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Achtung uf enterte hrt^n Pioebenversohiuö 1

(st eine groBe Original-Flasche M&r ?jS Würze

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gür die Kinder ganz gleich ob zum Frühstück, Nachtisch oder zum Abend, ist ein Oetker-Pudding ein Hochgenuß Die schnelle und einfache Art der Herstellung gestattet jeder Mutter, ihren Kindern

täglich einen Oetker>Pudding zu kochen. Am beliebtesten sind Puddingpulver mit Vanille- und Mandelgeschmack, weil diese ein kräftiges Gewürz entwickeln. Aber auch viele andere Geschmacksartcn sind erhältlich, die eine reiche Abwechslung ermöglichen.

Ein Päckchen in Beutelpackung (niemals lose) mit der Schutzmarke .Oetker s Heilkopf" kostet 8 Pf und genügt für 3-6 Personen. DieGebrauchsanWei­sung ist auf der Rückseite des Beutels abgedruckt. Zur Zubereitung sind '/, Liter Milch, 2 Eßlöffel (50 g) Zucker und 1 Eßlöffel (20 g) Butter er­forderlich, so daß sich die Gesamtkosten auf nur etwa 33 Pfennig stellen.

Mitdiesen Puddings führen Sie Ihren Kindern also d .s beste und billigste Nahrun smittel zu, \ on dem niemals auch nur der kleinste Rest übrigbleiben wird Es ist ein Vergnügen, zu sehen, wie gern die Kinder solche Puddings genießen. lenss

J)r. A. Detter, WmiiklellllM, Bielelelö^

Donnerstag, 4. vezemoer 1924

Sletzener Anzeiger (General-Anzeiger für Tderyeffeit)

der

L. W

ipr. 774

96681

geheim

Banke irektor von jeher auszeichnet.

1306

alagen

Anzüge

Geschichtlicher von üblen-

Abschrift

Qtorixmct), den 15. 3itli 1904

führung der pvlnifchen Kampfzölle mit glei­chen Maßnahmen zu beantworten, wenn Po­len eS nicht vorziehen sollte, auf die Basis. di4 das bis zum 15. 3uli 1925 laufende Genfer Ab­kommen Vorsicht, zurückzukehren.

Frankfurter Opernhaus.

ES ist ein schöner Brauch der Bühnen, in Weihnachtszeit des jugendlichen Publikums

ikerel

Ware zum

Der russische-japanische Krieg.

Graf Witte beim Fürsten Bülow. Aus der neuen

Büchertisch.

Hat. von Island".

[essen

Me tefiwegft echer ww«

$n Reichsbmzler ®mf von Bülow, zur Zeit tn Oloröttneb, an Kaiser Wilhelm II.

ourbt die Firma ihel 'gessen, und fti MA

sänttliche Darsteller wiederholt vor Hang.

Roman von Victor Hugo: deutsch öueftor Dr. A Sleumer. (Franz Borgmeyer in

Hillesheim.) Preis gebunden 4 Ulcirf. Farben­prächtig ersteht hier ein spannendes, a&rrteuw- liches Stück aus der dänischen Geschichte deS 17. Jahrhunderts, noch voll mittelalterlicher Grau­samkeiten. Der Hauptträger her Handlung ist in der unmenschlichen Gestalt des Mordbrenners Han von Island verKrpert, während das tragische Schicksal des Kanzlers Peter Schumacher und seiner Tochter den Hintergrund des historischen Geschehens bildet Dieses wenig bekannt gewor­dene Werk des großen Franzosen ist ein überaus wertvoller kulturgeschichtlicher Roman, den man auch der Heranwachsenden Zagend gern bn die Hand geben wird. 1313

Briefe eines Dankdirekto rs an seinen Sohn Bon ZlrgentariuS Reue Folge: Die Kreditbank (2 Bände). Bank Berlag, Derlln W 57. Die Sammlung von Briesen, üt denen der alte Bankdirektor seinen Sohn und zugleich den Leser nach und nach durch alle vollswirtschaftlichen Gebiet - führt, ist mit der Zeit zu einem festen und wertvollen Bestandteil, der ölvnomischen Literatur geworden. Die neuesten beiden Bändchen beleuchten die Rolle, die das Bankwesen in der Wirtschaft spielt, in durchaus neuartiger Weise beleuchtet Wie die Dank unter bestimmten Doraussetzungenrächendes Geld" an sich zieht, um es tntätiges Geld" umzuwandeln wie sie dadurch die Struktur des Erwerbslebens und das ganze soziale Gesicht des Zeitalters verwandelt, wie sie aber ihrerseits wieder ab­hängig von der Verfassung des Wirtschafts­lebens ist zugleich Subjekt unb Objekt derselben: und wie ihre Politik beschaffen fein mühte, damit die Wirtschaft die Dienste de. Danken nicht mit zu groben Rachteilen ei kaufen muh: das alles wird in diesen beiden Bänden über die Kreditbank mit der Gedankenstärke ausgemalt, de den alten

würden wir wieder zu dem Verhältnis gelangen, wie es von dem Anfang des vorigen Jahr­hunderts bis zum Ende der 70er Jahre zum Segen beider Dynastien und Völker bestanden habe.31 faul revenir crux iemps de Ricolas I et d Alexandre II et Dublier des mal entert buS de la fin du fidele dernier." 3ch vermied es, Witte gegenüber in dieser Richtung konkrete Wünsche zu äuhern oder Vorschläge hinzuwerfen, teils, weil er trotz seiner nahen Beziehungen zu Lamsdarff zu politischen Verhandlungen nicht autorisiert ist, teils und vor allem, weil der psychologische Augenblick hierfür noch nicht ge­kommen ist. Beiläufig lieh Witte die Bemerkung fallen:Unser Verhältnis zu Frankreich hat sich schon verändert und wird sich cttlmählich noch mehr verändern." Als er mir die durch den Angriff der Japaner auf Port Arthur in Sankt Petersburg hervorgerufene Aufregung schilderte, erzählte Witte, einige Grohfürsten hätten damals dem Zaren vorgeschlagen, gegen Indien Vorzü­ge Heu Witte bezeichnete diesen Vorschlag als

dem Zaren vorgeschla gehen. Witte bezeichi . _

fsfie furieufe wie er überhaupt immer betonte, daß Ruh land es vermeiden müsse, Sna- fonb oder Amerika zu reizen. Gr ist sehr fried-

Äaifer AikolauS erzählte, war besonders vertraulich, mit der Ditte um ganz diskrete Be­handlung. Die russischen Monarchen, sührte Ditte aus, hätten entwederune ambitton d'Emvereur" oderune ambtiton personelle". Kaiser Alexan­der III. hätte die erstgenannte Art von Ehrgeiz besessen. Bei Kaiser RikolauS überwiege, das persönliche Moment. Gr wolle persönlich gut abschneiden, persönlich dirigieren. Gr fürchte nichts mehr, als dah es den Anschein haben könnte, als ob er sich von feinen Ministern be­einflussen liehe Um diesem Verdacht zu ent­gehen, suche er sich hinter dem Rücken seiner Minister Rachrichten zu verschaffen und Rat­schläge zu holen.. . . Kaiser Nikolaus fei ein durch und durch ehrenhafter und im besten Sinne edler Charakter. Als Privatmann von tadelloserpro- bitö" verabscheue er Unredlichkeit und Unwahr­haftigkeit, wie sie unter den russischen Beamten leider häufig anzutreffen wären. Da er aber die Welt und die Menschen nicht kenne, durch­schaue er nicht die kleinen Künste, mit denen man ihn ost täusche. Von Ratnr bescheiden, seien unter dem Sinfluh der unumschränkten Macht- füäc eines russischen Autokraten doch nach und nach in ihm eine starke Hinneigung zu absoluter Selbstherrlichkeit und der Glaube entstanden, dah feine Allmacht keine Grenze habe. Er habe sich wirklich eingebildet, wenn er den Krieg nicht wqlle, werde cs auch nicht z>«nn Kriege kommen Uebev das Verhältnis des Zaren zu Euerer Majestät sagte Witte mir wörtlichDas Ver­hältnis war von fetten des Zaren während Zähren kein gutes. Die U eberleg e n he it Ihres Kaisers drückte den Zaren und machte ihn eifersüchtig. Gr wurde auch von ver­schiedenen Seiten gegen Ihren Kaiser gehetzt. Er war rnihtrauisch gegen Ihren Kaiser und sehen. Das warsanS Phrase"

Zar fei ,,changeant" man dürfe ihn nie auS den Augen verlieren noch aus den Händen lassen

Der Einfluß der Kaiserin-Mutter auf den Zaren sei lange nicht so grob als derjenige der regierenden Kaiserin, aber immerhin auch nicht gering 3m Gegensatz zur regierenden Kaise­rin sei die Kaiserin Maria Feodorowna nicht nut in der Petersburger Gesellschaft, sondern im ganzen Volke populär. Gegenüber Euerer Maje­stät sei bei der Kaiserin-Mutter eine vollständige Wandlung eingetreten. Früher deutsch ei ndlich wäre die Ka.serin-Mutter jetzt eine Verehrerin und Bewunderen Euerer Mcqestät. Die freund­schaftlichen Beziehungen Euerer Majestät zum Könige von Dänemark hätten dazu wesentlich bei getragen ... Der der Kaiserin-Mutter scheint Witte gut an geschrieben zu sein, schon weil er das Vertrauen Kaiser Alexanders 111. gen oh. Heber sein Verhältnis zum Zaren äuberte Witte, der Zar hätte ihm üoelgenommen. dah er der Zapanpolitik scharfe Opposition gemacht hatte. Die Umgebung des Ka sers Nikolaus habe Seiner Majestät gesagt, Witte fei ein Freund der Ja­paner, Juden und Finnen. Mit solchen am russi­schen Hof oft angewandten Mitteln habe man ihn gestürzt. Er sei beim Zaren aber nie so sehr in Ungnade gewesen, wie man im Auslande an­genommen habe. Der Zar hätte ihm bei feiner Enthebung vom Finanzministeriumein Ver­mögen geschenkt" und ihm auch sonst groha Liebenswürdigkeiten erwiesen Seit dem Früh­jahr habe er mehrere längere Unterredungen mit dein Zaren gehabt. Er wisse wohl, bah seine etwas brühte Art und Manier, die Dinge immer beim Rainen zu nennen, dem Wesen deS Zaren nicht sympathisch sei. Der Zar sei aber weit davon entfernt, ihn ganz zum alten Eisen ge­worfen zu haben....

Die Frömmigkeit der Kaiserin habe bis zu einem gewissen Grade auch den Zaren angeftccft. Allerdings, fügte Witte hinzu, sei es bequemer, den Mangel an Kriegsbereitschaft im fernen Osten und die diplomatischen wie die militäri­schen Mißerfolge gegenüber Japan auf die- gung des lieben Gottes zurückzuführen als auf die eigenen Fehler." ...

Witte wiederholte immer wieder, das; ein intime« Verhältnis zwischenDeutsch- lanb und Ru bland, und namentlich zwi­schen den beiden gröfften Monarchen der Welt, die einzig richtige Politik für betde Länder feu Wenn btibc Teile in den jetzigen Dahnen blieben,

in der Ungcbuntr-nbeit des Aufenthalts an der Küste allmählich sehr offenherzig geworden. Ueber bk Lage auf dem Kriegsschauplatz tagte mir Witte, Kuropatkin hätte in einem vor feiner Abreise gehaltenen Kriegsrat gesagt, ec würde mit den 3ajxnrcrn fertig werden, wenn tixm ihm hierfür anderthalb Jahre Zeit liehe, eimc Arme« von 400 000 Mann guter Truppen zur Verfügung stelle und er von dieser Armee 40000 Mann an Toten und Verwundeten opfern t-üife. Unter Bezugnahme aus diese seine damalige Oiflärung habe Kuropatkin jetzt ihm CÜMtt?) ce- schrieben, bisher wären nur 3000 Russen außer

cht gesetzt, er hab? also noch ..marge für 2? 000. Kinopatkin ist überzeugt, dah, wenn Ruß- kxtö durchhalt, er die Japaner schließlich schlagen ' trxti>. Dfttte teilt diese Zuversicht.

ES ist begreiflich, dost Witte in dem Augen» blick, wo er mit mir über einen Handelsvertrag unterhandelt, der für die wirtschaftliche Zukunft 1 kwider Länder von eänschneidender Bedeutung ist, . unb von befen Destimnru > ei das mateiielle ; Wohl und Wehe von Millionen abhängt, sich bin Anschein gibt, als wenn uXis Anfehm Ruh- landS nach nutzen auch durch noch gröbere Rb?der- Lagen im sernen Osten nicht ernstlich erschüttert werden könnte Er macht aber lein Hebl daraus, bvh die Folgen dieses Krieges für die innere I ros fische Entwicklung die ernstesten sein könnten. I Gegenwärtig mache man in Rußland eine falsche und dumme innere Politik, gegenüber Juden und Finnländern, Katholiken unb Armeniern, Studenten und Presse würde in einer Weise vorgsgangen. die auf die Länge | «cht durchführbar sei. Es würde reaktionärer- negiert wie unter Kaiser Alerander 111, beinahe fo reaktionär w^e unter Kaiser RikolauS I. Das heuttge Rußland sei aber nicht mehr das Ruh-

) .Die Grohe Politik der Europäischen Ka­binette 18711914." Sammlung der Diplomati­schen Akten des Auswär ig n 2 nit s 3m Auf r g: dcS Auswärtigen Amtes h r u. gegeben von 3o- hmnes Lep'ins, Albrecht Me.^eln. ohn Bartstcl. y, Friedrich Therme. 4 Re h :D:e Isolierung ter Mittelmächte.' 'Erste Abteilung Baird 19 H s 21. 3m Verlage der Deutschen Te lagsge ett chaft für Politik unb Gechiche in De.dir W 8.

llch ... weil er offenbar davon durchdrungen ist, dah Rußland auswärtige Abenteuer, wie weitere Gebietsvergröherungen, vermeiden und für lange Jahre sich inneren Reformen und der wirtschaftlichen Erschließung seiner inneren Hilfs- quellen widmen müsse. Als einen Hauptgrund für einen Wunsch nach guten Beziehungen zu Deutschland bezeichnete er, dah es dann möglich sein werde, mit der Methode fortgesetzter Rü­stungen zu brechen, die aus dem durch die Rei­bungen der 80er Jahre hervor gegangenen Mih- tmuen entstanden sei. (gez.) Bülow.

unlustig, ihn zu sehen. Das warsans Phrase von seiner Thronbesteigung bis zur Begegnung in Danzig der wirkliche Seelenzustand des Kaisers RikolauS. Seitdem ist em grober Umschwung eingetreten, der sich mehr und mehr akzentuiert. Danzig verlief gut, Reval noch besser, Wolfs­garten vorzüglich Seit dem Ausbruch des Krie­ges weitz Kaiser Rikvlaus, woran er mit Ihrem Kaiser ist. Jetzt ist er voll Vertrauen zu Ihrem Kaiser und, mehr als das, er hat Ihren Kai ser wirklich gern. Bei der Ratur des Zaren kommt alles daraus an, wie er persönlich empfindet." Don Ihrer Majestät der regierenden Kaiserin Alexandra Feodorowna sagte mir Witte, sie seiune äme Slevee", aber eigensinnig und borniert Sie habe stch einem spezifisch orthodoxen Mystizismus in die Arme geworfen. Warum? Der Uebertritt zu einer anderen Konfession fei ihr sehr hart geworden,

*** J

-Lager

Ew. Karfettichoir and Königlich«! Majestät habe ich atierunlertänigft cemdvet, datz Witte tner programmäßig ctng.troffcn ist. Auch nutzer- f>Xb unserer handelspolitischen Konferenzen bin ich viel mit ihm zusammen. Er itzt meist mit uns Ein hftÄl«enter Mann von weitem Hori­zont, ist er durch doeS ungenierte Zusammensein

gerade well sie eine hohe und stolze Seele habe. Jahrelang hätte sie unter dem Gedanken ge­litten. man forme den Ucbertritt auf äuhere Gründe zurückiühven. Aus solchen inneren Seelen- kämpsen sei der Gedanke heroorgegangen. durch ein Sichversenken in die mystischen Setten der orthodoxen Kirche die Rechtfertigung vor sich selbst und damit den inneren Seelenfrieden zu gewinnen Auf diesem Boden wäre der Kultus oes heiligen Serap hin entstanden, dessen Existenz die meisten gebildeten Russen kaum geahnt hätten und um den sich die Hofleute nicht gekümmert hätten, bis die Kaiserin ihn in Mode gebracht Hove. Der Spiritist Philipe hätte die tiefe Sehn­sucht der Kaserin nach einem männlichen Erben benutz:, um sie mit seinen Gaukeleien in seine Retze zu locken. Der Einsluh der Kaiserin auf ihren Gemahl sei sehr grob, aus dem einfachen Grunde, weil der Zar immer mit ihr zusammen und noch immer sehr in sie verliebt sei. Auf die Kaiferin hätten nur ihre hessischen Ver­wandten. und insbesondere ihr Bruder, der Grotz- herzog. Einfluß. Wer des Ka sers sicher sein wolle, müsse den Großherzog in sein Spiel brin­gen. D.eser Puntt sei sehr wichtig, denn der

Aklensammlung des

Mit ®riMibri<5 des Auswärtigen Amte« unb der D u scheu Verlag e e.l- schast für Polltil unj G.'ch.chte urfng n wir aus der in Kürze et; cheine den neuen Bänderet he des groben ieut|d>en amt­lichen Aktenwerke s ei e Folge von zu Kapiteln »uxmuneng. ftel.ie t des n e S wichtigen Dokumen en ter deutschen Außenpolittk aus te.i Jahren 19021 01 zum Abdruck. D. Red.

Dos Jahr 1904 bedeutet für die Geschichte Europas M der Welt einen Wendepunkt von 'unvergleichlicher Bedeutung Wähxnd sich im Apttl dieses entscheidungsvollen Zrhres die Dest- iniÄdjtc Frankreich und (SrraLurb in der Entente jcardiaie zu einem festen Block zularnmenschlos e t, brachte im fernen Osten der Verlauf des russisch- jakanischen Krieges eine neue Weltmacht, Japan. empor und schuf für das unterließen e Ru bland die Voraus etzungrn cirer voll < en R«ortenttcrung feiner 3ttn:n- und Antzenpolitik. 5>k russischen Ried-^rttigen wirk en bei test euro­päischen Mächten völlig i b.rvo chettd: b^srnderS Deut schland dessen immilf teer Herrscher in bem Krieg doch so etwas wie jite kulturile und rd giöfe Auseinander e?ar g zwischen Weiher und gelber Rasse, zwischen Ehri entam und Dud>his- <>ms, zwischen abendländi.cher Kultur und morg.m- ländischer Doebarei erMid:e. glaubte noch bis Ni den Entscheidungen von Mulden undTschulina an eine Wendung eS Krieg- glucks und tat jeden- lalls alleS, um Ru bland den Rücken frei* zt, halten und jede moralische Erleichterung zu­teil werden zu lassen.

3n Rutzland selbst war man mit unbegreif­licher Gedankenlosigkell unb beispiellosem Leicht­sinn in den Krieg hineingegan-e i: kaum jemand hatte sich die Konsequenzn fcTbft eines erfolg­reichen Kampfes klavge...ach: Zu den wenigen kdtsichtigen gehörte icr k g äl;ii e Fttaanzmin'- Iter Witte, der mit sch<».!.in Blick die innere und äuhere Lage seines Vaterlandes erkannte. 3m Sommer 1904 besuchte er voinehmttch zum Zweck des Abschlrrsses eineS deutsch-russi­schen Handelsvertrages den Reichs­kanzler in Rorderney, wo Graf Bülow feinen EtnnmcnirGaub verübte. 3.i te.i Gesprächen der dsiden Sto^ttsmärnner tom* e bi? ganze Weltlage erörtert unb Witte schilderte mit groher Offen­heit die rnffischen Zustände

Zim Folgenden bringen wir auS dem dem­nächst erlche.nmden 19. Mrude i?er gr)s)er A.ten- 11 Publikation des Auswärt g?n Am er*) den Be- I richt zum Vorabdruck, den Gras Dillow seinem

Eine polnische Illoyalität.

Zu dem großen Komplex der Handelsver­tragsverhandlungen gehören auch die vor einigen Tagen stattgefundenen Dorbesprechungen zwischen deutschen und polnischen Bevollmächtigten über den Abschluheines kurzfristigenDer- träges, der beiden Staaten das Meistbe - günstigungsrecht zusichern sollte. Die War­schauer Regierung erklärte sich auch hiermit ein­verstanden, der genaue Termin für die Eröffnung der eigentlichen Vertragsverhandlungen sollte noch festgesetzt werden. 3n der Zwischenzett hat sich die Warschauer Regierung aber veranlaht gesehen, ähnlich wie die Regierungen Frank­reichs und Belgiens, ihre Position bei den kommenden Auseinandersetzungen zu verbessern. Sie hat für die Waren solcher Staaten, mit denen ein besonderes Abkommen nicht besteht ge­meint sind also deutsche Waren Maxi­malzölle in Höhe vonlOOProzent ein- gesührt. Die Herren in Warschau scheinen sich von der Absicht leiten zu lassen, diese Waximal- zölle bei den Verhandlungen über den Handels­vertrag in die Wagschale werfen und von Deutsch­land gegen Aushebung der Zölle Zugeständ­nisse erpressen zu wollen. 3n Berliner amt­lichen Kreisen hat aber das illoyale Verhalten der polnllchen Regierung außerordentlich verstimmend gewirkt und man erwägt bereits, ob es unter solchen Umftänben überhaupt noch zweckmäßig erscheint, die Besprechungen mit Polen aufzunehmen. Auf deutscher Seite ist man sich aber schon jetzt darüber einig, die 6inv

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Auswärtigen Amts.

land vor 70 Zähren, auch abgesehen davon, dah dc»S nikolattische System schließlich bn Krim­kriege zusammengebrochen wäre Die Unzufrieden­heit in Ruh land sei zur Zeit sehr groß. Don einer Revolution im westeuropäischen Sinne sei allerdings nicht die Rede, eine solche sei in Ruh land ntxb für lange Zett hinaus völlig aus­geschlossen. Es könne aber wieder zu Atten­taten kommen wie Ende der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts, wo jede Woche aus einen M nlster oder- Generalgvuverneur und schließlich auch aus den Zaren gescholsen worden wäre. Solche Attentate würden d.-moralisierend wirken. Gs sei die* Att schwacher Eharaktere, von einem Extrem zum onbern, also z. D. von einer ganz retrograben und absolutistischen RegierungSweise zu übertriebenen liberalen Konzessionen über­zugehen Jetzt könne der Unzufriedenheit in Rußland die Spitze abgcBrochen werden, wenn gegenüber den nichtrussischen Rationalitäten und Religionsgemeinschaften mehr Duldung geübt, die gebildete Jugend weniger brutalisiert, der Presse einige FreiAit gewährt und in der inneren Verwaltung an die Stelle weitgehendstec barcau- klettischer Bevormundung eine wenn auch be­scheidene Selbstverwaltung gesetzt würde. Wenn ober unter dem terrorisierenden Einfluß von Attentaten die oberste Stelle auf den Gedanken fallen sollte, Rußland eine Konstitution zu geben, ce serait la fin de la Russe. Rußland ver­trage keine Verfassung im europäischen Sinne. Eine Derfassung mit konstitutionellen Garan­tien, Parlament und allgemeinen Wahlen würde zur Anarchie führen und Rußland ausein- andersprengen .

Was mir Witte über Seme Majestät den

zu gedenken. Das Frankfurter Opernlxtus bat ein stimmungsvolles Märchen von Zosef GareiS herausgebrach: ..Das Daldmännlein

oder Fritz unb LieselchenS Weih- nachtserlebniss e", zu dem Kapellmeister Bruno Hartl eine leichte, bem ytinhergemüt an- gepatzte. melodienrriche Musik geschrieben bat. 3ofef GareiS besint da? richtige SinftellungSver- mögen zu Kinderherze,r $r zaubert ein Stück Kinderland mit olle:; Märch?r.reqtiititen 'ii^> wirk­licher Methnachlsstirnmung auf die Bühne. Da ist das Waldmännlein, welches die ver­irrten Holzschniherkinder und ihren Freund, den Gesellen Fipsel iSchramm spiell sich mit diesem Fipsel wieder aufs neue in sämtliche Älnber- Herzens, zum Osterhasen, durch sein Kristallveich und wieder glücklich am W ihnachtstag beim zu den Eltern führt. Das ist alles so einfach und natüclich. ohne jede unnötige Symbolisierung, daß jedes Kind ohne viel zu fragen, der Äanölung folgen kann. Wie lustig ist es beim Osterhasen, wenn er Fipsel das Eierlegen lehrt, später mit feiner ganzen Familie nach den Klängen des Radio Walzer tanzt. 3m Reich: des Waldmänn* leins kommen die Augen auf ihre Kosten. Da tanzen die Kristalle. Edelsteine Korallen. Perlen und erst die Goldkönigin! Davon wird wohl n>xh wochenlang geredet werden Ettttach und anspre­chend, ganz im Sinne de§ Dichters, ist die Musil

m. 286 Drittes öiatt

IMnv.Binz

Bnmo Hartls, von wohltuender Zurückhaltung. Enthusiastischer Beifall rief Gareis. Hartl und den Vor-

^r^li^^en Herrn über sei e ilntervebungen mit rvsftschen Minister erfMttc'e: