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Deranlaht durch die Beratung dieser Angelegenheit im Giehener Stadtparla- ment, über die wir in unserer 'Hummer 41 vorn 17. Februar berichteten, geht uns die nachstehende Zuschrift auS den Kreisen der Feuerbestattungsfreunde zu. D. Schrift!. Die Anregung der Dtadtv. Schwieder und Schmidt zur Erbauung eines Kremato­riums oder zur Beschaffung eine« Leichen-

Hochschulnachrichten.

Die StudentenauSschshwahlen an der Universität Giehen ergaben, Vie man uns schreibt, einen voLllogunenen Sieg des Deutschen Hochschulrrngs. Die gegen ihn aufge- stellte Liste des Freien HochschulbttxkS verewigte 4 Prozent der Stimmen auf sich Die massen- studentischen ÄDTporationen haben mit 54 Pro- zent aller Sitze die absolute Mehrheit im neuen Studentenparlament.

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- Da« AmtSverkündigunaSblati Dr. 16 vmn 23. Februar enthält: Gewährung von Unterfl Übung in Krankheitsfällen. Sinkommen steueranteile der Gemeinden für das Rj. 1921 Abrechnung der Samenklenge Gammersbach für 1921. Vergütung für den nebenamtlichen Unter richt an den öffentlichen Schulen, Deisekvstenver ordnung. DaumtvärtcrfurfuS an der Landwirt schaftlichen Schule Lich. Errichtung einer Bat- unternehmer-Dlaurermeister-Zwangsimrtng für den Landkreis (Sieben. Baumfrevel. Viehseuchen Das Deckgeld für Bedecken von Stuten. Einsen­dung der K reiSabdeckereiVerzeichnisse. Regelung des Verkehrs mit Getreide Dienstnachttchten Feldbereinigungen Vrüningen und Geilshausen.__

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Stau fenber a, 22 Febr 3n unterer Gemeinde wurden für da« Deu tsche DvlkS - Opfer 100 000 Mark aufgebracht.

Grünberg, 21. Febr. Die zweite Verpachtung der Waldjagd ergab gegenüber 1 300 000 Mk. bei der ersten Ver­pachtung jetzt 3 Millionen Mark. Pächter sind die Herren Pauly aus Friedrichsdorf LS. und Hebel aus Bad-Nauheim.

Kreis Schotten.

* Laubach, 21. Febr. Der Gemeinderat beschloß, den Bürgern das HolzfürSärge kostenlos aus dem Gemeindewald zu liefern.

Gedern, 19. Sehr. Am Samstag abend sprach hier im Saale .Zum Löwen" Herr Dr. Kunkel-Dietzen im Auftrage des Oberyessischen Museums und des Oberhessischen Ge­schichtsvereins über die .Vorgeschichte unserer Heimat". Mit hohem Interesse folgten die Zu­hörer den durch ptÄchtige Lichtbilder unterstützten Ausführungen des Vortragenden, der ja Fach­mann auf diesem Forschungsgebiete ist und un­mittelbar aus den reichen Dodenfunden unserer Provinz und den Schätzen des Oberhessischen Mu­seums schöpfen kann. Besonderer 5>ant gebührt dem V. H ®- Gedern, der durch Uebernayme der Vorbereitungen die Veranstaltung erst ermöglichte,

Starkenbure und Rheinhessen.

* Darmstadt, 22. Febr. Hier verstarb heute im 70. Lebensjahr der Geheime Schulrat Dr. Theodor Walter, der lange Jahre Direktor in Mainz, Worms und Dingen, in den 80er Jahren auch am Gymnasium in Büdin­gen tätig war.

Hessen-Nassau.

fpd Frankfurt a. M, 23 Febr. Unter recht seltsamen Umständen wurden aus den Räu­men der wirtschaftlichen Vereinigung der Schutz­polizei in der Gutleutkaserne, also inmitten strengster und reichster Bewachung, eine Mil­lion Mark bares Geld gestohlen.

fpb. Frankfurt a. M., 23. Febr. Wegen verzögerter Veranlagung zur Kirchensteuer ist ote et>gL Kirchengemeinde Docken heim in eine derartige Rotlage geraten, dah sie die wohl­habenden Gemeindemitglieder des Stadtteils um Dorf chüsseaus die Kirchen st euer er­suchen muhte. Der Magistrat setzte den Preis für ein Markenbrot ab Samstag von 600 auf 720 Mk. hinauf. Markenfreies Brot wurde im Preise nicht erhöht.

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Verbrennungsofens wird mm den An­hängern der Feuerbestattung mit autzeoordenllicher Genugtuung auf genommen. DaS derzeitige Stadt­verordneten kollegium scheint Weitblick genug zu haben, um einzusehen, datz es im eigensten Inter­esse der Stadt liegt, den vor Jahren bereits ein­mal erwogenen Gedanken in die Tat umzusehen.

Damals schreckte man vor einem Aeubau der groben Kosten wegen zurück. Ein Anbau an der Ostseite der Kapelle kam aber nicht zustande, teils well man darin eine Verunzierung des Kapellen­baues erblickte, teils weil man mit einigen bau­lichen Schwierigkeiten (Untermauerung, Kamin­führung usw.) zu rechnen hatte.

Ist man ernstlich gewillt, dem Projekt näher zu treten, dann werden sich die für einen Anbau erhobenen Bedenken sicherlich beseitigen lassen. Die finanziellen Bedenken aber gegenüber einer Bausumme von 100 Millionen Mark werden schgoinden, wenn man die Ersparnisse für die Stadt ins 2Iuge saht, die eine Verwirklichung d«S Planes bringen wird.

Von den im Jahre 1903 in Benutzt»« genom­menen 80 000 qm des Fttedhof^s am Aodberg sind bereits ca. 55 000 qm belegt. Die Frage der Be­schaffung eines neuen FriedhofeS wird in wenigen Jahren aufgeworfen werden müssen und dürfte u. U. eine Quelle grober Ver­legenheit werden.

Eine Wiederbelegung des alten Friedhofes kommt wohl nicht in Betucht. Es mühte also nach anderem Gelände Umschau gehalten werden. Man weih, zu welch unglaublicher Höhe die Boden- preise in nächster Bähe der Statt getrieben wer­den sei eS durch die Wohnungsnot, sei es durch Anlage industrieller Werke oder durch Spekula­tion. 'Dazu kommt, dah unter Beachtung der hy­gienischen Vorschriften nur ganz bestimmte Ge­ländeteile für einen etwaigen Ankauf geeignet sind, deren Preise dann natürlich in die Höhe schnellen.

Der Erwerb bvn neuem Friedhofsgeläiche wird ein Kapital beanspruchen, das gewih ein Vielfaches der oben angeführten Bausumme bar- stellt Es liegt deswegen im Interesse der Stadt, diesen Anlauf nwglichst hinauszuschieben, oder doch die Atlsnuhung des noch vorhandenen Ge­ländes zu steigern.

Die Erbauung eineS KrematvrrumS oder emes Verbrennungsofens wird nun die Zahl der Feuer­bestattungen um ein Beträchtliches erhöhen und eine häufigere Beisetzung der Aschenreste in Bi­schen über ürnengräbem, deren AuSmrrhe viel kleiner sind als die Erdbogräbnisstätten, mit sich bringen. Würde man auherdem in weitsichtiger Weise die Beisetzung von Aschenurnen auch in Reihengräbern des neuen (und ölten) Fried­hofes gestatten, so könnte die Ausnutzung deS Friedhvssterrains um daS 10- bis 20fache ge­steigert werden. Franlfutt a. M. hat eine CBegräb- nisordnung, nach der in einem Grabe bis zehn Aschenurnen beigesetzt werden dürfen. Gin mit einer erd bestatteten Leiche belegtes Grab kann nach 20 Jahren in derselben Weise für Aschen­urnen benutzt werden. Obererdig können ober so­fort jederzeit 9 Aschenkrpseln ausgestellt werden.

Auch der Gedanke, dah der geringe Mann für verhältniSrnähig wenig Geld sich einErb­begräbnis" erstehen kann, wirkt anziehend. Dom

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jb bgetlrthpeR, den Sozial-- und Altrentnern und fltgen Minderbemittelten die Brenn hvlz- ßiUsorgung zu erleichtern, stimmt der ®e- tzicnderat dem Vorschlag der Armenkommission I an «tne gröhere Anzahl Bedürftiger Holz j. m Taxpreise abzuaeben. Die nächsten fr Öen Punkte betrafen ebenfalls Fürsorge- »Abnahmen. 3m ersten Falle werden für iten in Privatpflege befindlichen geistig Min-

Derttgen die jeweiligen Sätze, wie sie von der - il- und Pflegeanstalt erhoben werden, ge» I<nlgt, im zweiten Falle handelt es sich um i «n Zuschub von 50 Prozent für ein in ein n iberbeim gegebenes Kind! auch dem wird zu- 'Srmmt. Für das der Baugenossen- haft gegebene Baudarlehen im Betrage von IN000 Mk. soll die kreiSamtliche Genehmigung pi^eholt werden, da es sich um eine Ausgabe - dem Voranschlag 1923 handelt, der noch nicht r eebmigt Ist. Der Sportplatz soll entgegen n<m früheren Beschlutz in der Abteilung 1 der ilTfultntum angelegt werden. Die Ortsgruppe ?tried der .Wandervögel" ersucht, das dierbei rgesehene Blockhaus so auszugestaUen, dah i evtl, als Unterfunft benutzt werden kann. Die i «den Bestrebungen der Wandervogel werden irfarmt, dem Ersuchen stattgegeben und die iJfübrung der Daukommissivn überwiesen. - Fina nz komm ist ion wird beauftragt, sich mit

Beteiligung derGemeindeanderAuhr- lfe zu beschäftigen.

£ Wieseck, 23. Febr. Bei der durch i OrtSauSschuh Wieseck der ^Nothilfe^ essen vorgenommenen HauSfammlung mbe mit Einschluß der von der Gemeinde rizu gespendeten 50 000 Mark die Summe ton 232 750 Mark gesammelt. Außerdem ttnir- ton gezeichnet 24y3 Zrr. und 14 Körbe Kar- tlfeln, 1 Ztr. und 5 Körbe Aepfel, 2 Körbe feinüfe und 7 2aib Brot. 3n Ausführung tos Reichsmietengesetzes setzte das kretSamt Giehen die Zuschläge zur k rundmiete wie folgt fest: Für Steige- rmg der Zinsen, der Hypothekenbelastung und kosten ihrer Beschaffung für die Zeit vom 1 Juli bis 31. Dezember 1922 10 Prozent, ab 1 Ckmuar 1923 20 Proz.; für Betriebskosten ZJ bzw. 188 Proz.; für laufende Instand- to; mgsarbeiten auf 600 bzw. 1400 Prvz. Ab 1 Juli 1922 kommt also ein Zuschlag von

Prvz., ab 1. Januar 1923 ein Zuschlag von 1508 Proz. zur Grundmiete in Betracht. 'Selm Rodeln verunglückt ist hier ein l^hrigeS Mädchen. Es stürzte vom Schlitten int) ein nachfolgender Schlitten fuhr ihm ins ficht, wodurch es einen Bruch des Rasen- toinS erlitt. Die Volkshochschule schloh em Mittwoch ihre Pforten. Der Gedanke die­ser Einrichtung hat hier feste Wurzel gefaßt. Die Vorlesungen unseres Rektors Dr. Rein über ^Das Vorkommen und die Verwertung tor Rohstoffe" und über Kunstgeschichte- innen durchschnittlich von 90 Hörern besucht. {Jett sollen diese ihre Wünsche für den näch- |en Winter äuhern.

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