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Tntum

8054S10 8095L90

Frankfurt a. M.,

111.'.>7

11.46

2403.»

4847.87, 4872,15

13416.35 13428.65

11371,50 11128^0

3536,15 3553.85

143 .0.80 12330.75 3784.45

14387,- 13533,75 21450/50

112,53

14.54

24K),05

Tantrrotew.

L Juni.

(Me(5

14315.-

14930.- 21400 - 31450,-

11) 75 sm-

368300.

3708 - 4405- 10 87.-

2.170 -

134)0

442.-

Btlef 14435.- 5200. 1507u.- 21600- 31750.-

110.75 80750- 371700.- 3742- 4445- 11.13- 2390.- 135( 0 -

448-

Schwel-er Noten....

Jrnnzöslsche Noten Dttntlckie Noten Schwedische Noten... Holländische Noten . .

Tcutsch-OeiterreichL 10!) Kronen Amerikanische Noten tLnnltscke Noten Italienische Noten Belgische Noten Ungarische Noten Tschechoslowakische Noten Norwegische Noten LSunninilche Noten Spanische Noten

Märkte.

14014,85 1246-8 75 20049.75

2109,70

7605940

106,24

13.985

2259,35

Antw.»Dra6e1

Holland. ..

Vonbott. .

Varis....

Schweiz. . .

Svanien. . Italien .... risjaboN'Oporli» Dänemark. . Norwegen. . Schweden . . (elsingforS. .

Neimork

Deutsch'Oesterr. Budapest .

Prag Agram . .

14035,15

1253125

20150,2.5

2120.30

76440,60

103,76

14.035

2270,65

L Juni

Amtl. Nosterg.

Geld Bries

4127.15 4147,85

Provinziartags-Sitzung.

( Ivener Dericht deS ,® i e ft- An

(Sieben, 2 Juni 1923.

Unter dem Vorsitz des Provinzialdireltors Matthias fand heute im Regieiung^geoaube die diesjährige ordentliche Sitzung de^> Pftovm- zialtages für die Provinz Ober.;c fcn (tat: DrS aus vier Abgeordnete, die entschuldigt fehlten, waren sämtliche Abgeordnete zugegen.

3m Anschluß an die Degrühung d«3 Parla- merttd gab der Vorsitzende einige g stchäftftche > tettungen, die für die Oeffentlichkeit ohne Velang sind, und widmete, während di« Versammlung sich erhob, zwei verstorbenen Mitgliedern der Prvvinzvertr t rng nsbesondTre d m h.i nge an gerren Oekonomierat Falck ° Friedberg, einen herzlichen Nachruf. Daraus ging das Haus zur Lagesordnung über.

3uerft beschäftigte man sich mit dec Rech­nung und dem Verwaltungsbericht der 4! r o - ulnjlaltaH» für das 2t«d>nung6la61 19 2 1. Die Einnahmen werven mit 7023 240.82 Mark die Ausgaben mit 6 394 051.77 Mk aus- gewiesen. Als barer Vorrat verblieben m-.t'in 629185.05 Mk. Rechnung und Derrch: fanoca die delxrltelos« Zustimmung des Hauses. Wir die debcrltelose Zustimmung des Hauses.

?um Voranschlag der Provmziallaste mr das Rechnungsjahr 1 9 22. Tro injialtUe.t^r Mat thias Monte vor Eintritt in die Dera- hmg, daft die angegebenen Ziffern nur auf die zunehmende Geldentwertung ,-u, stick'usührmi seien, mittlerweile aber durch den neuesten Verfall der

Mark schon wieder eine Veränderung erfahren hätten. Dorlagemäftig fordert der Rachtrags- Voranschlag an Mehrausgaben 115,262 495 Mk. Durch Mehreinnahmen sind 20 762 495 Ml. gedeckt, so daft die Provinzialumlagen um 94 500 000 Ml. erhöht werden müssen 3m Hauptooranschlag sind 11 500 000 Mk. vorgesehen, insgesamt sind hier­nach an Provin'ialum'agen 106 000 000 Mk. aus­zuschlagen. Drei Abgeordnete des Kreises Tübingen vertraten in derBeratung einen Antrag, der bezweckte, einen stärkeren Kosten- beitrag der Provinz zu Kreis st r a ft e n Wal­zungen im Kreise Büdingen zu be'ch'ieften. Der Vorsitzende und einige andere Redner machten Bedenken gegen den Antrag geltend, da man vor einer Neuregelung der Verhältnisse durch Aenderung des Kunststrastengesehes steh«, die noch nicht zu übersehen sei, sodann aber auch, weil die ausgedehnten (etwa 20 Km: Walzungen unge­wöhnlich hohe Geldmittel erforderten, die man in dem Ausmr ft für einen einzigen Kreis jetzt nicht leisten könne. Man müsse und tonne zur Zeit nur das leisten, was unbedingt notwendig sei und da ein Kilometer Walzstrecke heute etwa 1820 Millionen Mark koste, müsse man starker an die Anwendung des Flicksystems denken. Diese Ansicht schlug durch, und so beschloß man denn einstimmig, die Angelegenheit dem Provrnzialaus- schuft zur Prüfung zu überweisen, der nun nach einer zweckentsprechenden Regelung suchen soll- Darauf tetirbe der Rachtragsvvranschlag einmütig

14289,20

12269,25

376555

14763,-

13466,25

21346X0

Slmtl. Notier».

Geld Brie'

4413,95 4436,05

31321,50 31478,50

Derlmer Produktenmarkt

Berlin, 2. 3unl Mit der Fortsetzung der Steigerung der Devisenpreise wurde auch am Pro­duktenmarkt das Angebot, welches vormittags zum Teil etwas vorhanden gewesen war, wiecer ge­ringer und es mussten für alle Getreidesorten wie­der wesentlich höhere Preise bewilligt werden. In Weizen kann dem Bedarf der Müller selbst bei merklich höheren Geboten nicht genügt werden. Roggen. Gerste und Hafer und ebenfo Weizen und Futters! offe erfuhren bei kleinen Umsätzen durch­weg neue Preissteigerungen. Weizen, mariischen 135 000 bis 140 000 Mk. (steigend), Roggen. mac° fischen 112 000 bis 118 000 Ml. (steigend), Ermmer- aerfte märttsch» 95 000 bis 103 000 Mk. (sehr fest), chafer märkischen 92 000 bis 95 030 Mk.. frommer- schen 91 000 bis 94 030 Mk. (sehr fest), Mars, 2a Plata loco Berlin 108 000 bis 110 000 Ulf.. wag- flcnhet Hamburg 112 000 bis 114 000 Mk. (sehr fest) Weizenmehl (100 Kilo) 380 030 bis 420 000 Mark (sehr fest), Roggenmehl (103 Kilo» 315 000 bis 345 000 Mk. (sehr fest), Weizenkleie 60 000 Mk. (steigend), Roggenkleie 63 000 Mk. (steigend). Raps 240 000 Mk. (steigend), 2einsaat 245 000 Mk., Viktoriaerbsen 140 000 bis 150 000 Rkk.,

kleine Erbsen 105 000 bis 115 003 Mk, Futt^erb'cn 95 000 Mk., Peluschken 110 003 bis 115 000 Mk., Ackerbohnen 95 000 bis 100 000 Mst. Wickenll5 000 his 125 000 Mk.. Lupinen, blau 145 030 bis 155 000 Mark, Seradelba. alt 235 000 bis 245 030 Mi.. RapskuckMi 92 000 Mk.. Leinkuchen 140 00? bi- 150 000 Mk.. Trockenschnitzel 35 003 bis 36 030 Mk. Rauhfutter: Weizen- und Roggenstcoh, drahtgeb. 26 000 bis 28 000 Mk., Haferstroh, drahtgepreftt 23 000 bis 27 000 Mk., Stroh, strohseilgebündelt 24 000 bis 26 030 Mt., Wiesenheu. gut, gesund u.ch trocken, Boimahd 25 500 bis 26 500 Mk., Rach­mahd 20 000 bis 23 500 Mk. (Soweit kein anderes Gewicht genannt, verstehen sich die Preise pro 50 Kilo.)

bann auch dem standalösen Verhalten dieser ®e» selllchost e n Ende gemacht werde. P rvainzialenct!- tor Matthias gab auch auf diese Ausiührun- gen eine befriedigende Antwort und hatte bann mit den beiden Abgeordneten eine längere Be­sprechung Der Provu»ia!tag machte sich den Standpunkt der beiden Kritiker einstimmig zu

eigen. --

Handel.

Frankfurt a. M. 2. Juni. (Dörsen- stimmungs bild) Wie üblich fand heute nur ein amtlicher Verkehr in Devisen und Roten statt Die Stimmung auf diesen Märkten war im Vormittagsferkehr ruhiger bei behaupteten Preisen 3m Verlauf trat wieder starker Tetarf hm vor. und es trat ein Umschwung ein. Sehr fest gestalteten sich Devisen London und Reu- yvik denen die übrigen Zahlungsmittel folgten. Wan handelte Dollarnoten mit 74 750 biS 75 000 bis 76 000: zu Beginn des amtlichen Verkehrs an der Börse scharf anziehend, 78 000 bis 79 000.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Zur diesjährigen Ferienordnung.

Ein Schülervater aus einem benachbarten preußischen Dorfe, dessen Sohn in Gieften zur Schule geht, schreibt uns: ,

In einem Gin gesandt In der Rr. 125 des Gieftener Anzeigers' wird zur Stellungnahme zu den Svinmerferien der Schulen Gieftens aufgefor­dert. Den Schülern stehen im Jahre 85 Tage Ferien zu, die sie nach angestrengtem, geistigen Arbeiten zu ihrer Erholung auch notig haben. Haven aber olle Schuler Gieftener Schulen 85 Tage Serien, falls die Sommerferien um 8 Tage ge­kürzt werden? Rein! Wein Zunge besucht seit Ostern eine höhere Schule in Gieften. Da wir Preuften sind, wurden seine Osterferien von der 'Verfügung des hessischen Landesschulamtes nicht berührt; jetzt würde er ckber an den Som­merferien 8 Tage verlieren.

Als Vater eines Jungen, der ohne Rücksicht auf WitterungLoerhältni!fe täglich 15 Km. Schul­weg mit dem Rad machen muft die Biebertal- bahn fährt nämlich noch immer nicht die Züge zu denen sie eigentlich verpflichtet wäre, kann ich mein Einverständnis zu einer Ver­kürzung der jedem Kinde zustehenden Ferien nicht gebar.

Ob von dieser Verkürzung der Ferien nur die Preußen über auch die auswärtigen Hessen be­troffen werden, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich hoffe aber, daft das Landesschulamt mit Rück­sicht auf obige Tatsache seine Verfügung noch ein­mal revidieren wird. dH.

Büchertisch.

»Französische Spionage und Propaganda am Rhein und an der Saar". 18 Monate im Dienste dergroben" Ration von Hans MaYer-Gwensen. (Ver­lag August Scherl G. m. b. H., Berlin SW 68.) Der Verfasser, der sich 18 Monate in den Dienst bet Franzosen gestellt hat. um das französische Spionage- unb Propagandashstem im Rheinland und dem Saargeoiet kennen zu lernen, hat es bei der französischen Behörde bis zum Mitglied der Oberen Interalliierten Rheinlandkommission" ge­bracht. In überzeugender, aber auch erschreckender Weise zeigt er, wie hinter den Kulissen ge­arbeitet wird, wie weit die Retze der französi­schen Spionagezentrale in Mainz reichen, tote skrupellos Deutschland von Frankreich bestohlen und ausgesaugt wird. Wahrhaft mittelalterliche Jnquisitivnsmethoden sind es, die sich vor unseren Augen entrollen. Zum ersten Male gelangte ein objektives, beweiskräftiges Material an dce Oeffentlichkeit, das jeden Deutschen und die Welt mit tiefstem Abscheu erfüllen muft. Wir sehen hinein in die Rester der französischen Spionage, hinein in die Gemächer der Rheinlandkommission, hinein in das Landgerichlsgebäude zu Saar­brücken, wo die Regierungskommission des Saar- «ebietes sitzt. Furchtbar illustriert diese Schrift den Kampf des Rechts gegen Tanks und Kanonen.

Sendet das Buch ins Ausland an alle euch bekannten Adressen und sorgt auch sonst für dessen weiteste Verbreitung, um endlich einmal unferm geschmähten Vaterlande Genugtuung zu ver­schaffen; alle Welt soll durch dies Buch erfahren, was Frankreich an uns dauernd verbricht."

Vermischtes.

Sifenbahrnmfalle.

-Berlin. 2. Juni. (Wolfs.) Heute früh 7 ijftr wurde auf dem Lehrter Bahnhof das Stellwerk LWT durch einen Leerzug umge­fahren. Bei dem Unfall wurden drei Beamte verletzt, einer getötet. Die (Sin- und Ausfahrt am Lehrter Bahnhof war mehrere Stunden völlig unterbunden und konnte später nur mit Verspä­tungen ermöglicht werden.

Oppeln, 2. Juni. (Wolff.) Heute nacht um 12.40 ll&r fuhr ein Persvnenzug auf Der Strecke Ratibor Kandrzin, vermutlich in­folge Llebcrfahrens M Haltesignals, auf einen vor dem Bahnhof Kandrzin wegen Lokomottv- schadens haftend.il Güter z u g. Der Zugfahrer und ein Hilfsfchaffner wurden getötet^ ein Weichenwärter verletzt. Die Strecke tst wieder in Ordnung. Srne Hnterfud)ung über das ilnglua ist emgelcitet worden.

Das Erdbeben in Persien. 2200 Tote.

London, 3. Iuni. (WTD.fReuter meldet aus Teheran: Die amtliche Mitteilung über das Erdbeben in Der Gegend von Turb o t i Deidari lautet: Am 28 Mai ereigneten sich heftige Grdstöfte, die den ganzen Tag andauerten. Die Bazare der Stadt wurden zerstört, ebenso 30 Dörfer und Flecken, die im Umkreis von 14 Meilen um dir Stadt liegen. In der Staot wurden bisher 40 Leichen geborgen, in der alm- g-egend 22 00. --------

Turnen, Sport und Spiel.

Deutscher und schottischer FuftbaNsieg in der Schweiz.

Freiburg i. Dr. 3. Iuni (WTDtt Das heute bei frräcfciigem Wetter und überaus groftcr Zuschauermenge' itz Basel ftattgefunbene neunte FuftbaN - Lander treff en Deutsch­land gegen Schweiz Hai mit einem 2:1* Siege für die deutsche Alannschaft geendet.

Am Samstag abend fand ein Fuftball- Wettspiel zwischen dem Schottischen Meister Glasgow -Rangers und oem Schweizer Meister S. E. Bern statt, das die Schotten bei glänzender Aeberlegenheit mit 7:0 Toren ge­wannen.

Abschluß wurde genehmigt. 4rB5 der

Detriebsrechnung aus dem verkauften Strom beziffert sich auf 12 227 240 99 Mk. (da­von entfallen auf den Bezug von Llchtstrom 4 945 710,01 Mk., auf Äraitiirüai 2 067 162,-9 Mk.. auf Grossabnehmer 4 904 479.81 Ml , auf Straften- br.'euchtung 190 046.83 Mt, auf Bah iHv,e 63 2tV,93 Mark, aus Heizstrom 49 125,80 Mk., der Rest auf kleinere Posten). Für den Strombezug aus Wölfersheim waren 5959 238,32 Ml. zu zahlen.

Aus der Rechnung und dem Derwa.trngs- bericht über den Bau der elektrischen XL e be r la nban läge im Rechnungsjahr 19 2 1 ist ersichtlich, daft die Erlahmen auf 47 346 678,76 Ml., die Ausgaben aus 42 667 783,25 Mark sich beliefen, so das; ein Rest in Bar in Höbe von 4 678 895.51 Ml verblieb. 2lbg. Bürgermeister I o st - Dermutshain brach e einen Antrag ein, der bezweckte, gewisse G-rmeinden, die im Hahrc 1921 die Giert i u.ttäLeon lagen auf den Vertrag d bauten, Don der nachträglich vom Provinzialaas- schus; sestgeseytt-n Rachzahlungsfrs licht au enl- Laibert, da diese Rachzahlungen zum graften Lett auch mit für solche Gemeinden geleistet werden müftlen, die seir^czeit nicht gebaut ftättrn, i|)t ober ihren Wald verkauften und nun viel Geld hätten, trotzdem aber die leistur.geschwachen Orte für sich, die reichzewordene >, zahlen lieften Aus Gerechtigkeitsgründen müsse sster eine Revision eintreten. Der Antrag sand einstimmige Annahme und soll zur Prüfung durch den Provinzralau-^ schuft führen, ebenso wurde die Rechumgsablage

einstimmig gutgeheiftsn. , , 4

Der Voranschlag der elektrischen Ueberlandanlage für das Rechn ung« - jahr 1 9 2 3, der in seinen Ziffern heute auch schon nicht mehr stimmt, weil die weitere starte Getdent- Wertung dazwischen kam. sieht einenAusgleich der Detrie^rechnung in Höhe von 8 Milliarden 860 Millionen vor. Der Voranschlag wurde genehmigt mit bei Massgabe, daft Krebitüberschreitungen, die durch die Verhältnisse bedingt werden, irn voraus als bewilligt angesehen werden sollen. Einzel ien Wünschen aus dem Hause sagte der Provtnztab biietlor bereitwilligst eingehende Prüfung und wenn irgend möglich, Berücksichtigung zu. Aus dem Verkauf von Strom wurden zurzeit der Doranschlagsaufstellung an Einnahmen erwar­tet: 8 Milliarden 752 MMronen 500 003 Ml. (da­von sollten bringen: Straftenbeleuchtung 148 Mil­lionen 500 000 Mk., Privatbeleuchtung 1 Milliarde 800 Millionen Mk., Elektromotoren 1 Milliarde 170 Millionen Mk., Heizstrom 44 Millionen 100 000 Mk., Bahnhöfe, ohne Bahnhof Frirbberg 45 Millionen, Groftabnehmer 5 Milliarden 544 Millionen: hierunter Gieften mit 954 Millionen 800 000 Mk., Fncbberg mit 260 Millionen 400000 Mark, Butzbach mit 303 Millionen 800 000 Mk., Vilbel mit 115 Millionen, Bahnhof Friedberg 120 Millionen, Wasserwerk Inheiden 862 Millionen 500 000 Mk., Eisenwerke Hirzenhain 325 Millionen 500 000 Mk., Frankfurter Lokalbahn A G. 92 Mil­lionen Mk., Gewerkschaft Luise 217 Million^i Mk. Für den Strornbezugaus Wöl f er «beim waren 7 Milliarden 700 Millionen Mk. vorge­sehen Alle diese Ziffern werden natürlich nrfolge der neuesten katastrophalen Geldentwertung erne starke Erhöhung erfahren; wir geben sie hier nur wieder, um unseren Lesern einige Anhaltspunkte zur Beurteilung des Voranschlages zu geben

Rach einem erläuternden Vortrag des Pro- vinzialrats Wolf und nach kurzer Aussprache stimmte der Pr-ovinzialtag den Grundsätzen über Anstellungen der AngesteNlen bei der Provinzialverwalttmg und in den Betrieben und Anstalten der Provinz zu. Die neue Regelung bringt den beteiligten Arbeitnehmern seyr beacht» liche soziale Vorteile, die mit Recht als ein grofter Schritt vorwärts bezeichnet wurden, da sie bei dem Vorhandensein gewisser Voraussetzungen auf die lebenslängliche Beschäftigung hinauskommen.

Als letzter Punkt der Tagesordnung stand eine Vorlage betreffend den Beitritt der Pro­vinz Oberhessen zur ..®emelntt>trt- scha ft Ober Hessen "zin Beratung. Provin- zialdirektvr Matthias bezeichneie es sehr rich­tig als selbstverständliche Ehrenpflicht, das) auch die Provinz als solche sich an dem gemeinnützigen, schon zur Genüge besprochenen Unternehmen be­teilige. Bis jetzt feien rund 220 Mitgliedergemein­den mit einem Waldbestand von insgesamt 17 000 Hektar beigetreten. Die Gemeinwirtschaft Ober- Hessen sei damit ausreichend fundiert. Die Ausgabe der Provinz sei es vor allem, in der Provinzial- pflegeanstalt Räume zur Aufnahme der heilbe- dürftigen Kinder zur Verfügung zu stellen. Wenn das Institut erst richtig arbeite, werde man in» Auge fassen können, die sozialen Auswirkungs- Möglichkeiten noch weiter auszubauen. Die Vor­lage fand die einstimmige Billigung des Hauses.

Im Anschluft an die Tagesordnung brachten die Abgg. Zustizrat Grünewald und Land­wirt Fenchel Klagen über Verkehrsanterneh- muitgen vor Abg. Grünewald führte Be­schwerde über die D ieber t o Iba ft n. die ihren vertraglichen Verpflichtungen in keinen Weise mehr entspreche trotz aller Besch.rerden des Publikums und der Oessenilichkeit. Die Herren in Berlin, dte da maft-gebenb seien, miftachteten die Konzessions­urkunde vollständig, dafür aber seien sie im Geld» eimnehmen groft. während sie im Deisten weit schlechter, ja durchaus ungenügend seien. Diesem Zustand mühten die Bchörden jetzt nachdrücklicher als bisher ihie Aufmerksamk.it widmen, zumal die Bahn auch keinen Kohlenmangel habe und cbensoweevig finanziell notleidend fei, denn die Aktien der Unternehmerin, der Deutschen Kleinbahn-Gesellschaft, würden jetzt an der Börse mit 70 030 Prozent notiert. 4^r be­stehe ein Derkehrsskandal schtimmfter Art Pro­vinz direktor Matthias erkannte die Der^>- tigung der Klagen des Vorredners an und be­merkte. er habe in dieser Sache schon wiederholt an feilte vorgesetzte Behörde berichtet. Es seien auch gew sle Entsch ihungen getrvs en word-en, die er dem Abz. Grünewald mitteilen wolle. 216g. Fenchel führte u. a. aus, daft, was eben von ter Diebertalbahn gesagt worden sei. treffe vollständig auch auf die ButzbachLich Grünberger Dahn zu. Ebenso w.e bei der Diebertalbahn sei auch hier durch Äu t^gebingen ber Anliegergemeinden und durch m-ehrjache Ar­tikel imGieftener Anzeiger" die Stimme der Kritik energisch erhoben worden, auch hier seien es Berliner Herren, die öivma Lenz & Eo., die bedenkenlos d'.e Verpflichtungen der Konzessions­urlunde miftachten und einfach nach ihvem Ge° wmnstandfrunlt bitüeren unter völliger Dmseite- schiebung aller Beschwerden. Die Dahnen seien doch nicht nur dazu da, baß Mc Berliner Gesellschaften ihre Ge­winne ein stecken könnten. 3m Interesft ter zahlreichen Anliegergemeinden bitte er auch gegen die Firma Lenz & Co. als BetriebLführerin der ButzbachLicher Dahn energisch vorzugehen.

genehmigt

Zum Veranschlag der Provinzial- fasse für das Rechnungs,ahr 192 3 unterbreitete der Provinzialausschuft dem Hause folgende Mitteilung:3m Laufe deS Rechnungs- jaA^s 1923 wird ber Etat der Provinz durch eine Reihe von Gesetzesänderungen stark beein- fluftt werden. 3n erster Linie betreffen diese Gesetzesänderungen das XLmla ger e cht der Gemeindeverbände. Wahrend seither nach Artikel 9 der Kreis- und Provinzialvrdnung die Provinzialabgaben auf die Kreise, die Kreis- abgabcS dntot. bei auf ben Är«i8 Anteils an den Provinzialabgaben auf die Ge­meinden ausgeschlagen wurden, ist letzt vorge­sehen den Provinzen und Kreisen ein eigenes Steuerrecht einzuraumen, das sie von den Gemeinden unabhängig macht. Des weiteren ist beabsichtigt, noch im (aufenoon ''laftr das System des Kun st st raßen« Gesetzes grundlegend zu ändern. Bon anderen bevorstehenden Gesehesä^erungen sei mir die gesetzlichle Regelung der 'Rahrungs- mittelkon trolle erwahtt. die ebenfalls im laufenden Rccknungsjahr erfolgen soll und auch nicht ohne Sinfluft auf den Fmanzplan dec Pro­vinz sein wird. Diese Gründe liehen es dem P^ vinzia laus schuft ratsam erschnnen vorläufig von der Aufstellung emes Voranschlages für 1923 abzuseh-en Richt nur würde ein jetzt aufgeitellter Voranschlag, weiter die Qlu^irfungen ber be^r- stehenden Gesetzesänderungen noch nichts b^ia- sichtigen könnte, ein durchaus unrutreften^ Bild ergeben, auch die Arbeit und erhebli^-en Kosten, die durch die Vorlage eines lolch2nVorrmfchla^es aufgewendet werden mühten, wurden umsonst mm do'irn Laufe des Rechnungsiahres eine gänzliche HmaVftaming erfolgen müfttc. Der Provinzial- ausfck.uft beantragt des^lb^^Mimmen, daft un Re-chnilnasjahr 1923 im Rahmen ^Voranschlags und Rachtragsvvrnnschlags für 1922 ^rlaufvg tociter gewirtschaftet wird nut d«r Matzga^. Mfi etwa fortschreitender Selbenttoertung Rech­nung zu tragen wäre." .Diesem Derschlag ent­sprechend wurde einsttmmig besch'.osten.

Die Rechnung und der Vrrwaltungsbericht des ProvinL'ialwasserwerks Inhei­den für das Rechnungsiahr 192 1 gabmr keinen Anlaft zu Bemerkungen. Die Detrieds- r echnung .schlieftt mit 3 113 442,50 Mark nt Ei.mahme und Ausgabe ab.Die Vermogens-' i -chnung vergleicht sich ui u1}^

Ausgabe mit 1 568 171.81 Mk. wurden geneh- miat - Die Stadt Frankfurt a. M kx^og im Brnckstsjahre 7 425 515 Kubikmeter Masser zu 3017 588 31 Mk. (gegen den Voranschlag mehr ecc pro Qi Mf), die übrigen Abnehmer bezogen 50233 Kbm zu 18 763,76 Mk. (gegen den Vor- ansch'ag mehr 3 678.76 Mk.).

Der Voranschlag des Provrnzial- wasserwerks Inheiden für bai R ech- nnnasjc.hr 1 923 ist, wie der Provinzial- btaitor mitteilte, t«,ch d-m im 2^td

o'i'acftertt also m'.ttlerwrile auch schon ubertzott. -v-ie Ueberschixitungen gehen der Provinz sondern nnisse durch dan Wssserpoeis, für den hauchllächl ch Fra ckurt in Ve:rächt kommt cc^'edt werden a-ie Be triebsrechnu ng ist nut 1281 245 000 Mark in Einnahme und Aus- aabe veranschlagt, die Vermögens rechn ung ^uf 140 382 968 Mark. Das Haus stlmmte zu.

-£)<> Rechnung und der Verwaftungsbericht der elektrischen Ale be r I o n b a n la g e Jür d^S Rechnungsjahr 1921 zeigen sv.gerues Dild- Ergebnis der D e t r r e b s r e ch nung beim Mschlub 31. Qltät.l 1922

nobmen und Llusgaben mit 13 8t5 839,51 u^rf, Auänleich der Dermögensrechnung In ®in- Siftme ünb Ausgabe mit 43 927 824,40 Rlark. Der

(Telegraphische Auszahlung.)

2. Juni

3m GffStenverkehr von Bureau zu Dur«m war der Geschäftsverkehr irn allgemeinen ruftlg. bK T«idenz aber fest Einen groften ©mfluft ftatte die Auswä rtsdewegung des Devisenmarktes aur den Verkehr mit Auslandsrenien. Dagdad > > 235 000. Zoll türken 140 000. 1902er Russen 11000 genannt. Dvldrumänen fest, 47 000 bis 48 OQO. Schuygebietsanleibe 19 000 Geld. Diamant-Svares 350 000, Api 94 000 Im einzelnen nannte man ferner noch folgende Kurse: Metallwerle Ding 43 000. Rvrddeuttcher Lloyd 105 000 bis 109 003 bis 11000. Hapag 275 000 bis 280 000, Deutsch' Luxemburger 550 000. Badisch- Anilin 89 000 vis 91 000, ScheideanstaU 135 000 biö 140 000. Mansfelder 130 000, Licht und Kraft cS 020 Berg- mann 150 000. Von unnotierten Werten sind noch zu erwähnen: Ufa 45 000, Hammerstem und H» sius 19 000, Decker Kohle 58 000. Drown Dvneri 26 000, Krügers hall 90 000, Kaliwerk Rheydt 60 000 bis 65 000. Meineier Zellstoff wurde mit V/t Millionen bezahlt. Dollarnoten gegen 1 älhr 80 500.

Berlin, 2. Juni. (Wolff.) Borfeit- bericht. Die Steigerung der Deviscnpre:se setzte sich heute in verstärktem Maste fort. Ge­genüber der bestehenden dringenden Aachsrng verhielten sich die Devifenbefitzcr so zurückhal­tend. daft bei der amtlichen Preisfestsetzt'.nt der 'Bedarf für fast alle Plätze nur zum ^:l und zwar zumeist nur zur Hälfte, für Ost ix ru­fen, wie Prag, Wien und Jugoslawien nur mit 15 bis 25 Prozent befriedigt werden konn a. Für Dollarnoten wurden später Über 80 000 Mark und für Dvllarschatzanweisungen per Kasse 81 000 Mark, per Juni 86 000 und per Juli 92 000 Mark bezahlt. Infolge der Vor­gänge am Devisenmarkt hielt die stür­mische Nachfrage nach Effekten aller Art feu tens der berufsmäßigen Händlerkreisc und des Publikums an, es wurden wieder durchwe g zum Teil beträchtlich über den gestrigen Schlustkursen liegende Preise genannt. Auch hier ist wegen der geringen Neigung weitrc Kreise, sich von ihren Sachwerten, als welche Effekten in zunehmendem Mafte angcfeh.ut werden, bei keianl'.allendenMar.cuttcer.un.?,. n trennen, bereits stärkere Knappheit an Ware zu beobachten. Dieselbe Wirkung haben auch die Auskäufe groften Stiles in Mvntanwenc.i,

Frankfurter Devisenmarkt.

lAInmmn und sonstiges S nKezierer FfyflSlZöH ii>enigenStund.radikal yer- ft.7 . W03l niebtet durch d. apparatlose

\ ei-gäseu v. V«i U*anyt. Durch Verbrennen auf einem Blechdeckel wird »u ein paar -h nuten soviel Gas erzeugt, daß a LLngcziefcr niic (ipn Fnffon uni lCAzen tliclit tiucl sofort getötet wird. Auch d.ßrut stirbt augenblick­lich. Vor Einkauf Höhe, Länge u. Breite eines jeden Raumes messen, 1 Paket für 26 efcnu Alleinverk. für Gießen: DroKerlo WlnterhofT, Xrenxplati 2 n. 10. "*D

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