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Nr- <95 Saxttt» Blatt Siehrn« Bnytger (®tnaal-an}elger für Gb«h«htn)

Das Inkrafttreten der neuen Steuergesetze.

War ht den nächsten Tagen von Steuern zu zahlen ist.

3e toertwn bie eben

erst Dom AelichStag« belchtossenen unb fofort In Äraft tretenben neuen 6teuer- gdefte oerbhentlubt 3m £inbitd auf ifcce hef einf<4>netbenbe Uhrfung halt«» toir rt für geboten, untere Befer mit ben Gdetzen etngebenb bekannt ju machen

Die SchrlftUg

Vie Rhein, und Ruhrabgab«.

3rttfe< I

§ 1. Ht a u ®e r o r be n t (t $>t Abgabe 6xtb ertjoben

I Don ben »in tomnwnlteucrtif (14* i gen, bte auf Grunb bH öekbe« über bte Örhöhung ber Turau «Gablungen auf bietntomme.i- unb Äör- Pcrf<battWeuer Dom S Jull 1923 unb de« ®r- röe» über Vorauszahlungen auf bfe öintomme.i-, <torper14aft<- unb Umfabfleuer oom II August 1923 Mir Entrichtung erhöhter 'BorauÄjablunge.i auf btetÄtDormenfteuer verpflichiet ftnb.

am 2 5. August 1923 ba« Doppelte ber auf Grund ber Ortete Dom 9 3uli 1923 unb 11 August 1923 für bat brüte Äalenber- Dterte0ahr 1923 zu entrufcrenben Vorauszahlung,

am 5. Oktober 1923 baS Doppelte ber auf önmb ber Gdetze Dom 9 Juli 1923 tmb 11. August 1923 für baS letzte Äalenber- Mertel jahr 1923 zu entrtchtenbenVorauSzahtu tg.

am 5. Januar 1 924 baS Doppelte ber auf Grund ber Gesetze Dom 9 Juli 1923 tmb 11 August 1923 für baS erste Äalenber» NtwvWw^r 1924 -.

2 Don ben übrigen Gi-rkornmensteuerpfsich­tiger» (§ 1, Absatz 4 be» Svrvbeß vtxii 9. 3uu 1923). beten gesamte« steuerbare- öinfommen Im Äalcnbenabc 1922 ben Vertag oon et icr TKUlion TOarf überstiegen hat,

am 25 August 1923 baS Hundertfache ber nach bem öhrformnen bet Äalender>ahra« 1922 berechneten Vorauszahlung auf bie öi.ifommrn- 6euer für da« brilte Äafenbertnertdjabr 1923.

am 5 Oktober 1923 bas Z wd hundertfache ber nach bem öinfommen bet Äalenderjahvr« 1922 berechneten Vorauszahlung auf bu iSm- tommenfteuer für bat letzte ÄalenberDiertel- batzr 1923.

am 5 Januar 1924 ba- Zweihundert sich der nach bem öinfommen bet Äafe/tberjahre« 1922 berechneten Vorauszahlung auf bte Ein­kommensteuer für bat erste ÄalenberDiertcI- fahr 1924,

3 Don ben örwerbSgefellfchaften, bu ihr WirtschaftS-lGeschäftS-lJahr 1921 22 ober 1922 in ber Zeit Dom 1 Oktober 1922 bis zum 31 Dezember 1922 abgeschlossen haben.

am 25 August 1923 ein Viertel de- Vr- vagS. ber sich al« Äörperschafttsleuer für ba« Wirtstchasl»-lGdchäft»->Jahr 1921 22 ober 1922 ergibt, vervielfacht mit 600.

am 5. Oktober 1923 unb am 5 Januar 1924 je bie Hälfte be« Betrag«, ber sich al« stvrperschaftSsleuer für ba« Wlrtlchaft«- (Grfchäft«-)Jahr 1921 22 ober 1922 ergibt, ver­vielfach! mit ber Zahl, bte auf Grund ber Ge­sche Dom 9 Juli 1923 unb 11 August 1923 für im Oktober 1923 unb Im Januar 1924 fällige Vorauszahlungen festgesetzt totrb,

4. Don den DrwerbSgeselllchaften. Me ihr A)irtschaftS-(Geschäft«->Zahr 1921/22 vor bem 1 Oktober 1922 abgeschlossen Hoden, bet Abschlüs­sen Dor bem 1 Qtprtl 1922

am 25. August 1923 ba« öinsache be« Be- trage«. ber sich al« ÄdrperschastSsteuer für ba« Wirischafttz-lDrschäfiS-jJaht 1921 22 ergibt, vervielfacht mit 600.

am 5 Oktober 1923 unb am 5 Januar 1924 je ba« Doppelte bet Betrage«, ber fich als ÄdrperschaftSsteuer für ba« Wirts chast«-<Ge- schäftS-)Zahr 1921 22 ergibt, vervielfacht mit ber Zah( die auf Grunb ber Gesetze Dom 9 Juli 1923 unb 11 August 1923 für im Oktober 1923 unb Im Januar 1924 fällige DorauSzahsungLi festgesetzt wirb,

bet Abschlüffen in ber Zeit Dom 1 April 1922 bi« zum 30 September 1922

am 25 August 1923 bie Hälfte be« 1V*rag«. ber fich al« ÄörperschoflSsteuer für da« Wtrl- schaft«-,Gefchäft«.)Zahr 1921 22 ergibt, verviel­fach« mit 600.

am 5. Oktober 1923 unb am 5 Januar 1924 je ba« öinsache be« Betrage«, ber sich al« Äbrperschaft«steuer für ba« Wt>1schaft«-lDe- schSftS-iJah' 1971 22 ergibt, vervielfach! w.ll der Zahl, bie aul Grunb ber Gesetze Dom 9 Juli 1923 unb 11 August 1923 für im Oktober 1923 unb im Januar 1924 fällige Vorauszahlungen festgesetzt wirb

Dir VerpslichluTtg zu brrt ttynmüEugen und erhöhten Vorauszahlungen auf die ötncommen# unb ÄSrperschattSsteuer wirb durch die Derpfllch- "Ivg zur Entrichtung der auherorbe^rlliche» Ab­gabe nicht berührt.

8 2 Die im § 1 bezeichneten Xeilabgabcn toerbe^ ni^i erhoben, wenn sie ben 'Betrag von 100 000 ''Qarf nicht übersteigen Der AeichSminl- ftcr ber Finanzen ist ermächtigt, die Grenze ander« festzusetzen

§ 3 öin Bescheid über die Abgabe wird nicht erteilt. Da« Berufung«verfahren ist auSgefchlos- len Die Defugni« de« Abgabepflichtigen zur Gin- Sber Beschwerde (§§ 224, 281 der AeichS- norbnung) bleibt unberührt

Ist die Abgabe anderweit zu berechnen (8 1 Abs 3). so ist der Mehrbetrag binnen zwei Wochen nach Zustellung der für die anderweitige Be­messung tr.astgrbrndcn Gntsch.iduna <ö.nkommen» ober Ädrver'chaftSsteuerbescheib. AechtSmiltelbe- 'cheid ober berg! ) zu entrichten.

Die Abgabe ist jeweils ohne be­sondere Aufforderung zu entrichten.

Artikel II

§ 1 Von den Personen, bte beim Cfnfraft- reten diese« Gesetze« ein Äraf fahr zeug 'm Gigenbesitze haben, ba« am 1 August 1923 der Ärasifahrtzeugsteuer nach § 4 be« Geletzt'» vom 8 April 1922 tAeichSgeletzblatt I, Seite 396) unterlag, wird eme einmalige auber- ordentliche Abgabe nach den Vorschriften ber §§ 2 bi« 4 erhoben

Wird bat Äraitiahrzeug nach bem Inkraft­treten diele« Des.tzc« ocrdufrrrt. so haftet auch ber Erwerber für die Abgabe.

Der Abgabe unter.icgen nicht

1 im Besitze be« Aeich«. ber Oänfc- obtr ber Gemeinden «Gernetnbeverbände) befindlich« Äraftsaht^euge,

2 Ärahlabryuge im Besitze von Personen, die Im Inland weder Wohnsitz, noch dauernden Aufenthalt, noch Grundbesitz ober Gewerbe­betrieb haben, los em sie eine Steuerkarie für die Dauer von nicht mehr al« sechs Monaten gelöst haben.

3 Personen kraft wagen einschliesslich der Ämftvennibusfe. sofern sie auSichliehlich der Ausübung be« öffentlichen Fuhrhaltevgewerbe« dienen.

4. La st kraft rüder. Lastkraftwagen unb Zug­maschinen,

5 Feuerwehr- unb Ärankenfahrzeuge.

§ 2 Die Abgabe beträgt für jede« Äraft- fabneug bas Fünfzigfache der um den Zuschlag erhöhten Ä r a f t fahrzeug­st ; u e r, die Don dem Äraftfahrzeuge für die Dauer eine« Jahre« nach ben am 1 September 1923 mabgebenöen Vrschrtften zu erhebet wäre.

§ 3 Di? Abgabe ist bi« -um 5. September 1923 bei der für die örhebung der Ärahfabr- zeugsteuer zuständigen Stelle zu entrichten

Artikel III. einziger Paragraph. Die Vorauszahlung auf die öinfommen ft euer für da« letzte ÄalenberDierteijabr 1923 ist am 5 Oktober 1923 statt am 15 TZooember 1923, die Vorauszahlung aut die ötnfommcnfteuer für da« erfte Äalenber- Vierteljahr 1924 am 5 Januar 1924 statt am 15. Sebruar 1924 fällig.

Artikel IV

6 1 Die Abgabe" nach Artikel I und II werden von Abgabepflichtigen die bei In­krafttreten bl de« Ddetze« in den besetzten Gebieten ihren alleinigen Wohnsitz ober ge­wöhnlichen Aufenthalt ober Ort der Lei tu tg ge­habt haben, fotme von den Abgabepflichtig? t. bie au« Aniah btt Besetzung ihren Wohnsitz, Auf­enthalt ober Ort ber Leitung In den besetzten Ge­bieten unfreiwillig verloren haben, nicht erhoben Soweit diele Abgabepflichtigen Grundbesitz ober Gewerbebetrieb im unbesetzten ®<-6iete haben, Nnd sie nach näherer Anordnung be« Aech-minister« ber Finanzen zu den Abgaben entsprechend heran­zuziehen

tz 2 Auf die Abgaben nach Artikel I anb II finden die Vorschriften br« Artikel« III § 1 be« Gesetze« über die Berücksichtigung der Deldent- Wertung in den Steuergeletzen Dom 20 März 1923 in der Fassung be« SteuerzinSgefetze« Dom 11 August 1923 entsprechende Anwendung

§ 3 Die Abgaben nach Artikel I und II hülfen weder bei der Öinfominenfteuer noch bei der ÄörperfchaftSsleuer Dom steuerbaren Ginkom­men In Abzug gebracht werden

§ 4 Wer zum eigenen Vorteil ober zum Vorteil eine« anderen Dorsätzlich bewirkt bah die öin nah men. tue bem A eiche auf Grund Ar­tikel I und II zustehen, verkürzt werden, wird mit einer Geldstrafe im einfachen bi« zum fünf­fachen Betrage der hinterzogenen öin nah men be­straft Daneben kann auf Gefängnis erkannt werden

Die Vorauszahlungen auf die Einkommen- und Körperschafis- steuer.'

§ 1 Die Vorauszahlungen auf die öhtfom- menftcaer die am 15 August 1923. 15 November 1923 und 15 Februar 1924 fällig werden, find nach dem Virrhundeitfach^n de« Be­trag« zu berechnen, der sich al« Ginkommen- steuer für da« Äalenberjcbr 1922 au« bem Steuer- belärib. ober solange ein solcher nicht zugestellt ist, au« bet Steuererklärung ober solange eine solche nicht abgegeben ist auf Grund den Schätzung be« Einkommen« im Äalenderjahr 1922 ergibt.

Der AeichSminister der Finanzen ist ermäch­tigt, für die am 15 Vovember 1923 und am 15 gebt uar 1924 fälligen Vorauszahlungen unter Berücksichtigung der Veränderung de« Geldwert« ein andere« Vielfache« seftzufehen Svwdt der Feststelluna be« Ginkommen« dn Wtrtschaft«- !Gel<^fi«-) Abfchluh vor dem 1 Juli 1922 zu­grunde liogl. ist bie nach Absatz 1. 2 ju leistende Vorauszahlung zu verviersachen Die örhöhung der Vorauszahlungen gemäh Absatz 1 tritt bei Steuerpflichtigen nicht ein, bei denen sich ba« Ginkommen be« Äalenderjahre« 1922 hauptsäch­lich au« örträjen auf deutsch" Wäb-.mg festverzinslicher Werte unb au« Bezügen der im § 9 Ur 1 bl« 3. § 11 be« Glnkommenfteurrgeirtze« bezeichneten Art zusammenseyt ober haupifächltch au« einer von dielen GinfonnnenSarfen bestanden Hal Dir Vorschr!?: bv» § evu Absatz 1 de« Gin- (ommenfttuergdene« findet auch dann Anwen- düng, wenn ein Steuerbelch ib noch nicht zugrsfettt ober eine Steuererklärung nich' abgegeben toorben ist Macht ein Steuerpflichtiger glaubhaft, bah sein steuerbare« öinfommen für ba« Äasenberjahr 1923 vorauSfichlllch weniger al« vier Fünftel bet nach Absatz 1 bi« 3 massgebenden Vielfachen be« öinfommen« bet Jahrr« 1922 betragen wirb. Io ist Ihm ein entsprechender Teil der Vorau«- Zahlungen zu stunben

§ 2 Die Vorauszahlungen auf bte Äörper- schaftSsteuer. die nach dem 30 Juni 1923 fällig werden, erhöhen sich auf da« Sech «hundertfache der In den 24a 24c be« Äörper<d>3ft«(truer- gefetze« bezeichneten Bet.äge

Der AeichSminister der Finanzen ist ermäch- tlgt. für bte Vorauszahlungen, die nach dem 30 September 1923 fällig werden, ar.ier Berück- lichtigung be« Gelbwert« nn andere« Vielfache« festzusetzen

Die GtwerbSgefeilfchalten die ihr WirtschaftS- iGeschäft«-)Jahr 1921 22 Dom 31 März 1922 bi« zum 30 September 1922 abgeschlossen haben, haben al« weitere Vorauszahlung auf die Steu/r- fäxtlb für da« Wirtschaft«-'Geschäft«->Jahr 1922 bl« 1923 bl« zum 15 August 1923 bat SechS- zehnhunbeitfachc der Beträge zu entrichten, die fle nach Artikel VIII Abi S Sah 1 de« Gesetze« übei die Brrticklichtigung der Gddentwertung in ben Steuergdehen Dom 20 März 1923 bi« zum 1 Mai 1923 al« VorauSzahlang auf die ©teuer- Ichutb für da« WirclchaltS-lGeichäftS- >Jahr 1922 bi« 1923 zu entrichten hatten.

Wacht eine GiwerdSg dell schalt glaubhaft, dah ba« steuerbare öin kommen de« Läufer Den Ge- Ichäft«>rdr« voraussichtlich weniger al« Dter

Fünftel de« nach Absatz 1 bi« 3 massgebenden Viei'achen bet Adngewinn« de« Der angegangen en Geschäftsjahr« betragen wird, so ist ihr ein ent« entsprechender Teil der Vorauszahlungen zu stunden

§ 3 Stehen die zu leistenden Vorauszahlun­gen auher Verhältnis zu dem mu'mahlichen 5m- fcmmen fo hat ba« Finanzamt bie Vorauszah­lungen anderweit frslzuletzen. 3n diesem Falle ist ein FestletzungSbdcheid zu erteilen Die Fest­setzung unterliegt der Beschwerde

Die Besteuerung der Betriebe.

Artikel I.

Da« Aeich erhebt auf die Dauer von sechs Monaten eine Abgabe

1 Don ben industriellen, gewerblichen und Handelsbetrieben nach Maßgabe be« Ar­tikel« II,

2 Don Betrieben, die dauernd landwirtlchrft- lichen. fvrstwtrtschaftlich'n oder gärtner rschm Zwecken dienen, nach Mahgabe de« Art. III

Artikel II.

Abgabe ber mdastrielle», gewerblichen anb Kandel «betriebe

§ I Abgabepflichtig gern äh Artikel I Ar 1 lind alle natürlichen and juristischen Personen. Personenvereinigungen und Vermögcn-mcrfr'.'. so­lange sie innerhalb der Geltung diese« G.-Ien-S Arbeitnehmer beschäftigen.

§ 2 Von der Abgabe lind befreit

1 öffentliche Äörverschalten

2 . ittlIndifchc Tir.fon;itpcululüi>>>u^'i u"b Ver­tu ögenSmasfen. bie nach der Satzung. Stif­tung ober InnfHg-« Vorfalls NH auSschll. f>» lrch gemdnnüMgen ober mdbtätiqen ..ipef- ken dienen.

3 rechtsfähige Pension«-. Waisen- Sterbe-, Unterstützung«- und sonstige HilsSkasten für Fälle der Aot ober der ArbeltSlosigk.it.

4 Perlonen, denen unter Wahrung ber Ge­genseitigkeit nach allgemeinen völkei-echt- llchen Grundsätzen ober nach b.'lonbcren mit anderen Staaten getroffenen Vereinbarun­gen ein Anspruch auf Befreiung von ben persönlichen Steuern zusteht

§3 Die Abgabe beträgt ba« Zweifache ber Beträge bie ber Arbeitgeber gemäf) § 46 be« Ginkonnnensteuergesetze« in ber Zeit vom 1 September 1923 bi« zam 29 Februar 1924 (Gobnab-üge) an da« Aeich abzusühren hat

§ 4 Arbeitgeber, bie ben Steuerabzug oom Arbeitslohn ihrer Arbeitmchmer 46 des 5in- fommenfteueigc|et)c«) im UeberweliungSD.nfähren betoirfen. haben gleichettig ml! dielet Ueber- Wellung bie Abgabe zu entrichten

Arbeitgeber, die den Steuerabzug vom Ar­beitslohn ihrer Arbeitnehmer (§ 46 be« öin- konrmensteiiergefetze« 1 burxh Verwendung von Steuermarken bewirken, Haven die Abgabe, die nach der in der Zeit Dom 1 bi« zum 15 ine« Äalenbetmonat« Dom Arbeitslohn einbehaltenen Beträgen berechnet wirb. Ivätesten« bl« »um 25 bleie« Äalcnbermonat« unb bie Abgabe, bie nach ben in ber Zeit Dom 16 bi« zum Schrille eine« Äalcnbermonat« vom Arbeitslohn dnbeballcncn Beträgen berechnet wirb, spätesten« b« zum 10. de« folgenden Monats zu enirichten

Der AeichSminlster ber Finanzen wird er­mächtig! bie F.isten für die Gntrichtung der Ab­gabe anderweitig fdtzuletzen

Artikel III

Abgabe ber laadwirtschafilicheo, forfttotrl» schaftlich«, unb gärlnerllchen Betriebe.

§ 1 Abgabepfsichlig im Sinne be« Artikel« f Ar 2 ist ber öigentümer bet Grundstück« Uebt bet Eigentümer den Betrieb nicht selbst au«, so ist die Abgabe von dem öigentümei und bem, der den Betrieb auSübt, je zur Hälfte zu eni­richten

§ 2 Auf bie Befreiung von ber Abgabe fin­den die Vorfchrifken be« Artikel« II § 2 ent- sprechenbe Anwendung

§ 3. Die Abgabe beträgt für je zwei­tausend Mark We br beitragswert eine und eine halbe Mark monatlich

WehrbeitragSwen ist ber Wert, der auf Grund be« WehrbeitragSgeletze« ober be« Ge­setze« über Steuer nach!ich! für da« Grundstück ohne Abzug von Schulden und Lasten endgültig zugrunde gelegt worden ist oder wenn eine Veranlagung zum Wehrbeitrage nicht stattgefun- den hat. zugrunde zu kgen gewden wäre

Die Avgade Ist i n G o I d z u z a h I c n Sie kann jedoch in deutschen Banknoten Aclchrkallen- Icheinen unb Darlehn«kallenfchelncn (n dem um da« Aufgeld erhöhten Betrage gezahlt werden Da« Attfndb wird lewell« im oorau« Don dem Aeichrnnnister der Ftnanzen Idigeieyt und Im .AelchSanzeiger" öffenillch beunat- g< macht

§ 4 Die Abgabe ist am 1 jeden Monat«, zum erstenmal am 1 September 1923 fällig Sie ist unaulgefordert zu entrichten Wgudepflichtlg für ben vollen Äalendermonat ist derjenige. In dellen Person die Vorau«|etzungen de« § 1 bei Beginn be« jeweiligen Äalcnbermonat# oorllegen

Artikel IV

®etnehi,ame Vorschriften.

§ 1 öin Belchelb über die Abgaben nach Artikel II unb III wird nicht erteilt Da« Beru- fungSverfahren ist auSgelchlollen Die Befugni« be« Abgabepflichtigen zur ölnlegung ber Be­schwerde (§§ 224, 281 der AeichSadga den Ordnung! bleibt unberührt.

§ 2 Aul bie Abgaben nach 2rillet II und III finden die Vorschriften bet Artikel« III § 1 be« Gesetze« über bte Berücksichtigung ber Geldent­wertung m den Steuergdeyep vom 20 März 1923 in ber Fassung be« Ster»ewtn«ge,eye# vom 11. August 1923 entsprechenbe Anwerbung

§ 5 Die zur Durchführung bleie» Gesetze« erforderlichen Bestimmungen ertäfjt der Aelch«- mlntfter der Finanzen, er kann für Äieln- betriebe Ausnahmen zulafsen

§ 6 Wer die nach diesem Gdepe zu entrich- tenben Abgaben hintewieht. wirb mit Gdängni« bi» zu drei Jahren unb mit einer Geldstrafe bl» Aum »wanzlgfachen Betrage der hinteTzogenon Abgabe ober mit einer dieser Strafen bestraft

Wer in anderen al« den im Absatz I bezeich­neten Fällen den Vvrfcheiftev diele« Gesetze« und ben dazu erlassenen Durchführungsbestimmungen vorsätzlich zuwiberhonbell, wird mit Gesänarrt»

Samstag, 18. August ,92?

bt» gn einem Jahre unb mit Gelbstvafe bl« M -ebn Milliarden Mark ober mH einer Md er Strafen bestraft. Ist bte Zuwrberhanbiung fahr­lässig begangen, fo tritt Gelbstvafe bl« zu fünf Milliarden Mark ein

Das Steuer-insgesetz.

totrb derart geändert, dah bei nicht rechtzeitige» Zahlungen auf Grund be« ilintDirmenfteuer- gefeze», de« ÄörperlchallSsteuergefetze«. de« Ver- m6gen«ftcuergelene« unb be« Gefetze« zur Siche­rung der Brotversorgung vom Zeitpunkt ber Fälligkeit ab nach näherer Anordnung de« Aeich«- minilfer« der Finanzen ein Zuschlag zu zahlen ist Für Velzug»zinlen. die auf Grund bet § 104 ber ÄeichSabguoenordnung ober auf Grund anderer Vorschriften der AeichSgeuergdeze gdchutbet wer­ben. sowie für Zinsen bei Zahlungsaufschub kann der AeichSminlster der Finanzen den ZlnSfuh auf mehr al» 5 Prozent jährlich feftsetzen S« handelt sich bei dem SteuerzinSgefetz also nur um ein Blanlogeletz Die wirkllch zu »ohlenbm ZinSfätze werden Dom AeichSIlnanzmlnllter fest­gesetzt

Milderung derBorauszahlungen aufdie Einkommen- und Körper- schaflssteuer.

Vorn Hanfa-Bund wird un« gefchrreden.

Die auherordentlichc örhöhung ber Voraus­zahlungen auf bie öinfommen- unb ÄörperlchaftS» steuer in Verbindung mit der örhebung bet dop­pelten der 7wmu«zuzahienden Beträge al» Auhr- unb Aheinopfer hat mebe<onbere tMeiemgen Äreife ber Wirtschaft auf da« stärkste beunruhigt, die zur Zeit durch bte ungünstige Wirtschaftslage auf da« schwerste getroffen werden

Gum Auögreich unbilliger garten tft in dem .Gesetz über bie örhöhung der VorauS- öahlur>ü«i"« uui die öinfommen- und ÄörverschaftS- (ttucr vom 9 Juli 1923 l§ I Abi 6) vorgesehen, dah. falls voraussichtlich da« Ginkvrnmen im Jahre 1923 neniger al« 4 Fünftel bet öinfommen« ooa 1922 multipliziert mit 4iX> (bet Äorperschaften 600) betragen wirb bieStunbungetneSTeile« ber Abgabe beantragt werden kann Autvena- tilctz würden sich damit auch dann die Beträge für da-- Astein- und Auhrovfer cnr.äfjtgen.

Soweit allo z B be letnem öin kommen steuer­pflichtigen da« öinfommen vorau«flchillch toentger al« ba# 320fache be« vorzährlgen öinfommen« Be­tragen totrb. wäre die Voraussetzung für bte ör- män gung obiger Zahlen gegeben

Der Hansa-Bunb hat an ba« Aeich«flnan>- minlfterlam die Bitte gerichtet, möglichst schnell en AuSstiistrungSvorschrlllen die Grnrabiätze belannt $a geben nach denen 21 tträge zur örlangung oolger Steuermilberungen überprüft werden

edihd)tunflöau6fd)uft 6er Provt«- Cbcrhcfirn.

1 Sitzung Dom 16. August 1 928.

Für die Siebener HandelSarbeftek schlug ber Vchlichtung«au«fchuh 4 Millionen Mark Dochenlohn ab 5 August und 13 020 003 Mk. ab 12 August Dor, für die Apothekenarbelter 4 Mll- Iionen unb 11 900 000 701

Den Zeitlohnarbeitern der Zigtrrreufabrkk Ainn & öl oo« in Heuchelheim erkannt» er 50 Proz örhöhung ber Löhne zu. die ursprüng­lich für bie Woche Dom 12. bl« 1& August De» einbart waren.

Die B<tb-Aauhelmer Zahnfabrkl .Dermanig soll Dom 5 August an ihrem Arbeiterinnen 50 Proz ihrer Arbeiterlöhme zahlen

Zu diesen Schiedssprüchen erhielten bie Par­teien örllärungSfrist

Die Quarzitbrüche Hel Aenzendors sollen vom 8 bt» 15 August Ihren Arbeitern 250 000 Mark Stundenlohn zahlen Der Dau- getoeikSbunb erklärte die Annahme, der Arbell- gtben>erbanb b.e Ablehnung be« SchlebSspruch«

In ben Lohnstreitigfetten bei ben übrtaen oberhessischen Quarzitbrüchen, bei Äiefelgurgruben und dem ® l e 6 e n et Sattlergewerbe einigten sich bie Streit- teile ohne öffentliche Verhandlung

Den ÄündigungSeinspruch et ne« Arbeiter« der Zahnfabrik Germania wie» der Schlichtungsau«» lchu'i ab

2 Sitzung vom 16 August 1923.

3n der Ccbnftreitigfflt der MetallIndu » ft r i e im Bereiche de« Arbeitgebern er da nbe» für Lahngau unb Ob hellen erging folgend« LchledSfpruch ber m t Frist zur örklärung über Annahme ober Abiebnunn nerfünhe1 wttrbe

I Der Spitzenlohn ber gelernten Arbeiter beträgt für die Zett Dom 12 August bi« ein- Ichllestlich 18 August 450 000 TBL

2 Die übrigen Löhne errechnen sich nach den etngdübrten Schlüsfeln

3 Bil bet rvetzlarer optischen unb mechanl- Icher. Industrie erhöht sich der Lohn In bernldbei Verhältnis

4 Die SoziaUulagen erhöhen sich um 130*#.

5 Die Abrundung erfolgt nach ber bisherigen Vereinbarung

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