Einzelbild herunterladen

Dienste», 23. ©ttobtt 1923

IZ5. Jahrgang

lt

GiehenerAnzeiger

itv

ae-

General-Anzeiger für Gberhesfen

nh

üntf wirt Dtrtaj: VrShl'fche Uwh>tr1lt61$'Bed?- wirt Stehrtruderet R. Lange in Sietzen. Schriftleltwng und SeschäftrfteUe: Schnlstratze 7.

Bayern und Reich

Unhaltbarkeit

Ium Fall Loflow

Der bayerische Konflikt vor das Forum des Reichsrats

der bayerischen Rechtsauffassung.

'uhr

m i t IDaflcnflciratl buid>-

bte

in -je

48

?.:iÄiloft. de 'Reiiyi-

gebaut* ba.» 'Xatfr.iu.' b.

Di-

banf ur.ö ba« 2anbiat«anit |:nb befehl.

xilb en

1r- .14

Äunbgcbung bcS 0.'iKTalfta.il4- 5Tdfrr t»om 21 Oftober stütz! lich dos bay-rrsch-n iMüintnü.tiiK-- Ohobcr. burd> bi- bi: Di mit -

Ii on. ;ten

Das t66rh» mit bie thü­bet Äjnfltft

allen Umftänbcn durchgeführt trcrb.n Um bem von ben 71tün<t<ner Stellen geäuf Arten 1Dunld>. da» Beibvl wenigstens zu bcirifim. Rechnung zu tragen, tnerbe er cd nach 8 Tagen tptcbf r auf fit ben. .reim cd jetzt feinem Be- fcbk grmäh burchgech'ihrt mürbe Erst al« Irotz diele« Entgegenkommen« da« Verbot nicht au«- gclübil wurde, erlich bei Minister ben Befehl.

Tat unmöglich, weil nach Rc ich« Präsident ben

11» «wert U.7.

ml bet J*n

Lossow folgendes Icfigdtclt ist Reichswehrminister habe

c# nötiqensall« zusetzen

Qlad) einer fommiflot« njn bie Anordnung ;m« vom 20

'fen Klc. 3o

stützen

An. lei

'N« rt ich chtz-

Die amtliche bayerrlche ÄorrelponbcnA Holl­mann hat eine Darstellung bet bayerischen Re­gierung über ben

3ofi txröh«nUid)l. in der

TB« i mar. 22 OB ,WTB > gische Ministerium be« Innern teilt iiigtldx Regierung habe solange

-Berlin, 23. Ott sPrid.-Tel.) Die Reichsregienutg beschäftigte sich gestern in einer Kabrnettssitzang mit ben Vorgängen in Da hem. Rach -Blättermelbungen blieb es bei bem Besch-Inh, bie 3rage bem am Mifuioch «ufammentretenben Reichsrat jiü unter­breiten.

Ueber bie Haltung bet bayerischen Re­gierung glaubt derLokalanzeiger- mitteilen zu können, batz von München vor der Schutt.; be< Reichsrats weitere konkr.tr SHritt? nicht zn erwarten seien. Man sei in München ge­neigt, ben 3aH Lossow als eine politische Angelegenheit zu betrachten, bie mit pol.trscheu Mitteln geregelt werben müsse. Gerade bas sei aber der Zweck der bevorstehenden Erör­terung hn Reichsrat, der man insolgedessen mit einer gewissen Zuversicht entgegensehen körnte.

DieBayerische Staatszeitung" schreibt, der bayerische Gesandte, Dr. von Pregcr, Dürfte bei den Erörterungen im Rüchsrat da» pegen Verwahrung etnlcgeu, bah man ver­suche, Den rein politischen Tharatter Der Angelegenheit beiseite zu schieben und ihr einen militärischen Anstrich zu geben. Hier liege bie Wurzel D:s Konflikts, der wohl beignlegen wäre, wenn man bie Dinge so be­trachten würbe, wie sie sich aktenmätziz ent- wickelt hätten und nicht Kompetenzen m An­spruch nehme, bie in biefem Salle durchaus unberechtigt seien.

bem bayerischen Gesandten von P r e g e r au- gelagl. er werde General von Lvstvw leine mate­riellen Vesehlc über bie Handhabung be« Aus- nabmezustandeS geben Diele Angabe ift un- richtig Der Reichswehianinisier ha' dem baye­rischen Gesandten am 25 September Icbigli^j au- gesagt, bah er an b; 'cm Tage bem General von Lol'ow feine mit i .lici BZehle geben werde, um cs ihm zu erleichtern, lich mit d-ni baye.iichen Ucncrolftaatelonnril .r über bie vollzi-heube Ge­walt zu einigen Die rechtliche Stellung des Ge- neials von Lossow gegenüber bem (Scne. alua ;t«- lommissar wurde am 27 T-pl-mber in De.tnt- mertung einer Antrag.- de- General« von Lol'ow durch ein Telegramm sei'geletzl. worin c« h-ih!' Da R c i ch « r e ch i vor Landesrecht geh', fann eS aber teincm Zweitel unterliegen, bah Ihnen schon jetzt alle Militär- und Zivilb-Hörren des Dch> !rei«deär.'ö uneingeschränkt unterstehen, und bah Sie alle für notwendig gehaltenen An- vrdnungen in eigener Veianiwortung treffen mrllen Ich bitte, ben Empfang meines Befehle« oci Sie zum Inhaber der uoll Aichcnbtn Gewalt macht, durch Fernlpruch zu bestätigen

(ge.A I Reichswehrminister Dr Gehler

Die Tehätiguiiq ging am leiben Tage ein. Lvflow fonnic allo nicht im Zweifel bat über

ein- nen, 'ba« her-

N, W» und inrg

Oberbclehl über bir getarnte Wehr­macht des Reich » hat und diele Verfallung»-

noild ritt du ich eine Riaftnähme nach Artikel nicht au her Kraft geletzt ,Derben kann

Bayern und die deutsche Wirtschaftseinheit.

Die Behauptung, der

nach berikrbängung deSReichSausnahmezustande«

nicht verhehlt werden tih bie polililchea Kr.i'e des Auslände«, die hinter den Sonderbünd­lern stehen, je tztmit allen Mitteln dahin arbeiten werden, um auch die Abtrennung des Rthrge- biet« politisch durchzusühren Der Aui-gang ter laufenden Verhandlungen wird crwetlcii. wie stark die Kreise sind, die vorläufig auf inb.i.ftcm Dege die politische 2£btren:tung des Ruhrgebiels durchzuführen verluchen Wie milgeteilt wird, ha­ben die groben Werke von Harsch unt Union 5eier1d)id)ten für bie ganze Wräv eingelegt Auch auf der Guten Hoffnung« yüttc lind tlarfc Betriebseinschränkungen Dorgcnormnen worben ES wurden fast alle Arbeiter der Srwerbslosensür- Irrge überführI. nur cm kleiner Bruchteil der Arbeiter wird 24 Stunden in der Woche beschäl- tigt Wie die .Doll Zig" ferner au« Vellenkirchen melbet, sind bie Verhandlungen der Herren Stinnes. Klöckner und Bögler mit der französisch-belgischen Ingenieurfomm-sfion er­gebnislos verlaufen. Die 3nbuftiiellen er- SärUn die S.iüüuiig der Sorbetang mia> oezay- lui.g der Kohlensteuer für unvtög ' > ch Unter dielen Umständen tonnten sie die -ar och nicht wfeder aufnebmen und die VeranNtwrUichkeit für bie Arbeitslosigkeit und ihre Folgen falle auf die Alliierten zurück.

te-h sie infolge der Unterbindung des Rachnchten» d.enstes am Erscheinen verhindert 'eien. Da auch Telephvagespräche noch unmöglich sind, ist bi - Bevölkerung heute über die 2>q- mangel- b-nt un'c,richtet Wie jetzt bekannt wird, ift bisher ol« Ouer des Putsch-« zu verzeichnen der Racht- psönner des RvtenbadeS Willy Töpfer, der am Sonntag morgen letztem Hausbars chen bie Weisung gab, ben Maueranschlag bei Sonder­bündler au entfernen Er geriet darüber mit einem vor bei kommen den Sonderbündler in einen furzen Wortwechsel, wobei der letztere ihn in den Mund fchoh- Der Verletzt- fanb Aus­nahme im Krankenhaus

3n Dwui

hielten bte Stadtverordneten gestern abend eine Versammlung ab. in der der Vor­sitzende über die Ereignisse der letzten Tage be­richtete Es wurde einstimmig sr-lgende Entkchl»e- hunn niwimmrvn D-» N_- W* seit

geftern morgen in einem Teil des besetzten Ge­bietes abgespielt und dort jur zwangsweilen Ausrufung der Rheinischen Republik durch bie Sonderbündler geführt haben, haben auch für die Stadt Bonn tue Befürchtung nabegeiegt. dach ein solcher Versuch auch hier gemacht wird. I,

menen notwendigen Reformen auf dem Währungsgebiete eine einheitliche rasche Durchführung erfahren Hcrvvrzu- fxben ist. bah in den VerwaltungSrat der neuen Rcntcnbank eine für Bayern so mahgebenbe Per­sönlichkeit wie Dr Georg Heim al« Vorstands­mitglied Der Vereinigung deutscher Bauernvereine und .ils Präsident de« Bayerischen Bauernvereins eingetreten ift Die bayerische Regierung hat die Bestrebungen des Reiches auf Schaffung geeigne­ter neuer Währungovcrhällnisse stets unterstützt unb wird diesen auch weiterhrn ihre Forderung IcilX'ii

Tie Stuttgarter Besprechung.

Darmstadt. 22 Oft (Priv -Tel ) Amt- lich Die Siaatspräsidentcn und Mitglieder der würtiembergilchen. badischen und helsilchen Regierungen haben sich heut« in Stuttgart zu einer Befpiechung über bie augen­blickliche politische Lage zulammengesunden Der Antrag des wuritembeigifchen StaatSprallbenten aus sofortige Einberufung de« Reichs­rate« zur Besprechung der neuerdings ent­standenen innerpolitischen Gefahren wurde all- seit« gebilligt Die Besprechung ergab Ueber« einfhmmung dahin, bah alle anux-lerxben Ver­treter Vorbehaltlo« auf bem Boden der Reichseinbeit stehen, unb bah alle Versuche die gewollt ober ungewollt txe Reichsein­heit zu zerstören und bie Autorität der Reichs- regifiung zu untergraben gerignet sink), oerurtetlt woben

Thüringen und der bayerische Konflikt.

Icrbe.bür.Merifd'.- FIi>gg- echt auf ihnen Da­gegen ift b^Ä PoliA-ig-bäudc noch unbes-yt 3m Lause be« g:ftrigen Vormittag« fanden Besprechungen beim Kreis- unb Brzirksdele» (.ierten zwischen der Polizei und ben Sonder­bündlern

sowie zwilchen d-n Sondeibünblern und der Be­satzung über die Frage der Ausübung der Poli^ei- gCiDoit statt Die Polizei bat, wie es bei hi. eine Aboidnung naey Berlin entsandt. 3n einem Anlchl<»g am Rathaus werden die Beamten aulgCorbert die Ar bei' beule um 11 Uhr wieder oubu.iebmen Das Geweiffchaltsgebaude Ift von Hunderten von Arbeiiern betont Die G.-tchäft? sind fall gänzlich geich!o'len. Die Zeitungen erfdxnnen noch nicht Gesteri Dorrnitrog sande,i Verhandlungen der Zellungsverlegen start Am Aachmrrwg gabeÄ fie, emkbTiebli<b der lozial- demokravfchen .Freien Presse^, die ursprünglich beabfichtigle, ihr «rschrtomi durch-ufeyen. befzmni.

®, »henerFo leilimb Utter W«che,.»e,»9,»rtl» 660 WillontBa. 90 Will. Ularb Träg er lohn, auch b. Nichterscheinen tingele. Nummern infolgeHSHer« CtmalL- Fern fprech. nschküss, Wrd.eöchrtft» leilueg 112; für Verlag unb Erschüft»stelle 51. 2Inschrfft für vrohtnach. i ichten^ LNzeiger «letze».

pestsche«e»ts:

Steiffwrl <_ K. 116Ä.

für >A* tu »

i-.e ?lachmittag vorher ohnejeb« verdieblichkeit Dreh für 1 mm ystz« ftu Anzeigen o.27 mm Breil« 6rtL Vrunbzahl 55 5RM . a»,w 70M..' Reül-Me- Anzeigen o TOmmSreit« 225 M.x2Mill. Schlüsse' viatzoorschrift 2O'/,L»s- schlag. - Verantwortlich ttr Vollttü u. Feuiüeton Dr Frfebr wilh Lange für ben übrigen Teil ErnstBlumfchkin;fürbe>' Anzeigenteü Han, Beck, fümtlich >" Biegen

M. 249

Lrfche nt täglich, Metz«

bem Deneralslaalskommissar übergeordnet wa- Dem>on Lossow cnll.uibtcn Gencrrlslabs- :',izier erflnrtc der Minister, di: politiich: Frage dc« Verhältnisse« der beiben Ausnahme- juftanbe in Bayern unb im Reich werde zwi­schen den Regierungen qrflärt werden Bi« da­hin solle Lossow offene Konflikte mit dem Gene- ra!flnat«trmmif!ar vermeiden unb nur auf gteichmähige Handhabung de« Aus­nahmezustandes nach beiden S-ilen tzir-aibeit-n. Da« Verbot de« .Völkischen Beobach­ter«" da« von ihm für da« ganze Reich be­reit« erlafsen worden sei. müsse aber unter

Beilin, 22 Oft <W^ B 1 Eine führende Persönlichkeit t<r deutsch n Tnnflneit erkundigte fid, .in niahgctcnbci ©teil' inwieweit die Er- sd-wern lfe b.r innertolitischcn Vage aus die wnt- iftsich.n Dcrlxlltniss.' Aurüdtoirten lönntm. ins- bdonb.'r-. wie sich unter di.s.'tr Ersä-ütterung-n die Weiicrentwidl'iiig der Wüh- rungemahnahmen gestalten werden Von margcbcnb.r Stelle wurd: hieraus erwidert, bah n-.an die zwilchen t.m Reich und Bayern ül-:r gcw.ll. Tkrlalfung«fragen schwelenden Meinung«- vcischied-nheitcn nicht allgemein auf ihre Bc- lliaimunqrn ausdehn n in?b.'|onbcrc ihnen keinerlei Einfluß auf bie wirlschafllikhen Matz- n ahmen

zubilligen burfe Diese Bieiiiungsverlchicdenhciten feilen wie in der Ocfl-ntlichk.it schon bekannt ist. in den allernächsten 'agen vor Lern für solche Fragen bdonbci« gceign:tcn Gr. nuum des Rcichs- i.us zur Ausspiache gebracht w.rdcn. IBic er von einer unbebingt zuv-rlässig-n Stelle er­fahre bie mit t.n l atKrild .m Verhältnissen eng vertrau 1 ilt. glaub.- lich Bayer" immer noch auf dem Bode n oct werfafiung zu befinden und i,ibe leinen Willen zur Reichslreite dcut- h<t> zur Kenntnis ß.g.l . n Ditf-r schw-l>ence Der- ioll'jnqefticil beU ran;.- sich auf die konkret- Frage ter Auslegung d.S Artikel« 48 ber Rcichsvcr- fasfung unt habe daher

keinen Einfluh auf dir wirtschaftliche Verbin­dung zwischen Bayern und bem Reich.

Die wirtschaftliche Einheit sei nach wie vor vor- han en unb muffe auch über die best'henden Der- fa'lurgsfr.igiii binUK-q nusrcchterhalten weiden Da in l<r Beni cilung dieser dauernden wirt- sdaftl'chrn .'.ufammcitbäng.- Bayern und Reich einig gehen, wer'en auch die i:i Auvsicht genom-

cntlxbung des Genera.« von Lossow für Bayern anbei Wirlsamkeit gefetzt wurde, aus Artikel 48 Absatz 4 der Rc'chsv.rsassung

Die Anordnung stelle d-aher keinen Bruch der Reichsvetsasfung bat.

Demgegeniibei crklui t die R< ichsregiei ung, N.A d.elc Da.i-gung rochtlich unhaltbar ist Der Rcichspräsdcn, hente die Dienstenthebung Lvslows rechtsverbindlich verfügt Gegenüber dieser Mc»h tahmc der obersten Reichs- stelle kann eine landeziechttich.' B rfügung nicht in Betracht kommen, die lediglich daraus abiiclt, eben diese Verfügung bei R-ichSpräsid^mten un­wirksam zu machen (Si;x einstweilige Anord­nung einer Lemdesregierung aus Grund des Ar­tikels 48 t>orf sich zu dem erklärten Willen de« Reichspräsidenten, ter in erster Linie bei ulen ist Vl.rhnahmen auf Grund des Ar­tikels 48 au tu*;len. nicht in Witerspruch letz n Die Kundgebung gebt nicht daraus ein. bah die bayerische Staätsregielu.ig den bayerischen Deik d e r R e i ch s .vc b r als Treuhänderin des deutschen Bolles in Pflicht q c n a m m c n hat Auch noch diele Mech,nähme auf Artilol 48 zu

zwifchen Bayern und dem Reich nicht erledigt sei. eine des vn de re Sicherung der füb- Ibü 1 1 ngls che n Grenze durchgeführt Diese Mol nähme fei unvcizuglich den zuständigen Reichsftellen belanragegeben axu den Sie biene nur der vorübergehenden Abwehr Th» Thü- rmger Regierung fordere zur Auf recht crhattuMa der Ruhe unb Ordnung auf Gegen jeden Versuch einzelner Bevölkerung« frei le, durch Hundertschaf­ten oder Sturmtrupps polizeiliche Funktionen übernehmen zu wollen werde eilt geschritten wer­den ^nSdesonder- «verde bie Bevölkerung Süb- tliiiringcn« vor solchen Versuchen ernstlich ge­warnt Das thüringische Ministerium des Innern axtbc sich im Einvernehmen mit den zuständigen Reich« ft ellen die Ausrecht-

Haltung der Ruhe und Ordnung mit al len Mit­teln an gelogen sein lassen

Die Reichsexekution yeqen Sachsen.

Dresden. 22 Oll IW." S 1 Ueber ben Truppeneinsah im Freistaat Sachsen erfahren wir lolgrnbe« Die zur Herstellung von verfaslung«- miihigcn Zuständen bestimmten Truppen Haven lief. Planinähig ohne jeden Zwischenfall am 21 Of- trber unter Führung dc» Generals Fellch im Raume Köiigsbruck-Bischolswerda- Dresden, unter Führung de« Generals von Ledebur tm Raume L. 1 Pz 1 g Eilenburg unb unter Führung d-S Obersten Föhrenbach um H 0! vc-sammelt Bei ben Truppen um Hof iiuia-vil te sich u u i:'ürtiembergt|d>e Der- bät-.bc Am 22. Olt ob. r haben die Truppen der, Vormarsch angetretcu Sic weiden an biefem Tage die Gegend rnn Lohmen und die Gegend nördlich Dreso. r. unb QReihen auf der Linie Hauen Hol Warzen und Orlsnitz Plauen er- rcich-n Auf bie Kavallerie, die in Meihen ein» ri-tfic. wurde geschossen Die Truppe er­widerte daS Feu-r Gl gab mehrere Berleyte Der ÄDmmuniltcnlübrcr K u p k - wurde ver­haftet Morgen vormittag wird der Belehls- fxiber Generalleutnant Muller die an diesem Tage durch bie Stabt Dresben marschieren den Trappen am Aeusfädier Rathaus an sich porbet- marschieren lassen

Der Aachener putsch.

Aachen. 23 Olt. 'WTB, Die Lage ist hier noch ziemlich nngch.ivt Di- Regierung«-

Die Ruhrdalastrophe.

Die En iwicllung bet letzten Tage Hal zweierlei ergeben Zum einen, bah die deutsche Regierung das besetzte Gebiet aus sich allein stellen und Fvankreich den Versuch unternehmen I ulen muh. sein Pfand produktiv zu gestalten Zum andern, bah ber unbeirrbare Ausbeu- tungswille ber französischen Ra­tion als solcher mit schärfstem Druck auf dem besetzten Gebiet lasten wird Ueber die Pläne der Franzosen find jetzt Zweifel nicht mehr mög­lich. früher in Ausstcht gestellte Konzessionen sind inzwischen saft resllo« zurückgezogen worden Vor allem hat Frankreich erklärt, bar) bie Bahnen vorläufig unter französischer Regie blei­ben und erst später durch eine internationale Ver­waltung abgelöft werden sollen Auch bann sollen lebvch noch einige Strecken unter auslchlichlich französischer Regie zur Sicherftellung deS Trup­penbedarfs verbleiben Dah der Verkehr in ab­lesbarer Zeit tn nenne«ntoertem Umfange wieder auf genommen werben kann, ist nach ben bestimm­ten französischen.Ankündigungen so gut wie aus­geschlossen Frankreich beabsichtigt zunächst nur 40 Proz. des Eisenhahnperfoual« wieder cinzu- stellcn unb ba.Au auslchlichlich Unterbeamte und Arbeiter heranzuziehen

Schon au« dieser Tatsache ergibt lich der Wille, brr Wirtschaft des besetzten Gcbie'es nach Möglichkeit niederzuhalten Frankreich glaubt nur Zntercfse an Koks und Kohle nicht aber 3n- tcrefle an einem Erstarken der deutschen Wirlfchrft zu haben Französische Vertreter Haden erklärt, dah die rheinisch-westsälische Eisenindustrie nicht stärker beschäftigt werden tolle als die fran­zösische. die zur Zeil mit 40 Prozent der Pro- bi/klionsmöglichkeit arbeitet Der Wiebering ing- Irrrngung der Betriebe werden die gröhten Schwie­rigkeiten bereitet Sv z. V wird die Freigabe der beschlagnahmten Eisenvorräte von der Ver­pflichtung der Werke abhängig gemacht, diese Vor­räte zurückzukaufen Auch an ben Bergbau werden unerfüllbare Forderungen gestellt Es wird von ihm Zahlung von 40 Prozent K v h len­st e u e r gefordert, unb zwar auch für die bereits an das Reich entrichtete. Ferner wirb bie Liefe­rung von Reparationskohlern einem Aus- mähe von rund 17 Prozent der Forderung ver­langt, trotzdem ba« Reich eine Bezahlung dicker «vbümliefcrungrn verweigert, weite, wird b.e Be­lieferung ber Regieba hn zu einem vvi ihm festgesetzten Preis gefordert Schliehlich soll noch von den au« dem besetzten Gebiet au«gcführten Brennstoffen ein Zoll in der wahrscheinlichen Höhe von 26 Proz erhoben werden Rich! ansgeschloslen ist, bah die Kohlenförderung zunächst nut für die Reparationen, für die Versorgung der Regie­bahn und für da« besetzte Gebiet rertoenbet wer­den darf, bah dagegen die Belieferung des un­besetzten Gebiete« von einem besondcien ®c. nehmigungSversahren abhängig gemacht wird Eine unmittelbare Gefahr für die Werke des beichten Gebiete« entsteht da rau«, bah infolge der französischen Finanzforderungen ein- Ver schuldung eintritt, deren Richtbezahlung die Betriebe in französischen Besitz bringt Don einem ber gröhten Konzerne fordern die Franzosen z B nicht weniger al« 30 Millionen Dollar an Kohlensteuern. 6trafen ufw ein Be­trag. der natürlich nicht ausgebracht werden kann Es scheint dabei, al« ob bie Franzosen au« nahe liegenden Gründen diese Summen schnellsten« ein­treiben wollten

Die gröhtc Sorge der Franzosen ist zur Zeit die. wie sie die Arbeitslosen von der Strahe in die Betriebe bekommen können Stüber be­hauptete Frankreich immer, dah Deutschland zu­viel für Erwerbslofenfürsorge zahle unb daher ferne Reparationen leisten könne ,etzt verlangt es «wie z. B Düstelderlj Erhöhung der Er­werbslosenunterst utzung Here,ne ihme ber Arbeiter in di- B triebe und Rotöa-dsarbei­ten in gröhtem Umfange. Dabei erleichtert es selbst jeä>ch die Wiederaufnahme der Arbeit in keiner Weile In der Eisenindustrie wurden für bie Woche vom 14 bi« 20 Oktober noch 60 Prozent Lohnsicherung vom Reich bezahlt' von heute ab ift die Industrie auf sich selbst gestellt Dabei sind bte Finanzverhältnissc der Werke trostlos. Kre- bitc sind nicht zu bekommen, der passive Wider- stand der Franzosen verhrndert jebe Ingangset­zung produktiver Arbeit Das ist die geradezu trostlose Lage, in der sich heute das iheinisch- westfäli'che Industriegebiet befindet, die toirt- schasllichc Herzkammer Deutschland«, von deren Wiederbelebung die Ration für den wirtschaft­lichen Wiederaufbau Gesamtdeutschlands alle« er­hoffte.

Aus gutunterrichteten Kreisen de« Rihrge» beet« wird un« mitgetcilt Die Entwicklung der Berhällnrsse in Bayern unb bet Aachener Handstreich haben die ohnehin kritische Li- tuafam im Ruhr geb« et bis zum ä ihcrften ver­schärft 3n allen politisch führenden Krci'- wird mtt grober Eindeutigkeit betont, bah bas Zulam- mentreffen der öreignifle in München unb Aachen ber schwerste Schlag war der da« besetzte Gebiet in diesen entsche'Vungsschweren Stunden hat treffen können Die Auflassung wertester Kreise geht dahin, bah die mahgebenben französischen Kreise die weitere Entwicklung der inneren deutschen Verhältnisse abwarten wollen Der Aachener Hand'treich wiederum wird mit der Zuspitzung der Lage im Reich m direkte Vcibin- bng gebracht Darüber darf kein Zweisel be­stehen. bah die Ausvirkunaen brr 9"."- bzi Itxubrgebiet am schwersten bclaften. Denn auch die separatistische Propaganda im Xufcraebiet In ben letzten Wochen 'ich gesteigert bat, fo besteht doch zu belmbcrcn Befürchtungen I «Mt dreier Seite frr kein Anlab. Dagegen darf