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3ttn Ipred). Snschltzss» fürdieSchrift. Irdeng 112, ftr Verlag geb Des chäste stelle 51. »nichrift ftr Drahtlich, licht«: Ineittr iltiee.

Ur«ethnl e. w. 11686.

. frs. zahrganz

Donnerstag, 2. August 1.923

GiehenerAnMger

General-Anzeiger für Oberhessen

Drw< mfc Derlei. vrühl'schr UwfixrlltätS'Bi»- ewi Slftnfcriderei R. Cange le -fetzen. Sdfriftlettung tmö KeschSftrftekle: Schelftratze ?

Annahme von Sajtig« fit bt« logtinummtr Die ium Aachm:!iog oorhrt ohnejebe ü«id>nblichkeU Sreti fit 1 mm höbe |ü< njeiqeno 27 mm Steil« ör.l 1200 Ulk., aurodrte 1600'lJlk.; *. 'H«hl om«> Anzeigen von 70 mm Breite 5000 IJL'B.rpialj. eorfd)nfi20" ,Aus,chlag tzaup'.Ichrililnler: .lug. Uioet} tl<lanlw2ttlich für Politik: 7lug. (Soetz für Öen übrigen Teil (trnft Slumd}ttn; f dr oen Sinjeigenteil: >,on» Leck, Amtlich r. (3 e j e t.

Gröbster Unfug!

Gröbster Unfug Ist noch der mildeste Aus- brad für Das, was hier berichtet werden mutz. 3n der .Menschheit", jenem allwöchentlich tn Stuttgart erscheinenden Abladeplatz für alle di« Perversitäten, dte In Deutschland unter dem Innen .Pazifismus" gehen, wird die Verrücktheit jetzt soweit ge trieben,*chaß sie allen Ernste« eine Gelbsttnmlung eröffnet haben, nicht etwa für die Volksgenossen an Rhein und Ruhr, sondern für Frankreich 3n Ar 24 vom 6. Juni 23 erläßt Lilly Jannasch einen Aufruf zu einem .VersöhnunaSopfer de« deutschen Volkes an das französische Volk". LS solle ein .freiwillige« Opfer weiter Volks« kreife" sein, ein Symbol unseres guten Willens (der bekanntlich mit dem Wert von 100 Gold« «aa ni* tft)e ein

f<mntnt^ h<?5 tt>tr bo* auf bcs tkfftc bedauern, das unsere Kriegswütlgen (li an« gerichtet haben" (Es lebe die unsterbliche Kriegslüge.) Die .Regierung" .feilscht" um die Erfüllung, aber da« .Volk" muß dem .fran« zösischen Volk die Hand reichen". Denn Frank­reich "avlle ja gar nichts weiter, dann herrscht die .Liebe", und alles ist wieder gut Während man naiverweise glaubt, nun müsse endlich auch dem .letzten" deutschen Pazifisten ein Licht über die wahre Ralur und die Ziele Frankreich« aufgegangen sein, treiben jene eS um so toller mit ihrem bewußten Sichblind« stellen gegen die dicksten Tatsachen, mit ihrem hysterischen Geschrei über .Liebe", mit dem sie die gewissenloseste Hetze gegen di« .Sabotage der Erfüllung" durch die Regierung und die .deutschen Geldbesitzer" verbinden. Auffallen­derweise meinen sie aber nie die Schieber und Reu-Reichen, sondern die arbeitende deutsche -Industrie mit diesen Verleumdungen. Gegen bi« Schwerindustrie ist jede Veschimpsunq ihnen Recht. Sv hielt e« Prof. Foerster in Ar. 20 vom 19. Mal für ang«3racht (ohne den Prozeß und da« Schandurteil gegen dir Trupp di re kwren auch nur zu erwähnen) aus di« alten Anschuldigungen des früheren rrruppdirektor« und Vaterlandsverräters Muehlon zurüthugreisen und t)k Behauptung aufzustellen: .Aus dem Geisteszustand der Kruppherren ist der Weltkrieg hervorgegan- 9en". Eine größere Gemeinheit und Aieder- tracht ist wohl nicht denkbar, al« diese schmutzig« x>erieumbung in dem Augenblick, als die .Kruppherrsn" die Treue für ihr Vaterland, ihr Werk, Ihre Arbeiter mit Gc- sängnisstrafen büßen müssen. Aber als Ehrist" erklärt Foerster, sich aus der deutschen Volksgemeinschaft ausgeschieden zu haben. Taß da-? deutsche Angebot von .FuchSge- sInnung", .H'uck elei" zeuge, nur .Bluff" und ..Mater:a! für die deutsche Propaganda" sei, dieses ausländische Urteil finde, er .lehrreich".

3n dem Aufruf von Lilly Zannasch zeigen noch zwei Sätze die verkehrte Welt, in der diele Leute sich heimisch fühlen. .Aur durch ein solche« Opfer kann unser Volk sich vom Krampf des Hisses und der Seibftoerechligkrit befreien".Olur durch eine solche Tat kann Frankreichs Volk von der Angst und Sorge nm seine Sicherheit erlöst werden." 3n Wirk­lichkeit lebt das französische Volk im Tiamps deS HisseS t:nC der Selbsteerechtigk.'it iii.b dns deutsche setzt diesem eine übermensch­liche Lammer^eduld entgee.ii. Und d e läch.r« licheAngst um .ich Sicherhei.? soweit sie nicht ein fach , alillsthe Zweck.üae ist tcaien ncr<? ü\- den . en Pazifisten ml. ihrer Hetze eine schwere Schuld daran, daß die Franzosen in e.r.e solche sinnlose hysterische Angst sich bin- eingcstcigert haben, die sie im Besitz einer größeren Armee al** *914 mit modernster Aus­rüstung um ihreSicherheit" zit.ern läßt und zu den. Ouilcreicn gegen das deutsche Volk veranlaßt Emma! müssen doch die Franzosen die Waß.heit einsehen, daß sie letzten Endes die Zerstörungen ihrer Rcvanchesucht zu v?r- danke, haben, dir sic im Krieg fesihielt, bis Elsaß.Le.hringen ihnen wieder zufiel auf Kosten ihrer v-?rwüste.en Provinzen. Und wenn eine ..Versöhnung zw-s^ en Frankreich und Deutschland möglich sein soll.«, dann müß­ten die Franzosen erst einmal die Grundregeln de« Anstands und der Ritterlichkeit gegen Wehrlose beachten.

Die ö-imm ung für Frankreich ist von der ..Menschheit" berei s mit einer Million ein- gelei'e,. Es wird um Geld, Devisen, Dchmuck- sachen. Goldringe gebeten. Hoffentlich finden auch di« deutschen Frauen, an die solche Auf- foroerungen ergehen, darin einen Ansporn zu erbebtem Opfer, natürlich für die von den Franzosen gequälten und vertriebenen deut­schen Volksgenossen. Dr. E. V.

Die Krankheit Hnrdings.

PariS, 1. Aug. (WTB.i Aach einer Ha« PaSmclöung aus San Franzisko hat Präsident Harb ! ng die Krise überstanden und ist auf dem Dege der Heilung,

Vor der Entscheidung Englands.

Englische Rabinettdbctatunfleii.

London, 1. Aug. (WTB ) Wie Reu - I e r erfährt. Ist eine der Fragen, über die daS Kabinett beschließen wird, die, ob die verschie­denen Roten und Schriftstücke, die In der Ae- parationSfraae gewechselt wurden, veröffent­licht werden sollen. Wahrscheinlich werden die britischen Minister während der nächsten bei­den Tage Im H.nblick auf den aroßen Umfang der zu bewältigenden Arbeit beinahe ständig Aufamrnenbleiben Den Blättern zusolze Dauerte die Vollsitzung des Kabinetts heute vormittag, in der die Prüfung der belgischen und französischen Antwort fortgesetzt wurde, 2 > vtüuvCn. Heute Ovchv wird uüo j\uuin«ii Im Unterhaus eine weitere Sitzung abhalten.

Die Neigung zu einer unab- hängigen Reparationspolitik.

Paris. 1 Aug. IWTB > Der Londoner Korrespondent de« .Tempi" schreibt SS liegt kein Anlaß mehr vor. zu bezweifeln. daß Sng- tanb unter der Regierung Baldwin auf eine unabhängig« AeparationSpvlitik zu steuert Die einzige Frage, die man (ich heule vvrlegt. ist die, ob die Regierung Baldwin eS bereit« für unmöglich «reichte, sich für eine ge­meinsame Politik mit Frankreich zu erklären, oder ob sie die Verhandlungen fortfetzen wirb Auf alle Fälle ist man der Austastung, daß die Wiederaufnahme der Verhandlungen die Un- gewißbeit. die In der Regierung und in der öffentlichen Meinung herrscht, nur um einige Tage verlängern könnte

Herausfordernde Töne in PariS.

Pan«. 1. Aug (WV) Offiziös wird mrtgete-ilt Sie vergangene Rächt au« London erngegangenen Raq richten über den Eindruck, den bie fianzölifche und die belgstche AntwoN auf die □lote Lord Eurzon« hervorgerufen hat. hätte in Pari« zu einigen Ueberraschungen und emigem Bedauern Anlaß gegeben Während man in fran- zöfifchen ostiziellen Kreifen strengste« Stcklfchwei- gen über die letzten englischen Mitteilungen in der Reparalion«srage bewahrt und während man efl vermieden habe, öffentlich irgendwie Stellung da­zu zu nehmen oder auch nur irgendeinen Eindruck zu bekunden, um die Verhandlungen nicht za er­schweren, scheine hinsichtlich der sranzölilchen Ant- wrrt eine Derartige Zurückhaltung tn London nicht gewöhn werden zu sein Es sei durch autorisierte, wenn nicht durch offiziös' Informatio.ten laut ge­worden, daß man in London die Lage peNi­rn i st i s ch an sehe, daß eine Verständigung wenig wahrscheinlich fei daß da« Kabinett heute würde Beschluß zu fassen haben, ob es da­raus verzichte, eine Kollektivantwort aus die Rote pem 7 Juni an Deutschland zu richten und daß schließlich ta« Kabinett die Veiüffentlich mg der kürzlich zwilchen England und Frankreich ausge- tauschten Scfumrnte in Erwägung zi.hen würde Es erscheine außer Zweifel, daß die französische und die belgische Antwort in englischen Rc- glerungskteilen einige Enttäusb ing veru>'tacht hätte dadurch daß die beiden interalliierten Mächte sich tn dielen Roten entschlossen zeigten, sich an die gr undlegenden Prinzipien berjenigen Po111il z u halten für die fic fid) um 11. 3 anuar durch bie Be­setzung deS RuhigebietS entschieden hätten. Die sranch ilch? 2cgiei.ng so ch rile man in Lond.n. beharre all > aus ihr er P-sti ion. Sic lehne es ab. der englnchen 2 nsasl ing die mindeste Konzestion zu mady-n. Für jeden u.i- parteiifd. Urteilenden crtläre und recht- ,eilige lich aber diealtuug der sianzöfilchen Regierung, denn nun begreife in Frankreich nur schwer, daß gewisse englische Kreis« mehr dazu neigten, von Frankreich die Räumung be3 Ruhrgebiets al« die Einst.llung deS deutschen passiven Widerstände.; zu verlangen. Mit an- dem TDorten: die öffentliche Meinung in Frank- reich wundere sich, daß in dein gegenwärtigen Konflikt gewiss« Engländer an Stelle de« ge­meinsamen Feindes von gestern. Deutschland, da« heute offen gegen den Vers itller Vertrag rebel­liere. ihre Alliierten, die Franzosen und Bel­gier, zum Rachgeben aufforbern. die nicht; weiter al« die Wiedergutmachung der verwüsteten Ge­biete verlangten Diele« fundamentale Mißver­ständnis liege der Unstimmigkeit zugrunde, tie man in London sststelle 3n französischen Kreisen b--.be man bi« jetzt die Hoffnung bewahrt, diese« Mißverständnis zu zerstreuen, und die Antwort Poincarös fei. wie e« scheine, sowohl 'achlich wie in der Form dazu ange nn, die Fortsetzung der Verhandlungen und schließlich vielleicht Die Anpassung der einander gegenäde'-'teßenden Ge- lichtSpunktc zu ermoelichcn Man werde bald er­fahren. ob da« englische Kabinett diele Antwort ander« beurteile 3n dieser Beziehung werde e« von Interesse sein, die englische Regierung dem ihr heute morgen zugeschriebenen Plan, die letz­ten zwischen London unj Pari« ausgetauschten Roten zu veröffentlichen, geben werde Bi« jetzt glaubt die Agentur, daß die französische Regierung noch nicht ersucht worden fei, ihre Zustimmung z u einem solchen Verfahren z u geben, wie ba« unter der­artigen Umständen üblich sei Auf alle Fälle würde die Veröffentlichung bei dem gegenwär­tigen Stande der Dinge in Pari« einiger­maßen inopportun erachtet werden Einerseits könnte fie nur Deutschland zugute kommen, andererseits würde fle auf Seiten bv«

englischen Minister die Absicht bekunden, den Verhandlungen ein Ende zu machen, zu denen sie die Initiative ergriffen hätten, um die Inter­alliierte Front wieder herzustellen Die fran- zöfilche öffentliche Meinung, die der Entente torblale tief ergeben sei. wolle noch nicht glauben, daß ihre englischen Verbündeten Dielen Ent­schluß fasten wurden, bevor he sämtliche Der- siändigungSmöglichkeiten erschöpft hätten

Pari«, 1 Aug ,WTB > Da« .Journal" schreibt Wenn England sich auf den Standpunkt stellte. Iah bie Wiederaufnahme der Verhand­lungen u-.-iüy fei und sich eine Sonde rv er- ftänbigung mit Deutschland rvebel i le. würde c« vielleicht einen nicht wieder zutzurnach.n- ten Fehler begehen, der jede interalliierte Lösung der 'Hcpara::c;:£!rage Vrrhindei» u ii> die WirtschaftSlrrle der es abhelfen follle nur per- schärfen könnte Al« Folge ei ter solchenr Initiative könnte die innere Lage Deutfch'and« sich nur ver­schlimmern. kenn alle, die jenseits bei Rhein- ufciii taoon träumen, den Versailler Vertrag zu zerstören, w-irden ermuntert, auf ihrer Kata- sirophenpolitik zu verharren, die den finanziellen Rui.r Deutschland« ve,ursacht habe Wae un« anlangt, würde un« ünglinS nötigen, zur Ver­teil igung unserer Anspruch.' gegenüber Deutsch­land zu den energischsten Mitteln zu greifen, namentlich auch solange im Ruhrgebiet stehenzubleiben AndeierfeitS scheint un«, daß auch tie französische Rearerung alle« tun muß, wa« in ihren Kräften steht, damit die Ver­handlungen fortgesetzt werden. Sollte die eng- lifche Regierung eine interalliierte Kon­ferenz Vorschlägen, würde Poinearö gut daran tun, nicht nk^ativ zu antworten, denn diese« Ver­fahren hat sicher Rach teile, aber ist immer noch viel weniger nachteilig, al« ein Abbruch der Verhandlungen.

Pari«. 1 Aug (WTV > Der ,T e m p «" schreibt E« steht durchaus nicht fest, daß Eng- land an dem Tage, an Dem c« alle Völker der Welt auffordern werde, darüber zu urteilen, wie e« einen Vertrag auSführt. fein Kredit er- höht wird Lord Eurzon hat Die finanzielle RepavativnSfrage in einen vollständigen Zwei- Limpf zwischen Frankreich und England um- gewandelt Die Hegemonie von England in Eu­ropa veranlaßt e«. hartnäckig Frankreich. Belgien und selbst der Kleinen Entente entgegenzuarbeiten Da« wäre, wenn da« englische Kabinett jetzt beschlösse, Frankreich Den Rücken zu kehren, um sich separat mit DeutschlanD zu verständigen, die Ursache, die mm Tkmdw* Der Entente eerbiale führen würde Ist c« Frankreich, Dem dreier unglückliche Zufall am meisten hinderlich wäre? Das Blatt der französischen 2chwer- indnftrie qcqcit Poincar^.

Pari«. 1 A rg (WB > Die ungünstige Ausnahme, welche Die französische Rote in England gefunden hat. hat eine ft arte Er­nüchterung hervorgerufen, Die sich In der Presse in heftigen Kritiken gegen Porncare« Methoden äußert So schreibt Die ,3ournde 3 n D u ft r i e 11 c" da« Blatt der s-anzö'ischen Schwerindustrie Die durch die französische Ant­wort zwischen Pari« und London herv 'rgerufene Spannung lasse jetzt nur noch eine Alternative offen, entweder die bisherigen Methoden fallen -u laifen. oder den Bruch Die Antwortnote Poin- aiö« s'-i ein juristisches und dialektisches Meister­stück Tiber mit Abstraktionen allein könne man nicht zu irgend?! er Verständigung gelangen. Außerdem liege eine große Eet.ih sür Fr>ii»kreich darin, daß Princare fast auss<ließlich sich auf die Frage des pass.ren Wide < nies und der in- leialliicite-i Sch;l'cn beschränke und dadurch den ganzem diplomaiifchen Äamhf auSschli ß ich ans diese Gel icte Verleite Selbst wer.n Frankreich tn der Frage deS iM'lioen WOerstan>es C1olg ba- len Teilte, we.de dieser S.iolq wohl nur formaler Rat.ir f in denn zweiieklo« ipü Dc er zur Folge haben, daß d, e öffentliche Rkeinung der ganzen Welt s i ch gegen Frankreich wenden werde In der Z ag: der in eralli- ierten -.ilDcn eimögl.che die Antwort P' liikare« c« England, zu erklären daß es in dieser Frage zu v eitgek enden Äon-e fioneu zugunsten Der Alliier en berei' fein werde. wenn es die Ruhr und da« Rheinland räume In tiefem Falle lei es kaum zweifeiha't daß alle Verbündete» lich »oa F ml e ch abwen - den werden E« lei n;d)' richüz wenn man in Frank eich bebau'".? daß die e glifche Re lie u ig mit ihre gegenwär ige > Poli !' >u einige Van'ier ker Eittz hinter sich hab:, vielmehr werde ti.-e Pt l ti( ro i der Gesamtheit der engli schen Handels» und Industriekreilee a;?n. t-e au« der Entwicklung in Deutschland un) der Dort ro'i Tag zu Tag bedrohlicher wer.'e 'den bvlschew l'tische e Gefahr eine Wei ere Verkchärluag ter englischer. W rt'chaft krise und einen rerbäag- oiSvoilcn Einfluß auf die Masse der -engliich n 2 b:it«lofen befürchten Das le ein- Tatsache die durch keine Dialektik hiawogdusku tert werden könne Frankreich müsse vor allen Sn gen einen Bruch mit E-egland zu vermeiden suchen Wenn man in Frankreich auch di? Besetzung der Ruhe für notwendig halte, welchen Erfolg Der- spreche man s i ch von einem Bruch mit England, welbe r mater/e lm Vn-1 II kön?' Die französische Wirtichifi von einer Ver'chir'ung der Krise auf dem englischen Markt erwarten? 3« handle sich gegentoärlig nicht darum ob,6ngtanb Recht oder Unrecht Hal. ei handle sich vielmehr um da« Schicktal und die Interessen von Böllern, die zu einem Ausgleich Drängen.

(?in anqebltckicS riiqlifdpfpaiufdird Äbkvmntcn.

London, 1 Aug «WTB > Ru'er jufolge wird in gutuntcrrichteten Londoner K eilen zu der Meldung über em angeblich ee -iglild)- Ipan Ische« A d k o ni r.i e :i U'.ge i der T a .i aerfrage crllärt, daß Die le.de - Linder in letzter Ze.t keine Vereinbarung geschlaf- -> Haden, abgvkbcn von Der bekannten Tatia3>. daß Sr-i- nicn im allgemeinen Die dii ilche Austastung >ei t, wonach b.c 1914 b:Ichio> e io 3ntcrn riortilli?» ning von Tanger Durchgeführt werden toll Dre Sachverständigen Grohbri airiticn st Stauen« und Frankreich« werden, wie man crwa tet, ihre Er­örterungen in einigen Tagen wieder aufnebmen.

(*inr französisochc <*vflärunq qrflcit audldnbifcfir Rctsrndr

Pari« i ot-ig - notTB) Da: Ministe­rium für auswärtige Ungelegen- veilen oeröstenliichr folgende »rtiaiaing Aus­ländische Reifende. Die vergessen haben, daß sie unsere Gäste find und daß sie damit zur Beach­tung unserer Gebräuche und Gesetze gezwungen find, haben in der letzten Zeit zu verschiedenen Malen beftia ihren Widerwillen Dagegen b kündet, daß sich an öffentlichen Omen Far­bige au« den französischen Kolonien neben sie setzten Sie sind so weit gegangen, in beleidigenden Ausdrücken deren Ausweisung zv verlangen Sollten Derartige Zwischenfälle sich wiederholen, so würden Strafmaßnahmen ver­anlaßt werden "

7ruppenoert<f)iebungen im Ruhrgebiet.

Berlin, 1 Aug. BlättermelbungLN au« Gelsenkirchen zufolge nehmen die Franzo - len Im Ruhrgebiet starke Truppender- fchiebunaen vor Gelsenkirchen wird heute zwei neue Regimenter Infanterie erhalten, für die eine große Anzahl Schulen, darunter auch das Gymnasium, beschlagnahmt wurden. Außerdem muß ein Teil des Rathaus,« für den kommandierenden General und seinen Stab zur Verfügung gestellt werden.

Ernste Lage.

Essen, 2 Ava (WTB) Dte Lage Im Ruhrgebiet tuiro von Taa zu Tag. )a tast von Stund? zu Stunde ernster In.olge der sranzölilchen Grenzpvrrichrungen und Bestimmun­gen wird der Grenzverkehr immer mehr oeschränft Reu» Stempel auf die Pässe wer­de» nur in fei lenen Falten vewtlligt Auch sollen sie in Kürze überhaupt nicht mehr au«geg?ben Herden, so daß dann aur noch Personen über die Grenze kommen, die jetzt bereit« im Besitz De« französischen Stempel« sind Waren kommen nur in geringen Mengen oder gar nicht in da« besetzte Gebiet Infolgedessen sind sehr viele Geschäfte au«verkauft Viele Läden sind ganz geschlossen Weiterhin wirkt die ungeheuere MarkentLeitung katastrophal Die Pieise werden täglich erhöht, manchmal sogar am selben Tage und sind unerschwinglich Alle Waien werden rationiert Die vielfach verarmten Käufer müssen wieder in Reihen a.rsiehen. Die Märkte find sehr schlecht beschickt De vorhan­denen Waren Rinnen wegen der hohen Forde­rungen von Den Käusern nicht bezahlt weiden. Männer und Frauen ziehen in Scharen durch die Straßen, um in den Läden da« zum Leben Rotwen>1g? zu ei halch n. Die Erwerbslosen, die zumeist durch Die Maßnahmen der Franzoien ihre Aid it«gelegenhe!l verloren haben, flelleo immer höhere Forderungen. So ver­langt der Stiener Atb lterlose.irat vierstündige Aid.itSzeit dei achtstündiger Bezahlung für die 77r tfianDSarfccitcr. außtctv^i pro Otopj der Er- tre b«losen 10 Meter Hemdentuch, 3 Meter An- zugstvff. billige Schuhe, S undung der Gasrech­nung. Einstellung ter Mieterrech iungen. Belie- fciung mit Kohle i. Kok«. Schmalz und Äartofld i An steckten Drohungc i im Falle der Richt- bcirilligung sehlt es nicht.

Schwere Iusammenstöhe in Oberhausen.

Berlin, 2. Aug. Bläliermeldungen au# dem Ruhrgebiet zufolge ist eS g estern in Ober- hausenzw sche.i streikendenBergleu- testundPolizeizufchweren 3 u , a m- men st äßen gekommen Ein Demonstrations­zug versuchte, in bie Rähe des Pollzeipiäsibt- umS zu gelangen. Als sich ihm Polizei entge- renstellte, nahmen b;e D-.mo.tstraii.en, bie zum Teil mit Spaten unb Hacken betoaffr.et waren, eine drohende Haltung ein. Aachbcm bie Poli- zeimannsch sten zunächst Schreckschüsse abge­geben hatten, schossen sie scharf In bie Menge, töteten zwei D . monstran - ten unb verwundeten sieben.

(?in Arbeiter von einem belgischen Poften erschossen.

WTB Mülheim iRuh-, 2 Aug. In der Rächt zum Mittwoch wurde der ILiähriq' Arbeiter Oofef Roth von einem belgischen P o - sten erschossen Ei «oll sich nach den An­gaben Der D^ahungSbetzöiben mit einem Beglei­ter in einem Gel üsch in der Rähe des Posten« aufgebalten haben und aus den Anruf deS P->- fien« geflohen fein Die Srmi'tlungen haben bis­her ergeben, daß sich die Einschubstelle vom über der linken Brustwarze beiinDel, Io daß allo Der Schuß nicht aus Der Flucht abgegeben worden Mn tonn Die Polizei bemüht sich um AuskläruMg da«