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Lrantfurt a. M. 1168«.

Blatt

m. Jahrgang

Montag, 8. vezemoer 1924

General-Anzeiger für Oberhefsen

Crurf nnd Verlag: vrühl'sche Univerfilälr-Vuch- und Stcinbrudcrei R. Lange in Sietzen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Zchulltratze 7.

Ttnnahme Hl für di« lagesnnmmetbi« zum Nachmittag vorher ohne jedeDerdmdlichkeiL.

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Der ägyptische Attentatsplan.

London, 7. Dez. (B. Z.) Das Mrniste- rium deS Innern hat im Laufe des heutigen TageS weitere aufsehenerregende Mitteilun­gen über das Komplott der äghpttschen Ra- ttonalisten gemacht, das während der Unter» fuchung des Attentats gegen den Sirdar auf- gedeckt worden ist. Die ägyptischen Olationa» Ästen haben die Absicht gehabt, drei Mi­nister des englischen Kabinetts und eine An­zahl höherer Beamte der englischen Ministe­rien durch Bomben und Gift zu ermorden. Ferner ist beabsichtigt wordren, am Tage der Parlamentseröfsnung durch den König am

Die Völkerbundstagung in Rom.

Chamberlain bei Mussolini.

Rom, 7. Dez. (WB.) Der britische Staats­sekretär deS Auswärtigen, Austen Chamberlain, ♦ft in Rom eingetroffen und wird Rom voraus­sichtlich bereit- am Donnerstagabend wieder ver­lassen. Mit Rücksicht auf die Verzögerung de» Ankunft der Delegierten, von denen verfchtedene erst am Montagvormittag in Rom ankommen­ist die Eröffnungssitzung auf Montag nachmittag 4 Uhr verlegt worden. Bene sch wird erst am Montagabend hier erwartet. Die Tagesordnung des Völkerbundsrats, die 37 Punkte umfaßt, ent­hält neben verschiedenen, D a n z i g und das Saargebiet betreffenden Fragen als letzten Punkt die mit dem Genfer Protokoll zu­sammenhängenden Fragen über das Schieds­verfahren, Sicherheit und Abrü­stung. Der Antrag der englischen Regierung auf Vertagung dieser Fragen ist auf der Tages­ordnung nicht erwähnt.

Der Generalsekretär des Völkerbundes ist ebenfalls schon in Rom ein getroffen. Driand, Hymans und die Delegierten Brasiliens und Spanien- werden heute abenb eintreffen. Be­ne s ch kommt erst morgen früh.

Chamberlain hatte mit Mussolini eine Unterredung, über die folgende amtliche Mitteilung aus gegeben wurde: Mussolini hat im Palazzo Chiai mit Chamberlain eine neue Aussprache gehabt Sie dauerte ungefähr l1/* Stunde. 3n dieser langen Unterredung wurden nach Prüfung der allgemeinen Lage im Geiste herzlicher Freundschaft einige der Hauptfragen zur Sprache gebracht, die Italien unb England im gegenwärtigen Augenblick besonders stark in­teressieren. Aus der Unterhaltung ergab sich die Möglichkeit der Aufstellung gemein­samer Richtlinien für die Behandlung die­ser Fragen unter erneuter Festlegung der Be­schlüsse, die zwischen Ländern gefaßt wurden. Der britische Staatssekretär konferierte bann mit dem ehemaligen Ministerpräsibenten Satan- b i o unb folgte einer Einladung des Königs Aum Frühstück im Quirinal.

Die Kommunistenjagd in Frankreich.

Massenverhaftungen in den Pariser Vororten.

Pari-, 7. Dez. (TU.) Die Abwehraktion der Regierung gegen den Kommunismus Hut gestern nachmittag begonnen. Geheimpolizisten unb Gendarmen verliefen in 5 Lastautos bas Po­lizeipräsidium mit ber Ausgube, bcUmgcgenb von Paris nach vcrbächtigen Kom­mun ist en abzu suchen. Die Maßnahmen richten sich in erster Linie gegen auslän­dische Anarchisten, Polen, Spanier unb Italiener. Sn einem einziger Vorort wurden zwölf Verhaftungen trorgcn.mimax. De Säube­rungsakt :on wird wah schrinsich die Rächt hin­durch unb morgen fortgS tzt unb soll auch auf bie Provinzen ausgebeh nt werden. Rach Rach dem Departement b.-s Fonsterre sind zwei grof e Abteilungen berittene. Gendarme üe unb Polizisten zu Fast entsandt wordm, angeb.ich zur Ausrcchtcrhaltung der Ordnung in den Küsten- ffäbtcn, wo schwere Streikunruhen aus- gcbrochen sind. Sn Pariser kommunistischen Kreisen herrscht grolle Erregung Es schweben die wil­desten Gerüchte umher. So wird u. a. behauptet, daft Kommunisten durch einen Handstreich So- boul morgen abend aus dem Gefängnis befreien wollen.

DieLiberte" berichte baft 400 Komm u- nisten verhaftet wurden. Soweit es sich um Fra nz osen fxmbelt, wurden sie nach Fest­stellung ihrer Personalien wieder aus der Haft entlassen, bk Ausländer dagegen sind itad) dem Polizeipräsidium gebracht worden. Der Minister des Innern hat A u s» weifungsbefehle *gegcn 60 ausländische Kommunisten erlassen. Darunter befaßen sich 43 Staliener, 6 Polen. 7 Belgier, 1 Se de, l Schwei­zer, 1 Schwede. 1 Deutscher. Die Kommu­nisten werden beschuldigt, die Organisatoren der kommunistischen Hundertschaf t c n zu sein. Sn Erwartung eines kommunistischen Handstreiches sind sämlliche Vorsichtsm-ft- regdn getroffen worden. Sm übrigen herrscht der Eindruck vor, daß die Regierung mit ihrem Vor- ?ehen gegen die Kommunisten ein Chamber- ain gegebenes Versp rechen einlölen wolle. Von den Pariser Blättern führtEcho de Paris" bie gestern eingetretene Franken­baisse aut die Angst vor den Kommunisten zu­rück. Das engllsche Pfund stieg von 85,67 auf 86,76, der Dollar von 18,32 auf 18,37.

Die Reichstagswahl.

Starke Wahlbeteiligung bei ruhigem Verlauf. Die ersten Gesamtergebnisse.

Der Wahltag in der Reichshauptstadt.

Berlin, 7. Dez. (T. U.) Trotz der trüben Regenstimmung herrscht in den Straften Berlins schon seit den frühen Morgenstun- den reges Treiben. Roch sind die Papier­massen von den Reinigungskolonnen nicht bewäl­tigt worden, als schon Autozüge mit Fahnen schwarz-weift-rot die Straften durchfahren und eine neue Papierflut in den Schmutz ber Strafte geschleudert wird. Die uniformi rten Ver­bände beider Richtungen sind unermüdlich tätig, die Stimmung zu beeinflussen. Eine grofte Anzahl von Wählern hatte bereits bis zur Mittagsstunde seiner Wahlpflicht genügt. Kurz nach 1 Ähr be­gegneten sich gestern an der Ecke Arns- toalber- unb Drcnsbergerslrafte zwei Propa- gandalastautos des Reichsbanners Schwarz- Rot-Gold mit einem Fuhrwerk der Rationalsozia­listischen Partei. Es kam zu scharfen Ausein­andersetzungen, bie zu Tätlichkeiten aus- arteten. Ein neunjähriger Knabe geriet unter ein Rad unb trug innere Verletzungen davon. Aus ber erregten Menge fiel ein Schuft, ber aber fehlging. Der Täter konnte nicht ermittelt wer­den. Die Polizei stellte die Ruhs wieder her. Auf dem Kurfürstendamm kam es in den heutigen späten Rachmittagsstunden ebenfalls zu

blutigen Zusammenstößen

zwischen Reichsbannerleuten unb dem Publikum. Die mit Re chöbanne leuten besetz.en unb mit den Reichsfarben geschmückten Autos wurden von der Menge, die die Straften füllte, mit Riederrufen begrüftt. Als ber Versuch gemacht würbe, von einem der Autos bie schwarz-rot-goldene Fahne herunterzureiften, schlugen die Reichsbannerleute mit Stöcken auf die Demonstranten ein. Es kam an verschiedenen Stellen ber Stadt zu erregten Auseinandersetzungen unb ju < i;em hef­tigen Handgemenge. Viele Personen wur­den leicht verletzt. Schlicftlich gela rg es der Sch po, die Menge zu zerstreuen. Auch in den übrigen Stadtteilen des Stadtinnern kam es im Laufe des TageS zu kleineren Reibereien. Die Stim­mung war überall erregt, bie Wahlbeteiligung in den Abenbstnnden äufterft lebhaft.

Wahrend die Straften in den Abendstunden im allgemeinen das gewohnte Bild zeigten, scheinen sich an den größeren Plätzen erregte Men­schenmengen zu sammeln. 3m Rvrden, am Alexanberplah, war eine Kolonne von Zeitungs­trägem von der heftig debattierenden Menge be­lagert, bis durch Radfahrer

Extrablätter mit den ersten Wahlergebnissen gebracht wurden. Man reift! sich um die Blätter, schreit hoch und nieder. Ein wüstes Gedränge ist in den Zeitungsvierteln, ber Verkehr i ft nahezu lahmgelegt, und mir noch un'er gtöftlcr Gefahr für die nach Tausenden zählende Menge auftechtzuerhalten, de mit gemischten Gefühlen d.e ersheinendcn Res lt le entgegen» nimmt. Ein Lautsprecher auf dem Dönhoff- plitz war nicht imstande, die schräeide Menge zu übertönen. Am Rrllendvisplatz unterhält e ne geradezu raff niertc Lichtreklame das Pub.i- tum. Don rechts nach l nks wandern in e ne n von Blaulicht umrahmten Streifen die Lichlbachstaben, einmal Reklame für Zigarettensirmen, einmal irgend in Deilergebais aus Teinpelhof darf e lend. Am Rollenderfplatz wurden einzelne Ergebnisse mit lauten Rufen unb Schwenken von schwär-- weift-rvten F ihnen begrüftt Ob Sinn ober n cht Sinn, es war eben Stimmung. Die tausend» köpf ge Menge traf feine Anstallen, das Feld zu räumen. Daft Sntcrcffe an dem Ausfall der Wahlen vorhanden war, merkte man auch an den erregten Debatten. Der Potsdamer Platz, tonst der Sammelplatz für alle Re-g erigen, war verhättnismäftig öde, immerhin borgte auch hier imponierende Lichtreklame dafür, baft sich das Hai renbe Publ k.nn auch für das Weihnachts­geschäft interessierte.

Die Wahlen im Reich.

Berlin, 7. Dez. (SH.) Rach allen aus dem Reich vorliegenden Meldungen scheint die Wahlbeteiligung dieses Mal zu minde­stens ebenso stark gewesen zu sein wie im Mai. Aus ganz Ostdeutschland, ebenso wie auch aus dem Industriegebiet tmrben Be teiligungs -

9. Dezember gleichfalls Attentate zu verüben und öffentliche Gebäude durch Bombenwürfe zu zerstören.

Die Anstifter des Revaler Aufstandes.

Reval, 7. Dez. (2.U.) Die gerichtliche Untersuchung ergab, baft in der letzten Zeit vor dem Aufstand in Reval einzelne Gruppen von 3 bis 4 Mann aus Sowjetruft- lan b auf ungesetzlichem Wege nach Esthland S* nm en sind. Alle russischen Teilnehmer am land haben in Ruft land die Agita­torenkurse besucht. Es ist festgestclll, baft die beschlagnahmten Waffen russischen Ur­sprungs sind. Die Pläne waren in Ruft- lanb ausgearbeitet, und alle Verhafteten hatten falsche Pässe Während des Auf­standes wurden die Befehle in rufstscher

Sprache erteilt. Sn Riga verlautet, baft der kommunistische Aufftand in Reval zu Verhand­lungen über ein Schutz- und Trutzbündnis der baltischen Staaten gegen Ruftland geführt hat.

Die Gehälter der Reparations- Kommissare.

Berlin. 7. Dez. CS.U.) Die Veröffent­lichung ber Geh al ter ber Reparationskommissare 5at in der Prelle eine Reihe von Kommentaren hervorgerufen, die, wie an zuständiger Stelle erCärt wird, nicht stimmen. Die Gehäller der Kommissare werden nach dem Londoner Ab­kommen aus der allgemeinen Repa­rationskasse bestritten, so baft die Ge- hal.sbemcssung De.tschland ganz gleichgültig sein kann. An den von Deutschland zu zahlenden Jahresleistungen ändert das nichts Dte Gehälter

ziffern von 80Prozent berichtet. Zu Aus­schreitungen größeren Umfang '6 ist es nirgends gekommen. Kleinere 3ufa nmc.iftöfte zwischen An­gehörigen ber Vaterländischen Verbände und des Reichsbanners Schwarz-Rot°Gold werden aus mehreren Städten gemeldet.

In Leipzig kam es bei einem Fackelzug der Vaterländischen Verbände zu Zw.schenfällen mit Sozialdemokraten unb Kommunisten. Währenb sch in ber inneren Stadt und in den Geschäft-Vierteln der Wahlakt in den Vormittagsstunden sehr schleppend ab­wickelte. ging es in den Arbeitervierteln schon von früh an recht lebhaft zu. Die Anordnung des Rates ber Stadt Leipzig, die Wähler­listen nach ber Wahl zur Kontrolle auf- zulegen. scheint gewirkt zu haben. 3e weiter bie Zeit vorschritt, desto stärker würbe der An­drang ber Wähler. Flieger warfen über ber Stadt Flugblätter ab Sn Halle a. S. wurden Spiegelscheiben unb Gäben des Ge­werkschaftshauses durch Völkische zertrüm­mert. Eine wilde Schlägerei vor Dem Ge­bäude zwang d.e Polizei einzugreifen unb eine Anzahl Verhaftungen vorzunehmen.

In Magdeburg

überfiel heute nacht kurz nach 1 Uhr eine Rotte von Reichsbannerleuten in Uniform unb mit Abzeichen bas Verlagshaus der Magdeburger Tageszeitung". Der Pförtner, ein schwerkriegsbeschadigter Mann, wurde durch Schlagringe und Stockfch'ägef chwer verletzt. Durch Angehörige des Betriebes ge­lang cs, die Reichsb.-mnerleute zurückzudrängra.

In Hannover betrug für einzelne Bezirke bie Wahlbeteiligung 82 bis 90 Proz. General- fel binar schall von Hindenburg war einer der ersten, die zur Wahlurne schritten. Sn Braunschweig sowie in Lüneburg und in den anderen größeren Städten ist die Wahibrielli- gung sehr rege gewesen. Auch in Bremen übte das überaus schöne Spätherbftwetter auf die Wahlbeteiligung einen sehr günstigen ® in f lüft aus.

In Köln

Bis 3 Uhr nachmittags war die Wahl­beteiligung verhältnismässig gering. Das herr­liche Wetter hatte viele ins Freie gelockt. Im Gegensatz zu den Maiwahlen war die Rellame und der Schleppdienst gering. Auf dem Heu­markt hatte die Zentrumspariei eine grofte Lein­wand aufbaven lassen, auf der die Ergebnisse im Lichtbild bekanntgegeben wurden.

In Hamburg zeigte der Wahlsonntag- Morgen im Straftenbild der Stadt ein ruhiges Bild. Die Hamburger wurden in diesem Jahre bereits zum dritten Male an die Wahl­urne gerufen. Man schätzt, baft im ganzen 75 Pro­zent ber wahlberechtigt n D volkerung im Gegen­satz zu 65 Prozent bei ben Bürgerschaftswahlen an der Wahl teilgenommen hat.

In München ist ber Wahlsonntag voll­kommen ruhig verlaufen. Desonbers nachmittags ging es sehr lebhaft zu. Rur die für die Münchener Etadtratswahlen vereinigte natio­nale Rechte zog durch eine gröftere Propaganba die Aufmerksamkeit der Wähler auf sich. Rach Stichproben dürfte die Wahlbeteiligung bei den Reichstagswahlen die vom 4. Mai nicht über­troffen werden.

Die Wahlen in Frankfurt.

Frankfurt, 8 Dez. CSU) Am Sonntag hatte die Wahlpropaganda ber einzelnen Parteien ihren Höhepunkt erreicht. Seit Den frühesten Morgenstunben fuhren zahlreiche Lastautos mit Wahlaufrufen und Musik burch Straften, bie heute überaus stark belebt sink). Uebevall treten Sanbwichmänner mit Wahl­plakaten der einzelnen Parteien auf. 'Das Wahl­geschäft war bis Mittag noch ziemlich faul. In einzelnen Wahlbezirken hatten kaum ein Drittel der Wahlberechtigten ihre Stimmen abgegeben. DaS Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold hatte vor­gestern abend auf dem Opernplatz eine grofte Kundgebung für bie Republik veranstaltet. Rach ber Kundgebung zog eine Abteilung burch bie Altstadt. Hier kam es vor einer Wirtschaft zu einem Zwischen? all mit nationalsozialistischen Iugenbgruppen Es entstand ein Handge­menge. Die den Zug begleitenden Polizei- beomten konnten schnell d.e Ruhe wicderherstellen.

Auch im Lause deS RachmittagS ging die Walll- tätigfeit nur langsam von statten. Gegen Schlaft der Wahlzeit wurden die Wahlsäumigen von den einzelnen Parteien in Autos au den Wahl­lokalen geschleppt. Kommunisten, bie sich gegen 6 Uhr vor dem TortcilMal der Deulschnatioiraleu Bolwpartei versammelt hatten und die Ruhe störten, wurden schnell von der Polizei zerstreut.

vorläufiges Reichstagrwahh Ergebnis in Heffen-Varmftadt.

Darmstadt, 8. Dez. (Pr.-Tel.) Bei bei Reichstagswahl wurden folgende Stimmen abgegeben: Sozialdemokraten 218 024, Deutschna­tionale 47 242, Zentrum 98 753, Kommunisten 34 288, Deutsche Vollspartei 72 651, Rational- sozialisten 7785, Demokraten 53 216, Wirt'chafts- partei 5239, Landbund 79 958, Häufterbund 252. Unabhängige 824, Freie Wirtschaftsvereinig. 363

Darmstadt (Stadt unb Kreis): Ender­gebnis: Soz. 32 260, Deutfchnat. 10173, Zentr. 2633, Kommunisten 3806, Deutsche Dolkspartei 17 646, Rattonalfoz. 10379, Demokr. 6625, WittschaftSpartci 501, Hess. Landbund 2584, Haeufterbund 18, USP. 63.

Darmstadt-Stadt endgültig: Soz. 19 070, Dntl. 8526 Ztr. 2409, Komm. 1390, Dt. Vp 14 375. Rtt. Freih itsb.-w. 1549. Dem 4893, Wirischaftsp 279. He s L.rndbund 153, Haeufter­bund 16. USP. 46. F. F. F. 13.

Offenbach: Soz. 11 167, Deutfchnat. 2816, Zentr. 4247, Komm. 4462, Bolkspartei 3352, Bölk. 322, Dem. 2447, Wirtschaftliche Bereinigung 976.

Bensheim (Stadt): Svz. 1256, Deutsch» nattonale 301, Zentr. 1712, Komm. 219, Dvlks- Partei 567, Rationalsoz. 105, Dem. 308, Witt- schaftSpattei 37, Hess. Bauernbund 37, Freie Wirtschaftspartei 5, USP. 13.

Worms Land und Stadt: Svz. 15 336, Dntl. 2502, Ztr. 8123, Komm. 1182, Dt. Vp. 11 729, Ratsoz. 403 Dem 3150, W rlfchpanei 55, Haeufterbd. 17, USP. 74, F F. F. 116, Bauern­bund 2454.

Mainz: Soz. 21 947, Dntl 2662, Z 13704, Komm 1781, Vp 2981 Ratfoz. 128, Dem. 7230, H-ss. DP. 457.

Wahlkreis Hessen-Nassau.

Berlin, 8. Dez. (WTD.) Funkspruch.) So­zialdemokraten 372 629 (302 886), Deutschnatio­nale 225 525 (242995), Zentrum 209038 (202067), Deutsche Volk-Partei 155 161 (146 985), Kommu­nisten 63 911 (111 499), Demokraten 99 271 (85 258) Rativnalsozialisten 29 069 (66 604), Wirtschafts- Partei 25 650 (23 846).

Frankfurt (Stadt)

Reichstag: Soz. 67450, Dn. 34 050, Kom. 16 053, Vp 27 174, Rat.°soz. Freiheitspartei 4675, Dem. 30 659, Wirtschaftspartei des Mittelstände- 9699 Groftdeutscher Hessenbund 87, Häufterbund 77 USP. 1155, Freier Wirischaftsbund 156.

Landtag: Soz. 86 804. Dn. 33 090, Zentr. 29 890, Kom. 16186, Vp 26 657. Rat.-soz. Frei- heitspartci 4675, Dem. 30 335 WirtschaftSp. des deutschen Mittclstandes 9971, Grvftdeutscher Hef- senbund 85, USP. 1287.

Kas sei (Stadt): Soz. 38 002. Dn. 19424, Z. 48 28, D. Vp. 15 212, Dem 10 330, Rat.-soz. Freiheitspariei 3415, Kom. 3346.

Kassel (Landkreis): Svz. 12693, Dn. 4573, Z. 246. Kom. 1857, D Vp 3191, Rat.-Soz. 787, Dem. 1883 Wirlschaft-pariei 151, Hess. Bauern­bund 38, Häufterbund 1, Freier Wirtfchaftsbund 21, USP. 66.

Marburg- Stadt: Soz. 1684, Dn. 4025, Z. 804, Kom 552, D. Bp 2095, R.-Svz. 771, Dem 1349, Wirip. 32, Landbd 34, Haeufterbd. 11, U.S.P. 74, FFF. 7.

Fu Ida-Stadt: Soz. 1S94, Dn 995, Z. 7357, Kom 624, Vp. 936, Rot. Fveiheitsbcw?gung 304,

seien, gemessen an amerikanischen Verhältnissen, nicht einmal sehr hoch.

Der Reichshaushaltsvoranschlag

Berlin, 5. Dez. (Priv.-Tel.) Art. 85 Abf. 2 der Reichsverfassung schreibt vor, baft ber Haus­haltsplan vor Beginn beä Rechnungsjahres durch ein Gesetz fest zustellen ist. Dieser Vorschrift ist seit Inkrafttteten ber Reichs Verfassung noch nicht ein einziges Mal genügt worben. Den Haus­haltsplan für 1925 hatte der nunmehr auf'xlöft« Reichstag im Oktober 1924 noch nicht in Angriff genommen. Tie Vorlage ist durch die Auslosung unter den Tisch gefallen und wird dem neuen Reichstage von neuem unterbreitet werden müssen. Die Reichsregierung plant, wie wir Hoven, auf Grund der Beschlüsse des Reichsrats zum Haushaltsplan eine neue einheitliche Vorlage herzuft eilen.