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M.175

Lrjcho-i lüzllch, aufcet S»wi. unb $«iertaq», Btt beS<amt«9»b«'lagt: Gi^euerFamiliendlötter »eetil* 2£XXX)1RarN«tn|d)lief$Hd) lr4g«lo^n,bur(t, SiePost ggggvWarb.au chb Nicht- rt|<^««ire Nu».

Btm infolge bbberrr ®#walt- 3ern|prtd). teHjUR«.»bi»S4)nh» ktleeg 112, für Vertag gib TefchÜfl»stell, 51. 8i|d)rtfl für Drabtnod». iichle» le«i|tr»le|»e.

KIM*<d1eeie: rt a. m. um.

Samstag, 28. Zoff 1923

Crftts Blatt /

175. Jahrgang

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberheffen

imt» hi

für bl« lagttnammu bi» iura Nachmittag osthec obne|eb« VerbiitblidikrtL preis für 1 mm t>»b< für anieigeno. 27 mm Brett« 6rtl 1200 Ulk-, an»a>ArU 1600 DHl; |,Reh(a*e. Xnitigee von 70 mm Breil. d«»M Del Platz corl^n;!*?' .Auftrag, Hauptfchristleiler: Äug. Goetz. ZJeranleortlid) für Volitih 21 ug. Doey für b«n übrigen led. trnfl Blumidjein; für bei Xnjeigenieil: nor* Beck,

t>rwd eitb Dtrlog: vrühl'fche Universttütr-Vvch' nnö Steinbruderei R. tanze In Gießen. Sdfriftleltnwg unb Geschüftsttelle- Schulttraße 7-

|bmili d) in Liegen

Wochenrücdblick.

Die rapide Berlchlechterung unserer Geld- nnb Wtrtschafrsverk>ältnisse bat die Reichs- regiening veranfaßt, mit dem Plan einer inne- rtn toerweftänbigen Doldanlelhe hervor- mtreten S>e ift tsteSma! anders gedacht als jenes 2Inlelbeimtvmebmen, das im Februar diese« Wahres Fiasko machte, well e« niemand lockte, dem Reiche Dollar« oder Devisen zu übergeben, teil« au« Mißtrauen, teil« au« Gründen der allgemeinen Äonfunftur. Heute, mo Jene bedenkliche Entwicklung etngetreten ist, daß Im redlichen Warenverkehr eine ängstliche Zurückhaltung, fast eine Sperre, ein getreten Ist. wird die Wirkung besser sein. Die Anleihe- stücke sollen mit Papiermark erworben werden können, und die ^tO ja heute feder gerne los- 'perben, nachdem der Dollar auf bald eine Million gestiegen ist und tue Gefahr b *eb*. daß die Mark im Auslands überhaupt nicht mehr notiert wird Damit e« eine rechte Holt« inleIhe und der Spartrieb auch bet Heinen Besitzet erfaßt werbe, fetzt man schon Stücke von zwei Dollar zum Berkaus. Da« waren im Frieden 8,50 Mark, heute sind es anderthalb Millionen! Wenn als Folge dieser Anleihe die Warenhamsterung aushört, die Rotenpresle nicht mehr so stürmisch zu ar­beiten braucht als bisher. Ist ichot viel ae- r ormen. Zur Stabilisierung der Mark wird ic« freilich nicht führen. Hand in Hand |c- doch mit einer vernünftigen RcichSftnanzpoli- tik, die da« 6tcuer1hftvm reformiert, die Zins- zahlung für die neue Anleihe zweckmähiz ord­net und wieder gewissenhaft nach Einnah­men und Ausgaben rechnet, könnten unmit.el- bare Gefahren, wie sie fetzt alle BolkSkreise angstvoll vor Augen sehen, beseitigt werden ES ist allerhöchste Zeit, daß die berufenen Faktoren aus der ganzen Linie gründliche und vollständige Arbeit machen. Bisher batte man leidet den Eindruck. tKif) die D;ngr haltlos, wie sie wollten, ihren Lauf nahmen, und man kann den Mannern an der Spitze den Borwurs nicht ersparen, daß sie durch dieses Bersiecken Ihre« Tun« und guten Willen« ein gut Teil der BolkSbeunruhigung mufferoor- . gerufen haben, die täglich weiter um sich greift. S« war eine unbedachte und verhäng­nisvolle Maßregel, daß man die Reichsbank Willkürlich das Sinken des Markstandes stoppen lassen wollte. Mit so unzulänglichen Mitteln konnte eS nur weiter bcigab geb:n. und der Eifer unserer Finanzwelt, an ton billigen Krediten de« Reiches sich zu bc- reichern. Ist auf allen Dassen sichtbar gewor­den. Da« Stocken aus den Plärkten brachte ut« die schweren Unruhen der letzten Tage uro Wochen.

So kocht eS nun namentlich in den Kesseln der K o m m u n i st i s ch e n Partei, die mit der allgemeinen Unzufriedenheit politishe Ge­schäfte zu machen sucht und in ihren Propa­gandaschriften neuerdings sich sogar an den leidenden Mittelstand oder an rechtsbolsche­wistisch eingestellte Kreise wendet. Wie sehr die Entwicklung der letzten Zelt den politischen Extremen in die Huide gespielt hat, zeigen einige Ergebnisse bei den Urwahlen her Ver­treter zur Kasseler Tagung deS Deutschen Mc- tallarbelter-Berbanbes 3n Rheinland und Westfalen haken die Kommunisten bei dieser Uiwayl mit 4517 gegen 3864 Stimmen die Mehrheit erhalten. 3n Solingen brachte, wie wir einem Bericht der ..Köln. Ztg." entneh­men, die Bereinigte Sozialdemokratie nur 564 gegen 4297 kommunistische Stimmen, und in Remscheid gar nur 258 gegen 4266 kommu­nistische Stimmen auf! Die Wahlbeteiligung war allenthalben sehr gering; sie hat nach dem erwähnten Bericht 40 v H nirgends über­schritten. Das find für die Lage im Reiche 'ch.echie. ater crLä l cheSympiome Wenn man auch nicht daraus folgern darf, daß die Kom­munisten im Zuge seien, eine wirkliche Bolks- mehrheit um sich zu scharen, so gilt eS doch, ihrer ungezügelten Propaganda entgegen^- wirken mit allen Mitteln einer staatSerhalien- den praktischen Politik. Dazu gehört eS, daß die Bolksaufwiegelung durch öffentliche Um­züge, unD die daraus meist sich ergebende k wüsten Exzesse strikte verboten unb verhindert werden. D.e fürchter'iche Mordtat in Frank- furt a. M war doch, trotz aller Rechifertigun- gen der zuständigen Polizeisührung, eine Folge mangelhafter BorauSsicht und bedauerlichen Vertagen« der staatlichen Schuygewalt. Schutz Der Republik bedeutet nichts ohne den Säfuy iedeS einzelnen ihrer Bürger. Darum ist eS i.ach dem Frankfurter Ereignis felbstverstäno- lich, daß für den morgigenAntifaszisten"- Sonntag der Kommunisten die zuständigen Stellen des Reiches und der Länder feit gestern auch die hesfiselfe Regierung das Zusannnenrotlen auf Straßen und Plätzen un­terlagt haben D.e sozialdemokratische Par- teifübrung und der Borstand des Bundes der Gewerkschaften aber handeln vernünftig, wenn ie ihren Anhang ausdrücklich davor warnen.

Irgendwie sich den kommunistischen Beranstal- I tungen zuzugesellen Trägt doch Die Groß- Frankfur er Parteileitung der Soziaidemokra- tlc al« Mitveranstalterin der Hetzerei, die zur Ermordung bee Staa.«anmall» Haas gesuhrt hat, bie volle Mitverantwortung an dieser Bluttat, die hoffentlich mit schwerster Bestra- sung der unmuteibar Schuldigen baldigst ge­sühnt werden kann!

Wa« könnte uns au« den Band.-n eine« sv hahwütigen, machtlüfternen Bedrücker« wie Frankreich ander« retten al« die beim Umsturz von 1918 verloren gegangene, aber bei rich­tiger Würdigung der heutigen weltpolitischen Tatsachen schnell w eberzu--ewinnenbe natio- r.ak 6 l.'slbe i tnungl Za illose Deu ichewerden es heute au« :r.r.tr':c.v. H .zen neu eiiipsinden. was uns Bismarck gewesen ist. dellen To­destag sich nächsten Montag zum 25. Male fährt! Sein großes Wort und Werk weckt In Deutschland Denn doch ein stolzeres und ein­heitlichere« Machtaufgebot al« die Mo.kauer EhaoS-Paroie, die im Munde der Berliner Führer übrigen« Kujat und vorsichtiger Wei/ letzt die Absicht leugnet, in den nächsten Tagen einen Bürgerkrieg entfesseln zu wollen. Man will, sv heißt eS in einem Aufruf, die Zeit noch we. er Dafür reifen lassen . .

Man hat uns berichtet, daß die Bres­lauer und Frankfurter Ausschreitungen als letzte Konseguenzen der Franzosenwiitsch'rft im Ruhrgebiet bei den englischen Politikern ernste Beachtung gesunden hätten. Aber Herr Baldwin wartet noch geduldig auf die Ent­schließungen Poincar'-S! »Daily Expreß" hat die Hoffnungen, die sich noch an den englischen Fragebogen anln..pfen. .diplomatischen Humbug" genannt, weil eS so gut als sicher sei, daß daS nationalistische Frankreich kein Entgegenkommen zeigen werde Seit gestern wissen wir indessen, daß Belgien i.a einigen Hauptpunkten doch eine getrennte Mei­nung neben Pomcarö hat und eine gemein­same Antwort an Baldwin nicht in Frage kommt. Die Brüsseler Politik will Im Degen- fat) zu Pari« eine neue Behandlung deS ReparationSprvblem« auf anderer Grundlage nicht von sich weisen. Die gestern «meldete HavaS-Rote oerbirat manches dem Bild und kehrt den schroffen Willen hervor, das Pfand der Ruhr in der Faust zu behalten. Aber Belgien scheint auch geneigt, die Leistungs­fähigkeit Deutschlands neu abschäyen zu lassen; allerdings wünscht eS diese Arbeit einem interalliierten, nicht Internationalen, Auoschuß zu übertragen. Ferner verlautet. eS werd: der Bvrschlag gemacht, nicht eine Festsetzung der deutschen Desamtschuld, sondern nur eine Re­gelung der Zahlungen auf 10 bi« 15 Jahre vorzunehmen. Man sieht, die Hoffnung auf eine baldige Gini.gung sieht windig genug au«, ob der diplomatische Austausch wirklich nur ausHumbug" hinauSkommt, wird von den weiteren Schritten Baldwin« abhangen. Er könnte in naher Zeit Ernst machen, wenn er wollte denjenigen, die da meinen, Groß­britannien könne, wie Amerika, sich von der Politik Europa« ganz loslösen, erklärte er vor einigen Tagen, die Zeiten Jfätten sich geän­dert; der 3nselcharakter Englands sei durch bie Entwicklung der Luftschiffahrt ein an- b«rer geworden. Und heute heißt eS. der eng- lische Premierminister gedenke nächster Tage eine bedeutungsvolle Rede über die Bertetbi- gung des englischen Reiche« zu halten. Für den kommenden Dienstag ist eine große Unter- hauSdebatt? über das Reparatio 'Sprvblem und die Gesamtlage angesagt; bl« dahin wer- den die Antworten Frankreichs und Belgien« aber schwerlich schon In London vorliegen.

So viel steht im ganzen fest; Entschei­dungen nahen, wir stehen am Be­ginn einer neuen Epoche, und dieser Zeitpunkt darf Deutschland nicht in Unruhen unb Berzweislung. muß unsere ReichSregle- rung in einer gesteigerten, zlelbewuhten Tä­tigkeit antreffen!

Die Verhinderung von Unruhen.

Berlin, 27. Juli. iWTB.) Der Amtliche Preußische Pressedienst schreibt: E' gehen Ge­rüchte um. daß In einigen Gegenden deS ßan- beS aus Furcht vor bevorstehenden Unruhen die Beschickung der Märkte durch die Landbeiiyer unterlassen wird. ES Ist selbswerständllche und dringende Pflicht aller derer, die Lebensmittel produzieren, diese auf Den Markt zu bringen, da neben der wachsen­den allgemeinen Teuerung eine ungenügende Bersorgung der Bevölkerung mit RahrungS- m Ute In außerordentliche Gefahren Im Ge­folge haben könnte. Zu unserer Genugtuung können wir mitteilen, daß die ländlichen Or­ganisationen auf ihre Mitglieder dahin ein­wirken, die Märkte nach wie vor regelmä­ßig zu beschicken. Die Produzenten mögen wissen, daß die Polizeibehörden angewiesen

ten sind, die Lebensmittel auf den Transpor­ten zu den Märkten ausreichend zu schützen.

Berlin 27 Zull (®7B i TU Berliner Äommuniften bahn wie b;c . B. 3" mitteUt. ihren Bezirksleitungen heute die Mitteilung ge­macht. Dan von verbotenen Umzügen A b - stand genommen wird und dafür bvuie abend 17 öllemtlid;' Ä rlammlungcn ft-Utfinbcn Die MehrheitSsozialllten und die G-werfchalten toamc.i i.ire Anhänger, lich an den tommuniltl- schen Bcranstalliingen zu beteiligen.

hessisches Verbot

rm Darmstadt, 26 3uli DaS belli- s ch e Gesamtministerium hat heute auf »rvr.b de« Art 123. 2 der RcichSversassung für da« Gebiet de« BvlkSstaate« Hellen Bc r Ia m m- lunger untv. freiem Himmel ein- sch'lrbüch aller 11 in» ü gc. wegen un­mittelbarer Gefährdung der offen t- lichen Sicherheit bi« auf weitere« verboten. 211« Versammlung unter freiem Himmel Ift auch jede Ansammlung und Zu- lammenrottung auf Straßen und Platzen an- zusehen Die «triiJämter sind ermächtigt, im Falle ganz besonderer Sachlage Ausnahmen zu­zulasten. wenn sie nicht nur unbedenklich, sondern auch im allgemeinen Interesse wünschenswert lind.

Tic Romminitftriium..u im befrfttrn ßtrbtrt 6. rbntrn.

Clfen. 28 Juli IWTB» Wie der hm- man. ieren>e G.-t-ra. vor 27. Inia i:erie)ivisi>a b.in itgib . sina du ich eine , Be ehl des (>mm . i- bicicn -i (Se t'ial« dr 2k .n v in den Städten, w, städiiich: Police, o.g.unliert ist. alle anti- f a I a i fl i f di c n Kundgebungen am 29. Juli ve > boten.

In Eisen 3ntufliie. 0 abt unb Land. Ober­hausen und Mülheim, wo diese Pollzei nicht be­geht. sind Umzüge der Kommunist kben Dartei. bie sich am 29. Zull nach B>ham be leben wollen, unterlagt. Di- in Frage kommenden Armeebe- srhlöhabei werde» dafür sorgen, daß bie vorge­nannten Kundgebungen nicht flattlinben.

Neue Mahnahmen der Reichs- regierung.

Berlin, 27 Juli tWTB.) Die Reich «- reglcrunq beriet auf Grund der Borarbei­ten der Ministerien und cer Borbesprechunqen, die in den letzten Wochen beim Reich<fkanzl.r ftattgefunöen haben. Heu e unter dem Bor- sitze de« RcichSpräsiden ten über die Maßnahmen, die angesichts der gegett- toärtiren wirtschaftlichen Beilage zu ergreifen find. Berabsch e c; wurden bet Ent­wurf keS Gesetzes über die Erhebung eines Opfer« für Rhein und Ruhr, ein Gesetz über die Bencerung einzelner Ber- brauch« st euergesehe. und der Entwurf eine« SteuerzinSgefeye«, die gemein­sam die 3nflation zu hemmen helfen werden. Der ReichSfinanzminjsler leite ferner ten Ent­wurf eine« Gefetze« zur Aenderung be« B c r - mögen« st euergeseye«, te« Grb- schaftSfteuergesetze« und de« Umsatz- steuergeseyeS vor, durch da« insbesondere Anpassung an die Geldentwertung erreicht werden soll. 3n einem Telegramm an die Mi­nisterpräsidenten der Länder hat der Reichs­kanzler darauf hingewiefen, daß die Beratung dieser Gesetze im ReichSrat |o beschleunigt werden muß, daß sie dem Reichstag am 8. ober 9. August Dorlicgen. Weiter wurde über die Ausgabe tertoerlbeftänbigcnB nleihe beraten Genauere Mitteilungen hierüber wer­den in den nächsten Tagen veröffentlicht wer­ben. Ueber toeiiere Maßnahmen berReichS- bank, in^besonbere zur Lösung der Goldkre- ditsraqe, werden ebenfalls in den nächsten Ta­gen Mitteilungen erfolgen.

Dr. Cuno an die Führer der Landwirtschaft.

Berlin, 27. Zull iWTB.» Reichskanz­ler Dr. E u n o hat an die Führer der Land­wirtschaft folgendes Telegramm gerichtet: Die Städte sind infolge der Berfpätung ber Ernte von Kartoffeln entblößt. Auch sonst wachsen Ernährungsschwierigkeiten ber breiten Berbrauchermassen. 3ch richte an die deutsche Landwirtschaft den bringenden Ausruf, alle Kraft anzuspannen, um bie Gr- träge, insbesondere der Frühkartoffelernte, möglichst bald demBerbrauchzuzufüh- ren. um di« Lage in den Städten zu erleich­tern. Der Reichskanzler und der ReichSernäh» rungsminister werden in den nächsten Tagen auch mündlich mit ber Lanbwlrtschaft wegen Behebung ber ErnährlMASschwierlgkelten er­neut in« Benehmen treten.

Noch keine (Einigung zwischen Brüssel und Paris.

Par,«. 27. Zull. <WDB, Die heute vor­mittag veröstenllichle Bote, in brr mityi-üt wurde, öab eine vollkommene Einheit über bie Don der fvanzösgehen unb ber belgischen Aeaieru ,a

nach London zu richtende Amwvrl erzielt trmrbe. wird vorn Brüsseler Korresponbenicn de« .3 o u r na l de « Debet« anjtnocl- leit 3n ohi,Idirn be.gilche.i ÄmK Id):. ibl er. werde erklärt, daß in Cxetam Zoll« cm w nig den Qtciflrtilkn Virgegrilscn worden |> i Dcwil> beliebe über di« aus d.e englllch u Bcr- ichläge zu erietlende Antwort zwUch.->i v-tnkr- i> und Belgien ein volle« ®mvenehme i D bah.' nch ub.igen« bei den lebten BcU'ivhungcn is« bclgi'chen Botschaitec« in 'Pari« mit tx.m MiniUer- piälibenien P^incarö deutl.ch flCK'di BV. c ix-r TDotllaut der t>dgilchen Bote sei noch nicht tfl- geletzt Die Tkt bin Ölungen gin ten we irr ä« werde hineugelugi. daß man bmne i einer kurzen <$ett zu einer Lösung gelangen werde. Da« |.i nur nxb eine Zrag.» von Stunde

In dider Beveliung dl ber Brüsseler K,rrc- sp-mdem des .DempS" nicht Io ovlimislstch. 7:<clbct, uiüu gla»l>. in Bi und »ich . i»t > bie Anttvorten ,Srunfrcid>3 und Belgien« vor dem I August überreich' werben könnten «Die $>iva#- noe oHiMÖ'en U1.iDninfl« svrach von der lieber- miitlung am kommenden Sonntag t 3m übrigen l> merkt der gleich - B richter'iatlrr. t>if| der imn- zölischc Antworleniwurs wohl in Brut el vorl.e.'.e, dali aber die belgische Antwort noch nicht ent- wollen (ei. also auch nicht Poncare Dor gelegen bab.m fr mc Ser Set uh erfiattcr will |O> h m aulo.ifier.cn Bxuf'c er Kre ien Heu c vormittag eine vptim stische Stimmung sestgestellt hnben.

Valdw tiS 21 bsiritten.

London. 27. 3uL (Wostsl Der Paria, mcntarifchc Bcrichtetfl tt r de) ^Daiiy Tele- graplM meidet. Baldwin werde in der itächften Woche Im Unterbau« eine wichtige Erklärung über die Frage der Bertel- digung des brillschen Reiches ab- geben.

London. 27 Juli. Bilbvin bleit gestern abend Im Konscrvattven Klub in CJ a«aow eine Bebe ®r tarn auch auf bie auöu-artige Pvllllk zu iprechen unb erlärte u a bah bie Art der Be­ier unq wie sie augenblichlich Ln 'Ruhrgebiet ne- banibabt wurde, für den internationalen Handel genau so störend wirke, al« wenn man ein scharfe« Messer in da« Werk einer Taschenuhr stecke Der gan^ internationale Handel, io sagte Baldwin sei e n auherordentlich cmyfi idlicher Mechanismus Baldwin lenie Ni« bar. rote bie mchltche Lage 3mtraleurot>a« auf die englische Dirtlchaft zurückwirke Die Zeit wurde kommen, meinte er. too 3mnuleurt>pa nicht mehl in ber Lage lein toerde auf dem englllchen Markt zu faijen Solange nicht in Deutfd Imb In den Fi tanzen ein» Stabilität bcrM jefuhrt fei. fei für niemand an Aevaralionm zu b-tfen D e enal sch: Reqi?rung beh ibe sich in ix-- Laar einer RetrungSmamllchasi Da« Land hab: rc'en- haste Bedürfnisse zu erfüllen und je weniger man rede, um so bester Di« H'il Ei'.i'tnd» hänge von feinem Ein- und 2Iu«luhrtyin l ab 3n der 't genwärligen Epochr to-1 die llv Ilm ult? voll- (.ibig desorganisiert seien, lei die erste 711.1'1 nähme, die man zu treffen habe die. bal) man den Umlauf auf den fremden Rlärkten wieder normal geltalle 3m toe.tc.cn Berfauk seiner 'Rebe man bete sich Bilbmin der wirt- Ichaslllchen Zukunst ©rohbriMnnrn» zu und meinte nach feiner Meinun i mülle 'i ch Tnqlanb |ruber oder später dem ruliischen Blartl zuwen- bcn. um dort dem englischen Hande! neue Absatz­gebiete zu eröffnen unb bie Möglichkeit zu schaffen daß die deutschen Ausfuhren, die durch bie ReparalionSl:iüungen bargeftellt werden Abnahme färben

Schließlich erlluii Baldwin, daß der Ab­schluß des Frieden-V rtraqeS mit der Türkei ihm große Freud» bereit! habe 2 gab ab.t der Befürchtung Ausdruck, daß auf Grund ber Ratur diese« Bert rage« e« schwer lein werde, mit dem Orient von neuem in Handel^bezlehungen zu treten

Trriftiqfcitrn berTempS".

Pari«. 27 Juli CIDB ) Der .2 e m p 6* fragt In seinem Leitartikel Hat e8 bet ber gegen­wärtigen Bcrfafsung Deutschland«, da« l-eiht In der nahezu revolutionärsten Bertode. die e« durchmacht, unb in der bie Bermeb^jrtc be« Papiergelde« ichließlich dem Geld.' jebrn 1£>.: nimmt, i r g e n de i ne n Z weck mitDeutsch - land eine dtplomaiiichc Äorrelpon denz über bie halbe Milliarde Goldmarl zu rühren, die e« in seiner Rote vom 7 3ani ar bietet? Ist nicht ber Gntwurl einet Antwr. <i > Deutschland, sind nicht die v'ln-'qebenen QM .Intel roten. Hub nicht bie Är.lär ngen no t f.egie n gr- unb anbei er Seite, die bi den Antwort iwurt zu Gegenstand badm völlig nutz'.vse Kundgebungen Ist e« nicht, al« ob man sich neben einen QJulfan hinsetzte um Karten zu spielen? Da« fragen wir die G glänber selbst, oder wenigsten« alle jene klarblickenden Engländer die mb ihren Augen da« Ziel suchen, dem Lord Curzon sie zuführt und bie lich darüber wundern an dem­selben Tage eine Erklärung be« Premierminister« zu vernehmen, daß den Veilchen s-ch russische At iatzmärkte bieten unb eine Erklärung be« Aon bet«- Minister-, der daran erinnert, bah m Aufstand feine Gdchälle zu machen feien Die'e Narblicken den Engländer, die be« unverständlichs'.i System« unb ber Widersprüche fall sind fragen 'ich^ Ist e# nicht Zeit, auf die unfruchtbare Politik zu ver­zichten die Deutschland -um Widerstand ermutigt Unb bie e« gleichartig zu Grunde richtet? Daß von allen Gläubigern Deutschland« zusammen ein Berkuch inrteTHnmmen wird, mh erncr ieuen deut­schen Bcgierung die bie imbaltfxroe Lage, bie ba« I K^bmrt! zeschasten hol, »u nguaXtnen uab Deutschland zu verhindern, daß Deutschtand t» I Ldavs oerftaO?