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schädigen auch dadurch die Landwirtschaft die Aufzucht der Schafe darunter leidet."

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Märkte.

Echwememarkt in Gießen.

Gießen, 9. Mai. Zu dem

Kunst und Wissenschaft.

fpd. Frankfurter. M.. 10. Mai. Die Sen- ckenbergis che Da t u r f v r s ch en d e Ge­sellschaft hielt am Mittwoch ihre diesjährige Hauptversammlung ab. Wie hier mitgetetlt wurde, braucht die Gesellschaft, wenn sie weiter bestehen und ichr kostbares Museum aufrecht erhalten will, für dais neue Geschäftsjahr mindestens hun­dert Millionen Mark, denen aber nur 10 Millionen Mark Einnahmen geg^nübrrstehen. Wan will nun versuchen, ausländische Freunde für das Museum.zu gewinnen. Die Beiträge wurden dementsprechend für deutsche Mitglieder auch erhöht. Der Dezuo des IahreS- brrichtes kann nur durch eine besondere Deitrags- lcistung von mindestens 2000 Mark ermöglicht werden. ünt> trotz dieser brennenden Rot wird im großen Lichthof das gewaltigste bisher auf- gefundene Säugetier, der DiplodocuS, aufgestellt. Der Koloß wurde vor einem Jahrzehnt in Wyo­ming (Nordamerika) aufgofunden und dem Mu­seum geschenkt. In mühevoller Arbeit wird jetzt das Skelett zusammengesetzt, um etwa im Juli der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden zu können. Da-s zur Aufstellung nötige Eisen- und Zementmaterial wird von hiesigen Firmen zur Verfügung gestellt.

Deiinischtes.

Steckbrief-Veröffentlichung hn Kino.

Berlin, 10. Mai. (WB.) Der Verein Großber­liner und Brandenburg. Lichtspieltheaterbesiher erklärte sich den Behörden gegenüber bereit, in be­sonders wichtigen Fällen polizeiliche Steck­briefe kostenlos in seinen Theatern zu ver­öffentlichen.

Drei Kinder verbrannt.

Hamburg 10. Mat. (WTD.) Bei einem Brande, der in Billwärder bei Hamburg in einem mit Stroh bedeckten Hause aus brach verbrann­ten drei Kinder eine« Arbeiters, die auf dem Dachboden schliefen. Das Haus brannte voll­ständig nieder.

Bries 6820.- 2497. 6985.- luOOO 14720-

52 75 38375- 175750,

1820.- 2140-

585 1128. 6310,-

Geld 6750. - 2473 6915 - 9900 - 14580

52 2.1 38025 174250 1800 2120

565- 1108.- 6240

Kirche und Schule.

Y. Friedberg, 8. Mai. Die Ztägige Ar­beitstagung, die der Ob er hessische Mis- sionsverein für Basel in c<r vorigen Woche in hiesiger Burgkirche abhielt, war von urrgefähr 100 Teilnehmern, darunter einem Teil der Predigtamtskandidaten besucht. Die Mtfsions- Vorträge von Privatdozent Liz. Dr. Frick- Gießen über den Missionsbefehl in der älteren und neueren Th^rlogie, Pfarrer Palmer- Fran ksurt über Voraussetzungen und Art der heimatlichen Missionsarbeit, Missionsinspektor D. Würz- Basel über Christus und die Völker und die Zukunft der ev. Missionskirchen, schließ­lich 3Vorträge von Missionsdirektor Dipper- Dasel, der das große Misstonsproblem des Ostens (China) nach Kirche, Schule und Evangelisation behandelte, standen alle auf der Höhe und lösten eine anregende und ergänzende Aussprache aus. Die Tagung wurde eröffnet und geleitet von dem Vorsitzenden des veranstaltenden Vereins, Dekan Gußmann- Kirchberg. Eine große öffent­liche abendliche Missionsveranstaltung in Fried­berg und Dad-Aauheim (Dankeskirche), wv jedes­mal der Friedberger Kirchengesang- verein mitwirkte und Missionsautoritätcn zu Worte kamen, schloß die Arbeitstagung.

ch. Münzenberg, 7. Mai. Der Ver­band evangelischer weiblicher Iu - gend in Hessen (Vorsitzender Pfarrer Strack- Wallernhausen) hielt am Sonntag hier feinen Iugendtag ab, zu dem sich Hunderte von jungen Mädchen aus allen Teilen Oberhessens mit ihren netten Wimpeln und feinen Liedern

siranlkurt n.M- 11 Mai.

Schweizer Noten fsrnmösische Noien

Dänische Noten

Schwedische Noien

Holländische Noten

Deutsch-Oesterreich100 Kronen rlmerikonische Noten

Englijche Noten

Iinlieutsche Noten

Belgische Noten llnnnrifdie No'en

T schechoslownkische Noten . .

Norwegische Noten

Numänlsche Noten

Spanische Noten .....

heutigen

Schweinemackt, der fast zur Hälfte mit ielost-

8. Mai Nmtl. Nv'iern. O'clb Briei 2074,80 2085,20 14214,35 14286,55

Kirchliche Nachrichten.

3fr. NeligionSgemeinde. Gottesd. i. d. Shnag. (Südanl.) Samstag, 12. Mai. Dorabd. 7.45, morg. 8.30, abds. 8.15 u. 8.55 Uhr.

3f r. VeltgionSgefellschaft. Sabbatfeier 12. Mai. Freitag abend 7.20, Samstag Dorrn. 8, nachm. 4. Sabhatausgang 8.55, Wochengottesdienst morg. 6.30, abds. 7.30 Llhr.

Handel.

Berlin, 9. Mai. Börsen st immungs- bild. Unter dem Druck der unerfreulichen politi­schen Lage herrschte für Devisen eine feste Stim­mung. Die Umsätze blieben aber ziemlich be­schränkt, da die Spekulation wegen der bevor­stehenden Veröffentlichung der neuen Devifenord- nung sich ausschaltete. Bei ruhigem Verkehr zogen die Preise bemerkenswert an, doch wurde der verlangte Bedarf bei Feststellung der amtlichen Kurse von der Reichs bank voll befriÄligt. Am Effektenmarkt bestand rege Kauflust, namentlich für Montanwerte, Kaliwerke und Maschinensabri- kation. Es wurden durchweg höhere Kurse genannt.

Frankfurt a. M., 9. Mai. Dörsen- stimmungsbild. Das Geschäft blieb unver­ändert. Zwar machte sich am Denifemnarkt infolge der politischen Situation ein gewisser Pessimismus hinsichtlich her weiteren Markeftwertung geltend, aber die Umsätze nahmen keinen großen .Umfang an. Der Dollar setzte vormittag« mit etwa 37 600 ein und zog späterhin auf 37 800 an, bei einiger Rachfrage dann 38 000. Im fre'en G'feitenverkehr war die Haltung fest Zunächst war eine regere Kaufneigung in verschiedenen Spezialpapieren fest­zustellen, und die Umsätze von Bureau z^ Bureau sollen ist Montanpapieren ziemlich lebhaft gewesen fern. Für Mansfelder, welche stark bevorzugt waren, wurde ein Kurs von 60 000 bis 64 000, im Verlaufe 65 500 geboten. Von den westlichen Werten wurden Phönix, Gelsenkirchen begehrt. Sehr gefragt lagen Harpener, 275 000 genannt. Ober bedarf und Caro anziehend; für letztere wur­den 108 000 geboten. Mannesmann find sehr gesucht. Don den übrigen Schwankungswerten begegnete Scheideanstalt lebhafterer Rachfrage;

Den Sohn und sich selbst erschossen.

Karlsruhe. 9. Mai. (WTB.l Der verwit­wete 39 Jahre alte Händler Karl Kuhn hat im Hardtwald zunächst seinen 3'/rjährigen Sohn und dann s i ch selbst erschossen, vermutlich auS Lebensüberdruß.

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Junten, Sport und Spiel.

Die nationalen S chwimmwett- kämpfe des Gießener Sport-Clubs v 19 0 0 finden nicht, wie seinerzeit mitgeteilt, am 24., sondern am 10. Juni statt.

* DieRingermannschaft des Kraft- und Sportklubs Gießen, bestehend aus den Mitgliedern Rüskens, Heck, Hart­en a n n, O. Leucht und Müller, weilten am Sonntag zum Städteringkampf in Kassel. 3m großen Saale des Arbeiterbildungsheims trafen sich die Mannschaften von Hann.-Münden, Erfurt, Kassel und Gießen zum Kamps um den von der Stadt Kassel gestifteten Ehrenpreis. Kassel stellte Gießen die besten Kräfte entgegen, wurde aber vrn der Gießener Mannschaft in der Gesamtzeit von 125 Minuten besiegt Dadurch kam der von Kassel gestiftete Preis nach Gießen. Dieser muh zweimal errungen werden, ehe er in den end­gültigen Besitz der Gießener übergeht. Der Re- tcurkampf kommt am 29. Juli in unserer Stadt zum Austrag. Einige Mitglieder des Vereins waren auf dem Wettstreit in Hanau und konnten dort schone Erfolge erringen: Kraft den 1. Pr. im Stemmen, H. Leucht den 2. im Ringen und 4. im Stemmen, Scheppers den 3. im Ringen.

man nannte einen KurS von 52 000. Auch Anilin# werte erfuhren Kurs Verbesserungen. 3n verschie­denen Kassa-3ndustriepap irren herrschte eine festere Stimmung. Sehr gefragt blieben Eschweiler und Riebeck Montan. Don den AuSlandpapwren stellten sich Zolltürken auf 55 500, Bagdad 11 52 000, lebhaft Anatolier I, bei einem Kurs von etwa 125 000 genannt. Oefterreichische Kredit 34 000, Schuhgebietsanleihe 12 000, Dollarschah- anweifungen 37 000. Freiverkehrswerte halten durchweg festere Kurse inne Man hörte Ufa 29 225, 3nag 13 500, Api 45 500, Decker-Stabl 30 500, Drown Boveri 16 225, Hansa Lloyd (leb­haft) 14 775, Krügershall 47 500, Growah 1775.

Frankfurter Devisenmarkt.

(Telegraphische Auszahlung.)

gezogenen Tieren von Landwirten beschickt war, waren 162 Ferkel und Läufer auf getrieben. Da die Rachfrage größer war, als auf den seitherigen Märkten, ging der Handel ziemlich flott, so daß am Marktschlusse alles verkauft war. Bezahlt wurden für sechs Wochen alte Ferkel 80 000 Mk., für ältere je nach Stärke 140 000 bis 220 000 Mk., für Läufer 300 000 bis 350 000 Mk., für Einleger 450 000 Mk.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 9. Mai. ES notierten je 100 Kilo: Weizen, Wetterauer, 135 000 bis 140 000 Mk. Mitleid. 155 000160 000 Mk. Rog­gen 130 000132 000 Mk. Sommergerste für Brau­gerste 110 000-115 000 Mk. Hafer, inländ. 90 000 bis 110 000 Mk. Mais, Laplata 145 000 Mk. Mixed 140 000-145 000 Mk. Weizenmehl, südd. Spezial 0 225 000250 000 Mk. bei Waggonbezug ab Mühlenstation. Roggenmehl 165 000130 000 Mark. Weizen- und Roggenkleie 62 00065 000 Mark. Tendenz: stetig.

Berliner Produktenmarkt.

Berlin, 9. Mai. P r 0 d u k f e n b e r i ch t. 3m Zusammenhang mit dem Anziehen der De­visenpreise gestaltete sich der Produktenverkehr fester. Eine Belebung des Geschäfts hatte dies aber nicht zur Folge. Weizen war wenig An­gebot en, aber auch von den Mühlen nur spär­lich gefragt. Erhöhte Forderungen waren kaum durchzusehen. Roggen erzielte zum Teil etwas höhere Preise. Gerste hatte stilles Geschäft. Es zeigte sich einige Rachfrage seitens der Pkovinz. Die Umsätze in Hafer waren gering. Rach dem Westen zeigte sich mehr Begehr. 3n Mais wur­den etwas höher gehaltene Preise nur selten bewilligt. 3n Mais wurden etwas höher gehaltene Preise nur selten bewilligt. Mehl wurde zu ge­drückten Preisen aus zweiter Hand verkauft. Weizen, märkischen 71 00072 003 (fester), Roggen, märkischen 63 00063 503, pommerschen 62 500 bis 63 000, schlesischen 62 50063 000 lsesler), Sommer­gerste, märt 53 00055 003 (fester), Hafer, märt. 53 00054 000, pomm. 52 00053 000, schles 51 00052 000 (befestigt), Mais, La Plata lost- Dcrlin 68 00069 000, waggvnsr. Hamburg 67 000 dis 67 500 (fester), Weizenmehl (103 Kg.) 195003 bis 210 000 (behauptet), Roggen mehl (ICO Kg.i 150 000-165 000 (behauptet), Weizenkleie 34 003 bis 35 000 (behauptet), Roggenkleie 36 000 bis 37 000 lbehauptet), Raps 120 003 bis 125 003 (be­hauptet), Leinsaat 125 000130 000 (behauptet), Diktoriaerbsen 90 00095 000, Kleine Erbsen 75 000, Futtererbsen 50 000 bi« 55 000, Pe­luschken 65 00070 000, Ackerbvhnen 50 000 bis 55 000, Wicken 70 000, Lupinen, blau 75 000 bis 82 000, gelb 105 000112 000, Seradella, alt 150 000160 000, Rapskuchen 52 00053 000, Lein- kuchen 75 000, Trockenschnihel 21 00023 000. Rauhfutter: Weizen- und Roggenstroh, drahtgeb. 21 50024 000, Haserstroh, drahtgepreßt 19 000 bis 21 000, Stroh, strohseilgebündelt 23 50024503, Wiesenheu, gut, gesund und trocken, Vormahd 21 00022 500, Nachmahd 18 00019 500. (Soweit kein anderes Gewicht genannt, verstehen sich alle Preise pro 50 Kg.)

auf der alten Burg zusammenfanden. .Deutsch- christliches Frauenleben in Vergangenheit und Gegenwart" war der Leitgedanke ihrer gehalt­vollen Tagung Rach der Begrüßung durch den Ortsgeistlichen Pfarrer Beyr ich liehen packende Vorträge (DerbandSjugendpflegerin Frl. W. Hein und LandeSjugendpfarrer Zenig raf), von jungen Mädchen gut vorgetragene Gedicht» und nicht zuletzt ein von Pfarrer Ködding gedichtetes, prächtiges historisches Festspiel: ^Schwesternliebe auf der Münzenburg" begei­sternde Frauenbilder aus Vergangenheit und Gegenwart vor den Augen der Jugend erscheinen. Diese zeigte der gastlichen Gemeinde Münzenberg und vielen Festgästen von fern und nah tm zweiten Teil des Nachmittags bei einem reizen­den Rriaenwettbewerb sehr Hübsches, teil­weise künstlerisch recht Gutes. Die Grund­lage dieser strahlenden ZugendfreLde kennenzu­lernen, gaben schon der Samstagabend mit seiner von Pfarrer Beyr ich gehaltenen Abendandacht, die den christlichen BetenntniSernst des Feste« hervorhob, und der Vormittags-Festgottesdienst am Sonntag mit dem ThemaVollkommene Freude", Hoh. XVI, Vers 2224, beste Gelegen­heit. Die Worte deS Festpredigers Landesjugend­pfarrer Zentgraf, die Chöre des Mädu-en- vereinS Lollar-Kirchberg unter Leitung von Dekan Gußmann, gemeinsames Gebet ino Lied der dankbar feiernden Festgemeinde zeigten deutlich den rechten Helfer zur reinen Freude, die auch die grimmige Not dieser Zeit über­windet, die im Blick auf die Leiden des Volkes an Ruhr und Rhein gleichweit entfernt ist von Leichtsinn, Vergnügungssucht und Verzweiflung. Diesen Gedanken brachte die Kundgebung des Verein« auf dem Marktplatze nach dem Dor- mittagSgotteSdienst im starken, frommen, von trefflicher Posaunenbegleitung getragenen Liede und in von zwei jungen Mädchen gesprochenen Gedichten zu wirkungsvollem Ausdruck.Hei­liges Feuer" hat dieser Tag angezündet, wie das beim brennenden Holzstoß am Abend des Festes der Derbandsvorsihende in wuchtigem Worte aussprach. Möge es weiterzünden!

* Eine MittelstandS-AuSwande- rung. Erne neue Form der Auswanderung, die sich mir auf den englischen Mittelstand erstreckt, wird jetzt in die Wege geleitet. Zwischen der britischen Regierung und den Behörden des Staa­tes Diktoria in Australien ist ein Vertrag abge­schlossen worden, dessen Ziel darin besteht, die englischen Mittelklassen als Ansiedler nach Vik­toria zu ziehen. Die Auswanderer müssen eigent­lich über ein Kapital von 300 £ verfügen, aber das britische Kolonialamt schießt ihnen diese Summe vor, und sie wird dann in sehr entgegen­kommender Weise von den Ansiedlern später ab­gezahlt. Der Plan ist ein neuer Schritt zur Lösung des Problems, die englische Bevölkerung in geeigneter Weise über das ganze britische Reich zu verteilen. Mehr als 97 Prozent der Bewohner der australischen Staaten sind englischen Ur» splanges, und die Behörden von Viktoria wünschen diesen hoben Prozentsatz zu erhalten. Sie wollen deshalb bestimmte Kreise Englands in Hr Land ziehen, und zwar hauptsächlich frühere Offiziere der englischen und indischen Landarmee sowie der Marine, Schullehrer, Bauern und Söhne von Handwerkern und Geschäftsleuten. 3n den nächsten fünf Jahren sollen 10 000 Angehörige der eng­lischen Mittelklassen in Viktoria angesiedelt wer­den, und zwar erhält jeder Landbe.ih im Werte von mindestens 300 £. Die Gesamtkosten werden auf 15 Millionen £ veranschlagt

* Die Wildplage in Neuseeland. Die Hirsche und Rehe haben sich in Neuseeland so außerordentlich vermehrt, daß sie zu einer schweren Gefahr für die Landwirtschaft des Landes geworden sind. Wie ein Bericht der Forstverwal- tung angibt, werden jetzt Maßnahmen gegen diese Wildplage erlassen, indem der Schutz des Wildes In der Nähe von Ansiedlungen vollkommen auf­gehoben wird, während in abgelegeneren Ge­rieten Abschuhabteilungen stationiert werden, die die Herden erlegen oder, falls das Abschießen nicht völlig gelingt, sogar vergiften sollen. Die Zahl des Wildes hat sich seit dem Jahre 1861 so ge­steigert. Damals wurden die ersten Hirsche nach Neuseeland eingeführt, und im ganzen sind es 111 Tiere, die zu verschiedenen Zeiten hierher gebracht wurden. Von diesen stammt all das Wild ab, dessen Zahl heute auf über 300 000 Stück geschätzt wird. Der Schaden, der durch die Tiere Den Aeckern und Weiden zugesügt wird, ist in dem Bericht auf jährlich 180 000 £ berechnet. Der Gewinn, den Neuseeland jährlich aus seinem Wildbestand hatte, wird auf 7000 £ geschäht. Es wird ausgeführt, daß die Weideplätze, die die Hirsche und Rehe für sich in Anspruch nehmen, genügen würden, um 450 000 Schafe zu erhalten. DaS Wild benimmt sich augenscheinlich in Neu­seeland besonders keck und gefräßig.Die Tiere legen große Strecken bei Nacht zurück, um neue Nahrungsplätze aufzusuchen," heißt es in dem Bericht,und sie zerstören sehr viel mehr, als sie fressen. Durch ihre Sprünge und unruhigen Be­wegungen erschrecken sie die Schafherden und

PMrrffNcheS Mittel zur Deckung und Pflege des Heimatgefühls die Schaffung eine« H e i- inatmuseums, an dessen Ausgestaltung ein jeder einzelne, ohne Unterschied des Stan­des und Berufes, mitarbeiten könne und solle. Vie Anregungen des Redners, der zugleich Btretender Denkmalpfleger für Oberhes- t, fanden lebhaften Widerhall bei der nunlung und es wurde beschlossen, als- der Gründung eines Ulrichsteiner Hei­matmuseums näherzutteten. Oberamtsrichter

Schöffengericht.

Gießen, 8.Mai 1923.

Ein Müller aus Beuern hat einen Handels- mann von da wegen Beleidigung verklagt, weil er ihm nachgesagt hatte, et habe ihm Bohnen­mehl statt Brotmehl geliefert. Nach erfolgter Be­weisaufnahme nahm der Angeklagte die gefallene Aeußerung zurück und verpflichtete sich, eine ent­sprechende Erklärung imGießener Anzeiger" 3U veröffentlichen, 50000 Mark zugunsten 4>er Ruhrhilfe zu zahlen und sämtliche Kosten zu übernehmen.

Wegen Entwendung einer Fichte au« dem Staats Wald in der Gemarkung Grohen-Linden erhielten drei Arbeiter von hier eine Geld­strafe von je 1500 Mark. Bei der Haus­suchung durch zwei Förster leistete der eine von ihnen diesen Widerstand und bedrohte sie mit einer Axt mit Totschlägen usw., wenn sie nicht sofort seine Wohnung verließen. Wegen Wider­stands erhielt er an Stelle der an sich verwirkten Gefängnisstrafe von einem Monat eine weitere Geldstrafe von 30000 Mark.

Ein Arbeiter von hier hatte von einem Elektromonteur drei Flaschen Kognak für zu­sammen 4000 Mark gekauft, die dieser bei einem Einbruch im Hotel Einhorn gestohlen hatte. Da er bei dem niedrigen Prris annehmen mußte, daß sie nicht auf ehrliche Weise erworben seien, er­hielt er wegen Hehlerei mit Rücksicht auf feine zahlreichen Vorstrafen sechs Wochen Ge­fängnis.

Rehart erklärte sich bereit, zunächst einen Daum im Amtsgericht für diesen Zweck zur Verfügung zu stellen. An diesen Herrn bittet man nun auch Altertümer, ^unstgegenst'nde, Aunde aus dem Gebiet der engeren Heimat, alte Scherben u. dgl. als Geschenk oder Leih­gabe für das Museum abzuliefern. Bei Fun­den ist die genaue Angabe des Fundortes und der besonderen älmstände, die zum Funde führ­ten, dringend erwünscht. ES wurde ferner be­schlossen, alljährlich im Mai eine ordentliche Hauptversammlung zu halten, in deren Mit­telpunkt stets ein wissenschaftlicher Vortrag stehen soll. Zn den Vorstand deS Schloßbau­vereins wurden hierauf gewählt: als 1. Vor­sitzender Postmeister Meiski, als 2. Vorsit­zender Oberamtsrichter Dehart, als Schrift­führer Pfarrer Hellwig, als Rechner Tier­arzt Meiski; ferner als Beirat die Herren K. Appel II^Dreitwiefer, Dörr, Leo und W. Scharmann, sowie die Damen Schäfer, Bachmann und G. Bruch- Häuser.

Hessen-Nassau.

fpd. Hanau, 10. Mai. Durch ein ün- toetter wurden am Dienstag nachmittag im Maintal zwischen Hanau und Aschaffenburg schwere Echä den verursacht. Ein Wirbelsturm riß zahlreiche Leitungsmasten der lleberlandzen- trale und der Fernsprechtzentrale um. Dadurch wurde die Stromzufuhr vom Kraftwerk Dettin­gen nach zahlreichen Orten unterbrochen. Die Folge war die völlige Lahmlegung vieler indu­strieller ^betriebe. 3n Aschaffenburg entwurzelte der Gewtttersturm viele Bäume.