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Packung und, Prägung

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bernen Hochzeit rz, die Eheleute Lud- tou Mrgarrthe, ged wohnhaft.

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Unter dem Hreiheittbaum.

Roman von Clara Diebi^.

71. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.)

Langsamer. langsamer! Adami zügelte sein Pferd. Spähend sah er rundum: alles ganz men­schenleer. Wiesenschaumkraut, blastlila Und zart, überschäumte die Fläche des Tales, die der Gondel im Hintergrund abschlob- And siehe da, die ersten goldgelben Himmelschlüssel, d.e Roten des Früh­lings! Der Reiter atmete tief die hier so viel weichere Luft ein. selbst beim ruhigeren Traben tinrrbc ihm jetzt schon Heists Wenn es ihm nicht gelang, zu dieser Zeit noch den Dückler zu fasten, dann war's wieder vorbei: wurden die Walder erst dicht und undurchdringlich, dann war der nicht mehr zu finden.

Wenn man nur wühle, wo das Haus lag, darin die Dläsius steckte! Er stand in den Steig­bügeln und reckte sich lang. Da hinten tauchte Springiersbach auf, das Dorf, und nicht weit davon die Abtei. Dies Dorf war zu grob, da wchnte sie nicht. Schon neigte der Rachmitlag sich gegen den Abend, zu den Wäldchen des Äonbel stiegen vom Tal bereits weihlichs Rebel auf. Wenn doch jemand sich nahen würde, den er noch ausfragen könnte, ehe der Fuchs vollends braute, und der Mond, der heut voll werden muhte, jeden sich Rahenden schon von weitem verriet!

3n verschieden einsam liegenden Hütten hatte Adami schon vergebens geklopft und durchs Fenslerchen hineingeschccht: in den meisten war niemand zu Haus, oder nir ein paar einsame Kinder glotzten ihn an.Wohnt hier eine Frau

MtenSkauf

Ofenloch?" Ahnungslose Kinder, die konnte er ja getrost fragen. Aber ste blieben die Antwort schuldig, bohrten den Finger in dir Aase und sagten verängstigt kein Wort. Hin, her her. hin war der Reiter schon oftmals geritten.

Die angespannte Aufmerksamkeit lieh Adami selber nicht nuide werden, aber sein Pferd wurde es. Sr schaute sich um nach den Landjägern, sie waren noch nicht zu sehen. Aber etwas anderes kam des Weges, aus der Richtung Springiers­bach her, ein Mann mit dem Packen. And eine schlanke Weibsperson ging ihm zur Seite, deren Kopftuch grellrol leuchtete selbst im Dämmerschein. Ein wandernder Krämer. Wenn das Jakob Ofen­loch wäre und bei ihm die Dläsius!

Adami spornte sein Pferd, es fetzte auf die beiden zu. dah sie laut aufschrien:Sott der Gerechte I

Der Mann, dem der Rücken gebeugt war unter dem Packen, rih die Schwanke zur Seite: Dlümchen, gib Obacht!" Dann dienerte er.

War das nicht ein alter Dekannter? Herz Rosenblatt aus Reil an der Mosel? Der Frie­densrichter erkannte ihn gleich. Das waren die­selben schlau-gutnrütig glänzenden Augen, die ihn oben zu Lutzerath traurig angesehen hatten: sie waren mit der Zeit noch trauriger blickend ge­worden. und der ganze Mann, unter der Last des ewigen Packens, beugte sich noch tiefer nach vorn.

Herz Rosenblatt war hoch^freut:Der Herr Friedensrichter!" And sehr neugierig auch:Wo will der Herr noch hinreiten so spät? ' Es war ihm sofort klar: Der suchte hier etwas. Bereit­willig bot er sich an:Kann ich dem Herrn fein zu Diensten vielleicht?"

Adami überlegte: Sollte er den Rosenblatt

rffen fragen? Das war zuviÄ Dertrauen.Ich reite spazieren." sagte er fübL

Der Herr Friedensrichter reitet spazieren, ei weih, e blhche e weiter Spazierritt von Luherach her!" Rosenblatt wendete sich zu feiner Tochter: Siehste. Blümchen, das is der Herr Friedens­richter, der gute Herr, der deinem Täte geschenkt hat en Taler! 2D»r der Taler hat nit gemacht die Liebe. Herr Friedensrichter, dah Sie geredl hoben wie en Mensch zu 'nem Menschen, das wird der Iüd Ihnen niemals vergesten."

.Wie geht es Ihnen denn?" fragte Adami.

's will nit eso recht mehr," seufzte Herz Rosenblatt.Seit die Räuber mir's Haus ge­plündert haben zu Reil, bin ich kapores. Allein kann ich nit mehr auf den Handel gehen. Meine Tochter Blümchen," stellte er feine Begleiterin vor.

Ein daar wunderschöne nachtdunkle Aagen sahen Adami an. Er war überrascht: solch eine Tochter hatte der alte Jude? Sie stand barsuh mit schlanken Deinen im Kot der Strahe. Ein schmales, mattgelbliches, edles Gesicht: aller Zau­ber frs Morgenlandes lag noch auf dieser Jugend am Mvselufer. Eie war die Schöne des. Hohen­liedes. bis sie verblühte hier in der Armut, und ihre Schlankheit zerstob im Fett des Weibes mit den vielen Kindern. Adami lächelte unwillkürlich: Wie neugierig ihn das Mädchen ansah! Ganz wie der Vater. And dabei doch der Blick so traurig: auch wie beim Alten.An den Wassern von Babylon sahen wir und weineterr, wenn wir an Zion gedachten" das fiel ihm ein.

Er schenkte dem Blümchen einen Taler. And nun fragte er doch:Sagt einmal, Rosenblatt, hat Er nichts vom BücÜer gehört? Der soll dwch wo hier herum sein?"

Der Jude verneinte erschrocken und hob ab wehrend beide Hände.Gott soll hüten, ich weih von dem Menschen nix! Aber neulich hab' ich einen gesprochen, den Ofenloch, 'n Krämer wie ich, der sagte:Ru is Ruh im Land, der Bückler is nach Hessen verzogen."

Glaubte der Jude das wirklich oder tat er nur fr? Adami sah ein listiges Zwinkern in den dunllen Augen. Herz Rosenblatt muhte vorsichtig sein, er war durch Schaden gewitzigt, unb wollte ihm doch wohl gern auf di« Fährte verhelfen! Erwartungsvoll sah er den Händler an.

Der nickte unmerllich nach einem Häuschen hin, das weit, weit hinter Springiersbach, kaum noch zu erkennen, wie ein graues Klümpchen am Abhang des Äonbel klebte. Sr hob nicht den Finger, er drehte den Äopt nur unmerklich: .Da wohnt der Ofenloch Er hat meinem Blümcher geschenkt das schöne rote Tuch, was sie trag' um den Kopf. Er hat ihr auch versprochen waL Güldenes, wenn ste wird schenken ihm einen Kuh.' Er hob wieder die Hände:Gott der Gerechtc wo kann der Ofenloch arm wie ich was Güldenes schenken dem Blümchen für einen Kuh! Der Mann muh doch sein ganz meschugge."

Das war alles nicht ohne Bedeutung gesagt Adami verstand den Juden vollkommen: Kein anderer wie der Dückler tat so etwas. Schwach gegen alles. waS einen Weiberrvck anhatte. Ei nickte dem Rosenblatt zu:Kommt gut heim!' And dann gab er seinem Pferd die Sporen Bald war er wett fort von Herz Rosenblatt und seinem Blümchen, die mühselig, durch die Pfützen der von wärmerer Sonne hier gänzlich erweichten Etrahe. Reil zustapften.

(Fortsetzung folgt.)

legt.

Diehmarkt tu G runder g.

Schluß der Zeichnung

Berlin, m u n g s b i l d. feit längerer Zei

MI. 230 000260000, mittlerer uuai. JKar 180 000220 000, geringerer Qualität Mari .; Schafe Mk. 90 000200 000, Schweine unter 80 Kilogr. Mk. 220 000260 000, von 80-100 Kilogr. Mk. 270 000290 000, über 100 Kilogr. Mk. 280 000300 000. Der Markt wurde bei sehr lebhaftem Geschäft geräumt. Der MontagSmarkt vom 2. April wurde auf Dienstag, den 3. April, vormittags 8 Ahr, ver-

Grünberg, 22. März. Der Auftrfed zum heutigen Diehmarkt betrug 2 Stück Rind' Vieh und 307 Schweme Die Preisfvrderung^ der Verkäufer verursach'.en anfangs starke Zu rückhaltung der Käuferschatt, zum Schluh nxiri jedoch der Handel bei anziehenden Preisen lec Hafter, der Schweinemarkt wurde geräumt. Fm 68 Wochen alte Tiere bezahlte man durch­schnittlich 75100 000 Mk., für 8-12 Wvch^. alte 100 000 bis 130 000 Wk.

vsllar- Zchatzanrveisungen des Deutschen Reiches (garantiert von der Rddfsbont

Vermischtes.

Der Freund der Pygmäen. Ein soeben in London verstorbener Fvr chungsreisender

Turnen, Sport und Spiel.

* E in Spiel um die Westdeu tsche Meister, chaft wird am kommenden Sonn­tag hier ausgetragen. Das Treffen der Vorrunde Kurhessen-Kassel gegen F. E. Jahn- Stegen, das vom Verband nach Honnef an- gesetzt war, ist in letzter Sturrde nach G testen auf den Platz deS D. f. D., T r i e b, verlegt wor­den. Die beiden Gegner smd nicht unbekannt tm Lahnkreis: Kurhessen hat schon in Gretzen und Marburg, Hahn-Siegen öfters in Wetzlar, Greben und Marburg gasttert. Man darf auf ein sport­lich f^r interessantes Spiel rechnen.

Paufe und fegte: .Wrr wollen erst warren. tn8 der andere Dudelsack nebenan aufgehvrt hat. Dann will ich fortfahren." Allgemeines Gelächter folgte dieser Bemerkung, und alle stimmten für ihn

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Handel.

22. März. Dörsenst im- In der am Devisenmarkt schon ,it vorherrschenden Geschäftsstille

(In einem Lett der Auflage wiederholt.) Die französischen Radikalen zum Ruhruntrr» nehmen.

Paris. 22. März. (WTD.) Die Radi­kal e P a r t e i beschäftigte sich gestern abend mit der Frage, ob die Kredite, die von der Regierung für das Ruhrunternehmen verlangt wer­den. von der Partei bewilligt werden feilen Gegen Prof. Aulard. der Enthaltung verlangte ist der Standpunkt des Abgeordneten Auriol der. die Partei müsse ihre Dorbehalte hinsichtlich bei Anternehmens erklären, von der Regierung Auf­klärung über ihre wahre Absicht verlangen. Die Regierung müsse vor die Frage gestellt werden, ob sie eine verschleierte Annexion oder eine Aus beutung der Zechen durchführe. Sei die Auflla rung unbefriedigend, dann hätte die Partei die Pflicht, sich offen von dieser Politik loszusagen die sie verurteill. Seien die Auskünfte jedoch be­friedigend, dann werde die Partei die Kredite unter ausdrücklichen Vorbehalten bewilligen.

Französische Repressalien.

Paris, 22. März. (WTD.) Das ^.Echo de Paris" berichtet aus Mainz, als Repressa­lien für die Verhaftung des Korrespondenten des Jnttansigeant" George Labourel, der ohne Pastvifum in Marienburg in Westpreahen angetroffen wurde, wurde gestern der Redak­teur derKoblenzer Zeitung", D r. □Hermann, verhaftet. Aehnliche Maßnah­men würden jedesmal ergriffen, wenn ein fran­zösischer Journalist der Verfolgung deutscher Be­hörden ausgesetzt sei.

Banknoten, ftrankstirt a.M- 22. März.

Schwerer Noten I ran feilsche Noten .

Dänische Noten Schwedische No'en Holländische Noten

Delitscir-Oe'terreich ä 100 Kronen Amerikanische Noten Englische Noien.....*......

ss alienische Noien . .

Belgische Noten Unnnriitic No en Tschechoslowakische Noten .. . Norivenikche Noten Rumänische Noten Spanische Noten

Märkte.

Berliner Prodnktenmarkt<

Berlin, 22.März. Auch am P r odukten- markt herrschte wieder ausgesprochene Geschäfts­stille. Für Weizen war zum Teil etwas billiger anzukommen. Roggen wurde ungefähr wie gestern bezahlt. Im Gerstengeschäft hat sich wenig ver­ändert. Für Hafer zeigte sich seitens der Pro­viantämter einige Rachfrage: in den übrigen Ar­tikeln fanden nur ganz geringe Amsätze statt.

Frankfurter Diehmarkt.

fpd. Frankfurt a. M., 22. Marz. Auf­trieb: 36 Rinder, 726 Kälber, 303 Schafe, 344 Schweine. Es wurden bezahlt für einen Zent­ner Lebendgewicht: Kälber feinster Qualität

An Rachtrag»Voranschlag für 1922 torgefegt Dfe Rechnung schließt nm einem Fehl­betrag von vier Millionen Mark ab. toer Gemernderat beschlost. diesen Fehl betrag, so- t»eit er nicht durch die am 19. F^ruar beschlossene Llmlage auf das Grund- und Gewerbekapltal ge­deckt wird, auf den Ausgleichs stock anzumelden loder auf das Rechnungsjahr 1923 za übernehmen. Die Deckung des Geiamtfehlbetrags durch Er­höhung der Umlage wurde abgelehnt.

Kreis Kriedberg.

Friedberg, 21. März. Bei der Ver­pachtung der hiesigen F e l d j a g d wurde für Vie vier Bezirke von insgesamt 1249 Hektar DrShe der Preis von 2235 Kilogramm WeizenproIahr geboten. Für die Pacht­preisberechnung wird der Weizenpreis ander Frankfurter Fruchtbörse, wie er dort am ersten Börsentag des Monats Februar eines jeden Wahres maßgebend ist, zugrurtde gelegt Für das Jahr 1923 ist dies der Börsentag vom 5. Februar 1923, an dem der Doppelzentner Weizen im Durchschnitt 134 500 Mk. kostete.

Starkenburg und Rheinhessen.

* Offenbach 22. März Der städtische Haushaltsplan für daS Rechnungs­jahr 1 92 3 wurde vom Oberbürgermeister der heutigen Stadtverordneten-Versammlung vorge­legt Er ist nach dem Stichtag vom 1. Januar 1923 aufgestellt und schließt in feinen Brutto- Einnahmen und Ausgaben mit je ^Milliar­den ab. Die Eirmaymen und Ausgaben wurden so veranschlagt als ob die Tarife, Gebühren, Be­soldungen. Löhne. Material« und sonstigen Preise am 1. Januar 1923 stabil wären. Anter dieser Dvvausseyung hätte sich ein Ausgleich der Aus­gaben und Einnahmen ermöglichen lassen. Die Geldentwerttrng hat aber die Ausgabe- und Ein- rurhmezahlen fast hinfällig gemacht. Ein Haus­haltsplan, per Ende Februar 1923 aufgestellt, würde die Druttozahlen um mehr als das Dop­pelte erhöhen.

Hessen-Nassau.

fpd. Bad Homburg v. d. H., 22. März. Die Phantasiogeschichte, von der wir am Diens­tag berichteten, ist tatsächlich der Phantasie des jungen Mannes entsprungen, den man am Sonntag vormittag an einen Baum gebunden und .beraubt" vorfoTrd. Kein Franzose hat den Mann bis hierher geführt und ihn dann ausgeplündert. Der Polrzer hat der Wann, es ist dec Metzger Hans Mösel aus Reu markt (Oberpfalz), gestanden, dah er die ganze Geschichte erfun­den hat.

fpd. Fulda, 22. März. Mit Wirkung vom 1. März ab wurde hier der Gaspreis von 900 auf 700 Mark für ein Kubikmeter herab- ?eseht. Auch der Kokspreis wurde ton 5 000 auf 12 000 Mk. pro Zentner ermäßigt.

unb GrvhwCdjäger, der Oberst I. I. Harrismr ift dadurch berühmt geworden, dah er der e .-str war. der Pygmäen, Angehörige der rät elhaften Zwe g- völler vom Kong), nach Europa brachte. Diese primitive Raste, die in dem übevaus schwer zu­gängliche Ituri- oder Stanleywa.d le t, bie et für Ethnologen wie Kuttur^istorcker das g öh.e Interesse. Harrison hatt- bie merkwürdigem An­geborenen zwar nicht entdeckt, aber er war der erste Weihe, der mit den kleinen, überaus scheuen Menschen in ein herzliches Verhältnis tan und einige von ihnen dazu überrtbete, ihn nach Eng­land zu begleiten. Die vier Märmer und zwei Frauen, die 1903 mit ihm »usa.nmen London be­suchten, erregten damals das gröhte Auf c en. Sie waren zwischm 18 und 34 Jahren alr und zwischen 3 Fuh 8 Zoll und 4 Fu) 6 Zoll groh. Mit ihrer überreichen Behaarung an Bru't und Deinen, ihren dicken Lippen und Rasen machten sie einen merkwürdig urtümlichen Eindruck, ichic- nen einer sonst längt aus gestorbenen Ra f? anw- gehören. Sie kamen mit t;rem Freunde vollständig freiwillig rach England und leoten bann zwei Jahre mit ihm auf seinem Landsitz in Vorkshi c, worauf sie nach dem Kongo zarückkehrten. Harii- son, der die Seelenveriassung dieser Zwerge ce au studiert hatte und mit ihnen in den freundlichsten Formen umging, hatte eine solch: Liebe zu den Pygmäen gefaht, dah er am Kongo in der e des Ituri-Wa.des ein paar 6icb.ungen errichten wollte, um die Zwntge hier allmählich zu n A er­bau zu erziehen unb hevanzubildm Sein Plan scheiterte aber an dm groben Schwierigkeiten, die sich ihm entgegen stellten.

M eine besten Geschichten." Eine Anzahl hi füget Erinnerungen an bedeutende Per­sönlichkeiten bat der englische Schriftsteller Arthur Porrit in einem DuchMeine besten Geschichten" 8i*mmengetabt So erzählt er von dem berühm­ten Prediger Dr. Io wett, dah er zunächst bei seinen K indergottesdienst en in Reucastle grobe Schwierigkeiten hatte. So hatten sich einmal bei einer solchen Veranstaltung vierböse Buben" hinten auf dem Chor verborge'.t, und als Iowett seine Ansprache hielt, begannen sie, auf schrillen Pfeifen eine höchst mihtönende Begleitung aus- zusühren. Der Prediger lieb sich aber dadurch nicht irre machen: er hielt inne und sagte in ver­dächtigem Ton:Sagt mal, ihr Jungens, könnt ihr wirllich nicht besser pfeifen ? Wewt ihr es nicht könnt, bann kommt doch mit mir zu meiner Frau, die wird euch Anterricht im Pfeifen geben." And tatsächlich stellten sich die beschämten Knaben bei Mrs. Iowett ein und erhielten von ihr Unter- , richt, so bab sie nach einigen Wochen bei einer neuen Kinderrersammlung ein hübsches Q tartett auf ihren Pfeifen spielen konnten. Die Herzen der Kinder aber hatte I)wett damit für alle Zeiten getoDirnen. Von dem berühmten Raturforscher Selon Thompson hörte Porrit die folgende Er­zählung:Der Gelehrte hatte aus einem der Schutzgebiete einen alten Indianer nach Reuyork gebracht, um diesem Hinterwäldler die Herrlich­ketten der Grohstadt zu zeigen. Er führte die be­tagte Rothaut des Rachts den Broadway entlang über die Brooklhn-Drmcke, zeigte ihm die Schein­werfer, die die Finsternis taghell erleuchteten, unb fuhr mit ihm auf der Hoch- mb Untergrundbahn. Dann fragte er den alten Mann, wie ihm Reuyork gefallen habe, unb erhielt folgende Llntwort: Mr. Deton Thompson! In dem Land, aus dem ich komme, haben wir keine groben Drücken, um die Flüsse zu umspannen, keine weihen Licht- flLÖme, die die Dunkelheit des Rachthimmels zer­stören, keine Züge auf der Erde und inter der Erde, aber wir haben Herzens frieden!" Ein Abgeordneter hielt in einem Restaurant eine Wahlversammlung ab, während in dem daneben gelegenen Zimmer eine Gesellschaft Schotten ein Fest feierte. Er hatte gerade feine Wahlrede be­gonnen, als nebenan bie Klänge eines Dudelsacks, des schottischen Rationalinstrumentes, ertönten. Der geist esgegenwärtige Politiker machte eine

hat sich nichts geändert. Die Rotterungen wiesen entsprechend den lleinen Arns ätz en nur gering­fügige Adireichunacn gegen gestern auf. Das gleiche Dild der OeMofigtcit bot der freie Effekten­verkehr. Hier ioarei von den in geringer Anzahl versammelten Händlern Kurse kaum -1 hören

Fra n kf u r t a. M , 22. März. Börsen- stimmungsbild. Sehr ruhig war wieder die Amsatztätigke-t am Devisen- unb Rotenmarkt. Der Dollar wurde mit 20 850 bis 20 900 gehandelt. Im Effeftenvcrkehr von Bureau za Bureau finb d:e Amiätze außerordentlich geringfügig. Die Ten­denz sah etwas fteundlicher aus. wermgleich sich d.e berufemäbige Spekulation im Hinblick auf die Rähe deS Altimos Zurückhaltung a iferlegL Einige Rachftage herrschte nach Industrieaktten, doch hielten sich die Amsätze in engsten Grenzen. Don Dlontanpapierrnt sind Deutsch-Luxemburg ge­suchter.

Frankfurter Devisenmarkt.

(Telegraphische Auszahlung.)

Datum

2L MSr, Amtl. No ierg.

22. März 8tmtL Notterg.

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Brief

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