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PrÜ. In Qegennxirt M Dietzen und der ilrncher Angehöngen bschluhprüfung r|di statt. Dank der arsus durch fröuletn slehrerin in Mieten, m d« Theorie Ivie in Sine bei dieser De- mnkung zum Desien ji Detvrg t>on 16255 chvier 2mylfler“ ab»
10. April. Don der Aouernb indes ;c 20 Zentner Korn aufgebracht. - 3m lüdte gestern der ab;ter, indem er beim s StÄnbruchs stehenden mehrere Mer zte. Mcklichermeis- tchungen jnb Löchern davon. Sr dürste in jeflellt sein.
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i Za einer eindruckstete sich die grstri-e r aus dem Hobe« che D.ch^.Demeinde isern versammelt, m »den Kanzler mche n. Anstelle des durch . Lrachhauser-lilrich' kovitfch'H^E k Srn e Dedichre.
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Baumfrevel.
Land»
1. Fortsetzung.
(Rachdruck verboten.)
naten Gefängnis und 114 Millionen Mark Gcldstrafe verurteilt. Ein Restau- vateur erhielt wegen Anstiftung die gleiche Geldstrafe aufgebürdet. Ts handelt sich um die (Sin« schmuggelung einer Sendung Sekt von 4040 Stafc^m.
(BerichtsfaaL
Ein drakonisches Arteil.
Aus dem Amtsverkündigungsblatl.
* Das Amtsverkündigungsblatt Ar. 28 vom 10. April enthält: Preise für Zucker. — Bekanntmachung über die Zulassung des Ein- lragungsverfahrens für ein Volksbegehren. —
von Duplikatarbeitsbüchern. — Verteilung des Unterrichts an der Fortbildungsschule. — Jahrbuch des Vereins für das Deutschtum im Ausland. — EinkommenstQreranleile der Gemeinden für das Rj. 1922. — Inlandslegitimieru»^ ausländischer Arbeiter. — Ausführung der Polizeiverordnung über das Vertilgen der Blutlaus. — Das Faselwesen. — Dienstnachrichten. — Bekanntmachung des Pvlizeiamts Giehen.
Fleischbeschau. — Ausstellung
Das Moselhaus.
Roman von Luis« Schulze-Brück.
Turnen, Sport und Spiel.
—c— Jutngau Hessen (D.T). Aäch- ften Scnntag findet in Giehen zur Vvrberei- tung für die Wettkämpse dieses Sommers eine Gauvorturnerstunde statt, an der auher denr Durnausschuh auch alle Turnwarte aus dem 2.-5. Bezirk teilnechmen werden. Aachmittags schließt sich eine Zusammenkunft aller Wettkämpfer des Gaues für das Deutsche Turnfest in München an.
" Radsport. Der Giehener Rad» faHrer-Der ein 188 5 E. V. beteiligte sich am vergangenen Sonntag mit seiner 6er-Kunst- reiaenmannschaft, Gaumeifter des Gaues 9 a Sieg- Lahn, an den süddeutschen Meisterschaftswett- bewerben in Stuttgart. Äur die besten süddeutschen Rkannschaften waren zu diesem Wettbewerb
«offenen Hahve durch Tod abgegangen und im piefigen Ärematortum eingeäschert worden.
♦ Friedberg, 10. April. Die gut be» sucht« Haupwersammlung der Wetterauer Museumsgesellschaft ergab. dem „Oberhess. Anz." zufolge, ein über Erwarten erfreuliches Bild von dem stetigen Wachstum des „Wetterauer Museums" nebst Stadtarchiv und Stadtbibliothek. Die 167 Mitglieder brachten im Geschäftsjahr 1920/21 über 195 000 Mark auf. Ein Rundgang durch die prächtigen Sammlungen zeigte, welche Werte durch umsichtigen Ankauf oder hochherzige Schenkungen der Heimat erhalten blieben. Der Antrag. den Jahresbeitrag entsprechend der Geldentwertung auf 1000 Mark, die einmaligen Beiträge auf 10 000 Mark zu erhöhen, fand einstimmigen Beifall.
* Dad-Rauheim, 9. April. Die am LamStag abend Im .Sprudel-Hotel" veranstaltete Bismarcks ei er nahm einen würdigen Verlauf. Die Festrede hielt Prof. Dr. Werner. Rach einer eindrucksvollen Würdigung der überragenden Persönlichkeit und Staatskunst des Altreichskanzlers besprach der Redner auch die politischen Vorgänge der Aeuzeit und den furchtbaren Kampf, der am Rhein und an der Ruhr gekämpft wird. Der Redner ermahnte hierbei zum f e st e n Zusammenschluh aller Deutschen. Lebhafter Beifall zeichnete die vortreffliche Ansprache aus. Musikalische Vorträge verschiedener Art verschönten die Feier. — Hundert vom Feinde vertriebene Familien sollen vorübergehend tn unserer Stadt untergebracht werden. Zur Aufnahme der Flüchtlinge will man möblierte Zimmer bereitstellen.
Hessen-Nassau.
fpd. Frankfurt a. M, 10. April. Aas einer Textilwarenhandlung stahlen in der vergangenen Rächt Einbrecher Waren im Wert von mehr als 10 Millionen Mark. — Rach langen Bemühungen gelang es der Kriminalpolizei, den gefährlichen V i l l e n e i n - brecher Emil Decker mit seiner Assistentin und Geliebten Martha Kern in einer Alt- sladtwirtschaft f e st z une h men. Schon'amersten Ostertag wurde Decker einmal festgenommen, doch gelang es ihm auf dem Transport, zu entfliehen. Bei seiner ersten Festnahme führte er 200 000 Mt. bei sich, bei feiner gestrigen Verhaftung über 100 000 Mk. Außerdem hatte sich Decker seit Ostern, zweifellos auch bei einem neuen Embrach. neu eingefleibet.
Danzig, 10. April. Vom hiesigen gericht wurde wegen Hinterziehung von Zöllen ein Zollhilssbeamter zu drei M v -
Der Alle schob die Pfeife in den anderen Mundwinkel. .Meister Hausmann," sagte er gelassen. „ilnb das mit den Römern, das hat mir der Herr Professor gesagt, der alle Sommer beim Herrn Bürgermeister zu Desuch ist."
„Beim Herrn Bürgermeister?" Die Dame wurde lebhaft. Der rote <3t>nnenfd>irm warf ein rosiges Licht auf ihr Gesicht, das sonst bläh war und Dltl zu mager — wie Hannes Hausmann dachte — mit so groben schwarzbraunen Augen, und die ein weihes Kleid anhatte, wie es sonst nur die Mädchen tragen, während sie doch eine nicht mehr ganz junge Frau war.
„DaS ist wohl der Besitzer des wundervollen Hauses da oben?" Sie zeigte moselaafwärts. Gerade im Bogen der Moselschlinge lag ein altes Durghaus, wie sie hier nicht selten sind. Die Sonne glitzerte auf dem hohen Schieferdach und brach sich an den grauen, zyklopischen Mauern, deren Fub die Mosel bespülte. Mächtige Ruh° bäume standen aut einem Wiesenplah davor, der nur mit einer niedrigen Mauer eingefaßt schien. Man sah Gartenmöbel in Gruppen and ein leuchtendes Blumenbeet.
Hannes Hausmann nickte. Er hatte nun genug geredet
„Ob man das wohl einmal innen sehe.r tonnte ? Das interessiert mich riesig. Du glaubst gar nich^, Hans Dietrich, wie wundervoll der alle Kasten erhalten und wie verständnisvoll er restauriert ist."
Hannes Hausmann zuckte die Achseln. „Das weih ich nicht, älnfen Bürgermeister is en sehr
zugelassen. Die Giehener 85er gingen aus diesem Wettbewerb als zweiter Süddeutscher Meister im 6er-Kun streigen hervor und erwarben sich damit das Anrecht, im August d. Hs. in Leipzig um die »Deutsche Meisterschaft" in Wettbewerb zu treten. Ergebnis: 1. Veloziped- Club Darmstadt 11,98 P., 2. Giehener Radfahrer- Verein 1883 11.33" P., 3. Falle, Zella-Mehlis, 4. Fröhlich, Rürnberg, 5. Radf.-Verein Schwen- ntngen. Der wertvolle Ehrenpreis ist im Schaufenster des ZigarrengeschästS Koch, Selters weg, auch einer breiten Oeffentlichkeit zur Besichtigung zugänglich gemacht.
Vermischtes.
Öine Spende des Papstes für deutsche Kinder.
Berlin, 10. April. (Wolff.) Der P a p st hat, der persönlichen Bitte des Reichsarbeitsministers Folge gebend, aus den chm zur Verfügung stehenden Mitteln 200000Lireftir die Fortführung des Hilfswerkes der Unterbringung lungenkranker deutscher Kinder in Davos bestimmt.
Große Kohlenschiebungen.
Berlin, 10. April. Rach einer Meldung des „D.T." wurden in dem Waldenburger Gebiet in Schlesien grohe Kohlen- s ch i e b u n g e n, die bis in das Zahr 1921 zu- rückreichen und in die Milliarden gehen, aufgedeckt. Bis jetzt sind sieben Personen verhaftet worden, darunter der Direktor der Kreiskohlen st eile.
Die Reichsbahn gegen die Alkvholrrklameu.
Berlin, 10. April. Einer Korrespondenzmeldung zufolge hat die Reichsbahn zum 1. September alle Verträge über Alkoholreklamen gekündigt.
Bangel.
D e r I i n, 10. Aprll. Börsen st immung»- bild Infolge geringer Beteiligung des Privatpublikums bewegte sich das Geschäft am ®ffetten- markt in ruhigen Bahnen. Die Haltung war im allgemeinen fest, aber nur vereinzelte Werte konnten namhafte Besserungen erzielen. So gewannen Phönix 400 und Ilse Bergbau 5000 Prozent. Gelsenkirchener stellten sich zeitweise um 7000 Prozent höher, buhten aber später einen Teil davon ein. Rheinische Braunkohlen und Rheinstahl wurden um etwa 4000 Prozent höher bezahlt. Für Oberschlesische Eisenindustrie erhielt sich das Interesse, ohne daß davon der Kursstand profitierte. Sonst hielten Erhöhungen und Rückgänge von 1000 bis 2000 Prozent sich etwa das Gleichgewicht. Bankak.ien zeigten eins gute Haltung und gewannen meist Heine Aufbesserungen. Auch Schiffahrtsaktien waren fest. Von ausländischen Anleihen erfuhren lürllsche eine mäßige Abschwächung. Deutsche Anleihen waren gut behauptet.
Frankfurt a. M., 10. April. Börse n st i m m u n g s b i l d. Der Gffektenver- kehr trug auch heute einen freundlichen Grund- tvn. 3m Freiverkehr zeigte sich, da sich die Spekulation wieder etwas mehr hervorwagte, die Stimmung und Amsätze allgemein fester. Sehr gesucht waren Wiener Bankverein, 11 500 bis 11800. Man nannte Benz mit 16 775, Ufa 11 775, Gnat 17 000, Elberfelder Kupfer 15 000, Metz Söhne 11500. Der Dollar bewegte sich auf dem Stand von 21150. Am Mvntanmarkt waren anfangs wieder die ober- schlesischen Werte lebhaft gefragt; bevorzugt waren Caro, auch Oberbedarf. Man bringt diese Nachfrage mit angeblichen Transaktionen in Zusammenhang.
Frankfurter Devisenmarkt.
(Telegraphische Auszahlung.)
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gemeinen und niederträchtigen Häär, aber ob er grab gern 'm Fremden sein Haus weist . .
Die Frau lachte lustig.
„Gut, daß unser Wirt uns schon erklärt hat. was ein gemeiner und niederträchtiger Häär ist. Du muht wissen, Hans Dietrich, der Mann meint leutselig und herablassend "
Der junge Herr — beim jung war er noch trenn er auch ziemlich elend aussah — „mafig“ dachte Hannes HauSmann — lachte kurz auf and sagte mit seiner etwas näselnden Stimme: „Guter Witz! Aber, Eva. zuviel zu sehen wird da nicht sein. Wie sollte der Dvrfgewaltige wohl zum Verständnis für Derartiges kommen?"
Hannes Hausmann sah die beiden mißtrauisch an. Darum ärgerten ihn die Fremden, weil sie fortwährend über Dinge lachten, über die es nichts S lachen gab, und immer etwas ^lederhebendes ihren Reden hatten, das er fühlte, ohne es zu begreifen. ITnb er brummte, im Bewusstsein, damit baS Höchste gesagt zu haben, was zu sagen war: Ansen Bürgermeister hat die best Lagen in der Gemark "
Der junge Herr sah verständnislos drein. Frau Eva Ohler verstand Hannes Hausmann. Sie war schon vierzehn Tage hier, uich es war ihr ganz gut gelungen, sich mit Land und Leuten angttfreunben.
„Er hat die besten Weinberge hier," erklärte sie. „übrigens ist er Reserveoffizier bei den Deutzm- Kürassieren — ein recht vornehmes, rheinisches Regiment —, und Suherlich ein famoser Mensch, der tn sein Haus großartig hineinpaht."
Harrs Dietrich Ohler sah feine alleie Schwester bewundernd an: ..Du bist doch eine Frau, Eva! Wie du da» nun schon alles weiht!"
Sie lachte „Aber im Ernst, Bürgermeister Arnolds . . .“
Sie hielt inne. Harmes Hausmann spitzte doch
Davdwte».
Frankfurt a.M« Ist April.
Schweizer Noten
Irmnöstsche Noten
Dänische Noten
Schwedisch, Noten
-'öolländitche Noten
Deutsch-Oesterreich a 100 Kronen Amerikanische Noten Englische Noren Italienische Noten
Belgische Noten
Ungarische Noten
Tschechoslowakisch« Noten ..
Norwegische Noien Nu manische Noten Spanische Noten
Aries Geld
8892.-
3822.-
1433-
1431.-
«080.-
3960-
5650-
5550.—
8340-
823Ü-
29 70
29-00
«850-
21100-
98950.—
97950—
1048,—
10«.-
1231.—
1219.-
446-
42ft-
637.—
617—
3766.-
8890—
100,-
97,-
Börsenkurse.
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Datum: ft 4. 10.4. 9.4. Ist 4.
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Deuisch-Vuremburq. . 60600,-751)0X—72 MA—7">soo,— Gelsenkirchener tterzw ■90)0-'7'.i)OX—7-)000—Toinxx— Harvener Bergbau. 14 i00U,-154000.-15O00O 146000- 5raiiiverk2licher»ieben4130<X-4 o0,-40XM), 402'L— Kaliwerk Westeregeln 45000—48500—47sOÜ—4>000, — X'Qurabutte...... 4:l0«n.—4480->.-40250-44 M,-
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Zellstoff Waldbos .... -37600.-37300,-38000,-
Znckersaür.bra>ikenibat 1600a-lfi70ft— —
ÜuckertadrckWaooäusel 16 -17000— —,— —,—
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Märkte.
Rutzdiehmarkt in Gießen.
• Gießen. 10. April.
Der heutige Rutzdiehmarkt war mit 124 Stück Grotzvieh. darunter 1 Ochse, und fünf Kälbern beschickt. Der Auftrieb begann um 71,3 ilbr. Bis gegen 1.9 Uhr war der Handel in der Hauptsache schon erledigt, und alsbald war der Abtransport des Viehes flott im Gange. Die Rachsrage der Käufer vom Lande erstreckte sich besonders auf gutes Ratzvieh, sie konnte j^>vch nur teilweise befriedigt werden. Der übrige Handel wickelte sich unter den Händlern selbst ab. Zum Kauf erschienene Metzger sahen vom Geschäft ab, da die Preise für die Schlachtzwecke der Metzger zu hoch lagen. Die Preise schwankten, je nach der Qualität, zwischen 1> 3 bis 3Vs Millionen Mark für ein Stück Großvieh.
Derl'mer Produkienmartl.
Berlin, 10. April. Am Produkten- markt erfuhren die Preise, trotzdem sich mehr inländisches Angebot zeigte, kaum eine Veränderung, da die Forderungen au frech) erhalten war»
das Ohr, trotz seiner anscheinenden Gleichgültigkeit. Es war nicht nötig, datz Bürgermeistsr Arnold- erfuhr, die Fremden redeten über ihn. interessierten sich für ihn Es war ja vorläufig auch nur sein Haus, das ihr interessant axir; der grobe starke Mann mit dem braunblvndon, kurz» gehaltenen Spitzbart und den ruhigen blauen Augen gefiel ihr nur als der Besitzer dieses Hauses, Tn das feine ganze Persönlichkeit so treff» llch hineinpastte.
Hannes HauSmann fand übrigen» auch, dah die alnterbaltung lange genug gedauert hatte. WaS ging der Bürgermeister die „Hergelvffenen" an? Die nicht einmal wufUen, was für ein grober Herr ihr Bürgermeister war, mit dem groben Weingut, das alle Jahr wohl sechzig Fuder brachte. Wenn er Weinversteiaerung hatte, dann tarnen die Käufer von weit und breit. Das beste Fuder war im vorigen Jahre nach Berlin in des Kaisers Keller gekommen, darauf war daS ganze Dvrf stolz, als auf eine besondere Ehre. Unb Iras für vornehme Leute tarnen zu Besuch zum Bürgermeister! Hannes Hausmann hatte sich eigentlich schon oft darüber gewundert, bah der Bürgermeister nicht schon längst daS alte Haus, den grauen Steinklumpen, hatte abreih«) und ein schmuckes Schlötzchm blnfteHen lassen, weiß und luftig mit blitzenden Fenstern und blumenbestellten Dalkonen, wie es die .Häären" an der ganzen Mosel sich bauten, feit der Reichtum wie ein goldener Strom das Moselland überflutete, als Gegengabe für jenen anderen goldenen Strom, der in den Fässern mit Rebensaft in die Welt da drautzen hinau-ging.
In die Welt, von der Hannes Hausmann nur einem ganz unbestimmten Begrtfs hatte, die für ihn erfüllt war mit blassen Marschen, die viel za .wenig ‘3Seltö am Leib" hatten, zu wenig Rot auf ihren Packen, und zu wenig Glanz in ihren
den. Don Weizen wurde au-ländische Ware eher billiger als einheimische angeboten Für Wehl herrschte aber eine gedrückte Stimmung. Roggen tonnte nicht durchweg glatt abgesetzt werden. Gerste hatte ruhiges Geschäft In Hafer zeigte sich namenttich aus Zweiter Hand Angebot. Da» Geschäft blieb beschrankt, da die Käufer die geforderten Preise nicht bewilligen wollten. Mai» stellte sich etwas höher infolge anziehender ausländischer Rotierungen.
Vüchertisch.
— LevnhardRaga^, DerKampfu« da-ReichGottesinBlumhardtD iter und Sohn und weiter. Rotapfel-Verlag Grlenbach-Zürich, München und Leipzig. — Da» Buch will, wie der Verfasser in der Einlettung sagt, revolutionär wirken. J3r stellt das Christentum, wie es jetzt erscheint, in einen Gegensatz zu dem, was es eigentlich sein soll: das Reich GotteS. Letzteres hat m den beiden Blumhardt eine Darstellung gesunden, die uns erst recht verständlich machen soll, was Jesus für die Menschheit bedeutet. Rachdrücklich betont Blumhardt (Sohn), datz man nicht blotz auf einen Sieg über den Feind im Jenseits hoffen und dahin arbeiten soll, sondern auch im Diesseits. Die Entwrcklung der christlichen Kirche, wie sie sich in den verschiedenen Formen des Christentums gestattet hat, ist nach Dlumharcht (Vater und Sohns leine gradlinige Fortsetzung des Werkes Christi, sondern eine rudläuftge, eine Entartung. Sie müsste nach Gottes Absicht und Willen schon längst ganz andere herrliche Veränderungen in der Menschenwrlt gezeitigt haben. Die Gedanken, die der Verfasser in eigenen Betrachtungen und Auszügen sBlumhardt-Worte) aus Blumhardts Werken auSführt, find zwar oft originell und reizen zum Rachdenken, fordern aber auch vielfach zum Widerspruch heraus.
(In einem Teil der Auslage wiederholt.»
Di« amerik-mischen Forderungen an Deutschland.
Paris. 10. April. (WTD) Sine Rach» richtenagentur meldet aus Washington, in offiziellen Kreisen werde erklärt, d-ast dic amerikanische Regierung von Deutschland ungefähr
1 1 87 736 000 Dollar als Kriegsentschädigung und als Kompensation für die während der Feindseligkeiten verursachten Schäden verlangen werde. Die Entschädigung für die Versenkung der „öufitania" sei dabei einbegriffen. Dem deutschen Vertreter in Washington und der K.i^gzschuldmkommi^fion fei die'e Forderung notifiziert worden.
Englische Pläne.
ßonbon, 10. April. (WTD.) Der politisch« Berichterstatter des „Gvening Standard" schreibt, die Ansicht verstärke sich, dah der Versuch unternommen werde, eine gemeinsame Front gegenüber Deutschland unter den vier Mächten herzustellen. Wie verlaute, werde Donar Law, nachdem jetzt daS Parlament wieder zusammengetreten ist, nicht mehr lange eine wichtige Erklärung über die Versuche zur Förderung einer gemeinsamen Politik bezüglich der deutschen Äeparatione-t verzögern. GS werde allgemein angenommen, dgh dieser Schritt erfolge, um unter den vier Alliierten eine endgültige Reihe von Vorschlägen und Forderungen zu vereinbaren, die der deutschen Regierung vor» gelegt werden sollen, sobald der Augenblick dafür geeignet gehalten werde. Es sei jedoch nicht klar, ob eine sofortige Zusammenkunft Großbritannien-, Frankreichs, Belgiens und Italiens stattfindea könne, obwohl der Boden dafür allmählich vor» bereitet werde
Verhaftung von Nationalsozialisten in Bad«.
Freiburg (Breisgau), 10.April.(WTB.) Gine Ortsgruppe der in Baden verbotenen Nationalsozialistischen Partei sollte in den Ostertagen in Freiburg gegründet werden. Der Polizeidirektivn ist eS jedoch gelungen, die Gründer und deren kleinen Anhang sestzustetten. bevor die Bewegung größere Ausdehnung gefunden hatte. Auf Grund sofort vorgenommener Haussuchungen, die belastendes Material ergaben, wurden die Hauptbeteil gten verhaftet und wegen Vergehens gegen daS Gesetz -um Schutze der Republik dem Richter vvrgeführt. Die Untersuchung ist noch im Gange.
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Augen: Menschen, wie die zwei da vor ihm, die in seiner Sprache rodeten und die er doch nicht verstand, die manchmal noch spät in der Rächt am Staad herumschweiften, trenn andere Christen- menfchen längst schliefen, ihn aus seinem Bett auf störten zum wiederholen, und des Morgen» schon tn aller HerrgottSfrüh von der anderen Seite kamen. Der junge Herr in dem roeihen Anzug — Hannes Hausmann muhte sich heimlich wundem, wieviel weihe Anzüge der wohl hatte, alle Tage einen frischen — war das wohl auch nicht gewohnt, er gähnte. And während er ein bißchen ängstlich in dem flachen schaukelnden Kahn sah — Hannes Hausmann fließ die Stange mal fest in das Kraul hinein, datz er gehörig schwankte und der feine Herr sich besorgt festhielt —, sagte er auch schon: .Eigentlich eine Kateridee von dir,Eva. mich so früh aufzustöbem! Ich hasse Frühparüsn."
Sie lackste hell auf. »Strenge Verordnung des Arztes, mein Junge! Früh aufstehen sollst du. um deine Rerven zu kräftigen. Und barm, ist's nicht wundervoll, so früh am Morgen? Wie der Rebel tn Schwaden über das Wasser zieht, fällt und steigt, wie er Vorhänge wirft über ble Ufer und wieder zurückzieht . . . sieh nur, gerad' jetzt kommt das Dorf und die weihe Kirche zum Vorschein. älnb wie doch alles so gar nicht aufregend wirkt, nicht überwältigend wie das Hochgebirge, nur beruhigend und sänftigend . . . gerade wie die grüne Mosel so leise flieht und nur ganz sanft manchmal gluckt und feine geheimnisvollen Tiefer hegt, wie die Bergseen, das ist doch alles fc ruhevoll und. . .“
Er brummte verdrießlich »Du bist eine Dichterin, Eva. Aber das alles Bann mich nicht damit versöhnen, dast es ein weltverlovener Winkel ist, dast mein Bett hart ist und knarrt, und ich eine Viertelstunde nach dem Badehaus laufen nuft.“
(Fortsetzung folgt)


