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Linden

.eneral-Venrelutn Norddeutscher Lloyd, Bremen

Zweites Blatt

Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefsen)

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Haltung von Lustbar- i^n Ministeriums des aat d. IS. wird hjemil und ausnahmslos aus lizeistunde gilt bis aus llschaslen, Vereine usw. sche Vorstellungen, Vor- ^stlichkeilcn und Lust- stens 11 Uhr abends be-

n, einschl. der sogenann- Tanz nicht verbunden ir Veranstaltungen, ge- infialhingen in privaten eidungen irgendwelcher .eichen usw. aus ösfent- vder an anderen vfsent-

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S"/° Dtsch. Neichkaulcibe 4'7o Dergleichen 3'/j% dergleichen 3 dergleichen Disch.Svar-Prau,.-2lnl.

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Datum: 24 L 26. L

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> bis aus weiteres nicht Billigung haben keine tränken und die Abgabe iter 16 Jahren ist ver- >n ist das Tabakrauchen Wen oder an anderen n Zage üter M* ls Kreisamts Tichen in

jenigen, die jetzt noch dem Militarismus an« hängen. Wir kämpfen jetzt gegendenRatio- naltsmus der Franzosen, aber wir kön­nen sehr schnell einen Fwnllvschsel vornehmen, wenn uns der deutsche Äa.ionaüismus dazu nötigt.

Abg. Dr. Helfferich (Dntl.) lehnt es ab, in diesem 'Augenblick den Par.eizwist au ver­größern. Alle seien Deutsche und alle protestieren mit dem gleichen Recht. Man müsse dankbar sein, bac industrielle und Arbeiter Verhandlungen unter den blinkenden französischen Bajonetten ablehnen.

Abg. Korell (Dem.) bezcich ct die Angriffe Dr. Dreitscherds gegen Dr. Helfserich in dresem Augenblick für unverständlich Wir wollen nicht kühl und blind an dem Vorbeigehen, was sich 1914 in der Seele der Ruhr- und Rhein- bevöllerung geändert hat und das seinen Aus­druck findet in den Worten: Wir lassen uns nicht weiter als Sklaven behandeln! (Sürmischer Beifall.)

Abg. Becker- Arnsberg (3 ) ber eitet Abg Dreitscheid das Rocht, namens der Arbeiterschaft des Ruhrgebiets zu sprechet. Ein großer Tell dieser Arbeiter stehe auf dem Boden des Zen­trums und sehe den Abwehrkampf nicht als Klassenkampf, sondern als Kampf fürdas deutsche Volk an.

Abg. Remmele (Korn) fordert nach einem Protest gegen die Gewaltpolitik Poincares die 6o.',tcIöenu)fXiten auf, sich mit den Kommunisten zu einer Einheitsfront des Proletariats zusarn- menzu schließen.

Damit schließt die allaemei-e Aussprache, der Etat wird dem Hauptausschuß übectoie'ea

Mcrgen nachmi tag 2 Uhr Iugendgerichtsge- seh, Kleinrentnerfürsor e. Getreideum^age.

4C/., Hessen.

3'/,r/o Hessen 3°/, Hessen.

40/o Bofltüvfen 243)3, -31503, -235U0,-30 03,- 5<./oGoldmexiknner 172503,,,

Berliner Hnndel^gei 220 K), 47010 - 22000,- bOOOO,- (VominevA' n. Brioni bk 4350. 750'.- 4_ 00. 80 ',0 Dnrm i. u.Nntionnldnnk 5325, 10 0 - 55*10. 11003,- Demfche *hnnf 14000,-10),- 14- 0),- 20000,- De>us>!,e Bereinsbnnk 315».- 5425, Disconio Coiiunalldit 703), 12000.- 70C0. 125< 0,- '.Oieialtbank 2 0)0.- 430)0,-,, Mi lelbeoi. Creditbnnk 3100 -7003,- 3400,- 7200.- Ccitcvr. Credi nnstall 2983,- 7100. 304a 8000,

Deutscher Reichstag.

291. Sitzung. 2 Llhr nachm.

Berlin, 26. Januar 1923.

Die erste Beratung deS Etats von 192 3 wird fortgesetzt.

Reichsfinanzminister Dr. Hermes bedauert, bah Abg. Wels über die Stu.rdung der Kohlen- steuer eine Darstellung gegeben habe, die unzu­treffend sei, und aus der das Ausland viel­leicht wieder Material schöpfen könne. Die Kohlen­steuer, erklärt der Minister, ist tatsächlich gestun­det worden. Das Steuerg:setz sieht eine Stundung nicht vor, aber schließt nicht aus, dah eine Stun­dung gewährt wird, wenn zwingende Gründe dazu vvrliegen. Solche Gründe bestanden im Sep­tember dc eigen Jahres, wo die Bergarbeiter ;wei Drittel ihres Lohnes vorher erhielten. 3m September erhielten die Unternehmer für die Kohle nur noch den halben Wert der Selbst­kosten. Um diese augenblickliche Krise zu über- Druden, hätten entweder die Kohlenpreise e r h ö h t oder die Kohlen st euer gestun- bet werden müssen. Die Regierung hat sich zu ckner kurzfristigen Stundung entsch'.ossen. von den 21,9 Milliarden gestundeter Steuern 'rnd 1 9,1 Milliarden eingezahlt worden, ödah nur noch 2,8 Milliarden gestundet lind. Die von den Gewerkschaften geforderte Er- 'höhung der Abzüge von den Steuern konnte im Zanuar nicht durchgeführt werden, weil erst im Dezember eine Erhöhung erfolgt war. Wir werden iber im März dazu kommen. Die Steuerverwal­tung arbeitet mit grösstem Eifer an der Einfüh­rung der Besitzsteuer. Redner schlieht mit einem Dank an die Beamten seiner Decwalwng für ihre rege Arbeit.

Abg. Dr. Hel ff er ich (Dntl.): Der Etat.er­hält seine Signatur durch den bisher in der Finanzpolllll unbelannten BegllsfDill.on". Wir erwarten im übrigen vom Minister im Ausschuh eine Ergänzung seiner hier recht unvollständigen Mitteilungen. Wir erwarten auch hier eine Rach- txifung, wie seit dem Londoner älltima- <u m die Ausgaben sich verteilen auf Derwallung «nd auf Erfüllung des Friedensvertrages. Was Dir an Konsolidierung des StnatshauS'- talts erreicht hallen, haben die Sabotagealle »es Herrn Poincarä zerschlagen. Das «mst dec Well flar gemacht werden. Der Redner Gedauert die Ausführungen des Abg. Wels über tle Stundung der Kvhlenst euer, die un­ter dem sozialistischen Wirts cha fts- Minister Schmidt besch'.ossen wurde und die Lazu dienen sollte, eine gröbere Erhöhung der kohlenpreise zu vermeiden. Auch wir bekämpfen Vie Versuche, durch die Hinauszögerung der Steuerzahlung aus der Geldentwertung Vorteil yi ziehen. Auch gegen die Behauptung des Abg. Wels, dah die Steuern eigentlich nur von den Arbeitnehmern aufgebracht werden und der Besitz geschont wird, erhicken wir feierllch Protest. Die Verschlechterung der Lage der quali­fizierten und geistigen Arbeiter ist toiel gröber als die der ungelernten Ar­beiter. Selbst höhere Beamte haben nur noch 26 Prozent des Einkommens der Vorkriegszeit. Darum gibt es nicht eher Ruhe, als bis der fuccht- barc Druck von uns genommen und das Schänd- dokument von Versailles zerrissen ist. Wir billigen die bisherigen Schrllte der Re­gierung, können aber nicht verstehen, dab mit Frankreich überhaupt noch diplomatische Bezie­hungen aufrecht erhalten werden. Unter dem Druck der Bajonette dürfen sich Deutsche keinesfalls mit Franzosen an den Verhandlungstisch setzen. Auf Zwischen­rufe der Sozialdemokraten erwidert der Redner: Wir Deutschna.ionalen erklären hier f irrlich: Wir llerden uns nicht mit dem Fluch beladen, die höchsteRot des Vaterlandes zu einer inneren Umwälzung auszu-u'en. Wir sicnnnen jetzt nur einen Feind, nämlich den, der gewaltsam bei uns eingedrungen ist. Wir kennen heute nur ein Ziel: Die Rettung - onsereS Vaterlandes aus Sklaverei lunb Untergang. Erst später werden wir ansere inneren Auseinandersetzungen fortsetzen. Xie grüfcm unsere kämpfenden Brüder an der Luhr und rufen alle Deutschen auf zum Kampf nun Deutfcküands Fceih.it und Leben!

Abg. Fröhlich (Komm.) bezeichnet, während die meisten Abgeoroneten der bür^e lichen Par- i Leien den Saal verlassen, die Darsielluna He.ffe- richs von der Lohnentwickl-ung als eine Fälschung. Gr sucht nachzuweisen, dah die arbeitenden Mas- : sm verelenden zum größten Rutzen der Kapita­listen, Wucherer und Spekulanten. Dec Gewal'akt an der Ruhr sei planrnähig vorbereitet worden vom internatior.alen Kapitalismus, welcher auf Kosten des interna.iorcalen Proletariats seine ®c- s fhäfte machen wolle.

Abg. Ledebour (Unabh. Soz.) betont, an einem Helfferichfrieden hätte man feine gröbere Freude haben können, als an dem von Poincare. Sin solcher Hetzfriede stärke nur den französischen Materialismus. Aus dem Elend könne Deulsch- Lind nur herauskommen durch Hilfe deS inter­nationalen Proletariats, das in allen Ländern dem Kapitalismus Zügel anlegen muffe.

Abg. Dr. Dreitscheid (S) fragt, ob die Demokraten schweigen cvollen zu den nationalisti- shen Ausschreitungen in München, zu den Taten Mittlers und zu den Reden Ludendorffs. Die Ra- t tzionalsozialisten hatten jetzt sogar dec batze.ischen Regierung den Kampf bis aufs Messer angesagt (und damit die Idee einer Volksgemeinschaft schimpflich verletzt. Wenn wir die pa'sive Resi­stenz im Ruhrgebiet unterstützen, so wollen wir dadurch nicht den militärischen Widerstand flär- fcn. Wir stehen in der Abwehr des fran­zösischen Einfalles an dec Seite der bür­gerlichen Parteien und der Regierung, aber wir wollen uns nicht mit ihr identifizieren lassen. Die Angaben des Reichssinanzmi is'ecs über d':eHöhe rund die Dauer der geflunbeten Kohlensteuec wider­sprechen den früheren Mitteilungen Wir halten die Stundung nach wie vor für unberechtigt: die Kursverluste mub das Reich tragen Dr. Helfferich 5at durch seine Kriegsanleihepolitik den ersten 2nstob zum Sturz der Mark gegeben. Dem Wucher uti) der Preistreiberei mub mit allen gesetzgebe­rischen Mitteln entgegengetreten werden Wir klagen vor der Welt und nicht zuletzt vor dem internationalen Proletariat Herrn P o i n - c a i s an, einen der denkbar s chwe r st en Stöbe gegen die deutsche Demokratie anb Republik geführt zu haben. Der Ab­wehrkamps der Arbeiter im Ruhrgebiet ist ein Stück Klassenkampf. Dieser Kampf der organi- Jfcrten Gewaltlosigkeit ist eine Mahnung an die-

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Handel.

'Berlin, 25. Han. Börsen st im mungS- bild. In dem anscheinend unaufhaltsam fort­schreitenden Ilmwertungsprozeh der Dividenden» und festverzinslichen Papiere erlebt die Berliner Börje heute einen neuen Haus.e.ag ejtcr Ordnung. Die Devisenpreise gerieten auf Grund der wenig günstigen Ausführungen über den ReichShaushall erneut in steigende Bewegung, sodah der Dollar zellweise bis nahezu 25 000 anstiea. Für Esfek en war der Kaufandrang des Publikums, das diese trotz des bereits sehr hohen Kursstandes nach wie vor für kaufenswert hält, so stark, dah sich bei der unter diesen Verhältnissen b^'reiflichen Zu­rückhaltung der Abgeber bereite ^lateriallnapp- hell, namentlich in schweren westlichen Montan- papieren und einigen Kali» und anderen 3nbu» Ü rietoerten, zeigt. Auch Kaufaufträge des Aus­landes sollen in erheblichem Umfange vvrliegen. Bei Feststellungen der ersten Kurse muhten daher bereits verschiedentlich Repartierungen vorgenom­men werden. Kurssteigerungen von mehreren Tau­send bis 6300 Prozent und darüber waren wieder die Regel. Für eine ganze A.rzahl besonders ge­suchter Papiere, von denen außer den vorstehend als refraräert bezeichneten namentlich noch west­deutsche Montanwerte und verschiedene Petro­leumaktien heroorzuheoen sind, betrugen sie 8000 bis 20 000 Prvze t, für Harpener zellweise 25 030 Pcoz. Dalutapapiere einschliehlich der Kolonial­werte und Auslandsrenten folgten mit starken Kurssteigerungen der allgemeinen Haussebewe­gung. Für alle heimischen Renten, Stadianleihen und Industrieobligationen hält starker Kauflegehr a:t, sodah deren Kurse gleichfalls erheblich stiegen. In verstärktem Mähe zog natürlich auch das grobe Gebiet der zu Einheitskursen gehandellen Industriepapiere an, auf dem sich das Privat» publikum hauptsächlich betätigt, von dem allge­meinen Kansandranz Ruhen. Dah die im Frei, ec- kehr gehandelten verschiedenen Industriepapiere von dec Hausseströmung gleichfalls erheblich pro­fitierten, sei nut noch nebenbei bemerkt. Später wurde der Verkehr zwar etwas ruhiger, doch s tz° ten die Kurserhöhllngen bei vereinzelten Schwan­kungen zumeist weiter fort.

Berlin, 26 Ian. Trotz der erneut scharf anziehenden Deviswipceise war das Ausmah lec hierdurch bedingten Preiserhöhungen am Pro- l urcenmark e nicht erheblich, was seine Ursache da­rin hatte, dah geilem in den meisten Ar.ikeln bei schwacher Kauflust ziemliches Angebot hervor- getreten trat, das auch heute noch besteht. Werin auch ein Teil der Offerten zurückgezogen wurde, so genügte das Angebot bei der geringen Kauf­lust doch volltommwi. Dies trifft kesoiuers auf Weizen, Roggen und Gerste zu. Für Hafer be­steht im KonsumgeschLft nur geringe Aachfrage, während die Forderungen für Ab.adung noch blei­ben. Auch in Mais ist die Rach,rage der Ver­braucher klein, lllach Mehl und Hülsenfrächten zeigte sich viel Begehr, dagegen liegen Futterstoffe ruhig.

F r a n k f u r t a. M., 26. Jan. Börsen-- stimmungSbild. Der Dollar setzte ntlt 22 000 ein und bewegte sich bann auf 22 600. Devisen lagen bei bescheidenen Absätzen fest. Die Effektenbörse verkehrte bei teilweise leb­haftem Geschäft in sehr fester Haltung. 3n chemischen Aktien waren lebhaftere Umsätze zu beobachten, besonders sind Auilinwerte ge­sucht. Am Montanaktienmarkt fanden alle führenden Aktien bei erster Aotiz zu wesentlich höheren Kursen Aufnahme. Maschinen- und Metallwerte wurden zum Teil zu den vor­gestrigen Kursen gehandelt. Der Rentenmarkt zeigte rege Umsätze für Zolltürken. Zucker- aktien wurden lebhaft gehandelt, Banken la­gen ruhig.

r: Koslenausschlaa xM liegt L km ^mmi^on vom w Kostenausschlags

Aus und Lnnd.

Dieben, den 27. Januar 1923.

Die Beschrankntttf des Kleinhandclsvrrkanss.

Die neue auherordentliche Entwertung der Mark macht eS notwendig, das kaufende Publi­kum vor wucherischer Uebervorteilung zu schützen. Das Ministerium des Innern emvfiehll daher in einer Verfügung den Krcisänllern und staat­lichen Polizeiämtern, in enger jlungnahme mll den Preisprüfungsstellen den Verkehr mit Gegen st än den des täglichen Bedarfs, namentlich mit Lebensmitteln, >u über­wachen und gegen unberechtigte Preiserhöhun­gen rücksichtslos mtb mit aller Schüße cir^u» schreiten.

Es kann erwartet werden, das, die äugen- bliekliche Wirtschaftslage auch wieder, w.e früher, vielfach dazu sührt, datz Ausländer de",'.'jch« Waren zum Schaden der einheimischen Bevöl­kerung in grohem Umfange a u f t a u f c n. Die Verordnung des Gesamtministeriums vom 14. No­vember 1922 gibt den Polizeibehörden die Möglich- Ht, au<d diesen Mißstand zu bekämpfen. Das Ministerium des Innern erwartet, dah auch hiervon in weitem Umfange Georauch gemacyt wird.

*

** (Sin Wohltätigkeitsfest in Finnland, das in Hrssm besonderem Inter­esse begegnen wird, schildert man uns in einem Briefe aus Sibbo (Finnland). DieSchwester Frieda Grond, die 1918/19 als Fürsorge­schwester im Kreise Gießen täth war und seit 1921 inFinnland oie Fürsorge für Mütter- und Säuglingspflege einrichtet, hatte in jener Stadt ein Wohltätigkeitsfest zugunsten der Zentrale für Mütter- und Säug­lingsfürsorge in Darmstadt veran­staltet. Zahlreiche Damen und Herren der Bürgerschaft SibboS unterstützten das edle Werk in eifrigster und dankenswertester Weisw Schwester Frieda Grond wies in einer An­sprache auf die traurige Lage in ihrem Bater- lande hin und forderte in warmen Worten auf, zur Linderung dieser Mot nach besten Kräften beizutragen. Der Appell hatte ein recht erfreuliches Resultat, denn 2000 finnische Mark und 468 355 Reichsmark konnten als Reingewinn des Abends für die Zentralstelle in Darmstadt vereinnahmt werden. Die edlen Spender und die sür die Heimat so treu­besorgte Schwester dürfen des Dankes zahl­reicher hessischer Mütter und Kinder gewiß sein. Uebrigens hat Schwester Frieda Grond schon mehrere Veranstaltungen dieser Art zum Besten hessischer Kinder in den verschiedensten Teilen Finnlands angeregt und durchgeführt.

** Deutscher, sprich deutsch! Heute S' eS sich weniger als je, daß wir in unserer französische Brocken aufnehmen. Warum sagen wll: Er wohnt mir vis-ä-vis? Sehen wir dcch unser eigenes Wort: Er wohnt mir gegen­über. Wir müssen uns abgcwöhnen, retour zu sagen. Wofür haben wir das Wort zurück? Ebenso wenig brauchen wir den Franzosen Kom­mune nachzusprechen: unser Wort Gemeinde ist wahrlich nicht schlechter. Und weshalb sagt seit einiger Zell mancher Kaufmann: DaS kostet 25 Mille? Dollen wir unser Wort tausend ver­gessen? Die Franzosen haben über solche An­deutschhell schon oft gespottet. Jetzt ist es Zeit, obige und andere fremden Worte abzutun. (Sprachverein.)

Kreis SchoLteir.

et). Sichelsdorf, 24. 3an. Da unser seitheriger Bürgermeister vor einiger Zeit sein Amt nieoerlegte, fand am vergange­nen Sonntag R e u w a h l statt. Beigeordneter Knodt erhielt 295, Polizeidiener Freh - mann 125 Stimmen.

ed. Eschenrod, 24. Jan. Pfarrer K n a b aus Gustavsburg hielt dieser Tage hier einen packenden Vortrag überDeutsch-evan­gelische R o 1. Besonders tiefen Eindruck machte die Schilderung der Rot der Wolgä­be u t s ch e n, da umS Jahr 1760 aus Schot­ten und Umgebung z-ahlreiche Auswanderer nach Rußland zogen, deren Äachkvmmen zum Teil heute noch mit Verwandten in der alten Heimat in brieflicher Verbindung stehen.

81,- 112,-

72),- 865. -

440.- 580.

Samstag, 27. Januar 1923

Frimkfurter Devisenmarkt.

(Telegraphische Auszahlung.)

Datuui: 25. Januar 26. ^nnnnt

Ainil. No lern. 8lmtL Noiiern.

("eld Brief Gela Brief

Antw.-Brüssel . 12 <190 12 <8.10 1361,60 1368.40

Holland 8453.81) 8496.20 9276,75 KV23 25

Vonbon 99375,95 99<74.0» 109226.25 109773,73 BartS L167.55 1374,4.5 1488,75 1496.25

Lwiveiz 8990,- 4010.- 431420 43:15.80

Svanien 3341.60 3458,40 386:130 3181.70

Italien 10-4,95 1030,05 110125 1106,75

Visialwn-Ovorto

Täneinark . . .. 4189^0 4210 50 4513,70 4536 39

'.'ioriueaen .... 3990, 4'>10. 4279 25 4200 75

Schweden ... 5797.95 7,8'7,05 6147.10 6177.90

Helnuaiors. . . . 548,60 55240 563.1» 566.40

Neiwork 21546.- 21654.- 23191,25 2330 4 77

Deuifch-Oesterr. 29,43 23.67 3229 3'2.45

Budaveit 83<,- 837,- 888.75 892,75

Praa........ 6O>.- 609,- f>37.- 641

Agram 149,60 150.40 19350 194,50

Danknotea.

Irankkurt a.M., 26. Januar. Brief Geld

5d)rnener Noten.......... 4325, 42 >5.~

Iran^önicüe Noien 14 0 - 1440,

Tätufdie 9ioten 45 5 448-,-

Lrliwedifche Mo cn.........,-

Holländilcbe 9ioien 9130, 9050,

Demfäi-Oesterreiä» L 100 Kronen 32 31.50

Aaierik inif'üe 9iolcn........ 249 0- 53850.

Englische No en 108350,- 10787),-

Iialienische No en 1075, 1065,

Belgische Noten 1335, lö2>,

llnantIsche No en..........,

Tschechoslowakische Noten .... 63L 623

dioiwegische 9toien ,

iliiimänische Noten 11150, 11050,-

S vmiifdje Noien..........

(In einem Teil der Auflage wiederholt.)

Am die Zurückziehung der cnglischeu Truppen.

London, 26. Ian. (WTD.) Die Blätter melden, daß der Vollzugsausschuß der Lokomotivmaschinisten und Hclzer in einer Entschließung die Regirruag aufgeforderi hat, die unverzügliche Zurückziehung der britischen Truppen aus dem Rhein­land einzuleiten, da es im Interesse der Ar» b.'itcr und der Menschllch'eit liege, daß jede An­strengung gemach! werte die das französische oder ein anderes milit^iisches System daran hindere. England in einen neuen Kcie^ zu stürzen.

London 26. Jan. (WTB.) Die Vlättei beschäftigen sich weiter eingehend mll dem fran­zösischen Plane der Lostrennung des Ruhrge- bi tes vvm übrigen Deutschfaid. Es wird darauf hingewiesen, daß man s i ch in Paris end­lich den Ern st der Ausgabe vergegen­wärtige, die man übernommen Hit. und daß in Frankr.ich zugegeben wird, daß die bisher versuchten Methoden sehlg'schtagen fi.rb. Donar Law hat für hmte eine Sitzung des Kabi­ne t s einberufen, um die gesamte Ruhrfrage zu erörtern. Wir verlautet, wird die von maßgeben­der Seite geäußerte Ansicht, die britischen Truppen aus dem von ihnen besetzten brutschen Gebiet zurückzuziehen, zur Erörterung kommen. Ein botet britischer Beamter erllörle, wie gemeldet wird, es würde von der öffentlichen Meinung abhängen, ob die britischen Truppen zurückgezogen werden oder nicht.

Die Kosten der Duhrbesetzung.

Paris. 26. Ian. (WTD.) In der gestrigen Rachmillagssitzung der Senatskommission für Finanzen wurde mitgeteilt, daß Minister­präsident Poinc a r e in allernächster Zeit der Kammer einen Gesetzentwurf über die Aus­gaben für die Operationen im Ruhrgebiet vor­legen werde. Die Kosten würden auf ungefähr 4 5 Millionen für die Monate Januar und Fe­bruar veranschlagt.

Der Ausnahmezustand über Kreuznach verhängt.

Kreuznach, 26. Jan. (WTD.) Gestern, abend wurden Umzüge durch die Stadt veranstaltet, bei denen vaterländische Lieder gesungen wurden. In der Kurhaus- stratze fielen einige Schüsse. Ob jemand dabei verletzt worden ist, ist noch nicht bekannt. Ueber Stadt und Bezirk Kreuznach wurde der A u ö- nahmezustand verhängt.

Tätliche Kundgebungen g-^gen die rheinisches Sonderbündler.

Koblenz, 26. Zan. (WTB.) In der Nacht zum Donnerstag drang eine Anzahl junger Leute in das Gebäude des hier erschei­nenden Dorten-BlattesDer Rheinlän­der" sowie seines AblegersDer Repu­blikaner" ein, zertrümmerten die Fensterscheiben und vernichteten eine große Anzahl Manuskripte. Diese Kundgebung hat sich gestern wiederholt, wobei Tische und Maschinen auf die Straße geworfen wurden. Auch bei mehreren als Dor- tenanhängern bekannten Koblenzern wurden die Fensterscheiben zertrümmert.

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NÄCHSTE ABFAHRTEN!

America 7 Februar ll. April President Harding 14 Februar 21. März George Washington ........21 Februar 28 März President Roosevelt.........28 Februar 4. April

Von Southampton und Cherbourg 1 Tag später

Vtrlar.fltr. Sif Prosptkf» und Sefjsdisttn Nr 152

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