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Frankfurt a. M., 12. 3unt Börsen- sti m m u n g s b i l d. Die Geschäftstätigkeit am Devisen-- und Rotenmarkt verzeichnete bei be­scheidenen Umfatjen eine unsich:re Haltung. Die Preise neigten anfänglich *ur Abschwächung. Dol­larnoten wurden im Dormittagsoerkehr mit 81500 bis 82 500 gehandelt und setzten an der Dörle mit 82 030 bis 82 775 ein. Auszahlung London wurde mit 372 030 bis 376 000 genannt.

Effektenmarkt lag fest. Die an der gestrigen CBörfc gegen Schluss, einsetzendeAufwärtsbrwegung der Tendenz schien sich im heutigen Verkehr von Bureau zu Burenu fort-usetzen und z i verstärken. Insbesondere bestand wieder lebhafte Nachfrage für Zuckeraktien, von denen Heilbronner mit 53 000 und Badische Weghäusel mit 52 030 genannt wur- t'cn; gesucht waren Frankenthaler und Stuttgarter Zuckerfabrik, ca. 2030 bis 3000 Prozent höher. (Sine starke Bewegung zeigte sich für chemische Aktien. Man nannte Th. Goldschmidt 270 000, Rhenania 92 000 bis 94 000, Höchster Farben 115 000 bis 120 000, Badische Anilin 130 000, Holzverkohlung 118 000 bis 120 003. Feste Stim­mung herrschte für Elektrische Lieieru tg, 50 000 Geld. Licht und Kraft 120 030, A. S. G. 120 000. Kaliaktien, besonders Westeregeln, gefragt. Krü­gershall 130 000. Für Danke , bestand Interesse, unter Bevorzugung von Deutscher Bank und Dis- contv-Gesellsche-fl. Man nannte ferner n)ch Bu­derus 340 000 bis 360 000, Weiss u. Freitag 45 000 Geld. Duhig lagen Auslandsrenten. Zoll­türken 145 000 bis 150 000. Von den amtlich nicht notierten Werten nannte man für Becker-Stahl 135 000, Becker-Kohle 110 000 bis 115 030.

Berlin. 12. Juni. Börsen st immungs- bild. Am Devisenmarkt trat, nachdem der Kurs­stand am Vormittag sich verhältnismässig wenig verändert hatte, bei der Befestigung der amt­lichen Kurse anscheinend mit einer ungünstigeren Beurteilung der Lage verhältnismässig starke all- seitige Nachfrage ein, so dass durchweg Steige­rungen eintraten, die sich später in allerdings kleinem Umfange fortsetzten. Am Effektenmarkt hielt angesichts der zahlreich versammelten Händ­ler die stürmische Nachfrage nach allen Werl- papieren an. Es wurden nicht nur bedeutend über den gestrigen hohen Schsutznotizen liegende Kurse genannt, sondern zu diesen auch ziemlich lebhaft gehandelt.

Commerz- imb Privai-Bank A.-G., Hamburg.

Aach einer Ankündigung im heutigen An­zeigenteil werden die Aktionäre der Gesellschaft auf Samstag, 7. Juli, zu einer ordentlichen Ge­neralversammlung emgeladen.

Frankfurter Devisenmarkt.

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Eine bestimmte Besuchszeit la.tn aus Mangel an Personal begreiflicherweise nicht festgesetzt werden. Die Besucher werden gebeten, sich bei dem Assistenten des Archäologischen Institutes, Kl-lkeghaus, Erdgeschoss, Zimmer 3 oder Zimmer 4 zu melden. Führungen für eine grössere Anzohl von Besuchern werden auch von bem Archäologi­schen Seminar auf Wunsch gerne veranstaltet.

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Dreiundfünfzigste ordentliche Generalversammlung der Aktionäre

Am Sonnabend, dem 7. Juli 1923, vormittags 11 Uhr, im Sitzungssaale der Bank in Hamburg, Neß Nr. 9.

Tagesordnung:

1. Geschäftsbericht des Vorstandes sowie Vorlegung der Bilanz nebst Gewinn- und Verlustrechnung und Vorschlag zur Gewinnverteilung.

2. Bericht des Aufsichtsrates über die Prüfung der Bilanz, der Gewinn- und Ver­lustrechnung sowie des Vorschlages der Gewinnverteilung.

3. Beschlußfassung über die Genehmigung der Bilanz und die Entlastung des Vor­standes und des Aufsichtsrats sowie über die Verteilung des Reingewinns.

4. Wahlen zum Aufsichtsrat.

Diejenigen Aktionäre, welche sich an der Generalversammlung beteiligen vollen, haben ihre Aktien spätestens am 3. Juli ds. Js. während der üblichen Ge­schäftsstunden bei unseren Niederlassungen in Hamburg, Berlin und Magdeburg, unseren sämtlichen Filialen und Zweigstellen und außerdem in Berlin für die Mit­glieder des Giroeffektendepots auch bei der Bank des Berliner Kassenvereins, in Cöln a. Rh bei unserer Niederlassung und bei Herrn J. H. Stein, in Frankfurt a. M. bei unserer Niederlassung und bei den Herren J. Dreyfus & Co., in Gera (Reuß) bei der Firma Gebrüder Oberländer, zu hinterlegen und bis zum Schluß der Generalversammlung daselbst zu belassen oder die Hinterlegung bei einem deutschen Notar dadurch nachzuweisen, daß sie einer der genannten Anmeldestellen spätestens am 3 Juli ds. Js. einen ordnungs­mäßigen Hinterlegungsschein des Notars in Verwahrung geben. Dieser Hinter­legungsschein gilt nur dann als, ordnungsmäßig, wenn darin die hinterlegten Aktien nach Nummern genau bezeichnet sind, und wenn überdies in dem Hinterlegungs- jctiein selbst bescheinigt ist, daß die Aktien bis zum Schluß der Generalversamm­lung bri dem Notar in Verwahrung bleiben. Gegen Hinterlegung der Aktien oder E rreichung der notariellen Hinterlegungsscheine werden Eintrittskarten ausgehändigt. Die zu hinterlegenden Aktien können ohne Gewinnanteilscheine und Erneuerung^ scheine eingereicht werden. 4012D

Hamburg, den 31. Mai 1923.

(3n einem Teil der Auflage wiederholt.) Der angebliche Standpirnkt des englischen Kabinetts.

Paris, 12. Juni. (WTB.) Havas berichtet über das Ergebnis des heute nacht abgehaltencir Kabinettsrats in London, der eine Stunde gebauert hat, der Standpunkt des englischen Kabinetts könne wie folgt ge­kennzeichnet werden: Die britische Negierung glaube, dass es nicht möglich sei. als Vorbedingung für jede interalliierte Verhand­lung die Einsteb-lung des passiven Wider st andes im Ruhrgebiet zu verlangen und dass die grosse Gefahr einer kommunisti-- schen Reaktion entstehen könne. Die englische Re­gierung erkläre dann, dass es ihr sehr erwünscht sei, jed-en Druck zu vermeiden, aber sie betone, dass nach ihrer Ansicht Verhandlungen unter den Alliierten auf der Grundlage des deutschen Me­morandums stattfinden könnten. Sie erkenne jedoch gleichzeitig an, dass die in dem Memorandum enthaltene Ziffer nicht annehmbar sei und unter dem bleibe, was Bvnar Law im Januar vorge­schlagen habe. Das englische Kabinett schlage des­halb vor, den deutschen Plan abzuändern und Deutschland dahin zu bringen, die Ziffer des Planes Bonar ßatoä anzunehmen. Die britische Regierung sei davon überzeugt, dass das Deutsche Reich einem ähnlichen Vorschlag zustimmen werde. We:tn die französische Regierung der Ansicht sei, ihren Slandpuult aufrechterhZtten zu müssen, so schlage die britische Regierung vor, eine Konferenz alliierter Sachverständiger zu'amm-enzuberufen, die die Mission haben solle, eine Enquete über die allgemeine Lage Deutschlands vorzunehmen und die Ziffern zu bestimmen, auf die man die Reparationszahlung Deutschlands auf bauen könne und dann auch das umfassende Problem der europäischen Lage zu studieren. Falls die Sach- verständig-en sich nicht einigen können, würde die britische Regierung es unternehmen, selbst Vor­stellungen bei der deutschen Regierung zu erheben, damit diese dem passiven Widerstand im Ruhr­gebiet ein Ende mache.

Der Londoner Korrespond-ent deZM o t i n glaubt §u wissen, dass die Absicht der englischen Regierung dahin gehe, die diplomatischen Unter­handlungen fortzusetzen und dass der Versuch ge­macht werden solle, die franzöiifchr Regierung zur Zurücknahme ihres Deschlusses ja bestimmen, lelbst unter den All irrten nicht vor der Aufgabe des passiven Widerstarcdes an der Ruhr zu ver­handeln. Die diplomatischen Besprechungen sollen durch Vermittlung des französischen und belgischen Botschafters in London wettergesuhrt werden.

Der Abg. Hollein weiter festgehalten.

Paris, 12. Juni. (WTB.) Der kommu­nistische Deichstagsabgeordnete H ö l l e i n sollte, wie bereits gemeldet, in Freiheit ge­setzt und über die Grenze geschafft werden. Wahrend für die bisherige Verzögerung dieser Massnahme nach bemMalin" allein gericht­liche Formalitäten verantwortlich sind, glaubt das Blatt, dass infolge der Vorgänge in Dortmund Die Regierung die Absicht habe, Höllein bis auf weiteres festzuhalten.

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'Das Wettrennen mit den Kinder­wagen. Eine verwerfliche Tollheit, tote sie wohl nur in dem Lande des Spleens, in England, mög- üch, ist, ist das ..Mutter-Kinderwagen-Wettren» nen", das dieser Tage in London veranstaltet tourbe. Ein findiger Unternehmer hatte Preise von 6 und 4 Pfund Sterling für diejenige Mutter ausgesetzt, die als erste mit ihrem Säugling im Kinderwagen auf einem Marsch von London nach Brighton am Ziel ankommen würde. Es hatten sich fünf Mütter gesunden, die in dem Sonnen­brände des heissen Tages dir kleinen Wesen in ben Kinderwagen die 52 englischen Meilen vor- toärts stiessen. Das Ergebnis des wahnsinnigen Wettbewerbes war traurig. Die E»ewinnerin, eine 40jährige Frau, brach bei der Ankunft völlig erschöpft zusammen: eine andere, 35jährige, wurde so schwer krank, dass sie ins Krankenhaus über­führt werden musste. Auch die armen Babys hatten schwer unter der Gewissenlosigkeit ihrer Mütter gelitten. Das eine, das nur 4 Monate alt war, war so erschöpft, dass man an feinem Weiterleben zweifelt. Das Schauspiel der armen, keuchenden F.auen, die ihre Kinderwagen nur mit grosser Mühe vor sich her stlrssrn, erregte die allgemeine Entrüstung der zahlreich versammelten Zuschauerschaft, die die Programme kaufte, mit denen der Unternehmer auf feine Kosten kommen wollte. Zwei der Mütter stillten ihre Kinder unterwegs, und es toar jämmerlich anzuschen, wie sie dieses wichtige Geschäft stehend in aller Hast und ohne Sorgfalt vollzogen.Die Weiber stiessen ihre Wagen Meile auf Meile mit unordentliche Kleidern und 'hochgeröteten Gesichtern", berichtet dn Augenzeuge.Autoomnibusse und einzelne Kraftwagen fuhren an ihnen vorbei: die Kinder­wagen knarrten und quietschten, die Kinder schrien jämmerlich Die Frauen trugen ihre gewöhnliche Kleidung, nur die Gewinnerin hatte einen blauen Rock und Hacke .in. Rach Abschluss des Rennens erhielten die Frauen jede ein Bad und eine Mahlzeit. Aber dann kümmerte sich der Unter­nehmer nicht mehr um sie."

Märkte.

Berliner Produktenmarlt.

Berlin, 12. Juni. Infolge der am De­visenmarkt wieder eingetretenen Befestigung er- h'elt sich auch die stramme Haltung am Produktenmarkt. Es kam jedich nicht zu Amfähen von Bedeutung, well sich die hiesigen und c.'Uswärtige.t Händler Wegen der politischen Lage äusserste Zurückhaltung auferlezten. Für Weizen lauteten die Forderungen sehr hoch, sie waren aber nur sehr schwer und ve.e'.nwlt durch­zusehen, b.3 die Mühlen entsprechende Mehlpreise nicht erzielen können. Auch für Roggen wurden sehr hohe Preise genannt. Di; Umsätze waren aber sehr gering. In Gerste erhält sich die Rachfrage für feine Qualitäten. In Hafer, Mais, Hülsen- früchten und Futterstoffen nx»r bei entsprech:nd hohen Preisfvrderungen das Geschäft sehr still. Weizen, märkischen 143 003 bis 143 030 Mk. (ruhig), Roggen, märkischen 118 033 bis 119000 Mark (ruhig), pvmmerschen 118030 bis 119 030 Mark (ruhig), schlesischen 116033 bis 117 000 ML. (ruhig), Sommergerste, märusche 100 000 bis 107 000 Mk. (ruhig), Hafer, märkischer 91003 bis 96 000 Mk. (ruhig), pommerschen 92 000 bis 94 000 Mark (ruhig), Biais, La Plata, loco Berlin 110 000 bis 112 000 Mk. (behauptet), waggonfrei Hamburg 112 003 bis 115 030 Mk. (behauptet), WeiZenmehl (103 Kilo) 393 000 bis 433 000 Mk. (ruhig), Roggenmehl (103 Kilo) 293 000 bis 325 000 Mk. (ruhig), Weizenkleie 61 030 Mk. (stetig), Roggenkleie 61033 Mk. (stetig), Raps 265 000 bis 270 000 Mk. (fester), Leinsaat 265 000 bis 270 000 Mk. (fester), Viktoriaerbsen 165 000 bis 170 000 Mk., kleine Erbsen 135 003 bis 145 000 Futtererbsen 105 000 bis 110 030 M7., Peluschken 115000 bis 120 030 Mk., Ackerbobne-n 105 000 Mark, Wicken 130 000 bis 135 003 Mk., Lupinen blau 125 000 bis 135 000 Mk., gelb 160 000 bis 183000 Mk., Rapskuchen 100 000 'bis 103 000 RN.. Leinkuchen 160 000 Mk., Trockenschnitzel 35 000 bis 36 000 Mk., Kartoffeln, weiss» u:tb rote 8000 bis 10000 Mk., gelbe 10 000 bis 12 000 Mk. (Er­zeugerpreis). Rcmhstltler: Weitzm- und Roggen­stroh, drahtgeb. 26 030 bis 28 000 Mk., Hafer- ftroh, drahtgepresst 23 003 bis 27 030 701., Stroh, strohfeilgebünbelt 24 000 bis 26 000 Mk., Wiesen- h-eu, gut, gesund und trocken, Vormahd 25 000 bis 26 000 Mk., Rachmahd 21 000 bis 23 000 Mk. (Soweit kein anderes Gewicht genannt, verstehen sich die Preise pro 50 Kilo.)

Rindermarkt in Gießen.

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