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173. Jahrgang

Mittwoch, 8. August 1923

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Gberhessen

ünd iw*l>tTlej: vrShl'sch« U»k>ersskLi5 v>ch- nnö SldMörederel B. tätige in Sieben. Sd)rtftiettxiifl mb 8chil»ratze 7-

Aeeahm« e»e AN»«la« fürbie lagt»nummn bi« $um Nachmittag vorher ohne |tbe verdinblichkett. Prtl« tUr 1 mm höhe für Xn|riq«no 27 mm Brette örtl 2400 Uli., onemiXrtv Z200MK., s.Reülam«. Anzeigen von 70 mm Brette lOOOOM.briPlatz. oorfchrifiÄ). . 'fl-Ldjlag. Haapilchriftteilri 3ng. Goetz Verantwortlich für Politik Aug. Lpetz, für den übrigen Itü Ernst Blamier,«in; [ür ben Anzeiqenieii nnn$ Br*, |flmilid) in <B # 31 ii

Ladenftreik.

Unter <Brr(tner Mitarbeiter schreibt uns

Ihr Mitarbeiter stand geftern mit einem mi«(änbi1<l>en Äodcgen. einem sehr drui'chsreunb- uchen Roroeger. vor bem 7'?au.'ionl4>lag. der die IVrarflaltungen de« kommenden T)erfaHung«tage« .luf/ählle Tlorgen« 9 Ubr ©lodcnläulcn, 9,30 Uhr Aufziehen bei TBadx-- mit flingenbem Spiel -sw.. :tn Feuerwerk von rtaia^bn Ucbcrral^jn- gen bi« abend« 10.20 Uhr. Schiustfeier im Lust­garten. Mein Heu tratet lächelte So mag wohl cm glückliche« Voll lein Ralionalfest begehen' Aber ihr? 3&r wollt euch mir von eur'em Ra- .onalelend ablenfen! Ma« soll der Deutsche daiouf erwidern? Sm ZeitungSverkäuler stürmte -otbei Da« Abendblatt l Der Dollar zwei Mil­lionen! Heute wird er drei Millionen au«rulen. Morgen vielleicht vier Man zuckt zu lammen wie im Äriea, wenn eine Granate vorbeilloa Sie trifft mich im Augenblick nicht Aber sie wird platzen. Und die Wirkung wird verheerend sein.

Mir gingen ein Hau« weiter Da räumte ein Ladenbesitzer gerade seine Auflage au« Dorbe- rcitung de« La den st reiksl Protest gegen die Äuchervervrdrnrngen und PreiStaselbxsstnrm in- gen! Am Donner»tag werden sämtliche Geschäfte geschlossen Rur Lebensrnittel dürfen verkauft wer­den 3uherbem soll dann bie Verkaufszeit aus sechs Stunden täglich eingeschränkt werden ®« ist kein Opfer für den Einzelhandel Die Läden, so erklären fie. werden ,a doch im Herbst und TDin- :c voraussichtlich leer stehen "Wozu Licht bren- -_-n? Die Ladenlaufleute werfen die Flinte in« _orn. .Wir werden keine neue Mare cinfaufen. Ttan verlangt ,a von uns Gold und vom Ver­braucher erhalten wir Papier!' Vekanntlich fal- iuliert die 3nbuftric und der Grosthandel n ir noch in stabilen Valuten und tatsächlich sind Fälle tx-fannt geworden wo man die Stirne hatte dem deutschen Laden in Haber zu schreiben .Wenn Sie nicht m Dollar ober Dulden bezahlen können, werden wir Sie für kreditunfähig erklären " Da­rob natürlich berechtigter Zorn Aber wollt ihr euch nicht mit dem Produzenten in dieser furcht­baren Lage vertragen? Witzt ihr, tna« e« bedeutet, wenn ihr nicht mehr eintauft? Ss bedeutet Ein- Ikellung der 3ndustrie und de« Drohhandel« we­gen Lluftragmangels, und dann erst recht end­gültigen Zusammenbruch de« Einzelhandels

Auch gegen den armen vielgeprüften Ver­braucher wird protestiert Macht doch der Seimiger Verband des Einzelhandel« hi Insera­ten für seine neuen einschränkenden Mahnahmen die .Hamfterkäufc" de« Publikum« verantwortlich Gewi st. wer so glücklich war. zu den Goldvcw- bienern zu gehören oder groste Summen zu er- spekulieren, der kaufte in den letzten Machen ein, was sich nur irgendwie auf Lager legen säht. Schon vor einem 3afrr schilderte ein Witzblatt die Gewinnler, die voll bepackt aus dem Waren­staus kommen und für den brausten sichen den t! gehärmten Mittelstand die mitleidig verächtliche Bemerkung haben Warum decken sich die guten Leute nicht ein? Heute fi(+-t sich jeder, auch der -niste Mittelständler. einzudecken, und wenn der Ohrring, der letzte Teppich und bie letzte Gold- ' röche verhallen must, um sich bie Papiermilliön­chen zum Einkauf zu vrrfchassen Die täglichen, a stünblichen Preissprünge hab-m eine noch nicht daqewefene Panik in weiten Streifen erzeugt. ,:nb gegen dieses an allem Unglück unschuldige Publikum richtet sich die Spitze des LadenstreikS!

Wäre eS nicht richtiger, sich gegen bie vvr- - üge Gold-Diktatur der Erzeuger und Groh- bdnblcr zu wenden, bi: durch ihr? Monopolmacht 'N letzter Zeit ungeheuer: Gewinne eingesteckt bi den? Man warte doch ab, bis die grast: Masse

Verbraucher wii ll ich Goldlöhne und ®olb- 'chülter errungen bat Dani erst ist c« Zeit H ben Vormarsch der neuen Goldwährnng Der -denfticif ist ein Zerium, der bekannte Plycho- I a: Pivlelsor Freud a"üib: sagen eine seelische ' <" '.ängui'g i-nsprungstcher Viotive Aul den Ve.binuch-r fdjläat mnii, und etwa« ganz andere« meint man.

Martin-, protestiert der Einzelhandel nur i gen ve ^nuil'ch: Rstbgriffe der Mucherpoltzei i:nb gegen den Pretslalelzcoang ? Ma rum klagt nicht j e Srinden der -Regierung an? Die tlaublichen Fehler der Devstenpolltlk und die j" .dK. dast das Reichsdelrzit tm August auf '20 Villivnen steigt? 3m Reichstag beginnt jetzt ' groste Ringen um bie Finarzrelorm Die Be- . ichtigungsreden, die dabei gehalten werden. *en uns Io wenig wie die Verfallungsferern 11 August von unserem Elend ablenken Sonst rwir lein.-r nicht Herr

c t i n, 7. Äug In emer Verfammlung

V ; 11 n e r Einzelhandel« wurde .e , :o> der Veschlust des HvuptauslchutteS le-'sichen rc'ba.'.bel«. wonach sämtliche De- ir.i; AuSi i.'.i;? derjenigen der LebenS- b r. ch-e .> ni D o >. n -> r s I a g g e I ch l o s l e n

.'.er., a»;enSenter sollen von : d lämtl.che : j).i ' nster au «ge-

-r'en. i::: t>-e.,u ^ze.t der Preis-

-vetorbnung re,. Ale dritte Mast-

ir? .e die lechS 't u d i; e T er Fo u f «

im Prinzip b."chloret. < I'"' i

<- n.gung. in welch: L rgerstundeit d.efe lallt. Diese Mast-iahnre-t Les Ein-elhanLelv < en begründe! mit de-t unge lügenden Versor- o möglichst' ten durch die Mastnahme.n der

- c . lrn. 7. Ang ' Dolfs ) Die Hauptgemein- iah de« deutschen Einzelhar.dels aibt bekannt

kil dem Kriege gegenüber dem Einbandel st der.de Ausnahinegeleygebung halt« zur Folge. 1 diesni giöstlenteilS leine Substanz be­it« D e r l o r Die mit dieser sorkschr eit enden -eibentwertung für den reellen Handel immer un-

erträgllcher werdenden Bestimmungen der Preis- I icvüxrei und die PreiSschilderverordnung drohen dem Einzelhandel ben letzten Rest der Substanz zu entziehen unb zwingen ihn, seine Funktion gänzlich elnzu st eilen Die Vorstellungen ber Spitzenorganisation bei ben zuständigen Re­gierungsstellen vermochten es bisher nicht für ben Einzelhandel eine gleichberechtigte Stellung inner­halb der verschiedenen Cbruppcn bei Mir fchast«- leben« zu erneichen Wegen ber Uiiniöglichkeii aus­reichender Versorgung infolge ber geschlichen -ZwangSmastnahmen fastte die Hauptgem.lnschalt be« deutschen Einzelhandel« a!« Spihenorganlsa- tion im Einvernehmen mit den Drost-Berliner Ortegmptxtn den Beschluh. in Berlin am 9 August die Geschäfte zu schliehen unb vom 10 August ab bie Verkaus«zeit zunächst auf 6 Stunben zu verkürzen Es wurde zunächst davon Abstand genommen, die erwähnten Ma st nabrn en auf die Leben«, und ölenuhmhf.-!. geschäste au«zudehnen

Berlin. 8 Aug Der Schutzverband ber DeIaillsten unb Dewerbetreiben- ben Droh-Berlin« wendet sich in einem Rundschreiben gegen bie SchIiehung ber Berliner Oadengschäl'e am Donnerstag und mahnt angesichts ber innen- und aust-npoliltschen Lage, angesichts des Heldenkampses unserer Volks­genossen am Rhein unb an ber Ruhr von ber un­einigen Demonstration abzusehen unb die Ge­schäfte offen zu halten

Berlin. 7. Aug Wie der .V.wl. Lokal­anzeiger" au« Leipzig meldet, wurde auf ber am Montag begönneren Hmvttagu.ig des Reichs- verbandeSdeutlcherKolo.iialwaren- unb LebenSmilte. Händler ctillimmig eine Entfchlief>ung angenommen, die sich schaif gegen die staatliche Preispolitik wendet und schleunigst Einstellung Les Leb^iSmittelHandels auf die Ba­st« dec Goldmarkrechnung verlangt.

NeichSwirkschaftSintiitftrr Dr. Becker über die Papiermark.

Berlin, 8 Aug Ein Berliner Spätabend- bkitl bnachte gestern die Meldung dast sich bie ReichSvegierung entschlossen habe. d>e 'Papiermark endgültig pceiszugeben ES wurde behauptet, bah die Reichsregierung alle bie Rotmahnahmcn, bie zur Stübung der Mark erlassen worden sind, aufgeben und durch die wertbeständige Anleihe nicht nur eine Anlage, sondern auch ein Zahlungs­mittel schaffen wolle. Aus eine Anfrage erklärte der Reichswi rtschaftSmrnister Dr Be cke r. dast die Reichsregierung in feiner Weise daran denke, bie Papie rma r k preiSzugeben. sie sei nn Gegenteil fest entschlossen, alles, was in ihrer Ätafi steht, zur Stützung der Mark zu tun und denke nicht daran, kste bi«hörigen Mastr.ahw.en zur Markstützung auf" Kiast zu setzen De- tabc daS Programm cin.r allgemeinen Valorisie­rung, die Schaffung einer wertbeständigen, in Pap-Clmark einzahlbaren Anleihe, die Errichtung von GolLkonten, die Erh.bung wertbeständiger Steuern, die Einführung v"n Gosdkrediten wur­den dazu beitragen, die Reichsmark als Zahlungs­mittel zu erhalten, da ei ben berechtigten Wün­schen weitester Bevölkerungskreise nach einem be­ständigen Wert nachkomm, dadurch den Devisen­markt entlaste und schliehiich wieder Ehrlichkeit in die deutsche Wirtschaft bringe

Preiskontrolle in Preußen

Berlin. 7. Aug (Wolff > Wie der amt­liche preußische Pressedienst mirteilt. weilen bei Minister für Handel unb Gewerbe unb der 3nnenminifter sowie ber Staat«fommlllar für bie VolkSernährung daraus hin. dast bie Erweite­rung ber an einigen Orten beftrlxnben R o - ticrungöfommilfionen für einen grosten Teil ber HauptlebensmiUel durch Hinzuttehung von Vertretern der Verbrau che r in bi: Wege geleitet lei Man dürfe erwarten, dast durch bie beabsichtigte Ausgestaltung her Ro!ieru"gen eine brauchbare Grundlage für die Kontrolle ber PreiSforbeiungen bee DrvsthanbelS unb ber Preise be« Einzelhanbels gewonnen werben könnte

Wichtige Besprechungen mit dem Reichskanzler.

Berlin. 7 Aug <WTB > Heule bat beim Reichskanzler eint Besprechung mit den Vorsitzenden ber Fraklw.iLi ber bürgerlichen ArbeitSgemeiii schall, ber Veieini iien sozialbemolratilchen Partei und der Deutlchnationalc.i VolkSpa. tei statt- gesunde. Der Vorfiye.ide der Bayerischen Volks­partei war noch n chi nach Berlin zuruckgekehrt Alle Anwe'enden u ncn darüber einig, dast im Mittelpunkt Cer Probleine die Aulgabe stünde, ber wetteren 3 nslatio .» unter ollen Umständen Halt zu gebt:te De Vor­schläge ber Regierung ;ur Er eichu ig dieses Zille« durch energisch-, Steuerpolitik i, Tx '.nbung mit einer groben inneren wertbeständigen Anleihe sanden grundsätzliche Zustimmung. Volle lieber- einstimmiing herrschte auch darüber, dast bie hierzu erforderlichen Ge'rtzr mit gröst ei Be chleunigung zu verab'chiedcui Izie.i. um bie rascheste Erhebung wirksamer Steuern, sowie die notwendigen Ga­rantien für die aufzulegende Dvldanleibe sicher­zustellen

Die Dollarschatzanleihe.

Berlin, 7. Aug. Die Industrie, der Handel und dl« Banken haben es über­nommen, der Reichsbank gegen Dollar- schatzanweisungen 50 Millionen Gold - mark in Devisen zur Berfügung zu stellen. Die Verhandlungen sind bi« auf

einaelne (Rriit'iv" s-

nächsten Tagen abgelchlosfen wird, zu Ende geführt. Damit Ist die aufgelegte Dvllarfchatz- ankibc unlergebracht Die Devisen werden in der Hauptsache der Beschaffung notwendiger Lebensmittel dienen, so dah insbesondere die Versorgung der Bevölkerung mit Fetten sicher- gestellt ist.

Einschränkungen des Personen- Derkehrs.

Berlin 7 Aua > WTB ) Die Rotwendig- feit. in der nächsten Zeit alle Sträflc ber Eisen­bahn für die Beförderung ber lebenswichtigsten Güter, besonder« ber Ernte, einzusetzen, toirb zu Einschränkungen de« Personenver­kehr« führen müfl.n. Der R ichsv.rkehrsminister unteisagte daher die Führung von Sonderzügen zu «rmatzigten Preisen grundlätzlich Weitere 3in- Ichrankuiigen werden nach Mphgabe der Voi- kehrslag. felgen Die Bemühungen de« Reichs- verkehiominifters können unterstützt und lästigere Mab nahmen verhütet werden, wenn sich in ber Oelfenllichkeit der Gedanke durchringt, baf) bie Zeit nicht dazu angetan ift. Feste z u feiern unb LuruSsahrten z u unter­nehmen Auch Versammlungen zu wissenschaft­lichen unb ähnlichen Zwecken lollten auf beffere Zeiten verschoben werden

Besprechungen zwischen den französischen und belgischen Ministern.

Pari«, 7 3ug (WB ) Es wird bestätigt, baf) demnächst eine Besprechung zwischen den französischen und den belgischen Mi­nistern stattsind-m soll, in ber verschiedene Fra­gen im Zusammenhang mit ber Besetzung de« Ruhrgebiets geprüft werben sollen 3m Gegensatz zu ber heutigen Meldung bes .Matin" stellt man noch fest, bah ber Zeitpunkt ber Bespre­chungen noch nicht bestimmt sei.

Pari«. 8 Aug 'WTB) Der .Matin", der gestern vormittag die unmittelbar bevor­stehende Zusammenkunft der französi­schen mit den Helgis che n Ministern mel­dete, berichtet heute vormittag, baf) die 3i- fanrmarfurtft au'geschoben sei,

Lord Cecil nnb Vraotiog bei Potncare.

Paris, 7 Aug (WTB ) Ministerpräsident Poincarö empfängt morgen .«»chmittaa ben englischen Delegier len kirn Völkerbu.rd, Coro Ro­bert Eectl, sowie den schwedischen Delegierten Braniing.

Potncare begibt sich am Sonntag tach SIenay unb Merville zur Sinweihuig eine« Kriegerdenkmal« Er wird dabei eine Rede hallen

Cin belgisches (flraubarh.

Pari«. 7 Aug <WB I Der Brüsieler Bc- richterstaNrr des .Demps" berichtet, bie be(gi- s ch e Regieru ng h<ibe beschlrslen. ein von bei 'Panier Konferenz im Januar diese« Zahres a i»- gehende« unb di« zum Monat Juli einschliehiich der letzten Tage ber interalliierten Verhandlun­gen reichende« Graubuch z u veröffent­lichen 3n Biüsiel werde erklärt, diese Derös- sentlichung sei notwendig, um den aulrichtigen Wunsch zu einer Regelung der Reparationsfrage zu zeigen.

Der Lkurz des Franken.

Paris. 7. Aug. lWTB.s Zum Stur ze des Fran ken in Aeuhvrk wird berichtet, die kommerzielle Lage könne keine Erklärung bil­den für das rasche Sinken des Franken, der auf dem Aeuhorker Mark! den tiefsten Stand feit dem Kriege erreicht habe Die Wallstreet sei einmütig der Ansicht, dah die Bewegung fast auSschliehlich auf englischen D r u-s zu- rückzusühren sei. Diese Auffassung scheine be- stätigt zu werden durch den Amstand. dast allein der belgische Franken der Kurve deS französi­schen Franken gefolgt fei. während die Lire so- zusagen unberührt geblieben sei 3n Amerika wird auch darauf hingewiesen, daß die in der vergangenen Woche von der französischen Re­gierung bei der Bank von Frankreich aufge­nommene Anleihe und die Erhöhung deS No­tenumlaufes zwar von den Agenturen gemel­det worden seien, aber in der amerikanischen Ftnanzpiesse zu keinen sensationellen Äom- mentaren Aniah gegeben hätten. Dagegen be­mühten sich die heute vormittag au« London telegraphierten und in Reuhork veröffentlich­ten Darstellungen der europäischen Finanz­lage, diese Aenderung in der Wochenbilanz der Bank von Frankreich hervorzuheben.

Die Freilassung der Geiseln.

Berlin. 7 Aug <WTB > Bekanntlich lief) die französische Regierung sowohl im Rheinland tote im Ruhr gebiet ein« g roh« Anzahl Deutscher als Geiseln seltnehmen. um dadurch die Frei- lasiung von Franzv'en zu erreichen, gegen die in Deutschland vrdenlliche Gerichesversahren wegen gewöhnlicher Straftaten schweben Di« deutsche Rrgierung fegte gegen dieses völkerrechtswidrige Verfahren m PartS unverzüglich Lerwahtung ein Di« Verhandlungen mit der fnonzöstlchen Re­gierung haben nunmehr zur Freilassung der d« uts ch« n G« if« ln geführt, wenn e« auch trotz aller Bemühungen trotzdem nicht gelungen ist. sämtliche tn btefen Zusammenhang Dem den

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Mitteln, erschein! doch die Annadm: gerc!igi. bah nunmehr keine Deutschen mehr A.r Vergeltung für die Verh-ill ina v" i Fi iizzi-fen festgeholfen werden auch ntdll mr >- i > >।an zosischem Sold« stehen, en Xcid).'a.igebäriqe.i Schuldis Deutsche.frits gesti. . I» nie* am 7.i« Verfahren .xgen k Buldi u > geg-n die sestge nommenen .Franzosen zu belchlcunigen

Eine neue Strafanbrohung Degouttes.

Pari«, 7 Aug <WB ) Aus u 1 f c l b o r 1 wirb belichtet, bah Geneial Degouite bet' Brechen von So!« beim TevLiflcn bei Ko­kereien. da» ihn für den Hochofen betrieb unbrauchbar mach!, unter D.Iblirufe- >n doppelter Höbe des Weries bei betreffenden Menge jebr-a- nidii unter t(Y> Millionr!-. '-T.b 3 c s ä N g ni « straIe bi« au 5 Zähren bim »ine dec beiden St rasen stellt Die gleiche St-, :s, I reffe jede ander« Qualität«oerminb-erung des Liokes und alle Personen, die mittelbar ober unmiticlbar da­für verantwortlich gemacht werden können Der Bahnhof Limburg von den

Franzosen besetzt.

Frankfurt a. QU.. 7 Au? 'WTB > Heute abend 6 Uhr ist der Bahnhof Limburg von den Franzosen besetz! worden Aähere Einzelheiten fehlen noch, da die Tel vhonver- btndungen vorläufig abgeschnitten sind.

Die Züge verkehren von Giehen nur bis Eschdofen

Die Ausweisungen

DuiSburg. 6. Aug. <WTB.> Am Dienstag, den 7 August, werden aus Duis­burg 1 10 Eisenbahnbedienstete mit Familien, schätzungsweise 350 bi« 400 Personen, ausgewiesen Der AbtranS- Port erfolgt in Richtung Hervest Dorsten, wo die Aussetzung erfolgt Des weiteren müssen sich am Dienstag vier Lokomotivführer zwecks Ausweisung mit Fam'lie abends 9 Ahr im DutSburger Hauptbahnhof melden.

Neuer Proteststreik in Necklinghanfe».

Esten.Ruhr. 8. Aug (WTB i Wi« bt« .Rheinisch-Westsälische Zeitung" au« Reckling­hausen meld«'. sind di« Werkstätten der Zeche Recklinghausen I. dte seit FreiUig fr ei gegeben waren, von den Franzosen heute w i» der besetzt worden Die Belegschaft über unb unter Tag ist sofort von neuem in den Streik get'-ten. W:r baS Bl^tt w. ier meldet, begannen die Franzosen n Reckst-ghrrusen mit der Be­schlagnahme von Wohnungeevrrichiungen für französisch: Eisenbahner 3n DciNein haben die Franzosen sechs Zimmer der Wohnung des Amt­mann«. ber sich augeitbl cklich mit seiner Frau im Bade befindet, beschlagnahmt französische Roheiten in ttzclsenkirchen

Essen, 7. Aug. (DTB.l Bei der Be- seyung der ReichSbank in E> elscnkir- chen spielten sich wüste Szenen ab. Die Stra- henpalsanten. die sich gerade in der Rahe der Reichsbank desanden, wurden mit Fuhtrit - len und Peitschenhieben mihhandell und weggetrieben.

Die belgischen Kultnrvertreter?

Düsseldorf, 7 Aug (Wolff i Da vom rechten Lippeufer au« aus einen belgischen Polten Schüsse abgegeben ivorden sein sollen, er- erföchte der belgische General den Düsseldorfer Polizeipräsidenten um ürenge llnte,lluchang Blätter Meldungen zufolge !,.if)t e« am Schl alle leine« Schreiben« .3ch er'nchr Sie. der unfci 3b-.er Verwaltung sv?Hemden Szeölferar.g nördlich ber Lippe zur Rcnntni« zur Äcnntnie za bringen, das) im Falle der Wiederholung solcher Vorfälle Maschinengewehre tu Tätigkeit gvietzt werden, unb irgendein bewohnter Ort ber mehr ober weniger in b»r Rälze der 6t<11c liegt, von bei au« Schütte abgegeben sinb, unter Streufeuer genommen wird "

3n Tanten sind, wie bie Blätter melden, von der belgischen Befayung«behörde Leben « m > t - t c l, die vom Roten Äiru< für bie mint*n-- bemittelte Bevölkerung zur Verfügung gestellt waren, geraubt worden 5Xrr Re-perungspr i'' dent m Dütteldorf hat dringend die unverzügl che Freigabe der Lebensrnittel geforberi

3 Milliarden Lohngeider geraubt.

Ludwigshafen. 7. Avg. kWTB.) Beim Aeberschreiten der Rheinbrücke von Mannheim nach Ludwigshafen wurden Bo- ten der Ba I) i s chen Anilin- und So- bafabtlf von den Franzosen angeholtcn, wobei ihnen drei Milliarden Mark Lohngelber abgenom.nen wurden.

(Ein interesiantes Stimmungs­merkmal der Schweiz.

Zürich 7. Aug lWolfs I Au« ben Äreiten be« V olkSbunde« für bie Unabbän- ilgfett ber Schweiz" wirb ber .Züricher ost "geichr-eben

Sollte ei dazu tonuaen. bof> linksrheini­sche Gebiete irgendwie von Deufchland ab- geiremu uztb um der Abtrennung einen mi Iberen Schein zu geben der ÄontroUe und militärischen Obhut de« Völterbunde« unterstellt würden, barer wäre für bee Schweiz ber Augen­blick gc fr armes, tc bee ste M erxeigro tlättt. ich