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Handel.

Berlin, 24. Januar. Börsenstim - mungsbild. Die für Deutschland zur Zeit schwierige außenpolitische Lage und die Un­gewißheit über den Verlauf der Verhand­lungen zwischen den Parteien hinsichtlich einer Verständigung über die Steuervvrlagen haben die Devisenpreise auch veranlaßt, durch den erneuten Markrückgang in Reuyork ihre Steigerung fvrtsetzen, so daß der Dollar bis 215 genannt wurde. Die Rückwirkung auf den Effektenverkehr war aber nicht groß. Es machte sich, wie schon gestern, ausgesprochene Zurückhaltung, besonders seitens der Börsen­kreise bemerkbar, wogegen das Privatpublikum wieder am EinheitSkurs-Zndustriemarkt etwas mehr Kauflust zeigte. Die Kursbesscrungen für die marktgängigsten Papiere betrugen bis zu 25 Proz. und vereinzelt auch darüber. Leb­hafte Umsätze fanden in Kaliaktien bei einer Kursbesserung bis zu 75 Prvz. für dies? und in ungarischen Rentenwerten statt, von denen 1910er, 1913er und 1914er Renten auf angeb­liche starke Prager Käufe um 15 bis 25 Prvz. stiegen. Valutarenten folgten der Devisen­steigerung nur zögernd. Heimische Renten lagen überwiegend fest. Wesentliche Derande- rungen traten im Kursstand im weiteren Ver­laufe nicht ein. wenn auch hin und wieder mäßige Abbröckelungen erfolgten.

Frankfurt a. M, 24. Zan. (Börsen- st immungsbild. Tie Haltung der Börse entsprach bei Eröffnung vielfach nicht den ge­hegten Erwartungen, da gerade die gestern be­vorzugten Papiere nicht so fest emsetzten, wre man erwartete. Ter Verkehr der Auslandsweite war etwas lebhafter, was mit der Aufwärts- Bewegung des Tollars in Zusammenhang gebracht wurde, welcher zwischen 209, 212, 215 umgeiegl wurde. Im freien Verkehr fanden wieder Che­mische Rhencmia größere Beachtung, 1015. Ferner wurden noch zu folgenden Kursen gehandelte Teutscbe Petroleum 1900, Wansfeldrr Kuxe 25 000, Inag 840845, Benz-Motoren 640, Zunge Bo° veri 425, (Sebr. Fahr 650. Reu eingesührt ka­men Tückerhoff und Widmann-Dietrich-Aktien mit 650 in den Verkehr. Ilsa nannte man 225230, Rastatter Waggons 730. Bei den ersten lau­fenden Votierungen zeigten Montanaktien eine unregelmäßige Tendenz. Begehrter erschienen wiederum Buderus, welche mit 949 einsehten. Auch Harpen er und Phönix fanden anfänglich mehr Beachtung. Chemische Aktien hatten einen ruhigen Verkehr, dock) ist die Stimmung hierfür gut. Scheideanstalt 1500. Ekektrizitätsaklien sind bei bescheidenen Um ätzen leicht besestigt. Fetten und Guilleaume. Lahmeher, Sch ufert, Siemens und Halske eröffneten höher. Maschinen- und Mctaltaktien bei. ziemlich fester Tendenz wenig verändert. Reckarsulmer 1275, + 25 Prozent. Schwach lagen Oesterreichische Kreditanstalt. Un­garische Goldrenten erhell. Mexikaner fest. 3m weiteren Verlause blieb der Verkehr ruhig, zu­mal der Dollar etwas zurückging. Die Börse sch lost bei vorwiegend gut behaupteten Krrsen. PrivatdiskoM 4^2 Prozent.

Frankfurt a. M.. 25. Januar. Berliner Devisenmarkt.

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(3n einem Teil der Auflage wiederholt.)

Die Konferenz für Fragen des Rahen Osten».

London, 24. Zan. sWB.) ^Times" bc-' richtet, Poincarü hat der Konferenz der Außenminister Grobbritanniens. F crnkccichs und Italiens über die Frage des Rahen Ostens z u g e st i m m t. Man erwartet, daß diese in Paris im Verlause von ungefähr einer Wocho stattfinden wird.

Rationale Wirtfchaftskonferenz in Washington.

London, 24. Zcrn. (WB.)Times" meldet aus Washington, dah die tx>m Präsidenten Har ding gestern eröffnete nationale Wirt­schaftskonferenz in ihrer heutigen Sih ung sich mit der europäischen Lage als einem der Faktoren, die zu der Rot der ameri­kanischen Landwirtschaft beitrage be« fassen wird.

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mc Fran kf u r t a. M, 24 Zan. Das hie­lte Lebensmittelamt, daS in seinen Glanzzeiten ' über 1000 Personen an Personal hatte und jetzt noch ungefähr hundert Arbeits­kräfte beschäftigt, soll in der nächsten Zeit gänz­lich abgebaut werden. Man weint ihm hier keine Träne nach

Vermischtes.

Ein Land ohne Titel. Kanada hat vor einiger Zeit sämtliche Titel und Aus­zeichnungen von Staats wegen abgeschafft und damit der menschlichen Citelleit, die ja in Kanada nicht weniger groß ist als anderswo, einen schweren Schlag versetzt. Sn Quebec, wo die französischen Ansiedler an Yen aristo­kratischen Traditionen des alten Frankreich festhalten, ist denn auch sogleich eine Protest­bewegung in.s rLeben getreten, und diese Stadt hat verlangt, das) das Titelverbot wie­der aufgehoben würde. Aber die Männer von Quebec, die noch in den Idealen des vor­revolutionären Frankreichs leben, sind mit ihrer Forderung nicht durchgedrungen. Die Titelkvmmission, die die Regierung zur Durch­führung des Gesetzes bestellt hatte, hat ein­stimmig ein Eingehen auf die Wünsche von Quebec abgelehnt. Diejenigen Kanadier, die sich bereits im glücklichen Besitz von Titeln, Orden oder anderen amtlichen Auszeichnungen besinden, dürfen sich ihrer erfreuen, solange sic leben. Reue Ehrungen aber werden nicht mehr verliehen, und so wird denn binnen kurzem Kanada das erste Land sein, in der es über­haupt keine Titel mehr gibt.

Eine Riesenkerze. Eine Kerze, die bis zum Jahre 6922 brennen soll, ist in einer Reuhorker Kirche zum Andenken an Caruso ausgestellt worden. Diese Mammutkerze wiegt 1000 Pfund, und auf ihr ist eine ChristuSfigur angebracht sowie die Ramen aller der Per­sonen, die sie gestiftet haben. Die Kerze wird jedes Jahr nur einmal am 2. Rovember, dem Geburtstag Carusos, angesteckt, und bei dieser Verwendung enthält sie genug Wachs, um 5000 Jahre auszuhalten. Hinterein­ander würde sie 120 000 Stunden brennen

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fpd. Frankfurts M., 24. Zan. 3m Laufe Vr letzten Zähre wurden in Dahem, Hessen ?xinttemberg und Thüringen zahlreiche Fuhr werkesamt den Pferden und Geschir- en gestohlen. Der Diebesbande war es ganz gleich, ob es sich um elegante Zagdwagen, Acker­wagen oder Bauernwagen handelte. Der bayeri­schen Polizei gelang es nunmehr im Zusammen­arbeiten mit zahlreichen anderen Behörden die Mitglieder der Diebesbande zu ermitteln und fest- ,unehmen. Es Handeft sich um die Hauptdiebe Schürger, Läpple und Ripp stein. Bis jetzt konnten 32 Wagen nebst Pferden und Ge­schirren wieder ihren Besitzern zugeführt werden. Für mehrere Wagen konnte der Eigentümer noch nicht ermittelt werden.

' Höchst a. M, 24. Zcm. Zwei Gauner schwindelten gestern einer allein tm Hause wei­lenden Bauersfrau in Weilbach unter der An­gabe, sie seienBeamte des Finanzamts und hätten den Auftraig, das dem Finanzamt nicht angegebene Vermögen zu beschlagnahmen, 160 Mk. in Gold ab und verschwanden 'amU. Rach dem heutigen Goldpreis der Reichebant hat die Fa­milie einen Verlust von über 6200 Mk. zu be­singen.

st Marburg, 24. Ian. Bei den An­gestelltenwahlen erhielten im Stadt­bezirk die Liften des D. H. B. und der kommunalen Verbände Z und die des Allge­meinen freien Angestelftenbundes (Afaf zwei Sitze. Sn Marburg-Land stelft sich das Ver- häftnis auf 5 zu 1. Sonntag nachmittag veranstalteten Marburger, Gießener und Frankfurter Burschenschafter einen Um­zug durch die mit Fahnen geschmückte Stadt. 3n den Stadtsälen schloß sich dann zur Feier der Reichsgründung ein Kommers an. Ein hier abgehaltener zweitägiger Ver- t re ter tag desKurh. Landbundes" faßte eine Entschließung, die sich dagegen verwahrt, daß die neue Brotverteuerung der lZandwinschast in die Schuhe geschoben wird. Ferner wird gewünscht, daß die zur Milch­erzeugung notwendige Kleie den Landwirten prozentual zu einem den Getreideumlagepreise entsprechenden Satz zuruckgegeben wird und hinNigefügt, die Getreideumlage für das kom­mende Wirtschaftsjahr nicht zu wiederholen. Die Hebung der Erzeugung soll mit allen Kräften gefördert werden.

fpd. Kassel, 24. Zan. 3n einer Wohnung des Wazienweges erlosch plötzlich das Licht. Die Bewohner waren zunächst geneigt, als llrfadje eine der häufiger vorkommendrn Lichtstörungen anzunehmen. Als aber die Finster­nis längere Zett an hielt, ging man der Sache auf den Grund und merkte zum größten Er­staunen, dah der städtische Lichtzähler kunstgerecht abmontiert und regelrecht g e st o h - l e n war.--

Turnen, Sport und Spiel.

Skikvnkurrenz im Vogelsberg. Unter den überraschend günstig gewordenen Schneesportverhäftnifsen hat sich in diesen Wochen im Vogelsberg der Skisport rasch aus dem Dorn­röschenschlaf der letzten Zahre erhoben. Besonders am letzten Samstag und Sonntag hätte sich ein reges Geben entwickelt, wobei sich der Skiklub Wintersport Gießen mit einer erfreulichen An­zahl oder und neu hinzugekommener Mitglieder sehen ließ. Hm endlich wieder skisportliches Können zu zeigen es wurde dafür bereits eifrigst geübt, wird der Club am kommenden Sonntag auf dem Hoherodskopf ein Rennen seiner Mit­glieder heranftalten. Es sollen stattfinden: Lang­lauf, Sprunglauf, Kunsttauf und Damenlauf. Mftglleder, die sich zu den Konkurrenzen melden wollen, Eönnen dies beim Vorstand am Freitag abend im Cafe Astoria und am Samstag auf dem ClubhauS Hoherodskopf tun. Selbstverständlich find auch Meldungen von Richttnitgliedern außer Konkurrenz erwünscht und willlornmen. Be­sprechung am Freitag abend halb neun pünktlich im Cafe Astoria. Auf rechtzeitige Bestellung der Zimmer auf dem Hoherodskopf wird dringend hingewiesen. (6. Anzeige in heutiger Rümmer.)

Für den Fuhballkampf Süd­deutschlandRiederösterreich am 26. Februar in Rürnberg schickt der Süddeutsche Fußballverband mit Ausnahme des Rechtsaußen die gleiche Manrrschaft ins Treffen, wie sie der

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DantesDivinaCommediain deut­scher Uebertragung von Konrad Falke Mit einer Einleitung.Wie sollen wir Dante lesen?" und einem Kommentar. 1921. Zürich, Max Ratch?. Verlag, A.-G. Konrad Falles Hebertragung ist die neueste vollständige und zugleich die erste schweizerische ^lebersehung dieser größten Dichtung des Mittelalters. Sie verzichtet auf dcn Reim und sucht vielmehr den bannenden Reiz des Originals durch möglichst genaue Wiedergabe der wörtlichen Prägung und durch ein rhythmisches Eigengeseh einzufangen, das die Terzinen, wenn nicht als Reimgruppen, so doch als gedanlliche Gebilde respektiert.

tn Hamburg.

Zum Fuhball-Länderkampf DeutschlandSchweiz, der am 26. März in Frankfurt a. M. stattfindet, wurde am Sonntag in Zürich ein Hebungslpiel zwischen den Mann­schaften der Oft- und Zentralschweiz abgeh allen. Die Seiten wurden mit 11 gewechselt, die Zen­tralschweiz siegte jedoch schließlich mit 4:2. Rach bern Ergebnis dieses Treffens wird die Schweizer Rationalmannschaft ausgestellt werden.

ZumLeichtathletik -Parlament, der 25. Wahlversammlung der Deutschen Sport­behörde für Leichtathletik, die am 12. Februar im Berliner Stadtverordneten-Sitzungssaale des Rat­hauses vor sich geht, wird jetzt die Tagesordnung bekanntgegeben. Zu dieser Zubiläumstagung sind als Festredner Staatssekretär z. D. Exzellenz Dr. Lewald und Hauptprediger D. Dr. Ehr. Geyer gewonnen worden. Die Tagesordnung hat folgen­des Aussehen: 1. Feststellung der Anwesenheits­liste: 2. Erstattung des Jahresberichts: 3. Er­stattung des Kassenberichtes und Bericht der Kas­senprüfer: 4. Entlastung des Vorstandes: 5. Reu­wahl des Vorstandes und zweier Kassenprüfer: 6. Genehmigung des Voranschlages: 7. Festsetzung der Meisterschaften: 8. Ort der nächsten Wahl­versammlung : 9. Deutsche Kampf'piele 1922; 10. Ernennung des Zahrbuchauöschusses; 11. 0r° gcmisationsfragen; 12. Zugendfrage- 13. Werbe- tättigteit, Werbeschriften ufto.; 14. Geräteeichung: 15. Internationale Angelegenheiten: 16. Erle­digung von Anträgen: 17. Verschiedenes.

Ein Preisausschreiben der Deutschen Sportbehörde. Zur Erlangung künstlerischer Ehrenurkunden ha t die Deutsche Sportbehörde für Leichtathletik ein Preisaus­schreiben erlassen und dafür einen Betrag von 10 000 Mark zur Verfügung gestellt. Es ist zu hof­fen, daß die den Sportvereinen angehörigen Künst­ler sich recht rege an diesem Preisausschreiben schon im Interesse der guten Sache beteiligen. Be­dingungen sind bei der Geschäftsstelle der D. S. B. München, Marienplatz 25, zu erhalten.

Die Zahreshauptversammlung des Deutschen Tennis-Bundes findet am 19. März in der Harmonie zu Leipzig stall. 2hr geht eine Vorstandssihung am 18. März voraus, die sich u. a. mit der Reueinteilung der Bundesbezirke zu beschäftigen hat. Die Tagesordnung der Hauptversammlung ent­hält neben den üblichen Jahresberichten Satzungs­änderungen und Anträge zu den Spielregeln.

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