Einzelbild herunterladen

beide Länder verständig sein«. Dc»S deutsch- ruslische ilebereintommen fei' jedoch von klarer dauernder Bedeutung mb enthalte Mög­lichleiten. die. wenn richtig angewendet, auster­ordentlich zuträglich, wenn aber falsch angewendet, autzcrord.n.Ii-h schad.ich s.ien. "Denn das 'Bei­spiel Deutschlands, das eine Regelung mit Ruß- land erzielte, von den Entente-Rationen befolgt würde, so könnte nur Gutes die Folge sein. 3m3tefontere könnte Grost-Dritannien, das al­lein von den europäischen Rationen die Unter­stützung bieten könne, die so bringend benötigt werde. Rußland mit Krediten und Saatgetreide unverzüglich zu Hilfe kommen. Wenn anderer­seits das Beispiel Deutschlands nicht befolgt werde und sowohl Deutschland als auch Rußland po­litischer Isolierung und wirtschaftlichem Druck ausgesetzt würden, so werde das groben Schaden zur Folge haben. Das augenblickliche üleber- einkvmmen zwischen Deutschland und Rastland würde darm u vermeidlicherweise zu einem po­litischen Block mit allen darin enthaltenen Möglichkeiten führen. Es sei von groster Bedeu­tung. das) die Ententemächte ihre Bedingun- genfürRustland matz voll gestalteten und nur auf Bedingungen bestehen blieben, die so­wohl Rußland als auch ihnen zam Ritzen ge­reichten. Rußland könne nicht eine unbeschränkte Summe von Zinsen zahlen.

Königsbesu H in Genua.

Genua, 21. April. (Spezialbericht des Vertreters des W.T. B.) Morgen wird der König von Italien zu einem kurzen Be­tuch in Genua erwartet.

Deutsch-spanische Wirtschastsverhandlungcn.

Berlin, 21. April. (WTB.) Die spa­nisch e R e g i e r u n g hat sich nunmehr bereit erklärt, mit der deutschen Regierung über die Gestaltung der künftigen deutsch-spani­schen Wirtschaftsbeziehungen zu verhandeln. Nachdem die Vorarbeiten für diese Verhandlungen mit den in Betracht kommenden Regierungsstellen und Interessen­ten abgeschlossen sind, begibt sich die deutsche Delegation unter Leitung des Ministerial- direkwrs Swckhammern am Samstag nach Madrid.

Die neuen Postgebühren.

Berlin, 21. April. (Wolff.) Die Beratung der neuen Gebührenvorlage ist vom Reichspost Ministerium und dem Ver­kehrsbeirat fortgesetzt worden. Die Rotwendig- keit der Gebührenerhöhungen und ihr Ausmatz im allgemeinen wurde anerkannt. Der Verkehrsbeirat beantragte indessen die Herab­setzung der Gebühr für eine Postkarte im Fernverkehr von 2 Mk. auf 1,50 Mk., den Weg­stall der Drucksachenkarte und die Festsetzung der Gebühr für Ansichtskarten mit fünf Gruhworten auf 50 Pfg. Ein weiterer Antrag ging dahin, für Briefe im Fernverkehr eine Stufe bis 500 Gr. Hu 6 Mk., für Geschäftspapiere. Warenproben Hnrb Mischsendungen eine Unterstufe bis 100 Gr. zum Satze von 2 Mk. einzuführen. Für Pakete |tourte die Einführung einer Zwischenstufe von 5 bis ZV2 Kg. gewünscht. Im Auslands- verkehr wird die Erhöhung der Gebühr für einen einfachen Brief bis 20 Gr. auf 8 Mk. und eine entsprechende Erhöhung ter übrigen Sähe gemäß den Bestimmungen des Weltpostvereins stur angemessen erachtet. Der Derkehrsbeirat hält grundsätzlich auch eine angemessene Erhöhung der Zeitungsgebühren für 'erforderlich lieber die Sätze und Maßnahmen im einzelnen wurde nicht verhandelt.

Der Entwurf ter neuen Gebührenordnung geht nunmehr zunächst dem R e i ch s r a t zu.

Aus dem Reiche.

Die Kartoffelversorgung für 1922.

Berlin 21. April. (Wolff.) Im Reichs- .mintfiertum für Ernährung und Landwirtschaft stand unter dem Vorsitz des Reichsministers Fehr yeme Desprechun g mit den Regierungen der ißänter über die Regelung der K a r t 0 s f e l v e r- lorgung Im Wirtschaftsjahr 1922 statt.

Die Versammlung stimmte darin überein, daß rechtzeitig Vorsorge getroffen werden müsse, um pten in diesem Wirtschaftsjahr hervorgetretenen ISchwierigteiten in ter Kortoffelversorgung im .neuen Wirtschaftsjahr zu begegnen. Im Anschluß -an frühere Beratungen tourte eingehend erörtert, ob eine Kartvsfelumlage ausgeschrieben rtoerten könne. Gegen den von verschiedenen ©ei­lten unterstützten Vorschlag, wenigstens einen Teil -des Bedarfs durch eine Umlage sicherzustellen, jtourben von anderen Teilnehmern ernste De- Denken erhoben. Insbesondere wurde von den Vertretern der für die Kartoffelaufbringung in ,erster Linie in Betracht kommenden Länder unter Hinweis auf die ablehnende Stellungnahme so- itoo&I der überwiegenden Mehrheit der Städte tote ter ländlichen Kommunalverbände die tech­nische Durchführbarkeit einer solchen Maßnahme bezweifelt. Rach längerer Aussprache wurde in Aussicht genommen, den Abschluß von Liese- wungsverträgen mit den großen Ver­brauchergruppen zu fördern und auf eine ver­mehrte Wagengestellung zwecks schleuniger Ab- teförberung der Kartoffeln im Herbst hinzuwirken, ium auf diese Weise eine Besserung in ter Ver­sorgung der Bevölkerung .herbeizuführen. Auch sollen die Dorschristen über die Konzessiv- nierung des Kartoffelhandels einer Nachprüfung unterzogen werden, um das In die­sem Jahre beobachtete Treiben wilder Aufkäufer zu bekämpfen.

Abschließend erklärte ter Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft, daß hiernach von ter Vorlegung eines Gesetzentwurfes über die Ausschreibung einer Umlage zur Zeit abzusehen sei, und daß die Verhandlungen mit den Beteilig­ten über den freiwilligen Abschluß von Lieferungsverträgen mit größter Be­schleunigung ausgenommen werden würden.

Der Reichslandbund gegen die Getreide­umlage.

Berlin, 22. April. (Prid.-Tel.) Den Blättern zufolge faßte der Gesamtvor­stand deö Reichslandbundes gestern einstimmig folgenden Beschluß: Der Reichs­landbund lehnt die Wiederholung der Um­lage in jeder Form ab. Er wird sich gegen ihre Einführung mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln wehren.

Aus Stabt und Land.

Dietzen, den 22. April 1922.

Aenderungen im Sommcrfahrplan.

Der neue Sommerfahrplan, ter am 1. Juni in Kraft tritt, bringt folgende Aenderungen: a) ©trede Gießen Kassel-Berlin.

Diener Zug D 27, sog. Bäderzug Bad-Hom­burg (Wiesbaden)Berlin Pots. Dahnh. Gießen ab 1,03 mittags. In umgelehrter Richtung D 28 Gießen ab 5,38 nm. Beide Züge verkehren vis zum 31. August. Ab Friedoerg ist Anschluhverbindung nach Frankfurt a. M. Hauptbh. durch O-Zug 28a hergestellt. Frankfurt an 6,51 nm.

Der V-Zug 180 Berlin Frankfurt, bisher Gießen ab 8,08 vm., fährt für die Folge schon 7,31 vm. Der von Hamburg kommende D 76, bisher 8,18, fährt 8,08 vm.

Eilzug 80 von Kassel verkehrt 9,50 vm.

Personenzug 792 nach Frankfurt, bisher in Gießen ab 6,45 vm., fährt 6,40 vm. Im übrigen ist die Aenderung bei Personenzügen geringfügig.

b) ©trecke Gießen Koblenz:

Reue Züge D 124, Gießen ab 5,50 nm., und D 123, Gießen an 12,30 nm.

Verkehren bis 31. August.

D 126, bisher Gießen ab 8,16, fährt 8,08 vm.

c) ©treckeGieß en Dillenburg- Köln (Siegen):

D 175 FrankfurtHagen, bisher 3,42 nm. in Gießen ab, verkehrt ab Gießen schon 3,13. D 82 von Köln (Hagen), bisher ab hier nach Frankfurt 10,00 abends, statt bisher 10,19.

Auf den oberhessischen Linien treten wesentliche Aenderungen nicht ein.

* Verbesserung der Bahnverbin­dung zwischen Ober Hessen und Star­kenburg. Auf eine Eingabe des Hessischen Bauernbundes an die Eisenbahndirektivn Frank­furt a. M. teilt diese mit, daß der O-Zug 136 FrankfurtDarmstadtMannheim, der seither 7.02 Uhr vormittags in Frankfurt abging, ab 1. Juni 1922 erst 7.38 Uhr vormittags von Bahn­steig 7 in Frankfurt a. M. abgelaffen wird. Damit ist der Anschluß an den Personenzug 718 Fried­berg-Frankfurt, ter um 6,07 Uhr vormittags in Friedberg abgeht und 7.29 in Frankfurt eintrifft, hergestellt. Reisende, die diese Verbindung be­nutzen, werden also 6,07 Uhr in Friedberg ab­fahren und bereits kurz nach 8 Uhr in Darmstadt eintreffen. Besonders für die Reisenden, die von Gießen nach Starkenburg gelangen wollen, bedeutet diese Zugverlegung eine bedeu­tende Annehmlichkeit. Mußten doch diese seither den Zug benutzen, ter um 4.05 Uhr in Gießen ab­geht, während sie jetzt 4.58 Uhr dort abreifen kön­nen, 5.55 Uhr in Friedberg eintreffen, dort um- steigen und mit dem obengenannten Zuge 6.07 Uhr weiterfahren können.

*

LU. Von der Landes Universität. Studierende, die bereits hier immatrikuliert sind und ihre Studien hier fortsehen wollen, haben sich auf dem Universitäts-Sekretariat, Bismarck- straße 22 (Zimmer 3), 2. Stock anzumelden, um die Ausweiskarte umzutauschen und ihre Woh­nung anaugeben. Dies hat in der Zeit vom 24. April bis 29. Mai 1922 vormittags von 9 bis 121/2 Uhr zu geschehen. Anmeldungen zur Immatrikulation werden in der gleichen Zeit auf dem Sekretariat (Zimmer 1), 1. Stock angenom­men. Rach dem 20. Mai werden Anmeldungen nur dann angenommen, wenn die Verspätung in genügender Weise entschuldigt wird.

** Volkshochschule. Das letzte Semester hatte wieder einen guten und regen Besuch aaf- zuweisen, ein neuer Beweis dafür, daß die Volks­hochschule für weitere Kreise ein tieferes Be­dürfnis geworden ist. Die Gesamtteilnehmerzahl war 451. Der Stosskreis hatte eine Erweiterung erfahren, indem auf vielfachen Wunsch wach ein Elementarkurs in Latein ausgenommen wurde, ter von 18 Teilnehmern besucht war. Ferner entwickelten sich im Lauf des Semesters aus der Vortragsreihe über Körperbildung zwei Gym- n a st i k k u r s e, so daß nunmehr wie an anderen Volkshochschulen (z. B. Kassel) auch die praktische Körperbildung in den Lehrplan Aufnahme ge­funden hat. Eine weitere glückliche Reuerung waren die genußreichen musikalischen Abende, die von ter Arbeitsgemeinschaft für Musik veranstaltet tourten und zu denen auch Gäste Zutritt hatten. Es fanden ein Dach- und Häntelabend statt, sowie ein Abend, der volks­tümlicher Hausmusik gewidmet war. Um das Zustandekommen dieser schönen Darbietungen ha­ben sich in dankenswerter Weise Fräulein Ida Stammler und Herr Pianist Hahn, der Gernhardtsche Zither- und Mando­line n ch 0 r und andere Musikfreunde mit Erfolg bemüht. Die eindrucksvolle D a n t e f e i e r, mit der das Semester begann, wurde an dieser Stelle bereits eingehend gewürdigt. Das neue Se­mester beginnt am Montag, 1. Mai. Eine Äebersicht über die Veranstaltungen bietet eine Anzeige in ter heutigen Rumrner.

** Der Unterricht an der Volks­schule beginnt Dienstag, den 25. April 1922, vormittags 8 Uhr. Für die Kinder des untersten Jahrganges (1. Schuljahr) ist ter Beginn auf 10 Uhr vormittags des gleichen Tages festgesetzt.

** Der Hühnerdiebstahl in der Karfreitagnacht in der Bahnhofstraße, wobei der Dieb am Tatorte 15 Hühner abschlachtete, hat nunmehr seine Aufklärung gefunden. Als Täter wurde ein hier wohnhafter 2Ljähriger Mensch ermittelt, der erst vor kurzer Zeit aus einer Strafanstalt entlassen worden war, wo­selbst er wegen Eigentumsvergehen eine län­gere Freiheitsstrafe verbüßt hatte. Bei einer vorgenommeüen Durchsuchung wurden in sei­ner Wohnung noch zwei Hühner vorgefunden, die dem Geschädigten zurückgegeben werden konnten. Am verflossenen Donnerstag wurde in hiesiger Stadt ein vor dem Postamt in der Bahnhofstraße ausgestelltes Fahr­rad entwendet, das später in einem Kvrnacker bei Klein-Linden aufgefunden wurde und somit dem Eigentümer wieder zu­gestellt werden konnte. Einem originellen Betrug ist ein auswärts wohnender Wirt zum Opfer gefallen. In seinem Lokal erschien ein unbekannter Zigeuner und bot ihm einen Briefbeschwerer, aus sieben Goldstücken be­stehend, für 3000 Mark zum Kaufe an, die der Wirt auch unter dem guten Glauben, es sei echtes Gold, erwarb. Zu spät erst bemerkte er den Schwindel und reist jetzt umher und sucht den Zigeuner. In letzter Zeit wurde Lus einem Garten unweit des Clektrizitäts-

wertes eine große Leiter mit eisernen Sprossen im Werte von 250 Mk. gest 0 h - len, und in der verflossenen Rächt aus dem städtischen Steinbruch im Stadtwald, unweit der Hohen Warte, mittelst Einbruchs ein 16 Meter langer, 15 Zentimeter breiter und 5 Millimeter dicker Treibriemen aus Le­der entwendet. Dor Ankauf wird gewarnt.

** Seltsame Irrwege einer ge­stohlenen Uhr. Verschiedene Herren aus der Umgegend von Marburg hatten nach Gie­ßen eine Spritztour unternommen und dabei des Guten derart zuviel getan, daß sie die Nacht im Wartesaal des hiesigen Bahn­hofs einschliefen. Hierbei entwendete einer dem anderen seine goldene Uhr und ver­schwand damit. Am nächsten Tage setzte der Dieb die Tour fort, wobei er auch die Be­kanntschaft einer Frauensperson machte, die ihm bei einem freundlichen tete-ä-tete die Uhr wieder stahl, was er gar nicht bemerkt hatte. Nach Entdeckung des Verlustes machte er so­gar bei der Polizei Anzeige. Als die Frauens­person sich überführt sah, warf sie in einem unbewachten Augenblick in ihrer Wohnung die Uhr in das brennende Feuer. Beide Diebe wurden in Haft genommen.

** Von dem Polizeiamt wird auf das Eingesandt über das Einschreiten von Polizeibeamten wegen Auslegens von Betten nach der Straße mitgeteilt, daß ein solches Verbot nicht besteht und die Beam­ten auch nicht angewiesen sind, hiergegen ein­zuschreiten. In Fällen, wo Belten in Fen­stern nach der Straße zu ausgeklopft oder ausgeschüttelt wurden, ist dieses wohl von Polizeibeamten gerügt worden.

** Abermalige Herabsetzung der Margarinepreise. Die meterrheinischen Margarinefabrikanten haben mit Wirkung vom 19. April die Margarinepreise abermals um zwei Mark für das Pfund ermäßigt, nachdem am 15. April eine Herabsetzung um denselben Be­trag vorgenommen Worten war.

** D i e Ausgabe der Kohlenkarten für das Wirtschaftsjahr 1922/23 wird durch eine amtliche Bekanntmachung im heutigen Anzeigen­teile geregelt.

* Das Fest der silbernen Hochzeit feiern heute Gastwirt Carl O r b i g und Frau, Rittergaffe.

** Der Wartburg-Verein veranstal­tete am Mittwoch für feine Mädchenabteilung einen Konzertabend, ter einen schönen Verlauf nahm. Das Hauptoerdienst an dem guten Ge­lingen des Abends gebührt den Mitgliedern des hiesigen Mandolinen» und Guitarrenvereins Reepolila", die wieder einmal mit ihrer Kunst die jugendlichen Zuhörer erfreuten. Angenehm unterbrochen wurden die Musikoortrage darch Rezitationen ernsterer und heiterer Art, die von Mi gliedern der Wartburgabteilung vorgetragen und dankbar auf genommen wurden. Am Don­nerstagabend wurde mit neuem Programm ein ähnlicher Abend für die Iünglings- und Männer­abteilung mit gleichem Erfolg veranstaltet. Von ten Musikvorträgen verdienen besonders hervor­gehoben zu werden Potpourri a. d. OperMar­tha",Freischütz" undÄngarischer Tanz" von Ritter. An allen Stucken fielen Schönheit des Vortrages und ter Einsätze, ferner der wohl- tuenbe Wechsel in Tempo und Tonstärke auf. So werten die schönen Abente ter Zagend noch lange in freudiger Erinnerung bleiben. Der in ter gestrigen Rümmer unseres Blattes für Sonntagabend angezeigte Vortrag des Mis- sionars Walther überKamerun" ist für alle Abteilungen des Wartburgvereins sowie auch für Freunde ter Sache zugänglich.

L^rnoNzen.

Tageskalender für Samstag. Stadttheater, 7 Ähr: Geschlossene Vorstellung: Turandot". Zohannessaal, 8 Ähr: 6. Vor­trag der Gießener Frauenvereine.

Tagestalen der für Sonntag. Stadttheater. 3 Ähr:Romeo und Julia": 61/? Ähr:Mascotlchm".

Das Landsturm°Inf. -Ersah» 03a 11. XVIII/32 veranstaltet am Samstag, 6. Mai und Sonntag, 7. Mai, im Cafe Leib ein zwang­loses Beisammensein.

Aus dem Stadttheaterbureau. Rach Schluß ter offiziellen Spielzeit werden auch im Sommer einige Gastspiele stattfinden. Ein solches Gastspiel, das ganz besondere Aufmerksam­keit verdient, findet am Mittwoch, den 26. April statt, intern das Elsässische Theater, das zur Zeit seinen Sitz in Frankfurt a. M. hat, mit tem dreiaktigen SchwankDie Pariser Reis" von Gustav Stoßkopf hier gastieren wird. Das El­sässische Theater hatte .früher seinen Sih in Straßburg, und die Aufführungen ter ©toßkopf- schen Komödien und Schwanke hatten weithin guten Rus genossen, da diese Stücke ein wirkliches Cha­rakterbild beS Elsässischen Volksstammes darstell- ten. Die luftigePariser Reis" wurde im Iahre 1900 zum ersten Male im Straßburger Stadt- theater gegeben und hat in zahlreichen Ausfüh­rungen großen Erfolg erzielt. Es sei ausdrücklich bemerkt, daß ein Teil ter Einnahmen der Orts­gruppe Gießen des Elsässischen Hilfsbundes für vertriebene Elsaß-Lothringer zufließt.

Oberhefsischer Kun st verein. Die neue Ausstellung desKünstlerbundes Karls­ruhe" die zuvor in Kiel und Dortmund gezeigt wurde, erfreut fich auch hier täglich eines regen Besuches und verbleibt nur noch 14 Tage aus­gestellt, sie ist täglich, mit Ausnahme des Samstags, von 111 Ähr geöffnet.

- Elsässische Tänze. Der Vorsitzende der hiesigen Elsaß-Lothringer teilt uns mit, daß die am Donnerstag abend mit so großem Beifall begrüßten elsässischen Tänze nächsten Monat im Rahmen eines fei' langem vorbereiteten, mit Rücksicht auf die Aufführung der Waldbühne ver­legten, Festabends zugunsten des Frank­furterWissenschaftlichen Institutes der Elsaß- Lothringer im Reich" wiederholt werten. Kom­ponist der aus ter Volkskunst geborenen und in diese übergegangenen Tänze ist ter Altelfäffer C. Merkling.

Ivrdans Meisterbilder-An» dachten werden auch in den evangelischen Kir­chen von Lich, Langsdorf, Beuern und Hungen stattfinden. Räheres ist aus der heu­tigen Anzeige zu ersehen.

Altersvereinigung 1 8721 922. Die nächste Monatsversammlung findet am Don- | nel-stag, den 27. April, im Hotel Schütz statt. 1 (Siehe Anzeigenteil.) »

Wettervoraussage

für Sonntag:

Änbeständig, kühl, wechselnde Winde.

Heber Mitteleuropa herrscht unregelmäßiger Luftdruck bei nur geringen Änterschieten. Infolge­dessen bleibt das Wetter unbeständig. In Gießen sank die Temperatur heute nacht 3Grad unter den Gefrierpunkt: Darmstadt meldet 1 und Lauterbach 6 Gr ad Frost.

Ärcis Friedberg.

* Friedberg, 21. April. Zar Erhal­tung des ehemaligen Schlosses zu Friedberg ging tem Fmanzausschus.e des Land­tags eine Regierungsvorlage zu, in ter es heißt: Die Fassaden des ehemaligen Schlosses zu Frted- berg befinden sich in einem sehr schlechten Zu­stande. Der Verputz ist teilweise herabgefallen. Für die dringend erforderliche Herstellung dteser Fassaden steht noch ein Kvebitzrest..ars den für ten Schloßumbau im Staatsvoranschlag 1920 be­willigten Mitteln von 300 000 Mk. zur Ver­fügung, aus welchem die etwa 90 000 Mk. be­tragenden Kosten gedeckt werten lörmten. Die Ermächtigung des Landtags zur Verwendung dieses Betrags soll im ©laatsboranf i)lag 1922 be­antragt werden. Mit Rücksicht auf das fort­währende Steigen der Materialp.eise und Ar­beitslöhne empfiehlt es sich jedoch, die Arbeiten jetzt schon auszuführen und nicht die Verab­schiedung des Staatsvoranschlags 1922 abzuwar­ten. Das Ministerium stellt daher ten Antrag, ter Finanzausschuß wolle seine Zustimmang zu der alsbaldigen Vornahme der Arbeiten erteilen,

Startenburg und Miclngcgeu.

* O fsenbach, 21. April. Einbrecher waren in der Nacht zum Donnerstag im Westen der Stadt lebhaft an der Arbeit. Bei einem Zahnarzt wurden durch Einbruch wert­volle Instrumente und künstliche Zähne ge­stohlen. Dem Oberbürgermeister statteten die Einbrecher auch einen nächtlichen Besuch ab. Sie müssen aber wohl gestört worden sein, denn sie nahmen nur eine leere Brieftasche mit. Die gleiche Einbrecherbande war in derselben Nacht in der Villa eines Industriellen. Die Diebe gingen auch hier mit größter Vorsicht zu Werke. Sie scheinen es nur auf Bargeld ab­gesehen zu haben. Aber die Beute einige hundert Mark wird ihre Erwartungen sicher getäuscht haben.

tob. Worms, 21. April. Wegen Lohn­differenzen sind die Transportarbeiter in den Ausstand getreten. Die Hafen­arbeiter fordern einen 25prozentigen Lohn­zuschlag und die übrige Arbeiterschaft erklärt infolge Nichtanerkennung des neuen Manteltarifs die Arbeit niederlegen zu müssen. Außerdem haben die Arbeiter das Verlangen gestellt, künf­tighin einen längeren, anstatt des seitherigen zehntägigen Ärlaubs zu gewähren. Insgesamt streiken 140 Hafenarbeiter und 180 Arbeiter in der Stadt. Cinigungsverhandlungen werden wohl bald stattfinten.

Kreis Wetzlar.

Groß-Rechtenbach, 21. April. Die Gemeinden unserer Bürgermeisterei schlagen all­jährlich in ihren ausgedehnten Eichenwäldern ttfel Eichenlohe Die zahlreichen Gerbereien zu Wetzlar, Butzbach und Gießen decken hier ihren Bedarf an Lohe. Die jungen Eichen werden im Alter von 15 bis 18 Jahren gefällt und geschält, die abgeholzten Waldstücke schlagen alsbald wie­der aus und nach 15 Jahren findet eine neue Lohernte statt. Bei ter diesjährigen Lohrin­denernte handelt es sich um die Orte Reis­kirchen, Hörnsheim Niederkleen, Groh-Rechten­bach, Vollnkirchen Volpertshausen und Klein- Rechtenbach.

br. Hochelheim, 20. April. Am 25. und 26. Juni b. I gebenft ter hiesige Krieger- verein sein 50jähriges Stiftungsfest zu feiern. Nach einem Beschluß des Vorstanbes des KriegerverbanbesHüttenberg", ter am 26. März Hierselbst seine Frühjahrs- sihung abhielt, soll das Verbandsfest, bas erste nach bem Kriege, mit dem Stiftungsfeste verbunden werden.

ßanhrnirtfahoft,

* Vortrag der Landtoirtfchafts-- kamrner. In Bellersheim (Oberhessen) findet am Sonntag, den 30. April, nachmittags 3 Ähr, im Gasthaus des Herrn H. Angenmüller ein1 Vortrag der Landwirischafiskammer über: Dün­gungsfragen im Kartoffelbau statt. Referent: Landw.-Rat Dr. May, Landw. Schule in Lich (Oberhefsen).

Oberhessischer Kunsiverein.

Ausstellung des Karlsruher Künstlerbunde*-.

Gießen, 22. April 1922

Für viele Beschauer, denen der Karlsruher Künstlerbund Name großen Klanges ist, ist blei« Ausstellung eine gewisse Enttäuschung. Nicht als ob die vertretenen Werke handwerkliche Qualität vermissen ließen. Das ist nur ganz vereinzelt ter Fall. Aber über allem liegt eine gewisse matte Eintönigkeit, die bei allem technischen Reiz im einzelnen und bei aller Mannigfaltigkeit ter Motive den Besucher einer müden Stimmung überliefert. Nichts ist da, das mit zwingender Großzügigkeit eindrucksvoll unmittelbar den Be­schauer packt, weniges nur, das durch leis ver­haltenen, aber unentrinnbar wirkenden Zauber die Seelen mitklingen läßt. Letztes Innerliches fehlt zu oft. Die meisten Pilter lassen kühl. Wohl­gemerkt: Richt Gewaltsamkeit wird gefordert, son­dern Rachdruck.Richtung" und Tradition ist dabei wenig von Belang, aber sie allein vermögen natürlich nichts.

Die stärksten Eindrücke geben Landschaften: W SteinhaufensRebel am Wegrain", derWald" von Th. Schindler, wohl eines der eindrucksvollsten Werke der Ausstellung, W. R a g e l sRhein-Altwafser" und ein liebes kleines Bildchen von H. H e h mDer Dach". Die Selbstbildnisse von H. Sprung prägen sich ein, H. A. Bühlers originelleBlumen" und sein Dichter" regen an. Unter den merkwürdig un­gleichen Stücken, die W. H e m p f i n g bietet, fesselt terKahn mit Weiten". An Reueres klingen dieWerke A. © ch i n n e r e r s an (Liebes­paar in Bergen"). W. M e h e r h u b e r sBe­schaulichkeit" ist nur großes Format.

H- R. von Volk mann und Th. Esser, die auch vertreten sind, werden nächstens in einet | Sonterausstellung ausführlicher zu Worte kommen. ;

Die Graphik bietet bas gleiche Dilb: Außer einigen Blättern von H. Freitag und E. B echt kaum ein stärkerer Ton.

H- Binz zeigt Plastiken von vielem Reiz.- P. P. Pfeiffer tooblaelungene Plaketten. W.

2-r bild-? K» AS attion oe zeit) und 15) g fetzte l'ch 'uw® öings die fürW der W>S flärftem- KursrM wenigs < zent g'ug und einze werte zu imsche A Preußisch ftarfen 6 ihren Äu leihen ha! Gekoinnstc rcichische, Kauflust

Fro [tirnmu unter te nua. 60 wenig T zu lass« lauten. geringen leuin 235 28150. 1 590. Auf nchnmngs langen. ! niföxmarf biß 285. fest, ober tchitatsp beamtet heilsmark genb schko sich das Haltuim ruhig bei Prozent.

|Verm WM LöniKlr I^cltdH belegend

Mo ®d)U lu beliebe Erblaß ^UNg, £(4.

Wer

1 Mn Die Ft Suche

Sch(i

ähnJef1

KZ

Ublier,

Mi.

l-cht i

Saturn: H,Lisch, l 4°/,Lisch/ 3'/,Lisch.' 4'/, Preu' tzmckmg Änrddeu! Eomm.u.' L-mnstäö Seutfdje ü SticonM Dresdner Mtteld.C Aationalb Doch. Guß 2uü>Kse D.-Luremk Oelsenkirch ßarpener Oberschl. Oberschlrs Wnir^ MOlnil Höchster J Mg.Slelt Geltend® Hchuckert.^ Mmvnti Damlrr

»kttron Asche. 3