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'S der Schorn, i Heb« bk Frage, ideteien 8U reinig n des Innern eine vom Kreisaint Im Watt zur öffent. oirb. Es heißt da: üblichen Bäckereien ' die §§ 26 und 27 rg vorn 4. Mrz nicht um größere, n handelt, und wer. i viermal Im Jahre besonderen Art Les »andten, stark ruß. cials wird jedoch zu- inen eine öftere Rei- Eine bestimmte ‘Ke- )eint nicht angängig, Reinigung von der ds und von der Der- weniger ruhbilden- tbhängt. Bei normal t wird eine monat- t fein. nzuchkverein für (t unter dem Dorfl- in Sich leine tzauvt vetCT der Landtmvt. ifldtettt OrlvnvMe. Handlungen teil. 5>cn tiorbnung bildete die ; der deutschen Ziegen- z 25. Juni in Gießen Ziegenausstellung und verbunden. Jungvieh- tat für M für das
i in Rheinhessen i 4. d. K, siel der W Oppenheim, Beta Hard, einem Raub- ir am Rachmittag m ,d wollte gegen Wend , auf dem Landweg nm Passanten sanden srxZ S,45.1 , den Kleidern tajÄ llorgen, ohne noch ew ^erlangt zu haben. ZM ML vKs rÄSjS "»r?5ä ^urallatE
Scimburfl ' Igrtz- Äungen E Kam- ötiv, m1 g K-a ^L s-utsch- ic sagunfl stellen °n *
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Eanbfrtl« «letzen.
* Grvtzen-Duseck, 16. Mai. ®tne lt>- ^«nSwerte Tätigkeit haben bte hiesigen Schulkinder entfallet Sie haben bei ihren CItern unb bei den Rachbarsleuten für das Deutsche Dvlksopfer gefarnmett und da» durch 162 OOO Mk. zusammengebracht. Daß Geld Dvurde an die Sammel stelle des ,Gieh. Anz." ab- aeführt 3n welcher Gemeirrde werden die Kinder diesen auSgezeichnelen vaterländischen ®fer nach» aimxen?
• Gr. »Linden, 16. Mai. Unser Turnverein (D. T.) bat daS Deutsche Volks» vPfer mit 50 000 Mk. unterstützt Die Dechilie wurde dem „Gieß. Anz " zur Weiterbeförderung übergeben.
Grünberg, 16. Mai. Hier ist jetzt auch ein Stenvgraphenverein Babelsberger in- Leben gerufen worden. Zum Vorsitzenden wurde Amt-gericht-rat Glenz gewählt. Der junge Verein hat seine Arbeit mit einem 2lnfängerfurfu6 etngdeiiet.
KreiS Friedberg.
* Bad-Rauhe im, 16. Mai. DieZu- schlage zur Grundmiete sind hier mit Wirkung vom 1. Juni ab auf 9 200 v. H. festgesetzt worden. Davon entfallen 3000 v. H. auf die Betriebskosten, 3700 v. H. auf die laufenden Instandsetzungskosten und 2500 v. H. auf das große Inftandfetzungskonw.
Kreis Wetzlar.
Wetzlar, 15. Mai. Die hiesige Polizei verhaftete am Samstagabend z wei Personen, die bei der Firma Hehligen staedt tn Dieben zwei Treibriemen im Wert von über einer Million Mark gestohlen hatten. DaS Diebesgut wurde beschlagnahmt. — 3n letzter Rächt ist Hierselbst in einem Hause in der Helgebachstrahe ein Einbruchsdiebstahl verübt worden, wobei den Dieben zwei Fah r» räber, etwa 200 Eier, ein Quantum eingepökel- teS Fleisch, verschiedene Würste und etwa sechs Flaschen Schnaps in die Hände gefallen sind. Die Täler sind durch ein Kellerfenster eingestiegen unb haben die Keller räume und die Waschküche einer gründlichen Revision unterzogen. Man ist den Spitzbuben auf der Spur.
Hcssert-Naffau.
][ Marburg, 14. Mai. Das im Weich - bilde unserer Stadt im Lahntal seitens 1er Universität und der Stadt auf dem 32000 Quadratmeter großen Gelände der sog. Hirsenwiese errichtete Stadion wurde gestern seiner Bestimmung übergeben. Trotz des stürmischen Wetters hatten sich Tausende einge- sunden. Als Vertreter des Ministers für Kunst und Wissenschaft war Ministerialdirektor Dr. Krüß aus Berlin und für die Kasseler Regierung Oberregierungsrat Stabiler aus Kassel erschienen. Ansprachen hielten älniversi- tätSdirektor Geh. Ober-Reg.-Rat Dr. von Hülsen, IlniversitätSdirekwr Prof. Dr. Schwenkenbecher, Geh. Iustizrat Pros. Dr. Andrö, Ministerialdirektor Dr. Krüß und cand. jur. Schulz. Freiübungen der Marburger Schüler gaben den Auftakt und Darbietungen der Marburger Turn- und Sportvereine bildeten den Schluß. Das Stadion ist eines der schönsten in Deutschland.
fpd. Frankfurt a. M., 15. Mai. Unter Aufwendung sehr erheblicher Mittel plant man hier die Errichtung einer größeren Schiffs° werft. Entsprechende Verhandlungen mit der Stadt wegen ileberlaffung von Baugelände sind bereits eingeleitet. — Die Straßenbahn hatte bekanntlich für die Ausländer besondere Tarife eingeführt, die sich aber derart schlecht bewährt haben und der Verwaltung mir Rachteile brachten, daß man jetzt zur Aufhebung dieser Sondertarise schreiten will. — Mil Rücksicht auf den Ernst der Lage fällt auch in diesem Jahre die Feier des W ä l dche s t ages, des bekannten Frankfurter Lokalfeiertages am dritten Pfingstfeiertage, aus.
fpd. Frankfurt a. M., 16. Mai. Der Magistrat bereitet eine Vorlage an die Stadtverordnetenversammlung vor, die eine namhafte Erhöhung der Straßenbahnsahrpreise verlangt. Die Forderung wird mit den wachsenden Ausgaben für Löhne and Gehälter begründet. — Während der Fahrt von Frankfurt nach Gießen machte eine junge Dame aas Berlin die Bekanntschaft eines jungen Herrn, der sie glänzend unterhielt and sich ihr gegenüber als Kavalier erwies Der junge Mann war 1er Dame in Gießen beim Verbringen des Reisegepäcks tn den Wartesaal behilflich, nahm aber dabei aus der Handtasche die wo hlgef üll te Geldmappe — und verschwand, bevor die Dame den Verlust ihrer Tasche gewahrte. Die Dame mußte für ihre Weiterreise fremde Hilfe In Anspruch nehmen. — 3n der Landwirtschaftlichen Halle fand
«ine mit Hunden aller Rassen, aller Aller. Größen und Eigenschaften reich beschickte „Dö r Je“ statt. Richt minder stark aber war auch der Zustrom von Kauflustigen. Für einzelne Tiere wurden außerordentlich hohe Preise angelegt, vor allem für Jagdhunde, die von Zwischenagcnten für französische Offiziere erstanden wurden. Verschiedentlich spielte eine Million Mark für irgendeine» Köter gar keine Rolle.
Die Vorgänge an der Giehener Oberrealschule vor Gericht.
3n unserer Rümmer 106 vom 7. Mai haben wir einen Bericht über die Verhandlung des De- leidigungSprozesses des Pros Michel» Gießen gegen den Schriftleiter Büchner von der „Hess. Landeszeitung" in Darmstadt vor der Darmstädter Strafkammer veröffentlicht Dieser Bericht kann, wie wir nachträglich zu unserem Bedauern fest st eklen muhten, nicht als vollkommen angesehen werden, denn aus mancher Ze igen» aussage läßt er 'bemerkenswerte Punkte fort und übet andere für die Beleuchtung der damaligen Vorgänge an der Gießener Oberrealschule sehr bedeutsame 3cugenetflärungen geht er nur ganz kurz hinweg. Hierdurch wird dem Leser eine mangelhafte Orientierung geboten. Dir hatten unseren ständigen Darmstädter M i t- arbeitet mit der Berichterstattung über diese Gerichtsverhandlung betraut, dieser Herr hat aber ohne unser Wissen den Auftrag einem anderen Berichterstatter weilergegeben, von dem wir dann jenen Bericht erhielten. Da sich dieser Herr ausdrücklich auf unseren ständigen Mitarbeiter berief, glaubten wir, dieser habe sich vor der Weitergabe unseres Auftrages darüber Sicher Heil verschafft, daß uns ein absolut einwandfreier Bericht geliefert werde Daß daS nicht geschehen, konnten wir, wie schon oben gesagt, erst später feststellen, ihn unseren Lesern nun ein vollständigeres Bild über jene für Gießen und ilmgegenb bedeutsame Verhandlung xu geben, tragen wir Heute — dabei gleichzeitig ein Ersuchen verschiedener Prvzeßbeteiligler erfüllend — nach einem auf ft en o g r a p hi scheu Auf zeichn ungen beruhenden Pro^eßbericht der „Hess Landeszeitung" das folgende über die wichtigsten Zeugenvernehmungen nach
D. Schriftltg.
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An knüpf end an den hauptsächlich vom Lehrerkollegium der Oberrealschule beanstandeten Ausspruch Michels: „Ich werde jeden anzeigen, der mit gegenüber etwas gegen die Republik sagt", fragt der Vorsitzende bei der Vernehmung des Ministerialdirektors 11 r ft a b t den Zeugen: Hat Michel Ihnen irgend etwas angedeutet, daß er Material gesammelt hat? — Zeuge (nach einigem Besinnen): Die Untersuchung hatte ja bereits ftattgefunben. Von Material und Aufzeichnungen hat mir Michel nichts gesagt. Zeuge hat von Michel nicht den Eindruck einer besonderen persönlichen Gehässigkeit gegen den Direktor gehabt, gibt aber zu, daß in Kollegenkreisen in diesem Sinne gesprochen wurde. Aus eine Zwischen frage des R.-A. Weisel (Verteidiger des Angeklagten Büchner. D. Sehr, des „G A "), ob Zeuge niemals bet Wichel Material gesehen oder bekommen habe, erwidert der Zeuge, eS fei ihm nichts davon bekannt. — Bors thender: Halten Sie es nicht für möglich, daß sich Michel bei seinem Charakter tn irgendeine Sache verrannt und halten Sie es für zulässig, daß ein Beamter gegen einen Kollegen ober Vorgesetzten gedächtndsmäßig ober durch Ro- tizen Material sammelt? — Zeuge: Das ist wohl Ansichtssache. (Bewegung im Saale.) — Vorsitzender: Wie meinen Sie das, Herr Ministerialdirektor? — Zeuge: Ja. es kommt doch wohl auf bk Motive an. — Vors.: 3a, glauben Sie denn, daß es anständig ist. wenn einer von langer Hand eine evtl. Anschuldigung vorbereitet, sozusagen Steinchen auf Steinchen seht, ohne sofort bei dem ersten Fall offen hervorzutreten? — Zeuge: Rein, ich habe selbstverständlich ganz Ihre Auffassung. — R.-A. Meisel: Haben Sie, als die Eingabe des Republikanischen Lehrerbundes einlief, nicht gewußt, daß sie allein von dem Vorstand — entgegen dem ausdrücklichen Beschluß der Mitgliederversammlung — ausging? — Zeuge: Rein. — R -A. Meisel: Wie kommt es, daß. nachdem der erste Bericht des Reg.-Rats Henrich zu ganz negativem Ergebnis kam und feststellte. baß keine ausreichenden Gründe für ein Einschreiten gegen den Geist der Schule gegeben schien, noch einmal eine zweite Untersuchung angeordnet wurde, ohne daß Konkretes aus den Akten hervorging? — Zeuge: Ja, schließlich war dieses negative Ergebnis eine ganz subjektive Ansicht des R.-R. Henrich Der Aufklärung bedürftig schien noch vor allem die Tatsache, daß Direktor Schnell angegeben hatte, nichts von dem Verbot der Deutschen Iugendgemeinschaft zu wissen.
(Schluß folgt.)
Das Moselhaus.
(Roman von Luise Schulze-Brück.
80. Fortsetzung. (Rachbruck verboten.)
Frau Uschi trocknete ihre Tränen. „Ach, Eberhard, es könnte doch wirklich etwas Ernstliches sein. Und wenn auch nicht du weißt doch, wie Mama sich aufregt, sich fetbft krank macht! Ich habe ja freilich Mariann' «sagt, haft sie mir sofort telegraphiert, wenn Warna wirklich etwaS fehlt."
Unb Mariann' kennt ja den Zustand nun nachgerade genau genug.“ Er wandte sich zu l?va: „Sie müssen wissen, gnädige Frau, meine verehrte Frau Tante ist ein wenig herz leidend. Außerdem aber hat Illchi sie derartig verwöhnt, daß sie gar nicht ohne die Tochter leben kann. Hab so ruft sie sie von überall her nach kurzer Abwesenheit beim. Ist'« kein Telegramm, bann ist's ein Eilbrief, der dann meist mitten in der Rächt ankommt, und das Haus alarmiert.“
„Eine angenehme Mutter,“ dachte Frau Eva.
Uschi Thvuvenin war aufgesprungen und lief unruhig auf der Terrasse hin und her. „Aber es könnte doch wirklich . .
Arnolds stand auf unb drückte sie scherzend in einen Sessel. „Ruhe, Uschi, Ruhe! Wie. ost bist du nun schon so heimgerusen worden. Zähle mal nach.“
»Ach Gott, Eberhard, du weißt doch .
^Mindestens zwei Dutzendmal. von überall 6er * Erinnere dich nur an voriges Mal hier. Lind an den Winter in Trier. Beinahe hätten sie
dir damals das Telegramm in den Dalisaal nach- geschickt, wenn ich nicht vorgesorgt hätte, ilnb wie lange durstest du vor zwei Jahren in Paris bleiben? Sag, Uschi, du hast doch nicht etwa deiner Mama eine Andeutung gemacht über . . . na, du weißt schon."
Tante Röschen nickte harmlos. „Sicherlich. Kischi, hast du was über Kastenholz geschrieben. Da fürchtet sie, endlich erhörst du ihn doch mal“
Frau Uschi zog ein Mäulchen. „Ach, der!“
Amtsrichter Kastenholz, der auS dem nächsten Städtchen fast tagtäglich herüberkam, feit die junge Witwe im Moselhaus wohnte, wäre kaum sehr erbaut gewesen, hätte er seine Llmschwärmte sehen unb hören können „Der! Er ist ja im Frühjahr zweimal in Diekirch gewesen l Mama weiß gut genug, daß . . .“ Sie brach ab unb fing wieder an, unruhig auf ber Terrasse hin unb her za laufen.
Arnvlbs sah ihr kopfschüttelnd nach Dann ftanb er auf. „Ich will mal telephonieren."
Frau Thvuvenin hielt ihn zurück. „Bleib. Eberhard, ich muß doch fort. Unb wenn Mama auch gar nichts fehlt . . gewiß, ich weiß, es fehlt ihr nichts, aber sie regt sich auf. unb dann bekommt sie ihre Anfälle. Am besten ist es schon, ich fahre gleich “
„Gleich würde nun doch nicht gehen Um sieben fährt der Zug von Trarbach, bann bist du gegen zwölf diese Rächt in Diekirch.“
„Aber bann muh ich packen.“ Eie war schon verschwunden, eilig, mit Tränen in den Augen. Elisabeth mit sich ziehend
Bürgermeister Arnold sagte nichts. Aber Tante Röschen machte dafür desto ausgiebiger
Handel.
Berlin, 16. Mai. Dörsenstimmungs- bilb. Die von ber 3cgterung geplanten Erschwerungen, bie aas eine Verhinderung des Diwisen- freiverkehrs hinauSzu lausen scheinen, bewirkten heute r-ormittag am Devisenmärkte erhebliche Schwankungen, so für Auszahlung London von 211000 bis 199 000, bann infolge wieder ein- tretender Befestigung amtlich bis 210 000. 3n Rückwirkung hiervon sowie wegen der bestehenden Zurückhaltung ber großen Geldgeber gegen Kreditgewährung auf Iudustriepapiere war auch die Stimmung im Effektenverkehr anfangs bei unregelmäßiger KurSbildung unsicher.
Eine ganze Anzahl von Papieren erfuhr Einbußen von einigen 1000 Proz., verschiedene Montanwerke bis 10000. Anglo-Guano sogar 30 000. Demgegenüber war bei der an sich widerstandsfähigen Grundstimmung freilich Kurserhöhungen in der Mehrzahl. Sie erreichten anfangs ihr größtes Ausmaß mit 22 000 bis 25 000 für Lcthrmger Hütte und Bochumer Gußstahl, sowie für einige Mr ntanpopiere bis 10000.
Als später die Käufe besonders in den bekannten rheinisch-westiälischrn Kon-ernpapieren erneut entsetzten, wurde dir Tendenz zusehends fester, sc daß die anfänglichen Einbußen, namentlich am Montonmarkt, teilweise wieder hercingebracht wurden. Laurahütte unb Hugo Schneider überschritten bei großen Umsätzen erstmalig den Kurs von 100 000. Bon Dalutapapieren setzten Auslandsreisen mit sehr erheblichen Kursbesserungen ihre Steigerung fort; nur Olavis waren etwas niedriger. Bei den zu Einheitskursen gehandelten Industrie werten verteilte sich die an sich wiederum rege Beteiligung des Publikums ziemlich gleichmäßig auf die Kauf- und Derkaufsseite. HeraaS» kommende Ware wurde fast überall glatt ausgenommen. Heimische Renten überwiegend fest.
Frankfurt a.W, 16. Mai Dörsen- stimmungsbilb Die Börse zeigte fein einheitliches Aussehen. Eine gewisse Verstimmung riefen die politische Loge und die Geldmarkt Verhältnisse hervor. Am Devisenmarkt stellten sich die Preise fester. So wurde heute vormittag ber Dollar mit 46 100 bis 46 500 gehandelt, bei Beginn ber Börse 45 000 biS 44 500. Dvllarschahan- toeifungen 44 500. 3m Einklang mit ber Bewegung ber Devisen Zolltürken fester, Bagdad!I steigend, 94 000 erster Kurs. Von amtlich nicht notierten Werten gingen zunächst Benz mit 42 000 bis 45000 hervor. Man nannte ferner Elberfelder Kttpfer 25 500, MeV Söhne 22 000, Inag 16 000, Ufa 32 500 bis 30 500, Decker Stahl 33 000, Brown Boveri 16 500. Montcrnpaviere lagen teilweise schwächer, wobei Luxemburger, Earo, Laurahütte, Rheinstahl nach gaben. Maschinenfabrik Karlsruhe minus 6000 Prozent. Hirsch Kupfer stellten sich etwas niedriger. Reckarsulmer gaben 3000 Proz nach. Anilinwerte lagen eher im Angebot. Badische Anilin, Griesheim, Höchster schwach, Holzverkohlung matt. Unter Schwankungen waren Elektrizitätsaktien zu bemerken. A E. G., Schuckert mäßig schwächer Hammersen stellten sich um 4000 Prvz. niebeiger. Zellstoff Waldhof fester, Aschaffenburger plus 6000 Proz. Bankaktien bei ziemlich lebhaftem Geschäft anfänglich fester. Darmstädter Dank steigend. Angebote Metallbau!, Norddeutscher Lloyd gefragt. Devorzugt waren Anatolier unb Bagdad I.
Frankfurter Devisemnartt.
(Telegraphische Auszahlung.)
Datum 15. Mai 16. Mat
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Antti. Geld
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Brief
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2421.05
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6987,40
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7393,45
Schweden . . Helsinnior-. .
11172.-
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12330,75
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42094,50
42305,50
45685 50
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Denisch-Oesterr.
59.85
6015
64.71
65.04
Bndapejt . .
788.-
792-
898,—
902,-
Prag.....
1264,35
1270,65
13(54,(10
1371,40
Agram . .
Banknoten.
Frankfurt a.M» 16. Mai.
Schweizer Roten . . .
französische Noten. . Dänische Roten Schwedische Roten Holländische Noten Deutsch-Oesterreich 4106 Kronen Amerikanische Noten Englische Noten Italienische Noten Belgische Noten Ungarische Noten Tschechoslowakische Noten . Norwegische Noten .... Rumänische Noten.......
Spanische Noten
«rief
Gell»
8290,-
8210.-
3005.
2975—
8465-
8385-
12060 -
11940-
17830 —
17670,—
64 50
64—
46200-
45800—
211000.-
209000—
2200-
2180—
2562-
2538—
685-
665,—
1365 —
1345. —
7335-
7265—
217,-
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Börsenkurse.
Aurs
Datum: 14.5. 1&5. 14.5.
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Aut» Amts
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4•/» BoHtürfen 71500,—82u00,—6750(1—83000,— De/e®olbmcrttaner610000.— —.—630000.—66000) — Berliner HandelSges 124000-110000-106000.-11<>JOO- Commerz- u. Prtvalbk. 19000.-20000,-19000.-22000 - Darinst.u.Nationalbank 2<KMN1- 34ÖOQ,-29000, - SßOcO.- Dcuische Bank 39.500.- 39000.-38000.- 3900L- Dclitsche BcreinSbank. 6409 — 6100 — —,— — DiSconto Commandit . 27200 - 27500.-26500 -2850«) - Ifictnllbnnt 690(0 - 6:>XM),- —— Mitteident. Ereditbank 12400- 132M - 11750-130-«),- Cc"t-rr. Freditanstalt. 3650Ü- 39000.- 35000, 38090,- Bochumer Guh.... -,-29200Q,-287000,-30')003,-
Bnderu» 87000,-84750,-8700a-805-0.- (<nro . . 13«<)na-12$100,-138000,-105OT0,-
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Philipp Holzmann . . 149-10,-14100,- 166u0,- 16000,- ?lnalo-Tont.»Guano. . 18500Q,- —> 170 -00,-150000, -
Padisrlie Änilln .... 57AXV—4900Qr—j/u0ü^4910(V— ßh'lbfrl'iulbt 7250'*,—7">250,— —7C00-L— ttzriecheiuier Electron 46000,—11000.—1/aGO,—43500,— Höchster ftnrbroerfe . 4400fV—39500 —4500IX—II100,— Holzverkohlung.....35000,-35009. — —,— —
tiutgerstverke......78200,—74ä(XX— 7iKNX),-
^chcideanstalt.....610iXk—60000,— —,— —,—
Ällg. ElektriritätS.Ges 44-00—480, 0,-44000-4.8000,- Berginann 8100O—8 00»—'^JOC^—^ßOO',— Schuckert....... . 15200a-l58f0a- -,-I6't00ß
Siemen-) & Halske. . . -,-1930iX,,-19000u-r.)200«X
Mainkraslwerke . . . .14900.-1400— ,— Adler werke Klever. . 18jOO,-190(A-;950(i.-i9r>OG.- Daimler Motoren. . . . 18".f)0,-17270,-1S200,-1600 i. i'enltgensiaedt 54000,—63000,— —.— — Meauin 52.h)0,-r>^000,-56000 -53000 Metallgei. Nranksurt. .71000.-70100- -,-
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Frankfurter Getreidebörse.
* Frankfurt a. W, 16. Mai. Es notierten je 100 Kilo: Weizen, Wetterauer, 160 000 Mk., Rcggen 145000 bis 148 000 Mk., Sommergerste für Drauzwecke 125 000 bis 132 000 Mk., Hafer, mlänbischer, 100 000 bis 130 000 Mk., Mais, La Plata, 160 000 bü8 170 000 Mk.. Wired 155 000 vis 160 000 Mk., Weijenmehl, südd. Spezial 0, 275 00G-300 000 Mk. bei Waggonbezug ab Müh- lenstativn, Roggenmehl 175 000 bis 195 000 Mk., Weizen- unb Roggenkleie 68 000 bis 73 000 Mk. Tendenz, ruhig
Landwirtschaft.
” D i e Maul- unb Klauenseuche lst in Ranstadt (Kreis Büdingen) erloschen.
(In einem Teil ber Auslage wiederholt.) 100 Familien in Ludwigshafen aus ihren Wohnungen vertrieben.
Ludwigshafen, 16. Mai. (WTD.) Den Bewohnern eines Einwohnerblocks im nördlichen Stadtteil ist gestern nachmittag von den Franzosen die Weisung zugegangen, ihre Wohnungen bis heute nachmittag 4 Uhr zu räumen. Ueber 100 Familien werden von der grausamen Maßnahme betroffen. Der Stadtverwaltung ist es gelungen, die Leute notdürftig anderweitig unterzubringen.
Die Lage in der Anilinfabrik ist unverändert. Die Lohnzahlung an die Arbeiter und Beamten soll heute erfolgen. Bei ber gestrigen Absperrung der Fabrik durch die SpahiS sind mehrere Personen leicht verletzt worden, da die Epahis rücksichtslos in die Menge hinein ritten.
ihrem Herzen Luft: „Isi s nicht eine Sünde und Schande? Aber so war Tante Perret ihr Leben lang. Als junge Frau tyrannisierte sie ihren Wann unb ihre game Familie. Die ließen sich das auch gefallen unb taten noch, als ob sie eine Prinzessin wäre. Sie legten ihr bie Hände unter die Füße, als ob's so fein mühte, und hätten sie sich auch noch abgehackt, wenn sie's verlangt hätte. So was von Vergötterung habe ich nie gesehen. Da hat sie sich bas so angewohnt unb gemeint, das müßte so sein. Run muh die Lischt das büßen. Mit der gebt's jetzt In zweiter Auflage weiter. Die macht sich ja ganz zu ihrer Sklavin. Sonst ist sie so unabhängig unb eigensinnig wie irgenb- eine, aber wenn ihre Mama sich ein bildet, Herz- krämpfe zu kriegen, bann zittert sie unb kommt sofort von Paris zurück. Hab wenn sie am Ende der Welt wäre, und die Alte riefe, dann folgte sie. 'S ist wahrhaftig zu arg.“
„Aergere dich nicht, Röschen,“ begütigte Arnolds behaglich.
„Ach was, man muß sich ärgern. Die. Uschi hat ja ihre Rücken und ihre verrückten Ideen, aber herzensgut ist sie im Grund. Lind das mißbraucht die Mama gründlich. Sie ist eine echte Egoistin, eine ganz rücksichtslose. Der letzte Grund von allem ist immer bie Furcht, baß die Lischt wieder heiratet. Dann hätte sie niemand mehr, der sie verhätschelt und verzieht und auf all ihre Launen eingeht."
Frau Eva hatte erstaunt zugehört. Dan warf sie ein: „Unb das alles läßt sich Frau Thvuvenin ruhig gefallen?“
Bürgermeister Arnolds zuckte bie Achseln. „RöSchen hat eins vergessen. Daß tm Grunde
Kischi und ihre Mama sich sehr gut verstehen, sich sehr zärtlich lieb haben. Die alte Dame ist ein bißchen kränklich, herzkrank, nervös, ängstlich. Sie ist so gewöhnt, jede Stunde mit der Tochter zusammen zu sein, alles mit ihr zu besprechen Run sehnt sie sich nach ihr. Wird ungeduldig, bekommt Herzklopfen! And dann telegraphiert sie eben.“
Tante Röschen hatte ungeduldig zugehört. Aun sagte sie hastig, überstürzt: „Es liegt in der Art, dieser maßlose Egoismus! In ber Familie! Don ber anderen Seite her!"
Dann biß sie sich auf die Lippen. Aber Eoa hatte begriffen. Frau Perret war von beiden Setten mit den Arnolds verwandt, eine Schwester ber Mutter ber verstorbenen Frau Arnolds, ein« entfernt angeheiratete Verwandte von Arnolds selber. An der Mosel war ja überhaupt alle- verwandt. Das hatte Eva nun schon gelernt in dieser Zeit und oft belustigt zugehört, we-m die entferntesten Verwandtschaften von den älteren Damen mit viel Umständlichkeit auseinandergesetzt wurden.
Arnold- Gesicht verfinsterte sich ausfallend. Aber er sagte nichts.
Frau Eva erhob sich zum Gehen. Sie wollte den Abschied nicht stören. Hans Dietrich saß auch ziemlich unglücklich da, seit Elisabeth weggegangen war. Aber man lieh sie nicht fort Run sollte die Gelegenheit benutzt werden: mit dem großen Break wollte man nach Trarbach fahren unb dort in der Drückenschenke noch ein wenig bleiben, um zur Heimfahrt Mondschein zu haben. Um Tante Perret brauchte sich ja niemand Sorge zu machst.
(Fortsetzung folgt)


