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60 ®oB>pftnmg ein- U)fit($D4 Izagtrtotjn, auch bei Sticht erja, eine» oe;t!xer Thiemern tn> teig« W«*** ««»all. - g,k»lpr«ch.»»schl»sle: rir die Sd)rift leit weg 112, ft* Verlag »ab «esch«st»steL. 61.

K«|d)rif1 für Drahlaoch» rsasar-

ptifhirl v e. 118*.

US. Jahrgang

Arttag. 30. Navrmb« 1928

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Gberhessen

: Brftn^e UetotrNt4is.Bed>- « Stet*6niderd H. teege ht ««eßen. Sd)rtftletti*g eeö $*i1treN L

In«t«t mi h|tiui ftibk Lage» wumm« bi» |»m iladjiwtttag oortjet Ob<w|eb« 3<rt>lxMld>beti. Preis f*i 1 m-LStz« ftr Rnjeigen oo» 27 mm 8rette .>r,li4>8,ansetot» 10®olbpfenntg, für Ät- hlame-flnjeige»o.7Omm »reite 35 öotopftwidg, S,1,00*1 chnsl

lag. -üeraettwortli^ tut Politik u. Jenideton: Dr JnebrSDilt) Hang«, für Den üOnaen leit (trnft Blnmld)tin; tto ben Mnjeigeitteet. Hon» Seck, |6et(i d) in Gi e ze <e

Krankenkassen und Aerzte.

2te »irtMxrttlld)en Terbanb bet letzte Cfcerpefkn» wird un« gef4mebcn Tlad^bem aut Hebung ber immer gräfrer tocrbenben öditDierig- inten für die 'XufredXertxUlunq brr ßeiftung#- tibiflteti der Xmnleitfctfleii gegenüber den Her* tvlxrtm unb 3erxten in den testen Oktober. ied>en eil unb ohne da« "Reid) «anbei tlminiltc* num etngtbenbe 'BerbcmMungcn ztoisch.n ben öptRenrrflanifaltmen der Aerzte unb Äaflen ge­pflogen worden waren, die auch Erfolg tx-rfpra- dxn. bat da« Aeichsaicheitsministerium all bi eie CBerfutße durch eine .'Sotoerorbnung" abgdd>mt- len, die es auf ®runb be< ®rmü dy igang«g -1 .t,rt am 30 Oktober bercnrfgegeben hal Da bi eie Matt­regei die Beziehungen zwisch« Äaffen unb Aerz- «en folg« schwer umänoert, ift im Jnlereffc der | Tlgcrrwinbclt ein nähere« @irageben darauf drin­gend geboten

Die welenUichsttn 'Beft immun ff?n biefet 3er- orbnung find folgende Die Aerzte lind verpslich- tti. eine .nicht erforderliche Behandlung abzu- kämm, bte erforderliche Bebanbiung hiirflchllich 3rt unb Form der ärztlichen Verordnungen ft» wie Verschveibung von Arznei-, &nI- und 6tär- tungBrnittel find auf da« notwendige Matt zu be- fchranken unb alle« zu vermeiden, toa« eine un­nötige und übermäßige Inanspruchnahme der Hälfe herbei führen Bann Drc Aeiztc habet dabei bk .2tid>tlinicn zu beobachten, die ein dafür ein- gefegter Aeichsau «schuß festleyt ober bie die Äalk »ach Anhörung von ihr zu bleiern Zweck ernannten Sachverständigen avfslellt Der Kassenvvrstand ift berechtigt. b:c Lenzte auf Verhütte gegen diele Vvrfchnftrn hin­zuweifen unb ihnen bei wiederholter Verletzung fristlos zu kündigen sowie auf die Dauer von zwei (fahren bie erneute Zulassung zur Äallc zu verfagen Dem Arzte mutt Ofclcgenbeit gegeben werben, sich zu äubcm. er kann dagegen bei einem pari tätlich zu bildenden Heberwachungsauslchutt Berufung ein Legen, doch bewirkt diese fei- = en Aufschub der Entlassung 3n wrt ter ausgedehnten Bezirken formen bie Äaflen zur Vermeidung von Fuhrkvst« ben dortigen für Die Lasse tätigen Aerzten bestimmte Bezirke z u w e i 1 e n Werden bie Bestimmungen bet Rol- nrrartrnnng von den 3rr*fm m*t *i-tgef>21!en. io rtien bte Voraussetzungen bc« tz 370 der AVO ein. noch denen bte Äaflz. wenn die ärztliche Ver­sorgung ihrer Mitglieder .gefährdet' ist. diesen anstatt der unentgeltlichen ärztli­chen Behandlung Barleistungen be­tt ilTigen bart Die Nasse hat einen derartigen Be- fdiluß dem Oberverticherung-amt mitzuteilen, der ihn aufheben tarnt Erhebt bie Kaffe da - Segen Vefchwer de, f v bewirkt diese i e Aufhebung der Entscheidung bee ODA bi« zur enbgültigen 'Regelung 5kg.-n bie früheren Bestimmungen der AVO darf bte Kaffe ihre Mttgtieber auch gegen ihren Willen dem Krankenhaus zuweiien. Die Ver- iicherten haben 10 bi« 20 Prozent der Arzneikosten selbst zu tragen

Jede unDoteingenonunerr? Prüfung bielcr Be- flhrnrrungen muf zu dem Schluß lommen, baß fte die wirtschaftliche Skistenz der Aerzte und bie Gesundheit der Vertiä. rt.n völlig dem Sochver- llonb, dem guten Willen unb vcr allem dem Be­lieben der Zkäiienvoriiände pr:iegibl. Seit dem vor zehn (fahren ge'chIvIlenen .Brtmer Abf 'm- men" besteht die log mannte bedingte freie Arzt­wahl. deren Vorzüge von Dertich.-rtm und 2?rz- rvn gleich anertannt find unb deren geringe sich hier und da cinftcdenbe finanzi-lie Aach! il.-. die unter den obwalten den Derhältnillen, wie anerkannt werden soll, oergröf m können und für mandx Kaifen wohl auch pergrof.trt haben Aerzte und Kosten, z D In Arbrttsgem-infchalten m gleicher Weile bemüht find abzusltll« Aun soll auf einmal den Kasten Vorständen anbeim- gegeben werden, Tlerzte von der Krslettätigkeit auszuichlietten, die nach thier An ficht die eben genannten Aich-llnien nicht einhalten Wer nur einigermaßen mit dem Wesen der Heilkunde unb der ärztl ch-n Betätiguna vertraut ist. weiß, daß eine emkitlge B-uitcilung ter ärztlichen Tätigkeit vom linaniiellen Standpunkte (wenn wir einmal guten ®ltuben« nnnehmen wollen, baß aürtiid) nur bielcr ItzeiichtSpunft von den Kasten grftcnb gemacht werden wird) ein Unding ist und nicht adeln einem nur aus dielen Punkt eingestellt« Kollegium onoertraut werden Tann Ueveröd arbeiten bie Prüiungs- unb Äontroll- komm ist i vnen der ärztlichen Vereine noch Kräften, um ärztliche Vielgeich-iftigkeil und au teuere Ver- Schreibungen einzuichränken und nebntrn dadurch das wirtschaftliche Intereste der Kaifen nui« äußerste maßt lind nun fall astchn der K->".-n- borftanb unb feine ab hoc ernannten .Sachver­ständigen" bie Sitticheidu.ig b.'.ubcr haben, ob eine Versvblung des Arzte« Dortieflt oder )b er m Interesse der Kranken gehandelt Hal Im Besitze dieier Macht können bi Kalfenvortiände setzt jeden Arzt, der ihnen au# irgendeinem S unde nicht paßt, surzer H^nL auf bie Straße letzen und ebenso In bcftimntt Be>> le ihnen genehme Aerzte letzen ufw web' rch d e freie Arztwahl endgültig zu Drifte ge trogen wirb Völlig gegen den Dei t der beut- lchen Soziatverticheiung veriündigi hd) der < 6 der Vervrdnnung. ber den § 182 brr AVO.. ihren wichtigsten, auf hebt Hiernach war die Kaste verpstichdet. ihren Vertichert.-n unenigeltliche ärzt- liche Hilfe zu verschaffen AI« im Frütztahr der Versuch gemacht wurde, den Paragiavhen aus ber AVO zu entfernen, erhoben stch a-arnenbe ! Stimmen aller führenden ®o>talr-ott i*er an« den I verschiedensten Lagern ber Sozialpelltische 2TuA- ichuß, da« Plemim des Aeichöt.ige« unb bie Der-

Vor einem Kabinett Marx.

Keine Äoantionsumbllbung in Preuhen. Stegerwalbs Versuch gescheitert. - SenatsprSfident Marx bildet eine Minderheitsregierung der bürgerlichen Arbeitsgemeinschaft.

Berlin, 30 Aov Auf Ersuchen der deutich- nattonalen Fraktion bc« Preußischen Landtag«, sich über bie Frage einer Aenderung der ©roßen Koalition in Preußen zu äj- ßem, traten die bürgerlichen Fraktionen be« C.inb- iagö zu einer Sitzung zusammen Die bemotra- tifche Fraktion nahm einmütig folgenben Be­schluß an Die Lanbtagssraktion ber Deutschen Demokratischen Parte, lehnt es ab, jetzt auch noch in Preußen eine Regierungskrise hetbeizu- sühren Die Zentrumssraktion faßte fol­genben Beschluß Aachbem alle anberen Versuche jur Bildung eines Acichslabinett« gescheitert sind, erkennt die preußische Landtagsfraktion die 2b- stcht, eine Aeichsregterung unter Hinzuziehung der Deutschnationalen zu bilden, al« richtig an.

Sie hält aber einen sachlichen ©rnnb nicht sSr gegeben, in der preußischen Aegiemng jetzt eine Aendernng eintreten zu lassen.

Die Entwicklung der Verhältniste im Aeiche bleibt abzuwarten Die Deutsche Volk«partei des Landtag« nahm einen ähnlichen Standpunkt em Dannt ist die Vorbedingung der Deutsch- nationalen zu ihrer Beteiligung an der Aeichs- regienmg abgelehnt Der Abgeordnete Sieger- Wald hat baraufbin dem Reichspräsidenten rmt- geteilt, daß er den Aut trag zur Kabinettsbildung nicht übernehmen könne, weil ein Kabinett nach feiner Ueberlccung zur Zeit nicht möglich sei. S« lei zweckmäßig, mit ber Kabinettsbildung einen Mann zu betrauen, der innerpolitisch weniger umstritten sei al« er

Der Aehch«prSs,tze-t tiÄeu rot

Sflßrer der Zentrnmspartei, Wenatspräsiden.

ten Marx, mH der Kabtnettsdlldnng. □Darr hofft, dem Aeichspräsidenten noch heute fei­nen Vorschlag zur Bildung einer 2egterung. die sich auf die Mitlelparteien des Aeichstags stützt, unterbreiten zu können Seine Regierung einer Arbeitsgemeinschaft ber Mitte würbe als ein Minderheii«kabinett sich von Fall zu Falt eine Mehrheit im Aerchstag schaffen müllen

Aeichstagsabgeoidneter Marr bemühte sich gestern bi« in bie Aachtstunben um b,e Bildung be« Aeichskabinett« Gr war dabei von dem ©e- banfen ausgegangen, eine Aegierung zu bilden, die sich in ber Hauptsache auf bie Parteien der Mitte stützt, ohneeineeigentliche Koali­tionsregierung ,u sein, und bie nicht ohne Verbindung nach links und rechts ist. Um eine Brücke zu den Deutschnationalen zu schlagen, bat sich Abg Marx an ben beutschnationalen 2bg Schiele gewandt, um ibn zur Hebern ihme be« Finanzministeriums zu bewegen Schiele wirb leine Antwort von der Sntfcheibung des Aeichs- lanbbunbe« abhängig machen Heber die weitere Besetzung be« Kabinett« bestehen bi« zur Stunde im wesentlichen nur Vermutungen Die Mehrzahl der Blätter bringt folgende vorau«lichtlichc

Ministerliste

Aeichskaazlet Marx (3),

Di-ekaitzler Dr. 3 a 11 e « (9. Dpt ).

'Meaßere« Dr. Stresemaaa (D. Dpt.), Iimeres 9t. Hamm (Dem.).

Finanzen ber bisherige Fmanzmmister

Dr. Luther <D. Dpt.),

Post enb besetzte Gebiete der bisherige Aerchspostinmister Dr. Hösk« (Z.),

Instiz Dr. Emminger (Dah. Dpt.), Arbeit der biFherige Veichsarbeitsmini.

ster Dr. Dragns,

Aeichswehr der bisherige Aeichswrhr. mt»ister Dr. »eßler (®em.),

»^naig Dr. Schiele (D.-Aat.).

Die "BetbanN ungen über bie Besetzung des Aeichswirtschaftsministertum» unb <a Verkehrs- mmiflenum« waren in den späten Abendstunden noch nicht abgeschlossen Die Stellung bei 6 o - z^a^be^n o f i o t en zu ber neuen Aegierung sicherten Icrtift waren alle dagegen und jetzt wirb mit einem F- derslirch von unserem ioztalpolitifchen Ministerium ber Sozialversicherung ihr wichtigster Erunbpfetter genommen

Daß bie wirtschaftlich« Existenz ber deutschen 2er?tc dadurch völlig in Frage gestellt wirb, be- , keiner langen Auseinandettetzung Bereits Im 3ahre 1913 waren r«ch stattstilchen Srhebun- gen 90 bt« 95 Proz aller Deutschen versichert, beitte dürften wohl 98 Proz. erreicht fein. Die Kassenlätfgkeit ist »umal hmv

macht der .Vorwärts" abhängig von ber Zul,m- menletzung unb ber Politik bc« Kabinett«, erklärt aba, es sei ber Aegierung Marx au wünschen, k tt e« ihr gelingen möge bie Geschalte bc« Reiche« solange zu führen, bi« bie Durch­führung freier Aeich«lag«wahlen im aanzen Acich möglich ist In der soziaidemokrati- schen Partei bestehe keine "Neigung, mit dem ;ltcn Aeichstag ohne zwingende Aot neue Knlen- ekperimente zu machen

Reichspräsident und Deutsch­nationale.

Berlin, 29 Aov WTV ) Der VvrtiNende bet Dcutschnntirnalen Vol.«i>artei Sjaat«miniftcr Hergt, hat an ben AeichSprasidenten nach­stehende« Schreiben gerichtet

Aach dem Aücktrttt bes Kabinetts Sticfe- mann hätte ber parlamentarische Brauch ertor« bei t, baß eine ber Oppositionsparteien mit der Kabinettsbildung beauftragt worden wäre Das ist nicht geschehen Vielmehr haben Sie, Herr Aeichspräsident, auf ben verschiedensten Wegen Versuche zur Tleubilbung bet Aeichsregie- rung unternommen, bie geicßeiiert sind Inzwischen haben sich sowoh! die aatzeipoli- iische Late de« Aeiche«, toi? auch die seelische unb wirtschaftliche Aot des deutschen Dolkes so verschorft, daß eine toeiter? Hinarrszöge. rang der Kabinetlsneubildtrng nicht herant» toortet toerben kann. Da« deutsch? Dolk in seiner Lbergrotzen Mehrheit erwartet eine Ab- toendrmz von der bisherigen Heglennig«» Methode and eine Aevorientierrmg »ach rechts. Wenn der Reiche tag tn (einer überalterten Zu- lammenknung nicht fähig ist, bie'er Stimmung be« Volke« Ausdruck zu geben, so müssen Sie. Herr Aeichspräsident, die Entscheidung de« V"lk«>s an rufen und ber r.ra zu bllveuvini Ae- atciung die Ermächtigung zur Auflösung be« Aeichstage« übergeben Zu einer Reglernngsbil- bung unter solchen Voraussetzungen stellen wir un« zur Verfügung. In vollkommenster Hoch- schähung gez. Hergt.

Vorsitzender ber Deutschnattonalen Volkspartei

Dir Aeichspräsident antwortete wie folgt

In 6rtoit<rung Ihre« heutigen Schreiben« muß ich zunächst barauf aufmerksam machen daß Akichsv^rfassung die Berufung eme« Ala/ines, ter bie A-ich»r a rrinz bilde?, unb leiten soll, meiner freien Entschließung ib-rläßt 3n Ausübung biefe« mir Dcrfajfung«maßig zu- ftehrnteit Rechte« betraute ich bisher mit der Ti'.bung bcr neuen Regierung stets eine Peisön- hd.kit, deren pclitcsche Stellung die meiste Aus­sicht auf eine schnelle 3u!amm.n tellung <ines ar- beitssähigen Kabinetts zu bieten schien. Diesen flinfl ich auch in bcr gegenwärtigen Krise

'HSenn ich davon absah, eine der dridea Oppo« f.Iionsparteien mit der Neubildung drr TU» (ierung zu betrauen, so geschah das, weil ich durch meine vertrauliche Aussprache mit den Führern der Ae.chsta isfraktiouen am Abend be« 23. Aovember zu bet Heberzeugung fom- men mutzt?, datz für keine der beiden Oppo» sitiousparteien die Mogltchkrit der Bildung einer Aegierung auf versassungsmätziger

Grundlage vorhanden tont.

Außerdem halte ich au« bcr B.'vrechung mit Srzcllenz am Fr,.tag abend den Eindruck gtwonnen. biß kie Fraktion bet beutld>nati?na- ien Deiks parier keinen entscheibenden Wert auf tu Führung bei der Regierangsbilbung legte vnlmehr mit bet Kanzlerschaft eine« Mitgliedes ter D.utick n Dvlkspartei ober des Zentrum« CinDcrftanb n war 3m uteigen darf ich ausbruck- lick larauf Hinweisen, kaß ich mit b.m Abgeorb- neten Äst torff, ber mit Den d.u Fr aktt?ns- leitungin t'.-r Deutlchen Bolkspartri, be« Zen­trums unb der Demekr rten |ür bie Aeg,erun^s- I .Iburg m Vorschlag gebrach! worben war. ub:r- e r g (rmtr-n war. ber Fraktion der D-utickmatit- rolc.r Veltspartei zwei wichtige Ressorts :ur Besetzung iüirch Männer ißiv« Vertrauens anzubieten.

®le Auffassung, datz jebt Hmanszogetuna ebtet Kabinetlsbikdong die Interessen des

Reiches schäbiat, teile ich durck-aus.

Rockbeni -nein Versuch, cm überparteiliche« Ka- bin«tt. ba« von allen bürgerlichen Parteien ge­lt agen werben sollte, zu berufen, mißlungen war, tut. ut alles getan, was in meiner Möglichkeit lag um b>e im Aerchatog gefühlten Tkrttärux- gu g»tKrteinb(ungen der bürgerlichen Parteien zu r ichl.unigen Diese Verhanklongen sind, wie Sie wislen. gelcheitert Daraus habe ich heute nad> rmtiag Len Reichstag »abgeordneten Senatsprä- treiß. die Pnvatprans auf ein Minimum zu» iammenjieschlumpst ist. bie einzige Snstmzbedrn- £ynä für die weitaus überwiegend, .labt der

Mit ber neuen Belttmmung wird cuw grobe Zapt uon ihnen gerade,u enoerbslos und dem schwersten Schicks<i( überantworte! Die Spitzenorganifatronen ber Tlerzte, ber wÜMtOei Verband, hat wenige Tage nach der Veröfserriliä.ur j ber Verordnung bem Reichs- ad*t2??tptfrrrium d*e durch fte herausbeschawr».

für öen arjnKpm wrano und bte |

fibenten Harr mit ber Bildung ber Regierung b.auftragt, bie von den Mittelparteien getragen wird

;3n tu «gezeichneter Hochachtung

9M »bert, Reichspräsident

Dr. Luiher

klagt den Reichstag an.

Berlin. 29 Aov (Wolfs > Aeichsfinanz- Minister Dr Luther richtete an den Reichs­präsidenten folgenden Brief

Hochgeehrter Herr Reichsprästdent'

-Nachdem der Reich« rag ierung am Dort gen Freitag ba« Vertrauen versagt war und fte daraus die verfassungsmäßige Folgerung ihre« Rucktiitts gezogen hatte, lind die Mitglieder ber zurückgetretenen A.tchsiegierung von Ihnen ersucht worben, die Geschäfte bi« zur Bildung ber neuen Regierung weiterzuführen Ich bitte Cie mich von ber Wetterführung der Defchäsie nunmebi zu entbinden Der Brand für diese meine Bitte liegt darin, daß

ai.gesicht« der tatsächrirhe» shiauzied« Der. halknisse be« Aeiche« jetzt Entschridunge» %t» fronen werden müssen, die von einer eet ge. schaftsführenden Aeichsregiernng und einem nur geschästssührenden Aeichsfina^minrfter nicht getroffen werden können, weil e« sich nm Entschlietznngen von höchster politischer Trag,

wette hMidelt.

Besonder« der Zeitpunkt, an dem bie für bc« besetzte Eebiet zur Fortführung der Erwerbs- iDlrnfürforge und bte WettertetNung einiger ar., beier Zaylungen ausgewvrsenen 1Ö0 Milltonmi Rentenmark erschöpft sind rückt so nahe heran, dok nur eine verantwortliche Reich«realerang bte eilorbertleben Entschlüsse fassen kann

Durch den fetten« be« geführte, Rücktritt bc Reichtoeg^n»^ fie» alle vordbe rettende, «ntzen- und tun«, politisch« Schritte Mr Regelung dieser »bei« an« wichtig«, ihrem Des« nach ro pa«. "sch M lösend« Frag« tn« Stock« |t> konnn«.

2u«t die Zahlungen für die Besatzungsmächte bte überaus hoch sind, laufen während dieser ganzen Zeit ohne Deckung durch den Uebergar»«- baushalt weiter während bie verstrichenen teil­baren Jage gerade dazu hätten dienen müssen W nuAb ben Riwtlinten der Politik Verhandlungen oder andere Schutte auf diesem Wege etnzulelten

All diese Veizögerung bedeutet obendrein für dc»s besetzte Bediel bie Fortdauer be« bisherig« Zustande« unb Hnklarhett über bas Aus- m<-F der Leistung«, bie bas Reich angesichts seine« finanziell« Zulammerrbruch-S überhaupt nock bewirk« form Das besetzte Gebiet hat aber g»i,z gewiß ein Recht auf Klarheit Für ba« sim.nzielle Weiler leb« de« Reich;, wenn auch < u* schmälster Grundlage, ist es ferner von eni- sche.de nder Bedeutung, daß im Monat Dezember beicit« nenrrm«werte neue Einnahmen flie­ßen Die sachlichen Voibereitung« für solche Ein- nobmeffeigerung« sind besonder« auch durch Ver- b-inMurm« in den Reichsratsauslchüsf«. zum Abschluß gebracht

Der nunmehr bring«hfl nOtto«bigr Gutschlutz über die weitere politische Behandlung der Anqeleg«heii kann aber nicht gesatzt werben, weil eine politisch verantwortliche Regierung nicht vor Han ben ist.

Auch, alle Maßnahmen zur Ausgabebescheünkrmg. die ebenso dringend sind ermangdn de« ertorher- l'.ct-rn Schwergewicht«, seitdem sie rricht mehr von einer rerantwörtlichen Aegierrrng getragen toer­ben Da« Gesamtbild urferer Finanzen aber ist toe ich am Sonn-r«tag. dem 22 Rovencher, Im Jif »itrag nustohrüch bcrgclcg: habe, derart, baß em Schwebezustand tote der jeßtge eim dringende Delohr und die Vernichtung ber letzten Hvsfnungen bebrütet

I>a ich ber ich au« mriner amtlich« Arbeit fxrau« diese ungeheuere Gefahr täglich wachsen seh.- meine Mitwirkung an dem durch das Fehlen einer verantwortlichen Aegiervng ent- stehend« Hnheil. obwohl diese Mittoi.teng nu- d,e mehr passive eine« gelchHEHrend« Mmt- ster« ift 6^. dem brutschen Volk, ba» bu r<b ben regtet*ung«(olen Zu st and schwerste finanzielle Opfer bongt, nicht mehr tragen fann. s» toieberyole ich meine Bitte um Ent- binbung von ber Wetterführung ber Defchäft e

Mit dem Ausdruck meiner ausgezeichneten Htxhachtung bin ich hochgeehrter Herr Reichs- praft pent

Ihr sehr ergebener _________ S«tz Dr Luthe r SoAraloersicherung oorgeftedt und ihre Zurück- nähme gefordert ieldstverfländlich ohne das ge­ringste Entgegenkomm« ,u ftnb« Angesichts eine« so bettpiellofen Mangel« an gutem Will« unb Verständnis für bie primitivst« Ledens- bebragunger ctneS Standes, bester. Gedeih ur.1 mit dem Schicksal ber Sozraloerflcherurui uitb der Volksgesundheit unlösbar verknüpft ist «eRerzteschafi sich mich« mtt einem paptore- n« Prvtost begnügen, sondern fie antwortet durch bte einzige M-ckw^et, bte ihr möglich ch Sie lp