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Mittwoch, 5. September 1923

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en L 5. «em 'TT?') Der BbfferbunM- tm veryonvell« den italienil4>-gru<t'4ld)cn ,inM- Der halientfcfr Delegierte Salon- ^1°,2*^1* mit, bah er noch keine 3nf!rultionen *) ^och Bom enttanbtc Mitglied Der ttakienischen Delegation kedve erst im Kaufe ~x*> mU t*n 3nftruhioircn Mussvlrni« »u- rfia. Die Debatte fei daher auf morgen vormittag »u verschieben Kord Raben Cecil er-

berer, die ber Aktion Italien» günstig gesinnt Uno, nimmt *u Sicherlich tvarbe die öffentliche Meinung Italien« durch die Haltung eine.' groben ^e.IeÄ der englischen Presse sehr überrascht und betrübt.

3$ hoffe, daß diese derbe, realpolitische Lehre die wir von jenseits de« Kanal« erhielten, die Italiener endgültig von der Krankheit der konventionellen Phrasen heilen wird.

Der Völkerbund geigte da« Bestreben, sich der Rufgabe ju unterziehen, die Frage zu entsch idcn Da« ist durchaus unzulässig Die italie­nische Dclcgaliea wird daher erklären, bah der Völkerbundstat aus drei fundirnentilen Grünten vollkommen unzuständig ist. eine Frage zu ent­scheiden, die über die von Griechenland ange­führten Vertragsbestimmungen binaueg:e.ft. Seilte der Rat sich trvydem für zu tandig er- lläien. so wurde Italien yor die Frage gestellt, ob e« im Völkerbund verbleiben oder au« ihm au-tret en soll 3ch entschied mtch bereit« für d:e zweite Möglichkeit und ersuche de ; Minisierral erklären, ob er mit den unserem Delegierten Diurati gestern erteilten formellen Rn Weitungen einverstanden ist, die Salandra im Völkerbund erläutern wird Der Ministerrak stimmte voll und rückhaltlo« der vom Ministerpräfibenten einge­nommenen Haltung zu.

deltLIriwL.b.b.poii 11OOOOO rftk, auch bei Kichlerschetne, einzelner IbieeenitwfoLgetjölxrvT «»«ÜL- Fernspr.ch. AnfchMIf« sttdieLchrift. letieng 112, fit Verlag «h OeschSfwpelle 51. Lnjchrin f«t I-royknach.

irahirl «. K. um

'Äelcöung zu ertragen, sondern Deutschland auch da« Recht gebe. sordern, bah di. B^Ietziiug inteialliiert und nicht durch einzelne Mächte votgenommeit tverb:

Tic bculfdinarionnle Opposition

'Berlin, 4 Sept tPriv -Del t Di. 0 t u i- garter Rede des KeichSkanzler« dcutschiuitioualeii Vlätter mii'cilcn u . >,eu ihn» auficnj uliiiläxn Inhalt« in bculM) i.iiion.v. Kreisen Anlich zu den a l l e r f <t t, c , 'i c " sorgnisfen gegeben Die die Pressestelle de. Partei mitteilt berttragen deSh.tlt' die deutsch- nationalen Mitglieder de« TIu« bärtigen Ausschusses des Reichstags die lo'rrtiqr i,i- berufung de« Auslch^tffeö bei dem derzeitigen Bpi fitzenden Mueller-Franken

lmf«t Mi üijtigen f<r bte logeenummtt tut Nachmittag vorher obnt|«b« Verbindlichkeit Pjtli fit 1 mm hübe iih Anzriqeno 27 mm Bretti üril_8ÜO>tOM , auewam 100000'DL; f.9<ehl am». Anzeigen oon 70 inm Steile 350000 M , platj Vorschrift^ .Aufschlag verantwortlich

für Voliiik u Feuilleton Dr Friedt Wilh Lange, für oen übrigen Leit Ernst t'lumldiein; mr Jen Anzeigenteil »ans ÜeJr, sämtlich in i e g j ,|

n^rbe BCander- der Vorschlag Griechenland«, die Untcis-.chung über die Mordtat bei Janina einer ^mischten Kommission anzuvertrauen an C*ren Svihe ein "Neutraler flehen (oll. wird so "ur schwer von der Mehrh.it brr Mit- glieber der Konferenz angenommen werden

?n, dem gestrigen italienischen Ministeirat sprach sich Ministerpräsident Mussolini über die auswärtige Lage und die Haltung Europa« ehr optimistisch aut» Ruf Korfu 'agte er in die Lage vollkommen normal Die Vevölke- nenq tft ruhig und die Garnison genügt für jebe Eventualität Die öffentliche Meinung Europa« beginnt sich zu ändern Die .<ahf her Pnimm-n

Al« R. itsumme der anlähkich der Hochfefder Erplollon über die Stabt Du i«bu rq verhäng- ten Kontribution nahm bie belgisch. B. faoungabebörbc bei der Tle.^banf m Duisburg 50 Milliarden weg

Tiegähne" deS Brüsseler Nttenkoks.

V r ü f f e l. 4 St Dl lAgence Beige ) Da« ApPellattonSgcricht setzte die aut vier Monate ®riängni« lautende Strafe, bie gegen ben Re- krodratnarrt Met ben Rncrt wegen Zk-5 Angriff« auf den deutschen Geschäfts, traget verhängt worden wa> auf c n.-n Monat ^ngn:s und hundert Frank n Geldstrafe mit toabrung«frift herab 3n dem Ur'.il heiht «j

2u9*7tb,icf des Angnf s g e w u h t habe bih der Angegriffen-- Diplornnt.-neig-nschaft

_Dann um so merkwürdiger, bah der GertchtShos zu einem so milden Spruch tonnnen tonnt«.

, einer Meldung au« Essen wurde am

3 September die Zeche Ludwig vondenZran- zofen besetzt Die Velegfcha't legte die 3- be:t nieder und trat in einen 24stündigra Protest-

vci jüiiyfie (Br ivüiifi reid) am Rhein.

Berlin , 5 Sept sPriv-Tri) 3u der neuen ictorönung der Rheins indkommifsion. durch die die ÄemniiHioii für s,ch da« Recht ix-ansprucht. Veamte zu ernennen betfft c« in einem Berliner "Blatt Diese neue"- Verordnung, durch die sich die Rheinlanbkommisfion Einsicht in das gesamte Rktenmaterial her de iischen Verwiltung verschaffen und die von ihr willlurlich qefchasienen Beamten Vakanzen durch ihr willtähnge Kreaturen au«füslen. allo anscheinend

die Rheinische Republik vorbereiten

will, stellt eine so unerhörte Verletzung der de- stehenden Verträge bar. bah alle frühere Willkür unb Gewalttat dadurch noch übertroffen werten JRan wird fragen dürfen ob denn England bicfe Recht-Verletzung stillschweigend mitansehen urch ob es feinen Pioteft weder darauf beschränken v ird. bah der englische Delegierte in der Korn- mission sich der Stimme enthält Der .Vorwärts" nennt ui» Veividnung einen neuen ungeheuer­lichen Gewalt st reich der durch keinen Ver-

UTt^> burtb kein Völkerrecht gedeckt verde. Denn bte Rheinlanbkommisfion nach "Belieben ",d>' nur Beamte abseyen. sondern auch in bie Rei-waltung«ämter neu em setzen kann bann ilt e« eine Lüge, zu behaupten, bah hn besetzten gebiet auch nur noch etne Spur von dem deutschen Selbstbestimmung« recht bestehe Dann ist da« be­ichte Gebiet ganz einlach von der Rheinlandkom- wtssion unb von ben hinter ihr stehenden len annektier'.

Dte Ordonnanz der Rhein landkvmmlfsion durch bie Frankreich den Widerstand der deutschen ^Nvalpung zu brechen gedenkt, lautet wörtlich

§ 1 Die Delegierten der Rheinlandkomm,s- Hon m den einzelnen Bezirken können von je­dem Dokument Kenntnl« nehmen oder nehmen lassen, bat für deutsche Verwaltungen bc- (ttmmt tft wenn genügend Grund zu der Vermu­tung vorliagt, bah diele Verwaltungen eine- tig.eit aneuben. die sich gegen die Befehle der Rheinlanbkommisfion oder gegen die 3nter- cf fc n der VesahungSarmee richtet Die Delegierten haben die Befugnis, zu diesem Zwea den deutschen Bertraltungen bie notwendigen 3n- lornialtpncn zu erteilen.

§ 2. Jeder Ober- unb Unter beamte oder Agent, der sich weigert, den nach Art I gegebe- nca x-nflruflionen zu geyorchen unb der die Ver- zetchntsse unb Dokumente, deren Mitteilung ge- forbert wird, verheimlicht ober zu verheimlichen bertudu, setzt sich den Strafen au«, bie für ein Vergeben gegen bie Ordonnanzen der Rhelnland- kommission feftgvfetit find

§ 3 TBenn infolge Abberufung ober abgelehn- 'tT Genehmigung der Ernenrrung eines "Beamten cm Pr en in einer deutfchen Verwaltung«beHörde frei nirb kann bi. Xiv-inlanbfomminion auf boif^ag ihi e« Dcleg rien trenn c» sch int bah ^^lnrhcf!,^'n te* Tx1" öi-t^rbdl. ben ncbui rniffen unb bem Urne hakt de. Armee ent- gcgcnstcht unb das, die fragliche Vakanz nicht da­durch au «gefüllt werden kann bah Ito in der frag- iKficn "Bertoalning bereit« befchäftigte Beamte da- zu beruft, f elbft bte Benennung für ben freien Posten Vorschlägen

Die 3eitung«meQ>unq. dah die Ftanzpfen ühcr da? ganze besetz e Gebiet eine .i <b t t d g I l c veihängt hatten betätigt sich n i «t, i Den Rnlah dazu wird die 6perie g-g ben bahm^bie bte SiatMo'en ufcer Sinsen verhängten P?,'1 ba " Bahnpof am, 22 Einspruch gegen die Be­schlagnahme oon Postfcnbungcn erhoben hatte.

Meldung der .Grazer Dage«vost"' au« "Belgrad, nad) der der gricch fche Gesandte der südslawischen Regierung e ne Rote seiner Regierung über,eichte, m frei sie mitteilt, bah Gii.chculanb beim Boll :- bunb alle Sch> itte zu einer ruhigen Lösung d.« Konfliktes fingelcttet habe, icdoch s<»il« bie« keinen Orfolg bringen sollte, bereit sei

bie Souveränität de« griechi.chen Staate« auch «it Waffengewalt zv wahren.

HL 208

erich»»i ,.ch. «ch«. 5e«e- nb Feterta«, ttbeeSameteMbiflegc ch«rFamiÜ«iblftttet

sofortige Uulerbreetzu-g bet Sitzuug wVmgen ®ecU versuchte zunächst dafür einzu- tveten, hab PolitiS khw MiSfüheutigen sortsetzen Sonnte, da Der griechische Vertreter neue Vor- schiLae zv »wchen habe, die angesichts te« Ernste« der Lage von grober "Bedeutung sein könnten 6a- tanbea blleb bei seiner Weigerung, forderte aber Pvllti« auf, wenn er Vorschläge zu wachen habe, ste schriftlich ohne Schalle etnzureichen, wo- mtt ®edl sich nach einer 3nierocntion be« belgi- Mw® Vertreter« Hyman« einverstanden erklärte Der Rat ging htevauf zu anderen Fragen der Tagesordnung über Vach etwa einer Stunde Mfrte Pvlitt« in bie Sitzung zurück jnb über- retchCe setoe Vorschläge bie laut verlesen wurden, wovaus der Rat sich auf morgen vertagte

9it «emi griechische, Vorschläge tnber folgenden Wortlaut Die griechische Regie­rung fragt an

1 Der BötTcrbimbtrat möchte einen oder meb- rere neutrale Vertreter ernennen um a > out tn Driechcnland bereit« von den griechisch?n Be­hörden begonnenen Untersuchungen sowie die Ab- urtellungen der an der Ermordung italienischer Of­fiziere Schukdigen zu überwachen, bt um an ben Ribeiten der Kommission teilzunehmen, deren Ernennung die griechische Regierung bereits der Botschafterkonserenz vvrschlug zum Fwe^e eine Untersuchung der Umstände vor unb wählend bc« Verbrechen« sowohl in "Albanien wie in Griechenland

2 Der Rai möge eine Kommisfion. die 'ich au« drei richterfichen "Beamlca zasammenfetzt einem griechischen, einem italienilchen unb einem neutralen, » V. dem Präsidenten b?« 3iit;rnatio- nalen Ständigen Gerichtshöfe«, damit beauftrag?n. m kürzester Frist m Genf zusammenzutreten, um bie Höhe der Entschädigung festzufetzen, die Gnechenlaad aerochterweifc den ,yimfli:n der Opfer auSzuzohlen habe

3 Der Rat möge sich damit ei tverstanden erklären, bafl die gnechtfche Regierung soglrich bei etner schweizerischen Bank 50 Millionen ita­lienische Live deponiert, um bi.- sofortige Zahlung der festgesetzten Entschädigung ,u garantieren.

3n den "Dandelgängen der gleichzeitig tagen­den V ö 1 k e r b u n b «be r fa m m 1 u n g besprach man lebhaft

eine antfitalimifcfx Kundgebung eine« Teil« bet VölkerbundSversanimlung

bei der Wahi de« Vorsitzenden der ersten Kom- niisfion kiuristifche unb Verfassrng«fragen > Der ernztge Kandidat für diesen Posten war der italie­nische Delegierte Scialvha. der auch schon im vorigen Fahre den D.rrsiy in der ersten Kom­mission geführt Hal Al« c« zur Abstimmung ging, schlag ein Vertreter Schweden« den schweizerischen "Bunbetrat Motta al« Kandi­daten vor "Bei der ersten Abstimmung erhielt ©clalotxt 20, Motta 19 Stimmen Bet der zweiten Abstimmung wurde MoNa mit 23 gegen 20 Stim­men, bie auf Scialoha entfielen, gen-äbh Wie ge­meldet wird, hatten alle kleinen Staaten einen Block gegen die italienische Kandidatur gebildet

Rach einer Meldung bei .Makin" wird in Dari«

die Botschaflerkonferenz

heute vormittag saft zu gleicher Zelt wie der i('lferbunb«rnt zusammen!relen um sich ebenfalls mit dem italienisch-griechischen Zwischenfall a>i be­schäftigen Der .Matin glaubt >>> n-islen bif) die gestern angenommene griechische Jnt< y o r t an die Votschastcrkontercu z Ji nJ; . : en- bar in ben Drundzügen mit ben Vorschlägen deckt, bie Politl« dem Genfer VölkeibundSrat unter- breitete, fftr wenig befriedigend gehalten

IWri« f^ mit bei Vertagung einverstanden, for- b«* aber den griechischen VerivSer P o I i t i « auf, tn^vifchen die Mberigen 3nft ruh Ionen über bie Vorgänge zu eraänyn Politt« coie« daraus hm, Jxib Griechenland von ben sieben italienischen 3nur brei abgelepnt habe, darunter die Forderung nach der Verurteilung der Schuldigen zum Tode sei aber selbstverstand- Iich, bah gewtsfenhafte Richter bei einem so ernsten Bei brechen zu einem 5 obc«urtcil gelangen wür- twn. und Garantien für ein ernsthafte« G.-richlS- verfahren dürften bober au «reichen Dann ging Politl« auf die itc^ienifche Forderung nah einer Kontrolle be« Verfahren« durch ben italienischen Militärattache etn und führte au«, bah keine Kone rolle, aber etne Mitarbeit möglich sei.

Hier unterbrach ihn Salandra und erklärte dah er sich weiteren Ausführungen be« gnechi- M>en Vertreter« widersetzen müsse Pvliti« gebe keine 3«tfonnaturnen, sondern vertrete ben gri.- 4x1d>en Standpunkt Darau« wolle er ihm Linen Bo Nours machen, benn ba« sei nur selbstveriländ. 0* Wer bann müsse auch er die italienisch- Aus- fafTung vertreten, unb da« würde bann zu der Debatte führen, deren Vertagung man beschlossen fcabe. ®r müsse daher auf Grund der DelchästS- Dtixurag eine

. , 2u«d die Gegenseite säht es nicht daran fehlen, da« l>hr Europa« für seinen Standpunkt zu g^wrn- nen Der gnechtlch- Minister de« Reuhern. Rlerandri«. hat den Vertretern der au«län- difchenP reffe eingehende Erklärungen abgegeben au« denen wir folgende« hervor heben

Alerandn« führte au« die griechische Regie- rung habe sofort die strengste Untersuchung und Beringung der Sch tkdigen angorbnet unb nicht« untei lassen, um bc Schuldigen habhaft zu werden. Ss lei cm ungfudlidrr Zufall, bah ka« Verbiechcn aus griechischem ®cbi . geschehen fei. unb niifl« rechtfertige die Aaliage, da^ Griecheti. «and einen feinbfe!i-;en Akk gegen Italien un.

ternehmen wollte.

Richt-destoweniger betrachte et Griechenland al« feine Pflicht. 3taJien in seinen Forderungen Ge­nugtuung zu leisten Der Minister de» Auswär.'l- gen sei peisönlich beim italienischen Gesandten ge­wesen. um ihm zu erklären, dah bie Schuldigen ercwtplarisch bestraft werden würden Die Abhal­tung eine« Requiems unb ein Ehrensalut für bte italienische Fahne sowie Lotenchren für bic Opfer leien ebenfalls zugestanden worben

Zwei Forderungen jedoch richteten sich gegen die Uii wkangigkcit Giiechenlands sowie gegen ben eia'1l45lt,fl' unt> ttrQr die Xeilnabmc be» italicm- fd <m Militarattach. s an der Untersuchung unb die Zahlung von 50 Millionen Lire al« Buh. Mit Bc^ug auf bic erstere habe bic griechisch? "Regie­rung eingcnilligt. bah bei Militarattadx durch Mitteilung aller in feinem "Belitz befmdlich-n Rach- könne" iUt ,'r6rt*runfl tcr Untersuchung beitragen

»Hadenersatz^ihltnig in Form einer Bnft« f«t für die griechische Regierung jedoch u» annehmbar,

da diese «onft ihre Verantwortlichkeit eingesieben wurde, obgleich sie sich hiervon völlig frei fühle Dagegen -ab.- d.o giiech,sch Regierung die ,'jah- lung einet angemeffeiicn Sntschidigung an bi Familien der Opt.r oorgesch.agen Diele Antwort lei in der Rach: zum "Donnerstag Überreicht wor­den Bacile am Fretlag nnchmatag habe bei rtaltenilche E. sandte milgctctll, dah Italien die Besetzung «oilui bis zur restlosen Sr- sullung des Ultimatum« beschlossen habe unb bah die "Bcfcnung einen friedlichm ^ba'rafter trage Ctnc,,-n(anb habe sich betrefs« einer- fjng der Schwierigkeiten bereite au den Völker- bunb gewandt Ebenso habe cS d-_- Botschafter- konfcicnz gebeten, bah der Vertreter Griechen, land« beauftragt werden möge, eine Unter- luchung«kommisfion cu« Bertret-rrr 5 a"<'kichs England«. Italien.- der neutralen Otaaten unt> Bittgllebern ö« Bolfcrf-unM ,d btlben, da sich die griechische Untccuchung nur auf anochifche« Gebiet br'chränkcn könne Die griechische Regierung hege die Ueberzeugang bah bte italienische Regie,ung nach VtZnftigang der eitlen Erregung den guten Willen der gnechitchm Regierung in diesem Zwilchenfall anerkennen werde sowie rhre versöhnlich: Haltung unb ihren beständigen Wunsch. Italien volle Genug- t u a n g zuteil weiden zu lollett und der "Besetzung dc, gncchi'chen Inseln ein Ende zu letzen bie lern t-ernunftiger Gr.ind noch Recht«sah räju- feihgc.

Dah Griechenland aber entschlossen ist. über eme bcRimmte Linie hrnau» den Italienern n,ch« entaegenzukommen. sondern e« auf einen frtege- ri,wn Konflikt anfommar laffen triß. Helgi ew

Wie ba« Blatt weiter meldet sollen bie Italiener begonnen haben, Truppen in Santi Quaroiita, nördlich von Korfu, zu landen. Die Rachncht kommt au« Zanina und ist noch nicht ofsjzicll bestätigt Mw, nehme jedoch r.n, rar die 3,wiener die Ad'-.ch'. hätte.:, dt. $< ü e t>on SPiru « und wahischemlich auch da« Hin- terlanb zu besetzen Offiziell verbautet, bah bie l ta l ic n 11 <6 c Flotte auf bei Insel Lcro« im Dodekane«, bic Italien im Vertrage van Lau» sänne erworben ha,, einen Stützpunkt em» gerichtet habe Der Hafen von Lero« sei von Torpedobooten abgclpcrrt unb bte gesamte Schiss- fabri MUgelegt worden In Korfu sei gestern vormittag der erste englische Kreuzer an- gekvmmen Ob diese Entsendung rnc« britischen Kriegsschiffe« al« politische Gelte g> wertet werden darf, ift noch nicht klar Die britische Presse legt sich neuerdings mehr Zurückhaltung auf Sie erkennt an. baff für ben Völkerbund eine kri - ti|<be Belüftung eintvclc. tnenn bie Hal­tung Italien« eine Entscheidung erforbern sollte. Tafj wirtlchastliche Sanktionen bu>d)- xulühicn leien, wenn sie cuoa von einer Mehrheit der Denscr Versammlung befchlosscn anirben, glaubt niemand Der .Manchester Guar-, lian" bem.-ift auZdrücllch. E gland würde eine' solche Entlch.idung nur durchluhien, wenn säntt- liche Bunbcem iglieber ba^lclbe täten. In kon­servativen Kreisen herrscht wenig Freude über derartige Erpeumente. Der .Standard" fordert bc.i Ptemie.miniiler auf, den Enthusiasmus Lord Roben Cecil« für den Völkerbund im Zaum ballen.

Heber bic Vorgänge auf Korfu bic für bie Otalicnrr nicht g.rabc sehr rühmlich gcttxlcii tu fein scheinen, und bie augenblickliche Vaac auf dem .Kiiegsläauplatz mclb.t bic .Chicago Tribüne" einen Bericht bc« au« Korfu in Athen angelom» menen Leiter« der am.titanischen Waisensuriorgc für den nahen Os: i, Danach sollen bcibrBc- Ichichung von Korsu 20 Personen getötet wor­den |em. darunter 16 Kinder

Sämtliche Toten und Verletzten seien Flächt, linge oder Waksen an« den atrerikanischen und enHIischen Waisenhäusern

in der alten Festung von Krrsu gewesen Die Srohc Zahl ber Kmb. r habe ihren Grund darin, iah mehrere Granaten in ien zur Unterbringung bet Wailcn benutzten B.iradcn eing.st lagen seien 'n hem Teich vor der F.-stzing. n> > 4CO Wais.n- fnattn ber am.rikanüch.n S)i|f«orga.ü|ati>n ge- tabe habet.n seien Schrappnells esplod,cit

Ein Mahnruf Stresemannsan England.

London. 4 Sept IWolll ) Reichskanzler Sfrcfcma n n eellärte in c n-r Unke. 7 düng mit bem Berliner V-iichtcrltattcr bc« ,Daily E>prob . ba« Rel-aratio. eprvblem könne nur ge- löft trcib n durch ein gerne nlame« Uebcreinkom- men zwischen Deutsch and und bc.i alliierten Mächten Au« diesem Grande sei er der Ansichv bah England« Zurückziehung von Eu­ropa nicht zu irgcnb.ine, Regelung fuhren truibc Er troll, keineswegs ®rohbritini;irn po- litditc Ratschläge erteilen, und er h.,be selbst mehr al« genug an seinen eigen.-n Sorgen, aber bie Reparationen seien ein wirtschaftliche« Pro- blcm dessen Lösung nur möglich fei wenn |i- auf bic gemeinsamen Interessen ber Bniionen begründet wüidcn England wolle seinen Anteil an ben Repnrattonen, und

T-cutschlaud« sei toillen«, zu zahlen. Svlanae kedvch ba« Ruhrgebiet beseht sei, sei Deutsch.

land so gut ttrie unfähig, bie« zu tun.

B)ie könne eine Regelung crzi.ll werden, die für beide ^<-ic dcfri -digend lei. wenn England such von > ,-uckueh: ? D.,« n: nschastlich Leben b>er eurcräifdvn Rationen lei fo eng ineinander CciTDobra. dal eine Ration ihre Interessen von beren bc: anderen nicht tr innen könne Der Reichskanzler erinnerte daran dah be britisch: RrbeitSloIcnuntcrstühung der Preis fei, txtr do: England für die wirtschaftlichen Lei- den D.utschlandö gezahlt werbe D.utlchland sei vor dem Kriege in Europa der befte Kunde ficöricr unb bei gröh-'e Käufer ber Brobuft? ber englischen Dominion« auh rhilb cvivfbritanriien« Fe eher die hvmbc Militär- beffpurg DeutschlandÄ ende, um so glücklicher tträrbc England fein D e griamte Politik der Regierung ziele hin auf di:

Wieders*rsleklimg der deutschen Wirtschaft und die Bvfre.ung ber im Widerspruch »um Vcr- failler Vrttrcig besetzten Geb.eie unb wenn D'Utf<Manb ui ber Lage (ei. auch bie Vsetzung tet ajtm unba zu vermindern. Io würd- e« nur frob Darüber sein Aber, .ein wichtiges Rber" ^V"ung bc« B beinlanbe« g-.ünde, I r«b auf Den B«fai(ler Vertrag, der Deutschland nncht mir btt Verpflichtung auferleai. bie alliierte |

Die Krisis des Völkerbundes.

Neue griechische Vorschläge. Italien bleibt fest.

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irr. Jahrgang.

GletzenerAnzeiger

®cnctöl52ln^ci(!cr fär inkerk^ion

Pm<f nub Verlag Brflfrl sche Univerfitütr voch. und Steinbrucffrel R. Lange tu Siezen. Schriftleitung und Seschöftrlielle: Schnlitraze 7.