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Ur. 169

drfö«tnt täglich, eefctr S«** «md ffel erlag», rnftHrSoeete^sMlagt: ®ie^tn»r Jom(li«nbl4tln See«tll*«»<iif«ertl|r 20000 Vlorlidn|d)lieh(l4) I:6gnlot)n,öunt)Oit'Po|l 2OOOOUlorh.aud)b 7lid)t. »rMjeine« «injtlner Thim. mmi fwfolgt t>6btr«r icteeit - A er n Ipr td). Anschlüsse fürdieLchrist. Ititung 112; für Verlag und iSeschäfiastelle 51. Unlchrtft lut Drahinach- "chlen >,zeiger »letze».

SellSedfoeto »rl *. M 116*4.

Erft« Blatt

175. Jahrgang

Samstag, 21. Juli 1925

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

vnick 0R- Verla-: vrühl'sche Uulversikäk» Sich. >«b Sttinörndertl R. Lange In Gießen. 8chriftleltnnq nnb ScschiftsfteSe- Schullkraße 7.

A»»ahme ooi Seieigen für die lage.nammet bi» ium 71ad)mittag oortyer obnejebe Uerbinb(id)MetL preis für 1 mm Hobe tut Sn,eiqenD 27 mm Breil, örll 500 Ulk , au,w4ri» 650 Ulk ;»ür Reklame

Breite22001)1!<< Dlat;- Dondirni J ) . 2luf'd)lag Hauptschrntleiler -lug. Ivoetz verantwortlich für 'Politik: 3uq ®oen. für den ubriqen Äeil Ernst Blum diem, mrOen «njeiyc'-i«.. '-aris oel, |ä m : l. di i ii iB . e | e n

Wochenrückblick.

Da# r a p i b e Anschwe 11« n her Preise cTIer Lebens- und Pcrbraitcksmillel von Tag zu lag bedrückt unO ang'tigt alle Bolteflanen, und die Ungcwißbeii bet nach- sten Zukunft erweckt bange Fragen und Pro- pf>ezeiungen. Läßt sich an dem dunkeln Schick- lal Deutschlands von uns aus etwas ändern, konnte namentlich die Bclchöreglerung nicht «Ingreifen, um die Toi ein^ubammcn, das Vermeidbare zu vermeiden? Die Frage liegt auf ANer Lippen, und meist wird sie mit Bit. terkeit beantwortet, denn daß Schuld und Frr- vel den Tiebergang der brutschen Wirtschaft begleiten, ble ziemlich schutzlos dem Wetter der Zeil preisgegeben ist, bas ist beinahe |cbem klar. 3n der Tat, wir haben drei Teichs­ministerien, denen di« Regelung wirtschaft- licher. finanzieller und sozialer Fragen obliegt, aber e# geschieht nichts Durchgreifen des, wie es unter lv außergewöhnlichen Umständen erwartet werden konnte Es fehlt der einheit­lich kühn« Griff. den Herr Cuno. der Reichs­kanzler. allein nicht tun kann, denn er ist nicht Diktawr. sondern er steht an der Spitze einer Koalitionsregierung, und feine Hauptausgabe ist die Leitung der Außenpolitik, das schwie­rigste und en^cheidendsie Werk. ES fehlt uns offenkundig an einer großzügigen Organisa­tion unserer obersten Reichsstellen Wie die QHhvfterpoften heute vergeben sind, sind sie nod der HauSrat der nachrevvlutionären De­mokratie. die kühne oder gar geniale 3niuatit>c nicht gestattete Warum haben wir eigentlich ein WirtschaftS-. ein Finanz- und ein Arbeite­rn in isterium nebeneinander? Auch die..Deut- schc Tageszeitung-, von ihrem äußersten Rcchtsstandpunkt. meinte dieser Tage, daß sie einander wohl rm TBegc stehen. anetnanbxT vor- beireden und ein rechtes, gemeinsames Ziel überhaupt nicht finden tonnen. Eine Art Wirt­schaftsdiktatur. oder wenigstens eine Planwirt­schaft auf den eigenen Grundlagen Deutsch­lands. so unabhängig als möglich von Inter­nart onaten Geldspekulationen. etwa in den Sahnen der von uns kürzlich wiedergegebenen Gedanken derKöln. Ztg", wäre sicher förder­lich. Statt dessen bewirken vereinzelte Gin­ffriff« ober Kunstgriffe In den Derisenhandel nur neue Verwirrung. Die Stabilisierung oder auch nur die Verlangsamung des Sturzes der Mark gelingt so wenig wie die Festhaltung der Preis«. Die amtlichen PreisprüfungSslellen sind gänzlich machtlos geworden, die Kla­gen übet Preiswucher werden heftiger denn je, und doch muh jeder objektive Beobachter die- fer rasenden WirtschaslSmisere einsehen und zugeben, dah die mittelständige Geschäf.Stvelt in dieser Flucht aller Werte keine Seide spin­nen, keinen dauernden Ratzen einheimsen kann. Die Unlust, in redlichem Handel Ware umzu- seyen, wächst, und nur da" unstete Gewerbe d.'S Schiebers schiehl in die Halme und verunstal- tet unsere heutige Gesellschaft. Die neuen Richtlinien für wertbeständige Löhne, durch­aus aus Forderungen der Gerechtigkeit ent­standen, fügen sich ebenso zwangsläufig in diese ganze Entwicklung ein wie die enorm er­höhten und nun wahrscheinlich bald ebenfalls dem Grundsatz der ..Wertbeständigkcit" fol­genden Eisenbahntarife; allein eS ist klar, dvh der Markslurz dadurch wiederum neuen Antrieb erhält und das allgemeine Ge'.'hl der rAL^altbarleit dieser Zustande wachsen --uh.

ES ist nicht weiter verwunderlich, dah bei den neu erhitzten Gegensätzen von Links und Rechts der unheimliche Schatten 'Bürger­krieg gelegentlich auftaucht. Jm Mißmut des VolkSmundeS wird dabei ein allgemeines Dreinschlagen verstanden, dah der Besitzlose gegen den Besitzenden sich wendet, wobei frei­lich das Endziel der Rettung unserer Wirt­schaft und Kultur vollständig verschwinoet. Aber auch wenn die politische Leidenschaft eingreift, die Unzufriedenheit organisiert, um Parteizwecke durchzvsechten, bleibt eS ein un­besonnenes, verderbliches Beginnen. Mit vol­lem Recht betont die Reichsregierung in ihrer Proklamation, daß ein solcher Bruch der gc- seylichen Ordnungdurch Gewalt nur den äuße­ren feindlichen Mächten nüyen würde. Der deutsche Vvlkskörper könnte solche reooiutio- nären Erschütterungen schwerlich noch einmal ertragen, er vermag sich nur zu erholen durch den wachsenden Geist einer vernünftigen Volksgemeinschaft. Diese ist ja. trotz vieler Hetzereien von Links und von Rechts, langsam aus dem Vormarsch. DaS große Fest der Deutschen Turnerschaft in München ist z. B. ein Zeugnis vaterländischen Zusammen­lebens innerpolilisch vielfach ungleicher Schich­ten. Wir möchten den OptimiflmuS der ReichS- regierung teilen, daß die überwältigende Mehrheit unseres Volkes es ablehnt, sich in blutige, innerpolirifchc Kämpfe hineinheyen zu lassen. Was an unserer Verfassung, an der Organisation der ReichSministerien. verbesse­rungsbedürftig ist, das läßt sich auch in sried- lichet Verständigung anbahnen. Dese fried­

liche Verständigung muß daraus halten, alle 3anfäpfel aus dem politischen Leben möglichst zu entfernen und nur die wichtigen politischen Streitfragen der Gegenwart gelten zu lassen. Die Ausgabe, den passiven TBiberftano gegen­über dem auheren Feind auf die Höbe der Wirkung und des Erfvl si'S zu bringen, ist nicht parteipolitisch zu lösen Da gilt eS viel­mehr. eine starke Einigkeit bauecnD auszurich­ten Schwind ei der Vemichtunqsgeist Frank­reichs, d h. i.*rb er durch beuifiw Beharrlich- feit und Einigkeit besiegt, so treten auch die löblichen Wirtschaft#- und Finanznöie zurück.

3n dem englisch-sranzösischen Ringen wird vielleicht immer noch nicht zum letzten Entscheidungsgange angetreten Man munkelt von Kompromissen, die noch vor der Formu- licrung der englischen Antworrnoie. an der das Londoner Kabinett nun schon feit Tagen arbeitet zustande gebracht werden könnten. Dabei ist den Pariser Meldungen, die nun­mehr sogar von der Möglichkeit unmittelbarer französisch-deutscher Unterhaltungen reden, kaum zu trauen Herr Poincare will höchstens die Endlösung der Friedensfragen txrfchlcp- pen. Der .Malin" spttcht von dem Vorschlag einer .Zwischenlösung" auf etwa 15 fk>hre; dann werde sich vielleicht eher herauSstellen. was Deutschland noch *ihlen könne. Wenn die Herren Baldwin und Curzon daraus sich einlassen wurden, so wäre die englische Staatspolitik geradezu proftltuiert 3hre Grundsätze toären umgefallen wie morsche Pfähle Roch ist eS nicht so weit. Gestern hieh es in einer Londoner Meldung, der fran­zösische Botschafter habe Lord Curzon sprechen wollen, dieser sei aber .beschäftigt" ge­wesen, und so habe der Franzose mit dem zuständigen Unterslaaissekretar verhandelt. Lord Curzon hatte demnach etwas Besseres zu tun, als unfruchtbare Gespräche zu führen, und seine Ablehnung des französischen Be­suchers sieht nicht gerade wie eine bed.nitsame Annäherung der beiderseitigen Standpunkte aus. So bleibt also auch in dielet entscheiden­den Frage vorerst noch alles dunkel. Die amtliche deutsche Politik aber in solcher Lage kann, ti>ic der Reichskanzler kürzlich richtig hervorgehoben hat, nicht öffentlich auf der Straße gemacht werden Starke Mittel 'stehen nicht zur Verfügung; so gilt eS denn. In An- lehnung an das Vorgehen Englands auf- merksam und vorsichtig das bescheidene Ruder zu führen, das unserer Regierung geblieben ist, um die Richtung zu suchen und sest- zuhalten, die im deutschen 3nterc|le liegt. Was in dieser Beziehung neben dem Reichskanzler der deutsche Botschafter in London jetzt zu leisten tveih, das wird später einmal einer bedeutsamen geschichtlichen Kritik unterliegen.

Die (Erörterungen um den Fort­bestand der (Entente.

London. 19. Zull. IWolst ) Der politische KomlporCent der .TR o r n l n g P o st" schieibt, in Per Äabinctlflhhurtq |?i b-*m Wortlaut des Mantelbriefvs natürLd) graf?? Sorgtall gewidmet ttortkn. Die Borberetunj des Antworteniiriiisefl sei fr ne ganz einfach? Sach?, denn eS handle sich um eine Darstellung n'cht nur der brutschen P->|i- tik. sondern auch der Argumente, bie für diese Politik sprächen Aufl b.clem Grund befchästigt -n sich die Minister to eingehend mi! diesem Schrist- Hud. Eine Meinungsvertchedenhrit innerhalb des Kabinetts über bie Politik ohei über die Metho­den. mit denen diese Politik wirksam gemachi trerben sollte, besteh? nicht

5 le .Dime S" schreibt in einem .Entente" betitelten Le tarttkel über tne gestrige Kabinetts. Iiyun7^ eS sei nicht leicht. einen Schritt zu unter- n;hmcn, der vielleichi die europäisch? Lage we­sentlich verändern werde, und e» wäre nicht b?- bäuerlich, wenn de enbjültige Dntlch.-idung noch einige Tage aus sich ©arten lief, vorausgesetzt, daf lic fl u t fei und dei östentlichen Meinung ent- spieche Dfl fei möglich, bah die Regierung jent fehl ernst hast an die Zukunft jener besonderen Vereinigung denke, die als di? Cnie.ite be^ichnet Uxrie Di? lungsten Ereignisse machten bu Frage akut, ob diese» intime Verhältnis als ein 3n- ftrument des Friedens gebraucht werden fonn? ober nicht mit anderen Worten der Fortbe­stand der Latent« zwilchen Frank­reich und Großbritannien werde jetzt ernstlich erörtert Die .Times" gibt n,ch- malfl eine lleberkicht über die bekannten Riet- nungSverschiebenbeiten zwischen Frankreich o.id England San groheS Hindernis für bie Wieder- ausnahme allgemeiner Vefprechungen über die grundlegenden Fragen der deutschen

Ge'amiverpslichtung. der Zahlungflmet Hoden

und auch der Regelung der inter­

alliierten Schulden bildet die Forderung Frank­reichs. dah die Alliierten gemeinsam mit ihm von der deutschen Regierung verlangen sollten, daß sie den passiven Widerstand nicht mehr unterstützen Di« britische Regierung wünsch« bi.» Verhandlungen im Interesse einer allgemei­nen Lösung zu erneuern daS heißt zu dem Zweck, bca die französische Regierung im Ruhr­gebiet ebenfalls zu verfolgen erkläre Ls fei Sach« der französischen Regierung, die gemeinsame Ak­tion fruchtbringend und wirksam ;>i gehalten ES fei an der französischen Regierung, ihre Sonder-

a k t i o n dem gemeinsamen 3lc( nnterzuord- nen Die Entente deren weitere Wir famfeit jetzt in Frage liebe, fei fein einseitiger Pakt, sondern eine girßzugige Verständigung auf der Grund­lage sieitz illigen 3u|ammen1diluffe# Sine g e - meinsame Aktion sei immer noch mog - I i ch Sie werde gclörbert werden wenn in Fiunt- reich anerkannt werde biß dte britisch,' Rleinung die rm F>a ikieich im Ruhige iet an.-,? raubte Melhrde weder mit Wert noch mit der Tat bil­ligen könne und wenn gleicbieitig klar geni.rcht treibe daf> Großbrita imen eben Io wi. F,ankreich entschlrssen sei. zu er eichen .bah Deuffchlanb leine Verpstichtunge» erfülle .

London. 20 Zull IWolff.) Der dipl ima- tische Veiichtcrftatter deS .Dai In Dole- graph führt au#, die Aimosphäre m AIli - lerten-Diplvmatenkrcifen fchelne op­timistischer geworden zu L in Von aub.-n betrach ei sei eS aber zw.iselhast. ob in dm interalliierten Lage irgendeine W'ndung einqe- treten sei. die verstärkt.m Grund für Optimivin iA biete Die letzten in London cingclaufenen Mel­dungen übe, die vvrauSsichtlick. SVihunq der fianrösischen Regierung lauteten dahin. V o i n- < a i / werde vielleicht bit . Unsichtbarm.rch.itig" der militärischen Veletzung zustinimeir. Mr- auSgesita. bah er mit der Rachgi .'bigk.it der deutschen Regierung und der deutsch'» 'V»'vv!k.'- rung zufrieden sein könne. er itnrbe sich aber nicht bereit zeigen, die Belegung zu ebv.m Lalbigcn Zeitpunkt vollkommen u beenden. l*e- soiideis im Essener Bezirk werde e fi aafiechterl>alten. bis D.'utlch!.>nd seine Ver;'llis - tungen gegenüber Frankreich r c fl I o fl erfüllt habe Auf-erdem wolle Poincar ' nicht auf die gegenwärtige Slfenbabnregl.* ixi ,i j> en u rd er werde auch di« Bmb.battu ig der prodnkli n Psändei unter französischer oder allii-rten Ä i- tiolle Vorschlägen Dies i>>urde b'-fv'uten l-rst auf dem linken Rheinus.r f ine abtolute R'ick- f«bt zu dem Regime der 3cit vor der Ruhrbesetzung erfolgen könnte. Die belgilch, Regierung habe da» Vcidienst. in ihren Cudi- verständigenvorschlügen einen Berührungspunkt mit der britischen Ars aHung durch den Vor­schlag .{a u f m ä n n i I d) e r" Zahlung-mrlhoden gesunden zu haben Aber wenn auch hie Auffa'- sung vertreten werde daß auf dieser Grundlage ein Abkommen erreicht werden könnte. Io genüge man damit noch nicht der Qiottpenbigteit. eine For­mel zu finbon. die Deutschland die Ginstellung befl passiven Wider st andet nach dem Vor­schläge GrohbrilannienS oder der Alliierten ge- . meinlam ermöglichte . .T.e.r. Ben+itei *:.ifI! i". mehreren von-äufllänchifchen'Kriti'ern verbreiteten sallchen Meldungen entgegen, von denen eine be­haupte. England ermutig' eine andere Regierung, zu intervenieren um von Berlin die Ein­stellung deS pa'siven Widerstandes zu verlangen. Sine andere Rachricht behaupte, daß bei der Ve- Ivrechung zwischen Lord Eurzon und dem Bot- Ichaltee Sthamer am Mittwoch her letztere aus Anregung befl britische; Staatssekretärs deS Aeu- ßeren angebeutet habe, feine Regie ung fei bereit zu kapitulieren und Großbritannien die ganze Sorge für die KapituIationflDcrbanblungeii zu überlasten; der Berichterstatter stellt nachdrücklich fest, dah hiervon in britischen Kreisen nicht« bekannt sei.

Franzosen sich nufl Esten zurück ziehen würden, würde Deutschland Schuldveifcbi e h ingen auf die deutsche» Ellenbahnen an die XcDinuiotu'- kommlssion übergeben Dies? und »n^e'e 'st - regungen sind unformell qemacfi' worden, es wird aber wiederholt, daß leine neu-n Vor schlage gemacht worden sind, die D?it,< hland als Antwort auf seine letzte Rote b.'trachtet.

Tic ^rrhgflrlliinq brd rnqliidirn 3lirtu>ortniftviirfrt<

C ) n h o n. 20 3ulL ( DDB > DaS Rrutersche Bureau crtühit, daß h-r Entwurf der .l 11 c an Deutschland und die Mänteln> t c an kic Alliierten »inmehr vorn Kabinett fer- tigge (teilt n-uriv» und sobald als möglich mich Vai i» Brüstet Rom und Tokio und zur .Insvcmation nach Washington gesandt werde.> tarnt Rian hält eS lür möglich daß die Rote L. iciti morgen in den Händen iirr fvanzösis<1> > Regierung fein wird

DaS Reuteilche Bureau erfährt von zustän­diger Seite, daß die meisten Meldungen, die irie- her über die britische» Vorschläge veröfwntlicht n-urt cn reine Mutmaßunaen darstellen ,s B ist t. i Rede von Vnrfchta wn bezüglich einer Annul crung der Schuld an Droßbritan rie» Ji Frag- ter interalliierte» Schulden lt keine Ai'gel.genlxit. di« in der Antwort an Deunch- lani» zu b h.indeln wäre Sie ist ein Gegenstand /ii , liier Ä9ii c en< 3m gegeirwirtigen Augen- ;..f u crten Bemühungen mfl B.'.-if gesetzt, um lest nf'ellen. n i d.e>e Konferenz zuft.inde gebracht u iten kan

Ter frattFösischc Votschasker in London und) Pnrick abqereift.

Paris. 20 3u(i tWDB > Der s ra nz ö- s i tch e T- ' i f <L - f l c i in London ist heute nachmittag nach Ba:ifl abgere-.fl

Aeuhcrungen Veneschs.

Par is 20. 3i> iWulst , Der tschechofio- tranid>e Auher.minifter Beneid) scheint wäh­lend seiner 21nn*?|cnbcil in Brüssel Dutzend« von 3nterpien-fl gewährt zu haben In einem vom Biüsteler Korrespondenten der .Oeuvre" erwähn­ten .Interview erffärte er u a . alle Welt sei sich batüber einig. dah b*e Schuldztfser Deutschlands auf 50 Milliarden fest­gesetzt werden müsse und man sei beinahe auch lchcn darüber einig, daß die interalliierten Schulden gestrichen werden sollten Di» g ößte Schwierigkeit biet» bi» Frage, In welcher ' Förni Frtrnkreich''die! Üe-s e'tz'u n ß de fl R u h r- g e b i c t e fl modifizieren solle, darüber se! man sich noch nicht Har ®fl liege auf der Hand daß Frankreich unter den gegentvätilgen Umstän­de» niet aus dem Ruhig-st-ie! hcra iflgeben könne r ne batu' ettr ifl alfl Gegenleistung zu er- Ixilten Diele Frage werde eifrigst -wischen Con- den undJkiris leraten. 3n <4 n g l a » trete im Augenblick eine Stimmung aus, bei en Anhänger U rtiildjlen, bah D'utschlanb zur Einstellung befl passiven Wiberstandes veranlaßt werd«. al>cr man möchte öafüi auch, daß Deutschland dafür eine Besserung des gegenwärtigen Belatzungsrogimefl eihalte. auch darüber werd« verhandell.

Keine neuen Vorschläge Deutschlands.

London, 20. Zuli. lWTB > DaS Reu» tersche Bureau erfährt aufl autoritativen Krei­sen. daß eS nicht zu i risst, daß irqenb» welche neuen Vorschläge von deut­scher Seite gemacht worden sind. Als der deutsche Botschafter vor einigen Tagen Lord Curzon besuchte, sei lediglich die allgemein' Lage erörtert worden D'ulschsandS Stellung, wie sie in der letzten Rote dargelegt worden; sei, bleibe unverändert, bis die Antwort ein­treffe. Es sei bekannt, daß Deutschland durch­aus bereit sei, zu verhandeln es könne aber den passiven Wider skand nicht auf­geben. ohne die Garantie, daß Frankreich sich zurückziehen werde und bevor man wisse, zu welchem Zeitpunkt dies der Fall sein wird.

London. 20. Juli. kWTB.> Heute mor­gen ist noch ein offizielles Tele­gramm aufl Berlin einqetroffcn, in dem wiederholt erklärt wird, daß keine deut- fche Begierung von dem passiven Wider st and ohne gewisse Daran- tien abgehen könne. ES wird erflärt, eS sei auch durchaus unrichtig, daß Deutschland Großbritannien ersuchte, dir französische Re­gierung zu veranlassen, irgendeine besondere Aktion zu unternehmen. ES befiehl Grund zu der Annahme, daß Deutfchland bereit sein würde, bei Erreichung dieser Formeln mit- zuwirken, vorausgesetzt, daß die Zurückziehung der Franzosen allmählich, z. B in drei Etap­pen, stattfmden würde, in welchem Falle Deutschland eintvandfreie Garantien geben würde. Zuerst sollte Frankreich die x3iüil- gewalt im Ruhrgebiet wieder zu la sten und die ausgewiesenen Drutschen ins Ruhrgebiet wie­der zurücklafsen. Eine von den zahlreichen Anregungen, die unformell gemacht worden sind, sei, daß Frankreich sich aufl dem Ruhrgebiet zu rückziehen, aber Essen besetzt halten sollte. Deutschland seinerseits würde darauf alle notwendigen Schritte tun, um sein Barbcrmcgcn und seine Jnbuftric zu hcr- pfänben. Bei der nächsten Etappe, wenn die

Der Terror im Westen.

B o d> a m, 20 3uli ' Dvlst > Heute ertchien in dem Vanboci ichtflflrbäubc eine Abordnung der fmn.ibfifdxm ?<st'tz»n<i«behörde unö erklärte, bah dafl V nnbq«rid>tflqcbä ii bt bifl «um 23 C'iili geräumt fein mülle DaS AktTnmateri al hülfe n'iincnommcn werden - i)t aber bafl Mo­biliar Cbcnfo muß bafl '.l :i t e r f u 4>u ngfl» a e ja n a n i » b'fl zu diesem Zest. unkt geräumt lein 5Xi ^at fingen nicht mehi «um lxnetzten Eel ict gehört, loll dnfl dortige ?llilitärp2lizc:le geiichl von Hattingen nach Bochum verlegt weiden

Paris 20 3usi iWvlst i 5>rvaS berichtet nufl Düffel do rf. »eflcni no ct.-ni nag 2 Ühr feien im IL'albc «wifchen 1 fe! flh« im und Mörfelden öfflit ron Mainz von einer Zoll­patrouille a u c . 21 u t o fl überrascht n'orben, die heimlich hätte» pafficrci wollen. D.i eines bai-on ncrfu.tt habe, trotz des Aiirusifl zurück- Aufobten. habe ein 3olü>oftm mcä:,".v Rc^volver» 'iüffc abgegeben, durch die der (Jbauffcur befl Wagens getötet worden fet Di 3nfasten der beiden Wagen seien unter Bewachung nach Mains gebcacht trordeii

P a r i fl. 20 Juli (WB i Rach einer Havafl- meldung aufl 5histeldorf ist der Bct.ag von einer Milliarde aus der der Firma Krupp gehören­den Zech, .holene Amalie" befchlagnabmt worden Die Befchlagnahme wird mit der Richt zahliing der Kohlensteuer begninbet

K ö l n a. Rh, Zull IWB Am Ist Hüll erfchien in LibIar - Dors ein fron - osstcher Of­fizier und Erklärte dem Vahnhoi^Vorsteher, daß zwischen Bi-üggen und Liblar-Dorf vum 20 Juli auf 3 4 Wra.en der gesamte deutschc iS : I e n- bahnoerkehr gesperrt werde Die Fr m- zolcn beabsichtigten Briketts der Braun- krhlengrnl « Zisfeimaar, die unmlltel» t-ar an der Grenze der englischen und der fran­zösischen Zone liegt, abzusahren Der Offizier et- Härte, daß bie Möglichkeit einer Sntladung für ®üter. die noch auf ber. in Fra^. koininenden Bahnböfrn lagerten, besteben bfeiben sollte, daß neue Zusuhren aber ausgeschlossen seien. Aus der Strecke Jülich - Linnich fah'vn die Bel­gier Ccermaterial ab. osten bar. um die Strecke frei- zubekommen. 3n Dödesberg wurde vor­gestern ein von Köln kommender Pussagier- dumpfer durch eine von französitchen Dendar- men vorgenommene Depäckrevision20Mrnuten aus- gcQallcn. 3n Koblenz nxirhrn tnrilere 25