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Kr. 34 Swetter Blatt

Glehener Anzeiger (General-Anzeiger fflr Dberdessen)

Samstag, 9. $ct>niar (924

Der Wohnungs-Erlah des Wehrkreiskommandos.

Die CM ebener euibtDertoa!tung hat vor eini- wn Za Jen eine Ikrujung bei llli.UärbrictU- Uibcrt M Hkbrfreilti 5 veröffentlicht. nad) Der bi» auf oeiKrt» in ben Olanbarien be» hörigen D«retchs fämlllche für bis Uniert» rtngunj solcher Kamillen In Betracht kommenden, I ü r bat Wohnungsamt verfügbar wer­benden Wohnungen auSfchlrehllch den auSgefchiebenen, aber noch In Ä afer- nenwohnungen untergebrachten frühe ren Heeresangehörigen. ober deren noch in ben Kasernen wohnenben Unterbliebenen zuzu­weifen sieb, ohne Rücksicht auf beten Sin- reihung In bi« stäMrsche Wohnungsliste. - Die Ctuu<v<rtikillunfl fug e dieser A-wruttang den Aachaz an. eDaf) bat Wohnungsamt btt auf weiteret der ZioUdevöllerung nur Wof. mengen, Me von dem Mrltardefehte Haber nicht bean­sprucht werben, zuweifen kann."

Das Ministerium für Qtrbdt und Wirtschaft tn Darmstadt und bie Dietzener Stadtverwal- timg haben gegen bie Zkrtü.iung bet Wehv- ireiefomm.inbot Wnfpru4> erhoben, bie Ctabtoer- Wallung t I Mim H : t b

für 46 Familien au Sa 7s chi ebener £>eereeanc,«hö­riger Wohnung jd schaffen ist. und hierdurch wurde die Zuweisung von 3- bis 4-Zimmer- Bub'ung-.n. die Wohl im tDcJentlieben in Frage kommen, an bie . i - ucitöUcrung für einen 3cii* raum von mindestens/< fahren unmöglich sein. 3n ben wvhnungiuch.nben Äreifen der Bürgerschaft bat die 'jlnoibnung Erstaunen und neue önt- täuschung langegchegter Hoffnungen autgelöfl. Man uermlble vor allem eine Begründung bet militärischen Cdaffet. bie zumBerfiänbnit ber Anordnung veihclsen konnte Angesichts der groben Bedeutung Meier Angelegenheit Haden wir unS bei ben ^uftänbigetl amtlichen Stellen erkundigt u..b dort Auffch.üsse erhalten, die für bie Oefsentlichkeil zur richtigen Würdigung der rnUitärischen Anordnung von Wichtigkeit find.

3n feinem Wohn ingZerlatz hat der Militär- befehlshaber bet Wehrkreises dem bestim­menden TeU einen begründenden vor- ausgeschickt, In dem es heiyt:

.3n der gegenwärtigen gespannten Oagc bildet neben der Sicherheitspolizei ber Länder die Reichswehr den wichtigsten Rückhalt ber Regierung unb die unbedingt notwendige Ga­rantie für Ne Sicherheit bet Staates. Die Erhaltung und Vermehrung ihrer Schlagfertigkeit und ihre sofortige BerwendungSdereitschaft i't d h r ein unabweisbare» und b.ingenbe» Bedürfnis.

Diefc foforiige BerwendungSberertfchaft wird in immer ficigendem Matze beeinträch­tigt durch den Mangel an Wohnunge.i für die verheirateten Unteroffiziere und Mann­schaften tn den Kasernen, ober vielmehr durch deren stets wachsende Belegung mit den Familien bereit« a u S g e s ch i e de ner früherer HeereSangehbriger, Me teilweise schon seit 30 ren In andere Staatsbetriebe, vor allem zur Post. Eisenbahn, den Finanzämtern usw übccietrctcn sind ober freie Berufe er­griffen Haden.

3Hie Entfernung aus den Äafernenräumen unb deren J u m c 11 u n g a n bie Familien ber aktiven Unteroffiziere und Mannschaften ist daher ein unabweis­bares Bedürfnis unb kann deshalb nicht länger hinauSgeschoben werden."

Gelei et von Meten 8rtoägungen hat ber Mi­ss türbesehls ha ber auf Grund der akrortmung des Reichspräsidenten vom 2b 9, 1923 an alle (bar- nifonorte de« WehikreiseS Ne An. rdnung er­geben lassen, die fehl auch hier im Bordergrunde des Interes'eS steht.

Dom m Ui :fl ritten Wrhnungtennt ds Stand­ortes Gietzen wurden uns über Me militärischen Wohnung.! sorgen in Diesen Me folgenden amt­lichen Ang »den zur Verfügung ge'tell : ,Bon den tn Nm Kasernen de» Standorte« insgesamt vor­handenen 69 Famisientvehn:ngen weiden z. Al. 33 von ausgeschiedenen Hee eSangehörckgen allo Angehörig n ber Zivilbevölkerung bewohnt. Don den 3nh.ll>orn der übrigen 36 Wohnungen scheiden bis zum Herbst d. 3S. wei erc 13. bis zum Ende des Zähre« 1925 weitere 12 auS. so datz am Ende des Jahres 1925 von den 69 Kafernen- tngen nur nn<t 11 von aktiven Heere hörigen bewohnt lein werden, tvenn nicht gründ­liche Abhilfe geschieht. Seit 3ahreSfrist ist keinem der in der Kaserne wohnenden a u s ge­schiedenen 5bccte4angebörtgen m hr eine Stadtwohnung zugew.esen Worten. Don den obcngenaim en 33 a uogesch edenen HeereS- angeböiigvn sind 10 in den Jahren 1 909 bt S 192 0. mrd 23 in den Jahren 1921 biS 1923 arrS

bem HeerosMenst ausgeschieden Don ben 6 Woh­nungen (in ber Zahl M en haltens des Familien- Hauses I ft .d 4 Wohnung n von den S Woh- nu gm «gleichall» in der daN 69 enthalten Les Familien Hauses der Ze-ghauslalerne find I Woh­nungen im Besitz von Qusgeschtedenen Hceresange- börtgm "

Wenn man diese Lage der Derhältnisse unter dem Geficht»whrkei der zwetsel.os sehr stichhal­tigen Erwägungen des Wehrtreisbef . hl ^Haders betrachtet, so mutz man sagen, bah begründete Sir. wen düngen gr .en den von mUitärifchen unb staatlichen Srfrrderntf'en gestützten Standpunkt ber Militärbehörde kaum gemacht werden können. Auf ber andern Seite bau aber auch nicht un­erwähnt bleiben, bah un'rv. gerade im

verflossenen Hahr, einen sehr schweren Stanb hinsichtlich der Wohnungsfrage Halle Zu den vielen vrtsanfäslig.n Wohrung'uchenden kamen da noch sehr viele vom Feinde ausgewresea'l Familien hinzu, die hier driflucht fuch:en und da noch sehr viele vom Fcurde auSgewiesene r^rch den reichsrechtlichen Besnmmung'n mit Tor­rang vor allen oncren Reflektanten unter ge­bracht werden muhten. Diese Erschwerung Der ohredies schon überaus prekären Wvh.ru-g»läge konnte auch an dem militärischen Wohnungs- bedü r fniS nicht ohne Rachieil vorüber gehen Heute toirb man aber, bei allem Verständnis für die Zwangslage der zivilen Wohnung'uchenden. doch nicht mehr umhin können, dem höheren Ge­sichtspunkt bet militärisch-staatlichen Notwendig­keiten den Dorrang zuzuerkennen. Dieses Primat soll sich nun keineswegs In jedem Falle zum Dvitetl des mlli!ürischen Anspruchs auetoirfen, der militärische Srlatz lätzl vielmehr Raum auch zu anderweitigen Sntscheidungen. bei denen bie Zivilbevölkerung doch nicht ganz uixbcrüdfldbtigt bleiben dürfte Arn schnellücn und glüdhd)fien werden die Schwierigkeiten, die allerMngS sehr grvtz sind, zu überwinden sein, wenn bei beiden hier in Betracht kommenden Behörden das denk­bar weiteste Matz von Derständnis für Me Zwangslage ber andern Seile unb der yrötzte Wille zum Gntgegenkommen von vornherein die öilcMgung der Geschäfte beherrschen. Ilach un­seren öinbrüden darf man die Gewitzheit hegen, datz Mefe wesentlichen DorauSfetzunqen auf beiden Seiten ancrk.nnt werden. Erforderlich ist nur noch, datz auch die WohnungSreflektanien trotz ihrer unverkr im baren Bedrängnis die jetzige Lage der Derhältnissc so einfchätzen. wie sic srch auf Grund der noch dringenderen rnilitärisch-staatlrchen Er­fordernisse barbictet. Soweit sich Möglichkeiten bieten, durch vermehrten Wohnungsbau die Beseitigung der groben Schwierigkeiten zu beschleunigen, sollten sie allerdings von allen Seiten mit grösstem Eiser genützt werden.

Eine höhere Handelsschule in Giehen in Errichtung.

Don Dr. Feld.

Leiter ber kaufmännischen Fachschule.

Es ist gewagt. In der Zeit des Abbaues von einem neuen Schultyp zu neben. Die Losung heisst jetzt: Beschränkung ber Ausgaben auf ein Minimum, dagegen stärkste Erhöhung ber Ein­nahmen. Die Quelle aller Einnahmen ist ober die gesamte Wirtfchaft-tät gleit eines DolfeS. Don der Qualität dieser Tätigkeit hängt die Hohe des Ertrages ab. He mehr Qualitätsarbeit, umlo gröfjer ist der öfrefi Sa nun qualitative Leistungen ohne entsprechende Dor- unb AuS- bSlbung unmöglich find, so uxrb man gerade Me wirtschaftlichen DildungSmöglzch- keilen trotz al.en Abbau auSbauen müsset. Don Metern Gesichtspunkt au« ist ber Ruf nach einer höheren Handelsschule in Dle­tzen zu rerstehen.

Während die von der Dolksschule >ber den unteren Klaffen bet höheren Schule kommenten Kinder tn der kausmännIschen Fachschule (Fort- bikdungSschules eine geeignete kaufmännische, theo­retische Ausbildung neben ber Lehre erhalten, f ci in Gietzcn an e-ner ähnlichen faul- männi'ch-nri.tfcha tl chen DlliungSge.e ienh it für die mif Qber'eTundarnfe abjebetbei Schüler und Schülerinnen. T<i!s s nd sve ja noch fortbildunqS- fchuk.flichlig. näml ch soweit sie mcht 10 3astre lang vollen Schulunterricht genofen hoben. Aber Im Rahmen der Fortbildungsschule kann die För­derung Meier qualitativ besser üorgebJbeten Schü- (er nicht intensiv geiug sein. Der andere, nicht mehr fortbildunzSschul. sichtige Teil der Einjäh­rigen hat überhaupt kein? Möglichkeit zum kauf- männifch-wi.tschasll ch»i Studium vor Qtntrttt In die PrariS. fall« er nicht freiwillig in die Fach­schule geht, wa« au« verlchx'densten Dränden oft nicht angängl] erscheint Hier klafft eine Lücke, die durch Eint chtung einer höheren Handelsschule mit einjährigem Lehrgänge auSzufüllen wäre.

DMpurteDWigMan.

Ein Roman aus dem 21. Jahrhundert von HanS Dominik.

17. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.)

Was brachte Tvghon-Khan? . . . Wa« hatte der Kaiser mit ihm beschlossen? 3n bax Herzen aller brannte die Frage, aber nichts verrieten die neinenxn 3ükK de« Toghon-Khan. Bi« in Mc Mitte des Saales schr.lt er. Diieb dort h>ch- aufgerichtet sieben und lieh den Blick über di» Derfammlung schwei en. tie Lkrme zufammenge- fchlagen. die Hände unter den verschränttan Armen Verborgen.

§ü.nf>ia Augenpaare waren auf ihn gerichtet. Seichend 'log sein Biick durch ben Raum unb Saftete einen kurzen Moment an einem anderen Augenpaar.

Sin kurzer Wink. Sin monzMcher General eilte auf ihn zu.

,Mangu-Kdan übernimmt den Befehl über die Palastwache. Geh!"

Der Angeredcte verharrte überrascht unb zögernd. Auch auf den Gesichtern ber übrigen Anwe'ente.n prägt.n sich Staunen unb Zw.' eL

Wie konnte T)gh)n-Khan solchen Beseht geben?

.Gehl" ,

Zum zw-eitenmal fiel daS Wort scharf unb knapp von ben Livpen be3 Schanti. aXe ver- fchränllcn Anne öffneten sich. Die Lucke wicS 8 ^5fccman' b.r.itt ob« verlädt den Palast ohne meine Erlaubnis t"

64 war ein neuer, schwerwiegender Beseht. Doch allen sichtbar glänzte a.i der aa3gcürcdte.i Hand der kaifcrliche Ring, und nn Augenblick tixinbdtc sich da« Bild im Sacke. Sie alle, die eben noch einen Gl.ichbrrecht'.gten, etnen Mit­bewerber erwartet hatten, sahen jetzt ben vom Kaiser bestimmten Regenten vor sich stehen. Den. ber mit kaiserlicher Macht da» Reich zu verwaltet, hatte, biS er eines Tages ben Rmg deS DfchingiS- Khan von feiner Hand ziehen unb ben Kaiserf-Hn auf bic Rechts stecken würde.

Tief neigten sich jetzt Me Rücken. ehrwrchtS- voll waren die Okebcu langen. Rlnnand wagte c4, dem vom Kaiser selbst ernannten Retsnten die schul" i^e Achtung zu verwTigern, Dem Regen­ten mit dem Ringe b:4 Kaiserz an der Hand und mit einer großen Arm« b nier srch Me dem allen Mo-gckeng<«era'. mit Leib unb 2e5en ver- schwcren war Da.d.i an gebstgten Rücken unb gesenkt en Köpfen schritt der rwue Regent dcS Gclben Reiches durch den Saal.

Weithin dehnt sich das alte Sirbrnstromland zwischen dem Bal la Ich- und ben 37 i'-i 3n Wierny. ber Haupt stabt be3 Landes, hat: 7 Georg 3'enbrandt fern Stanbquarlkr. Bon her auS leitete er dis 2fcbe:tcn. weiche Mc ihm uflß- ftcLlcn Ingenieure unb SchrndzmTi ter in ben süd­lich unb westlich gelogsrren Alpen ausführten. Seit Zähren war Wierny die zwette Heimat Zsenbrandt« geworden

Am 5 ühstückSt f ch fahen Mr beiden Freunde sich gcgc.iübcr. W.l.ington 5>| sprach: .Die Lampe hat gestern noch lange bei dir gebrannt, Georg. .

Dann hat der spätere Student nicht mehr nötig, sich aut ber Ui.'trt Lät noch b* Es.-m-nte des kaunnänri ch-ai ttcha llichen WS'en aneignen zu müMm. so-dem er kann leine Zrlt für frrtge- fchril:ene Ltudie.i zn eckmätz xr ivnperten. Aber auch für ben in Me Prar s «nvexenbe x Ein­jährigen ist die oorheng: Aneif-ung eines Ot­to.Pen Mache« kaufmä:urisch-w rt cha ilicher Bil­dung ertrü.nscht. In diesem Sinne hat

auch der Kaufmann i'che De re In in seiner l tzt«n Bettamnckung betont. datz das ab'rlute Fehlen einer geeigneten

kaufmännischen Bilbun^Smöglichkert. Me ren Schü:er und Schülerinnen am Dl atze unange­nehm empfunden wird. Bei meiner Zadlungnahme mit der Handelskammer fand ich die- eben- fall« bestätigt Rachdem nun in Drostchla id schon ca. 4^3 Handels- unb höhere Aanbd#14u.en be­stehen, teils an Orten mit vier geriigcrer wirt- schädlicher Tebcuhi ig als Gietzen. nachdem werter in Hellen Mainz. O'fenbach unb Darmstadt ihr Handelsschulwesen au#qcbaut haben, darf Gretzen nicht mehr länger zurückstehen. Akademifch und sachlich vvrgcbildete Lehrkräfte, die allen weiter- getenben Anforderungen entsprechen können, stehen jetzt auch hier am Orte zur Dersügung. Betreff«' des Schulbesuch« hat man anbcrwän.« die Erfahrung gemacht, bah jährlich viele An- Meldungen wegen Ueberfüllung zurückgewiesen werden müssen

lieber Organisation und Lehrplan bet Höheren Handelsschule sei folgendes kurz ge­sagt: DaS Ziel der Schule ist, den Schülern und Schülerinnen mit dem Einjährigen, rdp. dem Reifezeugnis ber Höheren Mädchenschule, endlich auch den Absolventen der neunklafsigen Mittel­schule eine ab gern n bett thevretisch-kausmännifch- tr-irlschafNicht AuSbiltung vor Eintritt in ben Berus zri geben, wobei ihr bisheriger BildungS- fiang besonders zu berücksichtigen ist. Die Schule st aber nicht nur dazu bestimmt. Kaufleute au«- zubilben. sondern will überhaupt wirtschastliche Kenntnisse in breitere DvlkSkreise tragen Die llnterrichstSsächer sind Deutsch, ztvei Fremdspra­chen (Lektüre und Korrcsvonbenz), kaufmännische Betriebslehre mit Lck-ristverstedr. Bachhaltung, kausmännischeS Rechnen. DollSwirtschastslchre. WirtschastSgeographie mit Warenkunde und Tech­nologie, Dürgerkunde. Stenographie unb Ma­schinenschreiben. Der Lehrgang dauert rin 3abr bei etwa 30 Wochenstunden Besichti.rongen kaus- männischer unb technischer Betriebeeinrrchtungcn srnd vor-gtsehen. Der Lehrgang schlietzt mit einer Prüfung ab, von deren Bestehen der erfolgreiche Besuch abhängt.

Wichtig ist die Froge der Derechtigun- ge n Gemäk- den Bestimmungen de? prrotzischen Ministers für Handel unb Gewerbe berechtigt da« AbschluflscugniS ber Höheren Handelsschule nach 3uiü^Lgung der vorgcschriebenen kaufmännischen Tätigkeit zum Besuche der Hanbe.Shochschule oder der Wirtschaft-, und Sozialwrssenschaftlichen Fakultät ber Universitäten Frankfurt. Köln unb Hamburg Dorstehenbes gilt für bie Schülerinnen der Höheren Mädchenschule. DaS Reifezeugnis der Höheren Mädchenschule allein ist dazu nicht ausreichend. Somit ist der Zugang zum wirt­schaftswissenschaftlichen Studium an ber Universi­tät (Diplom-Kaufmann, Diplom-Dvlkswl rt. Bü­cherrevisor, DersicherungSbeamter und Ite Laus- bahn de« öoßiafbeamten (Beamtin) offen. Der Besuch der Höheren Handelsschule gibt auch eine geeignete Vorbildung für den Berus als Biblio­thekarin, für gewisse sozial« werblich« BerusSarten erfolgt im Anschlutz an die Höhere Handelsschule nach vorangegangener praktischer Tätigvrit (min­desten« ein 3ahr) die weitere Ausbildung durch baS soziale F auenseminar.

Für eine Reihe von B« a mten berufen wirb die Höhere Handelsschule Im Anschlutz an bl« allgemeinbildende höhere Schule eine gewünschte Bildungsstätte sein (Kommunalbeamten, Post, Eisenbahn, Steuer, Zoll usw ). deren Ausbau zur 23jährigen WirtschastSoberschul« man ander­wärts bereits betreibt ©ine Reihe von Behörden In deutschen Ländern sind daran, bestimmte Be­rechtigungen der Absolventen der Höheren Han­delsschule für den gehobenen unb höheren Der- waltungs- unb Kanzleidienst auSzuarbeitra

Datz bl« Geschäfts Herren das HandelSschul- jahr auf bie Lehrzeit anrochnen, ist durchweg be­reits zur Gewohnheit geworden, well ber 'Absol­vent schon nach kurzer Zelt sich als qualifizier:« Kraft eingearbeitet hat.

Die Eltern, die gesonnen sind, ihre Söhne und Töchter mit oben erwähnter Dorbildung in eine zu gründende Höhere Handelsschule mit ein­jähriger Dauer zu schicken, mögen mit ihrem Enl- schlutz nicht zögern. ES ist vorerst bamlt zu rech­nen, datz die Schule sich in der Hauptsache selbst tragen mutz. Da sie dem Hessischen SandeSantt für baS Dildungswesen unterfielU werben soll, wird sie össentUchen Eharakter haben.

.Derufsarbcit. lieber Freund. D.e ersten Transporte deS neuen Mittels sind avisiert. Da­gibt für die ersten Wochen eine reichliche Dafis Arbeit. Instruktionen für die Schm.lzmerster.. . neue g^täne für die ganze Schmeizstreckr . . . Me Pläne lind zum größten TeU fert g . .. Dre In­struktionen beginnen heute. Drelle dich, damit tftr baD ausbrechen können.-

Wrtlington For lieh sich das nicht zweimal sagen. Roch einen Schluck unb circa Bilsen, und er war fertig. Beim Schlage brr neunten Moraen- ftunbe erhob sich die fl.iru schnelle Flugmaschrnr des Oberinge-d:ur8. 3 eibran'l selbst führte da« Steuer unb setzt« ben Kurs nach Süden.

Erst Ebene, bann Berge unb bann weiter tief- grüner Sre Der mächtige IMkul breitet? ferne g unter ihnen au«. Dann wieder Berg«.

mb immer höher. biS fie ben Kamm des iSgebirges erreicht hatten. daS her dir zwischen Rutzlonb unb China bildet.

Den Gebirgsgrat entlang tn nordöstlicher Richtung führte Georg 3 etbranbi jetzt bk Ma- sch ne. 5n broMüiöem, wognrdem Rebel lag bas 23,-cnmafrtD unter ihnen Rur srlten einmal brach ein Sonnen st ra.'l durch biete mllchwrihen Malten und erreich:« schneebedeckte Hänge und glasige Elrtscher. Glrilchcr, au« denen breite Ström« entsprangen und nach Borden hin in den 3ssi stürzten.

Dom Dy not Herrn artrieben, arbriteten dir Turb nm der Flugrnaschi * vollkomrn-n geräusch­los. unb müheloS txuuen bie Freunde ihr Ge­spräch sührerr.

ht warf 31enbranbt daS Steuer herum unb sctzte daS Sch:»s auf Rordwestkuro Wrlling- ton Fox sah. tote bie 2ld>dina|fen bja tote ab-

Aus Stadt und Land.

Gietzen, der, 9 Februar 1924.

Zur Velebitng des ^Irbeiti'marftr#.

Dom Vrrffeamt des Staatsrniniste iams wirb uns gelchrreben.

Zur Einstellung unterftühter Er­werbsloser ist (a4e wir am Mittwoch schon kurz berichteten D Red ). durch eine Verordnung deS ReichsardeltSministers nom 16 KXxi ut 1924 die oberste Landesbebörde ermäch l,t. anvioibcen. datz Darlehen ober Zuschüsse au» TlNtbln der unterstützenden SrwerbSlvfe'- s ü rsvr ge nach den nachstehend au»tu i«:.x.'e n tebergegebenen Bestimmungen geaxthrt trarben können

Unternehmungen. Me ganz ober tn selbstän­digen Beiriebsteilen stilliegen. können Drrirhen oder Zufchüffe et ballen, wenn fie den Betneb mit mindestens znxmrig Srwerbs'olen nne'er auf- nehmen Diese schriden aus der Furiorae auS unb treten in da« ordentliche ArM-i^sve-l^Uni» C* find so zu beschäftigen, datz Kurzarbeiter- unter flürung nicht zu zrl>l«n ist. Dir!c!».m oder Zufchüfie werden In Höbe de« rin'ach« UnterstützungSfate« für einem .Zeitraum gewäbil. der einer Uvterstützungsfrist von höchlt«rs vier Wochen entspricht

Die Darlehen sind fpätestens in S?Tagen zurückruzahlen. Sie sind für die ersten 33 Ta ic zlnStrei. von da ab zum halben Reichsb''rnL>iS» tont,ab für wertbeständige W>htel in Goldmars zu verzinsen Der DariehenSnedmer muh volle Sicherheit leisten ES ist dingliche eicherung. In erster Linie durch Uedereignung von Warft, zu fordern. Don einer dinglicheir Sichernng kann abgesehen werden, wenn W.>chfel mit der Unter­schrift einer vertrauenswürkiten Bank gegeben werden. 3n AuSnahmriäNen kann Rückzahlung unb Verzinsung de« Darlehens in ArMitsproduk- ten erfolgen, trenn die Waren für gcmelnnüolj< ober öffentliche Zwecke vermvndet rverden rönnen, insbesondere, wenn auf diese Weite die Tfctebäl- tlgung weiterer Erwerbsloser bei öffentlichen Ar­beiten usw ermöglicht wird.

Zuschüsse werden nur zur N^rde-ung einer Warenerzeugung für aemeinnumg« Zwecke ge­geben, sofern dadurch eine dntlahing der ftffenl- liefen Füriora« erreicht wird. Abnehmer der Er- zeugniffe müllen da« Reich, di« Länder oder ein« Gemeint)« (Gemeindeverband) sein. Der Unterneh­mer ist verpslichtet. die Waren zum Selbstkosten­preise zu liefern Di« Zuschuss« werden in glri^oi Raten rote die ErMerbSlofenunteritützun., gezackt. Oefsentlich« RotstandsarMiten gellen als gemein» nützia

Alle Anträge sind an die Gemeind« zu richten. Sie entsch idct mit Zustimmung de« Ber- waltungSausschusseo de« öisentllchen ArdeitSnach- wrifes. Die Darlehen unb Zuschüße werden bei der unterstützenden EnverbSloseufüriorg« be­regnet.

WiederaufnahmedeSPostüber- weifungs Verkehrs mit der Schweiz. Born 11. Februar an wird der Hebei tot ilungö- verlebe mit der Schweiz in beiden Richtungen wieder ausgenommen werden. Demgemäh können Brstscheckkunden Beträge von ihrem Postscheck­konto in Deutschland auf rin Postscheckkonto in der Schweiz und umgekehrt Mc scha» i «erlichen Post- sck>eckkundcn Beiräge auf Postscheckkonten in Deutschland überweisen.

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brruorranrnb bewahrt bei EM IfirlßDe Hlieottia.öienffnS 35(1)1(19 Inetoentomerint

Togal stillt dl« Tchmci »en unb ftliribei die Harn­säure nti» Hii<5nf*rl(bnei bei <chlailostak<it. Zn allen tzkoo heken rtbal lirt). Bm m.i Artd ern. m ic , O.«J6U o Chinin, 12.»' . Lithium ad la- Amylum |M»m

gehackt aufhörien und der Alpenkamm sich schrrs unb klar weiterhin nach Osten erstreckt«.

.Warum, Georg . . . warum geht es hier nicht tontet?

.Well wir am kritischen Punkt sind. Du siehst Mc natül che Grenz«, da« Gebirge weiter nach Osten ziehen. Di« politifche Grenz« biegt scharf nach Borden um Was bi halbrechts vor uni liegt, ist da« 3lidrrieck. feit 150 Jahren ein strittige« Geber, bald unter chire ischer. bald unter russischer Herrichaft Heute toteber chne'isch -

Da« Flugzeug folgte der Grenz« nach Barden. Ein mäch'iger Strom wälzt« unter den Tteijent-en feine Wogen rach Westen. Georg 31enbranbt senkte die Maschine so tief, datz Ite den Boden fall zu berühren schrerr. Hab dann stand fie doch plötzlich wieder hoch über dem Grunde, denn tn jähem Abfall senkte sich das Gebirge. E n breites, tiefes Tal. auf beiden Sellen von schroffen Fels- rr.ducrn umsäumt, durch das der 3T |trom Mnen Weg nahm Don den Fellen her ein riefen battet Staukamm. im Dau begriffen Dort stand der von Menschenhand gefügte Wall schon mehrere hundert Me^er hoch 3m mittleren Teil aber waren die Arbeiten noch bei den Fundamentm..

Ocorg 3fenbranM run^rite bie Brauen, wäh­rend das Flug Ich ff langsam über ber Dammkrone dahinzvg

.Berdammt I Wir kommen hier nid>! so schnell ooraäit«, ane ib möchte . Ich werde Mac ttlurc abiSfen lallen . Mag er auch zehnmal ein Protekttenss nd fentT

W l ingtor For sah. tote bie Fäuste 3Ten- brandts sich bei diesen Wort«: um bais Steuer krampften.

(Fortsetzung folgt)