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Pt. (59 Streitet Blatt

Frankreich unb feine Mttglüubiger.

tu Mr kenntnisreicher unb Rüger amert- iaiHf*« Vteffcnci tretet Herr Alle» Bouton, qat Der wenigen Tagen eine Sch. IN gegen einigt 'rmcrltinffdte Publizisten neröfstnUicht, In ber er <t»nung«lt># gegen gewillt Borurteile unb ticqen- Jen mrotht 'Selon ber* einbnirf«ne[l auf ben .rmeriLuffschen ®cM>i|t«mann bürfttn bic Be- .ia4)tungen lein, bic Herr Bouton über bk Rücksichten anftefft. weiche bte ®Iäublget- natlonen untcr'lnanber nebenen munten, bte aber von Frankreich bisher In gröbftrr Weift tn l ha 4> t r I mrrben Imbl TMtHvnb ble Pariser Politiker erflären, fit könnten für bic runb 16 TMIftarbcn Golbmark, bk Frankreich an Bmcrtta schuldet. nicht einmal Finson #abkn. hat Frankreich bem polnischen Freund 400 Millionen Franken geficben. bte es natürlich nie jrurüd- erhalten Wirb Frorckrcich führt allo feine Politik ,ui Umtlammeiunq Deutlchtandt unb «ur Ein- txileibung gary. Europa« in einen großen Iran- zssisch-weftNatr4schen Teuft genau genommen mit oe oielbe. welches cs feinen (Gläubigern. Ame­rika unb Engkmb zahlen mühte 7lod> viel AQnl- tchei aber banbelt Frankreich gegenüber feinen UtlglänMgern b b gegenüber ben Staaten, weiche neben Frankreich unb 'Belgien Anspruch auf deutsche 'Reparatlontyibiimgcn haben Potn- car* bekennt sich offen zu bem Sa», bah ihm Eroberungen lieber feien, al« Gelb unb Repara­tionen Eroberungen finb etwa«, toa« natürlich allein Frankreich zugute kommen kann, bic ®läa- higertMereffen ber a oberen Herba nMmäd>,e aber schwer toäbtot Die Dalsoche. bah Frankreich unb "Belgien bte Ruhrbcsetzang auf eigene Fault unternahmen, betrxnft bah man in Pari« unb "Brüffd bic (Gläubigerrcxfile ber Berbünbeten un­gestraft mit Jähen treten gn können glaubt

Frankreich Hut nicht immer auf bem 6tanbmmft gestanden, bab eine einzelne ®läu- big erwacht ba« Recht habe, nach eigenem Er- melfen ben Schuldner zu erefutieren 3m Sommer 1619 lieb Rumänien Truppen in Ungarn ein rüden, ba Ungarn mit ber Erfüllung feiner HnamieOen Bcrpflichtungcn «genüber Rumänien Ui BMffoeb geraten toar Damals erlichen die Mitunterzeichner de« Fi iebeneve.tiage« zu Tria- non eine Pr otestnote an Rumänien, in ber erklärt ttnirbe, bab keine alliierte Macht den Umstand der Grenznachdarschaft zu einem Schuld­ner benutzen dürfe, um sich auf eigene Hand bezahlt z» machen Rumänien hat damals der Forderung bet alliierten Mäcks» der sich auch Fra ikreich angeschfofsen hatte , nachgeben und .feine Konfiskation ungarischen Eigentarns rückgängig machen müllen "Die steht es aber setzt mit Frankreich unbBelgien gegenüber ben anderen "BerbandsmSchtcn 7 Selbst trenn ber "Be- IdXuh ber Parlier Konferenz mm 2 Oahuar. Ui welchem Deutschlands .awichtliche Richkrfüi- tnng' feftgelegt würbe, den Hatfachen entspräche, hätten Frankreich unb "Belgien kein Recht, ohne bte Zustimmung unb gar gegen ben aus­drücklichen Munich ihrer Mitgläubiger deutsche Finanz- unb Wirtschaft sau eilen zu beschlagnah­men Die "Boutonsche Schrist zitiert zur Erflärung für bte offenkundige Disharmonie zwischen dem damaligen Bor geben Rumäniens unb der heutigen Praxis A«nckreichs und "Belgien« ein Dori de« Philosophen Spinoza .Die Rechte einer Ration stehen hn direkten Verhältnis zu ihrer Macht ' Wenn Frankreich und "Belgien sich .das Recht"' cur "Beleimna brl Inbrgehi<H«>4 unb damit jdr benxilMcn Schädigung ihrer Mltgläublzer nehmen formten, während Rumänien damals aus triefe« .Recht' ve^ichien muhte, fo erklärt sich da« nur dadurch da st gegen da« Mtllioncnheer ber Franzosen unb "Belgier, gegen die Unterfeeboote unb Flugzeuge unbgegen Mc Skrupellosigkeit ter Po.ncarelchei Politik die anderen R.parationsmäche nicht au|- kommen könne -r wenigitens ntch'. solange fie sich kommen firimen - Uv. igstens nicht, solange sie sich nicht zu gemeinsamem, tatfräftlgcm

Jur Geldentwertung im geltenden Recht.

Die trotz aller Mafmahmen stetig fort schrei- fände Geldentwertung fmbet im geltenden Recht naturgemäß ihren Ausdruck In bovo<lier Form In der Gesetzg« düng und in der Recht - sprochu n g

Mas bte Gesetzgebung, insbesondere die deS Steucrrecht« anlangt, fo kann theoretisch di: Geldentwertung b.rüdfittigt werde.' durch eine generelle Abhilfe. b h durch Ausschaltung des Dcldsitwcrtungssaktors ein für allemal unb durch Linlatz eine« nicht der Entwertung unt rworienen Zahlungsmittels Solang: aber bic R-ichsregie- rung den ihr gewordenen Auftrag, .das Pro­blem der Schaffung einer stabilen Werteinheit -richt bfoh für die SieuergektzgLbung. sondern für da« ganze Wirtschaftsleben einer Prüfung zu jnterjieben". m a W eine stabile Dertcinhert zu schaffen, nicht gelöst hat, ist dieser Weg nicht gangbar Daher derlügt der Gesetzgeber auf an­bei« Welse ber Markentirertung Relnung zu itag<m Das geschieht durch spezielle Avhilfe, d h durch eine non Zeit zu Zeit e-solgende Be­ni,ton der einzelnen Gesetze. burt Abänderung ber hierin norkommenden Geldbetiäg-, durch Er­höhung der Gebühren unb Tarife Dieses Mittel zur Anpassung der Gesetze an den jeweiligen Stand de« Marftvertes ist natürlich unvollkom­men. ba e« nur bte verflossene Zeit berücksichtigen (arm unb für bte Zukunft keine Abhilfe schafft Zudem wird durch die dadurch fortgesetzt erfor- berllchen ErgänzungS- bzw Abänderungsgcffeyc

Siebener Anzeiger (Scticral-Aozeigcr für Vberhcssen) vienriag, tz. Zaft >923

unb -Verordnungen bte Uederfichl über den je­weiligen Rechtszustand für ben Praktiker lehr erschwert unb bem Laien säst unmöglich Sieht man j "B. bte Im letzten "Vierteljahr erschienenen Rcichsgesetzblätter durch so wird man nicht we­niger als etwa 63 derartige Deiche und "Berorb- mmgen finben 3ebe neue Rümmer bes RGBl, bringt neue Aenoerungen

2^">d<ri "Bvbeulung komm, einer Reiyc von "Betorbnungen zu. ble bi< Bcrhältnissc des be­setzten und de« Einbrud)«gebiete« dadurch berück­sichtigen. dak bei in blckii Geb-etsteff m des Reiche« herrschender Im "Berbältnis »um übrigen Reichsgebiete weitaus gröberen Teuer mz vor­zugsweise Rechnung gctmg.n wird So bildet > "B tm Gebiet de. A.ige,(eilten- und Unfall. .-rlich> rung ein Einkommen von 18030 30) Ml jährlich die Grenze, bis zu welche bte B.r>ichcrung clligatorlfd) ist Das gilt grutb'ützlih Für das belebte unb ba« Emdruchsgeälet ist lek aber aus 24 000 000 "BH ei höhl (BO 9 t- unb 16 6 1923 I In anberei Weik wirkt die Gebenlw.rtung bei .kleinen "Beträgen Schon längst ii itz bed u e >d Wir.schrftsorau.ris.riio.re> tau uteigc_,amen, Psennigi eträge nicht mehr in Rech um i au fie len Drei neuere Beto ibn jagen der B-id, »iCgt: ung geben bielem Debanken auf 'pc-. elfen Gebieten Raum Geldleistungen, g.ldjulfcet aut Grund 'n Sieuergefetzen. werden abgerundet <BD 31 3 231 3m Rechismitlest erfahren nah der Reichsabqa- benortnung findet, wenn gewisse Dr.nzen iane- getaltcn finb. eine Rostenfestfetzung überhaupt nicht statt ("BO 19 4 23) Klein.- 5000 Mk nicht übersteigende, im Reich ffchu dbuch eingetra­gene Fordeiungen werden beseitigt (BO 19 5. 23) Aus bei Fülle ber übrig.> .0",lb?ntaxi1una6- geteye i allg S sei hier nm t.tngewiefen auf da« .Gcktz zur weiteren Jn vlung bc. Ge­richte" (D 27 3 23). das tedoch nur für furie Zen - eine Entlastung der oberen Berichte herbeiführte Ferner auf die ."BO zur Abänbe- nmg von Geldbeträgen im Bewerb ae ichts- und Aaufmannsgerichtsgcsetz" <v 16 6 23) <in Äialt seit 27 6 23). welche die Urteile dieser Gerichte H« zu einer Streitwert he von 1 500 030 Mk Io,ort rechtskräftig und nollltrerfbar werden Iaht Endlich fei in diesem .Zusammen,>ang noch das k genannte .Rotgeleh ba« .Ge'ev über die Bc- i-ücffid-dguiig ber Gelbenlwcrtu.ig in t e t Steuer- gekhen" (o 20 3 23) erwähnt welche) u a. die Markversch'echterung bei den Tarifen unb "Besreiimgsvrr'ch iften )A t I) "Berrertunq#Dor- ldriften lArt II) und bei ber Sterte- Zahlung <Art III) berücksichtigt.

In ganz anderer W-ife al« bet Gelevqeber ist ber Richter in der Lage die MiK-ntivertunq au Ecrüdllitfiaen Das bürgerliche R -cht gibt ihm grundsätzlich in den tztj 157. 242 TT B hier­zu die Macht indem es bestimmt, r-.t*- "Bciträgi nach Treu und Glaub.n mit Rockstcht a.ts die "Berkehrsfitte auA:ufe.icu sind 21uch 5; 133 T-V"B sann, wiewohl es noch nicht «elchehen ist. nut-brin- gend beranq.-ogen werden ba hierin f>.-itlmmt wirb, baf", eine Willenserklärung nib" nach dem fuchstäbliche- Sinne deS Ausdrucks, fonbern nach dem .oitkitchen Willen" d.s Lrklätenben au«.u- legen ist Denn auch in btJcr "Dem,ntnunq zeigt sich der allgemeine Drunda >mke des Gesetzes, wenn auch in anderer Formulierung wie e in ben beiden erstgenannten Pnragtapcen benwr- tritt Anberersei.S aber Ist es insbelonder - dann, wenn etwa "B.iträg:, die u>r Abfindung irgend­welcher D.ldan'vrüch: geschloffen sind, aufg.'öobtm b?.w abqeänbert werden, driitqend etio.derli-ch dak. hierbei nicht nur die .wirtschaftlich " Lage der Drteiliqten aufs genaueste geprüft .r-irb, fon- bem bah das urteilend: Getich" fich über die ge­samten Jo tilen" Folgen für alle "Beteiligte klar wird TBi« nürt es wenn dm ch die Au,- hebung z. "B eine.* Alim nten-Abfi idunqsrvtlra- ge« (die sich wenn m Haupt aus , chllichen, nur aus rein familienrechstit i T. ri'ii.tg-n heraus legründen läfl) zwar der äl,.t:ri)altSbeiech.igtc geschützt zugleich aber die soziale Stellung des Berpslichieten derart erlchüttert wird, fcah er (eine soziale, unb damit au ch meilt se.ne wirt­schaftliche Triften» nicht mehr aufrecht erhallen kann? Dctm in einem t.pirtig.a Fall fc.'ubc nicht allein bic Griitenz deS "B.ipflichteten . -machtet, sondern auch der "Brrochtig,.- hätte nicht mehr die Möglich'eit die "B.-ft.-bigung feiner Ansprüche von dem "Berpflich'ct.n zu erlangen

Roch schwieriger sind die F'lle dann, wenn "Berträgc erst zu einer Zett g.'sch"offen wurden, in denen r-on einer .F.-stwäbrung"" keine Rede mehr sein konnte, allo ?u einer Zeit, wo jeder Lmsichtige mit weiterer Steigeiung aller Pi eise rechnen mukte Wird bn Lieferant, der au3 irgendeinem Grunde ni .se tem Preise" abqelchlOl- fen hat. auf diesen Preis beschränkt lein? Wie, wenn er dazu noch mit seiner Leistung In Verzug gerät? Schon Warneyer hat 1922 in s.iner Sch,-ft .Geldentwertung und "Bertragsersüllung" Unter- scheidungen nach dem Mak,: und Trabe ber Geldentwertung befürwortet Zwei neuere Urteile des Kammergerichtes vom II Mai 1923 und lc8 Oberlandesge richt« Darm­stadt vom 29 Mai 1923 berücksichtigen gerade Datumstände dle'er Bit Da« Kammrrgericht häll kie Terücksichtigung d«r Gelte iltreitung für bic Deldgegcnlcistung des Sachl istungsaläubig r« fw, Tei'ug ces Sachlchuldnei« ;,u bJjet Gunsten ohne treuere« für geboten, da di: b.rderfeiligen Lei­stungen gemätz §§ 157 , 242 DDB in einem sich z.itsrrechenden Berhältni« steh:n müh'.cn. Dieser Snisck.eikung kann in ihrer grund'ätzlichen All- grm^intJt nicht bagetizlcn w.rten, da he peaktisch eine Berzugsprimi: yignniten de« läu- mlgcn Sachsch-ucners Ecb.ntet Denn mag dieser auch zu .festem" Preis abgesch'olse r habe i. mag auch seihst eine destimmte Liof.-ririst vercinban

worden sein, gleichwohl träfe ihn kaum Rachteff. tremi er iich an blek Beitraas Bestimmungen nicht bäh, immer könnte er sich au, die Gelbenuoertung stützen unb Erhdhung ber Gelbgege rlelstung »ör­tern Da« Doimstädter Oberlandesge.tcht ent- scheidei daher auch vorltch'.tger Es geh: davon au«, bah ber Sachlchuldner bte Erichverung ,einer Sachleistung durch die infolge seine» Berzug« In Xli lung getretene Geloenrw>ertung ma>t geltend machen kann Anders.its aber de der S.»ch- kiftung«gläubiger aus btekr Entirci ting dar n einen ."Borte,l"7 »iehen. wenn er b:rech:!gi wäre, Mc In ihrem Geldwert erhöhte Sachl'istunz gegen Hingabe ter In ihrem Geldwert gelrini nun G.ld- grgenleistung zu empioneen Die'-r Bon i nun mühe nach bem (Kmä* §§ 157. 242 BGB g:- f enen .bistigen Ausgleich" zw'ten b- r b-ib: - l..itigcn Leistungen auch tm Falle des B:r\uqf« 'ugunllen bc« Sachtchuldners herückllchif -rer- ten denn Ber>ug-folqe fei lediglich die ba*- ber S eimigen der infolge seines Bcnuaei cnlilanbeae Schtden treff.- Bl nr wirb aber dies: an sich Werst ! cnründetc Gnttch idung noch weif' ein'! et ,r müllen und 'UAtr badingehend. bah man rom ©-a'J Rner ben 3lachr iS verlang', b : « ohne I.. Brr schulden, etwa aus betriebst, chnllchn Giünrc r. mit ktner Leistung tm' : mb b'.lcb lern c- erfch lnt nicht angängig bah man einem fc ung-b. i.chtigien, IchulbIv > cn G äubigei t l.ifgib- vo> Borteilen irgend,' :ld>-r Art imunflen re - fchuldha 11en. l;titunq«?cr- pslichlete.r Dck uldn:r« «umutd Rian wird um Io vorsichtiger mit ber Berücksich­tigung der Geldentu-crirrng .'iigunffra des Lckullner« sein muffen rl« da« Reichsg:richt welchen wirtschaftspolitischen Erwägung." in wei­tem Umfang Rechnung trägt, gerat*.- hier dn Stondt nnki cinnimmt. dak der Schuldne- - selbst in den Fällen, in denen ein "Betrug nicht vvrllegt

sich au* die Geldentwertung nicht bcrul-n kann, wenn .die "Bcrhältnissc unsitzer lag n und mit weiteren Stergerungen gerechnet meröen rnuktr . einerlet .ob da« Matz unb ix Grad ber weiteren Preissteigerungen mir Ile tallätz- l.ch eingrtreten lind, vorausgel.hen werden konnte l^ur Woch 1922. 1723 Br 5. vgl auch 3iir Woch 1923 288 Br 6.) Ein ander-r Ei unb zur Borlich! liegt tn der auhcrorbentlidi schweren Berechnung der Höh: der .Borteile", die N*m GeltI-istungsschuld er unter Umftänten rufallm r ."'ilc IT lt.-r Blahita/ kll taang.lcat werden ? A i eCnb.-rU fer kann eine allaemern gül l ,c Borm t.etcn Auch bic Erhöhung d « Cinlomm?n4 in i .cht ohne weitere« enttch-idmd hn ff>- wie \ B ter Beamten, d.kanntlich mit der B.-rtcucrung irr Aoflcn ber L d.nsh-'Itnng nicht imm r,>l i ben Schritt hält Auch die Frage der Bew:is!ast ist fui biete Berechnung von "Bedeutung Traf der Sachlchuldner die Beweiölast balür. b.rh Vnt Eläub.gcr .Bort.ilc" tn b stimmtet Höh: erwach­ten uürden? Oder muh der Gläubig't wenn er Lieleruirg zum allen Preik fordert betreffen, bah e. tmen .Bartell' selbst tn diesem Falk ntchi >iebt? Oder toll ba« Gericht e« a-XTUO et boito, nach billigem Ermessen, die Hohe der .Bortcik" bestimmen ' Da« OLD Darmstadt hat dies- Fra­gen nicht angeschnitten, braucht: es auch nicht, treff im speziellen Fall der zur Geldleistung Bcr- pflichlete au« freien Stücken eine höhere Summe angeboten hatte, über weiche da« Geiicht nur unbedeutend hinausginq

Hier und in anderen Fällen Im Ge­biet bei Gelbe ni weichung, auf die au« Baumgrünten nicht weiter eingegangen werden ',!><» enräyni i.t nur bic Forderung nach bem Lckutz bei Hypoth keng'äubiger! - stehen Recht- 11-1 c d ung unb Rechi-lehte vor ben schwie- t.g' cn 5 agen S't muffen, bi kaum eine en'f-hci- dende Hille durch den Geietzgebcr zu erwarten ist. von jenen gelöst w n den "Der von ben G-e- rich'en unb bet Wtsseii'chaff dng '"f "agenc Weg scheint zu einer tu .Untere,len allieitig befrie- tigenben Lösung zu führen Dr A

Giehener Waldbühne.

Penthefilia-

Etn Trauerspiel von Heinrich von Rietst Fast ein Zahthundert hat e« gebraucht, bis Heinrich von Kleist die Bnreterunag sand, die ihm von seinen Ze.tgen.osseu versagt ward- Und lech gehört er auch heute noch zu bet Dichtern, bereu Werke nur selten auf die Bühn- kommen 11« liegt daran, bah Älefft feine Dramen den Bedürfnilfen und Eilorbemlffen ber Bühn? we­niger anpah'.e als andere, bah - mit anderen Worten - seine Stücke schwer ausführbar sind So lab man mit einigem Befremden dem Bor­haben Gtrst-ner Kunstfreund' entgegen die Kleist« .Penthefilia" auf ter "Waldbühne ouffühien woll­ten &3 tft hier nicht bei Ort. über das Stück zu Deitchl zu sitzen und den Streit der Meinungen über bas. wa« Altift wollte, neu zu e nl-ich n Das eine stehl fest, bah Kleists bramutifche Äraft und Eigenart gerade in ber .Penthesclia" am stärksten hervvrliill. bah also gerade diele« Drama ter Ausführung besondere Schwierigl- l-n macht. Man Hal es verschiebenillch bearbeitet, lür die Bühne zurechlgestuht

Der Buffübrung am Sormlag abend war die wirklich Kle.st'ch: 5affar.g zugrunde gvleji. Das fonntc deswegen gelchsb-n. weil die "Waldbühne gegenüber der Dheateibühne einen Borteil voraus hat. eben bte Qlaturbübne Der (Xb'ilität des £d aaplatzes kommt dir "Batur aufs beste eitqegcn. Du Einheit de« Orlc« kann ohne Stömng druch- geiübrt werden, man macht sich nich's dar.ius, last die Amazonen auf demselben Schnplatz ?r- fchei >cn. auf dem eben noch Odhffeu« de.i Befehl Agamemnon« enigeqknnahm Dieer Bo.I ! ist durchaus nicht rein äasterlich. und szenisch, 'on-

beni von wekntlichem Wer) 'ür bic ganze Ge­staltung der Aufführung Unb doch ist ba« Be­denken, das man bc- Aufführung entgegensetzte, durchaus reillänblld) 3M>b es DIielanlen ge­lingen. wirllich Älefft zu füllten ihn uns näher zu bringen, oder werden sie de Zuschauer ver­ärgern uns von Älefft abfiohcn ? Da« war bic Frage Bun. man darf enreulicherweffe Jeff- stellen, bah bte Brsurchtungen natycau unbegründet waren

Darum nut natze.zu? Da« lag nicht an ben Darstellern, die die örT-artungen meist überträfet lieb, ringend war bk Pe rthesllia ' 111eSpeck­st a r b I s. an beici pststlilch- u.id pltzchifche Xroft beknie..* h h BivaibcLungen gestellt wurden fic t-il ffc r.-i.lr« erfüllt; heroisch u:ib .iaU>, Ama­zone unb doch Weil- wa ihre Penthefllia. s' nie c* ber Dichter woille. Mnb bc ihrer Führung anocrtiautcn Avm-onen sie cichnete auch, n-cnigficn« teiltrcffe, für bic ®u< (leitung aU veranta-ortlich traten fo gelchiaffen auf. zeigten ein so Icb.nbigf« C.vcL wie man es von Ama­teure nur crwnrlcn bar, 3iT#be!onbeie bot F r i c bc l L c r ch als Prothoe eine mustergültige veist-ing. vor allem in der Achili-S^ne. Beben ihr kam nur noch bic wardtg-erhabcnc Ober- P, iesterin i® i < e I a Horst- rech! zur CbeltuiM $ ic i'bilge.i Amazonen ver fch.vanben. aber burch- au* nicht In bötem S.nn Sie bildeten ben allezeit leber.i.'-ijen 5iranz von dem sich eben bis drei Hiudtcharakteien in q mz natürlicher "Delle IM- töltcii. d ie di - Roler au« dem Blumenkranz. Da« Spiel de, Griechen er<d> :n b.-m gegenüber nvniger qeschtLlfen. ueniger ernheillich. Vieltelch» deshalb nxil Dr H Älina seinen Partnern r.ch rrbei-iich überlegen war Er sa.tb immer ben richtigen Don. Ic.n Mienenspiel verriet, baft er nicht ben 2lchrll spielte, sondern bah er Achill war. bab et bic Rolle geistig verarbeitet und ersaht t-nhe. Gerade In dr. Büinff war ihm auch Dr W W a m I e r nicht gewachsen, ber aber sooft kir.cn Obtjll.u« recht sympathisch gab, und besten Spiel absolut betrachtet |ebei £tob oerbtent. Di<- übrigen mögen a u« der Richt er wäbnuZ« ta nrchl Id^Iic,xn. bah sie etwa nicht ihr MbgllchftaA getan hätten, auch vor ihnen alle Hochochtrm<«! Aber ich kann bxh nich" alle 40 ober mehr Dar- heller mit Re.men nennen Schon die Tatsache, bah 40 Dilletanten ein.- einheitliche Aufführung z.uftanbc bringen, ist für sie unb bte Sptelteitung bic höchste Bn'ttcnnunn

.Ihren allen gebührt ber Dank dafür. ba& fie den Berlach mochten, die Giehener wieder einmal an einen unserer bri.-n Dramatiker zu ermner*. ter leider immc; mehr der B.rgessenhetl anheiw zu lallen ich i.tl Un5 bth dieser "versuch gelungen ist, muh hier dopvell unlerstr rche.r werden wer» i <a. Denn unb b.imit komme ich auf die oben g.iiciltf .yiagc zurück ieidrr sand die Auffüch» uing »ich: da« nötige Berftlnbnt« bei einent ecil bes Pustlil.rms Glicht etwe, bah ber "Besuch schlecht gciLck'i wäre, im Gegenteil, bic TBaQ>» bühne hat tr ohl selten sooi.Ie Gäste geschoo. (Aber was Laben denn Kinder bei einer 3afe fütrung der .Pemhelilia" zu tun?) ©bleiern roch cntflgcli. nten Zuschauern tu< es weh, wenn bei ko tiauiigc.i Szenen, wie ber Rampfszene.^aelacht n iib De.r A.r!ah dazu geben nickt ble Darftell« 5 iefer Borfall unb bei mangelnde Beifall zeigte mit erfch.eckender Deutilchkert bte Gefchmarttv«- iivung der heutigen Zeit Za, wenn« eine 0pw rette gcaelen wäre, aber cs tpar ja nur ein Trauerspiel! Videant consulester.

fSo.iöel.

Bte Rcick-1bank Enbe 3xxL

Berlin, 9 Zuii. Die Jnansprnch- nähme ber Reiche Hank, die sich angtsichM des HalbjahreSwech < bereits in den Borwocheo lelrächilich verchärit hatte, zeigt In ber testen Zuniwochc eine neue beispiellose ©tei­ge i ung Bad) bem Bankausweis vom 30 Jiuck wucks bte gesamte K;. "alanlagc um nicht toeni- ger als 6527.4 Mtllra.ben Mark auf 2 5 4 4 12 Mi lliarden Mark, sie hat sich innerhalb ter letztem vier Wochen mehr al« ver­doppelt. 3m einzelnen sv. gen die Bestände an ti«ü>nticrtcn Reichesryrtzanweisungen tn der Be» r ichiswrche um 5440 Mrlliar den auf 18 3.38j Mil­itär den Mark, dre Wech'elbeltänbe um 1000 4 auf 6-'<14.2 Milliarden Mark unb bic Lombardsord»« vungen um 86,8 aus 1^8.5 Milliarden Mark. Aus ter anderen Seite erfuhren die fremden Gelder ter Bank eine Zunahme um 2538,3 auf 9862,7 Milliarden Mark

Der von der Bank zu befriedigende Bedarf a« Zahlungsmitteln zeigte nie zuvor erreichte Zistern Der Banlnotcnumlau, schwoll nämlich um 41^9.3 auf 1 7 2 9 1,1 Milliarde» Bla, T an Der flmsa,'' on Dar!ehe77rkassenschelliMi änderte sich unwesentlich, er belief sich am Mp- mitsschluh nach einem Rückgang um 17 Millionen Blarl auf 12,2 BliIlia ben Mark

Aus den im Auslande hinterlegten Xdl be« Golbbestande« ter Bank wurde ein neue« Darlehn in Höhe von 40 Millionen Eotbmad auf- gniemmen. das Golbdepol. soweit e« unbelaftel ist, Derminbcrlc sich damit auf 140 Million« ©clbmart Der Goldlalsenbestanb der Re ich« bank blieb unverändert. Die Bestände an Blünzen au« unedlem Metall vermehrten sich um 0.4 Milliar­den Mark auf 19,2 Milliarden Mark

Die Da dehn Skai len des Reichs wurden bt bet »Dericht«Woche mit 480,9 Milliarden Mark ne» in Anspruch genommen temgemäh erstähle sich der Darlchnsbcstand auf 2879.2 Milliarden Biart Dr die Darlehnskasfen einen dieser Zunahme eit- sprechenden Betrag an Darlehn«kalkenscheinen an die RelchSbank ablicferten, lind die Bestände ber Bank an solchen Scheinen auf 2888,8 BTffTkrrbei Mark gestiegen

Warum benutzt die Hausfrau $eurio!

Ö>tU ßt dadard) die Itbeeedauer ihrer Wäsche verlängert, denn $enrio tzanshaltfeife enthält S0°/° Zett, greift also die Wäsche nicht an an» ist im Sehratsch viel fharfatner als sternfeif».

Dereimgtt Süftnfabnftn Stuttgart

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