beseitigt
einschlägigen Geschahen
haben.
Isl der arttsie Feind der Haut
Er macht die Haut grau und unscheinbar, ruh Mitesser, Pickel, Pusteln hervor. Äok-Sücsand-Mandel«leie befreit die Haut von allen Unreinheiten, macht sie blumenzart und sammelweich. In
Dollars
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diesem Jahr uljchrs m die adtschulc nur n (5 Knaben «n- ungewöhn- Degel 30—40 ii hierin jeden- ing deS DeÜ- c Mer Kinder nilienväler im
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16. Aortt
14. Avril
Dalum
(Nachdruck verboten.)
6. Fortsetzung.
Frankfurt n.9)L
bctiwei^er Noten
ftrnn^öfUdw Noten......
Tänifdie Noten
Schwedische Noten Hot!kindische Noten Detttsch-Oe>terreich i\ 101) Kronen Amerikanische Noten @nnlifdic Noten Iinlieniidie Noten Belgische Noten llnnnrifdic No en Tschechoslowakische Noten . .
Norwegische Noten
Nntnänische 'JZotcn.....». .
Svanische ')ioten
Banknoten.
16. Avril.
Geld SPOfl- 1400— 3915 -
— 8230,—
2915 21245— 97950—
1055— 1191—
428— 619—
97,50
Vermischtes.
Der Flugzeugabsturz in Berlin.
Das Moselhaus.
Rvrnan von Luise Schulze-Brück.
AntV.'Drllslel Holland. .
London ... .
Vari- ....
Schwei,. . . .
Svanien . .
Italien 19s)abon»Ovort0 Dänemark. . . dtorwegen. .
Schweden .
Heliingforr. .
Neunork.....
Deutsch-Oesters Budavest. . .
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3983
5630 -
8350 -
29 65 21495 - 98950—
10h7— 1203—
448— 039 —
100 50
Berlin. 167 Aprrll Der schwerverletzte Flugzeugführer 11 o a et konnte heute über die Ursache der Flugkatastrophe auf dem Tempelhofer Felde vern ommen werden. Er gab an, daß der Motor, als das Flugzeug sich etwa 73 Meter oberhalb des in der Nähe des Landungsplatzes gelegenen Wäldchens befand, unregelmäßig lief und das Flugzeug keine Auftrrebkraft mehr besah. Er versuchte eine Notlandung auf Baumkronen. Dabei wurde das Flugzeug jedoch über die Lichtung abgetrieben und schlug ckuf dem Boden auf.
Lanvel.
Buderus-Werke.
• Wetzlar, 16. April. 3n der heutigen AufsichtSratS-Sitzung der BuderuSschen Eisen-» tverke wurde der Rechnungsabschluß für 1 922 vorgelegt. Der demnächst stattfindenden Hauptversammlung soll die Verteilung einer Dividende von 100 Prozent vorgeschlagen werden.
Deutsche Kartoffeln gegen ausländisches Getreide?
Berlin, 16. April. Wie die „Boss. Ztg." erfährt, sind Bestrebungen im Gange, den Austausch von deutschen Kartoffeln, die im älebermah vorhanden sind, gegen ausländisches Getreide zu organisieren. Als Lieferanten des Getreides sollen in erster Linie die Tschechoslowakei und Polen in Betracht kommen, dlach Ansicht der Landwirtschaft soll das Auslauschgeschäft von Kartoffeln gegen Getreide mit den genannten Staaten möglich und erfolgver- sprechend sein.
Kein Mord, sonderu Selbstmord.
Berlin, 16 April. Wie die „03. Z." meldet, hat ein junger Mann, der heute nacht an der Ecke der Martin-Lutherstrahe und der dienen Wintetteldtstraßr sterbend auf gefunden wurde und dessen Ausruf „2ch bin er schossen!" zu der Annahme veranlaßt, dah ein Mord vorliege, Selbstmord verübt. Es handelt sich um den 16jährigen Schüler Samuel Levin aus Rußland, der mit seiner Mutter in einer Pension in der Martrn-Lutherstrahe wohnte und sich aus dent Fenster eines Hauses in der Reuen Winter- feldtstrahe auf die Straße hinabgestürzt hat.
Schwedische Liebestäligkeit für Deutschland.
Stockholm, 16. April. (WTD.) Die schweb is ch e Samaritersamntlung für Deut sch land erbrachte bis jetzt 470 030 Kronen unter einer Beteiligung von 1370 Gemeinden.
Frau Ohler sah ihn aufmerksam an, während er allerhand von Land und Leuten erzählte.
Doktor Ensingen ging nebenan, ungeduldig mit seinem Stöckch en in der Luft fuchtelnd, iln- willkürlich verglich sie die beiden miteinander, und lächelnd dachte sie, dah dieser Mann ein neuer Typus für sie sei. •
Sie war ein echtes Drohst adtkind. Immer nur in dem kleinen Kreis grohstädtischer Menschen hotte sie sich bewegt, Und wenn sie auf Reisen war, dann hatten nur die Gesichter gewechselt, sonst war es immer dasselbe gewesen. Wie anders das Leben dieses Mannes wohl hinging, als das Assessor Ensingens oder ihres Bruders oder auch das ihrige. Gleich an der kleinen Geschichte der Truhe zeigte sich das so deutlich. Auch sie schwärmte für alte Möbel. Aber wenn sie sich ein solch altes Stück wünschte, dann klapperte sie die Läden ab, stöberte in den Magazinen herum, feilschte mit den Antiquaren, und was sie dann erstand, das war vielleicht schon durch Dutzende von Händen gegangen, immer weiter verschachert, bis es zuletzt in ihren Besitz kam.
Sie say auf Assessor Ensingen, der einen mokanten Zug um den Rasenflügel hatte. Sie kannte diesen Zug, der gleichsam wie Abwehr war gegen alles, was ihm uninteressant erschien. Sie wußte, dah er ernstlich um sie werben würde, sobald sie es ihm gestattete, und sie hatte wohl manchmal mit dem Gedanken gespielt, wie es
Berlin, 16. April. (Börsenst immun gs bild.) Die vielfach gehegten Erwartungen auf einen recht festen Börsenverlauf haben insofern enttäuscht, als zwar das Pri- vatpublikum Kaufaufträge ziemlichen Umfanges erteilt, die Börsenspekulation aber nach "Den teilweise erheblichen Kurssteigerungen der Dorwoche realisationslusttg gestimmt ist und die verlangte Ware hergab. ES überwogen zwar für die Industrie-, Bank- und Schisf- fahrtSaktien Kurssteigerungen von durchschnittlich 2000 bis 3000 Prozent und vereinzelt mehr, für Aordd. Wolle von 8000 Proz., Gebr. Bvehler 10 000 Prozent und Stvehr über 40 000 Prozent, doch war die Stimmung im allgemeinen etwas zurückhaltender, da man anscheinend erst noch bestimmte Rachrichten über große ZusammenschliehungSbcstrebun- gen in der oberschlesischen Hüttenindustrie, die in der Dorwoche die Unternehmungslust so stark angeregt hatten, abwarten wollte. Das Geschäft war daher nur am Anfang lebhafter und lieh später bei Schwankungen in der Kursbewegung wieder nach. Festverzinsliche Werte einschließlich der Dalutapapiere waren nicht wesentlich verändert. In den Sinheits- kurSpapieren bewirkte die stärkere Beteiligung des Publikums überwiegend Kursbesserungen. Die Devisen waren zumeist unverändert. Die vorübergehend stärkere Nachfrage nach amerikanischer Valuta wurde von der Reichsbank glatt gedeckt.
Frankfurt a. M., 16. April. (Börse n st i m m u n g s b i l d.) Am Devisenmarkt blieb die Lage unverändert. Der Dollar wurde mit 21 200 genannt. Die Effektenbörse eröffnete fest. Im Vordergrund standen Bankaktien, die lebhafteres Geschäft aufwiesen. Neben Deutsche Bank, Berliner Handelsgesellschaft, Darmstädter Dank waren auch Dis- konto-Gesellschaft, sowie Mittelbanken höher. Lebhafte Ansätze waren in A. E. G., Bergmannwerke, Felten u. Guilleaume festzustellen. Bemerkenswert war die Nachfrage nach oberschlesischen Werten, wo Earv und Oberbedarf weiter bevorzugt sind. Sonst waren Luxemburger und Gelsenkirchen bei fester Tendenz lebhaft begehrt. Spekulative Käufe führten zu ansehnlichen Kurssteigerungen für Hehligenstaedt-Gießen. Interesse zeigte sich für einzelne chemische Aktien. ES traten Badische Anilin und Griesheim mit je 2000 Proz., Scheideanstalt bei erhöhtem Kursniveau in den Derkehr.
Frankfurter Devisenmarkt.
(Telegraphische Auszahlung.)
Turnen. Sport und Spiel.
Radsport.
Der Gau 9a Sieg-Lahn des Bundes Deutscher Radfahrer veranstaltete am Sonntag seine 50- Kilometer-PreiSfahrt auf der Strecke Cölbe—Biedenkopf undzurück Dem Starter Gaufahrwatt Marx- Gießen, stellten sich von 98 Gemeldeten 78 zum Statt. Das Ergebnis war folgendes: Junioren:
1. Aug. Deibel (1885 Gießen) 1 Stunde 32 Min; 2 I. Selbach, Siegen 1 Gänge; 3. K Pfeiffer, Stegen, 1 St. 33,30 Min.; 4. C. Reu- ning (1885 Gießen) 1 Länge; 5. Noll, Kirchhain, 1 Länge; 6. C. Ehrhardt, Kirchhain, 1 Länge; 7. H. Mai, Kirchhain, 1 Länge; 8. K. Losekann, Kirchhain, 1 Länge; 9 Fr. Enzing- müller (Germania ©lenen) 1 St. 36 Min.; 10. H. Faber (Germania Dießen) 1 Länge; 11. C. Riehl, Neustadt, 1 Länge; 12. K. Rotz i g e r (Germania Gießen) 1 Länge; 13. H Pausch, Kirchhain, 1 Länge; 14. I. Reitber- ger, Gießen, 1 St. 38 Min.; 15. D. Kurz, Kirchhain, 1 Länge; 16. O. Rödiger (Ger- mania Gießen) 1 St. 40 Min.; 17. H Scholl, Kirchhain, 1 Länge; 18. W. Wagner, Krofdorf, 1 St. 41 Min.; 19. W. Dietz, Kirchhain, 1 St. 41 Win ; 20. W. Röhrlg CDanderer Gießen) 1 St. 41 Min. Senioren I.:
1. K. Sehrt (Germania Gießen) 1 St. 38,30 Min.; 2. K. Möller, Wetzlar, 1 St. 44 Min.; 3. G. Göller, Marburg, 1 St. 51 Mm.; 4. H. Will, Wieseck, 1 St. 55 Min.
Senioren II.:
1. Gg. Sauer, G ießen, 1 St. 46 Min.; 2. C. Muhl (Germania Gießen), 1 St. 50 Min.; 3. Ad. Aumüller, Marburg, 1 St. 53 Min.; 4. I. Heines (Germania Gießen), 2 St. 13 Min. *
* Drittes Na tivnaleS Messe- schwimmen der „Eintracht"-Frank- furtam Sonntag, 15. April: Wie im Dorjahre, so hielt auch jetzt wieder die Schwimmabteilung der Turn- und Spottgemeinde „Eintracht"-Frankfurt das bekannte Messeschwimmen in Frankfurt ab. Am Start sah man fast nur beste deutsche Schwimmer aus Köln, Worms. Düsseldorf, Gelsenkirchen. Leipzig. Darmstadt, Göppingen usw. Auch die Schwimmabteilung des G ießen er Sport-Club von 1900 hatte eine, leider durch das Fehlen des Seiteschwimmers sehr geschwächte Mannschaft nach Frankfurt gesandt. Dies machte sich schon im ersten Wettkampf — 4x50- Meter-Lagenstaffel — bemerkbar, denn hier muhte sich Gießen 1900 mit dem 4. Platz begnügen. Ebenso endete die beliebige Staffel 3x50 Meter. Das Junior-Rückenschwimmen 100 Meter, welches von 13 Schwimmern belegt war, gewann Berges- Darmstadt cor Monschard-Köln und Eck-Gießen. Die Sieger der übrigen Wettkämpfe verteilten sich auf Köln, Göppingen und Düsseldorf.
werden würde, wenn sie ihn heiratete. Ein drolliger Vergleich schwebte ihr vor. Sir sah ihn im Kreise ihrer Bekannten, den allgemein beliebten, geistreichen Gesellschafter, den Kurmacher nach allen Regeln der Kunst, dem man allerhand große und kleine Abenteuer nachfagte. über die er übrigens selbst stets mit musterhafter Diskretion hin- wegglitt Don wieviel Händen er wohl schon gegängelt worden mir - gerade wie irgendeine Seltenheit beim Antiquar.
Dom Rebstock her tarn ihnen Hans Dietrich schlendernd entgegen, mit schlaffer Neugier nach den Begleitern seiner Schwester blickend Dann begrüßte er Ensingen sehr lebhaft Gott sei Dank, daß ein glücklicher Zufall ihn herbeigeweht hatte!
Aber aus einem verstohlenen Augenzwinkern glaubte Frau Eva zu erkennen, daß dein Zufall vielleicht ein wenig nachgeholfen worden sei. Das ärgerte sie Sie gestand ihrem Bruder nicht dis Recht zu, irgendwie ihren Lebensgang zu beeinflussen. sie wurde einsilbig und zurückhclltend.
3m Rebstock war es sehr lebendig. Der sonntägliche Frühschoppen hielt die Männer des Dorfes versammelt — sie saßen ehrbar und würdig tn ihren schwarzen Kirchröcken und ins kullerten den Weltlauf.
Die beiden Herren traten mit ein. Bürgermeister Arnolds ging zu einem der Tische und setzte sich einen Augenblick zu den Leuten Sie grüßten höflich, jedoch nicht untertänig oder sehr beflissen Aber sie rückten zusammen und hätten aufmerksam auf das. was er sagte.
Ensingen machte wieder sein mokantes Gesicht: .Auch ein Beruf und ein Leben! Als Dauern- bürgermeister in dem kleinen Rest sich um jeden Kaffer kümmern müssen! Dabei hat der Mann
Amtl. Nouerq.
Amtl. Noiiern.
Meld
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98129,05
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1403—
1410—
1406,45 14I3.55
3837,40
3856,60
3837,00 3SÜ7.1O
3237,90 8253,10
8226.90
3243.10
1049,85
1055,15
1051.35 1056,65
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3969'90
3973'05 3992.95
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3781,50 3800.50
5598,45
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5610,95 5639,05
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——75000, —79506, —
Märkte.
Frankfurter Getreidebörse.
* Frankfurt a. M., 16. April. Preisbewegungen traten am heutigen Getreide- mar!t nicht in Erscheinung. ES bestand geringe Unternehmungslust, so daß sich das Geschäft im Vvrrnittagsverkehr ruhig abwickelte. Hafer erschien begehrter. Weizen und Roggen fanden zu behaupteten Preisen Aufnahme. Gerste gut gehalten. Für Futtermittelstoffe macht sich etwas Nachfrage bemerkbar. Meyl und Hülsenfrüchte ruhig. ES notierten je 100 Kilogr.: Weizen Mk. 105 000—110 000, Roggen Mark 92 000—95 000, Sommergerste für Brauzwecke Mk. 80 000—90 000, Hafer, inILnd. Mk. 48 000 bis 80 000, Hafer, ausländ. Mk. 90 000 bis 92 000, Mais La Plata Mk. 105 000—110 000, Mais Mixed Mk. 100 000—103 000, Weizenmehl südd. Spez. 0 Mk. 170 000—180 000 bei Waggonbezug ab Mühlenstalion, Roggenmehl alsbaldige Lieferung Mk. 125 000—135 000, Weizen- u. Roggenkleie Mk. 50 000, Speise- Erbsen je nach Qualität Mk. 150 000—180 000. Tendenz: ruhig.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
fpd. Frankfurt a M., 16. April. Auftrreb: 212 Ochsen, 71 Dullen, 954 Färsen und Kühe, 428 Kälber, 83 Schafe, 1205 Schweine. Es wurden bezahlt für einen Zentner Lebendgewicht: Ochsen 170 000 bis 300 000 Mk., Färsen und Kühe, voll- fleischtge, 260 000 bis 300 000 Mk., mäßig genährte 160 000 bis 250 000 Mk., gering genährte 80 000 bis 150 000 Mk., Bullen 180 000 bis 240 000 Mk., Kälber feinster Qualität 260 000 bis 300 000 Mk., mittlerer Qualität 220 000 bis 250 000 Mk., geringerer Qualität 170 000 bis 200 000 Mk. Schafe 170 000 bis 210 000 Mk.; Schweine unter 80 Krlo 280 000 bis 310 000 Mk., von 80—100 Kilo 320 000 bis 340 000 Mk., über 100 Kilo 320 000 brs 340 000 Mark. Der Handel vollzog sich langsam. 3n Rindern und Schweinen verblieb etwas Oleberstand.
6"/, Dtsch. RetchSanleihe
4°/0 Ternleichen
3'/,°/. Dergleichen
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Disch.Suar'präm.'Anl.
1 , ^reuhtsche Konsol»
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3'///, Hessen 3*/» Hessen
(Snro...........H0<.-f).),-.59:)00,- 6100)—6100
Deullch-Lurciubura. . 74>)0^,—7)tK)0,—74-X) >.—775')»,- b)elsenetrchenerBeraiv75000—76<X)0—74'^00.—78.50-),- Hnrvener Bern bau 14S000,- —,—145000,-153000, ttaliiverk i'lscher.-tebeultOiiO,—47500,-42.70s—46000. -
(In einem Teil der Auflage wietzerZolt.)
Die englische Presse zur Rede Poincnr^S.
London, 16 April. (WTD.) Die „Westminster Gazette" nimmt als einziges Blati zu der Rede PoincaröS in Dünkirchen in einem Leitartikel Stellung Das liberale Blau chreibt, die Rede des französischen Ministerpräsidenten fördere die Lösung der zwischen Frankreich und Deutschland strittigen Fragen nicht merklich Poincarß habe gestern die Gelegenheit ergriffen, um eine Anzahl von Dingen zu sagen, die in der augeirblicklichen Lage belanglos seien. Er habe die einzige Frage unberücksichtigt gelassen, die dringend geklärt werden müsse, nämlich den B c - trag, den F r ankreich fordere Was die Welt augenblicklich von Frankreich erwarte, sei ein Zeichen, daß es die Forderung aufgegeben habe, die Deutschland für immer in Derzug erklären würde Freilich sei es zuviel gewesen, zu erwarten, daß Poincarö so vollständig herab- klimme Es sei jedoch an der Zeit, zu erkennen, daß die "Welt dieser dauernd wiederholten Erklärung französischer Entschlossenheit, das Ruhrgebiet besetzt zu halten, ohne einen Grund dchür anzugeben, überdrüssig sei Die »Westminster Gazette" drückt die Ansicht aus, wenn der britische Plan angenommen worden wäre, so würde die vollständige Solidarität unter den Alliierten gegenüber einem widerspenstigen Deutschland vorhanden gewesen sein und fährt dann fort, wenn auch Poincaros Rede als eine versäumte Gelegenheit angesehen werden müßte, so dürfe Deutschland nicht unbeschränkt dieselbe Taktik purer Hals- starrigteit (!) fortsehen. Deutschland dürfe nicht seinen Verbindlichkeiten zu entgehen suchen, weil Frankreich eine von den meisten Leuten verurteilte Aktion unternommen habe. Ein auf- richtiges.vernünftigesdeutschesAn- gebot würde eine wesentliche Veränderung der Lage herbeiführen. Poincarö habe gestern die Tür nicht geöffnet, aber auch nicht geschlossen, und es sei jetzt Zeit, daß Deutschland erkenne, was von ihm erwartet werde. England stehe nach wie vor auf dem Standpunkt, daß Deutschland Reparationen leisten müsse. Der diplomatische Berichterstatter der „Westminster Dazette" schreibt, man könne sich kaum etwas vorstellen, was weniger der Stimme eines Mannes gleiche, der bestrebt sei, in der augenblicklichen Krisis zu verhandeln, als die gestrige Rede Poincares.
„Daily Herald" überschreibt seinen Bericht über die Rede des französischen Ministerpräsidenten „Poincare'zerschlägt die Hoffnung auf eine Ruhr-Regelurw". Der Pariser Berichterstatter sagt. PoinrarHs Rede mache es klar, daß die durch die im Anschluß an die Reise Louchrurs erweckte Hoffnung auf eine baldige Regelung der Ruhrfrage illusorisch war.
Der Pariser Berichterstatter der „Time s" bezeichnet die Rede Poincar^s als eine äußerst toi.itige Erklärung, die sicherlich politisch eine ringe - urc Wirlung haben werde. Sic werde die Stellung Poincar^s, der das Ziel zahlreicher Angriffe zu werden begonnen habe, stärken. Die Tatsache, daß Poincare Loucheur, der an seiner Seite saß, ein öffentliches Kompliment gezollt habe, habe eine beträchtliche Bedeutung, insbesondere im Hinblick auf das gestern veröffentlichte Schreiben Loucheurs, in dem er die Leute zurückwelle, die die letzten Ereignisse als öin Anzeichen zwischen ihm und Poincarö bestehender Meinungsver schiedenheiten darzustellen suchten. Eine neue Zwangsmaßnahme der Franzosen.
Frankfurt a. M, 16. April. (WTD.) Die französische Zollbehörde im besetzten Rheinland erläßt folgend« Anordnung: Auf Befehl der Rheinlandkvmmissivn treten ab 16. April 1923 nach Mitternacht folgende Best immungen in Kraft: Alle Kraftwagen, M o- t o r - und Fahrräder, für die nicht ein Begleitschein vom französischen Zollamt in Wiesbaden, Rhernstraße, ausgestellt ist, werden an den Zollsperren vom besetzten ins unbesetzte Gebiet nicht durchgelassen.
61000— (L’OOu—57009,-6125, >. - —— — —190030,-16! *000.
18900— 19500- -— - -
130- 11L
58500— ——
58000—58000,- 550.1'), •51000,-51400,-5301)0, 70900—117500—67000.
es nicht einmal nötig. Sein Weingut muß ihm eine kolossale Einnahme bringen. Er tut's also aus Passion!"
Ein scharfes Wort schwebte auf Evas Zunge. Aber sie unterdrückte es und sah nur Ensingen einen Augenblick an. Der fing den Blick auf und lachte: „Nun regt sich wieder die Idealistin in Ihnen. Ober sollte gar . . .“ Er blickte scharf zu Bürgermeister Arnolds hinüber und forschend auf Eva
Sie lächelte kühl, ohne Worte. Das reizte ihn: „Warum nicht? Diese Kraft- und Naturmenschen imponieren manchen Frauen unter älmfläntzen sehr."
„Manchen?" Sie sagte das Wort mit schar- tem Nachdrucke, so daß er ziemlich betreten verstummte
Unb als Bürgermeister Arnolds nun herüber- kam, wendete sie sich ganz zu ihm, während Ensingen geärgert seinen spitzgeschnittenen Batt miß» fanbeltc! Er war es eigentlich nicht gewohnt, sich solche Mühe am eine Frau zu machen Seine Eriahrungen hatten ihn gelehrt, daß man mit genügendem Selbstbewußlsein, einer gewissen Siegermiene und einem leichten Anstriche von Blasiertheit am weitesten kam, auch bei recht klugen Frauen. Aber hier schienen diese Mittel zu versagen.
Er zupfte weiter umnitig an seinem Batte, während er Eva betrachtete, die lebhaft und angeregt mit Bürgermeister Arnolds sprach. Ihr blasses Gesicht, das sehr anziehend war, ohne schön zu sein, hatte ein wenig Farbe bekommen, und das stand ihr gut. älnd sie hatte eine famose Figur, die schlanke Zartheit ihres rassigen Körpers war doch nicht ohne reizvolle Fülle. Hnb
dann reizte es ihn auch, diese Frau za ergründen, aus der er nie recht klug toirbe, dir in der Ehe mit einem viel älteren Manne eine musterhafte Gattin gewesen war, und von der auch jetzt bi« schlimmsten Zungen ihres Kreises nichts, aber auch gar nichts Besonderes zu berichten wußten. So war sie die denkbar passendste Frau für ihn, tadellos, nicht unbequem, temperamentvoll, pekuniär brillant gestellt, ohne störende Familien- beziehungen Es paßte alles so gut Er war etwa vier bis fünf Jahre älter als sie . . . hm.
Hans Dietrich Ohler hatte neulich einmal gesagt, sie fei einunddreißig ... der in seiner spöttischen Art hatte sie gewiß nicht jünger gemacht ... er wurde nächstens sechsunddreißig ... alles paßte, ünb er fühlte es, er war wirklich verliebt in die reizende Frau Er spürte nicht einmal die Neigung, dies Gefühl zu sezieren, es war da und er genoß es. Daß sie ihn jetzt kühl behandelte, störte ihn nicht weiter, im Gegenteil, das erhöhte noch ihren Reiz. Es war doch eine famose Idee gewesen, ihr nachzureisen; aus einer noch unklaren Aufwall ing beraub war sie eigentlich gefaßt worden. Er hatte ihr zwar immer eine besondere Aufmerksamkeit gewidmet, weil er grundsätzlich allen schonen und gar nicht zt törichten Frauen den Hof machte — er betrachtete das als eine angenehme Anregung — nun aber war sein Gefühl blitzschnell gewachsen! Wie sie versonnen und träumerisch den Kirchweg hinunter- kam, da hatte es ihn gepackt! Es war ein ganz eigenartiger Kontrast gewesen, die Frau, die er mir immer im raffinierten Wellstabtmilieu gesehen hatte, hier plötzlich auf einer Dorfstraße zu begegnen — vom Kirchgänge kommend
(Fortsetzung folgt)


