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Metzener Stadttyeater.

Hermann Steingoetter, Tchnntzelbny hansel ober Abcntencr des Lachstanncs tiob des Muktenschnappcrs, Märchen mit Oesnng nnb Tan^ in 6 Bildern.

(Uraufführung am 7. Dezember 1924.)

Draußen in ben Strafen der Stadt rattern bte Wahlautos, die die letzten Säumigen an die Wahlurne schleppen sollen, damit sie ihre Bürger- Pflicht erfüllen. L^»s Fieder poliii cher Hochspcm- nirng liegt wie eine dumpfe Atmosphäre über all den vielen Menschen, die heute abend die ersten noch lehr bruchstückhaften Vachr ch'.en über bte Wahlergebnisse frönen werden. Und im Laufe ter nächsten Lage wird man erfahren, welche Wärmer in den nächsten vier Jahren nach ikm Willen de« deutschen Bolles seine Geschicke be­stimmen sollen.

ilnb in diesem spannungsvollen Augenblick lädt das Stadtlheater diejenigen zu sich ein, die vm alledem, was da dvauhen tn der großen, bösen Welt geschieht, noch nichts wissen und nichts wissen folieir Die Rinder. Es lädt sie ein und geleitet sie in die einzige Welt, die ihnen gemäß ist, in die Welt des Märchens. Intendant Steingoetter, der selbst Doj Stück geschrie­ben unb inszeniert hat, nimmt sie an bet Hand und führt sie tief hinein in den deutschen Märchen- Wald. Da steht im Dunkel der Tannen das Rchler- Haus mit seinen freunbücfren Bewoh rem, da lagen emsige Zwerge an rtefig scheinerchen Waldpilsen und geleiten verirrte Kcnder freundlich zu etnec gastlichen Stätte, da tanzen im Schweigen der Bucht hn Mondenschein die Mäuse, während d'e Schnecken dazu mit ihren Hörnern den Takt kom­mandieren und die Störche ernst und gravitäti ch zuschcmen, da liegen unter dem Eibenbaum im Föhvenbuhl Sck)ätze verborgen, die der weise Zwerg au «gräbt unb derb rgt, damit ihr Fund die Menschen nicht zum Hochmut verleite. Und wie nun in all dieser geheimnisvollen u ck> schau­rig-schönen Herrlichkeit des Waldes die beiden Knaben umfrermen, ber immer muntere, zu tau- ffend Scherzen unb Liebem aufgelegte Lachhanmes unb der stille Muckmrschnapper, der doch Io treu zu seinem Bruder hält wie ihr Bater. der Müller, der dicke Knecht und der dürre Lehrer sie suchen und endlich finden, bas ist mit so Dstlichem Humor und In so ganz dem kindlichen Gemüt entsprechender Weise twrgebracht, bah man selbst als Erwachten er darüber für zwei ©tunben zum Rind wird unb all den wüsten Lärm der wirk­lichen Welt ba brau hon wie einen böen Traum von den ®liebem schüttelt. Die Rinder tön-'.cn wahrhaftig Intendant Steingoetter für sein Weih­nachtsgeschenk banken unb auch bie Erwach enen, die nur ein wenig Verständnis für Kinder haben. Er hat ein Stück geschaffen daS frei ist von all den unkindli-hen. nur dem Erwach enen verstäub- lid>cn Elementen, bie sich so leicht in solche Rinber- stücke einschleichen, das aber erfüllt ist von alC dem romantischen Zauber deutscher Märchenwelt.

DaS Stück war von dem Verfasser selbst sorg­fältig einstudiert. RaoellmMer Hermann Weller hait eine gefällige Mu ik dazu geschrie­ben. Die Szmenbilder Karl Löffler« waren wunderbar der Märck)enst.mmung cmgepaßt, vor allem da« schöne Bild des cinamcn Sch:nitzelbuh- häufel. Die vorkommenben h rbicherr Tänze hat e Lina O l d i n l einstudiert. Auch die schauspiele- rikfren Leistungen zeugten von hi 'g'bu gsvollem Eifer. Dor allem fanden bie beiden Buben durch Maufe Velsen und Vita Andre eine glänzende Verkörperung Unter all den übrigen, ie sämtlich ihr Beste« gaben, ohne daß wir je. en einzeln aufführen Kirnten, fei vor allem noch Karl V o 1 ck al« Müller« knecht hervorgeholen, ber durch den Humor seiner Darstellung den stürmischen Dctsall der Kleinen erweck e.

Ueberhaupt war der Beisall e>r stark unb bewies, wie dankbar auch die Erwach enen waren, einmal'für kurze Zeit ben All tags wrgen enthoben zu sein. *6e

Gröhe Strafkammer.

Gieben, 2. Dez. Der frühere Leiter der Dürerschule Hochwuldhausen, Georg Hellmut Veuendorff, war von dem Schöffengericht Giehen am 3. September wegen Sfttlichkeits-

vervreryen», aegangen an Drei mmoerjayrtgen Schülerinnen, zu einer Gesamtstrafe von sechs Jahren Zuchthaus abzugl.ch ein 3afrr Unterfuchungshuft imb Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 6 Jahren ver­urteilt worden Gegen dieses Urteil fratei Heuen- borff zum Zwecke der Fre fprechung und die Staatsanwaltschaft vorforg.ich Berufung verfolgt. Beide Berufungen wurden verworfen. D.e Urteilsbegründung ergab, bafr auf der Dürer- schule geradezu unglaublche Z-astände geherrscht haben. Mit Vücfftcht darauf hieft die Straf­kammer die von dem Schöffengericht gegen Veuen- borff erkannte Strafe für angemessen unb bestä­tigte dieses Urteil.

Buntes Allerlei.

Die testen Vorbereitungen für ba« Heilige Jahr.

Mit der Wahl der Kardinale, bie bei Beginn des Heilmen Jahre« die Hauptbasillken Rom« durch feierftche Oesfnung der heiligen Pforten ftir bieses grobe Kirchenfest einweihen sollen, trifft ber Papst die letzten Vorbereitungen für diese groh- artige Veraitstaltung, die Millionen von Pilgern nach der ewigen Stabt sühren wirb. Da« Jubel­jahr ist mit 3 Ausnahmen im letzten Jahrhundert alle 25 Jahre seit 1475 gefeiert worden Die Zahl der Pilger schwankte in diesen Jahrhunderten zwi­schen Hunbrrttausenden unb Millionen. Die ge­ringste Desuchsziffer hat soweit man bas fest­stellen kann - das letzte Heilige Jahr aufzuweifen gehabt, nämlich nur 350 000 Man hofft aber in diesem Jahr, die Ziffern, die bisher die grvhten waren, zu übertreffen. Als das besuchteste Jubel­jahr gilt das Jahr 1600, tn dem 3 Millionen Pilger in Vom anwesend waren. Vach dem Be­richt der Chronisten wurde ba« erste Jubeljahr 1475 von 2 Millionen Menschen gefeiert, einer für damalige Verhältnisse ungeheuren Menge Diese Menschenansammlungen führten zu schweren Un- glückSfällsn. So wird berichtet, dah Dutzende von Pilgern durch das Drängen der Menge zu Tode getrampelt wurden, bah viele im Ttber ertranken, bah bie Päpste, um ben Verkehr zu ermöglichen, zahlreiche ijäufer nteberreihen lassen und die Straften verbreitern muhten. In einem Jubeljahr war ber Zulauf so groh, bah es unmöglich war, bie heilige Pforte vor dem Gpiphaniastage des näch­sten Jahre« zu schliehen.

Dor solchen Katastrophen werden die Pilger­scharen in diesem Jahr geschützt sein, denn man bat umfassende Vorbereitungen getroffen, btc in diesen Wochen unter angestrengter Arbeit zu Ende geführt werden Die wichtigste Frage ist natürlich bie der Unterkunft. Der geringe Besuch im letzten Heiligen Jahr war zum gröhten Teil auf bie man- gelnde Wohnungsgelegenheit zu.-ückzufühien. Um ie Besucher, beten Zahl man auf 34 Mil­lionen in diesem Jahre schätzt, unterzubringen, haben der Vatikan, die italienische Regierung und die römische Stadtverwaltung zusammeng arbeitet. Im Vatikan wurden besondere Unterkunftsbaracken gebaut, die Klöster und die anderen kirchlichen An­stalten wurden in gröhtem Umfang für bie Unter­bringung berangczogen. Die Regierung förderte den Häuserbau, indem sie ben Bauherren beson­dere Privilegien einräumte, falls sie bis Ende diese« Jahres fertig wären und bie neuen Räume zur Unterbringung ber Pilger zur Verfügung stellen. Die Stadtverwaltung hat für bte Be­steuerung dieser neuen Häuser Ausnahmen ge­macht: sie hat eine Anzahl von ©traben neu ge­pflastert, neue Strahenbahn- unb Onmibuslinien eingerichtet. Die Regierung hat auch dafür ge­sorgt. dah gewaltige Mengen von VahrungSmit- tekn aufgespeichert wurden.

Fast ganz dieselben Vorbereitungen sind be­reits vom Papst Gregor XIII. im 16. Jabr- frimbert getroffen worden, natürlich mit Aus­nahme der Strahenbahn und Omnibulle. die damals nicht eingerichtet werden konnten. Auher der Ausbesserung der Wege und ber Herbei­schaffung grober Vahrungsvorräte muhte Gre­gor XIII. allerdings noch besondere Vorkehrungen für die persönliche Sicherheit der Pilger auf ihrem Wege nach Rom treffen, indem er Schuh­mannschasten gegen bie Räuber durch ganz Italien schickte. Während bie modernen Pilger ver­hältnismässig bequem daS Ziel ihrer Sehnsucht erreichen können, war früher die Pilgerfahrt mit groben Gefahren unb Entbehrungen ver­bunden. Die frommen Besucher litten unter Hun­

ger utA Kälte, unter S«-chen und Räuberei Die Einweihung de« Helligen Jahre« erfolgt bekanntlich burch die Oesfnung der heiligen Pfor­ten ber vier Hauptkirchen von 6t Peter. Santa Maria Maggiore, San Giovanni in Laterans unb San Paolo vor den Mauern. Währenb In den drei anderen Kirchen Karbinäle bie Zere­monie vollziehen, erfolgt bie feierlichste Eröff­nung. bie von St. Peter, durch den Papst selbst, eine Handlung, die zuerst von Alexander VI. im Jahre 1500 vorgenvmmen wurde Der Papst be­gibt sich an ber Spitze der Karbinäle unb seiner Hofbcamten von ber Sirtinllchen Kapelle au« zu der heiligen Pforte, währenb alle anderen Tore geschlossen fmb. Don seinem Tragsessel frcrubfteigcnS, schlägt er dreimal mit einem goldenen Hammer an bie Tür, woraus dann Arbeiter das Mauerwerk rasch beiseitefchaften. Die Steine unb ber Mörtel, bie zur Vermauerung ber Tür gebient haben, werden vom Volk eifrig gesammelt, denn sie gelten aL8 Reliquien. Dann sührt ber Papst, mit dem Kreuz in ber rechten unb einer brennenden Kerze in ber linken Hand die Karbinäle und Würdenträger zu Fuh in die Basilika, wo ein festlicher Gottesdienst adgehalten toirb. Eine ähnliche Zeremonie vollzieht sich bei ber Zumauerung ber heiligen Pforte am Ende des Helligen Jahre-.

DaS Jubiläum der Fisth Avenue.

Der weltberühmte Boulevard Veuhorks, die Fifth Avenue, besteht hundert Jahre, und die Metropole am Hudson hat am vergangenen Sonntag begonnen, dieses stolze Ereignis mit einem Programm zu feiern, das sich über eine ganze Woche erstreckt.

Die Fifth Avenue Association, die Vereini­gung der Geschäftsleute aus der Avenue, deren Ausgabe es ist, darüber zu wachen, dah in Fir­mentafeln und Aufschriften sowie in den Auslagen ein vornehmer Ton bewahrt werde, der mit der Würde dieser größten GeschäftSstrahe der Welt übereinftimmt, hat die Leitung bei den Festliche leiten übernommen. Unter ihrer Aufsicht ist die Fifth Avenue verziert worden. Auf ihren Vor­schlag haben die Besitzer der groben Geschäfte besondere Ausstellungen zusammengestellt, die durch die zur Schau gestellten Waren und durch das Arrangement an Perioden der Vergangen­heit erinnern. Eine Anzahl Geschichtsschreiber hat in ihrem Auftrag eine historische Abhandlung^ , Fifth Avenue, Old and Vew", versaht, älnd schltevlich wird auf ihr Ersuchen Präsident Coo- libgc nach Veuyort kommen, um eine Festrede zur Ehrung ber Fifth Avenue zu halten, der Avenue von Arnerllas erster Stadt. Die jubi­lierende Strafte wurde im Jahre 1824 eröffnet. Sie lief damals von Washington Square bis zur 12. Strafte. Seither hat sie sich in nördlicher Rich­tung, bis an der 110. Strafte vorbei, ausgedehnt, zugleich mit der Stadt selbst, die sich immer mehr nach dem Vörden von Manhattan aufebreitetc. Aber die eigentliche, die alte Avenue, die ganz Veuyork liebt, hört bei der 59. Strafte auf, wo der Zentralpart beginnt. Die Fifth Avenue i£t die Feststrafte Veuyork«. Am Anfang, am Wa­shingtoner Square, steht ein Triumphbogen, der Washington geweiht ist. Don dort zieht sich dio Avenue kerzengerade nach dem Vörden, weit über Sehweite hinaus Hier werden Paraden abgehal­ten, fremde Fürstlichkeiten durchgeführt, Präsiden­ten eingeholt. Hier oder richtiger zwischen der 23. und 59. Strafte besorgt des wohlhabende Veuyork seine Einkäufe. Hier stehen die groben Kirchen und Kathedralen, wo die .upper 4000" Sonntags der Predigt lauschen und an Wochentagen sich trauen lassen. Hier stehen noch die allen Paläste der AstorS, Vanderbilts, Morgans und Rockefellers. Hier erhebt sich auch das Haus Mark Twain-. Hier befindet sich die gröftte Buchhandlung von Brentano und die großen Derlagshäuser von Sribner, Mac Mill an und Sutton. Hier steht das alte vornehme Waldors-Astoria-Hotel, in dem Präsidenten und Fürsten absteigen, aber auch das alte Brevoort-Hotel, in dem die kunstsinnige Bo­heme von Veuyork Sonntag vormittag gegen elf ilfcr das Frühstück mit Omeletten und Kaffee ein­nimmt. Dann sieht man hier die klassischen ®e«< bäubc der ^Public Library" und desMetropoli­tan Art Museum". Bis vor kurzem gab es hier das weltbekannte Restaurant Delmonico, wo die alten Knickerbockerfamilien ihre Rendezvous ab- hielten und ihre Feste feierten. Hier stehen die gewaltigen Warenhäuser von Lord & Taylor,

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Sak«. Hier fahren keine Hoch- unb ilntergnmb- bahnen sowie keine Straftenbahnen. Das Pftaftee ist bloft für Autoreifen. Die glänzenden ßtnwu» sinen gleiten in ununterbrochener Kette vorbei. Unb der gewöhnliche Sterbliche beobachtet bat farbenbunte Gewühl am besten vom Imperial der grünen Autobusse, oder er mengt sich in die äußerlt korrekt gekleidete und parfümierte Schar der Fußgänger auf den breiten Trottoirs. Das ist die Rue be la Pate von Veuyork. Da stellen die großen Juweliere wie Tiffany und Eartier ihre funkelnden Schätze au«, die von schwergewich­tigen und bewaffneten Portier« bewacht werden. Da wohnten früher die .upper 400, al« dieSo­ciety" noch mit dreistelligen Zahlen gezählt wer­den konnte. Da stehen die Gebäude der großen Kunsthändler wie Duveen. Knoedler und anderer. Hier lebt, tummelt sich, glänzt und lärmt ein Stück Amerika, daS nirgends seine«gleichen findet unb das einen Häuserblock westwärts, auf der Siffth Avenue, die parallel zur Fifth Avenue läuft, ben schreiendsten Kontrast bat in einer Umgebung von Schmutz, häßlichem Wirrwarr unb Armut.

Büchcrtisch.

Heinrich Mann: In einer Fa­milie. (Verlag Ullstein. P eis 1,50 Goldmark ) Ein verwöhnter junger VichtStuer sucht nach einer Jugend voll Irrungen und Unfricben in einer Familie, in die er durch bie Heirat mit einem jungen Mädchen von vollenbeter Kultur unb Reinheit ausgenommen wird, Ruhe und Be- sreiung. Aber er vernichtet ben Sieben der Familte, er geht mit ber zweiten Gattin feine8 Schwiegervaters ein Liebes Verhältnis ein, baÄ an lener eigenen Maßlosigkeit bald in Haft um- schlagen muh. Wie sich diese Trag-d e vvr- bcrc.tet und bi« zur Kitästroph? verdichtet und wie sie schlteftlich ihre Lösung findet, da« gestaltet Heinrich Mann in dies m frühen Aorn.m mit grober S.ch.rhr.t ps.)chol.gischen Instinkte« 124fc

G Ferrero: Demokratie oder Terror. Die Diktatur in Italien. Oin- gelcitet von Gottlob Egelhaaf. Geb- 6 Mk. In Italien haben schwache unentschlossene Regter^uv gen, mit dem Sozialismus paktierend unb der Plutokratie verfallen, nach einem Kriege eine mo- natelange Anarchie geduldet, für die auch d An- nunzio« Handstreich aur Fiume zuletzt nur ein Symptom nxir. Vach einem Zickzackkurse, wie auch Deutschland ihn burchlaufen mußte, riß »der Ret­ter" Mussolini Die Macht an sich. Der phantastische Zug ber Schwarz Hemden nach Rom gelingt, durch ein vergewaltigtes Wahlrecht wird ba« Parla­ment erobert und bte Diktatur errichtet. Ist eine solche Diktatur heute überhaupt möglich? Ferrero bezweifelt es aus guten Gründen: Für alles haft­bar und dabei doch ohnmächtig zu fein, Darin fleht er die Strafe für den, der in modernem Staaten Diktatur auf Lebenszeit erstrebt. Denn Die Ge­schichte hat bie Völker beim Wort genommen, bk seit einem halben 3abrbunbert riefen, fteJclen mündig und wollten sich selbst regieren. Dab diese« Selbst regieren Mühe unb Gefahr für ein Doll bedeutet, läßt sich nicht leugnen. Erweist sich auch diese letzte Grundmauer oüS Humbug, so bleibt nur Die rofre Gewalt mit allen Schrecken und Schwä­chen, wie sie Ruhland erlebt Gill da« nur von Italien? Gerade wir Deutsche frord^n auf, wenn Ferrero nach zehn cinöringlicfren Leitsätzen über innere Politik zu dem Schlüsse kommt: .Der Welt­krieg ist weder an ber Maa« noch am Rhein weder in ber Champagne noch in Belgien gewon­nen worden, weil et überhaupt noch nicht nen ist. Gewonnen wird er mm jenem Volk, dem es gelingt, sich au« Der allgemeinen Anarchie ben Rest einer Regierung zu retten, Die noch über einige Autorität verfügt und zu handeln ver­steht Das Buch ist im Verlag von Juliu« H^ii mann in Stuttgart erschienen. 1244

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