Soziale Weihnachtspflicht
On wenigen Tagen feiern wir ba» |<66n>tt •W« Mt, tat Wethnachisfest Tick febe* lft«n freuM« gefHmmt entgegen, noch mehr aber tmi Schmerz, Verzweiflung und fur^tbarer Onttihi|<6iing. Die erste »nippe umld-.lKbt die Mitbürger, die sich auch In freien ich tmen Zeilen "h-Lk^ ~e'^t nne* »wtommene befinden, da« allerdings den meisten keine groben Sprünge gc-
H* ober doch wenigsten« oor der ärgftrr Dot schütz, Lus der anderen Selle sehen wir bte grobe Schor der noileidenden Volksgenollar, Dem von der ersten ® nippe. sofern er sich oor Gott und vor seinem Gewissen veranttvorllich suhlt. kann seflfroh ums Her, sein, wenn er an die furch, baren Glendszustänfr aus der andern Seite denkt und ihe«, nicht entgegenwirft, wenigsten« in tern Tagen Der Deihnacht, soweit seine Äräflc es ermügsi-frn?
Untere Stadt hat gegenwärtig rund 800 Vollerwerbslose und etwa $00 Äurj- Arbeiter. Diele dieser Männer, die gern arbeiten möchten. wenn fle nur irgendwo etwa« (triften könnten hoben Aomilie, oft sogar eine zahl- reiche 5hnfter|<bar Die Unter,lühung bte freien Opfern unsere« wirtschaftlichen Diederbruchs gc- «abü wird, ist bn Derhöltnis zu den Lebenshal- tURggfofien ganz und gar unzureichend, neuerdings ftnb auch diese mehr al« Überaus bescheidenen Bc- t^ige gefährdet, da das Deich In der oller,chwersten rstnanznoi stecht und noch nicht ri imal seine Bcam- ttn in der erforderlichen Weise bezahlen kann De- flern wurde uns berschet, daft In einem Dachbar- ort die mngcTx. Erwerb« losen Unterstützung für diese Woche überhaupt nicht bezabli treiben tann, weil das Deich kein Geld überweisen konnte and die Gemeinde selbst auch nicht« Hal Dir HUen tn unseren Mauern weiter etwa 250Älclnrent- ner. die sich In ihren alten Tagen, fre anders zu Derfeben sie erhofft hotten. In der Jürforg? fr» Dvhlsohrtsamt« befinden, ferner Halen wir un- gefaftr 400 unterstühungsbedürsiige Sozialrentner 1100 bedürftige Kriegs« sir. die grobe S<bar der verschämten Tünnen deren Damen und Zahl nirgends eingeschrieben sind, weil ftc Ihren Stolz nicht überwinden können und lieber bitterlich darben, als die Hilfe her Allgemeinheit anzurusen. und endlich die bitter kämpfende und darbende Studentenschaft, die gleichsakl« ihre Dot nicht au, dem Mark, ausbrettei Deiche gewaltige Fülle von Dot und Gntbehrung häuft sich tn all dielen Miibürgerschrchten togläglich an. wie grob muh her Schmerz der Sltern sein, fre ihren Kindern nicht nur keine Weihnacht «freu de sondern oiel- leicht noch nicht einmal du« Srtteflen bereiten können. welche furch bi re Gnttäulch.rng muh Ca3 stark empfängliche Ktndergemüt niele. drucken d-ov Io bvn einem grausamen Scblcklal teirngeiuchi wird, und wie bitter schwer muh einem jungen Stuften- ten. der nach oben strebt, an dem hohen Feste werden, wenn ihm keine Liebeshilfe zuteil wird
Alle btz die den Leiden«kelch befer Zeit noch »sicht al« täglichen Hausgenosien hiben, müssen hier helfen, und jetzt zu Delhnachien erst recht! Gin Armenpfleger macht in einem Schreiben an un« den Dorschlag. die Hausbesitzer möchten den Doileidenden tn ihrem Hause jetzt schon Mitteilen, bah fle ihnen trotz der eigenen Dlri- fchaftsschwierigkeiten die Dezembermiete erlassen, damit die Dedrängien das Geld zu einer Stärkung für die WeihnochlDtagr verwenden fönnten, die Mielbeträge der zahlungsfähigen Mieter aber möchte der Hauswirt In voller Höhe dem Wohl- fahrtsaml überweisen, damit freies für die Weib, nachtsdeköstigung seiner Pfleglinge belonders gerüstet werde Dir geben freie Anregung an bte Oeffentllti'eU weiter, obwohl uns beton6: ist. ftafj Per Hausbesitzer keineswegs Io aus Do'en und Sammet gebettet Ist. wie der Ei isender Hbg ei dieser Tage in einem Singeland'-Aitflel hr unseren Spalten darzustellen suchte, wir toi len aber auch dah die grobe Mehrzahl der reellen Ha»S- bescher, die man nicht in einem Zerrbild schmälern soll le. gerne ein Opfer bringt, wenn es sich darum handelt, wirilich bring cm. e Aoi zu lindern Deiter sollten alle übrigen, noch elntgermaf-en ldftung«fräjtigen Mitbürger durch Sonberspenden zu Gunsten der Siebener Dinternothilse gerade In dieser Woche eine örtroanftreigung machen Da« müh'e möglichst schnell geschehen, damit dos ltäbtflche Wohl- fahrisaml so rcch'zeitig In den Del.tz der Voten gelangt, dah eS bte Verteilung bzw Derwendung In den Dolksküch n noch zum Feste veranlafle.i kann Gcldspen.-e । axrrben w iterhia in unlerer Geschäfi«st- , e o'genommen, in unteren Spalten öffentlich nachgtWielen unft schleunigst an bk Zen» trolsammelstclle abgriührt Wer Lbensmittel- ofter sonstige Sochlren>en geben will, letze sich sofort mit dem Wohlfahrt samt in Derbindung Unsere Hausfrauen werden sicherlich auch gerne bereit fein In ihrem D ich noch • tnm.nl Umlchau zu halten nach Sachen, die fk oh ie eigene D o k entbehren und mit denen sie den Hilfsbedürskigen
rine Lrieicheeruag ihre« schweren Geschicks, den hindern r>el leicht eine Fr.Ude bereiten können Der es möglich mofrn tan i. üb.- an dem Fest der Vl.be Gastfreiheit an seinem Tiuche. und er 'ehe sich bo vor allem mal In ,einer Dachborschafl nach btn verschämten Armen um. für bü tn Unfennt- nt« der Derhälinisle sonst w-.möglich nlemnnb lorgt Zu der Hilfe aus be städiischenDe- 0 i U» t u n a 6ttau« möch en wir auch um die Unterslutzung unserer Dotkibenben durch die Landbevölkerung trerb.n Die Dauern- Itaft hot bisher fchon sehr viel gdrift.-t zur Lln- b.rung ber Dvi. sie wird fit ficherlich auch dies- >nal bei ber Abwehr d?» S..-nbs an fr-m Deih- nachlsfest unft d.i der Tkr.-itu.ig .inet Freude für bie ftorbenben Gt.-Hmer 21 iwohner ml in ber rotberflen Front zeigen U.sei Dohsiahrtsamt wird ohne Zwei ei mit feine, Dorsch! ägen gern? zur Verfügung stehen
Vctb.-e Deihnahtssrrudecmtfprr.rgt au« rechter arfüllung der so l<i!cn Deihnachtspsli tX Md» gen olle unsere Mi bürget in ber Stadt und auf frm Lande danach han.el.,' Indem si.- durch ihr Dethnach.sgrichenk an bi? Dosi id nben in deren düstere Stuben und gequälte Seien einen Vich'- flroftl der Weihnacht entsentei. zünden sie sich selbst in ihrem Herzen die schönst.- Scftfllmmung an. die dann auch au« diesem Weite achtlest der bittersten deutsch.n Dot ein herrlich,'« Feit der hesfltrahl.mften Dächstenlieb? machen iflrb
Zurück zur Goldwährung?
Don ben schiel! bekannt unft beliebt fttoorbenen Driesen eine« Da n k irektorsan seinen Sohn von A r» gentarius ist im Danlveriag, De.iin, ein nruer Dand tPappbd 12. G,l 16) erfahren der mit der gewohnten klaren Anschaulichkeii bas Wesen de« Gelbes erläutert Dachdem tn ben ersten Biie» fen dargclegt was man üb-r Haupt unter -Seid ' v-rlteht welch.- Funk.ionrn da» Geld In ber Dirilchast hat und zu welch furch - barem Tyrann.-n es für dir kranke Wirtschaft eine« Landes werden kann, beichäl- tlaen sich bie folgenden, beitetet« intrr- esianten Teile mit der Valuta Sold und Geld tn der De twirttcha't und sch'iehsich mit dem Wesen der Dotenbank. Wir kennen kaum ein IW du« in gleich fn'elnber Delle. man rnoch c lagen, fast spielend. In die für da« D.wständ iis der modernen Wirtschaft unb fpeudl für un'ere im Zeichen der Währung.'e^orm stctend? rnncr- posi ilck - Ärilc Io fr. u unas -ollen fi la.tz» technischen Probleme tinrüfrt 3m foLjen- ften geben wir ben Dries wieder, ber d?« Dersaflers äußerst bemerkenswert? Aus- faslung über bL- MLalichkett und Zweck- mäftgfvlt einer Dückkehr zur Goldwährung enthält einem Problem, bas im Augenblick der Stillegung der Dotenpresse aftit geworden ist
Sn? Länder, lieber James, die heute anker den ®elbelbie5en be« Talutaverfall« seuszen. werden sehr bald vor ber bedeutsamen Frage stehen .Zurück zur Goldwährung ober nicht?" Unft diese Frage wird sich für sie in zwei Hntcrfragen spalten, nämlich erstens 3st hie Dückkehr ralfam unft lohnt sie bie hierfür etwa au bringenben finanziellen Opfer? unb zweiten« 3(1. fall« diele 5rage bejaht werden muh, dF Dückkehr denn überhaup: n.ögiich. ohne bah umfassende organl- kalorische Dm bereit ungen unft gewaltige tolrt- schaflliche Umwälzungen oorangegangen sind?
IPle die Antwort auf die F agc nach der Zweckmäßigkeit au^'allen wird, kann feinen Moment zweifelhaft fc n. Denn fre völlige Zer- rüttung de« Deldwesens. bk überall da ein- gcticten ist. wo man dem Solde ben Dück.m gekehrt ha', hat dl? Ueberte gen beit der Sold- toäftiung über die Papi. .Währung, trotz der tbeo- reiflchen Sleichtreitigkeit der letzteren, zum Giri- sen deutlich treiben lallen Und zwar ist fr? Uebkrlegenheii ber Goldwährung tote wir au« den oorangegangenen Driesen Wilsen, eine dreifache
Zunächst garantiert sie eine gesunde Seid- terfaüung einfach dutch die Tatsache bah sie da ist Sie wirkt, tote der Cnglänber lagt „in bcmK“ Selbst trenn sie eine hinkende Goldwährung ist Wie sie es vor dem Kriege auher in England In allen sogenannten Gvlftwährungsländern war llett überall 'eine Papieipyramide sich aus der Gvldbasi« au,baute gewahrt sie doch einen
wertvollen Schutz gegen alle allzu kühnen Gelb- erpetlmente und gegen eine writget riebene .Inflation Auch da. tue die «ilfemmählge Ueber- einfllmmung zwilchen Geldumlauf und Golftvorrat, welch« bi? Do,lqolbtor1brung charakterisiert rt ft vorhanden ist, Ivtidef nur da« ziemlich' srag- tiürdlge Prinzip der Diittelbeckunq herr'cht. feht frt« Sold ber Geldmenge Im Lande beftlmmte
Aiemlüp enge Grenzen. Io ftaft «ine willkürlich« Hebet Hutung des Lande« mit Geldzeichen aal- geschtolfen ist Auch übt die Goldwährung überall da, wo sie aftopllert worden ist, eine Art Selbstschutz aus, die es den Degterungen er- schtr^ri, nach freiem Desieben mit ihr zu brechen Sie «neugl sehr schnell ein« Goidtiabition, eine Art wohltätigen .Golbfetsichlsmus". die auch aelbwirtschastlich unersahieue Degierungen oor Attentaten gegen die Goldwährung zuiückschr.-cken läht und den Destanft bleie« 3nfl.Uioi>»'chun>« gewährleistet Io lange nicht positflch- Katastrophen eine Diktatur ber Tollkühnheit he. bei- führen.
Daneben stehen die wertvollen aktiven Dienste, welche bk Golbwährung bei Talma, ber De Wertung fr« Land.«gelde« Im 2Ii«(anfr' unb ftaftjixt den inteinalionalen Deriehrsbezi,- bungrn be# Lande« leistet Do bk Goldwährung dkrricht. können die Dechlellurse. die ben Den be« Lanbesgelbe« in fremder Währung ausdrücken, nur um Druchtesic eine« Prozent« Ichuxrnlen weil b.-i 2r.e.chung fr« oberen oder unteren .ffolbpunhc«" lofort Gold ausströmi ob. einflieht. Dadurch v-ird der Geldumlauf im Lun fr In die genaueste Uefrinnfrimmung mit den ®i- forbemllkn der Zahlungsbllanz ged-richt, Io balj die Dechfelkurse Ichncll auf ihren Dormalstaud ^urückkehren 3m 3nlanb und Ausland weih allo jcbcmann, mit welchem Den fr« heimischen Selbe« tm Derhällni« »um fremden er zu ledy.en bat. wa« frm Auhenyanfrl unb dem Äapual- frrfcbr bie Sicherheit gibt, ohne bie Ile zum Staben fr« Lande« tn Spekulation auSarien
Der brüte Dienst, den fre Goldwährung frm Lanfr leistet ergibt sich au« ben beiden ersten Ta sie da« Gerbwefen gegen 3nf(alton fchiyt unb bie Daluia auf einem festen Dormalstand verankert. macht sie da« Land in hohem Grade kreditwürdig Schon ein geringe« Zin«- Mehrangcbot. da« die Danken de« Lande« abgefrn. zichi gatte Auslandkapt lallen fre- bei, während In einem Lande mit staick Ichwan- fenfrr Währung selbst ein hoher Mehrztn« toir- kung«lo« bleibt, weil das Daluiarisiko hier den Zinsnutzen auszusrellen droht Die Zahlung«- bilanz wird also im Eoldwähiringslande nicht nur durch bie Goidein- unb -auSsuhr. sondern auch durch ben Kredit (unb bie mit ihm eng verbundene Arbiiiaqe) im Sle.chqewicht erhalten Unb es gibt in F.sefr-n«zeiien kaum einen Geldbedarf. sei c« ein öffentlicher ober privater, ben bat Ausland nicht frreitw.lligsi befnebtgt, wenn ba« Kredit-suchende Land die Goldwährung hak
Die 5 age .Zurück zur Goldwährung ober nicht?" Wird daher wohl überall mit einem überzeugten .Za" beantwortet aterben Wie steht es aber um die Möglichkeit hierzu In den Ländern, die ihre Währung durch ungeheure Papiermafsen um vie.zehn Fünfzehntel ober neun- undneunzig Hundertstel entwertet haben?
Dun, die Möglichkeit, lieber James, ist überall vorhanden, auch In den durch 3n flat Ion am stärksten zerrütteten Ländern, sofern man hier nur zu einer vernünftigen Finanzwirtschafl zu- rückfehit Die Sold Währung ist ein anfpruch«. lofe« Gewächs und gedeiht auch auf dürrem Dvden, trenn er nur gesund IN ®« ist nicht« weiter nötig, al« bah die Länder, fre Heimweh na<t der Goldwährung haben so wirtschaften, wie man e« von jedem sorgsamen Hausvater verlangt, nämlich Io bah hie rif.i «/yifr- fr- Tinnahmen nicht übersteigen Denn dann braucht man seine Zuflucht nicht zur Hotenpreffe zu nehmen Unb überall da, wo bte« nicht geschieht Hellt sich bie Goldwährung beim leisesten Verlangen nach Ihr ganz von selbst ein.
Unb zwar vollzieht sich dieser Dorgang auf höchst einfache Delle Sobald in einem Lagd die Dotenpresse endgültig NlNgelegk ist kommt die Daluta, der AuSlondweri bc« Lande«gelfrs, frr sich bi« dahin unter starken Schwankungen fort- ac'eyt verschlechtert hat, zum Stehen Denn wenn die Geldzeichen unb frr den Geldzeichen inne- wohnende Kaufkraft keiner willkürlichen Deränfr- rung durch ba« Auftauchen immer neuer Zett.-l- mafsrn au«gesehi find, befestigen sich die Prelle Im Lande auf derjenigen Dali« fre frm nunmehr stabilen Geldweri entspricht Die Daren fliehen ruhiger au« dem Lande hinaus und in ba« Land htne n. c« bildet sich eine getoille Diveau- gkichheit mit den Weltmarktpreisen, und e« kommt z i einer Konsolidierung ber Wechselkurse be~rn bi«ftci so heftige Pendelschwingungen kleinei und immer fleiner werden Danz hören freie Schwingungen alkrbing« nicht auf. denn nxf) fehlt e« an ein«m Olemcnt. das auf jede noch Io kleine Schn ingung reagiert und durch lehre entsprechende Terlagerung da« Pendel zur Duhe b-llngt 2ll>?r r« wird doch erkennbar, bah bie Schwingung.-n lick um einen beftimmten Mittelpunkt herum voll- ziehen, unb zwar Ist da« derjenige Punkt, frr dem neuen Writwert bet LanfrsgelbeZ entlpri-ch!
Dielen Punkt festzofteikn, ist Sache ter «V peri Wertteilen Defr'enpolitik 3vgenb eine Zentralstelle Im Lande kauft fremde Dachtel immer dann an n-enn die Wechselkurs« unter frm vvraus- gekfim Mittelpunki steh«, unft gibt fle wieder fort, nenn die Wechselkurs« dies« Punkt Über- Id-reiten Ss tonn lein, bah bas Io beschaff««, sehr einfache Deriähren nicht beim ersten An- bief' gluckt, dah allo beilpieUioelle bie Zentral- Ikile tbren Dechselvorrat lehr Ichnell erschöpft lieht, weil die Dechselkuri« sich weit häufiaer über als unter dem Miitelpunst. der neuen Gold- wettpatität befinden Dann ist das ein Zeichen, bah man diele Parität noch nicht ganz richlig cimitttlt hat. unb bah sie in Dtrllichkeit etwa« höher liegt, al« vvrausgeletzt Man must also fr« Orpenmcnt sortletzen und einen neuen Mittelpunkt suchen, bi« man ihn da findet wo sich 3b- lluh unb Zuslust be« Wechfelmaieiials die Wage halten 3st dieser Punkt, diese neue Parität, sestgestelli. unb ist e« bann durch sorigesetzt» Tcvllcnläule gelungen, einen Wek>! lbestand an- zusainrneln ben die gelegentlichen Mslüsie nicht mehr erlchöpsen können, so hat man — bk neue Goldwährung Denn Ne Zentrallillle lann bann zu jeber Zeit ihren Bestand an Aus- iandwechieln In Gold verwandeln intern he ihn Im Ausland diskontiert oder oerfauft und sich den Gegenwert tn Gold remittieren lästt.
Allerdings Ist fre« noch leine .Doll-Gvlte trährung . sondern nur eine Goldrandwährung. d h eine Währung die ehren Kern aus Papiergeld und einen Dand au« Gold hat. der durch Ad- unb Zuslust bte Wertäguivalenz fr« Papiergelbe« mit dem neu ermittelten Dold- pari gewährleistet Aber für ben Anlang genügt eine solch? Goldranbwährung Sie erfüllt ihren Zweck, bte Dechfelkurfe stabil zu erhalben, alle Aufenfrziehungen be« Lande« aus die sichen? Giundlage eine« festen Geldwert« zu stellen und dem Lande seine intemaiunale Kreditwürfttgketl zurück,ugefrn Grote Länder, wie z D die alh itesierr - Ungarische Monarchie, lind jahrzehntelang mit einer solchen Dvlbrandwährung au«- gekommen
Dach unb nach farm man dann stufenweise für Dollgvldwährung übergehen Die Zen» iralsielle verstärkt fbien Devtsenoestand. bezieh! bei Fälligkeit der Wachtel oder auch schon vorher im Wette fr« De.ckuus« oder Diskont« — die Goldbeträge, auf welche die Wechfel lauten, bl« sie sich eine« Tage« start genug sühli. um ben Stritt zu tun, frn man .Wiederaufnahme der Barzahlungen- nennt Die Zeniralstelle. bk zweck- näfllgertveif« mit ber Zeniralnvienbank >frntisch fein wirb, wo eine solche erlfllert, erklärt sich bcieil, jebem 3nhaber von Zettel gelb auf Terz langen Gold gegen Itoten au«zuhändtgen Dach einem alten 3rfabrung«fahe genügt ein Gold- bcflaab in Höhe eine« Drittel« fr« Papier- umlauf«, um die Golfrinlöfung hinreichend flcher- zustellen Auch in diesem Falle handelt c« sich jtoai nicht um eine Dollgvldwährung frn oetbo- ftoren Sinne, denn diese verlangt, dah s«es Geldzelchen Im Londe Stück für Stück durch Gold gedeckt sei. Immerhin ist es die praktischen Anforderungen otnügenfr Do rmal-Goldwährung, wie Deutschlarrb sie bt6 zum Kriegsausbruch gehabt hat
Die viel Gold gehört nun boxe, um Hw lolch«. auf frm DriNelbeckungs-Prinzw berufcetfr Goldwährung tn Deutschtaich auf zu richten? Gs I *•**' V***-****** VT* «Imtkriti«L4«VI■El» -VUl HeLLUTlfiCn rerbieilet Tatsächlich läht sich tn Deutschland bk Goldwährung mit einem Goldbestände aus- richten, frr nur unwesentlich gröter ist al« der Goldbestand, den dir Deutsche Drich«bavk heute bereit« Hot
Der fruflche Geidumlaus ist heule mit etwa 25 Prozent In Golft gedeckt Die Deichsbank mühte ihren Goldbestand von 1M Ifilarfr aus etwa 1‘ . Milliarden steigern um ei ne '^S>rtrt lldecku n g berfxUufübren Deutschland karm also heute zur Goldwährung zuiückkehren und die Ba-zahlungen wieder ausnehmen. wenn di« Deichsbank Ihr« Goldbestand um ' , Milliarde Golftrnart erhöht, und trenn dieses .wenn" ist freilich lehr bedeutsam bk Tlolenprete fvsort stillgelegt wird.
Geschieht letzieres nicht, so ist da« nicht etwa gleichbedeutend mit einem notwendige-. Scheitern bei Dückkehr xum Gölte, sondern es Hal nur zur Folge, dah die Geldwert ball«, aus der Mete Dückkehr erfolgen kann, sich Immer mehr verschlechtert Man kann dann tttcht. wie setzt, et Da je 15 Papiermark In eine Goldmart verwandeln, sondern cs kommt txwm zu ehret Zusammenlegung fron 100 oder 1000 oder noch mehr Poplermart zu einer Goldmart Die Inflation macht nirgmbs und tn keinem n >ch Io vorgeschrittenen Siadtum die Deldresorm unmöglich Sie verlchkchtert trat bie San(etung«beblngungen. Selbst Duhland tonn binnen eines halten Jahre« wieder nach Gvll) - echoen, wenn et will Hier wirb aHerMng« der Umlausch von Sowjeirubetn in Gvldratel kaum
Weihnachtsmärkte einst und jetzt.
Do« luftige Leben und Treiben auf dem Weihaachtsrnarft Ist der stimmung«vo'!e Dor- 6ang der Bescherung am heiligem Abend, und diese rtmaniisch märchenhosie Well teä weihnachtlichen St rohen leben« entsaliei sich heule wieder reicher alt vor ftem Kriege, da wir un« wieder mehr an frn SirahenHantel gtwöhni haben und die vielen Arbeitslosen tm Feilhollen aller möglichen Festrsich rraschungen ei-ren aussichtsreichen Grwerbsttveig erblicken Dor 100 Zähren war her D<ihnacht«markt säst wichtiger al« ba« Fest selbst, unb feine lleberrifd) mgen und Drize wurden m t>-n höchsten Tönen gepnefcn So sagt z. D Tleck In feiner Gefchichi? .Weihnachtsabend von Berlin", er habe nugenM sonst in Deutschland ober Italien .etwa« fern Aehnllches gesunden, was barnal« die WeihnochlSzeil ver- perrlich'e'. und D i e i s ch e l nen u ten Dresdner .Striyelmorki" da» Schönftze frr ganzen Weihnachtszeit Wie die Bescherung selbst, so ist auch der Weihnachi«marti au« der Feier des Dikolastages allmählich entstanden, und lange Jahrhunderte hielten sich Dlkvlausmarkt und Weihnachtsmarkt nebeneinander Stil als im 18 Jahrhunteri Ne Tcriefle Immer mehr jurürfg?- teänat wurden und sich alle« auf fta« eigentliche Ghristfest konzentrierte, traten auch die H-r. sich» teilen fr« D-eihnachtSmartte« immer mehr ter- vor Die früheste Schilderung les wechnachtsiten Treiben« auf diesen Märkten finde, sich in der lateinischen Beschreibung Dürnberg« von Joh Ehr Da gen seil au« ftem Jahre IW .Wenige Tage vor dem Fest«, schreibt er. .wird
auf lern hiesigen Marktplatz ein Markt geholten der .fr« Thrtstkindlrin« Markt" gewöhittlch gc» rannt trirb Da ist 1 -inahe frr ganze Platz mit Duden bedeckt, die #uif kurze Zeit errichtet sind und in tenea alle Art Daren, die zum Duren unft zur Ergötz uns, ter Ämter, ja auch ter Gewachsenen. von Sy r^n ersehnt und von bei Phantasie outgedacht werben können zum Derkaus auegcftellt sind Um dielen Morst anzu'choue-n. strömen nicht nur au» ften benachbarten Stäb!: i fre Leute niederen Standes, lond.m sogar füllt- tide 'Perlenen dort «ufawnnm Di? Net.ien Km- b*r. ,Le noch nicht für Delft baden ,d h unter 4 ,'xtbrem find überzeugt, ba» Christkind kaufe hier die Sachen ein. die et nachher In der Dach! t.um D«.hnocht»tagr unter sie auÄlelll" Dicler- ort» fand ter Delhrachtsmarst vor oder sogar in ter Kirche statt So räumte z D eine er»- b schöflich« Anordnung in Hamburg den Dom für diele Zwecke ein; in seiner Do balle und seinen Ärcu-gängen wurden Hunderte von Buten aus- gcsd.lagen, und al» man frm Christmarkt auf freie Plate verlegte, hieb er doch noch immer weiter Cer .Dom" 3n Frankfurt a. HL. wo ber Christinarti tn der zwetten Hälfte de» 18 Jahr- bunter!» aufkam, hat sich auch Goethe an frr allgemein«-i Lust beteiligt .20t ich über frn Dlaikt ging und die vielen Lichter und Sptcl- saten fah," schreibt er an da» Ehepaar Kestner, .da dach e Ich an Euch und meine Tuben«, tote Ihr Ihnen kommen würdet, diesen Augenblick ein hlmm» Uscher Bote mtl dem blauen ÖDangtito und wie auf gerollt st« das Buch erbauen würde."
3m A/ckona des 19 Jahrhunderts Ist bann ter . Christkindl ^Marst" ein hrrrNches To rieft, das das Delhnachtssefl Wbfi foaar nnd> fiter.
fk a II Dussührliche Schil drungen hobm wir b-- sr"'.r« JU8 Tcrlin .2lm glänzendste > s nd die Abendstunden," erzählt z B Tieck .in wel- dxn tie breite Strahe. Ne von Kölln nach frm St!rh führt, au« ten Tuben von beiten Seiten erfcud.-kt Wad, bah fast eine Tages Helle sich ver- beertet. die nur hie und da durch da» Gedränge der Mcrfck-en sich scheinbar Derbunfeü. Da ©an- teln kenn Tausende scherzend, mit Plänen zu lausen erzählend, lachend, schreiend, an den sütz» frft" ten nrannfgfaltigen Zucker- und Marzipan- gibäde.i vorüber Dird man schon auf eigene nicht unangenehme Delfe betäubt von all dem Trirrfal tx-e Spielzeuge», bet Lichter und ber cidfad' schwohenten Menge, fo erhöhten fre» r durch Geschrei jene umtoantelnten Tertäu- fer. die sich an keinen festen Platz binden wollten dirie drängen sich durch Ne dicksten Haufen unft schreien, lärmen, pfeifen, indem c« ihnen wett rnebr um diese Lust zu tun ist, als Deld zu lösen Junge Burichen sind es. die unermüdet ein Tler- etf von Pappe umschwlng-m. welches, an einem Steden mit Psertehaar befestigt, ein settfam laute« Trummen frrvorbnngt. wozu die Schelme laut .Daldteusel kauftl" schreien. Doch au«führ- sicher schildert einige Jahrzehnt« später ter Chronist von .Berlin, wie es Ifjt und trinkt". A Glahbrenner. ben Deihnochtsmarkl .Diel« Hunterie Don Taten ziehen sich In Doppelreihen über ben Lustgarten, ben groben Schlossplatz, ourch bie bunte Strafte und deren Umgebung Die bunten Tau,endfälttgleiten der Industrie, ter Mod« »nd fr« Lu ras. teftrahtt von Lampe» unb Li<fr trm, locken bk Vorübergehenten und vorüber- tahrenften Beschauer an, erweröen Dünsche tn
ef* All =-»> k-2'm:bis W-Ll terjri-
gm. die schenken wollen und müllen. Tor bei Slkchbohn Ist rin Dald kiarftllchcr und natürflchEr Pyiarnifrn mit goldenen Aepfeln und Düflen aber auch zwilchen den Boten durch, rech,« unb linf«. hier und dort, werden Ne erwartungsvollen Ämter von grünen Bäumen angelächelt, fre sich am Delhnacht«abend ober Cbrfltmorgon mitten au« ben Gaben ber Liebe und Freundschast flcht- ftrahlend erheben- 3n ten mann,glatten De- sprächen. Ne Glahbrenner bann töteterg bl. tum- mell sich derselbe trockene Humor und fre Ironl- sck.« Wellbetrachtuna wie noch heute tm Berliner Witz Dur macht heule nicht mehr ter Dachlwächter rml seinem Dui .« i« Ne Älockl" dem De»riete bet .Weihnacht»rummelt- ein Ende
Ei» Mische, •■fllaab eeb
€t«xbtra6*e
Ctne Lu ft-Konferenz, Me zwischen Droh» britannlen, Holland. Deutschland unb ben flanbtnabttoen Staaten tm Haag tagt, Ment ber Aufgabe, einen regelmäßigen Luft-Post, bienst zwischen Cnglanb unb Skanbtnapien einzuricyten. Infolge der Wirren, Me In Mitteleuropa herrschen, haben blc Postzüq« btn- Vellen Verspätungen, fo haft bte Terblnbuxg SkanbinaPlens mit ßnglanb nicht fo regelmäßig ist, wie es Me Gefchästswelt sich wünscht. Der schtpeVlfche Wen oral-Postmeister bat nun Me Schaffung eines Mrctleu Pi^, Luftverkehr« angelegt, Me nüt ben maftgefteik ben Stellen ber anbeten Länder beweschM


