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Ur. 228

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M1*«dtealo:

greihwrt e. e. new.

, - U2. Jahrgang Srtttag, 28. Septmba 1923

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Waffenstillstand.

.Mn Symptom, nicht mebr!" fo fort sich yolntarA, von feinem Landhaus nachPart« <urüd- febrvnb, <u ben Im 2luf)<itminiltfriiini ter« fammeften 3oumjR(fm über ben Abbruch tx-Ä DMrtrHberftanbc« geäuheri (pben Fr.inkrelh will abtrartm und sich bi« nächsten Verordnungen brr brutschen 7t#fltcrunq erst einmal anIeben Difk nächsten Verordnungen können natürlich mir darin besteben, bah die deullchen Behörden Im Ttubrgebiet, fotoelt ihnen dir |ranzöli|ch- belutsche Mllllärhrrrschasl Bewegungsfreiheit Sassen bat, die WiederauInähme der Arbeit ein- beiten Alle« ttvlterr aber hängt doch davon ab, dab bbr Besatzungsmächte aus ben guten Will.-n brr brutschen Seite ei ngehen Ossenba, im Gefühle, baf) von beiden Seiten etwa« qc- schechm muh und bah eben nicht weiter abgeranrlrt ftjrrben bars, bringen die Pariser Wäller ein Programm, da« sie sich wie et scheint, am Qu/ri d Orsay grhoit babtn. Diese« Programm enthalt ober beileibe noch nicht etwa die Richtlinien *lne« küiBtigen winschastlichen .julammrinrlrlcn« zwischen Deutschland und den Siegern de« Ruhr- kriege«. sondern nur einen 'Waffen ft III- ft a n b mit den bazugehörigen 'BcMngung.m für den .UntertDorfencn' Da ist z. B gnüdigsl ge- fagt, die deutsche Polizei dürfe ihre Tätigkeit wieder aufnebmen. aber nur unter der Kontrolle der Wlileiten! Danz abgesehen von dem alten Täuschungsversuch de« Ausdruck« .Alliiert," England lind Italien find ja nicht Ira Ruhrgebiet, ober werden fie vielleicht auch noch ctnrüd«n? wollen Frankreich und Belgien ihre Hand also fest auf der Bernxillung halten Eine Wirderlier- ftdlung der deutschen Debieiohoheit und der deut­schen LlaatSautorität durch eine Polizei mil ge­brochenem Rückgrat ist unter solchen Umstanden unmöglich

Zweiter Pregrammpunkl Die $ l f e n b a b n« regle Die französisch-belgische Regie bleibt v ah- renb de« Wassenstilllland« aufrechterhalten Lokale deutsche Vertreter werden zugezogen Die deut­schen Eifenbahner werden wieder in den Dienst eingestellt Richt« ist dabet gesagt über da« Schicksal der Bertriebenen Dürfen sic samt und sonder« zurückkehren? Richt« verlautet über da« Lv« der Eingekerkerten Werden fie fofort frei­gelallen? Die deutfchen Bescklüfse unbRunbgfbun- gen. bi* den Ruhrwiderstand al« erledigt und abgetan erklären, enthalten ganz bestimmte For­derungen. die auf jeden Hall noch au»gelämpft werden muffen S« find die sogenannten Shren- punfte, auf die besonder« der bayerische Ml- nlslerpräsibent Dr von Rnillhtg tn den Uerb'.ib- lungcn mit dem Reichskanzler hingewiesen Hal Sie betreffen alle von den Franzosen und Belgierir gefangen gelebten oder au «gewiesenen Ruhr» und Rbeindeulschen. ganz besonder« die Eisenbahn-r Ohne befriedigende Cöfung dieser Frage wird siy die französisch-belgische Dahnregie vergeben« nach dem Rückstrom der deullchen (Jilenbabner um- sehen \ Der dritte Punkt Kohle und Wirt­schaft « p r o d u k I e b.'« Ruhrgcb et«. IhreAu«- fuhr nach dem unbesebten Geb,.' soll wieder siei fein Ader erhoben werden 26 Proz Auesiihrzvf l für die Reparation«kasle Au« befiimmlcn staat­lichen Bergwerken wird wieder die Repirtlion«- kohle geliefert Aber alle biete Dinge müssen doch Lache neuer Trreinb.irung sein Sonst ist bei Willkür und dem ungerechten Dorleil der 6icg:r Tür und Tor geossnei Wenn gar noch von einer Inleralllietlcn Kontrollkonimlllion die Rede ist, die die sleatlichen Bergwerke verwallen soll, so kann diele Regelung eben fall« nicht ein­seitig von den eingedrungenen Besahung«- mächten getroffen werden Sie kann e» um Io weniger, al« da« Ganze ja nur al« ein Schwebe­zustand gedacht ist. der bi« zur Beendigung der alliierten Reparalionsverhandlungen mll Deutsch­land andauern soll

Sv ist allo nicht gewettet worden So wenig durch den Abbruch de« palliven Widerstände» die Rechtmässigkeit dc« Ruhreinfall» anerkannt wurde so wenig wird die deutsche Ruhrbevölkerung auf solche Zwischenproqramme eingehen, die sich bann vielleicht zum drückenden und unerträglichen D a u e r z u st a n d auswachsen ilfberbaupi Mit dem Ton den die offiziöse französisch. Preise Immer noch anzuschlagen beliebt, kommt man im Ruhrgebiet sichet mchi weiter Wenn z.B der .Temp«' höhnt, die deutsche Regierung fribe offenbar nicht die Absicht, den Ruhrgewinnlern den Profit wieder abzujagen. so ist daraus zu ertoibern Da» ist eine rein innerdeu'fch- An­gelegenheit. die keii- Pariser Redaktion»bur.-au etwa« angebt Und wenn derselbe _T«mps im Stresemannfchen Verzicht die künftigen Zahlungen und Garantien vermiht. so gibt e« nur eine Antwort Da« geoört eben zu den Verhand­lungen, die jeht unverzüglich eingeleitet werden müllen Hat Poincar^ dagegen n.-ue Sonnlag«- auSreden fo wird die Hülle vcn leinen wirk­lichen Ab'ichten lallen, und man weih Befcheid

Aus dem Neichsrak

Berlin. 27 Sept IWTB) Der Re,ch«rat gmebmigK- rlnf Verordnung, die die Lristung«- fähigkeil der Krankenkassen heben loll Di. bsihcrige Begrenzung dr« Grundlvhnc-s soll in Wegfall kommen und die Einziehung der Beitrage vereinfacht werden Der bisherige llnterfchued zcr tschen priDilegirrten und nicht privilegierten Srsatzkianker.katfen fällt fort Sine ander.- 'Der­er önu na a>irb die Steuerabzüge b 11 der Lohn steuer auf «ine ganz neu-- Diundfage stellen Der Re>chsfin«»nzmtr.istrr fall danach all­wöchentlich die verhält0iszatzf irflfullen. -ml welcher die Abzüge, di? Mitt» Septeml leit' g Iei)/ wurden vervielfältigt werden.

Unter dem Ausnahmezustand.

®oües Einvernehmen mit Bayern. Reichswehr und Polizei fest in den Händen Kahrs und loehlers. Aufhebung der Widerstandsverordnunq. Umtriebe der Kommunisten und Separatisten.

B« rliii, 28 Sept iPrlv-Telegr i Da» Reich«kabinett belchältigte fich gestern abend in einer Sitzung mit der liin.-npolilifchen Laar nnb mil den da« Ruhrgebiet bcticffcnben *ragen lieber die Grunde die zur Verhängung de« Au«nahmezuf lande« dinch die Reichsiealerung gefuhri haben, erlabten wir bah »war Im Runen- blid mll einer unmilfetbar drohenden Gefahr "ich! zu rechnen sei. haft man aber angelicht« her hochgefpannlen polllllchen Lage e« für ilchiig gehalten habe, etwaigen Störungen bei Ordnung rechtzeitig vvrzubeugen Die Raichheil. mll der bie Verordnung ergangen ist. beweist, baf) fie längfl vorbereitet geraden lein inul) ®d)rn in Stullg.til und auch auf der Konferenz mll den Ruhrvet tteiern hat der Reich«kanzler ei flärl, baf),

toer diesen Staat stürzen wolle, erst beweisen müsse, daß) er ber Stärkere ist

Die Blauer b.tonen, baf) die Reich«,egie,ung init ihrem Schuii len.

rung an Ba',ern nuelpredicn wollte der bane- rische Rlinisterpräfidcnl habe normiliag« ber Reich«regtetung mltgricllt. baf) dic baneuiche Regierung die Ernennung von Äal)i6 geiad.- bcÄtalb vrllzogeii hab , weil sie von feinem Einsluf) auf die rechizstrl-enden Elemente in D<U)ern da» beste für bl.- Ruhe erhoff. Der baveiifche Rkinisteipintident t. i Überzeugt < 1*1 kkahr seine vollst. Lvhalitat bctoetlcn werbe Von Äemplen unb Lindau seien auf Wunsch Kahr» Reich«tvehrlru|>pen nach Rk ü n che it berang.-Aigen worden, um die dorlige Darnison zu Dcifi.n f. n und [eben Puts ch» versuch Hitler« zu vereiteln Die Uebertragung her vollziehenden Gewalt aus den Reich«rathrminister erfolgte im Relch-kabinell einstimmig, auch die sozialistischen Minister haben fich dafür au«gefprvchen Auch die Ländei i. len mit der Mahnahme der Reich«regierung cinner- standen

General Rheinhardt, Militärbefehlshaber in Hessen.

Stuttgart, 28. Sept. (TB$09.) Aus ®mnb der Verordnung de« Refchspräsiden» trn hat der Reich«wehrminister die voll, ziehende Gewalt in dem Wehrkrei« 5 bzm Generalleutnant Reinhardt übertrogzn. Der Wehrkreis S umfaßt die Provinz Hessen. Rassau, die Regierung«bezirk.> Erfurt und Hohenzoklern, ferner Wüctlrrnberg. Bad n, Hessen, Thürinzen und Waldeck. General« feutnant Reinhard! hat bestimmt

I Sämtliche Behörden bleiben in ihrer Tätigkeit, und der Gang der Derwaltung bleibt unverändert.

2. Dyn der Bevölkerung erwarte ich, daft fie den etwa erforderlich werdenden Anord. nangen unbedingt Folge leistet. 3eb.m Ver. such, die össentliche Ruhe und Ordnung zu stören, werde ich unterdrücken.

3n den übrigen Wehrkreisen ist b;c ooll- ziehcnde Gewalt folgenden Mililärbefehlshab.in übertragen

General von DasfeI für den Bez rk de« Wehrkreise« l kOltpreuhen und Restprovinz Dest- preuben),

General von T s ch l s ch w i h für den Vezi rk oc« Wehrkieise« 2 /Pommern. Sch'e*wig-Hnlfi»in. Grenzmark Westprcuhen, Mecklenburg. Sutin, Hamburg urfö Lübeck>,

General von Horn für den Bezirk de« Wchikie>|.-« 3 fBrc-ntenbura. Riederfchiellen. Oberschiefien unb Gcenzmark Pol'N).

General Müller für den Bezirk de« Wehr­kreise« 4 «Provinz Sachsen ohne Erfurt. Fi ifiaal Sachten. Anhalt).

Ibenetol von L o f) b o i g für den Bezirk de« Wehrkieis.« b cHannorer. unbesehie» West a|.n und Rheinland. Oldenburg. Biemen. beib Vur.'i.

General von Loslora für den Bezirk 0-t Wehikieise» 7 kBuhern)

3m 2inoernel-mcn mit dem Reich«rainister de« Innern et nannte der Reich«raehrm iister >u Regie lungskommissaren Öbrrrrällb-ni

w i g. Mitglied de« L. tbtag.-« <ür den B. zii k de» Wehillcise« 2. Richter Pollzeihrcllihenl. füi den Bezirk bi* Wehrt> .-ite» 3. G r o n o w « k t, Obetpiäflbeni, für den Bez rk de« Wehrkietle« b I

Die Diktatur in Bayern.

München. 27 Sept <WT i General- staatSkvmmillar von Rahr beriet nachmittag» mit den anerkannten Vertretern der baherlfchen W i r I kcho s I lowie den Verwaltung«- unb Ver- kehrsbehorben. um Mahvaymen zui Abstellung von TBihflänben vorzubereiten unb der R c t entgegenzuwirken Die Geladenen stellten söm'lich dem Generalkomrafstar ihre Mitwirkung zur Tkr- fugung Bei den am Vormittag unter dem Vorllh de« Generalstaatskommillar« von Rabr erfolgten Besprechungen zu denen auch der Landeekom- mandanl General von Lossow unb Oberst d Selber von bet Lanbesvolizei teilnohmen. ergab sich erneut die Gewik)hell, dah für die AufrechterhaktMug der Ruhe nb Ord» nag in Bayer» die Reichswehr enb die Saa­

de «Polizei Aabe dra gl ve r latz i »ch

inb unb dem Gen, i.ilstaaiekommiflai zur Ver« sugutig stehen 3n bi.lern Sinne haben lich > ich bie anweiendeii Führer bei DaierIündi - l ch r n Verbände ohne Poibeh.il t mll nn- ziacc AuSiiahme be* .R.implbnnbe*, bei f,ch leine Stellungnahme vorbei,iell. ausgetpiocheu De> Verband derPalvii.mbiidtrn P.zu s«>>ereine Rkünchen« h.ll an ben Tstltiisterpraiitenteii ein ©4)ifiben gerichtet. In nein er unter ^inlnei« ju, bie Terrorakte anlählid) der Kundgebungen beim Deutschen Tag in Jlurnbetg unb auf die jüngsten llebeisölle in München auf Mlt.iliedci ber vateiländischen Peilxinb bei. tu, ball n.i# Dertiauen der Verbönd. zum derzeitige i )ln ii(i., b,« Innern Schwelte7 eilchüllei t f.-i und b.tf) biefei Posten mit einem Piann («eiern Ivetd.n mülle, ber da» Vertrauen der vatei- ländischen Verbände beflnc Desgl.i ben brcilche In vaterlöndifchen Hrellen bie tiefste Verstimmung gegen den je lägen Lanbwlrlfch.il < - mlnifler Wunlhofer

Rach Grlah de« Verbote« ber für heule abend geplant gewelenen 14 Hitlei-Vei- I 4 m in I u n g r n beflab II 1- fi bei Dl I 'n nb< b< I ÄambliKtbanbe lowie ein Teiliclcr ber Ratiotiiil- Ivzlaliltllchen Arbeite,Pctriei zum Generalsi.i il«- kominillar von Aabv, um ba» T>cibol rudgär.glg zu m-ichen Ihre Bemuhungea blieben ec folgt ne 21 ich . n . ux ui ।en Hm t nüng - < 9< n staatekommifsar« find

alle politischen Versammlungen sowie Drr» fammlungrn unter freiem Aimm.l verboten

Ter Führer ber Sturmabteilung Rohbach erläht einen Aufruf an alle Parlei- gcnrllcn, am Freitagabend 8 Uhr im Lowenbiau zu einer machlvc llen Äunbgebung zu erfch. inen iDOiiii unter nm Parole .Rohlrach muh l>erau»' gegen die Bel-anklung bej ,Rührer« Rohba y in Leipzig proleltl 11 werden füll In einem wei­teren Aufruf erfüllen die Raiionallozia- listen an alle deutlchvr-lkilchen Motoriadlahier unb Automobilisten die Aufforderung In be Motormdverbänce und in bie Auloftalfeln brr Ratlonalsoziallltilchen Arbeiterpartei einzutrelen

IurUck zur Arbeit.

B e r l i n , 27. Sept. <WTB.) Der Reich«. Minister für die befehlen Gebt-ie, Fach«, rich. iei folgende Kundgebung an die Deutschen im befehlen Geb et In der Stunde, in der die ReichLrezierung dem Deutschen Volke Rennt, ni« gibt von ihrem Gnts6)lufj, den Abwehr- kamps im Westen einzustellen, ist es mir ein besondere« Herzensbedürfnis, den Brüdern und Schwestern an Rhein und Ruhr noch ein. mal den heissen Dank de« Vaterlan. des au«zusprechen für alles da«, was sie für da« deutsche Volk In den letzt.-n neun Mo. naten getan unb getragen haben Alle Telle der Bevölkerung haben für da« Vaterland ge» lampst und schwere Opser gebracht Handel, Industrie und Landwirtschast, Arbeitgeber wie Arbeitnehmer, dem gewerblichen Mittelstand, den freien Berufen, den Beamten, Ang«st'll. ten und Arbeitern der Reichs., Staats« und Äommunaihertoaltungen, ihnen allen gilt der Tank, ob sie nun ihre Treue zum Vaterland mit brr Hingabe ihres Lebens, ihrer Ge. sundheit, ihrer Heimat und ihrer Frei, heit brsiezelt haben, oder ob sie bi« zum bitterenSndeauf ihrem Po st enge- standen haben Was von hier au« geschehen kann, wird geschehen, um die Leiden zu lin­dern, d.r über Such gekommen sind Mit dem Abbruch be» Stampfe« ergeht an Such der Ruf, die fchaffenbe Arbeit für das Vaterland »ie. der aufzunehmen Alle Verordnungen und An­weisungen be« Reiches, bie toafrrenb des Kampfe« im Sinveriiehnien mit Such ergan­gen sind, fmb aufgehoben Die Bahn für neue Arde.t ist frei. Wir wollen Such bei ihrer Ausnahme Helsen, soweit es irg.-nb m unseren Straften steht Mit der Regelung be» Hebet« gange» hat die Reichsregierung mich betraut. Vorbereitende Maßnahmen sind, insoweit dies e.nseitig von hier au« gescheh n kann, bereits getroffen Insbesondere sind bestimmte Stet, len für die Führung von etwaigen Smzel« besprechungen im besetzten Gebiet in Aussicht genommen Die Beamten werd-nt in kürzester Frist die erforderlichen Weisungen erhallen.

Sine Sotideransgabe des Reich«gesetz. blatte« enthält bereits etae Verordnung de« Reichspräsidenten und der Reichsregierung über die Aufhebung ber au« Rnlah des Ruhe, einbruchs seinerzeit erlassenen Verordnungen.

Der Reuhskanzlet teilte den B o t s ch a f « tern der SNtenteregiemngen den von der Reichsregierung angeerbneten Abbau des passiven Widerstünde« osfiziell mit Ob die Reichsregierung bereit« in den nächsten Tagen «* offizielle« Angebot zur Regelung der Reparationsfrage an die Repaeationsfoeumif. stau richten wird, unter liegt noch der Snt» scheibnng de« Kabinett«. In Parlamenten. I

schm Kreisen der Staken herrscht die Auf­fassung vor. bah eine fchuelle Besetzung bti Botschufterposten in Pari« und Brüssel zur inleltuag von Verhandlungen über die . derausnahme der Arbeit im Ruhrgebiet un znr Regelung der Reparation «frage notwen- big ist.

Rach einer Meldung au« Glleu treiben bie Rom m uni (len unter ber Hand rege Propa- gnnba für bie Fortlenung des passl ven Widerstand»« In allen Stödten dercRudr- gi tici« n urben Im Lauf» de« früden Rkorgen» Slugbldllrr ber Rommunlsttschen Partei verteilt in Denen zu einem vierunbzwanzlgsttindlgen P r o- I < ft ft r r l f dufflrforben wird Die fflugbldll.-i n enden lich weiter gegen dce Regierung Slrele- monn-Hllleidlng und gegen den fr inzölilchen Mi­litarismus und .stnperlalIsmus unb

fordern eine Ardetter- nab Baaemregierang sowie ein freie« unb ungeteiltes Arbeiter.

deutfchlaab

In Ellen zogen gegen 12 Uhr mittag« au« allen Rntlungni laufenbr von Arbeitern, der Parvl< I 'b nb. zum Burgpla«) wo kommunlsttlch Redn , g<gcn Die Aulgad br* palliven Widerstand tt agitierten In Buer wurden bie Gelchallsladen nn Stabfteil Buer-Hassel gezwungen bir Lödei zu Ichlicsten In Herne und Reckliiigdaulen Ist mgcnwarlig noch alle« ruhig In überbauten ftn-il; die Zech. Alstaden E» bildeten fid) «ben- fall» Dcmrnstrationszüge Sonst herrlcht überall l<ul-e Die Runbgeburrgeri In Bochum und (bellen kircheu sind bi «bei ruhig verlausen

Der Sturm der Oppofltion im Reichstag.

Berlin. 27 Sept (Prtv -Tel , Der Be- ginn ber ursprünglich auf 3 ilhr anberaumtrn oißung hat lich wegen der 'Sevatung de» Aelle- strnausschulle« um zwei Stunden verlpätet Die Tribunen sind dicht besetzt Prdslbeni Löbe er­öffne, bk- Sitzung mit folgender Ansprache ,fu schweren Enischeldungen und wichtigen Gnl- Ichluflen tritt ber Reichstag in diesem taflung«- ablchnitt zusammen Gesetze von grober wirt- Ichastlich« r und linanzpolllischer Tragweite wei­den uns in diesen Tagen zugehen Durch eine polllilche Auseinandersetzung müfle eine Löfung herbeigrfubrl werden Ich gebe zu Beginn jn- lerer Verhandlungen ber Hoffnung Aus­druck. bah c« einer starken Relchsaewal I gestützt aus das Parlament, gelingen mAg». alle A iistUrme z u r ü ck z u »elfen , die gegen dll Oinbfii der deutschen Republik gerichtet werden von welcher Seite Ile auch kommen mögen <Leb­hafter Beifall )

.jur Geschäftsordnung erklärt Abg v Gräf« <D Völk ). daf) durch die auf)en- wie Innen- l»c iitilche Lage die Erregung des deutschen Volke« auf« äusserste gelt legen fei Au« eigener Machtvollkommenheit und ohne den Reichstag zu befragen, habe die Reichsreaierung fchtverraiegende Beschlulle gefabt. welche die L« 1'» i agen des beutlche-1 Volke« betreffen Run fr H. beute ubk ganz neben fachliche Fragen be- "Um werden Di« fei ein Schlag Ins Dellcht dc» dc-utichen Volke» E< beantrage die heutige Sitzung zu vertagen, bts der Reichskanzler zui Stelle fein könne um vor dem Volt Rechenlchofi avzulegen

Abg Bartz (Äommj beantragt, dost bei Reichstag ben Reichskanzler zwinge, hier Reche«- fchaft abzulegen über bie Dinge, dce jetzt ge- ichehen find und weiter geschehen Wir ver- langen weiter die sofortige Aushebung der Ausnatzmeverotdnung de« Retchspräff- denlen Ts ist nur ein Vorwand bah die Verord­nung fich gegen Bayern richtet Bayern pfeif' auf folche Verordnungen, tn Wirklichkeit soll« eine Militärdiktatur gegen link« aasgerichtet unb all Macht In die Hände jenes Dr Gc-hlei gelegt werden gegen den von allen Parteien ml- Au«nabme brr äufjerften Rechten die Icharslten Roiwürsc gerichtet werden

Akg Scholz ,Dni Wir beantr □gen Aen berung ber Tagesordnung dahin, dah fofort In eine Aussprache über bie InnenpvIt ttlche Lage elngefrelen wird Da» Verfahren der Mehr'-eit be» Reichstage« widerspricht dc Bcstiraraungen br* Reichst ige« unb tragt ben Ltrömungen Im Lande nichi Rechnung IBeifall rechts!)

Abg M ü l l e r - Franken lSvz Auch wir hallen eine polnische Aussprache baldigst für notwendig, dabei werden wir auch die buyerisa»e Ausnahmeverordnuna ertrtrrn müllen die uns offiziell noch nicht einmal mltgeteilt worden ist Diese Ausfprache Ist von dem Aeltestevausfchuh für Dienstag angefetzt worden

Abg Thoma« 'Kommunist, beantragt bie sofortige Beratung Hrw* kommunistischen An­trages aus Aufhebung de» bai,ecifchen Ausnahmezustanbe« ®4 fei ein aax> un­erträglicher Zustand wenn dce bayerische Re­gierung den Schutz ber Republik in Bitzern dem ausgesprochen monarchiftllchc-n von Kahr über­trage utub dce Reichswehl aa«fUfeae Da» sei eie (egalliierter Fischcsmus

Abg Koch- Weser (Dw ) Die Cfhiartee ist fo ernst, bah bie Regierung Zell irnb Ho»d