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Samstag, 5. April (924

Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen)

Nr. 82 Zweites Blatt

bis

beteiligt.

Frankfurt a M

Berlin

3n Visionen Prozent

Landwirtschaft und Gartenbau

Wdausend Sehnte

GMZZ«M

"e- Sohlen

Revart.

Frrllr. 4. Avril

Zu haben bei jedem Schuhmacher.

So gut wie Continental Reifen I

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Banknoten.

(Ohne Gewähr.)

2 i

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1

2

50

2 voll

2

2 voll

2

Börsenkurse.

(Ohne Gderodbr.)

2 Mark.

Frankfurter Getreidebörse.

Märkte.

Berliner Produktenbörse.

Berlin. 4. April. Aehn-lich a>ie am Ef­fektenmarkt ist auch im Produltenverkehr die hoch­gradige Geschäftsstille nach wie vor fas Kenn- zeigen der Lag«. Die Mühlen haben schwierigen Absatz. Die nordischen Mühlen, welche Auslands- Weizen verarbeiten, erhöhten wegen der Schwie­rigkeiten in der Beschaffung von Devisen ihre Forderungen In Mcchl. Intandsweizen ist bei geringer Rachfrage nur spärlich angeboten. 3n Roggen ist gegen den Wettbewerb der Reichs-

Wirtschaft.

Börse und Geldmarkt.

Otto: bl das deutsche DankgewTrbe schon seit fahren sich mit dem Gedanken vertraut gemacht hat, das) im Augenblicke der Stabilisierung unse­rer Währung eine starke Ginschrän!ung der ye- fchastlichen Tätigkeit der Tanten und sogar eine direkte Verminderung der Betättgungsmögllch' leiten aas längere Sicht eintreten würde, i)l rs rrod> nicht nröglich gewesen, so starke Sicherungen gegen diese Krise za schiffen, wie man im_ In­teresse der Gesamtwirtschaft vielleicht gewunschi hätte. Die Währungskrise, die dec jetzigen ®c- schäftsslille vvrauegnrg. war eben so schwer, dast sie es den Danken saft unmöglich machte, jene Massnahmen mit der nötigen Dcschlennigung durchzuführen, die notwendig waren, um die üln- krsten aal das erforderliche Minimum farabzu- drücken. Es kommt hinzu, das) die Zahl der selb­ständigen Bankunternehmungen in der Rachkriegs­zeit eine aufjergewöh liche Zunal)me erfahren hat, so das) jetzt auch in dieser Beziehung ein Abbau notwendig wird. .Freiwillig werden die mcistcn derartigen Institute, die ihre Entstehung in der Hauptsache der Inflation verdanken,, das Feld natürlich nicht räumen wollen. Infolgedessen voll­zieht sich der Reinigungs- und Einschränkungs­prozeh nur allmählich unter dem Druck der wirt­schaftlichen Derhältniss«. In der letzten Woche tarnen aus verschiedenen Teilen Deutschlands Rachrichten über Iahlungsschw.erig-keiten kleinerer Dankunternehmungen. Hierbei handelte es sich grröhtenteils um Rachkriegsgründungen. Für die Börse bilden diese fortgesetzten Schwierigkeiten natürlich ein Moment der Beunimhigang. Das Effektengeschäft liegt ohnehin brach darnieder, und es bedarf nur verfaltnis-mästig geringfügiger An­lässe, um die Kurse noch weiter zu drücken. In den letzten Lagen war die Rervvsität der Börse im Hinblick auf die zu erwartende Derofsenllich- lung des Berichts der Sachverständigen besonders grob. Ob sich in naher Zukunft das Effekten­geschäft etwas erholen wird, erscheint überhaupt sehr zweifelhaft, da der Erhobtngsprozes) in der . eigentlichen produktiven Wirtschaft außerordent­lich langsam fvrtschreitet. Die Industrie ist noch immer starken Hemmungen ausgesetzt. Es sei nur auf die Micumverträge, auf den Mangel an Cinfuhrdevisen und die Stockungen im Export­geschäft hingew-esen. Auch die französische Wäh­rungskrise zieht die gefaulte Weltwirtschaft in Mitleidenschaft.

*

Vom Arbeitsmarkt.

Erst jetzt, nachdem die Ergebnisse der Ar- beitsmarktstatistil auch für die ersten beiden Mo­nate des lausenden Jahres vollständig vorliegen, läftt sich ein einigermaßen zuverlässiges Bild von der Schwere der Arbeitsmarktkrise gewinnen, die im Anschluss an die Währungstatastrvphe Deutsch­land faimgesucht hat.

Soweit von den Arbeitergewerkfchasten zu­verlässige Statistiken vorliegen, d. h etwa für einen Kreis von mehr als 4 Millionen Arbei­tern, ergibt sich für Rovember v. Is. eine Prczentziffer der Arbeitslosen von 23,4 v. H. Im Dezember stieg der Prozentsatz auf 28,2 v. H , um im Januar 1924 aus 26,5 und im Februar 1924 auf 25,1 v H. zurück- Kugehen. Hierbei ist zu berücksichtigen, das) in den ungünstigsten Monaten der schwersten Ärifen- jahre der Vorkriegszeit mir austerordentlich festen mehr als 5 v H der gewerkschaftlich organisierten Arbeiter erwerbslos waren, und das) selbst im Hanuar 1919, d. h. im ersten Stadium der De­mobilmachung, nur 6,6 Proz. Arbeitslose gezäh t wurden. Im Januar 1 92 3 stellte sich die Prozentzifser aus 4,2 v. H

Die Zähl der Kurzarbeiter betrug im Durchschnitt von 29 Verbänden im Februar d. I. IZ.l v. H. gegen 23,4 v H im Dormonat.

Die Statistik der unterstützten Er­werbslosen, die natürlich nicht die gesamte Arbeitslosigkeit in Ausdruck bringt, lässt die im taufenden Jahre eingetretene Abschwächung der Krise bereits necht deutlich erkennen Die nied­rigste Erwerbslosenziffer. die D<.utsch'.and w h! jemals gehabt hat, war am 1. Oktober 1922 mit 16 678 zu verzeichnen. Don da ab zeigt »ich unter der Rückwirkung der Dorgänge an Rhein und Ruhr eine sprunghafte Steigerung und am 15. Januar 1 924 erreichte die Zahl der linterfiüblen Vollerwerbslosen mit 1537 494 ih en höchsten Stand. Dis zum 15. März d. H. ist diese Zifser auf 988 752 zurückgegangen. Roch nachhaltiger tritt die Besserung bei den unter­stützten Kurzarbeitern des unbesetzten Gebietes in die Erscheinung: deren Zahl betrug am 1. April 1923 ungefähr 125 003, sie stieg b.s auf 1 816 979 am 15. Rovember 1923 und ging von da ab ziemlich scharf zurück, so das) am 15. März 1924 nur noch 90 133 Kurzarbeiter ilnterftÜbungen empfingen.

Frankfurt a. M, 4 April. Es notierten für je 100 Kilo: Wetterauer Weizen 17,75 bis 18,25, Roggen 15,75 bis 16,25, Braugerste 20 bis 21, Hafer, inländ. 15 bis 15,50, Weizenmehl, südd. Spezial 0 27 bis 27,75, Roggenmehl 23 bis 23,75, Weizen- und Roggenkleie 9,75 bis 10,50, Mais, gelb 19,25 bis 20.

(3n einem Teil der Auflage wiederholt.)

Die Militärkontrolle.

London, 4. April. (WTB) Der über die Ansichten innerhalb der Arbeiterpartei gut unterrichtete diplomatische Korrespondent des Daily Telegraph" schreibt, die vorherrschende Ansicht in ministeriellen Kreisen sei gestern ge­wesen da st die Antwort der deutschen Regierung auf die letzte Rote der Botfchafterkonferenz in der Frage der Wiederaufnahme der alliierten Kontrolle über die deutschen Rüstungen eine geeignete Grundlage für weitere Verhandlungen bieten könnte. Er hebt bD scnders die Geschicklichkeit und den Takt hervor, mit denen die Rote abgefastt sei, und sieht die deutsche Rote als deutlichen Versuch an, Zeit zu gewinnen, wahrscheinlich und nicht unnatürlicher­weise wegen der bevorstehenden deutschen Wahlen. Der deutsche Beweisgrund sei zweifellos ingeniös und in gewissen Punkten rechtlich gut be­gründet Der Berichterstatter glaubt, hast der deutsche Appell an die Idee der allgemeinen Ab- rüstung, für die die britische Arbeiterpartei ein­tritt, notwendigerweise einen günstigen Eindruck auf die Minister machen müsse.

SttnneS In Angora.

Pari«, 4. April. (WTB.) Rach einer Havasmeldung aus Angora sind dort Ver­treter von Hug ) StinneS angekommen, um der türkischen Regierung Vorschläge über die öffentlichen Arbeiten zu machen.

Die Pest In Indien.

London. 4. April. (WTB.) Reuter meld« aus Lahore: In Lahore, Multan und den um­liegenden Ortschaften wütet die Pest. In Lahore sterben täglich durchschnittlich 30 Men­schen. Die Schulen sind geschlossen.

Die Hufpflege beim Fohlen.

In 3 ReumannsAllgem. Landwirtschaft!. Anzeiger" gibt Dr. W. Garfeld die nach­stehenden beachtenswerten Ratschläge über die Hufpslege beim Fohlen:

Mit Ausgang des Winters ist bie Zelt ge­kommen, in der die meisten Fohlen das Licht der Welt erblicken. Da must auf die so not­wendige sachgemäß Hufpflege beim Fohlen hin­gewiesen werden.

Die Hufpflege sollte schon in den ersten Lebenslagen beginnen. Wenn öaS Fohlen ge­boren ist, kann man sehr häufig auf der Sohle des Hufes eine dichte Lage einer hornartigen Masse entdecken: sie must sofort mittels scharfer Dürste ober eines Messers entfernt worden, so dast Sohle und Strahl deutlich zu Tage traten. Dann ist für eine reichliche, trockene und reine Einstreu zu sorgen, damit die Hu e trocken bleiben, toeil Rässe und besonders Jauche ihnen schadet: sie zersetzen das Horn des Hufes und schaffen weiche Hufe, in denen später die Rägel schlecht haften. Man wird sich überhaupt sehr für bte Säuberung des Hufes intereifieren and in der ersten Zeit mindestens jeden britten Tag Sohle. Strahl und Strahlfurchen mittels scharfer Dürste und Hufräumers säubern und Strahl und Sohle allenfalls mit Holzteer bestreichen müssen, um Fäulnispilze möglichst fernzuhalten. Später', wenn sich die Fohlen vorwiegend auf dem Hofe oder der Koppel tummeln, ist mindestens alle vier Wochen der Hus gründlich zu besichtigen, wofür man am vorteilhaftesten einen bestimmten Tag im Monat fest setzt. Sonst aber besteht die beste Hufpslcgc ohne Zweifel darin, dast man den jungen Tieren ausreichende Bewegung doaasten im Freien verschafft. Durch die Betvegung dehnt sich abwechselnd bei jedem Tritt die Hornkapsel des Hufes aus und zieht sich zusammen. Dadurch kreist das Blut ausreichend in den Weichterlen des Hufes, dadurch werden auch die Beine gerade gestellt und bekommen gut entwickelte Muskulatur. Wenn die Fohlen ben langen lieben Tag im Stall sich aufhalten dann nutzen sie natürlich die ständig wachsenden Tragränder des Hufes nicht genügend ab, sie müssen bann beschnitten werden. Weil aber die Hornwond vorn an den Zehen viel stärker als an den Seiten wächst, must sie auch hier stärker beschnitten werden, denn sonst entstehen bärentahige Deinstellungen. Sollten sich im Strahl Risse gebildet haben, so müssen sie mittels Huf­messers frei gelegt und mit Holzteer ausgefullt werden Etwaige faulige Stellen werden gleich- falls gründlich gereinigt und mit Teer behandelt. Das ist an jedem dritten Tage zu wiederholen, bis sich die Risse geschlossen haben und die Faul­stellen trocken geworden sind.

Es ist recht empfehlenswert, an dem betreffen­den Wonatsdallim. an dem man die Fohleniüste

sich nur langsam beleben zu wollen. Die Preise zeigen eine aufwärts strebende Tendenz.

* Neckarsulmer Fahrzeugwerke A. G., R e ck a r s u l m. Die Generalversammlung genehmigte die Iahvesschluhrechnung und befchloh, den Reingewinn nach Abzug von einigen Rück- tellungen usw. in Höhe von 5,8^Bill. ohne Divi- denbenverteilung auf neue Rechnung vorzutragen. Weiter wurde beschlossen, das Geschäftsjahr auf bas Kalenderjahr zu verlegen.

D i e erste lOprozentige Gold- fchuldverschreibung toi Hypotheken» bauten. Die Deutsche Cent^al-Dv'.ewredit-Dec- einigung, zu der die Preußische Central-Boden- kredit-Alliengesellschast, Berlin, die Deutsche Grundiredit-Dank zu Gotha, Berlin, die Rhei­nisch-Westfalische Boden K edil-B m , Köln, die D au f_ to g Hanno» rsche Hypothekendank, Han­nover, gehören, txroffen licht in unser.m heuti..en Anzeigenteil einen Hinweis auf die bis spätestens 12. April stattfindende Zeichnung auf ih c neuen wertbeständigen lOProzent Gold-Schuld­verschreibungen, bereu Zulassung an ter Berliner Börse beantragt wird. Voranmeldungen werden zum Kurse von 95 Rentenmari für 100 Goldman en:g:gengawnimcn. (S. gestrige Anz.)

Südäfrikanische Aufträge für Krupp. Wie die Gesellschaft zur Wahrung deutscher Interessen im Auslände mitteilt, hat die Firma Krupp A. G. in Essen einen Auftrag auf Lieferung von 6000 Donnen Eisendahnschienen von der Südafrikanischen Regierung erholtm. An dem Auftrage ist nach den bestätigenden Mel­dungen noch ein anderes Werk im Ruhrgebiet

untersucht, sich die Fohlen auch auf ebener Erd» am Strickhalster im langsamen Schrill vorführen zu lassen, um scharf die Bewegung der Deine und den Auftritt der Hufe zu beobachten. Der Huf soll bei seinem Auftreten mit seinem ganzen Tragrand zu gleicher Zeit auf dem Boden stehen. Wenn die eine Seite des Tragrandes den Boden eher als die andere Seite berührt, ist jene zu lang und must gekürzt werben. Sollte sich der Zefanteil trotz seines schnelleren Wachstums zu stark abnützen, was immerhin auf zu hartem Boden leicht möglich ist, dann legt man für wenige Wochen ein schwaches Zehen eisen an und lästt die Tiere auf weichem, aber nicht feuchtem Boden sich bewegen. Die Hornwand an den Zehen wird dann bald wieder nachgewachsen fein. Beobachtet man, dast der Huf zu eng wird, so frrge man für Aus tauf auf mehr feuchtem Boden. Flachhufe hingegen sind mehr trocken zu halten und allenfalls durch frühen Beschlag vor zu starker Seitenausdehnung zu bewahren. Ständige Ausmertfamteit verlangt der Strahl, in dem die Ratur ein natürliches, elastisches Polster für den Huf geschaffen hat, der auch ein besseres Hasten auf dem Boden gestattet und ein Ausgleiten verhindert.

Richt blost können die Hufe schlecht aus gebildet, es können auch die Deinstellungen fehler- haft sein. So wird inan bei bodenenger Dein- flellung den inneren Tragrand und bei boden-

Iftfoener Hofen .......

raniflfH<fit Holen ........ äniftbe Holen ...... chwedische Noten........

ollöndtlcyr Noten eiitfdi-Cefterrcirf), i 100 Kronen mexikanische Nölen nglische Noten..........

tnlkrtifdbe Hotte........ tlaHrtw Noten..........

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Norwegisch« Noten Numäntzch, Noten. hhMc ........

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73/-8 26,06 69,77

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Mehrt du «flieh. Jede Schritt bedeutet Kraftverlust, erschüttert luf harten Leder» ebsätien da» Nervensystem und bringt vor» zeitige Ermüdung. Die Continental« Absitze aus besier Gummimlschuog legen ein federndes Kissen zwischen Absatz und Straße, schonen die Nerven u. lassen keine Müdigkeit aufkommen. Sie sind billiger und haltbarer als Leder. Millionen im Gebrauch.

(Seih

73,32 2",94

69,13 110,92 155,61

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20,23

20,25 4,99

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57,06 2,27

66,06

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 4. April. Tendenz: Fester. Der ganze Verkehr der heutigen Börse unterschied sich in nichts von dem der voran- gegargmen Tage. Das Geschäft war auch zum Wochenschlutz wenig umfangreich. Reue Momente lagen nicht vor, die Anregung hätten bieten können. Der Freiverkehr war bei lleinen Um­sätzen behauptet. Becker Stahl 87/s bis 9, Becker Kohle 87/s bis 9>/i. Api 5'7r bis 6, Brown Boveri 31/1, Grvwag 0,230 bis 0,250, Ludwigsburger Por­zellan 23/4, Ufa 63/4, Hansa Lloyd 1,7, Unter- franken 0,650, Krügers hall 73/4. Am Montan­markt blieb das Geschäft nach wie vor ouher- ordentlich gering. Von den führenden Aktien kamen mir Hapag Plus 2 zur ersten Rotiz. Ferner erhöhten ßujembuiger, Buderus den Kursstand. Lrmrahütie leicht erholt. Caro etwas reger um­gesetzt. Bankaktien eröffneten zu behaupteten Kur­sen. Badische Dank angeboten. Norddeutscher Lloyd und Hapag zeigten leichte Befestigungen. Am Markt der chemischen Papiere eröffneten Scheideanstalt etwas besser. Die Werte des Anr- lin-Konzerns lagen entschieden freundlicher. Einige Kauflust zeigte sich für Chemische Mainz. Ge­ringeren Kaufbedarf sah man in Elektropapierem A E. G, Lahmeyer, Licht und Kraft eröffneten eine Kleinigkeit höher. Don den Aktien von Metallwaren-' und M asch nenfabrilen waren Daimler gesucht, auch Karlsruher etwas höher. Zement Heidelberg besser, Phil. Holzmann recht lustlos. In Zuckeraktien war die Umfat)tätigfeit sehr mastig Frankenthaler Zuckerfabrik behauptet. Zellstoff Waldhvs abgeschwächt. Gut behauptet zeigten sich Iirag, Hoch u. Tief.

Berliner Börse.

Berlin, 4. April. (Wolff.) Wenn sich auch während des Börsenverlaufs in der bis­herigen drückenden Geschäftsstille nichts geändert hat, ist die Grundstimmung doch wie schon gestern angefceutet, entschieden freundlicher geworden. Die Spekulation nahm zum Wochenschiust Deckungen vor, so Last sich der Kursstand Jür Dividenden­papiere aller Gattungen um 1 bis vereinzelt i 2 Dill. Proz. hob. Die Lage des Geldmarktes bleibt nach wie vor ziemlich angespannt, wenn auch die Rachfrage nicht mehr so dringlich wie in den letzten Tagen ist. Da sachliche Beziehungen und Anregungen von Bedeutung nicht vorlagen und die gelingen Ausführungen Poincarss in der Kammer nicht dazu angetan waren, irgend­welchen optimistischen Erwartungen für eine Er­leichterung ter Lage Deutschlands Raum zu geben, verschwanden im Verlause die anfänglichen An­sätze zu einer leichten Geschästsbeledung, und der Kursstand erfuhr nur eine geringfügige Ver­änderung. Dies gilt für alle Marktgebiete. Am Devisenmarkt war die Rachfrage heute etwas grötzer Aenderungen von Bedeutung s.nd aber in den Zuteilungen und Votierungen nicht ein- I getreten.

getreidestelle nicht anzukommen. Die Preise für Hafer find unverändert, ebenso für Gerste. Bei den übrigen Artikeln hat sich in der Preis- und Marktlage nichts verändert. Es notierten für je 1000 Kilo: Weizen, märt. 169 bis 175 (ruhig), fromm. 165 bis 16c (ruhig), Roggen, märt. 134 bis 140 (ruhig), westpr. 131 bis 132 (ruhig). Brau­gerste 170 bis 190 (ruhig), Futtergerste 155 bis 165 (ruhig), Hafer, märt. 124 bis 131 (ruhig), fromm. 120 bis 128 (ruhig), Raps 310 bis 315 (still), Leinsaat 410 bis 415 (still): für je 100 Kilo: Weizenmehl 25 bis 27 (unverändert), Roggenmehl 21 bis 23,25 (unverändert), Weizenkleie 10,50 bis 10,60 (stetig), Roggenkleie 8,60 bis 8,70 (stetig), Viktoriaerbsen 27 bis 28, kleine Erbsen 16 bis 17. Futtererbsen 13,50 bis 14, Peluschken 12,50 bis 14, Ackerbohnen 16 bis 18, Wicken 13 bis 14,50, Lupinen, blau 13 bis 14, oeiabella, alt 16 bis 17, neu 12,50 bis 15, Rapskuchen 11,50 bis 11,60, Leinkuchen 22,50 bis 23,50, Trockenschnihel 9,80 bis 9,60; für je 50 Kilo: Kartoffeln, weihe und rote 2 bis 2,10, gelbe 2,60, Weizen- und Roggen­stroh, drahtgeb. 0,85 bis 1,10, Haferstroh, draht- gepreßt 0,75 bis 0,90, Häcksel 2,50 bis 2,90. Wiesenheu. gut, gesund und trocken 1,05 bis 1,20, handelsübliches Heu 1,15 bis 1,35, Kleeheu 1,80

Ermäßigung der Dörfenumsatz- steuer. Mit Wirkung vom 7. April tritt gleich­zeitig mit der Herabsetzung der Bankpro- isionm eine Ermähigung der Böesenumsatzstencr bei Aktien und Valuta-Obligationen in Kraft. Die Steuer beträgt künftig regelmastig 1,5 Proz. für Kundengefchäfte und 0,4 Proz. für Händler Ge­schäfte, bei Daluta-Obligatioiven der deutschm Länder und Gemeinden 1,2 Proz. für Kunden­geschäfte und 0,2 Pvvz. für Händlergeschäf e Im Interesse der Kleinaktien wird abweichend von der bisherigen Regelung die Steuer bei Aktien nach einem Grundbetrage von 10 Goldmark be­rechnet. Diese Regelung ist entfalten in der Verordnung über die Umstellung der Wertrapier­steuer und der Dörfenumsahsteuer auf Gold vom 2 April 1924, abgedruckt m Rr. 80 desReichs- cmzeigerS" vom 3. Llpril 1924 Die Verordnung bringt crusterdem noch die Zusammenfassung der (8) Börsenumsatzsteuer-Vervrdnun;en.

* Langsame Wiederaufnahme der Arbeit der Siegerländer Hütten- betriebe. Die Siegerländer Hütteubstriebe fol­gen nunmehr dem Beispiel der Charlollenhütt» und nehmen wenigstens teilweise die Arbeit wieder auf. Durch den Ausnahmetarif, der für die Sieger­länder Eisenindustrie gilt, hofft man in kürzester Zeit die allgemeine Marktlage des dortigen Erz- grubenbeziiies bessern zu können.

Auf steigende Konjunktur am deutsch-oberschlesischen Etlenmarkt. Die Rachsrage nach deutsch-oberschlesischem Roh- und Ferllgeisen ist reger geworden. Es konnten in der letzten Zeit verschiedene gröbere Reuauf­trage herein genommen werden. Der Export scheint

) Dom AückzahlungSwert.

Devisenmarkt BerlinFrankfurt a. TL

(ftn BtMonen Mark ausaedrüikt VutnoS<?Itrt8. London, Neu» Dorf stapan, Rio bc Ctanctro für eine (Einheit, Wien und Bubavkü rür 100000 Einheiten, alles übrige für 100 (Einheiten.) Telegraphische Auszahlung.

(Ohne Gewähr.)

Dntnin:

S% DentlLe Retcdöantetvk 4*/o Deutsche NeicvSanlcihe /»/« Deutsche Reich-Ianleihe 8*/. Deutsche ReichSanleide . Deutsche yvarprämienanleilH <*/o Preußischc 5ton(ol» . . - <e/p Petzen...........

IM:::::::::: Deutsche Wert''. Dotzar-flnl bto.Doll.-Schatz-Anweisung ")

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Berttner Handetsoeletzfchast Commerz- und Privot-Bank Darmtz. und 9/aiionatbant Deutiche Bank........

Druische vereinSdank . . . Diflconto Sommandit - . . Metallbank...........

Mitteldeutsche (Erebltbant . . Qeste, reichliche Lreditanftatt Westbank...........

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Deuts» Luxemburg Gelsenkirchener Bergwerk« . . eartwtier Bergbau......

Äatiroerfe Aschersleben. . . . «aliwerk Westeregeln. .... tzaurahütte......

Oberdedarf. ....... Phönix Bergba».......

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Fiebert Montan ..... »ellus Bergbau .

Hamburg-Amerika Weht. .

Norddeutscher Llovd Ckeramische Werke fllbtn . . Zementwerk Hetdeld«H . ° Pdilivv froUntano ..... 9inglo-Cont.-(Änano Badische Anilin ..... Chemische Manrx Alapin. . . Goldschmidt..........

Griesheimer Electron . . . - Höchster Harbwerke......

Holwei lohlnng . . RütcierSwerke Ccheideanstalt

fing. eieftrUitatl-Welenftlaft Bergmann ..........

Ihnlitfrartroerfe Echiukert..........

Siemens » HatSk» fldlerwerk« Kley« ..... Datmler Wiotorea. ..... Hevligenftaedt ......

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