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3r*trfi6* 2JB: für Mtenfin 21; für ÄS» V; hu üu^en* 2,4; fiu Bw (•** toi*» 2,3; für ortär» TDeefee W <nt> hu Itfa V. - 5>td*l betenNl 2 g»L 3 ednrf «6 < gert*O.
Echlicht««g4au»sch>ß »er Provinz Lberhefie«.
Sitzung dvm r. 3eel 1921
3n der Cobaftreftiafctt bei 3ewlt«(her» bawbti der Bäcker und brr Bäcker« Innungen Diehen unb Bab-Aau bei« erging fotamber »1*0*1 trnM»; 1 Für Gioh« gellen folgent* M inbrttwvchenlöb « Schieber ab 11 6 I& 000 TEL unb ab 18 fl 120 000 Ht. Xetgmaxber 92 000 unb 110 000 Ml. Letztgehilfen 80 000 unb 96 000 THf ^ftr «oft unb Dehnung Ebn nm von dielen Betrügen wöchentlich ab 11.6. 46 000 Ml unb ab 18 6. M 000 Hl oboetzogen «erben 2 Für Bob-Aauheim gellen alle vorstehenden Beträge nüi 10 Pro» Zulchtaa Der Sck-.ebsspruch ifl für Bad-Asu heim bindend Für (btthen edanTTten die Strettieil« ihn an
Für bie Tb e t b b I n b e r g e 11 (f e ■ in • leben schlug der Schiichttenglauirchist 3000 Mark Stunden lohn ab 7 6 23 vor bilder 1700 Marti Der OVrbanb brr Maler unb TM Waber er Ian nie den Schiebsipruch an. die Bereinigung der Maler- und TMf)bmbermeif>er lehnte ihn ab
Den Arbeitern der Eisensteine ru den bei behüten Bahngebiets sprach der Schlicht ings- aukkchuh in einem Beriah re« gemüh tz 22 3M 2 Der Berordnung vorn 23 12 1918 eine besondere L'ebnwtafle au 3b 1 5. in ber Spitze 1500 3tt |c Mann unb Schicht unb ab 1 6 20Ö0 ML, nach unten entsprechend ber 2o5nfto.'fehirra abgeftuh. Die Clrdli -tk erhielten ErNürungSsrt t
Dem Kündiaungleinfpruch eines Angestellten bei Dutlresor« e O m. b $ in Ba b« 3 a u beim aus Drund des § 12 ber Demodll- «achungiverorbnung gab er Halt Die Streitteile erhielten örfldnuiflAfrtft
.Tn der ßpbnftretllaHt ber Aotstanbsarbeiter ber ®emetnbe Al dach ebrigten sich die Streilteile ohne öffentliche Verhandlung
ScfjrDuroHrtdft.
Diesten. 8 3unl 1923
Am AachmUtag brs 12 März d 3 gab bei Schmied Johann Otorg Märsche! in Dük logen beim bcrtigca .^2ln.ieiger" bie Zobel- an agt auf, bah leine Mutter. bU 76jährige TDiiii>e Äatoarinc Margarethe Märsche! am Morgen „saust cnlftlalen" sei am gleichen Ttad;mittag tmirdr er unter bein Berb.rch'. Ilt selbst umgrbiacht au haben, verhastet unb deute ot»r ba' Scktrurg?richt a-stellt, dessen Borsitz Dieder Landgerichtlrat Hirsch führte
Die Bcrbantlu ia. zu der lt Zeugen und zwei SachvrrstänNg? fle1 ic .*rr Warrn. ergab folgen del Bild
Der Mjdbrigc Angeklagte, ein hagerer Mann mit exaraulcm Haar, in ber Sohn eine» Trinkers Sein Tater hat sich zwei Jab re nach dessen De- butt erhängt Qi betrieb ein ftfbftänbigel Schmiedeaeschüst. verfiel aber nach unb nach bem Trunk unb konnte dal immer mehr zurückgehenb« Deschäst nicht halten; seine Frau trennte sich von ihm unb er tarn immer mehr auf bie schiefe Bahn, bis er nach ber Revolution hon seiner
alten TBrite au«gnsRK vazbe. bte 41 Mttw, te BÜdinge» tate und den ersten dt#d ein es kleinen Hauks, beklebend aus Küche. Wohn, »immer und geaetirfame« Schlaf ztmnmr inne baue 3* bei ersten Ji*re* ha- er dnigmthe» slwhig gearbeitet. nachdem ihm aber Gebe Janear ds Js feine Stellung gefS-tMa; »eebe* «ar. axil er forrDührend .Mau machte' unb auch einen Betrug beging, tour es ga-a fertig mit 16*. * ar bettele nichts mehr liest sich völlig von Muer Mutter water baller' unb «rar beständig betrunken Aach den Klagen ber allen Reau gegenüber ehirr 'leibe von 'Monaten benahm er sich äusterst roh und bedrohle he wiederholt mit Tstkch! >»e-i "Bie- weit ihre Abstcht ihn tu emerben. hierZU der Be- «reggranb war steht dahin Aach den überein» stimmenden Bekundungen aller Zeugen war ftraw MLrschei etnr gute weichherzig- fraa, die ihren Sohn start tr 3 Huy nahm - Arn Montag morgen fvn nach 6 Uhr hörte ber ^lulbeliher Knaf m fr-ern u nterhatb des SchloMrums der Ar au MSr'het gelegenen Zimmer zwei langg«sa ne stöhnende Üautt Um 9 Uhr Holm Mörschel einen Arzt, der den Tod der Witwe Mörschel h-ststellte, ohne an ber Leiche etwas auffällig^ w bernerten. 3* Laufe des Tages machte Mörschel sich dct- bücht g. indem er auf^rte. ber Arzt habe fest, gestellt hast bie Untier eine* natürlichen Todes gestorben fei Siner leihe t*n Zeugen sieten vrilstünbig frische Krc.i)wunben in tenrm Gesich: auf Bei ber n.iDenturju’mbme am Aachminag versuchte rr 20 000 Mk beiseite zu schaffen. Die Polizei veranlasst« darauf eine weeberhvlte Brti^ tigung ber Leiche mit bem örgtfrtil, bah Ber» lehungeu am Hals festgestellt wurden. Danach tpurbc MLrfchel verhaktet. 3r leugnete zurrst, gab ober bann hn Verlauf bei durch Land-aerichtSral gram, 7 geführten BoruTNErsuchuna zu. d e Mutter »weimal am Hals angefaht zu haben Aach feinen •um Teil durch die Beweisefn2hme beftätijtcn. tu tri Haupt punkt« nicht widerlegten Angaben, bat sich folgendes abgespielt.
Am Samstag war tr gegen seine Gewohnheit eininc4 tätig gewesen unb hatte eine Last Holz aus dem Duld geholt. «Seine Behauptung. er habe sch dabei Kratzwunben im Drtich: zugczogen, ist durch einwandfreie Jaiienbcebatbtiinvjen tpiber- legt Bon ba ab bis M-ttag früh kam er nicht mehr aus dem Haas hat auch Feinen Alkohol mehr aetiunler Am Somuag abenb habe ihm die Mutter ms unbekanntem Grund in ber Küche etn- gefchlkfsen. so bah er nicht ins Schlafzimmer roni 11 Zu fe ntm Aerger habr er bie Aacht In ker kalten Küche herbei Tigen müssen "Nachdem ihn b-< Mutier am Montag früh wrrber berringe* l.-f'ei habe, habe sie vorn Bett aus in einem fort gcldiiinth und geknattert; hierdurch fei er in Dul gctaN* a-b habe sie zweimal mit ber rechten Hard am Hals angepackt. Töten wollen habe er sie nicht, er lei über ihren Tod furchtbar er» sch rocken
itc Leiche zeigte neben Qeineixm Berletzungen an ben Arnarn und an den Schläfen am Hall Blutunterlaufungen unb Hautabschürfungen, TDüiafpuren . bie ber rechten Hand Mörschels ent- fprachm Aach bem eingebenben Gutachten des Krtisav tes Medizinal rat Dc. Fresenius ist bei Tod durch bas Düraen etngetreten aller» tings w.Niger durch Ersticken all durch Aeizung bei Hallnerven, durch bie ein viillsland des Herzeni herbei geführt wurde ®tne andere Todes- u! fach' sei ausgeschlossen Frau Mörschel war.
ri: 1C< 'bre Besann»- destästqen. trotz Ihres hoben Atters not gdunbe 5m». dm tas MttM rüf:ia »u a-chrtlen vermochte Dir ^erlehun^en ct ihren Armen wnb bie Kna,Wunden m Mbe- «ch'ls T<fch: beuieiei auf einen Kamps hin
3w trn ir.ben Terlegungee ertluiere Amts- ani Tr Schüppert bie StrfimQ des Alkr- helgenu »es ml den Trinker und die Kinder des TrmfcrA Mörschel fei ichoa bei ber Dedurt durch Mr Trunksucht seines Balers schwer geschädigt geirrten and deshalb durch feine eigne Trunksucht doppelt fchwer geschädigt wurden Die Her- zcnlroh.it »olcher Mm, durch Trunk degenerierten Xrmfcrftnber gegenüber fremdem Lr-id. ihre etbt- sch. T’mte:T-rr 'ti,'i. unb Sharottertchwäche sei bem Aoimalen schwer verständlich Dies mühe mildernd berü<f1t4*igi werden. 3e übrigen fei Mörtch l lebe begabt unb für feine Tat ver» antwo tlich
Tas Haup werte d reo DMr wegen Körperver. IctuRfl mit tbbikteir Grtolg eröffnet worden Din Geschworener wurden ferner Fragen nach Todstbtag ttwrtätzlichc Tötung ohne UebertegBag) unb noch mildernden Umständen toorgefegt.
Staatsantr rlt Tr ®der 1*011 Bertreter her AnNagc betentc zunächst, bah dem Aatsdiener Harth tn Büdingen besondere Anerkennung gebühre. weil er durch feinen Scharfsinn und leine Snergie dem Berbrechen. das beinahe unun 1 deckt gcd!leben wäre, auf der Spur geblieben sei. Die TLi^'i - rurij Morsches! tn die Küche am Sonn- wgadend fei sehr wahrtch»inttch erfolgt, weil bie alte Stnu Angst vor ber Berwi.klichnng ber DrcHungen ihoel Sohnes gehabt habe Krfwne man an. und bas Ergebnis der Hauptverhanb- lang deute darauf hin. daß Mörschel sich beim IBür^.-n den Tod ber alten Frau auch nur all •nbalfd" vor gestellt unb bieten Arsola gebilligt habe, fo muffe man zur Bctahung ber Frage nach Todfchlag kommen IV Hauptsache aber fei. bah bk 5mge nach mildernden Umständen verneint werde. Aur dann könne das Lericht auf eine fo schwere Strafe erkennen, wie es dem Bclksemp'inden entfpieche unb tzse sie ein Mensch verdiene für die tödliche Mlsthandlung ber eignen Mutter, deren grösster Fehler ihre übergroße zu ihrem Ätnbe gewesen let MU einer Gefängnisstrafe fei eine solche Tat nicht gesühnt.
Der Verteidiger. Ambe Ian walt Dr Spohr, ci Härte die Behauptung Mörschels, er habe feine Muttei nicht töten wollen, fei glaubhaft Hätte ci mit Tötungsabfichs gebanbelt. fo würde er fester ^ugedructt haben Auf alle Fälle lägen aber mildernde Umstände ter: ber Hauptschuldige fei hier wie fo oft. ber Alkohol, wäre Mör- sch l nicht bvch die Trunksucht seines Bakers degeneriert »ur Dell gekommen unb durch feine eigne Trunksucht weiter degeneriert, fe sähe er nicht auf bet Anklagebank.
Die Geschworenen sprachen den Angeklagten ber Körperverlchung mit tödlichem •rtolg schuldig unter Beruein ung ber Frage nach mllbernben Umständen
Dal Gericht verurteilte den Angeklagte» zu ebner Zuchthausstrafe von acht Jahren unb fünf Jahren Shr verk ust und legte ihm Me Kosten des Berfahrens auf. Ss berücksichtigte zu seinen Gunsten feine Mrnderwerttgkeit. zu seinen Ungurtfkn bie Aohheit seiner gegen bie eigne Mutter gerichtete Tal Der Staatsanwalt hatte zehn Jahre Zucht hau! unb zrtm 34re Thiverlud beantragt.
I>r»<erle <i. Welleefele. Marti 2L «U
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