w Bestandene Prüfung Die 1. Ber- tnaltungapiüfung (Sekretärprüfung) haben Karl Heb und Justus Hallenberger, von der Stadtverwaltung hlerselbst, In Darmstadt bestanden.
** Verlegung besFrühjahrS- in a r k t e S. Vom Polizeiamt Gießen wird uns rnitgeteilt: Durch Verfügung des KreiSamtS Gießen wurde die zeitweilige Verlegung des diesjährigen Frühjahrsmarktes auf die Tage vom 2.-7. April einschließlich und den 9. und JO. April gestattet. Ausdrücklich ausgenommen hierbei ist der 8. April (Weißer Sonntag), an welchem sonach ein Marktbetrieb nicht gestattet ist.
< Wieder eingelegte Züge. Don Mittwoch, den 4 April ab, werden Pz. 773 von Sieben biS Marburg und Pz 776 von Kassel bis Gießen al- täglich verkehrende Züge wieder eingelegt. Die Züge 773 und 776 verkehren alsdann zwischen Kassel und Gießen wieder regelmäßig. ’
** Beschleunigte Personenzüge a u f der Strecke Gießen—Limburg. An Stelle der bisher zwischen Gießen und Limburg im Anschluß an die Schnellzüge D 180 und D 179 von und nach Berlin gefahrenen Triebwagenfahrten T 125/126 werdend vom 29. März d. 3. ab bis auf weiteres beschleunigtePer- s o n e n z ü g e mit 2. bis 4. Klasse von Gießen bis Friedrichs legen und umgekehrt gefahren. Deschl. Pz. 126 verkehrt Gießen ab 7.45 vorm. (MEZ ), Friedrichslegen an 8.58 vorm. (MEZ ), Deschl. Pz. 125 wird 8.37 nachm. (MEZ.) in Friedrichs- fegen abgelassen und 11.52 nachm. (MEZ.) in Gießen angebracht.
** O be r h e s s i scher Kunstverein. Die Holzschnitt-Ausstellung deutscher Künstler, die am Sonntag eröffnet wurde und an den Feiertagen sowie die Woche hindurch täglich von 11 bis 1 Ahr geöffnet ist, verbleibt nur noch bis zum nächsten Sonntag, 8. April, in Gießen. Wie in anderen Städten, so sanden auch hier die ausgestellten Weile von selten der Ausstellungsbesucher eine gute Aufnahme, ebenso konnten zahlreiche Aufträge an die Künstler ergehen.
** Der Botanische Garten wird erfreulicherweise vom 2. Feiertage ab wieder geöffnet sein. Der nasse Winter hat die Reinigung des Gartens und die Instandsetzung der Wege verzögert, und darauf ist auch die verspätete Wiedereröffnung zurückzuführen.
•' Der Ladenverkauf am'2. Öfter- feiertag gestattet. Das Kreisamt gibt bekannt: Montag, 2. April (Ostermontag), wird der Gewerbebetrieb in offenen Verkaufsstellen und die Beschäftigung von Gehilfen, Lehrlingen und Arbeitern in der Stadt Gießen von 11 ilf)r vormittggS bis 6 Ahr nachmittags gestattet.
"SchnetlereDezahlung der Hand- werkerrechn u n gen. Die im Gewerbeverein zusammengefchtossenen Innungen und gewerblichen Bereinigungen haben in verschiedenen Sitzungen die wirtschaflliche Lage und vor allem die Desck^if- fung der fast unerschwinglichen Detriebsmlltel behandelt und dabei beschlossen, daß vom 1. April L Is. ab die erteilten Aechnungen innerhalb 8 Tagen nach der Zustellung beglichen werden müssen, andernfalls vom Verfalltag ab die Geldentwertung und Bankzinsen mit täglich 1 Proz. in Ansatz gebracht werden. Die " Ausstellung doppelter Rechnungen sosl nur gegen Ersatz der besonderen Auslagen erfolgen. (Siehe heutige Anzeige.)
** D ie Zahlungsbedingungen bei Holzverkäusen. Wie uns milgetellt wird, gewährt die hessische Staatsforstverwaltung den Käufern von Holz im Betrage von mehr als 300 000 Mark einen Nachlaß von der Kaufpreis- schuld, falls baldige Barzahlung erfolgt. Der Nachlaß beträgt, wenn die Zahlung im Monat April 1923 erfolgt, 5 Proz., bei Zahlungen tm Monat Mai 4 Pcoz. und in dieser Weise weiter mit jedem Monat um 1 Proz. fallende Zinsen. Bei Zahlungen nach dem 31. Augast 1923 wird Nachlaß nicht mehr gewahrt.
** Neue Zinssätze gibt die Dezirksspar- kasse Gießen im Anzeigenteil unseres heutigen Blattes bekannt. Interessenten mögen die 3kr- öffentlichungen beachten.
Bornotizen.
— T a g e s k a l e n de r für Samstag. Lichtspielhaus. Bahnhofstraße: «Das Mädchen von Nancy". — Palast-Lichtspiele: «Dec falsche Dimi- trh". — Astoria-Lichtspiele: «Ehrlich erworbenes Gut" und „Die Briefe der Frau von Romberg".
— Tageskalender für Sonntag. Stadttheater, 7 Ahr: „Don Juan und Faust". — D. s. D.-Sportplatz Trieb, 3 Ahr, gegen Germania Frankfurt a. M. — 1900er-Sportpfah an der Hardt: G. S. C. 1900 gegen Sportv. Elz. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Das Mädchen von Nancy". — Palast-Lichtspie^: „Der falsche Dimitry". — Astoria-Lichtspiele: „Ehrlich erworbenes Gut" und „Die Briefe der Frau von Romberg". — Cafe Ernst Ludwig: Künstler- ko nzert.
— Ta g e s ka l en der für Montag. Stadttheater. 3'/-, Ahr. „Im weißen Röß'l"; 7 Ahr: „Die Dollarprinzessin". — B. f. B, Sportplatz Trieb. 3 Ahr, gegen Olympia-Hameln. — 1900er» Sportplatz an der Hardt. Köln-Mülheim, Sport
verein 06, G.S. E. 1900. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Die Landesflüchtigen " und „Eins Dampferfahrt durch Norwegens Fjorde". — Cafö Ernst Ludwig: Künstlerkonzert.
— Aus dem Stadttheaterburear Auf die erste Wiederholung von Grabbes „Don Juan und Faust" am Ostersonntag fei ganz besonders hingewiesen. Die Erstaufführung hatte einen starken Erfolg zu verzeichnen Alle, die auf ein eigenartig interessantes Stück und außerordentlich sehenswürdige Bühnenbilder reflektieren, kommen beim 'Besuch dieser Dorftellung voll auf ihre Rechnung. — Die Vorstellung am Oster- mrntagnachmittag bringt das beliebte Lustspiel ,,3m weißen Rossi" und zwar zum letzten Male rn dieser Spielzeit. — In Vorbereitung stehen das Lustspiel „Das Konzert" von Hermann Bahr und ein Gastspiel des Schauspiels „Der Wettlauf mtt dem Schatten" von Wilhelm von Scholz, das du'-ch M-'alieder des Kasseler Staatstheaters gegeben wird.
— Sinfonie-Konzert. Trotz großer Schwierigkeiten ist es gelungen, das gesamte Frankfurter Sinfonieorchester zu einem Konzert in Gießen zu gewinnen. Es wird unter der Leitung des Kapellmeisters Karl Knübel vom hiesigen Stadttheater eine Auslese der bedeutendsten Werke Webers und Wagners bringen. Herr K. hatte erst kürzlich mit den Bremer Philharmonikern einen vollen Erfolg zu verzeichnen. Da wir fange Zeit keine Gelegenheit hatten, ein auswärtiges Orchester von Ruf hier zu hören, verdient der Abend besondere Bach ung. Das Kon er! f n'et am Donnerstag, 5. April, 7 Ahr abends im Stadttheater statt. — Näheres tm heutigen Inserat.
— S tenographie Der Gabelsberger Slenvgraphen-Derein von 1861 und drr Damen- verein „Gabelsberger" eröffnen am Montag, 9. April d. I., abends 7 Ahr. in der Bezirksschule (Westanlage) wiederum einen Anfäng rlehrgang. Ein Fortbildungskurs beginnt am gleichen Tage abends 8 Ahr, während die Diktatabende am Mittwoch, 11. April, abends 7 Ahr. ihren Anfang nehmen. (Näheres siehe heutige Anzeige.)
Hessen-Nassau.
fpd. Aus dem Taunus, 23. März. Der Ruhm, das Land der besten Quellen zu sein, dürfte für Nassau bald dahin fein. Die M i - neralquellen sind dem Antergang geweiht. Die ungeheuer gestiegenen Derwaltungskosten und die riesigen Frachtsätze, nicht minder aber auch die hohen Flaschenpreise tragen die Schuld, daß der Versand dec Mineralwasser heute a u f ein Minimum gefunEen ist. So kostet gegenwärtig in Frankfurt eine Flasche Emser Kränchen 850 Mark, mit Flasche 1000 Mark. Für eine ^-Literflasche Wasser muß man an Fracht nach Berlin 250 Mark bezahlen. Die schwierigen Derkehrsverhältnisse im besetzten Gebiet tun doch das übrige, um die einst so blühende Mineralwnsserindustrie vollends zum Erliegen zu bringen. Die Kronthaler Quelle bei Kronberg hat ihren Versand bereits eingestellt und die Quellen industriellen Zwecken dienstbar gemacht.
Die Ruhrhilfe der hessischen Landwirtschaft.
Am die Ernährungsschwierigkeiten und die Not des durch die Vergewaltigung des Feindbundes besetzten Gebietes an der R u hr einigermaßen zu beheben, haben die verschiedenen Organisationen Hessens die Landwirte In einem Aufruf zur Spende a ^gefordert. Dieser Aufruf ist auf recht opferwilligen Boden gefallen. Fast täglich findet man in den Tageszeitungen kurze Notizen über die Naturalspenden aus Kreisen der Landwirtschaft, als Dank für die unerschütterliche Standhaftigkeit der unter schwerstem feindlichen Druck stehenden Bevölkerung des Ruhrgebietes. Don den Landwirten zahlreicher hessischer Gemeinden und landwirtschaftlichen Organisationen sind beträchtliche Mengen an Lebensmitteln sowie an barem Geld gezeichnet worden. Bei dem Hessischen Bauernbund sind bis heute 7000 Anmeldungen von Landwirten zur Aufnahme von Ruhrkindern eingeganqen.
Die Hessische Landwirtschaftskammer, welche die Vermittlung des Transportes der von den Landwirten und den landwirtschaftlichen Organisationen gespendeten Naturalmengen übernommen hat, und welche bei deren Erfassung von der Landwirtschaftlichen Zentralgsnossenschaft bereitwilligst unterstützt wird, hat bereits 20 Waggons" Naturalien nach den verschiedensten Orten des besetzten Gebietes zum Versand bringen können. Beben einigen Spenden, wie Butter, Fleisch und Wurstwaren, sowie anderen Lebensmitteln sind bis heute 23 Waggons Kartoffeln von insgesamt 5500 Zentner, 5 Waggons Getreide in Höhe von 1500 Zentner und 2 Waggons Mehl von insgesamt 271 Zentner nach den einzelnen Orten des Ruhrgebietes versandt worden, worüber die Bestätigungsschreiben über den Abgang vor liegen. Diese Spende allein hat einen Wert von etwa 9 2 Millionen Mark. Weitere 13 Waggons Kartoffeln und 4 Waggons Frucht sind zur Verladung in Auftrag gegeben, deren Abtransport ist auch schon teilweise erfolgt.
Die hessische Landwirtschaft kann auf ihre Spende im Der gleich zu dem Gesamtergenis des Hessischen Dolksopfers recht stolz fein. Es ist hierbei in Betracht zu ziehen, daß nur das halbe Gebiet des Freistaates Hessen für die Aufbringung der Ruhrspende in Frage kommt, da aus nabe»
lictreffte: Gründen bte Ausbringung mb der Abtransport im besetzten Teile Hessens nicht erfolgen kann. Mit den genannten Mengen ist die Gesamlspende der hessischen Landwirtschaft aber noch lange nicht voll erfaßt. Auf Grund der gezeichneten Listen wird es möglich sein, noch manchen Transport zur Linderung der Not der so bewundernswerten, standhaften 2llihrbevölke- rung versenden zu können.
Gegenüber den Gerüchten, daß die gespendeten Mengen nicht an die Dersandadressen gelangen, und die Verteilung der gespendeten Lebensmittel nach einseitigen Gesichtspunkten erfolge, kann mitgeteilt werden, daß dies nicht der Fall ,ist. Von vielen Sendungen sind der Landwirtschaftskammer schon Bestätigungs- und Dankesschreiben aus den Ruhrorten zugegangen. Die obersten städtischen Behörden teilen mit, daß die Verteilung nach durcha us sozialen Gesichtspunkten an die Hilfsbedürftigen erfolge
Schöffengericht.
Gießen, 28. März 1923.
Ein Kesselschmiedelehrling von hier hat in einer Fabrik in Butzbach Altlupfer im Gewicht ^>n 3,5 Kg. entwendet und wird deshalb an Stelle der an sich verwirkten Gefängnisstrafe von fünf .e-agen zu einer Geldstrafe von 15 000 Oll a r f verurteilt. Das Altkupfer händigte er einem Kaufmannslehrling, der ihn zu dem Diebstahl veranlaßt hatte, aus. Dieser veräußerte es an einen hiesigen Althändler, der wegen Hehlerei angektagt war. Da das Gericht jedoch zu der Aeberzeugung kam. daß es sich bei diesem um gewerbsmäßige Hehlerei handele, überwies es die Sache bezüglich des Althändlers an die Straf- Jammer. Der Kaufmannslehrling überredete auch noch einen andern Lehrling, seinem Vater einen Trauring zu entwenden, und stahl selbst einige Studentcnmützen. Wegen Diebstahls und Hehlerei wurde zu einer Gesamtgefängnis st rase von 6 Wochen verurteilt. Den Trauring veräußerte er an einen Ahrmacher, der wegen Hehlerei an Stelle der an sich verwirkten Gefängnisstrafe von drei Monaten eine Geldstrafe von 1 00000 Mark erhielt.
Wegen intellektueller Arkundensälschung, Angabe eines falschen Namens und fälschlich^ Anfertigung von Führungszeugnissen wurde ein vielfach vorbestrafter Kaufmann aus Pommern zu sechs Monaten Gefängnis und sieben Wochen Haft verurteilt. Er lieh sich hier unter falschem Namen verurteilen und in das Gefangenbuch eingetragen, gab einem Kriminalwachtmeister gegenüber ebenfalls einen falschen Namen an und fertigte mehrere Führungszeugnisse für sich fälschlich an.
Ein Kraftwagenführer aus Hermannstein fuhr in der Frankfurter Straße dahier beim Heber- holen einen Radfahrer derart an, daß dieser ins Wanken kam und absteigen muhte. Dabei war genügend Platz zum Ausweichen vorhanden. Er wird deshalb zu einer Geldstrafe von 1 5 00 Mk. verurteilt.
Bei einem hiesigen Bäckermeister wurden bei einer Revision unter 47 Broten 30 Brote vorgefunden, die innerhalb 24 Stunden nach dem Backen ein Mindergewicht, das zu einem kleinen Teil recht erheblich war, hatten. Er erhält deshalb eine Geldstrafe von 3000 Mark.
Im Jahre 1922 wurde die Gemeindejagd in Haufen an einen Kaufmann H. in Gießen verpachtet, der noch niemals eine Jagdflinte in der Hand hatte, bei der Verpachtung nicht zugegen war und auch später niemals zur Iagdausübung erschienen ist. Er hatte einem andern Kaufmann E. aus Gießen Vollmacht erteilt, dem wegen eines Jagdvergehens der Iagdwaffenpah entzogen worden war. Dieser lieh sich von dem Pächter eine Vollmacht ausstellen, inhaltlich deren er sich als Iagdteilhaber einschreiben lassen, andere zur Iagdausübung mitnebr»’,-,-. überhaupt ganz nach Belieben schalten und walten durfte. Nur schießen durfte er nicht, da ihm dies von der Verwaltungsbehörde ja verboten war. Er ließ sich bald nach der Verpachtung auch als Iagdteilhaber einschreiben, ohne jedoch der Vorschrift entsprechend das Protokoll zu unterschreiben, nahm andere auf die Jagd mit und lieh sogar andere, so den Mitangeklagten M., einen Bureau beamten aus Butzbach, ebenfalls als Iagdteilhaber eintragen. Später wurde die Eintragung des Ml für ungültig erklärt, da der Gemeinderat seine Zustimmung dazu nicht erllärt hatte, und er erhielt sowohl von der Gemeinde, wie auch von der Oberförsterei einen diesbezüglichen Bescheid. Er kümmerte sich jedoch nicht darum, sondern übte nach wie vor die Jagd aus. M. wurde deshalb wegen unberechtigter Iagdausübung zu einer Geldstrafe von 30 000 Mark verurteilt, während E. von derselben Anklage freigesprochen wurde, da er zwar nicht rechtsgültig eingetragener Iagdteilhaber war, sich nach Lage der Verhältnisse aber für einen sulchen halten konnte.
Vermischtes,
Karfreitag und Fronleichnam.
Köln, 30. März. Laut „Vorwärts" llagte der Betriebsrat eines größeren Werkes in Köln vor dem Schlichtungsausschuh auf die Feststellung, daß der Karfreitag und das Fronleichnamsfest als Feiertage nicht zu betrachten seien, an denen die Arbeit ruhen solle. Der Betriebsrat machte geltend, dah in der heu
tigen schweren Zett bet Teuerung die Arbeite» nicht auf den Lohn für diese zwei Tage verzichten könnten. Die Firmeninhaber wiesen davaus hin, dah in ihren Betrieben an den genannten Feiertagen seit Ja hrzehn t en nicht gearbeitet worden sei. Der Schlichtungsausschuh lehnte den Antrag de» Betriebsrats ob, da triftige Gründe, diese alte Einrlchttmg abzuschaffen, nicht vorlägen.
DergwerkS.Anglück in Westfalen.
Dortmund 29. März. (Wolff) Auf dm Zechen «Achenbach I und 11“ und «Brambauer" sind in der Nacht zum 28. März bei Neuabdämmungsarbeiten In einem abgedämmten Braunfelde vier Reparaturhäuer durch auftretende Drandgase zu Tode gekommen. Fünf weitere Bergleute, die gefährdet waren, sind durch Ret- tungsmannschaften lebend geborgen worden.
Ein Familiendrama.
Magdeburg, 29. März. Hier tötete go stern abend auf der Strahe der Maschinenmeister Gürth seine von ihm getrennt lebende Frau durch fünf Revvlverschüsse. Strahenpassanten und Schutzpolizisten verfolgten den Mörder, der In die Wohnung feines Vaters flüchtete. Als er lein Entrinnen mehr sah, stürzte er sich aus dem dritten Stockwerk auf den Hof. Er starb auf dem Transport ins Krankenhaus. Der Täter hinterläßt zwei lleine Kinder.
Siebzig Millionen Mark gestohlen.
Berlin, 30. März. Dem „Lokalanzeiger" zufolge ist bei der Industrie- und Han » dels-A.-G. (Internationale Arbeiterhilfe),deren Bureauräume sich in Berlin Unter den Lindm befinden, eine Kassette mit Dollar- und englischen Pfundnoten im Betrage von siebzig Millionen Mark gestohlen worden. Die von der Polizei eingeleiteten Ermittlungen haben bisher keinen Erfolg gehabt. Die bestohlene Gesellschaft betreibt in Rußland eine Reihe von Fabriken.
Eisenbahnunglück in Baden.
Karlsruhe, 29. März. (Wolff.) In der Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag stieß der Schnellzug D 37 zwischen Dorberg und W ö l z i n g e n Infolge unrichtiger Signalbedie- nung auf einen vorauffahrenden Güterzug auf. Einige Wagen des Güterzuges wurden zertrümmert. Zwei Lokomotiven des Schnellzuges entgleisten und stürzten um. Beide Hauptgleise sind gesperrt. Der Schlußbremser des Güterzuges wurde getötet. Reisende sind nicht verletzt worden. Der Personenverkehr wird durch Am- steigen aufrechterhalten.
Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinden.
Sonntag, 1. April (1. Oftertag). Gießen. Stadtkirche. 9'/,: Pfr. Becker, II: Kinderk. f. Matthäus- u.Markusgem. gemeinsam, Pfr. Becker, 6: Pfr. Mahr, Beichte f. d. Konfirmanden a. d. Matthäusgem. u. deren Angehörige. IohanneSkirche. 9'/,: Pfr.AuS- feld, 11: Kinderk. f. d. Iohannesgem., Pfr. Ausfeld, 6: Pfr. Bechwlsheimer. Kirchberg. 10: Heil. Abendmahl f.Staufenberg, 1 '/..Mainzlar. 17,: Heil.Abenb- mahl. Wieseck. 9'/„ 17, Beichte.
Montag, 2. April (2. Oftertag). StadMrche.97,: Konfirmation d. Kinder a. d. Matthäusgem., Feier d. heil. Abendmahls, Pfr. Mahr, 2: Vorstellung u. Prüfung d. Konfirmanden a. d. Markusgem., Pfr. Becker, 6: Pfarrafs. Becker. IohanneSkirche. 9'/,; Pfr. Bechtolsheimer, 11: Kinderl. f. d. Lukasgem., Pfr. Bechtolsheimer, 2: Vorstellung u. Prüfung d. Konfirmanden a. d. Iohannesgem., Pfr. Ausfeld, 6: Pfarrass. Delp. Kirchberg. 10: Konfirmation, Wieseck. 9: Konfirmationsfeier m. heil. Abendmahl, 5; Konfirmationsnachfeier. Osterdienstag, 27,.
Katholische Gemeinden.
Gießen. Samstag, 31. Marz: 5 u. 8 Beicht, 3—7 hört ein fremd. Priester Beicht. Ostersonntag: 67, Beicht, 7 Messe, Kom. d. Männer, 8 Kom., 9 Hochamt m. Pr., 11 Messe m. Pr., 2'/, Vesper, 5 u. 8 Beicht. Ostermontag: 67, Beicht, 7 Messe, 8 Kom.. 9 Hochamt m. Pr., 11 Messe m. Pr., 2'/, Andacht m. Segen. Grünberg. Ostermontag: 97, Ahr. Ostersonntag: Hungen. 8, Lich. 10 u. 7,3 Ahr. Ostermontag: Laubach. 7, Hungen. 7,10, Lich. 7,3 Ahr.
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3fr. DeligionSgemeinde. GotteSd. i. d. vynag. (Südanl.) Sonntag 1. u. Montag 2.April Passahfesi. Sonntag, Vorabend: 7.45 Uhr. Morgens: 8.30 Ahr Predigt. Montag, Vorabend: 7.45 Ahr. Morgens 8.30 Ahr. Abends: 7.15 u. 7.45 Ahr.
DUNLOP
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Im Gebrauch die billigste Bereifung
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