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Einigkeit ftorrn tonnt«. Ter deutsch« Student kennt nur einen Feind: den Feind tn Waffen cm Rhein und an der Ruhr!

Trauerhunbgebung in Wien.

Wien, 21.3m. (WTB) Die heule abge- fjaltene Xrauerfunbgebung de- Ob u n d«»berR«ich»beutschen gegen das fra n- zösische Vorgehen im Ruhrgebiet .miete mit einer Ansprache te» PrüsiteMen War­tung «tngeleitet, der daraus wranrt, baft burch den Rech'Sb uch der Franzosen nur neuer, er­bitterter -ad im deutschen Dolle gesät .Derbe. Dec Redner sprach die Uebtryugung aus. baf) bk Westfalen nicht nachqeben und bin dir Fran­zosen trotz aller ®rs>a(tuten keinen Orfolq er­zielen werben Rach der mit stürmischen Heil- rufen ausgenommenen Rebe gelangte eine ®n l fchliedu ng zur Annahme, tn brr die in Dien lebenden Reichsdeutschen rfxr<*n innigen Anteil an den Sorgen und Bebränanllsen brr Heimat ausdrücken und dankbar tegiüten. bad die Reicht- rtgkrung einmal der Dell zeiat. bad ein ODoTI, auch wenn es den Ärkg verloren hat nicht mahl o» geknechtet und ausgeplÜn de r t werden kann. Die Reichsdeutschen Wiens ri chten an die Drüber Im Da «Zante die Ditte, allen Pa.teihater zu telerkigen und ge- mdnkim am Diederausbau des Da erlandes zu arbeiten. Rach der Kundgebung begaben sich dre Teil nehme r zur deutschen Oesandtschast, wo die <?-esandtschas,«slaage zum Zeichen der Trauer aus halbmast gehißt <Dar. und überreich­ten dem Geschäftsträger von vcharssenberg bk Sntschlieswna. Sodann löste such der Zug ebne Zwischenfall auf.

Aeuherungen

der italienischen Presse.

Rom. 22. Ian (WTB.) Die Ruhrkrise be- schästigt die Presse weiter stark. Die großen Dlätter sind sämtlich durch Sonderberschte un­parteiisch eingehend unterrichtet. Brfonbers die politische Seite der Ruhrfrace tvird heute viel lxhandelt. Die Turiner .vtampa" fordert Ita­lien aus. mit Gnaland gegen Frankreich zu refym, weil die Interessen Italiens eS so verlangten. Italien dürfe und könne ni<ch neutral ble.ben. fenbern müsse sich klar entscheiden: denn eine energische Haltung Italiens würde Frankreich zwingen, hon dem Abgrund, in den es sich und gtinfl Durova stürzen volle, zurüctzutreten. Die übrig« Presse bespricht beifällig die diplomatischen Aktionen Italiens zur Lösung der Krisis. ,® l o r na le dI t a l i a" spricht von UntettanNun- 0<n zwischen Rom und Berlin. sowie Rom und 'Paris .Idea Rationale" fordert Englanb aus. Italiens Schritte zu unterstützen. Englanb dürfe nicht weiter zögern: denn je später 's ein greife, desto mehr werde der FriedeSuropasgesührdet. Derlin müsse versichert werden, baf! die 0 In beit und lln- abhängtgkeit Deu tschlands unan­tastbar Nnd. .Tribuna" und .Diornäle di Roma" würden gleichfalls Englands Initia- tirx zusammen mit Italien begrüben. Mehrere Dlüttm stellen die Dedinaung auf. Italien dürfe von eventuellen wirtschaftlichen Abmachungen mit Dcutfchtanb nicht ausgeschlossen werden. Rur .Ru ova Pa es e^,® I o t n ile b'3 t a (t a und .'Mornale bl Rom" ironisieren den französischen Optimismus über die Vorgänge im Rvhi gebiet, bewundern den deutschen Diderstand und finden die plötzlichm Freunbschaftsanikel der französischen Press« sehr komisch

Die iHtnbhnn^iqr -lrbeiterpartei in (♦iifllai'b gegen Frankreich.

London, 20 Ian. (Wolff.) D e u n a b - bdnnlge A r de lte rpar te i verösfe.-tllcht dne Erklärung, in d«r es heißt, die fran- zös.sch-deutsche Differenz müsse, wenn sie an­dauern sollte, eine ernste Kriegsgefahr Hervor­rufen. Die britische Regierung müsse viel mehr von der französischen Politik abrücken. Das britische Gescixhenlasien der französischen Politik im Ruhrgebiet sei auf den Wunsch zu- rückzuf ähren, auf bet Konferenz von Lausanne die Unterstützung Frankreichs zu erhalten. Die Partei verlangt die (Einberufung einer Delt- konferenz, um von neuem über all« Probleme zu beraten, die der Vertrag von "Versailles ungelöst gelassen habe. D e Partei richtete an 800 Unterabte lungen das Ersuchen, ösentllche Versammlungen am Samstag und Sonntag zu txranftaltcn, um die allgemeine Aufmerksam- keU auf die Lag« zu lenten.

London, 22. Ian. (WTB.) In seiner Rede anläßlich der großen Kundgebung der unabhängigen Ardeiterpanei In Glasgow ver­langte Ramsah Macdonald, daß die Frage der Rechtmäßigkeit des Eindringens In das Ruhrgebiet an das Schiedsgericht des Völkerbundes Im Haag verwiesen werde, fer­ner forderte Macdonald die Zurückziehung der britischen vesatzungStruppen, sofern deren Anwesenheit die gegenwärtigen politischen und wirtschaftlichen Ziele der französischen Regierung unterstützte. Schließilch schlug Mac- donald e ne Gegenpolitik wirtschaft­lichen Uebereinkommens zwischen Großbritannien und Deutschland vor.

Lloyd George gegen die Nnhraktlon.

Di« .Reu« Züricher Zeitung- veröf­fentlicht in ihrer Morgenausgabe vom 20 3a- nuav einen Aufsehen erregenten Artikel Lloyd Ge­orges. in bem bieser |IA In schärfster Weis« ge­gen bi« französisch« Ruhrbesetzung wendet t?r lagt:

Da Deutschland nach einer gewaltigen gemein­samen Anstrengung von Amerika, Italien unb den De »einigten Staaten niebergetvoden und «uwafs- ntt Ifl und seine Arme mit den Riemen eines unnachs'cht,gen Tert tage# gebunden sind, kann mirm<5r irgendeine dieser Mächte für sich allein ungtftmfl sich teteneit erlauben auf bem ,u Bv- brn geHrealen Leid heiumzutramteln Riemanb ktzm.e wissen. v>rs geichiebt, wenn ein taple-es Doll ntm PO Millionen sich vor bem t ölligen Jtjln fiebt Kein an nationale Unabhängig 'ei gewöhn­tes Dolk bat ein fremdes Joch auf btt Dauer er- tragen Ftüher oder später wird De»»tsch.an> un- vernvidlich.ru verzüeif«»ten Gn,lchlüls.-n gebrc '.;L Ötn kommuntfllfches Deutschland würde Gur"^

anfletfer Der frühere Premierminister schlreßr: | .Als die französischen Truppen nach 311 ax mar- [ fchierten, leiteten fie die folgenreichste und ver- mullich die verhüngniSvollst« Bewe­gung ein, die man in Europa feit Jahr- I Hunderten gesehen."

Ein Protest Tschitscherins an die Lausanner Konferenz.

Lausanne, 20 Ian /WTB) Tschlt scher in richtete an ba«* Präsidium der Kons«- renz folgende Tiste:

Trotz wiederholter Bemuhungei der russisch» ukrainisch-gevrgischen Dciegailon, beim Sekretär etne Mitteilung über tei in der Rote Dom 10. Januar angeffinblgten AbkommenSmkamrf über die Meerengenfrage zu erhalten, nuf) ich mit Beteuern feststei'et, daß bisher kein ®r- gebnis erzielt wurde Ts in jedoch kein Geheim­nis md!»r. daß der Ontourf fenlqarfkellt wurde unb sich bereit- in ben Hänben terschiebener De- (egatlcitm befindet. Ich muß tetter aut das leb­hafteste über bie'eZ Dorgchen dec einladenden Mäch'r protestieren. die nicht nur Rußland und seine Verbünde «n rx>n den Besprechungen über dies« Frag« au-odchlollen haben, sondern Ihnen nunmehr auch Die amtlichen Dokumente oorzu enthalten suchen. Dleich-eitig halte Ich es sür notwendig, kategorisch Die Zustel- lu ng des betreffenden Entwurses a u verlangen, indem ich mich auf die Fvr- Ortungen unserer Roe vom 13. Januar ftütie, tr-orin mts Öfc Rotwenbigkeit hingewiesrn wurde, die M«rcnsensrage tn ®egentr<irt aller beteilig­ten Mächte zu besprechen Ich beehre mich, Ihnen mitzuteilen, baß für bi« von mir geführte Abord- nung eine Frist von brei Tagen unum- Jänglich nota>enbig ist, zwischen bem Empfang deS InttrurfS unb Der Sihung des Meetengenaus- schusses, worin er beraten werben soll.

Aus Stabt unb Land.

Gießen, ben 22. Januar 1923.

Anzeigen-Annahme.

Die Entgegennahme don Anzeigen findet bis zum Abend bot dem Ausnahmciag statt; An­zeigen für bi« Samstagsnummer müssen spä­testens bis Freitag mittag aufgrgeben sei«.

Geschäftszeit

don S12'/? Uhr und von 25'/, Uhr.

Zum Besten deS (Evangelischen Schwesternhauses.

In den nächsten Wochen wird eine Sammlung Aum Des!en te* Evangel. Schwesternhauses In Der ganzen Stabt in Umlauf gefetzt. Sie wirb von Damen der b.er Klrchengemeinüen mit geiiempel- ten Listen zum Einträgen der Deträae jeder Haushaltung vorgelegt werden. Der Allgemeine Dcrcin für Armen- und Krankenpflege unterhält daS Svangel. Schwesternhaus mit Krankenstation, Altersheim, Hospiz, und Krippe unb ergänzt ble Stäbtische Armenpflege. Sein« Einrichtungen kommen allen ohne Unterschieb der Konfessionen uigutt. Die überaus segens­reiche Türigkett tes Schwesternbaufes ist genü­gend bekannt, sie umfaßt Stadt und ßanb in weitem Umkreise. Die Zahl der Schwestern ist beschränkt, In unermüd'.icher aufopfernder Pflicht­erfüllung widmen fle sich der Pflo^ der Stranten. sie fitzen in oft kalten dunkeln Stuben als Racht- wachc bet den Schwerkranken. Die wachsende Säuerung macht eine reich.iche Unterstützung der Anstalt ersorderlich. wenn nicht der Derein ge­zwungen sein soll, seine segensreich« Tätigkeit erheblich einzuschranken. Sine uma fenbe Hilf« ist nottoentlg. Das Land hat reichliche Zuwen­dungen an Raturalien gemacht, nun ist es Ehren­sache der Stadt, ble Anstalt mit Geldmitteln zu unterstützen. Daher ergeht an alle Mitbürger die herzlich« Dltt«: Oc fnel der Sammlung Herz und Hand, gebt reichlich und mit Freuoigkelt. Jede Gabe soll willkommen sein.

D l e Wahl des Kreisausschusses des Kreises Gießen ist aus Donnerstag, S. Februar, sestgesetzt worden. Der Kreistag hat 6 "Mitglieder und 6 Ersatzmänner auS der Zahl der zum Kreistag wählbaren Angehörigen des Kreises nach den Grundsätzen der DerhältntSwahl tu Wahlen. Dl« Wahl fIntel von 10^ .bis 11 Uhr vormittags in tem Sitzungssaal des Reaierungs- gebäute«, Landgras-Philipp-Platz Rr. 3. statt.

* 7 0000 Papi«rmark sür «In Iwanzigmarkstück. Der Anknus von Gold für bas R»ich durch die ReicbSbank und Post er- h)lgt In ter Wvch.' vom 22. bis 28 d. Atts. zum ']3rvUe von 70C00 Mark für ein ZwanzrgmarkstüS. 33 000 Mart für ein Zehnnarksdüct. Für auslän­dische Goldmünzen werten «ntsprcch«nte Preis« gezahlt.

Der An kauf von Reichssilder- münzen durch die Re chsbank und Potz c folgt oom 22. d Mts. bis aus weiteres zum löOOfachen Dctrag« des Rermwenes.

" Zur Rachahmung empfohlen. Dl« "Beamten und "Bcamtlnret ter Firma Dän- nlnget Ulten beschlossen. 2Profit ihres 3a- nuargehaltes den hn Ruhrgeb:«', vvm Feinte be­drängten Dollsgenvslen zur Verfügung zu stellen. Brat>ol

Der Verein Bavaria In Gießen bat von einer Versammlung im Gaßhos .Hinden­burg- an Fritz Thyssen in TI;(beim (Ruhr) folgendes Telegramm geschickt .Ihnen unb allen TetvoMencn tn teut!4xt Treue Teilnahme unb Dank für bewiesen« Festigkeit. Verein Bavaria. Gießen.- Di« entschieden« retchstreu« Haltung ter schwcrtedräng'en B üder im 2ruhrg.b,ct wurde mit lebhafter Genugtuung vermerkt

** Zur Bekämpsung verbrecherischer An- kchläg« gegen Bahnanlagen. Reisente und Beamte bat ter Reichsveröehrsminlster ble R.-ichs- lxihn di rett Ionen ermüchttgt. Belohnungen bis zu 1^ 0O0 2HL für bk Ermittelung und An'eig« ter Täter felbs?ändtg auiiufeDen. In ter Regel tollen nicht unter 20 00? Mk. tewillgt werten. Zukunft können bie Belohnungen ter weiteren Entwicklung des Wertes ter deutschen Währung angejxxftt werten Außerortentllchv Belohnungen tonnen hi» zu bitten Sätzen auch bann gemährt uxrben. wenn bie Anzeige schon vor Aussetzung eil« Belobmina erfr.a: Dasselte gilt, wenn durch autergewöhkil'che Um^fchs enk'chlo''enes und lweSmä'nge» Hanteln txrLit^rnf $e Anschläge ibgetnentei ober wesentlich herab^r-ninderi 1 werten.

S'nbrucchSdleb stahl. 'Sei entern Geschä fto kellere:nbruch warten 48 Flaseßen Kognak tn weißen Xognakflaschen,/< Liker, mit Etikett ^Deutscher Wembrand- und gelber und Letßer Kapsel, «mwendet. Dor Ankauf wird dringend cetrarnt. Sachdienliche Mittei­lungen nimmt die Kriminaladiellung entgegen.

Razzia. 3n der vorigen Woche wur­den bei einer Razzia durch die Kriminalpoli­zei In verschiedenen Dinslokalen acht der Ge- werböunzuchk verdächtige Frau.nSver onen zur Äriminalabxilung sistiert. Außerdem warten Wine und Gäste wegen Duldens und Spielens von Glückssp.elen zur Anzeige gebracht.

- Sine neu « M a r ke n s o r.t e. Eine neu« Markeniort«, Angestclltenversicke'unqsmarlen, werden jetzt sämtlich« Postämter und Postagen­turen vorrätig ballen. Sie wird tn 13 verschiede­nen Betrügen für die einzelnen Gehalt»klctsten geführt, also zu 60 Mk.. 100. 170, 280. 420. 600. 820, 1150. 1690. 2310, 3100. 3970 und 4840 Mk. Die Marken sind sämtlich blau in Tiefdruck ge druckt. In ter Mille ist auf einem viereekigen Feld eine Karita» dargestellt, um da» allerlei Derzieru gen laufen .Angestellten-Beri«chrrung" ist in weißer Schritt angebracht, lieber die ganze Marke läuft bi» zur Perforierung ein Schutzton in giüngvaucr Farbe. Er besteht aus einem Wellenlinjen-Guillochemuster. Klasfente elchnang und Wert find rot ausgedruckt Di« Marken find ziemlich groß, 23,5 mm breit. 28 mm hoch. Das Papier Hal das Wassereichen, das di« Buch­staben AD In linker Darstellung wiederholt. Die Postämter müssen die Marien besonders beziehen, nachweisen und verrechnen.

Bornotizen.

Tageskalender für Montag. Qieue Bala, 8 Uhr: Lustiger 2f« b ter Vort ags- ve.etnigung. Hotel Kvoel, 8 Uhr Ter ammlung der Altersgenossen 1873-1923. - Astoria-Lichk spiele, ab beute: .Ein unaeflärter Fall" und Der schwarze Harlekin". Lichtsvielhau», Bahn- bpf(träte: »Der Rhein, Deutschlands Strom In Vergangenheit und Gegenwart". Palast-Licht­spiele, ab teilte: .Das Kind des Karnevals­und .Der verfluchte Hunger nach Gold". 2. Teil.

Die Vortragsvereinigung bittet uns, an dieser Stelle nochmals aus den teute Abend stattsintenden VvNrags-Abend des heiteren Vor- tragskünsllers Emil Kühn« aus Berlin aus­merksam zu machen (s. An).)

2us dem Stadttheaterbureau. In ter morgigen 2ussührung von Leo Tolstois .Macht der Finsternis", die im jetzigen Stadt- thealer zum ersten Male zur 2ussührung kommt, ist fast da» gefamte Schauspielperfonal beschäf­tigt. Die Regie liegt tn Händen von Adolf Telekh. 2m nächsten Samstag, nachmittags 4 Uhr. ist auf Dielfeitigen Wunsch eine Volks­und Schülervorstellung von Schillers .W 11 he 1 m Teil" bei kleinen Preisen angeseyt.

LVcttervorauSsage

Wolkiges, ater lroden«3 Welter bei westlichen Winden, nachts leichter Frost.

Gestern zog im Aorten em Xlef noritber das verbreitete Schneefälle hervorrief. Der Druck bat mietet allgemein zugenommen, doch bauert das Sinstrvmen ozeanischer Lust noch an.

Landkreis Gießen.

. Grohen-Duseck. 18. Ian. Der Land­wirt Karl Heinrich Wagner und Ehefrau Eine, geb. Dori, feierten am 16. d. Mts. das Fest ter Silbernen Hochzeit. Der Gesangverein Heiterkeit" erfreute das Jubelpaar durch ein Ständchen.

®rünbecg. 20. Ian. Die diesjährige erste RutzholAverstetgerung hat ter Stadt einen Erlös von etwa 45 Millionen Mart erbracht. Die Zuschläge durch den Gemeinoe- rat erfolgen auf Grund folgender Angebot« für bei Festrn ter: Bu^enfcb nt Holz 1. und 2. Kia fe 160 200 Mk.. 3 Klasse 140 000 Mk - Kirfernschniii- Holz 132 200 Mk.: K.e ernbauholz 93 000 Mk.: Eichenschnittholz 2 unö 3. Klasse 175 000 Mk.: Eichenstammhvlz 3. und 4 Klasse 145 000 Mk. Unter ten aröteten Ausgaben, die im lausenden Jahre aus diesen Beträgen gedeckt werden sollen, tefInten sich die Kosten einer schon fett Jahren geplanten, dringend notwendigen AuSdesserung des Kirchturms. - Die städtische Hunde­steuer wurde für 1923 auf 1200 TIL festgesetzt Infolge Reibungen fischen tem Bür­germeisteramt und dem M i e t« 1 n l ga n g » a m t hat der Dorsihend« bes Rkletelnigungsamtes sein 3m t n l« ber­ge l e g l. Der Gemeinte rat nahm die Rücktrttts- begrünbung In einem ausführl chen Schrei>en de- ballelo» zur Kenntnis Der Fischerei- p a ch t p r e I s wurde zur Anpassung an die ©eltenttrertung für 1922 verzehnfacht, für 1923 soll er mindestens verzwanzigsachl werten. Einstimmig genehmigt wurde «in Antrag, allen Grünberaer Bürgern das Holz zum Sarg« kostenlos zur Verfügung zu stellen. Zu diesem Zwecke soll ein entsprechendes Holz­lager eingerichtet werten. Zu Wiederau f- bauarbetten in Rvrd-Jrankrelch muß nach tem DerteUungsplan aus unteren Ge - meindewald Rutzholz abgegeben werden Die Vtersörsterei 2leOer-Obmen schlug 300 Fest- meier Fich «nslammbolz vor, ter Gememde a: be­schloß sedocd. mir 200 Frflmeter zur Verfügung au stellen, da 100 Festrnete in »rünterg selost benötigt werden Selbstverständlich wirb bas Holz erst geliefert wenn die Reichsregterung bie Re- paratiimslteserungen an Jrantrnch mietet auf­nimmt.

«reis «Isfeld.

Eifa, 20. Ian. V«l einer Wild­schwein 1 a g d Im Bezirk Kölnberg erlegten die Förster Büttner and Schanz von Ralnrvd je ein Wildschwein.

Ard* Lauterbach.

Herbstein, 20. Ian. Bel der Der- pachmng der Gemelndefagd wurde ein Pachtpre'S von über 2 QHlfllonen Mark erzielt. Päd:er sind die Freiherren Riedesel zu Glsenbach.

Mrri* Schotten.

Laubach, 20. Ian. Zwei Sau- bacherlnnen in Amerika haben ihrer alten Heimat in edler Welfe gedacht. Lena F l | m geb. Bayer sandte für das Stift 13500 Mark unb ebensoviel für arme Kinder, Frau Ellsadech Schad übermittelte für das Stift 20 000 Mark.

Ulrichstein. 20. Jan. Gestern abend fand im Saale der Gastw'rrfchaft Groh eint von Frauen and Männern überaus stark be-

lUMte Protefrvenammluna gegen Mt franzöf.sche Raubpolittk statt. Den Dorsitz fühNe Stadtrat Appel, als Redner war RetchStaaSabgrordnerer K o r e 11 erschienen, dessen Ausführungen starken Beifall fanden. Nachdem auf Dorschlag von Dr. B r u ch h a u- s e r das deutsche L.ed gesuugen war, fand fol­gende Gmschl eßung cinfetmmig Annahme: -Die Dersammlung erhebt emschietenen und entrüsteten D I d c r sp ruch gegen die fran- zösksche Raubpolitik am Rhein und an der Ruhr. S'.e dankt allen Deutschen, die so treu aushalten und gelobt Standhaftigkeit und deutsche SI n iig f e IL

wg Gedern. 22 Jan. Hartem brr Fürst zu S lelterg-W ernigervte-Getern bk Umjxinb- lung tes birfigen. 'eil 1968 beftebenten Fürst- ii<Un Slechenyau'es fn ein kleines Bezirks- krankenhaus genehmigt hat Ist ein BeNtag zwilchen der SürmUxr Berwaklung unb brr Gemeinte abae'chlc''«' motten, welchrr auch bie Zustimmung 5er Zuständigen flaatHdxn Beßörtev gefunden bat. Danach überläßt ter Fürst bev Gcmeinte bas 6k4e ibaue frei, zunächst auf die Sauer von 10 Jahren, ferner ten 3tnfenarrfdL einiger Ottftungrn unb frei 20 Rm. Buchenholz auS feinen Waldungen. Die "Torbrreihingen sind in vollem Gang, unb die 3nftanOkniing*ir6ei»n lrerden toobt demnächst beginnen Die entstehen­den Kosten sollen von ben Gerne inten tes Gebe- n«r Bewirf» getragen werben nach Maßgabe khoer Slcutrfraft. 3ur Wedung tes Iniereffes für dir Sache fonb auf Veranlassung bes Kreisamt» Schotten eine Versammlung statt. In welcher bk einschlägigen Fragen tesptoden trurten; geiaten raren hierzu Mc Bürgermeister. Gemeinterüte unb Kreistagsmitglieber bet Betirksgemetnbm. sowie bet bereits In brr Sache tätige Ausschuß Einmütig war man ter Meinung, baß etn drin­gen tes Bedürfnis Dorfiege.

Ard* Friedberg.

* Friedberg, 20. Ian. Heute früh gegen 4 Uhr gelang es der hiesigen Polizei. Im hiesigen Bahnhof drelKircKenräuber fest zunehmen, dle, wie nacßttägllch fest- gestellt wurde, d e Kirche In Dorn-Assen- beim vollständig ausgeräubert hatten. Es sind dies 1. der Arbeiter Otto Rybaczeck, geb. am 28. Rov. 1900 zu Dom-Assenheim, 2. der angebliche Kaufmann Wilhelm Georg Luther, geb. am 8. Februar 1898 zu Frank­furt a. 1, 3. der Arbeiter Ernst Hecker, geb. am 17. Mai 1901 au Elberfeld, angeblich sämtlich wohnhaft zu Frankfurt a. M. Den Dieben waren folgende Gegenständ« In die Hände gefallen: 1. Gin Deihwasserkessel, 2. ein Weihrouchkefsel, 3. eine Deihrauchschale und 4. 18 verschiedene Gegenständ«, teils aus Gold, Silder unb Messing. An Einbrecher- Werkzeugen fand man im Besitz« der "Piebt englische Schlüssel, Schraubenzieher, mehrere Fellen, 11 Dietrich« unb 6 Rachschlüss«!. Za hrer Derteidlgung trugen sl« Scßlaqringe bet sich.

* Dad-Rauheim, 20. Ian. Der WasserpretS tourte mit Wirkung vom 1. Januar ab auf 100 Mark für das Kubik-

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meter erhöht. Don da ad kostet das Gas 180 Mark, die Elektrizität für Licht 200 Mark, für Kraft 180 Mark.

Butzbach, 20. Ian. Hier wurde ein HauS-undVrundbesltzervereln ge­gründet, bem sofort über 70 Mitglieder bei- traten. Zum Dorsitzenden wurde Rentner Wagner gewählt.

Münzenberg, 20. Ian. Utter btt Versteigerung der Mafsengrund- stüde bei ter Felbberelnlguna Mün­zt n b e ra wird uns von amllicher Serke mit- geteilt: Bei ter Terftvigeruna von ttma 152 Rcrmalmorgen Land I Acker. Wies«. Gradgärken, Bauplätze) wurden In Münzenbeta 9? O92C00 M mldi. Damit möglichst Jeter Beteiligt« etwas steigern konnte, durfte niemand mehr als 3 Mor­gen Land steigern. Di« btfher «nkstanbenen Ko­

sten belauft n sich auf rund 5l/i Millionen TU art Es flnb ient noch größere Kulturarbeiten, ins- befenbert (Ffxruffleruncen unb Bvtenvertesserun- gm ausAUsühren. wozu ter In mebreren Jahres­raten fällige Steigprei» rerwentet wird, da tet ter Deullgm Krediknol bk Durchführung ter An­teilen nur erfolgen kann, wenn bi« Feldteretnk» gung selbst laufend« Einnahmen hat Falls Ueberfchuß nach Abschluß tes Verfah er« ver­bleibt. wird «r ter Gemeind« zu zweckentkprtche»- ter Verwendung zu geführt

Hrsscn-Nassaii.

spd. Frankfurt a. M. 21 Ian. In tef Wohrrung tes Händlers Robert Keller, 5Jiürenflra6e 5. hob bk Kriminalpolizei in ter letzten Rächt dne S p le l« r g t! e l l s cya f t au». Dk um hohe Beträge .Meine Xante, tetne Xant^ kptelt«. Pit Spieler tourten nach FtststellusU ih «r Perfona'.ltn eHla'kn Wenig« Ctunten '- ter beobachtete bk Po lk< bah dte Spieler bei»- sich wieder zurüdkehrten und In brr Wo^ rrung. in ter fich ein eigens dazu «ingerlchtttts 3imme- brfand Diesmal drang ble Polite' do* allen Seilen in bas Haus «in unb stellt« aber- mals 20 Personen beim Spiel ML Au» einer chrmischen Fabrik stahl dne Arbeiterin au» Offenbach dne g rötere Meng« Sb In In unö verkauft« e» mit S)t.'e verschicbener Schtrter nach Berlin. Di« Diebin, fowi« kchs ter Jitter wurden fest genommen. Der Firma ttaftlla tour­ten vor furym zwei Fässer Jod g« st- lea Eins ter Fässer ermittelt« man letzt M einem SpeteteiHändler und stellte als Dieb« zwei 23|ährig« Arb.4l«r aus Hanau fest.

fpd Frankfurt a. M. 21. Iwn. 9b Geiamtou-gaben her Straßenbahn flde» na* ben |.:ng'?tn Berechum,«n auf 6 l<üOOOOfl? Mark. Denen Einnahmen in Höhe von iJ 155CC0CW Mark en:gcg<nft«b«n sollen. Der neue TnrÜ lieht ein« 1 SOpr ozentlg« Erhöhung d«r Fahrpr«lf«vor Di« Fahrlrn bis 2 Kilometer sollen 80 Mk. bis 5 Km 120 Mt. ute: 5 K» 140 Mk kosten Rctztarien werten 24 00? 2XL, Monat»kanen für eine te'rlmmie Strecke 11 OX) M» 14 000 ML kosten Für telonbert Fälle flnb Er­mäßigungen vorgesehen Ob bei bieten Preisen noch viel« Leute fahren werten, MN abzuwarien.

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