als Brotaufstrich gegessen wird, and Sie können ihnen so viel Butterbrote geben, wie Sie wollen, weil dies nicht nur der geringe Preis der Feinkostmargarine „Schwan im Blaaband“ ermöglicht, sondern diese auch durch ihre leichte Verdaulichkeit sich besonders für die Kinder eignet
Preis 50 Pfennig
Achtung! |
Neue Sendung wieder eingetrosfen! 3
Schlich-Anzeige
Nur noch 3'/.Verkaufstaye!
HÖBE,51, ULI7 .Z;Z1^2533TÖÄBSyBDBHKÄDl
Am Samstag, dem i Z.vezembeNY2§, mittags \ Uhr g ist unwiderrufi. Schluh d. Uieser.mastcnverkaufs von 9
emolllemateii!
Alle Sorten Haus- und Küchengeschirre in selten großer Auswahl
Alles zum Aussuchen! — Billig! — Kein Kaufzwang!
Nur im Saale des „Frankfurter Hof"
in G.ieszen, Lindenplatz 2
NM" Um bas gro^e Lager möglichst zu räumen, werden sämtl. Sachen erlra billig abgegeben
Vorteilhafte Bezugsquelle für
Händler und Wiederoerkäufer 011974 g
Verkaufszeit von 9 Uhr morgens bis 1 Uhr i mittags und von 2 bis 6 Uhr abends. I
WWMÄMW.Z.
Mittwoch, den 10. Dezember, abends 81/i Uhr, in der großen Aula der Universität
Vortrag
des Herrn Dr.-Ing. Eisenlohr
aus Karlsruhe:
(Luftbilder aus Flugzeug, Freiballon und Luftschiff).
Veranstaltet von der Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde, der Hess. Vereinigung für Volkskunde, dem Verein für Luftfahrt und dem Verkehrsverein.
Eintritt für Mitglieder der beteiligten Vereine bei Vorzeigung der Mitgliedskarte frei, für andere 1 Mark, für Studenten, Schüler und Soldaten 50 Pfennig. 97750
S240
(Eintritt frei.
Gäste willkommen.
0119(1«
Preiswertes Weihnachtsangebot
Peddigwulstsessel (gepolstert), von Mk. 18.—
an
011»f»
Kein Kaufzwang l
Kein Laden!
Weidensessel ......
Nähkörbchen Nähständer Wäschetruhen
Tischlampen Marktkörbe
Das prachtvollste Schneeweiß r«l£t jede Wischt, die mH Sl bebende« Ist SIL Henkel"« beliebtes Bleich- und Waschmittel •I« ZumIz nr Seilen lau 2« gebraucht, enelzl die umtilndfichaResenblcklrt. — OHNE CHLOR —
Bäckerkörbe Babykörbe Waschkörbe
Hans Birkenstock
Ijendgraf-Phillpp-Platz 8 I.
Siidweftbeutscher KadioNiib
Ortsgruppe Gießen.
Samstag, den 13. Dezember 1924, abends 8l/< Uhk, im großen Hörsaal des Physika!. Instituts, Stephanstr. 2t Mitgliederversammlung Lichtlf erwirai „Naoen“, Herr Br. Müller.
von Mk. 7.—
Utiilleslunb in Latein. Olriediifd), französisch werden erteilt, auch In den SSerien. Schr. Slim.u. h!m;o a b, <w. Änz. Schneiderin | empfiehlt sich anher dem Hanse. Zu er« fronen i. d.OfeschafiS' st fle deS^9iest. Anz. öerrenroöfflje
»IIIN Waschen und Bügeln wird an- Scnouiineu Ludwia-
a S H p. mim WM still oder tätig, für gut eingeführtes, solides Unternehmen gesucht, welcher überSOOOMk. sofort verfügt.
Cchr. Ana. u. 011956 an den Wie-'», An».
Altes ö lei kBleirödreni kaust Brüliische Druckerei ,U,D Schulirr. 7 3.
liRsere Stadt lacht
eine ganze Woche
über
William Pechvogels merkwürdige Abenteuer im Filmland über
Sieben Jahre Pech
über
Hessische Bildet
das Industrie
ti>c.
um wirksame
ützen. wo c ne große
auteren Wettbewerb
• diesem Parlament
:gev und auch das
Felix der Kater bei den Eskin^^u.» mf?i- .gierung hab? aber Dornin orts Fühla.-g


