nr. 19Z
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Bejamrrife: 3rrti>l«ib«ab 480000 M TrigtrL, b d Post <»000 Mb.,avchb Pich,. -rfä)-t»«i euqtbter 9hnn. •cm nrfolg« ^Abvr« - ^«rn |pr ed). farbi«S*rift. iftrenq 112. f9r Dtrtog uab 51.
luHhritl |6r vrahtnoch. iich«,» aw)df#rtlr|te.
Pet1**m«ie srenMn •. » nm.
IZÖ. ZLhlgÜRg
voimerrtag, 23. Xugn|t 1923
GietzenerAnzeiger
General-Anzeiger für Gberhessen
Vnick „d Verla,: vrShl'fche Ui^verfllLIr vach. «nb Sfetiöradfrel R. Langt in «letzen. Zchrlstleilnn- und «eschäfl,stelle: SchuNttatze 7.
leee^w mi «iitletw ftrbUTagMneeeeb.« gern Hadjmtttng oort ob«« |eb« Terbtntilubbru. Dtdl ftl i me Mb« fit 1n|«,g«nD 27 mm »rett« am 30000 5n . an» wär» 40000M.. s.Pebla««. Tnjtiqen 001 70mm Brote 130000 TL, Ptog.
v«fchrift»'/.»»fschl-g H»»pk1choftletl«i lug ®o<K y«ra«h»orthd) fti *P»Qtil leg. S-xst fti ben übrigen I#tl Irnfl B le mfdxtn; f Ur i>e n Ingeigenlnl. Han» Be*, fflinthd) in ® 1 e g « n
Der
Pari«. 22 Aug (TBTB > Die InangönidK Xnttnorfrtotc kommt nach einer historischen 6d)il- öerung der einzelnen ©tappen der 7lcMrotion6- iiaac und nach 3u «Rührungen über Ne Gcletz- namgteit der Ttubrbdehung baraui gu lvrechen. bah Frankreich schlicstlich gezwungen gcnxkn •et. Pfänder zu ergreifen und das Ruht- gebiet <u besetzen und fährt dann fort
®w 3agcwiterfoanirif(i<ni.
2Un 11 3atruar 1923 hoben wir bas Rubi- gebiet besetzt TDir haben da» getan, weil Reullchlonb feit bcei (3ahren feine seincrBerpflich- ungen erfüllt hat Wir haben da» getan, wett 'ne Reparatton«kvmmillton al» fic Sie Beilen- Hingen Deutfchiand« festste»» un» audt'.’jdlid) M» Recht verlieben hatte, »u handeln GS ist flar. bah wir. wenn wir. wie man un» bi »weilen unter- aefchoben hat. politische oder militärische Ad- 'achten gehabt hätten, nicht da» Bubrgebtet belegt hätten Wir hätten e» in btefem Falle vorge- ,ogen, in da » Maintal etnjurüden, weil tnefe» Tal, da» Da Hern von Preuhen trennt. Deutschland enlzweischneidet Da» hüben wir nicht getan, well tmr Gebiete ohne n-bcn Sjtntcrgeöanfcn besetzen wollten und weil wir keine anderen Absichten batten, al» Pfander u ergreifen und einen Druck auf da« wider- 'irebende Deutschland au »zuüben Da« Ruhr- qebtet ist in der Tat da« wirtschaftliche .Hauptzentrum Deutschland« Wir halten heute diese» Io dichte und tätige Gebiet, ba» 6 Millionen Einwohner bat, rmt einer Armee non 50000 Mann besetzt Wir hatten aber die Absicht, nur bedeutend schwäch re MfcftiDbeftänbc in Bewegung zu setzen Wir halten lurdxm« nicht den Wunsch, eine militärische Ope- lütion zu unternehmen Unsere Truppen lind nur in« Ruhrgebiet gekommen, um dort untere 3n- q erneu re. unsere 3oU* und Forikbeamten zu 'chützen E« waren nicht THilitärbedoncn. mit denen die Deutschen zuerst zu tun hatten GS waren jene Ingenieure, jene Zollbeamte, jene Forst beamte, die sich zuerst an sie gewendet haben und ihnen im Anfang folgende« Regime "vrgeschsagen haben ®d tollte an dem normalen Vcben und an der wirtschaftlichen Tätigkeit de« itanbe« nicht» geändert werden Sine 3ngenn*ur- krmm'ssion der Alliierten sollte ganz einfach die Tätigkeit de» Kohlenfyndikat« kontrollieren In der Absicht. die rtgelmähige Lieferung von Kohlen- und Äotemengen siche rzastrilen, die Deatfchland schuldig war Dieselbe Kommission sollte die industrielle Produktion der Fabriken de« RuhrgebieleS kontrollieren und über den Eingang der Kohlen- ftcuer wachen die ganz oder zum Teil in die Äaf|e der RepavaNonSkommission geslosfen märe Eine Kommission von Zollbeamten tollte mit den Beamten der deutschen Zollverwaltung und de« deutschen FiSkuS den Eingang gewisser Abgaben >ichersiellen, deren Ergebnis glcichiall« für die Reparationen gedient bitte, schließlich tollte «ine Kommission von Fviftbeamten die Ausbeutung der Staatsfvrsten die weiter in der Hand der deutschen Staatsbeamten bleiben sollten, derart kontrollieren, daß die Holzlieferungen in Zukunft im Einklang mit dem Berfaill.-r F,icden«vertrage 'tätigetuntxn hätten E« war mit einem Wort eine freundschaftlich' Abmachung, eine friedliche Zusammenarbeit, die wir mti unterem Einmarsch ins Ruhrgebiet in voller Aufrichtigkeit Deutschland .Angeboten haben
Der passive Widerstand
Die deutsche Regierung hat fich aber fm Gegensatz zu § 18 des Anhänge« 2 so gestellt, als ob sie die Besetzung des Subrgebietee ale einen teindkefiaen Dtf' Sie
na» oiclc« Vorwande«, der eine Unterminier»ng de» FriedenSvertrage» war, bemächtigt, um fid> ihrer Berpslichtungen au entziehen, die am einwandfreiesten feststanden Sie hat alle Kohlen- und Kokslieferungen eingestellt und begonnen. Nc Franzosen und Belgier al« richtige Feind, tu behandeln Sie hat un« einen Widerstand entgegengesetzt. den sie al« passiv bezeichnet, der aber aktiv und gewaltsam war Dieser Widerstand ist nicht von der Ruhrbevölferung ausgeglagen. noch weniger ist er von der rheinischen Bevölkerung ausgegangen Er rüfcrlc von gewissen Industriellen und von Berlin her Auf d e ausdrückliche Anweisung von Berlin fein ist jede Zusammenarbeit mit den Belgiern, den Franzosen und den Italienern abgelehnt worden, auf ausdrückliche Anweisung von Beilin hin haben sich die Grubenbesitzer und die MetallindustrieHen nicht au Konferenzen mit unsere 1 Kommilitonen eingefunben haben sie un« die Türen ihrer Werke "cischlos'ei. Auf auSdruchltche Anweisung von Berlin haben die Post-. Telegraphen- und Bele- Vhonbeamten die Herstellung von Bcrbinhungcn für Franzosen und Belgier eingestellt, baden sie die Beförderung unterer Briefe und die Bkiler- Oabe unjeier I.legiamme txntct c.1 au* auebiua- '-den Befehl haben die Eisenbahner die Juge vei- sasten, die für Verpflegung für untere Truppen beloben waren die Befotzungsbel orden daran gc- ^'nbe-.t. die Bahnhöfe zu betreten, und die Be- l^rbenmg von Kohlen und Koks nach Belgien und nankreich aufgebaltei? Di" beulte .".egierunj Lai iijj nicht baixti'.f befchränkt. d. > Widerstand vorzutchr^rhen Sie ist noch weiter gegangen ^ic httl schwere Strafen gegen alle di.tenigen Unterlagen verkündet, die un« gegen ab. guten JDiI- kn«. ober nur cinfna) inbiffeicnt sich zeigen mur- Ik.i S,e ha, Beamte abccrulcn sie Hal Pci>n- fcute emgeterfert und ihnen Strafen auferlegt.
Jt
ortlaut der sranzösischen Note.
Poincar^ gibt nicht nach.
Au herbem hoben sich Banden von Agitatoren und Verbrechern gebildet, die rxriucht haben, durch Erplosivstolle die Eisenbahnen und die Kanäle zu zerstören und die Züge in die Luft au sprengen Und al« am 9 und 10 Mai Schlageier und seine Genossen in Düsseldorf verurteilt wurden. haben sie gestanden, da st sie zu einem Bureau in Beziehung ständen bat da« Reichswehrministerium selbst in Hamm eingerich et hätte E« war sicherlich rechtmähig. wenn die französische Regierung angesichts bei artiger Taten die Einstellung bce passiven Wider st ai. de« al« Ne Bedingung betrachtet die jeher neuen Unterhaltung mit brr deutschen Realem,NN no^nngeb-" mäste Die': Widerstand steht nicht nur irr. Widerspruch z-um Frieden»verlrag sondern auch im Widersprich zu dem offensichtlichen Interesse Deutschlands, dem er teurer au stehen lommi. al« wenn e« lich freiwillig zur AuSliihrung feiner B.rpflich'uagen entlchl testen würde Gegenv ä-tig haben, alle* in allem genommen, nur bi. .Konkurrenten bei .Industriellen be« Ruhr gebiete«, die Kohlen ober metallurgisch. Erzeugnisse verkaufen. Ruhen Die französische Regierung wün'ch.I daher, dah der palfire Widerstand ein Ende nimmt D« würde aber, wie da« die Iianzöfilche Regierung der englischen Regierung in ihre, Mitteilung Pom 10 und 12 Zuli angezeigt hat, Ne Ruhrbesehung. sobald einmal der passive Wider st andaufgehört haben würde, eine Abänderung erfahren Sie wüide bei fortschreitender Räumung nach Massgabe her Zai» [ungen unter BeNngung.n andauern, die van den jehigen ganz verfchi den find Wir mürben die Zusammenaibeit mit den deutschen Organismen wieder aufnehmen und e« würde eine betr tk^lich? Erleichterung in den Lasten der Bevölkerung die Folge davon sein In diesem Punkte können wir un« nur auf Ne Dokumente 23 und 2d In unserem letzten Gelbbuch beziehen hie im einzelnen die Di »Positionen anführen, die zur Ausbeutung der Pfänder im Einklang mit den deutschen Behörden ergriffen werden wurden sowie bieienigm. die zugunsten bei Au »gewiesenen ergriffen werden könnten G« irärt überfällig, auf biete Mitteilung zurückzukvmmen, bfe mehrere Seiten de« Gekbbuche« umsallen und die die konziliantem Absichten Frankreich« im Ueberfluh zeigen Erinnern wir nur daran bah. da e« bann mcht mehr notwendig lein wird, die Gruben, die Eisenbahnlinien und die Kanäle gegen Sabotage au schützen, die Truppen bann mit der 3r- betlerbeoölhrung mir die allermjndeste Berührung haben wurden
Die Räumunqsbedtngungen
Ebenso haben mir un» im Dokument 25 über die Bedingungen ausgesprochen, unter benrn nach Mahgabe unb im Verhältnis z u den 3c fc lunger, ba« Ruhrgebiei n a a> inb nachgeräumt weiden konnte Wir wiederholen noch einmal, dah wir durchaus nicht den Wunsch haben, länger im Ruhrgebiet zu bleiben, als das notwendig fein werd.- unb bah wir weder politische noch annerionistilche Ziele haben Dir misten genau, dah Deutschland da«, was ee un« schuldig ist. ziemlich schnell wird bc- zahlen können und bah infolgedessen Deutschland Herr darüber fein wirb, die schrittweise Räumung zu erreichen Der Zeitpunkt, für den die Zahlungen erfolgen werden, hängt vom Wil len Deutschland« ab E» genügt, die Schnelligkeit zu sehen, mit der Oesterreich, als e« die notwendige Anstrengung hat machen wollen, trotz der Fehler seiner geographischen und wirtschaftlichen Zu- sammenlenuna lein.- vin^t^.siior.ä!äh:gk.: u..d leinen Kredit wiedergefunden hat. um sich berührt Rechenschaft zu geben, wa« ein mit fo mächtiger Ausrüstung versehene« Land in die Wirklichkeit nirb umsetzen können, an dem Tage wo e§ fick dazu er.t’üikfcn haben wird In d ef 1 Pi nkte wird Frankreich seine Haltung unter gar leinen Umständen ändern Bon ihm verlangen, dah cs anders handele, hiebe Deutschland Recht geben, unb bann könnte man die Worte aufnehmcn die Llotzb George am 3 März 1921 im Obersten Rat gesprochen hat .Wir, die Lieger wären es. die die Kosten der R ederlage bezahlen würden, unb die Besiegten würden die Früchte des Siege« ernten."
Bezahlung der Reparationen und interalliierten Schulden
Es ist in der Tat nich^ wahr, bah die Iran- zös > schen Ansprüche derart lind, bah lie Tcutlchland vernichten und bast lie für lange Zeit die 3ahlung«fäb gleit Deutschla nds übersteigen Le» langen Rkonaten hat Frankr-- ch nicht aufge- hön. den Alliierten ein lehr einfaches Programm vvrAufchlagen. bas lehr Mar und sehr bescheiden ist. lich im Rahmen de« Zahlungsstatut« hält und ii zwei Wollen au«ge'vrochen weiden kann Frankreich hat 0. n leinen Alliierten verlangt, bah sie. wenn he jede Priorität für die Reparationen ablehuten, ihm dvch wenigsten« bie 2 6 Milliarden G 0 ldmarl von den Obligationen X unb B weiter belieben, die aus dem in Spaa bclchlollenen Prozentlay herrühren, und Frankreich von den Obligationen C Neienigen Summen vor behielt en. die von ihm al» interalliierte Schulden verlangt würden Da« ZahlungSstatut garantiert Frankreich mindesten» diele beiden Anlprüche unb die Obligationen C konnten Frankreich fooar einen ergänzenden Spiel- i raum lassen. Fronkrrich Hal ungeheuer" Su-m?sn 1
für Rechnung Deutschland« vorgelchoNen E« kann Uxbci f:inc Rel>iration«arbeiten unterbrech u. noch fic auf unb stimmte Zeit auf eige ie Kost en weii. rf ühi e > Andererfeit-' bat Fiankreich nleni.il« die Schulden verleugnet, bie es wahrend bce Krieges. lei e« bei Amerika, fei es bei England, nr. Irterellc be« gemeinsamen Siege« fontrabl-rt hat Frankreich sei übrigens auch selbst Gläubiger anderer Alliieiton. denen e« wählend N-e Kriege« Vorschüsse in Höbe van 5 bie 6 Milliarden Goldmark gemacht haN Diele Forderungen und diele interalliierten Schulden be.zögen sich in ihrer Gesamtheit aus Wallen-. Blatciwl-, Bkunitionskäiifc f.-ipie die Vcbeie- mittclr-. noiguiig bei Armren. btc hrucer- lich e.,i: an S<iic ge'ä>ii»-sl hüllen, unb he hätten falt in vollem Umfinge ftrtegtf- kosten im eigentlichen Sinne des Wortes, kollektive Kr>eg«kosten. dargestellt Beieils am 28 i 1916 hätten die zu einer Konferenz vei.-liiigte.i Bertictci der alliierten Regierungen beldiloheii. .auf N ii tfchaftlichem Gebiet die Ec-lidarität .hier Auffalfiingen unb Inter eilen in die Praris um- Aufeben . unb eine WirtlchaftSkonferenz. die in P.11 is fiattlinden sollte, damit b ti tut. .ihnen die zur Beieinheiflichung diele 1 eclibaritäf geeigneten Rkahnahmen vorzuschlagen Die Konferenz fei am 14 Juni 1916 in 'frui# unter dem Borlin des Ministerpräfidenten eröffnet worden und t.ibe unter d.m Borfih des franzKIllch.n Handrlsminister« Elementei unter anderen Resolutionen auch bie folgende angenommen .Die Alliierten proklamieren ihre Solibari- tät im Interefle der Wiederherstellung derjenigen Vänbcr, bie Zeritorungen. Plnnde- rungen unb Missbräuchen der Regaisilivnen zum Opfer gelallen linb, unb belchliehen. gemein'ain bie Mittel ausfindig zu machen, um dielen Vanbern auf Grund ihres privilegierten Anfpr ich« ihre Rohstoffe, ihre inbuftrieflcn und landwirtschaftlichen Betriebsmittel ihren Biebbeftanb unb ihre Hanbelsflotte wieder zu be'chaffen oder ihnen zu ihrem Wiederaulbau behilflich zu fein " Offcn- fichllich ist in jenem Punkt bie Auffallung der Alliierten bie gewesen dah Schulden, die sie für gemeinsame Kriegskvsten untcrcinanber kontrahiert hatten, "nicht eingezogen werben könnten, bevor bie Reparationen bc- zah 11 werden Zum gleichen Schluh führen Art 131 unb 132 be« Beriailler Bcrtrage« Auf Drunb biefcr Artikel haben bte siegreichen Rationen darauf verzichtet. Deutschland zum Ersatz ihrer Berluftc unb Schäden, sowie ganz allgemein ihrer Kriegskosten in vollem Umsange zu zwingen, obwohl iie im Prinzip daraus An- sprach hätten Sie izaben sich damit abge- funben, von Deutschland nur zu verlangen, dah es die den Personen und Sachgütern zugefüglen Schäden wieder gut mache Blit anderen Worten D>e Personen- und Eachgüter geniesten v-.ich Auffassung de, Alliierren die Priorität cen.-nübei den Kriegskoften Können danach die Alliierten diese Kriegskosten, die nach der von ihnen selbst getroffenen Anordnung hinter den Reparationen, hinter den Petitionen uiid hinter den in den Beitragen aufgeführten Schäden rangieren. und deren Erfay fie von Deutfchland nicht vc.langen, normaleiweife einer anderen verlangen, noch bevo, Deutschland bezahlt hat? Blit anderen Wollen Sollen die Freunde schlechter behandelt werden, als die Feinde von gestern? Das erachten wir nidu für möglich Wir erkennen nufere Schuld an Wir denken nicht daran, fic unbezahlt zu lallen, aber wir müllen erklären, dast wir fic erst bezahlen können, nachdem mir erhalten haben, was uns SfiHtAin-A ' cha ! d 7 t Ter. Dr-llchl-.-d treiben wir über unsere 26 Obligationen A und B hinau« da« verlangen, was von un« selbst gc- f oibert wirb Z e a> eiliger man von un« verlangt, um s 0 mehr wirb Deutschland entlastet werden
Zahlungsfähigkeit.
Diele« Lnstein dis wir übrigen« niemals al« unantaftbai birgeftcth haben, unb bas Baria- t i o n c n zugänglich ist. vorausgesetzt, dast das Prinzip beaai.l wird, bietet den Borteil dast es keinerlei Rer llion be* Friedensoertrag« nach sich zicd Gan - im G gen'ah dazu wurden dieenglifchen Borschläge die Aushebung mehrerer we- s e n t l ch e r B e st i m m u n g e n der in der Folge von den Alliierten unterzeichneten diplomcui- Ichen Alte zur Folge Haden In Aussührung diele« Bertrag s hat die Reparationskommisiioii mit ihrem Schrrihen vom 28 April 1923 den Gelamtbelrag der deutschen Ber- pssichtungen regelrecht festgesetzt
Aul Diele Festfenung zurückzutommen. liegt kein Anla'i vor Andererseits hat der Londoner Zahlungsplan fx.reit« eine beliächlliche Ber- ringerng dieser Schuld zur Folge gehabt, da ja nach gewissen von der Role der englischen Regierung übernommener, und nebenbei bemerkt strittigen Berechnungen Der GegenwanSwdrl der deut- schen Schuld durch den Belchlust vom 5. Blai 1921 um die Hallte herabgesetzt sein soll. Ohne un« diesen Schätzungen anzulchliehen beschränken Wirtin« auf die Bcmtrfung. bah es heule wie in ber I Berjangenbeit unb in der Zukunfl der K t ja- rationskvmmiffion f reifte bi. den Artikel 234 zur Anwendung zu bringen, da« b?iht ke deutsche Zahlungsfähigkeit au prüfen oder durch ihre Sach"erstöndi- gen prüfen zu lassen Die Kommt,hon kann im An schürst an Cxrfe Prüfung unb enrlp rechen b dem Recht, da» der FriedenSvertrag ihr übertraa-n
hat bte vorgesehenen ZahlungSperloden au«- behnen unb bie Zahlungsmodalitäi-n ab.'nbcm
Der FiiebenSvcrtrag t>n in ber Tat bet Xe- paration«fommillionfämtlid)eBo,l- machten erteilt bte der von der englischen Regierung unb Toittkchlanb vo gelchlaaonen Kvm- mifllon internationaler Doch-eriiünbt.zen verliehen werden tonnten S 12 do» AnNangs 2 bestimmt. hast bie Kominllsion .sämtliche Roll nachten bolltzen ur.b sämtliche Komvetentoi ausüben wird, bie Ihr burch den gcqonmirtigeit Bertrag übcriiagen twben dast lie ganz allgemein die ausgedehnteste Kontrolle und E'e'utlvbolugni« kinlichtlich der Rrparationsfrag. haben wird dast ne pen zett zu riett Die N- itU-e ,3«il>lung«läbig- leit abschäl,en unb zu gieiäre, ,-kit Nie äeiit'che Steuersystem prüfen soll 6 9 bostimmt dast ho von Z.eit au Z.eit. wenn bie beutfche R. gterung l-erlangt. sämtliche von Soi'eu SKuttdilantM vorge- legten Beweismittel :111b Regt unbiiugeit zu lernt- lidicn mit ber de-itlchrn ^iMungJfäbig.'cil in Z11- lamincnhang ftehenicn .Stagen amul.öicn Ikü § 10 fügt hinzu, dast der beutldyen Regierung die billige CMegcabeii gegeN-n werdet m ist gehört zu uxtNyt Benierleit trir »och. Nth die Reparationskommilhon bnich fei'ietlci tycleh- qebung durch lein- rlci Reä> sotbuiuig. vurch (einerlei besondere Regeln geh» >N-u ift. und dast lie sich von der Gcrech igkeit. Billigkeit unb bona fides leiten lasten soll (6 11 •
Schlief,lich erkennt bi - dcutlchc Regierung ber Repa rat ionskommitfiv» unn be.iuflilt den Sesttz unb Ne Ausübung bei K • chle unb Boll- machten zu. bie b.-i gcgenlt-irtigc Rorlraq ihr iibcilrägt Die muh ihr l imtti 6 Informationen liefern, beren fie gegebenenfnlls bedarf 2ltf 240) So Hat der Friobensvertrag dinfichtstch der Iah- 111 n g c n ein logifche« in hd> zufainmen- hängenbe« System aufgeftetlt 'lad^em die Schuld einmal festgelctzt ist. kann >ie nur mit einmütiger Ermächtigung "ber alitierten Regierungen herabgesetzt werben t Artikel 234 und 6 13.i des Anhangs« 2 1 Dagegen muh bie beut- fd)c ZahlungSsähigkell von Zeit zu Zett adgefchätz! werben bcrarl bah bie Fälligkeitstage je nach ben UmfLinZxm auSeinandergerückt, vericheben ober abgeänbert werden können, und biete Mobiflkntivn werde bann mit Mehrheit beschlvsten Dre Berfa Her be« FriebenSveri tage« hitb mit ^echi ber Auffallung gewesen buh bie ZahIungSlahtgkelt eine« LanNs etnxi« Aucher- gewöhnliche«, BetänderliHe« sei. bah ein Zah- iung «plan intolgcbellen cbcntall« manb- 1 u tt g 6 f ä h 1 g fein mullc unb bah .•« Suche ber Rommifhon wäre, ben wirtfcha|t|id>en Fluktuationen R.^mung zu tragen, in kritllchen Tagen bte Fälligleit«tage hinau«zu|chiel>eu unb sie in Zeiten ber Erholung naher zu rücken Der Gedanke, ein f ü 1 allemal bie ZahlungSlahlgkeit abzulchätzen, Ist ihr nicht \n d-n Sinn gr?o;r.mzn
Es fei nicht möglich, dast Internat lo-' na ! e g i na oa leit le. wenn sie auch noch lo intelligent unb erfahren sein mögen, die Zukunft prophezeien unb von unficherer i-roviforifcher Grunblage zu endgültigen Schlustfol gerungen kommen könnten Sie wären ficher noch he deutend rrriountxrtcT gewesen, wenn man ihnen gesagt hatte, man wolle gerade diese Schätzung an dem Zeitpunkte vornehmen, wo es Deutschland gelungen wäre, im eigenen Lande einen vorübergehenden Zusammenbruch zu organisieren unb für einige Zeit seine ZahlungSlahlgkeit zu robusteren Wenn ein der- artige» Bersahr zugelasten würde, wäre die« ber Steg für da« noi Deutschland in« Werk geletzte Manöver D ttlchlanb beabsichtige den Alll.r.,<N erloluleich Wiürtnand zu icilicn ve hätte sich den Reparationen entzogen, c« hätte leine "Währung entwertet, e« hätte sich aus diese Weste seiner gesamten inneren unb auheren Sdjulb entledigt und wurde dazu noch die He tadle Yung seiner einzigen äu Heren Schuld, der Reparationen, burchletzen ES würde dann von trstchem anfangen, fich feine unveriehNen Be- detried«mittel zu nutze zu machen, um sich oafch zu erholen unb neben der Misere feiner Gläubiger in triumphierender Blüte dazustehen
Sicher ist Fra nkreich nicht Darauf bo dacht, Deutschland zugrunde zu -chic» E-s bat vielmehr ein Interesse daran, dast lein Schuldner wieder in bessern T-erbältuiflc kommt Es weist Im - beigen kehr wohl, dast ber Zusammenbruch einer so groben Ration wie Dcutlchlanb, schwere Bertoirrungcn in ganz Europa zur Folge haben würbe Aber die Bertoirrunpen. bie ein Zulammenhruch Frankreichs nach sich zöge, wären nicht geringer Sie wären cK-nk> unheilvoll unb ungerech.er Man bari Deutschland nicht um feinen Ruin zu verhindern, auf Kosten Frankreichs und wohl auch auf Kosten ber übrigen Alliierten eine allzu leichte und allzu unvermittelte Wiederherstellung zubilligen, die bie industrielle und k 0 m merzielle Borherr schalt -e-igen wu-ü / die Borherrichaft. Ne Deutschland aul denSchlad)'- fclbem gesucht hat Man must die .Frage brüten wie die Erholung Deutschlands mit der Begleichung der Reparationen in Sinhaag zu bringen Ist. Gut. dazu werden wir völl'g 6?rct! sein, sobald der Widerstand aufgehört bai Aber man must nicht der Wiederherstellung diele« wirtschaftlichen RochtumS. dellen Quellen In feiner Weise versiegt sind, und der für den Augenblick auf den nieknigsten Stand gesunken ist, die Re- po 101tonen zum Opfer bringen
Wenn Deutschland eure jstbpültlgt 3 6» schätzung feiner Zahlungsfähfgketr


