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01 w. ml
bi- no St K lic 19' zo
gebiet 1 075 564, tm Ueberfanbgefltet 1 923 438, auf die 8 krähen bahn 315 170 unb auf den Selbst» derbcauh unZ> Sonstige« 329 285 Kilowattstunden. Dec Betrieb-Überschuh totrb auf 4 Millionen Mark beziffert.
Die Stratzenbahn.
zusammen
111 717 99 669
116 713 121 100 152 471
112 360 125 308 143212 103 200 110 172 127 820 120 000
August Sep:ember Oktober November
Jutuat
3<L*uar
Mai
6 Millionen Mark; er wirb sich — berechnet nach den am 31. Dezember 1922 geltenden ballern. Lohnen uab Strompreisen — tm Laufe der brei ersten Monate 1923 (Cnbe beS siäbfischen Aech-
nunaSiahreS) um 9 Millionen auf 15 Millionen Mark erhöhen.
Die Glei-anlage Ift 7 Kilometer fang. Der Wagenpark besteht au3 16 Motorwagen und 5 2In- Hangewagen. 26 Wagenführer unb 15 Werk» ftättenarbeiler find im Betriebe tältg. wurden 489 273 Wagenkilometer zurückgele^t. ber Stromverbrauch belief sich auf 315170 Kilowattstunden. Besörber'. wu den 1 446 742 Personen, die Gefamt- einnahme belief sich auf 3 698 209 Mark. D eKosten deS Wagen-Kilometers werden mit 20 Mark die Einnahme auf den Wagen-Kilometer mit 7.53 Mk. auZgecvtrfen Die Ziffer ber beförderten Personen verteilt sich ajuf die einzelnen Monate deS abge- lau lenen (jabies arte folgt
Dezember _
Der Fehlbetrag in diesem NechnunaSsahre belauft sich biS 31. Dezember 1922 auf etwa
Da« Gaswerk.
Das DaSwerk litt fast da« ganze (Jabr hindurch unter Kohlenmangel 6« konnte sich daher Infolge zeitwetler Herabsetzung de« Gasdrücke« unb der Einführung von Ga-sperrstunden nicht so entfallen, wie vorgesehen war. Qlur durch Hereinnahme von 9000 Zerttner englischen Kohlen unf» Beschaffung von minderwertigen Schlammkohlen wurde e« ermöglicht, den Betrieb leiblich aufrechtzuerhalten. Die Preise bet westsalischcn GaSkohlen sind von etwa 30 Mk. im Anfang de« Wahres auf 1775 Mk für den Zentner Ende des Jahre« gestiegen. Vie gaben bie Veranlassung, tah der Ga-prei« wiederholt erhöht werden muhte. Entsprechend der Preissteigerung ber DaS- bereitung«materiaUen sind auch die Löhne der Belegschaft und die Unterhaltungskosten de« Gaswerk« und de« Rohrnetze« gestiegen. Aber auch die Preise der Neuprodukte haben sich entsprechend erhöht. Bet einem monatlichen Eingang von 1900 Zentner Gaskohlen waren am Ende de« ,'fahres mehr al« 34 Millionen Mark nötig, um die Kohlen und Frachten zu begleichen.
Dic VaSabgabe hat sich trotz de« erhöhten GaSpreise« um mtffrr al« 3 Proz. gehoben, ein Umstand, der nur auf arös-err Benutzung de« Kcchgase« zurückzuführen ist. 3n den letz er Monaten fand eine Abnahme ber Gasabgabe statt. Der Oa«t>ret« ist gegen fei Frieden «pvocs nur um da« 630sach: gestiegen, toäh e tb bie Kohlen um da 8 I650sach? fn die Höhe geschnellt ftnb. 3n da« Abhrney. da« eine Sänge von über 44 Km. hat, unb an welch?« 6920 gewöhlliche und 372 Dvr- auSbezahlungSgaSmefser angesch'ollen find, wurden 31/, Millionen Kubikmeter Ga« gegeben, bie flröf»ic Xagetabgabe |anb am 31. Zanuar 1922 mit 9960 Kubikmeter statt. Bergast wurden 11250 Sennen KMen.
Die beiden, vor einfaen Jahren erbauten Tcbmanlagen zur Hers'« lang von Motorbenzol imh schr-rte Isaurorn Ammoniak haben sich mit beiixibt! Die Grzmigniss« konnten stet« zu den bchbrdlich feffadeh e i Preisen abgeseht werden.
5>er voraussichtliche BrtrfabSüle.schuh wird aut 4 Millionen Mark veranschlagt.
Aus Stabt unb Land.
Dieben, den 6. 3inajr 1923.
Kür Militärrcntnrr.
Degen der Zunahme der Teuerung sind die tnanal ich n TeuecungS^uschläge für QHt ittäirentner mit Wirkung vom 1. Dezember. 1922 ab erhöht worden, und zwar:
für einen Schve b schädigten bei einer Min- betuni der Erwerbes ihizk.it um 50 bU 83 d H. um (XX) Mark auf 38 X) Mark.
für einen Sch werb schädigten bet einer Minderung der SrwecvZähigkeit um mehr al« 80 v H. um £03 Mark auf 5700 Mark.
für einen ^chwerb. schädigten. der mir auf die Renri angewiesen und nachoeislich einen Erwerb au «zu üben nicht imstande ist. um 1203 Mark auf 7003 Mark,
für eine Diitoe um 600 Mark auf 3800 Mark, für eine Witwe, die nur auf die Hente rnt- getoivfen unb nachweislich d:ten Erwerb au*- Auübcr nicht imstande ist. um 903 Mark auf 5700 Maik.
für eine vaterlose Mats« um 400 Mark auf 2400 Mark.
für eine elternlose Daise um 600 Mark für 3600 Mark.
für einen ÖU em teil um 500 Mark auf 3000 Mark.
für ein Elternpaar um 833 Mark auf 4900 Mark.
für Empfänger eine« U * bergan q«gel be« oder eine« Hau «gelbe« ober für Empfängerinnen einer Dittoenbetbilfe um 603 Mark auf 3830 Mark;
it b.sondere Zuschust den Schwerbeschädigte oder HauSgeidempsänrer erhallen, toerrn sie für Kinder zu sorgen barten, erhöht sich für jede« Kind um 403 Mark auf 2000 Mark
Gleichzeitig sind auch bie <3tnlommcn«grenj«n entsprechend herausgesetzt.
•
* Der loka le Hl nvel«. „TBlr bitten, den beiliegenden Hinweis tm lokalen Teil Obre« Blatte« veröffentlichen zu wollen " Täglich Hartem jeder Redaktion Aischriften in« Hauri, die so oder in ähnlicher Form von der Schriftlcitung verlangen, dah im redaktionellen Teil de« Blatte« kostenlose Hinweise über irgendeine CBeranftaltung Aufnahme finden. 3n vielen Fällen wenden sich die Briesschreiber nicht an die Geschäftsstelle der Zeitung, um dort durch ein bezahlte« In. serak die Voraussetzung zu schaffen. Die überhaupt zur Prüfung eine« solchen Anliegen« an die Schriftleitung unbedingt erfor-
dersich HL UTannn sollen die Zeitungen, bie zudem heute im schwersten Daseinskämpfe stehen, ohne Bezahlung besondere Geltungen verrichten? Jede Zeitung soll öffentlichen Jn- teressen dienen, sie kann da« aber nur. wenn die Oeffentllchdeit sie ebenfalls unterstützt unb nicht unbillige Anforderungen an die Zeitung stellt. Dir bitten alle, die es angeht, den Standpunkt der Ze kung gegenüber solchen Wünschen doch verstehen zu wollen. Bei Ber- anflaltungen mü.fen eben d e Znserkion«kosten von vornherein mit in Bettacht gezogen werden, falls man Wert darauf legt. Die Teran- ftaltung der Oeffenllichkell durch bi* Zeitung bekanmzugeben.
" Ä euerungen beiderPost. Da« Destellaeld hatte d.e Post für Pakete erst am 1. Oktober 1919 abgeschafft. Für Ze.wngen ist es schon seit Neujahr wieder eingefühtt. Auch für Pakete soll e« am 15. Januar wiederkom- men, bis 10 Kilo in Höhe von 50 Mark, darüber 100 Mark. Diese neue Belastung kann man aber zur Hälfte sparen, wenn man die Pakete abholt. Neu eingeführt werden soll am 15. auch eine GinziehunaSgebühr für Postau fttagS- unb Nachnahme he träge mit 1 von jedem angefangenen 1000. Neu eingeführt werden soll auch eine Vorstufe bis 3 Kilo bei den Paketen. Später will man statt der jetzigen Nah- und Fernzone 3 Zonen einführen, bis 75 Kilometer, bis 375 Kilometer unb darüber. GS ist dafür aber ein neue« Verzeichnis der Postordnung nötig, das frühesten« hn März fertig wird. Vorläufig kostet das Dreikllo- paket in der Nahzone 200 Mark, in der Fernzone 400 Mark, bis zu 300 unb 600 Mark usw„ so dah sich ein Paket zu 20 Kilo in der Nahzone auf 1550, in der Fernzone auf 3100 Mk. stellt.
Kreitz Lauterbach.
• Lauterbach, 3. 3an. Heute weilten mehrere Kriminalbeamte au« Fulda in hiesiger Stadt, wpelche mit ber hiesigen Gendarmerie Durchsuchungen Vornahmen. Wie man hört, soll e« sich um umfangreiche Diebstähle hi.r- beln, bie in der Eisenbahnfchlvssertoerk- Hätte in Fulda schon seit längerer Zeit verübt werben.
Kreitz Friedberg.
• Butzbach 4 Zan. Die Bürgermeisterei hat die Aundertsahe des Miet- z u schl a g« zur Drundmiele mit Wirkung vom 1 Cfanuar ab auf 1600 Prozent festgesetzt. 'Davon find 30 Prozent für bi« Zir«Mehrbelastung, 140 Prozent für bie Bttrirbskosten. 830 Prozent füi lausende unb 603 Prozent für grobe Znstaad- setzungSar beiten
Starkenburg unb Rh?inhesfetu
wd Darmstadt, 4. Zan. örner Alkoholvergiftung erlag ein ITiäbrlger Äauf- man nslehrling au« Alsbach ber in ber Mauerstvahe m Logi« wlchnte. Ck feierte mit Kollegen in feinet Wohnung ©ilte'ter, wobei dem Drin unb dem Schrtap« stark zugesprochcm wart«. Angeblich soll der Lehrling bie ge frtgen Getränke gleich au« ber Flasche aetrunfe i haben. Den stark Betrunkenen seglet die Kollegen auf« Sofa, wo er am nächsten Morgen tot aus gefunden wurde.
wd. Grob-Gerau. 5. Zan. Der Ehrenbürger unserer Stadt, Herr Döbel in Amerika, hat seiner Heimatstadt Groh-Gerau 10 0 Dollar übersandt. Ferner sind 10 Fässer Schmalz von dort unterwegs. Da« Schmalz soll an die Ortsarmen zur Verteilung kommen.
tob. Mainz. 5. Zan Die Mainzer 3n- berzis s er, der die Preise von 50 wichtigen Lebensbedürfnissen (Kleider, Wäsch«, Schuhe ausgenommen) zugrunde liegen, flieg von 51 654 am 1 Dez. 1922 auf 70 250 am 1 Zanuar 1923. Die Steigerung betrug also 18 596 Punkte ober 36 Prozent. Die Tkrtcuerung ber wichtigsten Leben«bedürfnisse betrug also da« 703sache der Preise der Vorkriegszeit.
Kreitz Wetzlar.
ra. Wetzlar. 4 Zan. Der Haushaltsplan für den Ä r e l« Wetzlar für 1922 schiebt in Einnahme und AuSaabe mit 55 340 000 Mark ab. während ber vorjährige nur 4 320 000 Mark nannte <53 sind folgenbe Zuschläge vorgesehen: Grundsteuer 13 405 Prozent, Gebäudesteuer 1210 Prozent und Gewerbesteuer 2620 Proz
Hesicn-Rasiau.
fpd. Frankfurt a. M. 5. Zan. Zn ber letzten Nacht brachen Dieb« in die Uni« versilätsdrogerieein und raub.en au« ihr Drogen. Wctne unb Schreibmaschinen im Wette von mehreren Millionen Mark. Der Ötnbrudj) wurde von Nachbarn beobachtet, die ber Sache aber keine Bedeutung beim aber. — Das Gericht hat bie Leichen der vor einer Woche bet einer angeb- lidjert LeuchtgaSverg.f unq um« Leben gekommenen Kinder de« Gudat'schen Ehepaares in ber Kaffee gaff« uir Beerdigung freige^eben. Lieber das gerlchtsärzsiiche Ergebnis ber Letchenuntersuchung verlautet noch nicht«.
Das Reichsmietengesetz.
Dom Ä r 11 «a m t wird uns zur Ausführung be« NeichZmiLtengesetze« geschrieben:
Zn «t’yelnen Kreisen der Mieter unb Vermieter findet sich bie Auffassung vertreten, dah bie sich aus ber Vrundmietc und den hlerzr festgesetzten Zusch'ögen aufbauende sog .gesetzliche Miete" in allen Mietverhältnislen unb zwar mit Auswirkung vvm 1. 3ult 1922 zu entrichten fri. Dies« Ansicht ist durchaus i n • zutreffend Die gesetztiche Miete tritt nur dann an bie Stelle be« buberigen nervi ibarten Mietzinses, wenn der Mieter d.nn Vermieter ober umge'tbrt ber Vermieter dnn Mi,1er eine schriftlich: Ötflärungbc« Sinne« üb?rmliteli, bah für bie Höbe be» Mietzinse» bie Bestimmungen über bk gesetzlich; Miete Platz greisen sollen Dl« Wirkung bah nunmehr an Steile der bishett vereinbarten Miete für bie Folgerst bk gesetzliche Miete zu za dien ist. tritt jedoch auch in diesem Fall nicht unmittelbar mit der Abgab« ber Erklärung (unb erst recht nicht zu einem früheren Zeitpunkts ein. sondern erst in ber Zukunft vom nächsten Termin ab auf ben bk gesetzliche Kündigung nach § 565 be« Bürgettichm Ge!«.chuche» yilälftg ist: mithin bei monatltchrr Metzinsdemesiung van dem auf bk Erklärung folgenden Monatserster
wvfero bk Erklärung fhäte*tet« am 15 d« Mt«. dem andern zugsgangen war. bei vierteljährlicher Mu..«:nsberncsiung von dem auf bie S.flä.ung folgenden r''.ertdjabc««;-i:c x wofern bk Erklärung rpätr'ten« am dritten Werktag be« Vierteljahr« dem andern Iril zugegangen war
Zu st iz Inspektor Otto Schröder - Dietzen fchre.dt uns in trtekr Anrelegenhett
Die Bekanntmachung üier die Festsetzung ber Hundertfätze hat bereit« Zwetsel teroorgerufen. die allerdings beirr, aufmerksamen Durchlesen te3 Gesetze« und de« in diesem »Hk erschienenen Aus- satzes behoben werden könnten.
Di« Hunbertfätze find festgesetzt 1. für den Zeitraum vom 1 Zuli bi« 3D September 1922 auf 'ufammen 544 Pro^, 2 ab 1. Oftobec 1922 auf zusammen 1525 Prvz^
Nach § 1 be« Nei<1>«Mietengesetze« gilt, fall« Bermieter ober Mieter eine dah m gehende schriftliche Erklärung dem anderen Teile gegenüber abgegeben hat. bie gesetzt iche Miete txm be m Zeitpunkte ab, für den nach § 563 BG B bte Kündigung zulässia wäre, hiernach gilt bie Neichsmiete also im Falle viertelsährlicher M , etzahlung. wenn bie Erklärung spätesten« am 3 Werktage bei Kalendervierteljahre« abgegeben ist vorn nächsten Biertetjahre ab Da am 1 Zuli ba« Neichsmietengesev In Kraft getreten ist. konnte da« Verlangen auf Zahtunz der Reichsmiete nicht früher gestellt werben al« am 1. Zuli. Wenn sonach im Falle vierleilährsicher Miet- Zahlung spätesten« am 4. Zuli 1922 (Dem 3. Werktage» da« Verlangen auf Zahlung der Reichs- mtete gestellt worden ist. wäre diele ab 1. Oktober 1 922 zu entrichten, also, fall« nicht Bor- au-zahlurg ve.etnbatt ist. erftmahg am 1. (Januar 1 9 2 3 ju zahlen Da« hecht also Bei t«m oben angvsühtten Bellpiel käme der Zuschlag von 544 Proz gar nicht in Betracht, sondern der ab 1. Oktober 1922 festgesetzte mit 1525 Proz.
Bei monatlicherMietzahlung wär«, fall« spätestens am 15. Zuli 1922 eine dahingehende Erklärung abgegeben worben ist. die Neichsmiete erstmalig ab 1. August 1922 au zahlen, also bei oereinbarter Nachzahlung erstmalig am 1. September 1 922. und zwar nach dem Zuschlag von 544 Proz; vom 1. Okt ab selbstverftändllch nach dem höheren mit 1525 Prozent.
Nur fall« wöchentlicheMietzahlung vereinbart wäre und spätesten« am ersten Werktage der Woche da« Verlangen aus Zahlung der Neichsmiete gestellt worden ist. ist diese von der folgenden Woche ab zu entrichten Also nur für dielen Fall könnte schon im Monat Zuli 1922 die Neichzmirie begehrt werden, frühe st enSsedoch ab 10. Zuli 1 9 2 2.
Bemerkt sei noch, bah durch da« Neichsmieten- gefetz nicht bie Micterschu^destimmungen berührt werden, dah insbesondere nach wie vor der Der- mieter zu einer Kündigung bie vorherige Zustimmung be« MietLinigungsainte« einzuholen hat.
EchltchtungHau-schus; der Provinz Lbcrhcsfeu.
Verhandlung vvm 4. Zanuar.
Zn der Lohnstreitsache be« Zentralverbanbe« der Bäcker und ber Bäckerinnungen Giehen unb Bad-Nauh«m erging folgender Schiedsspruch: Dom 15 Zanuar 1923 an gelten folgende Minbest- wvchenlöhne^ Schieber 14 400 Mk. (statt bisher, seit dem 11. Dezember 1922. 9333 Mk.. Teigmacher 13 400 Mk (8400). LetztaehUfen 12 400 Mk (7800). Für Dewähru ig von mo(I unb Wohnung können von biesen Beträgen wöchentlich 6700 Ult. (4200) abgezogen werden Für Bad-Nauheim ist ber Schiedsspruch auf Grunb tarifvertraglicher Bestimmung bindenb Für Gietzen erhielten die Streitteile Erllä.ung«frist bU zum 8. Zanuar 1923, mittag« 12 Uhr.
Dem Sägewerksbefitzer Wilhelm Kehler in Annerod gab ber Schlichtung Sau Zs chuh die tarifliche Entlohnung seiner Arbeiter ab 2. Zanuar 1923 auf.
Den BetriebSobmann bei Nömerbrunnen« bei Echzell verwies er mit feinem Einspruch gegen Kündigung auf ben NechtSweg. schlug aber vor, bie Kündigung al« Ankündigung der Arbeitsstreckung gelten zu fassen.
3n der Verhandlung über den Einspruch eines Arbeiter« der Ohmfalbasaltwerke bei Ortenberg gegen Kündigu ig machte ber Arbeitgeber geltend, dah ber Antragsteller nach dem Aol-ius cer eintägigen Kündigung einen wichtigen Grund zur fristlosen Entlassung gegeben habe und beantragte bie Aussetzung bei SchltchtungSveriahren« bi« zur Entscheidung beS Gerichte« über Die Berechtigung zur fristlosen EnUasiunz. Der Schlich- tu gSau-schuh entsprach dem Aussetzungsantrag und gab dem Arbeitgeber auf. innerhalb vier Wochen die Erhebung Der FeftstellungSklage nachzuweisen.
Dem Einspruch eine« Post Helfer« beim Postamt Bad-Nauheim gegen Kündigung gab ber Schlichtu tgSausschuh mit Nücklicht aus die wirt- schaftliche Lage der Post nicht statt, sprach jedoch wegen be« Älter« deS Antragsteller« und wegen seiner langjährigen Tätigkeit im Postdienft die Erwartung auS. dah er nach Ablauf der Kündigung bet Bedarf in erster Linie nächst den Schwerkriegsbeschädigten wieder beschäftigt wi.d
Eine weitere KündigungSsache wurde vertagt.
Schöffcugcrkcht.
Sieben, 4. Zau
Die Zionsgemeinde in Allendori a. d. Lda. erhielt Ende August 1922 au« Amerika eine LiebeSgabensenduna, die au« zwei Ballen getragener Kleider bestand Beide Ballen toerbey geöffnet und im HauSsiur be« Allendorser Aal- Hause« nitixrgele3t. Diese« ist unbewohnt und wurde trotz ber in Kxn ausbewabtten we ^vollen Sachen auch während der Nachtzeit nicht ab- geschlossen. Diese unbegreifliche Sorglosigkeit machte sich eine Anzahl ju narr 2mie »u Nutzen, um in der Dunkelheit ben Inhalt des Heineren Teilen« im damaligen Wette von etwa 1300? Mark zu stehlen ®n*toenbet wurden Herren- und Damttckleider. Schuhe, Mützen, Strümpfe. Pelzkragen u bgL Mit Aückficht aus die unbedache Au'vewahrung der Liebesgaben fah da» Gericht vo«n der Erkennung von Gesängnisstrafen gegen bie 6 Diebe ab. verurteilte sie vielmehr je nach dem Grade ihrer Brtätigu tg zu Geld'trat en von 6000. 4030. 3500. 3000. 1003 u ib 530 Mk . während ein ingeflaaict, der sich eine gestohlene Mütze hatte schenken fallen, wegen Hehlerei mit einer Geldstrafe von 300 Mk davonkam
Zwei Angekfagte wurden mangel« ausreichende» Beweises sieigriprochro.
Wegen uncn^schuldigten Fehlen« bet einer Hebung der Dslichtfeucrwehr von Watzenborn- Steinberg wird c-.n Landwirt von da zu einer Geldstrafe tox 133 Ml. rerurleilL
Ein Arbeiter von hier hat einem hiesigen Bau unternehmet 3 Sack Zemenl gestohlen Da er noch unbestraft ist unb ben Schtden restlos ersetzt hat, erhält er nur eine Gridstrase von 1333 Mk.
Ohne Im Br'iye einer Grotzrande.Serfaubni« zu fein, verlauste ein Händler von Salzböden a« einem Wochmmarkttage einem Händler aut AZetzlar 8 Pfd Zucker Er totrb deschalö mit einer Geldstrafe von 533 Mk bestraft.
lin bereti« mehrfach wegen Eigenromsver* geben rorbeftrafter Imgcc Arbeiter von hier entwendete in dem Hau'-e, in dem er wohnt, einige Meter Aegenabfailrohr unb luchte sie wei'erzu- verlaufen Strafe: Drei Wochen GesänMiiS.
Wegen einer Aeihe von Geldd.ebstählen zum Nachteil von Lauffrauen. Krankenschwestern, HauSmädchen ufto. totrb ein Anstreicher'.ehrling von hier zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt.
Ein Dic.iinnädchen au« 2ie3er-0bmen bat einer Flickerin von hier 372 Ml. wib einem Händler von Zeilbach 2 Pfund Wurst gestohlen. Da sie wegen Diebstahl« schon poc;*Traft ist, er hält sie eine Gefängnis- uab eine Hasistvase von je drei Wochen.
Au« dem Amlsverkündigungtz-lalL»
** Da« Amtsverkündigungsblatt Nr 2 vvm 5. Zanuar enthält Fleischversorgung. — Laufend« Teuerungszuschüsfe - Uebcmabme der persönlichen Boiksschullasten aus den Staat. — Einkommensteuer vom Arbeitslohn, bter Aus- flertuna von Steuerbüchern. — Nothil!« Heffcn^ biet: Schulsammlung — Bewegung der Bevölte» rung. — Beleuchtung der Fuhrwerke unb des Fahrräder zur Nachtzeit. — Dienftnachrichten des Kreisamis - Verbot öffentlicher karneoaUlllscher Veranstaltungen.
Landwirtfchasl.
Die Maul- und Klauenseuche
ist tm ganzen Kreis Friedberg an zahlreichen Stellen ausgeb rochen unb baler txrt ganze Kcetsgebtet al« gefährdete« Gebiet erflärt worden.
F-roer ist bi< Such« un.er dem V edbefkande in Michelbach (K^ets Marburg) ausgedrocheu.
vermischtes.
Eine Typhtusepidemie.
Leipzig, 5. Zan. (WTB) Zn Lützen ist eine TyphuS-Epidemie auSgebrochen. da ein Bazillenträger einen Brunnen verunreinigt hatte. Die Seuche verbreitete fich so schnell, datz in kurzer Zett 2 7 Vertonen erkrankten unb nach Leipzig überfährt werben muhten. Zwei Personen sinb bereits atftorbcn; vier weitere, die sich in den Leipziger Krankenhäusern behnbm, stehen no in Lebensgesahr. 3n Lützen bars die Epidemie als überwunden gelten. Alle erforderlichen sanitären Wadnahmen wurden ergriffen.
•
wd. 6t Wendel, 5. Zan. Der Elsen- bahner-Berein von St Wendel und Um- gegenb verzichtete in biefem Winter auf die Abhaltung von Vergnügen. Er appellierte vielmehr an feine Mitglieder, die fich in den Dienst ber Wohltätigkeit stellten Die erste Sammiu ig er »ab 238 03.) Mk.. die zweite 197 000 Mark Etwa 250 Pensionäre. Witwen und Waisen konnten mit dieser Spend.- unterstützt werden.
Berlin, 5 Zan. (WTB.) 3m Tiergarten gab Heute nacht ein A e i ch « w e h r f o l b a t auf seine Braut und aus sich Schüsse ab. nachdem beide beschlossen hatten, gemeinsam aui dem Leben m scheide, da fich ihrer Verbindung Schwierigkeiten entgegensteliten. Der Soldat war tot. dis Braut schwer verletzt
Notterdam. 5. Zan. Da« deutsche Verkehrsflugzeug .Komet", welches kürzlich al« da« erste d?utlche Flugzeug nach dem Kriege in London landete, hat gestern mittag von dort den Aückfluz angetroten unb Ist bereit« gegen 3 Uhr nachmittag« in Notterdam eingetroffen. Der Weiterflug nach Berlin ist für heute festgesetzt
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• Der König von Siam überfetzt Shakespeare. Der König von Siam der ein grober Bereyrer Shak:speare« ist und schon ver- fchiedenttich feiner Liebe zu dem groben Qmlänber Au-druck oeriiehe i hat. übersetzt jetzt die Meisterwerke be« .göttlichen Dill" In« S amesische Wie auS Bangkok berichtet wird, hat er soeben die Uebertrugu ig von . Romeo und Zulia" vollendet, und da« Drama wird demnächst im Theater von Bangkok au;ge,übrt werden. Der König hat trüber bereits den .Kaufmann von Venedig' und .Wie es euch gefällt" überfetzt, und beide Stücke find schon über die Bühne seines Hosihvaters gegangen. Der siamesische Herricher. dec mit 13 Znhrco nach England tarn unb in Orford seine Erziehung genossen hat begann, sobald er genu j En siisch konnte, da« Studium 6baf .foeatei, das er seitdem ununterbrochen fortgesetzt hat
*DoltalreunddleSrbmlnke. AI« der Lord Ehestersielb In Pari« weilte, fragte ibn Voltaire In einer Gesellschaft, In der sich mehrere sehr geschminkte Damen befanden: „Die gefallen Zhnen die FronzSsinnen?" Der ge.stretche Lord erwiderte Darauf: „Zch versiehe m ch nicht auf Malerei." Voltaire, der , sonst nie auf ein geistreiche« Dort die Antwort schuldig blieb, sand keine pass.nte Entgegnung, sparte sich aber die Antwort aus eine spätere । günstige Gelegenheit auf. Al« er einige Zell danach bei dem Lord In London wellte, hatte dieser ihm die schönsten Damen der englischen Gesellsckaft eingeladen, die dem benthmren französischen D.chter sehr den Hof machten. Voltaire bemühte sich besonders um eine. Die im Deaensatz zu Der englischen Sitte stark geschminkt war. Da trat Ehestersielb hinter ihn und flüsterte ihm Ins Ohr: ..Nehmen Sic sich tn Acht! Man wird S.e kapern." „Sollte Die« ber Fall sein, Mylord." erwiderte Voltaire leise, „so geschähe es doch nyr durch eineng - lische« Schiff mit franzöftscher Flagge."
• Da« Konzert In der Ba dewanne. Bon der berühmten Sängerin Mrre. Tetraz- b | n i jrtrb m amerifanischm Blättern eine luhfat ?tkbiotc raättl Em Bernch erftalter stellte fich bereit« früh am Morgen bei chr «n unb erfahr, datz fi4 Me Primadonna ün Bade befände. Gr


