Montag, 5. März 1924
174- Jahrgang
Erster Blatt
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m. 55
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GietzenerAnzeiger
General-Anzeiger für Oberhefsen
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Landsleute, die da glauben, Idast Frankreich an die politische oder wirtschaftliche Vernichtung Deutschlands dcnkt oder gedacht hat, täuschen sich. Als Gläubiger Deutschlands wird Frankreich doch nicht die Torheit begehen, seinen Schuld
ner zum Elend verdammen zu wollen.
Es ist selbst daran interessiert, daß Deutschland arbeitet, produziert und sich erhebt; und we,m es nicht will, daß diese WiedererHebung zur Hegemonie führt, dann hat es seinerseits keinen Hintergedanken nach einer kontinentalen Suprematie. Es hat auch ferner nicht die ambitiösen Absichten, die man ihm manchmal in England zuschreibt, und die im Widerspruch stehen mit allen Grundsätzen einer republikanischen Demokratie. Kein vernünftiger Franzose hat jemals daran gedacht, eine Parzelle deutschen Bodens zu ann-Äieren, noch einen Deutschen zu einem französischen Bürger zu machen. In keinem Augenblick wahrend der Frie« densverhairdlungen noch seither ist eine derartige Forderung erhoben worden. Das Frankreich das sich an der Steife Englands für die Freiheit der
vor allem in der konkreten Form deutscher Zahlungen für die auf französischem Gebiet verursachten materiellen Schäden vor. Auch das englische Volk wünscht lebhaft, daß die Verwüstungen des Krieges wieder gut gemacht werden. Aach seinem Begriff haben aber diese Verwüstungen eine weitreichimde Bedeutung. Sie erstrecken sich auf ruinierte Absatzmärkte, aus die dahingeschwundene Kaufkraft, auf denAiedergangdesSchifssraumsund des Au st en Han del s, auf de Entwertung der Währungen und deren Mangel an Stabilität und auf die Arbeitslosigkeit.
lich sind.
3n der Hoffnung, einen solchen Rückschritt zu vermeiden, habe ich mich in diesem Briese be
schwer gefährdet wurde, wünscht vor allen Dingen die Wiederherstellung der europäischen Märkte, die allgemeine Wiederaufnahme der Arbeit und die Stabilität der internationalen Beziehungen. Die Interessen und die Wünsche unserer beiden Länder sind nicht unvereinbar, sondern stehen vollkommen im Einklang und können nur durch dir gleichen Mittel befriedigt werden. Wenn wir unsere Reparationen und unsere Sicherheit verlangen, so gehorchen wir keinem egoistischen Gefühl. Wir suchen einfach die Bedingungen eines dauerhaften Friedens für Europa zu realisieren. Oh e di.sen auf Gerechtigkcif aufgebauten Frieden würden ungl >ck ich.-rwri e das Handels- und das industriell? Leben, dessen Wiedergeburt England wünscht, nicht möglich sein. 3m Grgeateil, an dem Tage, an dem Frankreich für seinen Ruin entschädigt und vor Angriffen bewah.-t sein wird, wird der gesamt? Ko.ck nent mehr Chancen haben, die Ruhe Wiede.'zufinden. Diesen'gen 3hrer
europäischen Angelegenheiten ergeben. So emp- 1 indet sie eine gewisse Furcht vor der starken I militärischen Lustmacht, die nicht nur in i Ost-, sondern auch, in Westfrankreich unterhalten wird. Sie fühlt sich verwirrt durch das 3nteresse, das 3hre Regierung für die militärische Organisation der neuen Staaten Mitteleuropas bekundet, und so fragt sie sich schließ lich, warum alle diese Detätigungssormen di« inanzielle Unterstützung der französischen Regierung geniesten, ohne Rücksicht auf die Tatsache, dast der britische Steuerzahler an 30 Millionen Pfund Sterling aufzubringen hat, um die Zinsen der in Amerika aufgenommenen Anleihen zu bezahlen. und dast untere Steuerzahler außerdem groste Summen opfern müssen, um die Zinsen für die französische Schild bei England zu begleichen, während Frankreich seinerseits, soviel der englische Steuerzahler sieht, für diese Schuld ein dem einigen entsprechendes Opfer weder gebracht noch vri geschlagen hat. Volkstümliche Empfindungen dieser Art sind, so irrig sie auch- sein mögen; Faktoren, die Sie ebenso wie ich- zu berücksichtigen genötigt sind.
Aach meiner Ansicht ist es dieser Stand der öffentlich n Meinung in den beiden Ländern, der unsere Beziehungen in der Vergangenheit beeinträchtigte und für unsere beiden Regierungen Aniah gegeben haben dürfte, sich zu Streitigkeiten über öle Symptome der Krankheit hinreisten zu lassen, ohne dah sie sich bemüht hätten, in volle* Klarh it und mit g s'.indem Menschenverstand nach den Ursach n zu forschen. Das ist ein
höchst ungesunder Zustand, der mich stark beschäftigt, und der, wie ich an» nehnrn darf, auch Sie beunruhigt. 3ch wünsche von ganzem Herzen, dah wir, Sie und ich. zusammen versuchen, diesen beiden Teilen der öffentlichen Meinung, der französischen und der englischen, das Vertrauen zu verschaffen, dah ihre Befürchtungen und ihre Empfindlichkeiten auf dem Wege sind, grundlos yi werden. Indessen ist es heute nicht meine Absicht, mich über Fragen zu verbreiten, wie die des R u h r g e b i e t e s, der Besetzung der Rheinlande oder die Pfälzische Frage. 3ch sag« lediglich, dah keiner von trtu, die die Obliegenheit haben, die öffentliche Meinung in England zu beobachten, es sich gestatten kann, die Au e n vor der dinngenden Rat- Wendigkeit zu verfchsie"^en. in diesem Punkte unverzüglich zu einer Re elung zu gelangen. 3ch bin mir völlig klar darüber, dah die Meinungs- v.rchichenhe ten, die hinsichtlich dioser Probleme zutage getreten sind, nur die Symptome eines weNerreichenden Mangels an gegenseitigem Vertrauen ta stellen. Ich sehe keine Möglichkeit für uns, über diese Fragen uns zu verständigen, wenn eß uns nicht zuerst gelingt, durch eine freimütige und mutige Auseinandersetzung eine Einmütigkeit hinsichtlich der
wesentlichen Ziele zu erreichen im Verhältnis zu dcn.n, de-vn Probleme lediglich subsidäre Bedeutung haben. Denn,
wenn ich unsere Beziehungen in einem weiteren Ssirne fasse, so habe ich nicht das Gefühl, dah unsere wesentlichen Ziele so'sehr vcneinander abweichen. Das französische Volk wünscht Sicherheit. das englische Volk hegt ein identisches 3deal. Während aber Frankreich- an Sicherheit nur insoweit denkt, als sie den Schuh gegenüber Deutschland allein gewährt, legt das britische Reich diesem Worte eine viel weiter gehende Bedeutung bei.
Was wir wünschen, ist die Sicherheit vor den Kriegen.
Aach meiner Auffassung ist das Sicherheitsproblem kein rein französisches Problem; es ist ein e uropäisches Problem, das auch England und Deutschland, Polen und die Tschechoslowakei, Ungarn und Südslawien, Rust land und Rumänien, 3talien und Griechenland berührt. Es ist sehr leicht möglich, dast in den kommenden zehn Jahren die Menschheit die allgemeine Abrüstung und die Ausbreitung der schiedsrichterlichen Verfahren über die ganze Welt erlebt. 3n der Zwischenzeit must unsere Ausgabe darin bestehcn, das Vertrauen wieder herzustellen; denn diese Aufgabe kann nur erfüllt werden, wenn man den internationalen Argwohn und die internationale Beunruhigung, tie zur Stunde eristieren, wohl versteht und beilegt. Ob dieses Ziel teil- - weise erreicht werden kann durch regionale Ent- militarisierungs- und Aeutralisierungsmahnah- men, durch die
Schaffung neutralisierter Gebi-tZstreifen zwi- fdten gewissen Staaten
unter gegenseitiger oder gar kollektiver Garantie und Ueberwachung oder aber durch irgendein anderes Mittel, das ist eine Frage, die sorgfältig im einzelnen erwogen werden must, das ist. glaube ich, eine Angelegenheit, in der der Völkerbund durch eine gleichzeitige Erörterung und eine eventuelle Aktion eine wichtige Rolle spielen könnte. Man müßte die Zustimmung und den guten Willen sämtlicher Länder Europas im Sinne einer derartigen Politik feststellen. Aber es handelt sich auch hier um eine Politik, die nur in Gang kommen kann, wenn Frankreich und England sich verständigt haben. Ebenso wünscht das französische Volk
Reparationen
: zu erhalten, und es stellt sich diese Reparationen!
nehmen könnte?
Unsere milllarifchen und Lufteinrichtungen sind einzig und all »in dazu bestimmt, uns gegen die Versuche deutscher Revanche zu verteidigen.
Wir sind oft genug überfallen worden, um gezwungen zu sein, uns zu schützen. Wenn unsere Eiuröchtungen über unser ganzes Gebiet verstreut wurden, so geschieht das. weil unsere Derwal- turgrörganisation und die Bedürfnisse unserer Mobilisierung tS uns nicht gestatten, sie im Osten zu konzentrieren. Acer unse e Armee und unfevc Luftflotte sind nicht mehr ein Zeichen des Mist- trauens gegenüber England, als die britische Luftflotte und die britische Marine eine Bedrohung für Frankreich snd. ihtfere Politik gegenüber den Staaten der Klftnen En'ente hat immer den gleichen srrundschast.ichen Charakter gehabt. Bis zu dem Augenblick, in dem es möglich ist, wirkungs-
Ein Briefwechsel Macdonalds mit Poinears
Macdonald fordert eine großzügige Einstellung der Politik.
Pari-, 1. März. (Wolff.) Dieser Tage fand »wischen Poincarß und Macdonald ein wichtigerDriefwechsel statt über die Eng- i land und Frankreich interessierenden austenpoli- - tischen Fragen. Der „Trmps" stellt fest, dast das i Schreiben des englischen Premierministers am vergangenen Sonntag in Paris ein getroffen und die Antwort Poincares am Mittwoch in London überreicht worden sei. Der französische Botschaft^ in London der am Donnerstag von Macdonald empfangen wurde, habe ihm gegenüber Öen Wunsch zum Ausdruck gebracht, dast der Briefwechsel veröffentlicht würde. Der englische Premierminister habe geantwortet, dast er dagegen nichts einzuwenden habe.
3n französischen autorisierten Kreisen wird erklärt, die Briefe Ramfah Macdonalds und Poincarßs könnten als sehr wichtige Dokumente bezeichnet werden. Beide Staatsmänner drucken hierin ihre Ansicht über die ernsten schwebenden Fragen aus und äufierten den gemeinsamen Wunsch, eine Politik zu betreiben, durch die der Völkerbund gestärkt werde.
Macdonalds Bries.
Der Dries, den Macdonald am 21. Februar nn Poineare richtete, hat folgenden Wortlaut.
Der ftrundschaft iche Charakter der Antwort, die Sie auf meinen Brief vom 26. Zanuar gegeben haben, ermächtigt mich, den Versuch zu machen, eine neue Etappe
in dem Aufklärungsdirnst der Schwierigkeiten zu versuche, die in den Beziehungen unserer beiden Länder entstanden sind. 3n dem gegenwärtigen Briefe ist es mein Wunsch dem gegenseitigen vollkommeneren Einverständnis den Weg dadurch zu ebiwn, dast rückhaltslos die Schwierrgkeiten untersucht werden, die mich erwarten, und die Art und Weise ausgedrückt wird, wie ich die Lage aufsasse. 3n der Lage, in der wir uns besrnden, will ich weder in eine Diskussion eintreten, noch bestimmte Vorschläge formulieren. Meine Absicht ist einzig und allein, Ihnen klar vor Augen halten dast nach meiner Ansicht die Schwierigkeiten und Streitigkeiten der Vergangenheit nicht absolut unvermeidlich gewesen find, und Sie der Bereitwilligkeit zu versichern, die ich in Zukunft zeigen werde, um das ganze Problem in seinen grasten Ctnien und feinen wesentlichen Bestandteilen einer neuem Prüfung zu unterziehen.
3n England ist das Empfinden weit verbreitet, dast
Frankreich entgegen den Bestimmungen des Versailler Dertrags
eine Lage zu schaffen versucht, die ihm das verschaffen soll, was es während der Friedensverhandlungen zwischen den Alliierten nicht habe durchsetzen können. Diejenigen unter meinen Landsleuten, die diesen Eindruck haben, stehen auf dem Standpunkt, dast das eine Politik ist, die nur die Ungewißheiten und Gefahren einer Lage verewigt, die man nicht Friedenszustand, sondern vielmehr Kriegszustand nennen mühte, mid dast diese Politik schließlich alle Sicher- heitsgarantien zunichte machen würde, die Frankreich vorübergehend durchgesetzt hätte. Es hat in Frankreich viele Kreise gegeben, die sich eingebildet haben, dast die restlose Hebergabe Deutschlands automatisch und für immer von einer Drohung befreien würde, die — darüber bin ich mir völlig f[ar — tatsächlicher Art war. Gewisse Leute Ijaben geglaubt, dah die Grenzen Frankreichs bis zum Rhein ausgedehnt werden mühten, wenn ihr Land eine unbedingte Sicherheit erzielen wolle. Diese Erwartungen sind enttäuscht worden. An Stelle der DHeingrenze hat man ihnen nur eine solidarische Bürgschaft Grvhbritanniens und der Vereinig en Staaten von Amerika an» geboten. Dadurch aber, dast Amerika sich abseits hielt, ist dieses Angebot hinfällig geworden. Seitdem haben die Franzosen mit einiger Berechtigung versucht, an die Stelle des Garantievertrages an» Here greifbare Garantien zu sehen. Was die R e» parationen anbelangt, so hat die Oesfentlich- teit in Frankreich eine weitere Enttäuschung erlebt. Weder die so gut wie unbegründeten Hoffnungen, die der Sieg hat entstehen lassen, noch dir 1921 erfolgten Schätzungen spezifischerer Art stehen tatsächlich in dem richtigen Verhältnis zu den wirtschaftlichen Zuständen, wie sie heute vorliegen.
Die L a g e E n g l a n d s ist eine ganz anher* Untere Sicherheit zu Lande und zu Wasser ist vor Drohungen bewahrt, aber
unser Wirtschaftsleben ist in schwere Gefahr gebracht worden, nicht dadurch, dah Deutschland auherftand« war, Reparationen zu zahlen, sondern durchs den tiesgehenden und anhaltenden Verfall der europäischen Märkte, dessen Hauptursache die ständige Ungewißheit der Beziehungen zwischen Frankreich und Deutschland ist, das crirtschaftliche Chaos, das, wie die heftigen Schwankungen des Wertes der deutschen Wahrung es bezeugen, anbauert, und schliestlich die Ungewißheit, die sich in den Beziehungen zwischen Frankreichs und England eingestellt hat. So ist es gefemmen, dast die Bevölkerung unseres Landes mit Besorgnis den in ihren Augen von Frankreich gefaxten Entschluh betrachtet, Deutschland zugrunde zu richten und auf dem Festlande zu herrschen ohne Rücksicht auf unsere vernunftgemäßen Interessen und die künftigen Folgen, die sich daraus für die Regelung der
Es ist vielleicht schwerer, sich unsere verwüsteten Gebiete in völlig bestimmter Gestalt vorzustellen.
Der Wiederaufbau wird fick/ weniger mit Händen greifen lassen und mehr Zeit in Anspruch nehmen, aber diese Verwüstungen existieren darum j bod)! und werden von uns ebenso grausam empfunden, wie die Verwüstungen für Frankreich existieren; und solange kein Heilmittel gefunden ist, werden die gegenseitigen Leiden uiid Sorgen unserer Weiche andauern. Bevor wir indessen diese Probleme erörtern können, müssen wir natürlich den Bericht der Sachverständigenkomitees abwarten. Ich warte ihn ab in der Hoffnung, dast die Sachverständigen 3hr und mein Land einander näherbringen werden Ich sehe keinen Grund, der verhindern könnte, dast dieses Problem, wenn es in weitestem Sinne ersaht und in Verbindung mit dem verwandten Problem der interalliierten Schulden der Prüfung unterzogen wird, in einem baldigen Zeitpunkt gelöst wird. Sobald England seine wirtschaftliche Stabilität in Europa hat, darf auch Frankreich die Zusicherung erhalten, dast seine gerechten Forderungen befriedigt werden. Auch hier wird die Mitwirkung der anderen europäischen Länder gesichert sein. Wenn Frank- reich und England sich zu verständigen vermögen, wird es aiub nicht unmöglich sein, vor die Vereinigten Staaten von Amerika hinzutreten nicht als Schuldner, die sich unter-
aftrb^mron febtiaf tat TOunto Merit I geschlagen ha,t'ist "'‘lÄ
ist. mit Hisse gegjnfeitig^Opfer uni> S«8entotlgcr
Verständigung die Leiden unserer Volker zu 1€Pen von snan-^oryrrngen yaoen lindern. ton? niemals den Rhein als Grenze verlangt.
Auf einer derartigen Grundlage möchte ich Wir haben nur gefordert, daß Deutschland mit 3bnen unsere in der Schwebe gebliebenen Pro- nicht mehr Herr fei, fich des Rheins als mili- blerne erörtern. Dann toerben toir eine Verstau- järische Basis bei einem neuen Angrfff gegen digung über die wesentlichen Grundlahe, die uns Frankreich zu bedienen.
leiten, in i>ie Wirklichkeit umsetzen können, und , x _ . „ . _ ..
wenn diese Grundsätze von den Volkern und der Wir haben verlangt, dast im Interesse eines all- offentließen Meinung in der Welt miteinander in gemeinen Friedens der Flust eine JBar- Einklang gebracht werden können, so habe ich kei- riere gegen Angriffe bilde. Das war der neu Zweifel, dast subsidäre zahlreiche Stagen, so ^teAmte, den Marschall Foch nach dem^ffen- sehr sie ineinander verwickelt sind, und so schwie- stillstand zum Ausdruck gebracht hat. Weder ber ria sie sich gestaltet haben mögen, nicht unlösbar OberftEmumanbiercrtbe der alliierten Heere noch sein werden Wenn wir uns jeder in die Masse die französisch: Regierung haben 1919 emen einher Einzelheiten verstricken lassen, die im Zusam- zigen Augenblick den Ge^lnken gehabt, einen menhana mit Problemen entstanden sind, die der Kubikzentimeter deutschen Gebiets den franzosi- Ruhr- und Psalzfrag? angeboren, bann werden scheu Gebieten emzuverlerben Was mich an- sich, unsere lei'enden Ziele von neuem verdunkeln, betrifft, der ich damals Präsident d^ Republik und wir werden in denselben mühseligen, ausge- war, so habe ich meine Meinung Grostbrltannlen tretenen Zirkel von Kontroversen und Zwistig- und Lloyd George durch emeu Brief vom 28. Aprll leiten über Punkte hineingeraten, die vielleicht | 1919 erläutert. Ich wurde es fur^llug gehalten ihre Wichtigkeit haben, aber nicht minder wesent-
habeu, die Besetzung des linken Rheinufers solange auszudehnen, bis der Friedens vertrag vollkommen ausgeführt ist. Ich war der Ansicht, dah oermeu^u tu, ..uu, u. , das das sicherste Mittel wäre, Deutschland zur
müht, das' aufzustellen, was ich als die wesentlich- Erfüllung seiner Verpflichtungen zu bringen Es sten Daten des Problems betrachte. hatte übrigens die gleiche Methv^ ^$1871
3ch wiederhole, mein lieber Ministerpräsident, selbst zur Anwendung gebracht. Aber in diesem es gibt eine Augenblick war ich wie heute — das muh wohl-
Hellung der europäische« Verhältnisse h^l h^Wel^^Enttäuschungen^die Sie die Güte — das ist meine Lleberzeugung — nur dann, wenn hatten, nicht in Zweifel zu ziehen, auch Frank- wir, Frankreich und England, mit voller gegen» reid) erduldet haben mag, es hat niemals auster- seitiger Sympathie für unsere Bedürfnisse und h^sp dessen, was ihm ber Friedensvertrag au- unter klugrr Berücksichtigung der Interessen ber erkennt, irgenb etwas gesucht. Wenn dieser Der- gefamten Welt gemeinsam vorgehen. Zu diesem trag ausgeführt worden wäre, so hätte es Zusammenwirken bin ich vollauf bereit Ich bin sich niemals beklagt. Am Tage des Sieges hat Ihr sehr aufrichtiger es keine unbegrenzten Hoffnungen gehegt
RamsahMacdonald. Es hat nicht auf unmögliche Zahlungen gehofft.
Es hat einfach gehofft, dah man ihm bas zcchle,
Äiib ^IntWOrt ^Otncnres inns man ihm schulde. Es hat einfach auf den vom 25. Februar auf den Dries Macdonalds hat Respekt vor den gerebenen Unterschriften gezählt, folgenden Wortlaut: Unter tot irrtümlichen Auffassungen, die sich
et*. mH fn ci i Teil der os ent.ichrn Memung zu eigen gemacht
lesen. Ich bin vollkommen mit Ihnen einig dann, £1 f wirfti-h (Snalänber
w!is dasErposä der zu regelnden Fragen grifft, stun^en^z^t Gibt es
zu sehr auf Details eingehen noch konkrete Vorschläge formulieren. Aber ich will Ihnen die Versicherung geben, dast
ich bereit bin, mit Ihnen die Prüfung der großen Probleme anzuschueiden,
die noch in der Schwebe sind, und ich werde hierbei den Geist des Entgegenkommens und der Loyalität mitbringen, der Sie beseelt.
Sie haben Recht, zu sagen, dast die öffentliche Meinung in unseren beiden Landern sich auf verschiedene Standpunkte gestellt hat, aber bei einem gegenseitigen guten Willen können wir dazu gelangen, diese bedauerlichen Mißverständnisse zu beseitigen. Frankreich ist feit dem Frieden von zwei berechtigten .legitimen Sorgen erfüllt' es will die Reparation seiner materiellen Schäden und die endgültige Wiederherstellung ferner Sicherheit. Grohbiitannien seinerseits, dessen Wirtschaftsleben durch den Krieg


