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Ur. 211 Zweiter Blatt

NeumarkoderGoldmark?

Obi v»lKwtNlchottitch-i antiarbcitet ichrrtbt tn* 3h bei erfkn Ttotmahmbmcn berermäd>- HqWw* Xegierung Strclemonn fall au<t bte »trieb- ber 'Däbn.nfftixiixf geboren Sie tommt. De» sie überyoupl xufUnbe qcbrxidy toirb. um exi JuntMbarv Wochen In denen die deutsche taltawu M« »ui oodTllniXgen TBertloligleit berxnlerfpetoflzri und beruntergebrüdl nrurbe )u <pät Dr Lulher, der sich btÄber lehr energisch für bte Heksterichsche Bobemnart und Damit auch für bte Tteunxirf urtb den ®nttourf ber Begte- runn eingesetzt hatte ist Rrichsltian)Minister ge- tooroen. unb man erwartet »an ihm. bah nun sofort «wa« geschtetzl und tvenn rt auch au- «Schft Hehler unb (Irrtümer flnb. bie vielleicht doch gut wirklichen Rettung überleiten. Die Ke* gfcrruna gib« sich habet falt möchte man fegen mertamrbigertocite, etnci optimistischen Aussallavg hin Sie rechnet anscheinend aus bte finanzielle BZtrioirtong be« Auslande«, nicht nur In der Form Don tuolrifligen Ärebitrn mic sie jüngfl tn kleineremTHahftabe von euum denachbanm Staate gewährt worden sind, sondern auch In ber Sonn derBeleUiqung von bedeutenden ptnanA- gruppen Berbanthungcn, bte mit amenkanischc-n Banlgröbcn gepflogen wurden, find angeblich «rfv1gv«jprechend verlaufen Professor TD ich- Mbt ber deutfche Bo«schofler in TBafbinalon toenC. tote «» heidi, demnöchft mit einem ganzen Bündel wichtiger Borichkäg« nach Berlin

TB* ei* Sodäulct dieser Morgendämmerung mutet bte soeben durch Äabel bekanntwerdende Aanb«#attfrtl ber 'Bereinigten Staaten an Au- Ihr geht hervor, bah Deutlchtavb In den per- ftofföten adX 1Hanalen in den Bereinigten Staa­ten für Z211/, Millionen Dollar Baumwolle. Äugtet. Metsch und andere Lebensmittel ein- gekauft hat Der Anteil an Baumwolle Ist teröfjer al« ber irgenbeine« anderen Lande«. Auch al« Käufer von Äupler lieb' Deutschland an erster Steife Diese Zistern bctoei'en, bah umgeben re Mengen von ScPi'cn in ben Händen der deutschen Wrri schäft vorhanden f in müssen Amerika traut unfl in dieser Be-iebung noch allerlei zu Die« drückt sich a-.tch täglich In dem nachbörslichen Reutzorket Marklurs au4 der test immer für uns g ü n ft i g c r tft als ber In Berlin herunter!Defilierte Kurs Leute, bie 'om Sptei hinter ber Börse etwas verstehen, fchävten bisher die in deutschen Händen befind­lichen Devisenmenqen auf ungefähr 2 Milliarden Gvibmark 5tn Fiuanzfachv.tstänbiq?t. der neuer- btng« viel genannt wird. Dt Hja! nat Schacht atefchüftsenhaber der Darmstädter und Bationat- dank, bestätigt biete Schätzung und fügt hinzu, bah für etwa ebensoviel Doibmatk deutsche Kapi­talien tm Ausland verfügbar feien Man mutzte es nur verstehen, biete Goldwerte zur Reulchasfuug einer deutschen BaLitd heranzuziehm Dann würde sich sofort zeigen, wie nahe wir noch immer trotz des vvtirischen Zusammenbruchs einer möglichen wirtf cha stlich< n Gesundung finbt

u>n«gD ifi vazu vorig, oaf) man auf Die BorichLäge ber abjektiven Sachoerftändiqen. die keine verkappten 3ntere|fenten find, hörs Dr Schacht, den Aeichskanzter Strclcmann in den TBteren ber letzter Koalitionskrife zum Aachfolger HMerbtng« machen wollte, bat einen Gegenentwurf zum Mährungsdankgefetz ber Regierung auf- gcfteHt Qfr verlangt eine Dvldnotenbank, bte da» alleinige Recht hat. Roten auszugeben Die Roten muffen gedeckt fein zur Hälfte durch Gold ober Devtfen, zur anderen Hälfte durch Handeiswechlel Diele Gvldbank gebt allmählich in bie Reichsbanf über Schacht war fogar bereit, eine Zwilchenlöfung zu versuchen, bie Den Wün­schen der Landtor. te entgegentomml. ohne bie vernünftige Sanierung des deutschen Geldwesens zu gefährden 3n ähnlicher Weile hat im .Bank- Archiv' der bekannte Deldthevretiker Professor Robert L t e f m a n n - Freiburg vor der Reu­mark der Währungsbanl und vor ber Deckung mit Pfandbriefen gewarnt Sehr lesenswert ist auch da» Gutachten der Hamburger Handels­kammer. daS an dem Regterungsentwur! auher- ordentlich scharse Kritik übt und statt einer Ucber- gangswähru/iq für die nächste Zeit bie Verwen­dung von Reichsgoldanleihoi aie toertbcftänbtqc« ?xthlung«mIttel empfiehlt linier bem Druck ber letzten Schreckenstaqe l.nb endlich bie groben d iri­schen Banken bei dem neuen ReichSsinanzminiller

«Siebener An^lg« (Sen«ül.2»;elger fftt (Vderhessen) Samstag, 15. Ottobet 1925

vorstellig geworden, neue Goldanleibestücke als vorübergehende« Rpt-Golbgelb au««iigrf*n. Wird man aus diese mahnenden Stimmen tn letzter Minute hören?

Um Sein ober Nichtsein unseres Stadttheaters.

Bon Professor Dr W Borgmann.

Stadt verordn, u Mitglied bet Thesterbepuuuisn

Rach ben Im .Siebener Anzeiger- Dum 29 September d« 3« erschienenen Ausführungen Richard Hellborn« de« Obmann« unserer Bühnenkünstler, über die seither gepflogenen Ber- h-,ndlungen um ben Fortbestand unfece« Stabt- »Heater« muhte bange Sorge ob feine Wieder­eröffnung in bei heutigen ernsten Zelt möglich fein würde, weite Krell« unfeixt Stadl erfüllen

Um so freudiger konnte daher die an gleicher Stell« am 6 Oktober M Zs unter .Siebener Versorgung«- und Ftnanzprobleme gebrachte Mlttellung begrübt werden, hast ln^wifchen int flaatltche 2fnerfennung ber Gemeinnützigkeit un­tere« Stabttbeaur« erfolgt und damit d,e Bor- ousfetzung für die Gewährung eine* Re Ich« zu - schulle« erfüllt Ist

Bi« zur Mongung diese! Relchszufchuffe« to rb aber nud) toen.i die ungesäumt el -.geleiteten werteren Schritte schon bald aum Ziel führen sollten, noch einige Zeit verstreichen So lange in11 bet Siöffnung der t.geintäf>;gen Bor(teiLungen zu warten, war aber bei der vorgeschrittenen Zeit ebenso im Interesse bt; Abonnenten und sonstiaen Besucher, wie der Darsteller und des technischen Personals selbst ausgrichtolle-i Die Gntscheidui.g über Sein oder Richtfein untere« S'adltheater« formte nicht länger hinau«geschoben werden.

Wie diese Gntscheldung fallen muhte konnte nicht zwei'elhaft fein Sie tonnte nur für den Fortbestand unsere« Stadttheater« lauten Seine Erhaltung war Ehrenpflicht

Sv kam denn auch in der am 5 Oktober ds. 3« ftattgtlunbcnen Bollfiyuag der Tbeatcr- dekutalion. die sich der nicht gelingen, auch bei Erlangung des ReichSzuf Haises noch zu überwin­denden finanziellen Schwirrigkiten voll bemüht war. der Wille zum Durchhalten ein­mütig zum Au«druck Galt es doch. In dem schweren, von einem bahcrfüllten Feind uns ausgezwungenen Kamps, den heul' unser deutliches Volk u 'ine heiligsten ®üt r führt neben der täglich chsenden Sorge um die Linde.unq ma­terieller Rot auch ein Opfer in kultu- - e 11 e r Beziehung für ein so köstliches Gut, <ric es unser Stadttheater ist, zu bringen

Wenn alle Helsen, w)rd die Entfchlief>u-g. unter Zurückstellung mancher wem auch berech­tigter Bedenken vorerst zur T a t z u schrei- ten, auch von Erfolg begleitet lein

Rich: nur um ber Besucher, vor allem derer, die seither schon treu zu unserem Stadttheater oeftzmben haben sondern auch um der Darsteller willen, die trotz der Rot. mit ber auch he schwer zu kämpfen haben, zu ihrem Dell zu nicht geringen Opfern sich bereit gefunden haben war es ein selbstverständliche« Gebot, unser Stadttheater wteber zu eröffnen

Die Stadtverwaltung hat. wa« weite Äteile ihr zu danken toiffen. mit der Eröffnung der Spiel­zeit den entfchetdenden Schritt getan, die Ein­ladung zum Abonnement ift am 6 Oktober d 3- ergangen, vorerst für 4 Borstellungen bis zum 1 Dezember d 3« Bon dieser Bewährungs­frist wird e« abbäagen. ob dann weitere 4 Bor- slellungen folgen können, und schließlich bie ganze Spielzeit mit einem vollen Abonnement von 24 Bedienungen durchgeführt werden kann

Rach dem Ergebnis der t>oriu«gegangcnen Umfrage darf mit einer guten Beteiligung am Abvnnemenl gerechnet werden. Die Preise, die sich, wie die Bekanntmachung in Rr 236 des CSHehener Anzeigers" ersehen Iaht auf einen nur etwa halben Friedmspr>is gründen, dürften durchaus erträglich bcmeftei fein Ebenso werden auch die Preise für Richtabonnenten unb SrmberODrrtc.'lungen nutzer Abonnement in masti­gen Grenzen gehalten werben

Sache der Linwohnerlchaft wie unserer auswärtigen Gäste wird e8 nun fein, auch ihrerseits durch lebhafte Beteiligung an

bem Befuch bt« Theater« dazu beizutragen, bah bte Spielzeit burchgehalten werden tonn Wir wollen fv mancher Stunden der Erholung und de« Bergeflen« ber Rot unterer tage dankbar ge­bellten. bte wir feither schon o|t und gern tn unterem ausgezeichnet odeUeten StadttHeater ver­brach« haben, und auch künftig ihm treu bleiben

Wenn Stadtverwaltung. Nnwohnerscha'l. Darsteller unb Personal einmü t i gz u f a m m ra­st e h e n, wird es un« gelingen unter Stabttbcatcr. um das un« manche Stab« mit Recht beneide«, .allen Gewalten zum Trotz zu erhallen".

Aus Stabt und Land.

Gieh« n, den 13. Oktober 1923

jur Kartosfelversorgunsi

Die Au « lichten ber He r b st k a r l ol­le l e r n t e ftnb nicht Io günstig tote tm Boi'.atzt ^of sich auch bte Anbaulläche etwa auf bet- leihen Höhe gehalten Io lätzi doch b:. gefen- wäriige Stand bei Kartofleln nur e ne M111ei­ern t e erwarten Die rechtzeitig: Bcilo.gung bet städtischen Bevölkerung mit ooci'et irloikln ist bei bei in weiten Kreisen herr'ch- iden Rot unb Erwerbslosigkeit in diesem H-.hre von noch gtöheter Bedeutung al« fönst Uederdies birgt bie verspä tete Einte die Gelahr In sich teist der Winteibedarf der Bevöllerung nur schwer vor E-.iteritt des Frostes cingetelleri werden t .nn. wmt nicht eine Verwendung der Kartotfein zu anderen al« Spetlezwecken oeschränkt wird v 1 wird daher durch die Verordnung vom 3 Oktober 1923 d^s BrennrechI für Kartoffeln von 100 aus 50 Prozent herabgefeyt. 3n- noch werter gehende Hevabietzung des Kartoflelbrenn- rechts ist nicht möglich, da fowvhl die Industrie für chie Betrichszweckc. wi: auch die Lanbwir'- schoZ für die Rutzbaimachung der Ernte und d e Zeldbesleliung auf Spiritus dringend angcw.eleu find Autz<idem find die Bietmereiatzrischaften auf den Anfall von Schlempe angewiesen trenn ihnen da« Durchhalten ,h>e« Milchviehb.-stand« vimöglich! we.drn fall Eine Bertoenbung bc» ou« Äaitoffeln heiaestellten Sptritu« für Irinte za>ecke jind.t nicht Itati

Um die im Herbst ersahrungsgemätz stark in Anspruch genommenen Verkehrsmlii«! Vüt die Winteirindeckung der Bevölkeru ig mit Sp.i<?- fnrtof ein f >ei>uhalten und um da raut hitriu- a-irfen. datz bie Landwiriichast bei Ihren toirt- sch - tl.che.i und geldlichen Dispositieiien zunächst b*e Spcifctartolfeloerfcnbunq bt« Auge last«, wird die Verarbeitung von Kartoffeln in Drockncie en und Stärkefabriken für bi' Zeit bis 31 Oktober 1923 au«sch!ietz'.i.ch au' selbst- gebaute Kartoffeln befch.änN unb die Ver­arbeitung von nicht selb st gebnuten Kartoffeln verboten. Bei Denvle'schäf­ten und sonstigen Vere nigungen die Trock.iereien unb Stärke abnken betreiben, gelten als selbst- gvboait auch bie von ihren Mitgliedern gebauten Kartonein zre Bcrieiiuung imh Kartofleln an Trockner eien unb Stärkefabriken mit der Eisenbahn ist bis zum 31 Oktober 1923 verboten

Sozial- und Kleinrentner- fürsorge. Die Inde,zahl zur Berechnung der Unterstützungen in der zweiten Oktober- Hälfte ist, laut kreisamtlicher Bekannt­machung, aus 40 400 000 festgesetzt worden.

RDV KeineAushebung derReichs- bahn-Monatskarten. 3n den letzten Ta­gen beunruhigte die Oefsenllichkeit eine Rachncht, nach der die Reichsbahn »er Wallung beabsichtige, bte Monatskarten auszuheben und nur noch Wochenkarten auSzugeben Für die Befritigung der MonatSkarter- sprach, bah der Verwallung bte mit den Fahi Preiserhöhungen an gestrebten Mehr­einnahmen iechlzeillg zu geführt würden, aber der Rrichsverkehrsminlster Del er hat sich, wie die .Reichszentrale für Deutsche VerkehrSwerbung" cisähit, für bte Beibehaltung der M o - natSkarten entschieden. Diese Entscheidung, die sozialen Erwägungen entsprach, wurde auch gcföibcit durch die Annahme, bah in absehbarer Zeit bie Aenderung bzw Stabilisierung der 'Dah- iurgsVerhältnisse Die häufigen und kurzfristigen Taiiseil.öhungen unnötig machen würde

Landwirtschaft.

Das Vctzen des Taatqotes, ein Mittel zur 2>cherunst ber lanbtt>irtf<6aftli<hco

Srzeugun«.

Der Krieg mit feinen weitreichenden Beben- Wirkungen hat falt allen Kulturvollem aut* beut- lichste gcyigt tah neben einer inlxi ft rieften Evi- Wicklung unt S-chrru.n« ihrer AuSf-uhr in erster Cintt bte Rückendeckung durch eine ausrei­chende landwirtlchas tl iche Eigen- Produktion oorhanbe-i fein mutz Dem beul- fd ,n Volle braucht man he« nicht mehr zu be- treifcn das haben wir im Kriege fchmerzlich ge­nug erfahren, unb tn< tctzigen foge normt en 5rie- denstahte beweisen dies täglich auf« neue

Pianzenzüchtung Düngung unb Pllanzenlchutz sind bte Mittel zur Hebung kei Produktion Püngimq und Züch ing ftnb In 0100)1:1 bem Aufschwung begriffen Run muh dem Pflatizenschutz die »<-Lubrcnbc Stelle anaetotefen n.eiten Tu 'Bereinigten Staaten von Amerika brien un# längst in letzterem Punkt überholt und finü führend in threi Oraanifativn Bei uns fehl' c# Uit.i an zahierrmotzige-n Material Saat- stanislerichte und EmtZchatzungen werden re* C. Im.ihig bearbeitet, aber wentaer bte Emtever- luftc durch Schöbttnae und fchädliche Ginslüst mit Ausnahme ber Hagelschläge und ber 2a«

Winterung

Roch unseren Ernteftotistiken unb tm Ber­gt. .ch nut anderen Ländern in denen solche Schäd- liitgüfMl'unger. durchg.-f-ükri werben (Bereinigte Staaten rc n Amerika i kann man an nehmen. Hotz 30 Pro) ber landwirtschaftlichen Erzeugung schädlichen Einflullen zum Opfer lallen, tote un­tere voi^ahiige (2>etreib."ernte zeigt. Zu Nelen dl, i,ft.n Witterungsschäden gegen Ne wir machtlos sind, kommen noch '> ober IC Proz auf Rech­nung der Kvmkbeiten und tierischen SchäNlnge. W.nn wir also z B 1913 30 Mllllmten Tonnen (Je:reibe und 54 Millionen Tonnen Kartoffeln tm Gx'anrttocrt von 8 ®olbmilliatben ernteten, ton­nen wir rhite zu übertreiben einen Verlust Den einer Drltmilliarde auf Konto ber Pflanzen­schädling. an allen Kulturen rechnen Dazu fom- ,ne > noch die Schaden Ne durch nochmalige Be­stellung veiursacht werden

Au« dieser kurzen Einleitung wirb es woh« ledern einleuchlen. kxrtz im Pflanzenschutz viel mehr g<!ar. toerben mutz 3»6t stehen wir r-pv 'er neuen Saat, manche Fruchtarten, tote W.iucrgerlte. find schon tm Boden unb mtt Rog­gen tat man begonnen Dieses 3abr hatten un- tei. 5, [ter brft-nberxi stark unter bem Brand- befall zu leidem, ber ebenfalls ertraamlnbemb wi- ft Deshalb ist e« bie Pflicht eine« jeden Land- wiiies. ob groh aber klein. Im 3iUereffe des B;!fetoobl# fowohi als auch de« feinigen darauf tri acht in fern, feil» Saaten zu schützen Er muh deshalb bie bekanntesten Bel »mittel z u t Bekämpf ung des Brandes kennen

Zu allererst weg mit dem d# Galtet en und schädlichen ÄubfcrDilrtol iBteustetn)' Es schabe! mehr als es nutzt Dies totrb von bem OanMptri zu wenig eränuu "2~i> iouti

zwar die Brandspvmt. verringert aber gleich­zeitig bie Rebntraft bi» «u 40 Dm»Dteser Scha­den totrb aslerbtngs vom ttetnen üambtotrt nicht bemerkt da er fa das dvrifach ftärtere Saab guantum al« nötig auf ben Acker bringt, toä> rend bie anderen chemischen Beiz mitt et eine an­regende Wirkung auf bte Äehnenergte haben. Bon unserer chenrischeii Inbustri« werden t-»t zahlreich, Mittel an geboten, bte bekannte ften unb gutwir- fenben seien hier erwähnt

Degen den Stein» oder Sttnk- bran b te« Weizen« 1 Uspulum von Bader Leverkusen. 0.5bn>*entlge Lösung. Wn- tauchen des Saatgute« 60 Minuten ,Dfe tn ber D-eliauck^anwelsung angegebene OLLprozentsge Lösung wirkt nicht genügenb bei bem Stetnbnanb.) 2 ® e r m 11 a n Ächarin-Fabrik. 0,25pro»enttgi Lösung Einwuchen des Saatgute« 30 Minuten. Stein klumpiges Cktmifan verwendenI> 3 Sege- t a n. Deutsche Stoib- unb Silberschrideanftalt. I Prozent Lösung. Eintauchen de« Saatgutes 60 Minuten 4 Jillantin B. Höchster Farbwert, 0.4pro,ent Lösung. Eintauchen de« Saatgutes 60 Minuten <Die O^prozent Lösung wirkt uscht genügend I 5. Formaldehyd. Holzvertoh- lungsintuftrie. O.lprozent. Lösung (b. h l/t ßtte* der käuflichen 40prvzent Lösung, auf 100 Liter Master-. Eintauchen des Saatgute« 15 Minuten

Die Werkstatt eines vorgeschicht­lichen Höhlenbildhauers.

Erne einzigariigc Entdeckung bi' einen Ein­blick in die Tätigtest eines vorgeschichtlichen Plastikers gewählt, ift in einer Höhle in der Rähe von Toulouse gemalt* to'rb r 3n der auherocbcntlid) schwer zugängliche > Hohl von Samt-Mariory entbe-ff ein junger Prahiftvrller Rorberl Lästeret Tonmobelle von verschiedenen Zieren, die in Europa schan lang- ausgestorben sind, aher hier in vorgeschichtlichen Zeilen vor­handen' waren Malereien unb Schnitzereien tn Elfenbein unb Knochen find ja ichon viellach in franzöfische'i und 'pantschen Höhlen gefunden wor­den. aber Tonfvrmen waren bisher noch kaum entdeckt Die Höhlenbewohner. d:e hier künst­lerisch tätig traten, gehörten bem .Mugda- s erst en" an. einer vorgeschichtlichtn Evvche. die etwa 20 000 bt« 26 000 (Vihre )utüdliegl Die romantische Geschichte ber Entdeckung fchllLeri der Professor für Anthropologie an der Uni» versilät zu Toulouse Graf Henri de Begouen. dellen Schüler der Entdecker ist Die unter- 'rdtsche Quelle eine« Deinen Zuflusses bet ®a- onne bildet eine Höhle, die viel zu hoch liegt, al« bah der Zugang fo ohne toeitere« möglich wäre. Lästeret, der em tüchtiger Schwimmer ist, lchiramm öfter- ben Fluh bei Sarnt-Marlory herauf bi« zu der Grotte, wo sie verichwirrbet Eines Zages war der Wasserstand niedriger so bah er in bte sonst ganz vom Wiffer ausgriüllte Höhle ein bringen tonnte Mit einer elektrischen Lampe auf dem Kopf schwamm er wohl zwei Kilometer ben unterirdischen Fluh entlang unb entdeckte auf der rechten Seile eine trockene Galerie, die offenbar nur gelegentlich überschwemmt war Er flettem hinauf, und da« erste, was er sah. war die Form eines Bären, der au« Ton modelliert war. aber keinen Kopf hatte Er drang nurv weiter vor unb entdeckte in der mittleren Höhle rohe Wandgemälde von Tieren und eine ganze Menge von Z o n m o b e 11 c n. Reben der plastischen Darstellung deS Bären ohne Kopf lag ein wirklicher Bärenschädek, wie wenn der vvr- gefchtehUich« Bildhauer dritten in ber Arbeit nach ME Rgchir durch irgendeine Katastrophe gestört

toerben wäre An b?r Bkmb ber Gakeri? lehnten jtoei grohe tönerne Darstellungen zwei.r Ziere au« ter Äanenfam.lie, wahrscheinlich Hoylen - lötoen, wie man au« ben Haarbüscheln sch!letzen kann, bie ber Künstler am Ende ihrer Schwänze w.ebergegeben hat An einer anderm Stelle lagen drei grohe Bf erbe unb andere tönerne Farmen, die fchwer oefchäbigte Tiere barstellten. Damir ist zum erstenmal bic Werkstätte eines iwrgefchichi- lichen Bildhauer« gefunden Da« leltlamfte aber ist, bah alle diese Tierplastiken verstümmelt waren, unb zwar schon zu der Zeit, da der Künstler sie schuf Diele Höhlen, in denen Tiere bargestellt find, werden allo axihrscheinlich Stätten der Zauberei gewesen fein. Wie heute noch bie Es­kimo«. bie Indianer und afrikanische Stämme, so benutzten die vorgeschichtliche Menschen bie Zier- Darstellungen zu magischen Zwecken. Wir können un« bldc Menschen der Magdalen-Zeit in ihren dunklen Höhlen voritellen. tt>;e sie, beleuchtet von mit Renntieröl gefüllten Lämpchen, ihre Primi- ttoen Befigion«übungen abhielten.

Rn« bem Taucher leben.

Der einsamste und wohl auch der gesährklchste Beruf, den es In der Welt gibt, ist bei be« Zechers Was diese Besucher der Meerestlefrn ttoubringen können, d-is hat erst kürzlich die Ret­tung der Schätze des .Laurentio" gezeigt, von der innerhalb von vier Zähren Edelmet .le für mehr al« 7 Millionen Pfund Sterling zutage gefördert wurden Die Taucher, die bei beschäftigt wür­ben, waren au«gewahkte Mitglieder des Taucher- chvrs der englischen Marine Es tft nicht leicht, den Beruf kes Tauchers zu ergreifen. Wenn jemand für die Arbeit ausgebildet wird, fo muh er ein ärztliches Zeugnis beibringen, bah er voll­kommen gesund ist. und während der Ausbildung werden die Ansänger öfters ärzllich unterfacht. Zunächst wird ber Taucherzöglinq In einem voll­ständigen Tauchertoktüm tn eine Tiefe von 10 bte 20 Suh unter Waller gebracht. Seine ersten Arbeiten bestehen darin, bah er verlorene Gegen- stäube aus bem Meeresgrunb aussuchen unb tn bet Art und Weise, bte er erlernt Hal. an Seiten befeyga nut». damit [k prrnjröflrjngen

werben tonnen De Ausbesserung von Kr.brin. bic Beseitigung des Roste« vom Schisfsrumps sind andere Aufgaben, bi: den An­fängern zufallen. Bei ber Bergung von Schätzen In groffen McereStiesen toerben nur erfahrene Taucher veiwenbet Der 'Taucher behält nur feine Untcrfleibung an, bevor er In ben Tiellecpanzer gc.toängt wirb Zkte Getoicht ber ganzen Aus­rüstung beträgt etwa 175 Pfunb Die Taucher- kunfl ist bereit« im Altertum bclanm gewefen So warben währenb ber Betteiblgang vo.i Syta» fu« im Jahre 215 212 v Tht Taucher bazu txr- toenbet. bie Hinbernllle aiegzufchallen. die im Hafen versenkt worden waren Man b-nutzte auch damals bereits Röhren, bte ben Tauch<m Luft zuführten Die erste Form bes modernen Tauch- aivug« wurde von einem deutschen Marine- ingenteuv erfunden unb ist seither seht lerbrifert worben Die grotzte Tiefe, in bet bis jetzt ein Taucke. mit örfolg arbeitete, betrug 182 Fuh Diese Leistung vollbi^ichte ein spanischer Taucher, ber Silberbarren im Werte von 1200 Psd S er!i ig von cin»m Wrack beim Äap Fimslerre rettete Man hat tebvch nachgewiesen. batz es unter günstigen llmflänben sogar möglich ist. in einer Siele von 210 Fuh zu arbeiten Den Angriffen von grotzen Fischen sind bie Taucher häufig ausgefetzt

Der größte Stern.

Als aröhter Stern Hal bisher immer der von Dr. 6. B. Michelson gernessette Rie- senstern. am Sternbild des Orion Betei­geuze gegolten, dessen Durchmesser der For- scher au 480 Millionen Kilometer bestimmte. 'Rach Dem Bericht in der schlvei/rrischen Zeit- schrift für Ralunoissenschasten,Uatur und Technik", den Hann« Günther erstattet, haben Michelsons Bersuche, mit Hilfe feines Interferenzverfahren« die Durchmesser heller alyfietne zu öejiimmen, einen neuer erfolg ge­zeitigt, und zwar hat ihm feine Apparatur für Antare«, ben hellen roten Stern im Stern, bild de« Skorpion, Grgeknrisse geliefert, bk eine Berechruurg bt» LmchmrskrS erlaubten

Dieser ergab sich zu 750 Millionen Kilome­ter. so bah die alühende Gaskugel 2ln» tareS noch bedeutend grüher al« der Btesen- ftern Beteigeuze ift Jn unserem Planeten. Ibftem an den Play der Sonne gestellt, würde AnlarcS mit seiner GaSmasse über bte Bah­nen von Merkur. DenuS, Erde und Mar« hin­aus bis hart zur Bahn de« Jupiter reich«, während Beteigeuze tm gleichen Fall den von unserem Planetenshstem eingenommenen Raum nur wenig über die Marsbohn hinan« erfüllt.

Dl« Ausgrabung derflcben Sifivte btm «Bola

Zu den berühmtesten und unbekanntesten Stätten der amerikanischen Kultur vor der Entdeckung des Landes durch Kolumbus sind diesieben Städte von Glbola* Im heurigen Ren - Merlko Einer der spanischen Ent- decker Eoronado zog hierher, weil er neue, fabelhafte Reichtümer zu finden hoffte, wurde aber enttäuscht und hat uns einige« von diesen Städten erzählt. Amerikanische Ausgräber ha­ben nun bte Ortschaften, an denen die Lage bk,er vorkolumbischen Stedlunaen sich betäu­ben, genau untersucht und an der Stelle ber beiden heutigen Dörfer Hawikuh und Kechi- pauan Ueberrefte zweier dieser Städte aufge» deckt. Der Letter der Grabungen, Kapitän Spo­rn a« Joyce, erklärt diese Gegend für eine der relchfren archäologischen Jundgruben, bte nun |e tn Amerika entdeckt hat Da^ Borhanbe»- fetn von Eisen in den obersten Schichten soll beweisen, dah bie Städte schon vor der spani­schen Eroberung uralt waren. Man Hal eine Folge von Siedlungen festgestellt, die bi« tn i v-rgefchtchtHche Zetten zu ruck gehl, uuD hofft, bei den Arbeiten eine Fülle von Ma­terial ans Licht zu bringen, das auf bte Änltitt ber Böller Amerikas vor der «irfbednn« MSS-- rtfa« neue« Licht werfen Wird,