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Vermischtes.

Ein Erzschwindler.

Berlin, 29. April. Mir 350 Millio­nen Mark Waren erbeutete, bcn Blättern zu- folge, der 27 Ia.hre alte Karl Schindler in nicht ganz vier Wochen. Schindler spielte den Kommanditisten einer groben Breslauer Firma, die in Berlin angeblich eine Filiale einrichten tvolle, kaufte in der Luisen st ratze ein Geschäfts- lokal für 18 Millionen Mark und zadlte in Wech­seln. Dieses Lokal wurde bald Stapelplatz Tür wertvolle Waren aller Art. Bei einer Automobil- Derleihanstalt mietete Schindler ein Privatauto, ftir das er täglich 300 OOO Mark ja&lte, fuhr bei groben Geschälten, namentlich der TeNilbranche, vor und machte bedeutende Abschlüsse. Den Drr- täufent zeigte er Telegramme, nach drnen bei einer hiesigen Dank grobe Summen für ihn ein­gehen sollen. Hm seine laufenden hvyen Unkosten zu decken und auf grobem Fuhe leben 51 können, verschleuderte Schindler die Waren und nahm Bankkredite auf das Lager. Aachdem Schindler so für 350 Millionen Mark Waren an sich ge­bracht hatte, verschwand er aus seinem Hotel und lieh nur den leeren Koffer zurück. Öeta Aufenthalt konnte noch nicht ermittelt werden.

Theaterschlutz. - Künstlerfeft.

Dieven, 29. April 1923.

Mit einer hochstehenden Aufführung von Grabbes »Don Juan und Faust" fand am Freitag abend die Stadttheater-Spielzeit 1 9 2 2/23 ihren Abschluß Noch einmal ncchmein zahlreiches Publikum bei dieser Gelegen­heit Beranlassung. den oft gefeierten Darstellern und dem sehr verdienten Leiter des Stadttheaters, Hvfrat Steinaoetter. eine herzliche Kund- gebung der Dankbarkeit zu bereiten.

Am Sam-taa abend fand die Schlußfeier der Spielzeit, das K ü n st l e t f e st, das diesmal nicht im Stadtthea'.er, sondern in sämtlichen Ge- scllschaftsiaumen der Liebigshöhe stattsand. Wie früher, hatte sich auch bei der diesjährigen Feier ein autzerordentlich zahlreiches Publikum ctngcfin- ten. Der Zweck der Beranstaltung ist vor allem darin zu erblicken, unsere Bühnenkünstler, denen wir so manches starke Kunsterlebnis und so viel- fache heitere Theaterabende verdanken, in engste gcs.llschaflliche Verbindung mit dem Publikum za bringen, um dabei die Bande derKunstgemeinschaft auszubauen bzw. za vertiefen zum besseren Ken- nenlcrnen von Mensch zu Mensch. Diese« hohe ideelle Ziel der Künstlerfchaft wurde bei dieser F^ier erneut erreicht, denn oft tmb überall konnte man herzlichen Verkehr zwischen den Gästen und den veranstaltenden Künstlern beobachten. Der Festausschuß, dem Rudolf Goll, Richard Veli­born, Rose Rubner, Wolf Leutheifer und Paul Schubert tmgehörlen. hatte in vielsettig- ster Weise für einen genustrerchen Abend vvrge- sorgt. Den groben Gesellschaftssaal hatte man in teilender Weise schmücken lassen, und dte Reden­räume hatten eine nicht minder sorgsame gemüt­liche Herrichtung erfahren. Unter Kapellmeister Knübels trefflich-rr Leitung eröffnete daS Tyca- tcr-Orchanec bk* interessante gesellschaftliche Ver­anstaltung mit einer Fftiouvertüre Reicher Beifall dankte dem Führer und den Mitgliedern des Orche­sters für den ausgezeichneten musUalischen Genuß. Lind <lun folgte, um die festlich-frohe Stimmung gleich von vornherein auf den entsprechend hohen Wärmegrad zu bringen, eine urgelungene Auf­füllung des dreiaktigen tollen Schwankes von Arnold unb DachDie spanische Fliege". Unter Rudolf Golls zielbewustier Spielleitung bereite­ten alle Mitwirte,tden Rudolf Goll, Auguste Marks, Clse Engel, Heinz D e ch st e i n, (Stäre Türk, Wolf Cent Reifer, OLkar Feigel, Adolf Leleky, Hermann Stichel, Luise Ram­me!, Richard Hellborn, Luise Schubert- Jüngling den Gästen eine autzerordentlich heitere Stunde, in deren Verlauf die Lachmuskeln Hochbetrieb hatten. Dab die flotte Darstellung und die TamoS herausgearbeiteie Situationskomik dieses Schlagers den denkbar stärksten Beifall des amüsierten Publikums fanden, ist natürlich selbst­verständlich. In angeregtester Stimmung wandte man sich dann dem zweiten Teil des Programms, dem Ball und dem sonstigen vielseitigen llnter- haltungstreiben zu. 3m groben Saale spielte ein ausgezeichnet besetztes Ballorchester unter der Leitung des Kapellmeisters Karl K n ü b e l zum Tanze auf, der bis in die frühen Morgenstunden alles in frohem Genuh bdfammenbielt; in der bayerischen Bierstube, in der ein köstlicher Gersten­saft zum Ausschank kam, lieb eine Dauernkapelle ihre stilgerechte Blechmusik poren, und auch hier wurde wacker gewalzt; im CafL bei Mokka und Likör wurde ganz nach der Art der Grobstadt- Dielen konzertiert und dabei der Mus" des Tanzes gleichfalls eifrig gehuldigt. 3m Kabarett unter­hielten Richard Hellbo rn und Ilse Wissen- dvrff mit Darbietungen ihrer gereiften, viel- feitigen Kunst, deren Gelderlös im Betrage von

Nnlersu chungsstation für psy­chopathische Kinder. Die Direktion der psychiatrischen Klinik in Dietzen teilt uns mit, dab sich in der Klinik Ginrichtungen zur Beobach­tung und Behandlung von psychopathischen Kin- bern befinden. Die Aufnahmebedingungen sind dieselben wie sie im allgemeinen in der Klinik gelten. Om Hinblick auf das Reichsgeseh für Iugendwohlfahrt vom 9. Juli 1922, besonders In bezug auf die Fürsorge-Erziehung (§ 6270) ist diese Einrichtung von Bedeutung, da die Unter- Jtingung in Fürsorge-Erziehung unter ärztlicher Mitwirkung geschehen soll. Gs sind dabei beson- dersMinderjährige, die an geistigen Regel» wtdrigkeiten leiden, Psychopathie, Epilepsie, Schwererziehbarkeit usw." genannt.

Ä ** Der Haupttreffer der Preuß.- Süddeutschen Klassenlotterie im Be­trage von 30 Millionen Mark fiel auf die Rurn- mer 135 667 nach Mainz. Das Los wird in Achteln gespielt. Der Gewinn ist in die Hände von Leuten gefallen, die ihn gut gebrauchen können.

** Der Wartburg-Derein machte am gestrigen Sonntag, wie alljährlich, seinen ersten Fami ienspaiz e.gang nach Annerod Die Detei.i- gung, besonders auch von der Jugend, war sehr stark, viele neue Mitglieder hatten sich ein­gefunden. Man freute sich über rnu'ilalische Dar­bietungen. kurze Aufführungen, fröhliche Sviele und einige schöne Lieder von zwei kleinen Lang?» rinnen. Den Schlutz bildete ein ergreilendes (Se- dicht des Arbe.trrdichters Karl Droger über Ruhr und Rhein", woran ftch ernste Worte des Gedenkens an unsere Brüder und Schwestern an Ruhr und Rhein schlossen mit ber Aufforde­rung zu einer Sammlung, dis den schöner Betraa von 26 200 Mk. ergab. Wie ein inniger hinüber zu den bedrängten leidenden Bolks- genoffen erklang die 3. Strophe bei Deutschland­liedesEinigkeit und Recht und Freiheit".

Hessen-Nassau.

fpd. Frankfurt a. M., 29. April. Dom diesigen Hauptbahnhof fahren jetzt fast täglich Familien aus Frankfurt und seinem weiteren Wirtschaftsbezirk nach Hamburg, um von hier nach Nordamerika auszuwandern. Ramentlich gibt die Rhön viele ihrer Kinder her, die, von der Rot getrieben, den Weg über das grobe Wasser antreten. Biel kraftvolles Volkstum geht uns auf diese Weise leider ver­loren. Die Lage des Arbeitsmarktes hat sich in der letzten Berichtswoche weiterhin verschlechtert. Arbeitögftuche und Llnterstühangs- empfänger nahmen um je 500 zu. die offenen Stellen blieben um 300 hinter der Vorwoche zurück. Aus dem Arbeitsamt meldeten sich 7638 Arbeitsuchende, 2023 offene Stellen waren ge­meldet. Für männliche Personen kamen auf 100 offene Stellen 900 Arbeitsgesuche. Vor Mo­naten wurden schon einmal zahlreiche hiesige Geschäfte von einem Schwindler um grobe Summen geprellt, indem sie einfach auf telephoni­schen Anruf eines Unbetannten, der sich einen hvchklingenden Ramen beigelegt hatte, Waren in Hülle und Fülle in irgendein Haus schickten, wo der Gauner die Boten abfing und ihnen unter Ausflüchten die Sachen abnahm. Jetzt treibt der Bursche abermals sein Spie! mit dem gleich groben Erfolge. Gins ganze Anzahl erster Ge­schäftshäuser hat schon sehr erhebliche Verluste durch diesen uralten Trick erhalten. Aas dem Dölkermuseum Warden letzthin m ehrere japanische Figuren aus Elfenbein und eine kost­bare, 35 Ztm. hohe Porzellanvase gestohlen.

D e r ZuckerpreiS. Der Zucker, der aus vruni> der Reichszuweisung für den Monat Sabril zur Verteilung kommt, kostet je Pfund einschl. Tüte: gemahlener Zucker und Kristall- zucker 1340 Mk.. Griebraffinade und Puderzucker 1370 Mk.. Würfelzucker 1450 Mk. Die Preise stnd, nach der Bekanntmachung der Hess Landes Versor­gungsstelle. Höchstpreise Im Sinne des Gesetzes.

Fahrplanverbesserung aus den Strecken G i e b e n Ge l n ha u sc n und DiddaSchotten. DoN heute. 30 April, an verkehren die Personenzüge 18. (Sieben ab 2.48, Gelnhausen an 6.40 nm., und 513 Gelnhausen ab 7.14, (Sieben an 9.36 Um wieder auf der gan­zen Strecke. Die Personenbeförderung mit Güter» dufl 8942. Hungen ab 4.10, ©todrjeim an 7.04 rtm. entfallt vorn gleichen Tage an. Personenzug 4187 (TSb.), Ridda ab 8,30, Schotten an 9.12 nm., öerfebrt vom 30. April an wieder. Personenzug \ 4187 (0 ). Ridda ab 7.55, Schotten an 8.37 nm., I wird nur noch Sonn- und Feiertags gefahren.

* Falsche 5 0 0 0 - M a r k s ch e in e. Die Reichsbank setzt eine Belohnung von 5000 Mark aus für die Ermittelung der Fälscher, die die falschen 5000-Mal kchcine auZgeden. Die Falsch- Stucke sind, wie schon berichtet, daran u er- icnnen, dab die Rümmer zwischen den Serien­buchstaben Aa, Da. Ea usw bis Za ober Ab, 1b. Eb usw. bis Zb und dem Kennbuchstaben U, am linken Rand der Bildseite (Vorderseite) ent­weder fehlen oder schlecht gedruckt lind. Da echte Scheine mit den angegebenen Serien- und Kenn­buchstaben noch nicht von der Reichsbank zur Ausgabe gelangt sind, so sind sämtliche mit den vorerwähnten Serirnbuchstaben und dem Kenn­buchstaben gedruckten Scheine falsch.

** Zur Festsetzung reich-recht- k ich er Feiertage hat die Reichs­regierung dem Reichstage jetzt einen Gesetzent­wurf zur Deschlutzsassung zugehen lassen. Rach dem Entwurf wird der 11. August als Ver- sassungstag zum nationalen Feiertag und der 6. Sonntag vor Ostern zum Gedenktag für die Opfer des Krieges bestimmt. Als reichsrechtlich geschützte Feiertage verbleiben auber den Sonn­tagen der Reujahrstag, der Ostermontag, der Himmelfahrttag, der Pfingstmontag, der 1. und 2. Weihnach tS fe i er tag und, soweit sie nach bcn am 1. Januar 1923 bestehenden Landesrechten staatlich anerkannte Feiertage waren, der Kar­freitag, der Fronleichnamstag und ber Busstag. Der 1 Mai kamt, wie bisher, nach dem GanbeS- recht dieser Länder, weiter Feiertag bleiben in Dachsen, Baden, Thüringen, Hamburg, Braun­schweig, Anhalt, Lübeck und Schaumburg-Lippe. Der Kriegsopfer-Gedenktag soll, wenn besondere örtliche Gründe vorliegen, mit Zustimmung der Reichsvegierung durch die Landesregierung aus­nahmsweise verlegt werden dürfen.

** Achtung! Feindliche Han-> b e l S s p l o n a g e ! Es ist in letzter Zeit mehr­fach festgestellt worden, daß Franzosen, Bel­gier und Engländer, die den in Deutschland tätigen Feindbundkommissionen angehören, ans diesen ausscheiden, dann aber unter dem Vorwand, zu Sludienzwecken noch langer in Deutschland bleiben zu wollen, an deutsche Fir­men mit Anstellungsgesuchen herantreten. Es liegen begründete, teilweise bereits erwiesene Verdachte vor, daß diese Bewerbungen le­diglich ein Aussorschen der Geheimnisse im deutschen Handels-, Wirtschasts- und 3n- dustrieleben bezwecken. Alle Firmen sollten .ayer Bewerbungen von feindlichen Auslän- dern grundsätzlich abschlägig bescheiden.

51 846 Mark zum Besten des Deutschen D>lks- opferS zur Verfügung gestellt wurde. An den reich auSgeftatteten GrfrlfchungSständen drängte sich eine große Schar von Labebedürftigen. In der Likörbube suchten abwechselnd Rose R u b n e r. Ilse W i s s e n b o r f unb (Stäre* Türk bem Groß­betrieb gerecht zu werben; in anderen Ständen teilten Auguste MarckS Luise Schubert- Jüngling. Kitty Franke und andere Da­men des Dühnenverbands Kuchen, Torten belegte Brötchen aller Art unb sonstige Gaumen­kitzel gegen llingenbes. ach nein, nur knitterndes Geld aus; 5rau Teleky. die Gattin unseres verdienten Oberspielleiters, nahm sich ber rauch- lustigen Herrenwelt an. der sie Glimmstengel aller Art in vorzüglicher Qualität zu feste gemäßen Preisen offerierte; die Tombola, von Der man reiche Gewinne mit fvrtnehrnen konnte, wenn man aus bem an Rieten re üben Cöerge von Losen das wonnige Glück einmal erhaschte, und so manche andere Stätte der Beschaulichkeit wurde von den verschiedensten Künstlern liebe­voll und (Im Hinblick auf den finanziellen Effekt) mit gewinnendem Derantwortungsbewuht- scin betreut. Währenddem walteten Karl Juhnke und Adolf Teleky ihres entsagungsvollen Amtes als Tanzvrdner; ein Künstler fungierte als Saalbriefträger m so ausgezeichneter und stundenlang unentwegt lauffroher Weise, daß selbst der ätafle Pvstgestrenge seine Freude an ihm gehabt hätte; die Saalpvlizei nahm zwecks Wahrung ber feuchtfrohen Gesetze hier unb da Verhaftungen vor, die dann ein kurze« Jachlpiel am .Gerichtstisch" In der bayerischen Bierstube (Anmerkung des SeherlehrllngS: am Bierausschank!) zeigten; kurzum, es herrschte überall und bis in den neuen Tag hinein soviel gediegener und ungetrübter Frohsinn, daß alle Sorgen und Röte des Alltags hier mal, wenn auch nur für Stunden, nachdrücklich In den Hintergrund gedrängt wurden. Für den aus­gezeichneten Verlaus des Feste«, daS den Künste lein sowohl wie dem Publikum ein ange­nehmes Erleben trat, hat man denen sehr dank­bar zu fein, die sich tatfroh in den Dienst deS schönen Unternehmens stellten. Daß der pekuniäre Abschluß bei den Veranstaltern keine Äaterftim- mung erzeugen wird, ist dem aufmerksamen De- c dachtet des Festverlauf- gewiß. Dn.

Arbeitsvergebung.

Unter Hinweis auf den (Erich das Ber« bmgungsroefen betr. vom 16. Juni 1893 nebst Ergänzungsvorschriften werden für den Neubau einer Beamtenmietwohnung zp Reiskirchen folgende Arbeiten öffentlich ausgeschrieben: Erd- und Maurerarbeiten, Dachdeck.'rorbeiten, Spenglerarbeiten und Schmiedearbeiten.

Pläne und Vertragsbedingungen liegen fflrni 1. Mai 1923 ab bei dem Regierungs- tomrat bei der Kreisverwaltung, Zimmer Rr. 18, zur Einsicht offen. Angebotsunter, hegen werden zum Herstellungspreis ab» »geben.

Angebote mit entsprechender Aufschrift flid verschloffen und postfrei bis ;um 12. Mai 1'123, vormittags 10 Uhr, bei mir sinzu- techen. Die Eröffnung der Angebote erfolgt < a rf Zimmer Nr. 18 zum gleichen Termin In Gegenwart erschienener Bewerber.

I Zuschlagsfrist.- 14 Tage.

Gießen, den 27. April 1923. (30448

VerRegi-rungsbaurat b.d.Kreisverwaltung. ____________Eellarius._________

Eberverkauf.

Die Gemeinde Nieder-Besstngen ver- 4"uft durch schriftliches Angebot einen ab» - ständigen erstklassigen (Eber. Angebote ®jHe man pro Pfund Lebendgewicht bis pin 3. Mai, vormittags 10 Uhr, ver» 'hlossen, mit der Aufschrift Eberverkauf, bei >ns einreichen, woselbst alsdann die Er- äffnung erfolgt Genehmigung Vorbehalten.

Nfeder-Bessingen, 27. April 1923.

Hessische Bürgermeisterei.

Steuernagel. 3048D .1

Bekanntmachung.

Gruben- und Schwellenholz- fubmiffion der Stadt Gieße».

Nachstehend verzeichnetes Gruben- und Schwellenholz aus den Waldungen der Stadt Gießen (Forstwarteien I, II und III) soll auf dem Submissionsweg verkauft worden:

A) Grubenholz.

Los 1: 104 Kiefernstämme 22,65 Fstm. Los 2: 108 Eichenstämme = 18,81

B) Schwellenholz.

Los 3: 27 Kicfernstämme = 7,62 Fstm. Los 4: 16 Eichenstämme 6,55

Los 5: 329 =159,25

Los 6: 274 =117,25

Los 7: 119 = 86,24

Angebote auf den Festmeter, für jedesLos besonders, sind verschloffen, mit der Aufschrift »Submissionsholzverkauft, bis spätestens Samstag, den 12. Mai 1923, oorm. 11 Uhr an den Oberbürgermeister der Stadt Gießen einzureichen. Eröffnung im Stadthaus Bergstraße in Gegenwart etwa erschienener Bieter. - Zahlung des Kaufpreises inner­halb 8 Tagen nach Iuschlagsettellung Vor­herige Besichtigung empfohlen. Nächste Bahnstation etwa 5 bis 7 Kilometer entfernt.

Gießen, den 26. 2IpriI 1923. [3031B DerOberbfirgermeifter. 3. D.:Or. Rosenberg, äntertfftnttn ia her «Ench-che fiotl Rieß rooHtri ß-h mrUrn: Strlin,6ffl8H^uitr3Ü«166,3eitN

Bekanntmachung.

Infolge Erhöhung des Stallpreises für Vollmilch, der Molkereispanne und der gestiegenen Unkosten berechnet sich der MilchdreiS ab l.Mai 1923 für baß im Milchgebiet der Stadt Gießen erzeugte Liter auf........Mk. 825.-

Zur Deckung der besonderen älnkosten, die durch den Bezug von Milch aus auswärtigen Molkereien entstehen, wird von jedem an Verbraucher abgege­benen Liter Milch ein Zuschlag erhoben von...... 45.

(Dieser Zuschlag ist von dem Milchverkäufer an daS städtische Lebensmittelamt abzuführen.)__________

Der Kleinverkaufspreis er­

rechnet sich mithin auf . . . Mk. 870. für das Liter und tritt gemäß Beschluß der städttschen Lebensmitiel^eputation vom 28. April 1923 mit Wirkung vom 1. Mai 1923 in Kraft.

Gießen, den 30. April 1923. (30548

Der Oberbürgermeister. I. V.: Or. Seid.

Semeiiiflögige MgMWWsl

m. ö. S., SMn-Men.

Bilanz am 31. Dezember 1922.

Aktiva........... Mk. 330454,54

Passiva........... Mk. 330454,54

Mitgliederstand am 1. Januar 1923 43

Zu- und Abgang in 1922 ...... 0

Der Vorstand: 3008 D

Georg Pfeifer. Heinrich Wißner.

Bekanntniachnng.

Dach Art. 3 § 6 des Gesetze- über die Derücksichttgung der Geldentwertung in den Steuergesetzen vom 20. März 1923 in Verbindung mit Art 8 des Gesetzes haben die ^Imsatzsteuerpflichttgen bi- zum 15. April 1923 den Unterschied zwischen dem sich aus der Steuererklärung ergeben- den Bettag und den geleisteten Voraus­zahlungen nachzuzahlen. Soweit diese Rachzahlungen noch nicht geleistet sind, werden die Pflichttgen zur alsbaldigen Zahlung bei Meidnng der Zwangsbei- tteibung aufpefordert. 30528

_________Finanzamt Gießen._________ Ihr Bäcker der Innung Gießen-Landwachtauf, unser Innungsvorstand

schläft immer noch.

Lollar, den 27. Avril 1923. 3062

Mell« Muer, Wetwelffet.

AlWMU

Ich beabsichtige mein ca. 1 Morgen groirek, am Echzeller Markmaid reizend gelegeneSGrundstück mit ca. 12 Dbitbäumen au verkaufen. Zwecks Besichtigung wende man sich an Herrn Dräzevlor LuctuS. IorsthauS Echzell (Cberbefienl Preis­gebote erbeten an den Besitzer

Dr. Beyer, Hannover

LSrch-»ltr»dk 13. 3037D

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Wir sind unter Rümmer 0Mie

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dem Telephonnetz angeschloffen worben.

E. Nagel 6e Co.

Kohlenhandlung, üftanlage 7.

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3<f) bin in sehr kurzer Zeit von meinem schweren Magen- und Darmleiden, welche» ich ca. '/« Jahr hatte, durch

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von Herrn

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Hermannstein geheilt worden. Möge meine Danksagung vielen Leidenden zum Segen dienen. (nMS Wilh. Usener, Wetzlar, Lahninseiz.